Stress und familiäre Probleme: hilft da ein Psychologe?

L

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Gast
Hallo Leute!

Ich habe so einen riesigen Haufen an Dingen, die mich belasten, dass ich befürchte, niemand wird sich den ganzen Roman durchlesen. Ich versuche mal, mich relativ kurz zu fassen, auch wenns dann etwas lieblos klingt:

Ich habe vor 5 Jahren rausgekriegt, dass mein Vater meine Mutter betrügt, womit ich nie gerechnet hätte. Damals habe ich zuhause gewohnt und das Familienklima (meine Eltern haben trotz Trennung noch über 1 Jahr zusammen gewohnt, weil unser Haus wegen des Wohnrechts meiner Oma unverkäuflich war) ist natürlich in den Keller gesackt. Irgendwie haben sich plötzlich alle mit allen zerstritten, auch mit meiner Oma, die einfach die Trennung nicht verstehen konnte und auch nicht auf ihr Wohnrecht verzichten wollte. Letztendlich ist sie im Altersheim gestorben und ich mache mir sehr große Vorwürfe, dass ich es in den 4 Wochen davor nicht mal (zeitlich) geschafft habe, sie anzurufen, obwohl ich in der Uni oder so oft dran gedacht habe... Da ich so ziemlich die einzige war, die noch den Kontakt zu ihr gehalten hat, stelle ich mir vor, wie sie 4 Wochen da liegt und das Telefon anstarrt, dann aber zu dem Schluss kommt, dass eh keiner sie mehr haben will und stirbt. Man sagt ja oft, dass der eingene Lebenswille eine große Rolle spielt.

Naja, meine Tante hat dann Brustkrebs bekommen und obwohl wir kein sehr enges Verhältnis haben, fühle ich schnon sehr mit ihr mit. Sie ist Witwe und wohnt neben meinem Onkel (Geschwister), hat aber sonst eigentlich niemanden...

Anfang des Jahres haben sich meine Eltern scheiden lassen und da ich ja schon ein großes Kind bin (23) habe ich die ganzen Streiterein mitbekommen und war oft (gerade für meine Mutter, mein Vater hat ja eine neue Freundin) der erste Ansprechpartner, wenns wieder einen neuen Vorfall gab. Dann sitze ich immer zwischen 2 Stühlen, jeder fühlt sich im Recht und ich bin mir nie sicher, weil moralisches Recht und gesetzliches Recht gerade bei solchen Streitigkeiten eh immer was ganz anderes sind.

Ich denke, dass meine Mutter schon vor der Trennung Depressionen hatte, sie konnte sich oft zu nichts aufraffen und was die Putzfrau nicht gemacht hat, ist halt liegengeblieben. Nach der Trennung ist es auf jeden Fall schlimmer geworden, ich bin zwar zu der Zeit mit meinem Freund zusammengezogen, damit dann auch endlich mal das Haus verkauft werden konnte, aber ich habe z.B. bemerkt, dass sie nicht mehr geduscht hat, nurnoch so sporadisch am Waschbecken alles getan, um für die Arbeit vernünftig auszusehen. Sie hat nach der Arbeit nurnoch im Sessel geschlafen, ist abends wach geworden, hat diese kitschigen Liebesromane gelesen und ist ins Bett gegangen. Ich habe sie auch mal drauf angesprochen, dass ich glaube, dass sie depressiv ist und sie hat mir zumindest niht widersprochen, aber eben auch nix unternommen. Mein Vater hilft mir natürlich auch nicht. Ich habe dann ihren Hausarzt (ein echter Stümper) um Hilfe gebeten, aber da kam auch nichts.

