Schule Studium abbrechen?

T

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Gast
Hallo zusammen!

Seit längerer Zeit beschäftigt mich schon die Frage, ob ich mein Studium beenden soll oder nicht.
Aber mal von vorne.
Ich bin 24 und habe vor zwei Jahren mit dem Studieren angefangen, davor habe ich eine Lehre gemacht, gearbeitet usw. Mit dem Studium wäre ich in 1,5 Jahren fertig, plus 2 Jahre Referendariat (ich studiere Lehramt), also 3,5 Jahre noch.
Auf die Idee abzubrechen bin ich gekommen, weil mir das alles keinen Spaß mehr macht. Ich bin ständig genervt, sei es wegen Referaten, Klausuren, oder einfach nur von dem Stoff, der mich nicht interessiert. Nebenbei arbeite ich in einem Bekleidungsladen, was mir echt richtig Spaß macht.
Hinzu kommt der Wunsch nach einer eigenen Familie, Kindern usw., der in letzter Zeit (ich weiß nicht, warum) sehr ausgeprägt ist. Die Tatsache, dass ich damit noch eine ganze Weile warten müsste, macht mich gerade ziemlich fertig (Frauen können das vielleicht eher verstehen).
In meinen alten Beruf (medizinische Fachangestellte) einzusteigen, wäre kein Problem für mich, da mir die Arbeit schon immer gefallen hat.
Im Moment bin ich einfach hin und her gerissen. Studium abbrechen, heiraten, Familie gründen, arbeiten? Oder Studium beenden? Ich weiß es nicht. Ich hab mich bis jetzt noch nicht getraut, mit jemandem darüber zu reden. Vielleicht könnt ihr mir irgendwie helfen.

Grüße, totkuchen
 

Benutzer121499  (26)

Sehr bekannt hier
Ich verstehe dich gut ... Das ist noch eine lange Zeit . Du musst aber für dich selbst entscheiden was du willst . Wenn du merkst das dir das keine Spaß mehr macht und nichts mehr für dich ist würde ich das Studium abbrechen , weil nach deinen Erzählungen klingst du momentan nicht grade glücklich .
Gut ist das du noch eine weiter Türe offen hast !
Ich hoffe du triffst eine Entscheidung die dich wieder glücklicher macht .
Alles Gute
 

Benutzer65313 

Toto-Champ 2008 & 2017
Wieso hast du dich denn für dieses Studium entschieden? Sind deine Gründe dafür denn noch vorhanden? Gibt es eine Möglichkeit, dass deine Vorstellungen doch irgendwie erfüllt werden? Wie sehr wünschst du es dir, Lehrerin zu werden? Hast du schon Praktika gemacht?
Ich persönlich mochte mein Studium auch nicht, aber ich wollte später den Beruf ausüben, also habe ich mich durchgezwungen. Eine Freundin von mir aber war in einer ähnlichen Situation wie du und hat ihr Lehramtsstudium nun auch abgebrochen - es hat nicht ihren Erwartungen entsprochen und der Berufswunsch war einfach nicht groß genug.
Im Prinzip musst du dir "nur" klar werden, was für dich wichtig ist und wie ernst es dir damit ist. Drehst du gerade einfach hormontechnisch am Familienrad und schaltest deinen Kopf komplett aus? Oder denkst du, dass du die Entscheidung in ein, zwei Jahren bereuen könntest?
Und vor allem - was sagt dein Freund dazu, vor allem in Bezug auf die Familienfrage?

Viele, viele Fragen - aber vielleicht hilft dir das, herauszufinden, was du wirklich willst. Und auch uns, dir ein paar Tips zu geben...
 

Benutzer64456 

Verbringt hier viel Zeit
Auch ich kann dich gut verstehen. Wenn du mit der Situation unzufrieden bist ist das auf Dauer nicht gut!

Du sagtest, du hast noch mit niemandem darüber geredet. Vielleicht solltest du aber genau das tun. Sprich mit deinem Parter, sag ihm wie es dir geht und frag ihn was er davon hält. Die Entscheidung das Studium abzubrechen um eine Familie zu gründen betrifft ihn ja auch ;-)

Falls du gerade (wie die meisten Studenten in meinem Umfeld) Semesterferien hast versuch doch einfach mal den Kopf frei zu bekommen. Dinge zu tun die dir gut tun, die dir deine Freiheit geben. Vielleicht sieht die Welt danach ja ganz anders aus.

