Studenten: Einkommen/Ausgaben

Benutzer114351 

Verbringt hier viel Zeit
Und es werden in solchen Threads immer nur die angegriffen, die was von ihren Eltern bekommen - nie die, die knappe 600 € Bafög bekommen haben.

Off-Topic:
Eben, wenn man kein Bafög bekommt, dann "müssen" die Eltern laut Amt sowieso aufkommen. Also wozu das sinnlose rumgeschnatter. Wir haben doch alle irgendwie überlebt.
 

Benutzer113076 

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Ich finde es nicht selbstverständlich von den Eltern so viel Geld zu bekommen. Meine Eltern waren nun einmal der Meinung, dass 154 € (der damalige Kindergeldsatz) neben der Miete zum Leben ausreicht.
Kann ja jeder machen wie er will, wenn ich von meinem Vater keine 400 Euro Unterhalt bekommen hätte, hätte ich ihn verklagt - fertig!
 

Benutzer65149 

Meistens hier zu finden
Wie setzt sich dieses Einkommen zusammen:
Eltern: Mal so, mal so. Kann sein, dass sie mir mal ein Buch bezahlen, aber größtenteils lief bisher alles über meinen Kredit und Nebenjob.
BafÖG: Muss ich bald beantragen.
Kredit: Hatte einen, da habe ich ca. 600,-€ bekommen, meiner Schwester davon aber die Hälfte überwiesen, weil bei ihr das BAföG-Amt dauernd komisch abrechnet bzw. umrechnet. Da ich aber einen Fachwechsel hatte, hatte ich zum erforderlichen Zeitpunkt nicht die entsprechenden Leistungspunkte und deshalb bekomme ich ihn nicht mehr.
Stipendium: -
Job (400€, Teilzeit, Vollzeit?): Bin auf 400€-Basis eingestellt, bekomme aber weniger, weil ich nur zweimal die Woche arbeiten kann.
Sonstiges:

Wie hoch sind eure monatlichen Ausgaben?

Wofür gebt ihr euer Geld aus:
Miete (all incl.): 200€
Essen/Lebensmittel: Ca. 80€, 40€ kriege ich jeden Monat von meinen Eltern, also muss ich die andere Hälfte selbst zahlen.
Studium (Bücher etc...): Momentan kopiere ich das meiste bzw. leih mir die Bücher, die ich eigentlich kaufen sollte, aus der Bibo aus.
Studiengebühren: 750€
Fortbewegung (Öffis/Auto..): Semesterticket
Ggf. Versicherungen etc.: Das läuft über meine Eltern.
Handy/Telefon: Für mein Handy habe ich eine Prepaid-Karte, gebe also in vielleicht drei Monaten 15€ dafür aus.
Freizeit (Weggehen, Feiern, Kaffeetrinken): Das ist mal mehr, mal weniger. So 20€ würde ich im Monat dafür sagen.
Haushalt/Hygiene: Schwankt.
Hobby: Schwankt.
Sonstiges: Schwankt. Ach, Fitnessstudio bezahl ich auch von meinem Geld.

Würdet ihr sagen, das Geld reicht euch locker, gut, gerade so, knapp, sehr knapp oder gar nicht? Bisher reichte es immer. Ich hoffe, dass ich bald BAföG bekomme, damit es auch weiterhin reicht. Zwar würde ich gern weniger arbeiten, aber bisher muss ich es noch durchziehen.
 

Benutzer105116 

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Wie setzt sich dieses Einkommen zusammen:
Eltern:-
BafÖG: -
Kredit: -
Stipendium: Übernahme der Hochschulkosten
Job (400€, Teilzeit, Vollzeit?): 853€
Sonstiges:+ Wohngeldzuschuss (200€) + Kindergeld

Wie hoch sind eure monatlichen Ausgaben?