Jetzt war es dann endlich mal Zeit für ihren Umzug und weil sie von einem riesigen Haus, in dem sich allerhand angesammelt hatte, in eine Wohnung ziehen musste, habe ich ihr ein halbes Jahr vorher geraten, mit dem Aussortieren zu beginnen. Ich musste für mein Studium 6 Wochen weg und hatte schon voll die Panik, weil das mit dem Umzug zusammen fiel. Der Abstand hat mir richtig gut getan, aber wie erwartet hat meine Mutter nix auf die Reihe gekriegt und fast nix weggeschmissen und jetzt steht ALLES in der neuen Wohnung voller Kartons, die unordentlich gepackt und meist nicht beschriftet sind, so dass der "Neuanfang" auch wenig gutes hat. Während des Umzugs hat sie aber auch fast alles von anderen Leuten machen lassen und selbst nur blöd rumgestanden und mittlerweile streite ich mich schon mit meinem Freund darüber, weil wir uns immer darüber ärgern wie das läuft, aber ich sie ja nicht einfach im Stich lassen kann (u.a. weil sie sich dann einfach andere "Opfer" sucht...).

Weil ich irgendwie ständig im Kopf mit solchen Sachen beschäftigt bin, habe ich bisher nur eine einzige Hausarbeit für die Uni abgegeben und bei 3 über ein Jahr die Abgabefrist überzogen, weil ich mich einfach nicht konzentrieren kann. Vor einem Jahr wollte ich mich noch an die Fristen halten und hatte plötlich ein Semester lang einen Tinnitus und ein Zucken im Augenlid.
Ja, wie gesagt jetzt war ich 6 Wochen weg, kam ziemlich erholt wieder, hatte aber schon ungefähr im Gefühl, was jetzt noch alles auf mich zukommt, von wegen Hausarbeiten, Mamas Wohnung, Anmeldefrist für die mündlichen Prüfungen (würde gerne mal meinen Bachelor fertig kriegen...) und wollte mir 2 Tage nach meiner Rückkehr, nachdem ich das Umzugschaos gesichtet habe, eine To-Do-Liste machen und habe sofort Nasenbluten bekommen.

Das war leider immer noch nicht alles. Ich bin vor den 6 Wochen 2 mal bei proFamilia zur Sexualtherapie gegangen, weil ich einfach nichts beim Sex fühle und auch nie Lust drauf habe. Bisher kann man natürlich nicht wirklich urteilen, aber ich habe das Gefühl, die Therapeutin will immer nur drauf hinaus, dass es normal ist, dass nicht alle gleich oft wollen und gleich viel fühlen. Ich bin gerade dabei, eigenmächtig die Pille (Belara) abzusetzen, weil mein Frauenarzt mir hoch und heilig versichert hat, dass die Pille ja gar nichts mit meiner Libido zu tun haben könnte.
Natürlich leidet aber meine fast 3jährige Beziehung darunter, obwohl mein Freund jetzt nicht so wirklich rumstresst, aber er merkt ab und zu mal traurig an "wieder ein Monat ohne Sex" und dann sagt er, dass er es ja mittlerweile schon einfach hinnimmt. Aber da schwingt ja schon stark mit, dass er überhaupt nicht zufrieden ist und ich fühl mich dann wieder ... ja sozusagen "sexuell behindert" und unzulänglich. Und weil das ja von alleine noch nicht schlimm genug wäre, hat auch noch mein Vater einmal am Anfang der Trennung zu mir gesagt "Ja, die Mama hat auch gar keinen Spaß an Sex und solchen Sachen. Du weisst ja gar nicht, wie das ist, wenn man sich immer nur als halber Mann fühlt. Das hält man irgendwann nicht mehr aus." Ich muss jetzt nicht erläutern, dass ich das mal auf meine Zukunft beziehe... An dem Thema ist auch schonmal eine längere Beziheung bei mir gescheitert, nur der damalige Freund hat dann auch sowas gesagt wie "wenn ichs bei dir nicht bekomme, muss ichs mir eben woanders holen" und mittlerweile ekele ich mich schon fast ein bisschen vor männlicher Lust. Ich finde sie manchmal total egoistisch und dreckig und dass Männer einfach nurnoch so "zielstrebig" sind, wenn sie anfangen geil zu werden. Wenn mein Freund mich küsst (und das kommt leider nicht mehr so oft vor) denke ich auch schon "oh toll, das läuft wieder auf Sex raus, das Knutschen ist nur Mittel zum Zweck und fühle mich ganz unwohl. Ich kann überhaupt nichts sinnliches mehr im Sex finden und das war für mich (weil ich ja nichts fühle und diesen "Trieb" nicht nachempfinden kann) immer sehr wichtig.