Oder gibt es eventuell die Möglichkeit dein Studium mit deinem gelernten Beruf zu verbinden? Dass du später einmal Berufsschullehrerin werden kannst?

Auch ich wünsche dir alles Gute!
Die Entscheidung wird dir wahrscheinlich nicht leicht fallen. Wichtig ist, dass du am Ende damit glücklich bist und unbeschwert durch's Leben gehst!
 

Benutzer116075 

Meistens hier zu finden
Hi,

manchmal hat man im studium phasen, wo man denkt "ich schaff es nicht" oder "ich hab keine lust mehr aufdas lernen" oder "hat daswas ich da lese mit meiner späteren praxis zu tun?" usw. das kennt jeder student... was ich aus deinem beitrag jetz nich so gerauslesen konte, ist, wie sehr du ne leidenschaft hast für den beruf lehrerin und die arbeit mit kindern und jugendlichen. wie wichtig ist dir dein ziel,lehrerin zu sein? motiviert dich die aussicht, auch durch solch harte phasen im studium zu gehen?
Hattest du in deinem studium praktika und hast erfahrungen im bereich unterrichten sammeln können?

Wenn dir dein berufliches ziel wirklich am herzen liegt, dann wirst du dich dazu entschließen, dein studium durchzuziehen und zu beenden und ins Ref zu gehen. Wenn du aber seit längerem spürst, das du keine lust auf dne beruf hast und dich in deinen alten beruf zurücksehnst, dann würde ich es mir echt überlegen...Natürlich wäre es schade, das studium abzubrechen.. aber wenn dich die lehrerrolle nciht erfüllt, dann ist es besser so.

Alles Liebe
Elfe
 
T

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Ich habe mich für´s Studium entschieden, da ich gerne mein Wissen weitergebe und auch gerne mit anderen Menschen bzw. Kindern arbeite. Praktika habe ich schon zwei gemacht, in ein paar Wochen beginnt das Dritte. In dem einen Fach habe ich Angst davor, zu unterrichten, da ich das Gefühl habe, ich bin zu schlecht bzw. mein Wissen ist nicht gut genug.
Mein Freund hätte gerne Kinder und würde auch gerne heiraten (er ist 30), er hätte es auch gerne sofort - wenn das Studium nicht wäre, also besser eines nach dem anderen (wo er ja auch Recht hat).
Den Kopf würde ich gerne frei kriegen, aber ständig kreisen diese Gedanken im Kopf, ich seh jeden Tag in den Kalender und denke mir:"Oh Gott, "nur" noch 5 Wochen, dann geht das ganze schon wieder los.."
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

Benutzer65313 

Toto-Champ 2008 & 2017
In dem einen Fach habe ich Angst davor, zu unterrichten, da ich das Gefühl habe, ich bin zu schlecht bzw. mein Wissen ist nicht gut genug.

Wie sieht es in den anderen Fächern aus? Machen die dir Spaß?
Diese Lehrproben werden doch im Normalfall hinterher beurteilt. Was wurde dir denn da gesagt?
 
T

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Ich sollte vielleicht noch sagen, dass ich 2 Semester etwas anderes studiert habe, zuerst war es Deutsch/Geschichte für Gymnasium, und dann habe ich auf Deutsch/Französisch für Realschule gewechselt. Geschichte hat mich Null interessiert. Bewertet wurde ich im Unterricht gut, ich kann einfach gut erklären. Den Stoff allerdings musste ich mir vorher auch erst aneignen, da ich davor keine Ahnung hatte (ähnlich wie bei einem Referatsthema, das einem gegeben wird, so kam mir das vor).
 

Benutzer116075 

Meistens hier zu finden
Also bist du irgendwie auch bisschen unsicher, ob du das hinkriegst impraktikum bzw. in zukunft mit den fächern bzw. dem neuen fach? Und auch deswegen der gedanke "Studium abbrechen"?
Wenn dir das Unterrichten grundsätzlich spaß macht und du gern mit kindern und jugendlcihen arbeitest, dann würd ich jetzt nicht aufgeben. Du musst doch bedenken, das du noch Lernende bist und noch Zeit hast, bis es ins Ref und dann richtig ins BErufsleben geht.
Ich würd mich jetzt erstmal aufs Praktikum freuen: neue klassen kennenlernen, neue schulstrukturen, neue erfahrungen sammeln, ein Stück kompetenter werden.. usw.