Wofür gebt ihr euer Geld aus:
Miete (all incl.): 304€
Essen/Lebensmittel: ~150€
Studium (Bücher etc...): keine Kosten
Studiengebühren: 600€/Monat
Fortbewegung (Öffis/Auto..): Fahrrad
Ggf. Versicherungen etc.: Eltern
Handy/Telefon: Vertrag, 35€
Freizeit (Weggehen, Feiern, Kaffeetrinken): Unterschiedlich, bis zu 200€
Hobby: min 35€ (Fitness und BJJ)
Sonstiges: kann ich nciht sagen

Würdet ihr sagen, das Geld reicht euch locker, gut, gerade so, knapp, sehr knapp oder gar nicht? Läuft gut, aber dafür hab ich ne 7 Tage Woche
 

Benutzer18889 

Beiträge füllen Bücher
Kann ja jeder machen wie er will, wenn ich von meinem Vater keine 400 Euro Unterhalt bekommen hätte, hätte ich ihn verklagt - fertig!

Sehe ich grunsätzlich auch so.

Ich verstehe mich super mit meinen Eltern und würde sie im Normalfall nun wirklich nicht verklagen, aber wenn ich sehe, dass Eltern genug Geld haben und ihren Kindern nicht mal den Mindestunterhalt (!) zahlen, dann finde ich das einfach nur frech und unfair.

Wer sich ein Kind anschafft, muss eben damit rechnen, dass es nicht nur 18, sondern vielleicht 25 Jahre Geld kostet. Man möchte als Elternteil doch normalerweise gern dafür sorgen, dass seinem Kind eine gute Ausbildung zukommt, oder nicht?

Und nein, mit 154 oder heutzutage 184 Euro Kindergeld kommen die meisten Studenten eben nicht aus, was ich auch ganz normal finde. Warum sollte man auch?

Mir stehen als Student offiziell irgendwas um 600 Euro an Unterhalt zu, zusätzlich zum Kindergeld, meine ich. Warum das also nicht einfordern? Es ist doch mein gutes Recht. Ich persönlich bekomme halt von meinen Eltern fest nur 300 Euro, die Miete sozusagen, aber noch soviel dazu (vor allem Benzin und alle Werkstattkosten plus Versicherung), dass es insgesamt wahrscheinlich mehr ist als der offizielle Unterhalt. Das kann man ja halten, wie man will, solange alle zufrieden sind.

Dass jemand seine Eltern verklagt, wenn er weiß, dass diese zwar offiziell soviel zahlen müssten, aber es nicht können, ist wohl eher selten und dann ist in der Familienstruktur vermutlich eh schon was richtig kaputt.
 
R

Benutzer

Gast
Off-Topic:
Wer sich ein Kind anschafft, muss eben damit rechnen, dass es nicht nur 18, sondern vielleicht 25 Jahre Geld kostet. Man möchte als Elternteil doch normalerweise gern dafür sorgen, dass seinem Kind eine gute Ausbildung zukommt, oder nicht?
Sehe ich auch so. Meine Eltern wussten, dass wir höchstwahrscheinlich studieren würden, als sie sich für Kinder entschieden haben, da ist es doch eigentlich recht normal, 19 Jahre lang etwas Geld zur Seite zu legen. Übrigens bekomme ich deswegen auch kein BaföG, obwohl meine Eltern nicht zu viel verdienen...sie waren nur so nett, für uns zu sparen und das wird uns nun zum "Verhängnis". Ganz schön blöd eigentlich, hätten sie uns von dem Geld ein Auto gekauft, bekämen wir jetzt BaföG. Wirklich sehr fair. :zwinker:

Achja, ich bekomme von meinen Eltern auch nicht das, was mir laut Gesetz zustehen würde, aber verklagen werde ich sie deswegen nicht. :grin:
 

Benutzer68557  (30)

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Redakteur
Off-Topic:
Off-Topic:

Achja, ich bekomme von meinen Eltern auch nicht das, was mir laut Gesetz zustehen würde, aber verklagen werde ich sie deswegen nicht. :grin:

Eben. Meine Eltern waren immer toll zu mir. Und sie jetzt wg ein paar hundert Euro im Monat, die sie nicht haben, zu verklagen.. Das würde mir nicht in den Sinn kommen.
 

