Studi Gebühren Boykott

Benutzer57124 

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Meine Meinung. Es ist echt eine Sauerei. Und v.a. versteh ich die Logik nicht. Auf der einen Seite gibt es viel zu wenig Akademiker und hochqualifizierte Leute in Deutschland und auf der anderen Seite sorgt man jetzt dafür, dass es noch weniger geben wird.
Das ist ja leider nur die Spitze des Eisbergs. Es werden weniger studieren, infolge dessen werden mehr Abiturienten auf den Lehrstellenmarkt drängen: Und die großen Verlierer werden Hauptschüler sein, die dann noch schlechtere Chancen auf einen Ausbildungsplatz haben.
 

Benutzer29290 

Meistens hier zu finden
Wenn man in einem Land studiert, in dem die Studiengebühren im Erststudium bei 3000-4000€ pro Jahr liegen und beim Master/Promotion bei 6000€ pro Jahr, klingen die deutschen Studiengebühren ziemlich niedrig. Allerdings bekommt man an deutschen Unis auch nicht viel dafür und das ist richtig ärgerlich. Wenn die Studiengebühren wie hier wirklich an die Uni gehen und man dafür eine gute Lehre, prima Ausstattung und einen angesehenen Abschluss bekommt, sieht man noch ein zu bezahlen, aber für das was momentan in Deutschland geboten wird, würde mich auch jeder Euro ärgern. Die Jobchancen nach dem Studium sind ja auch nicht gerade toll.
In GB ist es leichter an Stipendien oder Studienkredite zu kommen als in Deutschland, so dass trotz der hohen Kosten fast alle studieren, die es wollen. Dass man nach dem Studium in GB Schulden hat, ist völlig normal. Allerdings sind auch die Jobchancen viel besser und man muss erst ab einem gewissen Mindesteinkommen den Kredit zurückzahlen, so dass einen die Gebühren letztlich nicht so hart treffen.
 

Benutzer17713  (35)

kurz vor Sperre
Das bedeutet doch net, dass man arbeitet, um die Studiengebühren zu zahlen, sondern sonstige Sachen. Irgendwoher braucht man doch das Geld für die Miete, Lebensmittel usw.

OneLoneGunman hat doch explizit geschrieben, "arbeiten um sich das Studium leisten zu können."

Aber einen einzigen Tag pro Monat ist doch nicht so viel verlangt oder? Manche Studenten sind freiwillig bei sowas dabei, die investieren auch mehr wie einen Tag in eine gemeinnützige Tätigkeit.
 

Benutzer44823 

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OneLoneGunman hat doch explizit geschrieben, "arbeiten um sich das Studium leisten zu können."

Aber einen einzigen Tag pro Monat ist doch nicht so viel verlangt oder? Manche Studenten sind freiwillig bei sowas dabei, die investieren auch mehr wie einen Tag in eine gemeinnützige Tätigkeit.
Es ging ihm schon um die Lebenshaltungskosten. Die kommen ja zu den Studiengebühren und dem Studentenwerksbeitrag noch dazu. Die meisten Studenten, die ich kenne, müssen eben ohnehin schon nebenher arbeiten, um sich über Wasser halten zu können. Und die Studiengebühren setzen halt noch eins drauf.
 

Benutzer31418 

Sehr bekannt hier
In Österreich wurde von der neuen Regierung der Vorschlag gemacht, für eine gemeinnützige Arbeit von 60h pro Halbjahr die Gebühren zu erlassen. Und mal einen Tag im Monat zur Rettung oder in ein Altersheim zu gehen ist doch wohl nicht zo viel verlangt, dass man die Sorge mit den Gebühren los ist?
Ehrlich gesagt, das wäre ich nur zu gerne bereit anzunehmen. Das dürften auch gerne noch ein paar Tage mehr sein pro Monat, meinetwegen an einem Tag pro Woche oder so. Ich finde schon ehrenamtliches Engagement nicht schlecht und wenn man dafür noch die Gebühren erlassen bekäme erst recht.
Lieber als aus der Not heraus irgendeinen Nebenjob anzunehmen, der vielleicht gar keinen Spaß macht, den man aber notgedrungen absolvieren muss, um an das Geld zu kommen.
 