Im Moment kriege ich voll oft Heulkrämpfe, kann mich wie gesagt nicht konzentrieren und fühle mich wie ein Versager, weil ich den Termin für eine superwichtige Arbeit erst um 1 Jahr und nach dem letzten Gespräch mit meiner Dozentin schon wieder um 10 Tage überzogen habe. Die Frist läuft bald ab und ich MUSS einfach diese Arbeit abgeben um zur Prüfung zugelassen zu werden... Mein Freund redet seit 5 Tagen nicht mit mir, weil er meint ich würde mich einfach ständig ablenken und deshalb die Arbeit nicht fertig kriegen. Jetzt ist er sauer weil ich ihm ständig sage dass ich keine Zeit für irgendwas habe, auch wenns schon lange geplant war. Und der Haushalt bleibt auch liegen. Und unsere Mitbewohner halten sich nicht an Absprachen und kiffen ständig in der Wohnung, weshalb immer gereizte Stimmung herrscht und man nicht mal zuhause abschlaten kann. Überall nur Stress und Ärger! Wie soll ich jetzt damit fertig werden? Hat jemand einen Tipp? Kann mir zb ein Psychologe helfen (auch wenn ich das Gefühl habe, ich hab gar keine Zeit dahin zu gehen) ? Ich meine, was soll der schon machen?
Das Problem ist, dass ich einfach zeitlich nicht absehen kann, wann diese ganze Kacke sich bessert... Danke fürs Lesen!
 

Benutzer6428 

Doctor How
Hi Lullamea!

Du klingst ziemlich wie ich vor 5 Jahren. Meine situation war ähnlich, aber nicht gleich gelagert. Meine Eltern hatten sich auch getrennt und soweit ich weiss hat meine Mutter mit einem anderen Kerl rumgemacht, den sie dann auch geheiratet hat (ich habe 5 Wochen davor erfahren, dass es so ist und ein paar Wochen danach, dass sie seinen Namen angenommen hat...netter Zeitgenosse mit Fokuhila, Tattoo und Ohrring..yay...). Mein Vater hat erzählt, dass er seinen Wagen gegen ne Wand setzen will, mein Opa ist gestorben (wir hatten ein sehr sehr gutes Verhältnis), meine Freund hat schluß gemacht und war 1 Monat später mit einem neuem zusammen (5 1/2 Jahre Beziehung) und wir hatten zusammen gelebt - > neue Wohnung suchen. Ausserdem gabs noch diverse Probleme mehr (Leistenbruch z.B.). Oh...ganz vergessen..bevor meine ex schluß gemacht hat haben wir noch ihre Mutter beerdigt...

Naja..das Bild sollte jedenfalls klar sein. Auch wenn ich in meinem Studiengang kaum Hausarbeiten hatte, so gab es doch viele viele Klausuren, die man verhauen konnte. Ausserdem hatte ich regelmäßig einen Blutdruck von um die 160 zu 100...

Du kannst in dieser Situation nur eins tun: reduzieren und Hilfe(n) suchen! Reduziere ALLES was deine Kraft braucht. Deine Mutter ist erwachsen und hat ihr Schicksal in gewisser Weise auch selbst mitbestimmt und bestimmt es noch. Keine Macht der Welt kann ihr helfen, wenn sie nicht von selbst auf den Trichter kommt, dass sie etwas ändern muß. Es ist gewiß nicht deine Aufgabe ihr Leben zu regeln und schonmal garnicht, wenn du am absoluten ENDE deiner Kräfte bist! Alles andere, dass nicht NUR mit deinem Leben und deiner Zukunft (Studium) zusammen hängt HAT zu warten!