Benutzer50955 

Sehr bekannt hier
Und es werden in solchen Threads immer nur die angegriffen, die was von ihren Eltern bekommen - nie die, die knappe 600 € Bafög bekommen haben. Ich sehe da einfach den Unterschied nicht, wenn die Eltern soviel Geld übrig haben, wie andere Leut Bafög bekommen, dann gibt es doch nichts dagegen einzuwenden, genau dieses Geld auch zu bekommen? Plus Kindergeld ist man dann doch genau bei dem, was hier viele Leute zur Verfügung haben.

Was soll man denn bei den Leuten angreifen, die einen hohen Bafög-Satz bekommen? Das die überwiegende Mehrzahl vermutlich nicht aus den Familien kommt, die "gerade so eben" keinen Anspruch mehr auf Bafög haben, sondern aus Elternhäusern kommt, die gerade so beim oder knapp über dem Existenzminumum liegen, weil Arbeitslosigkeit, Leiharbeit usw. für nicht so wenige Realität sind? Oder das sie nach dem Studium vermutlich mit dem Höchstsatz von 10000 Euro verschuldet sind? Ja, darauf sind sicher viele neidisch.

:ratlos:
 

Benutzer68557  (30)

Sehr bekannt hier
Redakteur
Was soll man denn bei den Leuten angreifen, die einen hohen Bafög-Satz bekommen? Das die überwiegende Mehrzahl nicht aus den Familien kommt, die "gerade so eben" keinen Anspruch mehr auf Bafög haben, sondern aus Elternhäusern kommt, die gerade so beim oder knapp über dem Existenzminumum liegen, weil Arbeitslosigkeit, Leiharbeit usw. für nicht so wenige Realität sind? Oder das sie nach dem Studium vermutlich mit dem Höchstsatz von 10000 Euro verschuldet sind? Ja, darauf sind sicher viele neidisch.

:ratlos:

Das kann ich so nicht bestätigen.

Eine Freundin von mir bekommt den Höchstsatz, obwohl ihre Eltern ein eigenes Häuschen ist. Ihr Vater war Sprengmeister im Bergbau und wurde vorzeitig mit Abfindung in Rente geschickt. Ihre Mutter arbeitet halbzeit beim Bäcker.. Die Familie fährt 2 Autos etc pp.. Also Existenzminimun ist das nicht & das sagt meine Freundin selbst. Aber ich würde auch nehmen, was der Staat mir gibt.
 

Benutzer50955 

Sehr bekannt hier
Das kann ich so nicht bestätigen.

Eine Freundin von mir bekommt den Höchstsatz, obwohl ihre Eltern ein eigenes Häuschen ist. Ihr Vater war Sprengmeister im Bergbau und wurde vorzeitig mit Abfindung in Rente geschickt. Ihre Mutter arbeitet halbzeit beim Bäcker.. Die Familie fährt 2 Autos etc pp.. Also Existenzminimun ist das nicht & das sagt meine Freundin selbst. Aber ich würde auch nehmen, was der Staat mir gibt.

Ich habe ja nie gesagt, dass es allen schlecht geht, aber eben schon den meisten. Davon mal abgesehen muss es ja Gründe geben, warum sie trotzdem den Höchstsatz bekommt, obwohl es der Familie äußerlich gut geht. Da man alles angeben muss, kann es natürlich auch Gründe geben, die zu einer höheren "Bedürftigkeit" führen, die man eben gerade nicht offen vor sich herträgt...da sie einem peinlich sind z. B.
 

Benutzer65313 

Toto-Champ 2008 & 2017
Was soll man denn bei den Leuten angreifen, die einen hohen Bafög-Satz bekommen?

Und was soll man bei den Leuten angreifen, die von den Eltern den "hohen Bafög-Satz" bekommen? Dass sie eben Glück im Leben hatten? Der Höchstsatz, also das, was vom Staat als Lebensunterhalt von einem Studenten angesehen wird, liegt bei 670 Euro. Geht der Staat davon aus, dass die Eltern dem Studenten nicht die vollen 670 Euro zahlen können, bekommt der Student Bafög - die Differenz eben zum Höchstsatz, im "schlimmsten" Fall dann der volle Betrag.