Benutzer6276  (37)

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DAvon abgesehen, dass ich allgemein gegen Gebühren der Bildung bin (an öffentlich Hochschulen, wir reden nicht von privaten!), finde ich es ne frechheit, dass jeder zahlen muss, auch wenn er quasi am ende seines studiums ist.

ich habe damals kostenlos angefangen, bin nun im 7. semester und muss nun noch 2-3 semester zahlen!
Was tun denn die, die wnun wirklich kein geld haben? im 7. semester aufhören?

Ich finds ne frechheit, dass wir nun zahlen müssen, obwohl wir damals ein kostenloses studium begonnen haben
 

Benutzer57124 

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DAvon abgesehen, dass ich allgemein gegen Gebühren der Bildung bin (an öffentlich Hochschulen, wir reden nicht von privaten!), finde ich es ne frechheit, dass jeder zahlen muss, auch wenn er quasi am ende seines studiums ist.
Seh ich auch so. Ich muss jetzt nur noch dafür, dass ich meine Diplomarbeit schreiben darf, fast 600€ blechen.


Wenn es in Deutschland die Möglichkeit gäbe, die Studiengebühren für gemeinnützige Arbeit erlassen zu bekommen, würde ich davon sehr gern Gebrauch machen.
 

Benutzer19495 

Benutzer gesperrt
Also bei uns sind es insgesamt 658€ Studiengebühren + Semesterbeitrag.

Aber ich muss es nicht bezahlen, da ich Bafög bekomme und somit die NRW.Bank mir die 500€ überweist und ich sie dann an die FH überweise....daher werde ich auch nichts großartiges dagegen unternehmen.
Die Unis bekommen ja von jedem die Gebühren, nur eben bei den Bafög-Empfängern (wenn sie denn ausreichend Bafög bekommen) und anderen Begünstigten zahlen die 500€ eben eine andere Insitution...wie in meinem Fall die NRW.Bank...

...hab übrigens gemerkt, dass die Wenigsten darüber bescheid wissen und bereitwillig das Geld überweisen.

Klar gibts dafür Studentenkredite. Aber wenn man dann nach dem Studium erstmal hochverschuldet ist und Bafög und Studentenkredite zurückzahlen muss, ist das schon krass.

Wie ich es liebe, wenn Leute einfach keine Ahnung haben. Für die armen Bafög-Empfänger (mich miteingeschlossen) hat sich durch die Studiengebühren NICHTS geändert. Der Höchsatz des zurückzuzahlenden Darlehens beträgt nach den Studium mit Bafög + Studiengebühren 10 000€....genauso viel wie vor den Studiengebühren. Jeder der Bafög bekommt und Studiengebühren bezahlt muss nur 10 000€ zurückbezahlen. Und da man nach der Regelstudienzeit alleine durch Bafög ohne Probleme auf die 10 000€ Darlehen kommt, muss man keine Studiengebühren bezahlen. In dem Fall nimmt man wie bei uns in NRW ein Darlehen bei der NRW Bank in Anspruch...dieses bekommt jeder. Und wenn es nach dem Studium ans zurückzahlen geht, schickt man dort seinen letzten Bafög-Bescheid hin und das Darlehen wird erlassen.
 

Benutzer20461 

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...hab übrigens gemerkt, dass die Wenigsten darüber bescheid wissen und bereitwillig das Geld überweisen.

Naja, ok, in BaWü läuft das bisle anderst...

Hier bekommt man einen Kredit bei der L-Bank (auch Landeseigen), der aber keinesfalls "zinsfrei" ist, sondern mit 7 % verzinst wird... Das ist ne ganze Menge!

Bei mir (Uni KA) sind es dann 600 Euro (500 Euro Gebühr).
 

Benutzer32811  (34)

...!
Bremen hat ein Studienkontengesetz..
Anfäger bekommen glaube ich 13 Semester Guthaben, in denen sie nicht zahlen müssen, alle Langzeitstudenten zahlen also, aber auch nur die.
Vorher galt das Landeskindergesetz, also nur außerhalb Bremens Wohnenden zahlten, das würde aber wieder abgeschafft, weils gegen das Gleichheitsgesetz verstieß.
Daher: Ich werde nicht zahlen, würde es aber, wenn ich müsste natürlich tun. Ansonsten wär man hier schnell exmatrikuliert.
 