Und zum Thema Kinderbekommen:
Natürlich ist es sicher erstmal vernünftig, zu sagen "Ich mach erstmal mein studium fertig und das Ref und dann wenn ich ein bisschen im berufsleben bin denken wir mal an ein baby", aber es gibt ja durchaus auch studentinnen und Referendarinnen, die ein baby bekommen und ihr studium /ihr Ref trotzdem meistern. Ich bin gerade im Ref und spüre, wie anstrengend es so schon is im Ref und könnte mir das mit Kind schwer vorstellen. Habe aber auch zwei Kolleginnen, die ein baby oder kleinkind haben, und den Refalltag mit Familie meistern. Das muss jeder für sich selbst entscheiden, ob er bewusst ein baby plant im studiumoder Ref.Manchmal passiert das ja auch ungeplant. :smile:
 
Zuletzt bearbeitet:
D

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Hey, ich studiere auch auf Lehramt und mir geht/ging es ähnlich. Studium nervt, permanent, Dozenten, andere Studenten, wird jedes Jahr schlimmer. Aber durch Praktika (hab gerade wieder eins) merke ich, dass mir der Beruf dann Spaß macht. Ich weiß noch nicht welche Schulform. Ich hab mich entschlossen, das Studium jetzt irgendwie rumzubringen, geb mir da nicht sooo viel Mühe, man muss halt irgendwie durch. Den Stoff für die Schule muss man sich später eh zu Beginn vor jeder Stunde erst einmal aneignen. Die Lehrer, mit denen ich gesprochen habe meinten, das dauert ein paar Jahre, dann ist man drin. Das ist zu Beginn normal. Viele fanden das Studium auch zu fad und monoton (Seminar, Text lesen, reden --> langweiliger gehts ja kaum noch).
Aber Studium und Job sind zwei ganz verschiedene Dinge. Da musst du einfach abwägen, ob es dir das wert ist, dich jetzt durchzubeißen und den Kinderwunsch ggf. noch nach hinten zu verschieben.
Mein Nebenjob macht mir auch deutlich mehr Spaß als das Studium, aber für immer möchte ich dann doch nicht hinter dem Tresen stehen und Dinge beraten. Da möchte ich schon mehr Verantwortung und Spannung. :zwinker:
 

Benutzer18889 

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Ich fände es nicht so schlau, das Studium jetzt noch abzubrechen, um wieder in deinem alten Beruf zu arbeiten.

Als MFA verdienst du netto vielleicht 1.000 Euro. Damit kannst du kein Kind ernähren. Sich auf den Mann zu verlassen, finde ich auch riskant. Was passiert, wenn es mit dem nicht klappt?

Hey, ich studiere auch auf Lehramt und mir geht/ging es ähnlich. Studium nervt, permanent, Dozenten, andere Studenten, wird jedes Jahr schlimmer. Viele fanden das Studium auch zu fad und monoton (Seminar, Text lesen, reden --> langweiliger gehts ja kaum noch).


Off-Topic:
Oh man, das klingt aber gruselig. :what:

Ich habe ja nun auch 2 Semester vom Studium rum und muss sagen, dass es total interessant ist. Mich nervt einzig und allein der Block des Lehramts an sich, weil ich kein Lehrer werden möchte. Meine beiden Fächer hingegen finde ich großartig und überhaupt nicht langweilig. Da kann ich das eine eher langweilige Drittel noch tolerieren, wobei selbst da genug interessante Module zur Entwicklung etc. sind, die mir auf jeden Fall was bringen, auch für meine eigentlichen Fächer.

Ich finde es ganz schön schade, wenn Leute so von ihrem Studium sprechen. Wissen deine Dozenten, dass sie den Stoff nicht interessant vermitteln? Ich ziehe ja in Erwägung, später an der Uni zu bleiben und dort zu unterrichten. Dabei möchte ich unbedingt, dass ich zumindest den Großteil der Studenten in meinen Bann ziehen kann. Das wäre mir immens wichtig. Bei Schülern kann man das nicht immer erwarten, weil die die Fächer eben machen müssen, aber Studenten sind freiwillig da. Da erwarte ich, dass sie begeisterungsfähiger sind.

Bei uns laufen die Seminare auch überhaupt nicht ab wie bei euch. Texte lesen wir so gut wie nie. Wir haben viele Präsentationen und arbeiten auch praktisch. Das ist einfach fast alles spannend.
 