Ich bekomme 700 Euro von meinen Eltern. Das klingt erst mal nach ganz schön viel Geld.
Da drin sind dann auch die 184 Euro Kindergeld, macht also 516 Euro Unterhalt rein von meinen Eltern. Ich kriege also theoretisch weniger als jemand, der den vollen Bafögsatz bekommt - zur Erinnerung, das ist das Geld, von dem der Staat ausgeht, dass man es zum Leben braucht. Zum Leben übrigens, nicht nur zum Überleben.

In meinen vier Jahren als Student habe ich mich jetzt schon zig mal rechtfertigen müssen, weshalb meine Eltern mir mein Studium finanzieren, wohingegen sich Studenten, die Bafög beziehen, nie rechtfertigen mussten. Obwohl es eigentlich grundsätzlich erst mal so sein sollte, dass die eigene Familie, also die Eltern, einem das Leben finanzieren, und nicht der Staat. Ich kriege kein Bafög, weil meine Eltern mir das Studium finanzieren können (laut Staat) und dazu rechtlich auch verpflichtet sind. Ich bin meinen Eltern dankbar, dass sie es tun, keine Frage, und ich würde sie deshalb nie verklagen, wenn sie es nicht tun würden. Aber es ist nichts anderes wie eine Finanzierung vom Staat (die ich übrigens vollkommen richtig finde, nicht dass man denkt, ich sei gegen Bafög :grin: Das ist durchaus eine sehr wichtige und richtige Sache).
 

Benutzer20579  (37)

Planet-Liebe ist Startseite
Was soll man denn bei den Leuten angreifen, die einen hohen Bafög-Satz bekommen?
Ich würde da nichts angreifen. Aber ich greife eben auch nicht die an, die von ihren Eltern was bekommen. Wieso auch?
Davon mal abgesehen muss es ja Gründe geben, warum sie trotzdem den Höchstsatz bekommt, obwohl es der Familie äußerlich gut geht.
Du hast dich noch nicht genau damit auseinander gesetzt, oder? Es ist beim Bafög z.B. so, dass Kinder von Selbstständigen in der Regel besser stehen, als die von angestellten Arbeitern.

Eine Freundin von mir hat Bafög bekommen, obwohl ihr Vater selbstständig und Millionär (!) war. Ungelogen. Zwar nicht viel, aber so, dass es für bestimmte Vergünstigungen reichte. Sowas könnte man durchaus ungerecht finden.

Mein Vater hingegen kommt aus einer reinen Handwerkerfamilie und hat nie den Höchstsatz bekommen. Sein Schulkamerad schon, dessen Eltern ein gut gehendes Geschäft hatten. Ganz fair ist also auch Bafög nicht. Für mich persönlich war das jetzt nie Thema, aber zu glauben, dass jeder, der das braucht, es auch bekommt und die, die es nicht brauchen, auch keins kriegen, ist wohl eine ziemliche Milchmädchenrechnung.

Weswegen aber diejenigen Leute, die reguläres Bafög beziehen, die sind, denen das zusteht und die alles richtig machen und diejenigen Leute, die das gleiche Geld von ihren Eltern bekommen, unselbstständige, verwöhnte Gören sind, will mir einfach nicht in den Kopf. In jedem dieser Threads wird aber genau dieser Tonfall angeschlagen. Und das nervt einfach.