Benutzer57124 

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Und da man nach der Regelstudienzeit alleine durch Bafög ohne Probleme auf die 10 000€ Darlehen kommt, muss man keine Studiengebühren bezahlen.
Schon mal drüber nachgedacht, dass nicht jeder mit BaföG über die 10000€ kommt? Ich hab ungefähr 6500€ BaföG-Schulden! Also bleibt für mich gar nichts gleich! Ich liege unter den 10000€! Und wenn ich extra noch einen Kredit aufnehmen muss, dann trifft mich das sehrwohl!
Wenn ich allein mit dem BaföG Darlehen über 10000€ liege, kann ich mich freilich freuen, denn dann kratzt mich das überhaupt nicht, aber so ist es nicht bei allen!

Vielleicht sollte man vorher bisschen nachdenken und mal über den eigenen Tellerrand schauen, bevor man sich über die Ahnungslosigkeit anderer Leute aufregt! :mad:
 
G

Benutzer

Gast
@ elevin ich bin in genau der gleichen lage wie du.


Bei mir kommt noch hinzu, dass es bei mir erstmal "nur" 3-4 Semester wären bis zum Bachelor, je nachdem wie ich es schaffe.
Danach wollte ich eigentlich weiter bis zum Master studieren, aber nochmal 4 x 500,- € kann ich mir einfach nicht leisten ohne Kredit. Ich arbeite jetzt schon so viel wie es gerade geht und spare immer Geld an, wenn ich was "über" habe, aber das reicht halt gerade so, dass ich am Ende des Monats +/- 0,- € aufm Konto habe. Ohne Kredit wird das weitere Studium für mich kaum zu finanzieren sein, und ich kann mir rosigeres vorstellen, als mit nem Haufen Schulden anfangen zu arbeiten.....[wobei ich mir noch die Bundesland-Flucht offenhalte)

Ich werd mich jedenfalls am Boykott beteiligen, wie fast alle meiner Studiengangkommilitonen auch. Bei 'nem hochgerankten Studiengang mit 80 Studierenden wird sich die Hochschule es so oder so nicht leisten können, einen kompletten Studiengang zu exmatrikulieren.

Und den wichtigsten Einwand finde ich diesen hier:
- das Geld darf nicht für zusätzliche Lehrkräfte verwendet werden, d.h. eine Verbesserung des Lehrangebots ist überhaupt nicht in Sicht durch die Gebühren und das finde ich echt arm...
 

Benutzer19495 

Benutzer gesperrt
Schon mal drüber nachgedacht, dass nicht jeder mit BaföG über die 10000€ kommt? Ich hab ungefähr 6500€ BaföG-Schulden! Also bleibt für mich gar nichts gleich! Ich liege unter den 10000€! Und wenn ich extra noch einen Kredit aufnehmen muss, dann trifft mich das sehrwohl!
Wenn ich allein mit dem BaföG Darlehen über 10000€ liege, kann ich mich freilich freuen, denn dann kratzt mich das überhaupt nicht, aber so ist es nicht bei allen!

Vielleicht sollte man vorher bisschen nachdenken und mal über den eigenen Tellerrand schauen, bevor man sich über die Ahnungslosigkeit anderer Leute aufregt! :mad:

Ich brauch nicht über den Tellerrand gucken um zu wissen, dass nicht jeder Bafög-Empfänger jeden Monat über 400€ bekommt.
Das ist Pech für dich...aber die meisten, die Bafög bekommen, haben am Ende des Studiums eben soviel zusammen, dass es reicht. 50% der Empfänger bekommen den Höchsatz und den brauch man noch nicht mal zu bekommen um auf die 10 000€ zu kommen. Reicht schon aus knapp über 400€ jeden Monat zu bekommen.
Und wenn du z.B. nur 8 Semester studierst muss du insgesamt nur 8000 € zurückbezahlen (sogenannte Kappungsgrenze)...
Es geht einfach darum, dass sich für die "armen" Bafögempfänger rein gar nicht geändert hat.
 