Benutzer102673 

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Hallo totkuchen,

Du siehst an den vorherigen, m.E. sehr gelungenen Beiträgen, dass es hier viele Möglichkeiten für Dich gibt :zwinker: Jede der verschiedenen Entscheidungswege wäre legitim und es sprechen Gründe dafür oder dagegen. Abnehmen kann Dir natürlich keine diese wirklich schwierige Frage.
Wichtig ist glaube ich, zu unterscheiden, ob es hier wirklich um die Frage der grundsätzlichen Lebengestaltung geht oder um studienspezifische Durststrecken, die fast jeder Student kennen wird. Zumindest auch ich habe ernsthaft mit dem Gedanken gespielt, hinzuschmeißen.

Ich empfehle Dir aber durchaus, mit jemandem darüber zu reden - und zwar mit einem Mentor oder einem Dozenten oder Lehrbeauftragen, dem/der Du vertraust. Du wirst nicht die erste Studentin sein, der es so geht, und auch nicht die letzte. Vielleicht gibt es eine dritte Variante der Wegfindung, die Dir oder uns bisher noch nicht eingefallen ist? Auch dies habe ich damals unternommen. Es tat mir sehr gut, ich wurde ernstgenommen und mir wurde klar, dass ich kein großer Versager, sondern ein normaler Mensch war und dass jede Umentscheidung legitim und nur vor mir selbst zu rechtfertigen war.

Das Gute ist, dass Du bereits eine Berufsausbildung hinter Dir hast. Du berichtest selbst von der Problemlosigkeit, eine Stelle zu finden. Das ist schon mal super und nimmt vielleicht etwas Existenzangst. Dass Du nun noch studierst - davor ziehe ich meinen Hut. Ebenso ist es eine bewundernstwerte Sache, mit 24 ganz klar zu wissen, wie das Privatleben aussehen soll, und sich aktiv dafür zu entscheiden.

Ich denke, Du kannst nichts falsch machen - hör auf Dein Innerstes, vielleicht hast Du bereits eine Entscheidung gefällt. Es wird die richtige sein.

Gruß und "nur Mut"!
cocos
 
D

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Off-Topic:
Oh man, das klingt aber gruselig. :what:

Ich habe ja nun auch 2 Semester vom Studium rum und muss sagen, dass es total interessant ist. Mich nervt einzig und allein der Block des Lehramts an sich, weil ich kein Lehrer werden möchte. Meine beiden Fächer hingegen finde ich großartig und überhaupt nicht langweilig. Da kann ich das eine eher langweilige Drittel noch tolerieren, wobei selbst da genug interessante Module zur Entwicklung etc. sind, die mir auf jeden Fall was bringen, auch für meine eigentlichen Fächer.

Ich finde es ganz schön schade, wenn Leute so von ihrem Studium sprechen. Wissen deine Dozenten, dass sie den Stoff nicht interessant vermitteln? Ich ziehe ja in Erwägung, später an der Uni zu bleiben und dort zu unterrichten. Dabei möchte ich unbedingt, dass ich zumindest den Großteil der Studenten in meinen Bann ziehen kann. Das wäre mir immens wichtig. Bei Schülern kann man das nicht immer erwarten, weil die die Fächer eben machen müssen, aber Studenten sind freiwillig da. Da erwarte ich, dass sie begeisterungsfähiger sind.

Bei uns laufen die Seminare auch überhaupt nicht ab wie bei euch. Texte lesen wir so gut wie nie. Wir haben viele Präsentationen und arbeiten auch praktisch. Das ist einfach fast alles spannend.

Nach 2 Semestern hab ich auch noch so gedacht. Ab dem 4. Semester ist es dann so gekippt. Ich hab sogar auch mit dem Gedanken gespielt, Dozent zu werden, den hab ich aber schnell verworfen.
Bei uns gibt es aber auch einige, die das anders sehen und das gerne machen. Ist bestimmt auch Einstellungssache und wie sehr man das Gelernte jetzt auf den späteren Beruf hin untersucht. Ich frag mich vor jedem Text, ob ich das später brauche, ist sicher auch nicht die beste Einstellung. Und liegt sich auch am Fach, wie das Studium aussieht.

Ist auf jeden Fall sehr Schade. Ehrlich gesagt ist es sogar total scheiße^^, dass mich (und viele andere auch) das so nervt, weil es ja schon schön wäre, wenn man früh aufsteht, gerne in die Uni geht, Spaß am Lesen der Texte und dem Diskutieren mit den anderen Studenten hat. Aber solange man weiß, dass der Beruf Spaß macht (machen kann), reicht das, um sich irgendwie zu motivieren.
 