Ich bin meinen Eltern dankbar, dass sie es tun, keine Frage, und ich würde sie deshalb nie verklagen, wenn sie es nicht tun würden.
Manchmal hat man wohl leider die Wahl nicht. Wenn die Eltern sich weigern, obwohl sie können, dann hat man echte Probleme. Freundin von mir hat so einen Vater, der sich da geweigert hat - und dann sagte das Bafög-Amt, sie bekäme nichts, so lange sie es nicht auf dem Rechtswege gegen ihren Vater probiert hat. Bzw. kann das Bafög-Amt vorstrecken und es sich bei den Eltern wiederholen, da bin ich aber nicht so drin.
Eine andere Freundin von mir hat Eltern, die sie zum Studieren zu doof finden. Die studiert jetzt seit ungefähr 8 Jahren und macht 3 Jobs, um zu überleben - und fällt durch jede Prüfung, weil der Druck so groß ist. Das ist einfach ein totaler Mist und ich finde es auch echt ätzend, dass es manchmal nicht besser geregelt ist.
Trotzdem finde ich es jetzt auch keine Meisterdisziplin, ohne Eltern auszukommen, wenn die das Geld haben und es geben können - manchmal habe ich das Gefühl, das Märtyrer-Spielen wäre so in, dass jeder, der den Unterhalt seiner Eltern annimmt, sich schämen sollte. Und das verstehe ich einfach nicht. Die Leute, die Bafög annehmen, haben damit doch auch keine Probleme.
 

Benutzer65313 

Toto-Champ 2008 & 2017
Off-Topic:
Manchmal hat man wohl leider die Wahl nicht. Wenn die Eltern sich weigern, obwohl sie können, dann hat man echte Probleme.

Ich weiß. Eine Freundin hat tatsächlich ihren Vater deshalb verklagt, weil er sich weigerte und meinte, sie soll doch selbst über die Runden kommen, sie sei ja jetzt 18 und so weiter... Das war keine leichte Geschichte, aber sie musste es tun, weil sie, trotz Nebenjobs, sonst vermutlich hätte abbrechen müssen. Und vom Amt kam da eben sonst nichts. Die Zeiten da waren für sie echt hart, wir haben versucht, ihr zu helfen, aber so eine Geschichte ist natürlich heftig ohne Ende.
 

Benutzer50955 

Sehr bekannt hier
Die Leute, die Bafög annehmen, haben damit doch auch keine Probleme.

Das weisst du...woher? Gerade wenn man aus einer nicht gerade finanziell gut gestellten Familie kommt, ist die Aussicht auf 10000 Euro Schulden nach dem Studium nicht gerade verlockend. Man stelle sich auch mal die Situation desjenigen vor, der als erster in der Familei zur Uni geht (evtl. als erster überhaupt das Abi macht), und sich dann sinngemäß anhören darf "Du bist aber blöd...wer in eine Ausbildung ghet, verdient vom ersten Tag an Geld, und du stehst am Ende mit Schulden da".

Und wenn wir mal nicht von denjenigen Ausgehn, die durch obskure Gründe Bafög beziehen, sondern deshalb, da in der Familie finanziell keine Substanz da ist, denkt eben auch über die Summe 10000 Euro anders, als jemand aus der etablierten Mittelschicht, dem sie nach dem Studium recht einfach zu stämmen zu sein scheinen. Alles eine Frage der Perspektive. Es kann ja gerne sein, dass du glaubst, dass "die alle keine Probleme haben, wenn sie Bafög beziehen". So sein muss es aber noch lange nicht.
 

Benutzer29410 

Beiträge füllen Bücher
Meine Einnahmen und Ausgaben kann man mit heute schlecht vergleichen, die Zeiten haben sich sehr geändert. Meine Eltern haben mir so viel Geld zur Verfügung gerstellt, wie der Bafög-Höchstsatz damals war (1400 DM) und das war echt in Ordnung. Ich musste nicht nebenher arbeiten, hab im Studentenwohnheim in meiner Unistadt gewohnt (kein Ärger mit Waschmaschinen, Strom- und Heizkosten oder Handwerkern....), hatte kein Auto und bin recht gut über die Runden gekommen. Ich gehe halt gern aus und liebe Klamotten und Kosmetik, das ging schon ganz schön ins Geld, aber ich musste nie die sprichwörtliche Tütensuppe für den Rest des Monats essen. ;-) Sagen wir es so: ich brauchte keinen Dispo, hatte auch keinen, aber gespart habe ich auch nichts. 0 Rechnung. Wobei ich - und auch das ist heute noch so, trotz ordentlichem Einkommen - immer gern mehr kaufen würde, als ich Geld dafür habe. ;-) Mein Papa hat mir öfter mal was zugesteckt, den Semesterbeitrag haben meine Eltern bezahlt und die Bahnfahrten nach Hause und die Bücher für die Uni durfte ich von der Kreditkarte meiner Eltern bezahlen, die ich ausserdem für Notfälle hatte.