Benutzer12370  (34)

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Und den wichtigsten Einwand finde ich diesen hier:- das Geld darf nicht für zusätzliche Lehrkräfte verwendet werden, d.h. eine Verbesserung des Lehrangebots ist überhaupt nicht in Sicht durch die Gebühren und das finde ich echt arm...

Richtig - unsere FH weiß auch nicht wohin mit dem Geld - nur dass 10-30% (je nach Problemen) in die Verwaltung fließen ist schon gewiss. Es dürfen weder Professoren eingestellt noch Parkplätze gebaut werden. Skripten und Bücher muss auch jeder weiterhin selbst bezahlen. Das einzige was ihnen eingefallen ist, ist damit die Studienfahrten zu vergünstigen.

Mit dem zukünftigen Bachelor wird das studium insgesammt noch weniger Wert, Master ist auch nicht gerade billig.
 

Benutzer57124 

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Es geht einfach darum, dass sich für die "armen" Bafögempfänger rein gar nicht geändert hat.
Ich wiederhole mich gerne nocheinmal: Das betrifft nicht alle!
Ich kenne genug, die das Geld nicht zusammenbekommen, und man muss dafür nicht in Geld schwimmen! Wenn es nur 20% sind, sind das immer noch genug, um nicht einfach sagen zu können: Für die BaföG-Empfänger hat sich rein gar nichts geändert!
 

Benutzer19495 

Benutzer gesperrt
Ich wiederhole mich gerne nocheinmal: Das betrifft nicht alle!
Ich kenne genug, die das Geld nicht zusammenbekommen, und man muss dafür nicht in Geld schwimmen! Wenn es nur 20% sind, sind das immer noch genug, um nicht einfach sagen zu können: Für die BaföG-Empfänger hat sich rein gar nichts geändert!

Wer lesen kann ist klar im Vorteil...ich habe geschrieben für die armen Bafög-Empfänger hat sich nichts geändert...
...und naja wenn die armen Bafög-Empfänger nach dem Studium bis zu 10 000€ zurückzahlen müssen, wieso sollten das dann auch nicht die "reicheren" Bafög-Empfänger...:zwinker:
 

Benutzer16896 

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Ich gehe weder auf Demonstrationen noch mache bei sonstigen Aktionen mit. Warum?
Weil unsere Asta- Verbindung so bescheuert ist und diese Aktionen entweder während wichtigen Vorlesungen hält oder direkt vor den Prüfungen? Welcher normale Student hat denn dann für so etwas Zeit?
Ich hoffe dennoch, dass die Studiengebühren rechtl. nicht angesehen werden und schreibe auf meine Überweisung "unter Vorbehalt", damit ich im Falle des Falles mein Geld wieder bekommen.

Wisst ihr was mich an diesen 500 Euro noch aufregt?
Wenn ein Student wegen nur einer einzigen Vorlesung im Semester 500 Euro zahlen muss. Da ihm genau dieses Fach zum Hauptstudium fehlt! Ist doch unverschämt, oder?
 

Benutzer19495 

Benutzer gesperrt
Ich gehe weder auf Demonstrationen noch mache bei sonstigen Aktionen mit. Warum?
Weil unsere Asta- Verbindung so bescheuert ist und diese Aktionen entweder während wichtigen Vorlesungen hält oder direkt vor den Prüfungen? Welcher normale Student hat denn dann für so etwas Zeit?
Ich hoffe dennoch, dass die Studiengebühren rechtl. nicht angesehen werden und schreibe auf meine Überweisung "unter Vorbehalt", damit ich im Falle des Falles mein Geld wieder bekommen.

Wisst ihr was mich an diesen 500 Euro noch aufregt?
Wenn ein Student wegen nur einer einzigen Vorlesung im Semester 500 Euro zahlen muss. Da ihm genau dieses Fach zum Hauptstudium fehlt! Ist doch unverschämt, oder?

Das mit dem Vorbehalt machen bei uns auch einige.
 
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