Benutzer86779  (36)

Sehr bekannt hier
ich bin ja eigentlich der meinung entweder sofort im ersten jahr abrechen oder ansonsten doch durchziehen, auch wenn es nichts für jemanden ist.

denn am anfang abbrechen ist nicht schlimm (war halt das falsche), aber nach mehr als der hälfte sagt das schon was aus und auch ein fachfremdes studium ist oft ne gute ausgangslage (studierte gehen dann oft in fremde berufe).

allerdings sehe ich die lehramtsache doch ein wenig kritisch. denn wenn dich schon das studium nervt wird es im beruf sicher nicht einfacher. denn in der heutigen zeit lehrer zu sein ist schon ziemlich hart. und das lehramt legt einen ja schon ziemlich fest
 

Benutzer113006 

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Moderator
Oh man, das klingt aber gruselig. :what:
Ich finde es ganz schön schade, wenn Leute so von ihrem Studium sprechen. Wissen deine Dozenten, dass sie den Stoff nicht interessant vermitteln? Ich ziehe ja in Erwägung, später an der Uni zu bleiben und dort zu unterrichten. Dabei möchte ich unbedingt, dass ich zumindest den Großteil der Studenten in meinen Bann ziehen kann. Das wäre mir immens wichtig. Bei Schülern kann man das nicht immer erwarten, weil die die Fächer eben machen müssen, aber Studenten sind freiwillig da. Da erwarte ich, dass sie begeisterungsfähiger sind.
Ich glaube der Hund liegt eher hier begraben:

und denke mir:"Oh Gott, "nur" noch 5 Wochen, dann geht das ganze schon wieder los.."
Zu viel Druck, zu viel Stress, überhaupt zu viel von Allem, gerade in Lehramt geht es ja um jede Kommastelle der Examensnote, um einen Anstellung nach dem Ref. zu bekommen (zumindest kommt mir das so vor).
Wäre es denn eine Option für dich nur bis zum ersten Staatsexamen zu machen?
Im Übrigen kann ich dich beruhigen, ich studiere auch Französisch (nicht auf Lehramt) und ich glaube auch, wenn ich es noch weitere 4 Semester studieren würde, wäre es nicht so gut, dass ich es Schülern meinen Ansprüchen genügend unterrichten könnte. Zudem interessieren mich die Fachwissenschaft die Bohne, deswegen hab ich jetzt nach dem BA den Schnitt und lass es gut sein.
 
D

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allerdings sehe ich die lehramtsache doch ein wenig kritisch. denn wenn dich schon das studium nervt wird es im beruf sicher nicht einfacher. denn in der heutigen zeit lehrer zu sein ist schon ziemlich hart. und das lehramt legt einen ja schon ziemlich fest

Na ja, wenn man in den Praktika merkt, dass einem das Unterrichten dann Spaß macht, ist es ja okay, ist dem nicht so, sollte man sich vielleicht doch noch umentscheiden.
Bezüglich anderer Möglichkeiten hab ich mich nicht informiert, weiß aber auch nicht so recht, was man da noch machen könnte.
 
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Hi,

manchmal hat man im studium phasen, wo man denkt "ich schaff es nicht" oder "ich hab keine lust mehr aufdas lernen" oder "hat daswas ich da lese mit meiner späteren praxis zu tun?" usw. das kennt jeder student... was ich aus deinem beitrag jetz nich so gerauslesen konte, ist, wie sehr du ne leidenschaft hast für den beruf lehrerin und die arbeit mit kindern und jugendlichen. wie wichtig ist dir dein ziel,lehrerin zu sein? motiviert dich die aussicht, auch durch solch harte phasen im studium zu gehen?
Hattest du in deinem studium praktika und hast erfahrungen im bereich unterrichten sammeln können?

Wenn dir dein berufliches ziel wirklich am herzen liegt, dann wirst du dich dazu entschließen, dein studium durchzuziehen und zu beenden und ins Ref zu gehen. Wenn du aber seit längerem spürst, das du keine lust auf dne beruf hast und dich in deinen alten beruf zurücksehnst, dann würde ich es mir echt überlegen...Natürlich wäre es schade, das studium abzubrechen.. aber wenn dich die lehrerrolle nciht erfüllt, dann ist es besser so.