So würde ich das bei meinen Kindern eigentlich auch gern machen.

Baföganrecht hatte ich nie, weil meine Eltern zu viel verdienen.

Telefonrechnung hat damals noch viel ausgemacht, sowas wie "Flatrates" gab es noch nicht. Ich hatte mal ne 700 DM Telefonrechnung (Fernbeziehung....) und musste heulend Papi anrufen....*gg*
 

Benutzer78484 

Planet-Liebe-Team
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Was soll man denn bei den Leuten angreifen, die einen hohen Bafög-Satz bekommen? Das die überwiegende Mehrzahl vermutlich nicht aus den Familien kommt, die "gerade so eben" keinen Anspruch mehr auf Bafög haben, sondern aus Elternhäusern kommt, die gerade so beim oder knapp über dem Existenzminumum liegen, weil Arbeitslosigkeit, Leiharbeit usw. für nicht so wenige Realität sind? Oder das sie nach dem Studium vermutlich mit dem Höchstsatz von 10000 Euro verschuldet sind? Ja, darauf sind sicher viele neidisch.

:ratlos:

Um Bafög bei "normalem" Verdienst der Eltern zu bekommen, reichen doch im Normalfall oft schon nicht zu alte Geschwister. Die Freibeträge dafür sind mehr als ordentlich.
 

Benutzer20579  (37)

Planet-Liebe ist Startseite
Alles eine Frage der Perspektive. Es kann ja gerne sein, dass du glaubst, dass "die alle keine Probleme haben, wenn sie Bafög beziehen". So sein muss es aber noch lange nicht.
So habe ich das auch überhaupt nicht gemeint, was dir klar sein dürfte, wenn du mein Posting gelesen hast. Es geht nicht um die tatsächlichen Probleme des Bafögbezugs, sondern darum, dass sich die Leute, die von ihren Eltern unterhalten werden, rechtfertigen müssen und die, die Bafög beziehen, das nicht müssen. Also eher um die moralische Schiene und das Rumgehacke auf Leuten, die Unterhalt von ihren Eltern beziehen.
 

Benutzer37284 

Benutzer gesperrt
Wozu das Geld reicht ist am Ende die Frage, ich würde auch mit 600 Euro auskommen, wenn mein Anteil an der Wohnung nur 150 Euro wäre.
Und dann kommt der Rest und erzählt von seinen tollen 200 Euro-Wohnungen. :grin:

Naja ok, sooo teuer finde ich deine Miete jetzt aber auch nicht...Ich wohne nicht in einer richtig teuren Stadt aber selbst da muss man schon ein paar Hundert EUR blechen.
Ich glaube, dass die 200 EUR-Wohnungen mit 50 qm² eher die Ausnahme sein dürften :zwinker:
 

Benutzer53463 

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Naja andersherum gesagt hätten sich viele hier bestimmte Städte eben prinzipiell nicht leisten können. Bei mir war es schon so, dass ich bei der ZVS Orte wie Müchen einfach gar nicht angegeben hatte weil ich da einfach nicht hätte studieren können. In Berlin habe ich äußerst dezentral gewohnt weil das preislich meine beste Option war. Und in meiner Studienstadt jetzt habe ich mich ein Jahr vorher fürs Wohnheim beworben. Sicherlich wird es nicht in jeder Stadt etwas geeignetes für 200-250 geben, nur dann muss ich mir eben überlegen ob ich Abstriche mache (Wohnung oder Lage), eine andere Stadt wähle oder es mir eben doch leisten kann. Ist ja alles in Ordnung :smile:
 
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