Alles Liebe
Elfe
Dem kann ich mich nur anschließen. Du musst wissen, wie sehr du später mal Lehrerin sein möchtest. Wenn das nur so ein "Joa, wäre schon ganz nett" ist, dann lass es. Ganz ehrlich. Die Aussichten für Lehrer sind nicht besonders toll momentan und um eine Stelle zu bekommen, muss man entweder eine extrem gute Examensnote haben (was man kaum schafft, wenn man sich für seine Fächer nicht besonders interessiert) oder aber sehr flexibel sein, was den Arbeitsort angeht (und damit meine ich durchaus die Bereitschaft zu einem Umzug innerhalb ganz Deutschlands).
Ich will Lehrerin werden und ich bin dazu bereit, eben eine größtmögliche Flexibilität aufzubringen, um in diesem Beruf arbeiten zu können.
Du hörst dich aber eher so an, als wäre es dir wichtiger, eine Familie zu gründen und relativ gesicherte Verhältnisse zu haben. Da würde ich mir an deiner Stelle gut überlegen, ob ich nicht vielleicht doch abbreche, oder zumindest nach dem 1. Staatsexamen (bzw. eben vor dem Ref, falls du modularisiert studierst) aufhöre.
Die Vorstellung, nach dem Ref sofort eine Planstelle zu bekommen und damit bis ans Lebenende finanziell abgesichert zu sein, musst du dir jedenfalls aus dem Kopf schlagen (falls das bei deinen Überlegungen auch eine Rolle spielen sollte, wovon ich ausgehe).
 
T

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Gast
Ich hab das jetzt leider nicht so ganz verstanden. Was heißt das, wenn ich vor dem Referendariat aufhöre? Was hab ich dann für nen Abschluss bzw. hab ich dann überhaupt einen? Geht das "so einfach"?

Das, was das Lehrersein ausmacht, macht mir schon Spaß, also unterrichten, Kindern Stoff vermitteln, anderen Wissen weitergeben. Dass das mit den Planstellen nicht rosig aussieht, weiß ich. Vorallem, weil ich sowieso nicht die besten Noten habe :-/ Deutsch mache ich mit Links, aber Französisch..was für ein Fach, ich hab das Gefühl, ich komme da nie auf einen grünen Zweig, bin total überfordert damit. Und dabei wäre es eigentlich so eine schöne Sprache..

Dass ich als MFA nicht ein Mördergehalt haben werde, ist Realität, damit müsste ich mich abfinden. Aber auch in diesem Beruf kann man "nach höherem Streben", d.h. sie weiterbilden usw. Wichtig ist mir in erster Linie, dass es Spaß macht.

Ob die Planung, was meinen Freund anbelangt, klappt, weiß ich natürlich nicht sicher. Aber was ist im Leben schon sicher? Wir lieben und vertrauen uns und können uns eine gemeinsame Zukunft vorstellen, das ist zumindest eine gute Grundlage denke ich.

Bis dahin auf jeden Fall schon mal VIELEN DANK für die zahlreichen, hilfreichen Antworten!
 

Benutzer79205 

Verbringt hier viel Zeit
Im Moment bin ich einfach hin und her gerissen. Studium abbrechen, heiraten, Familie gründen, arbeiten? Oder Studium beenden?

1. Studium abbrechen
2. Kind machen lassen
3. Hausfrau sein.
4. Verlassen werden.
5. Alleinerziehend mit Kind
6. Hartz IV

Das ist doch im Grunde das was Du willst. (ab Punkt 4 natürlich nicht...). Aber so "Mami sein", "Versorgen lassen"... sich mal schön aus allem rausziehen.

Wieder eine auf der List! You're welcome! :smile:
 

Benutzer65313 

Toto-Champ 2008 & 2017
Off-Topic:
1. Studium abbrechen
2. Kind machen lassen
3. Hausfrau sein.
4. Verlassen werden.
5. Alleinerziehend mit Kind
6. Hartz IV

Das ist doch im Grunde das was Du willst. (ab Punkt 4 natürlich nicht...). Aber so "Mami sein", "Versorgen lassen"... sich mal schön aus allem rausziehen.

Wieder eine auf der List! You're welcome! :smile:

Sie hat schon eine Ausbildung, ich finde es durchaus in Ordnung, dann nicht noch das Studium zu beenden, wenn das eine Qual ist und nicht das, was man will. Damit steht sie nicht anders da als tausende andere Frauen in Deutschland. Oder willst du behaupten, dass Frauen "nur" mit einer Ausbildung keine Kinder kriegen dürfen? :eek:
Also Tipp: Entweder genauer lesen oder aber: Ansichten überdenken. You're welcome.
 
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