Merke: Wenn du etwas nicht machen kannst, weil dir schlichtweg die Kraft fehlt, dann mach' es auch nicht! Du würdest ja auch nicht versuchen einen 150 kg Stein anzuheben, wenn dir das Training dafür fehlt, oder?

Deine Mutter kann also warten, dein Vater auch. Studium geht vor und Freund geht auch vor.

Zum Thema Sex: Für mich klingt es nicht so, als ob dir körperlich etwas fehlt. Für mich klingt es so, als hättest du ein Kopfproblem. Ich weiss nicht, wie diese Einstellung zustande gekommen ist, aber du solltest daran einiges überdenken. Vielleicht hilft es dir den Sexualtrieb als Trieb oder Körperfunktion zu betrachten. Stell dir vor jemand verbietet dir zu essen. Das Gefühl ist tatsächlich nicht unähnlich. In dieser analogie wärst du diejenige mit der Eßstörung. Hmm....das klang jetzt härter als es eigentlich werden sollte...
Ich wollte damit eigentlich nur sagen, dass du da rauskommen kannst, wenn du es willst und dein Freund wirklich wirklich leidet. Trotzdem sollte dir klar sein, dass du das Problem der Lustlosigkeit nicht für ihn, sondern für DICH alleine angehen solltest. Glaub mir...es lohnt sich!

Zum Thema Hilfe:

Das solltest du tatsächlich in Anspruch nehmen. Dabei geht es nicht um einen Psychologen (Dr.), sondern um einen Therapeuten. Also quasi nicht der Chirurg, sondern der Physiotherapeut. Das funktioniert ganz genauso wie schmerzhafte Muskelverspannungen beim Physiotherapeuten. Man geht hin, erzählt erstmal ausfürlich was das Problem ist. Der Mann / die Frau hört sich das Ganze an und zeigt einem Übungen, wie man den mist wieder los wird und gibt einem Tips, wie man sich im normalen Leben bewegen sollte, damit einem das nicht nochmal passiert.
Die kosten werden komplett von der Krankenkasse übernommen UND du machst bis zu 3 Probestunden (glaube es waren 3) mit dem Therapeuten und wenn er / sie dir nicht schmeckt, probierst du einfach den nächsten aus. Ich würde es dir sehr empfehlen, weil es für dich echt nicht schaden kann dem ein oder anderen Muskel mal wieder etwas Entspannung zu gönnen!

Achja..nochwas...fühl dich mal ganz dicke gedrückt...ich kann mich noch zu gut an meine Zeit erinnern...

Oh...vielleicht hilft dir auch das etwas, was mir geholfen hat: Wenn ich die Schnauze voll hatte, dann habe ich einen guten Liter extreeeeem süßen Instantzitronentee aus dem Rewe getrunken! Wenn es gar und überhaupt nicht ging, habe ich EINEN Schnapps getrunken. Wichtig dabei ist, dass mehr als einer die Situation verschlimmert, einer bringt einen aber wieder etwas runter...grundlegend hab ich immer erst zum Zitronentee gegriffen...vielleicht wars einfach nur der Zucker da drin...oder pure Einbildung..aber irgendwie hats immer geholfen!

Wünsche dir alles Gute!
 

Benutzer30217 

Sophisticated Sexaholic
1. Meiner Meinung nach kümmerst du dich zu sehr um deine Mutter und nicht genug um dich. Deine Mutter ist eine erwachsene Frau. Du sagst ihr, sie hat Depressionen, du sagst ihr sie soll die Wohnung aufräumen. Du zeigst guten Willen und nichts passiert. Irgendwann ist's genug. Man kann die Verantwortung für andere nicht übernehmen, wenn man nichtmal sein eigenes Leben gebacken bekommt. Halte Kontakt zu deine Mutter, aber lass dich nicht als Seelenmülleimer benutzen. Sie soll sich einer Freundin oder einem Therapeuten anvertrauen, aber dich nicht zwischen zwei Stühle bringen, wenn es um ihren Exmann, deinen Vater, geht.

2. Dein Sexproblem liegt ganz klar daran:
und mittlerweile ekele ich mich schon fast ein bisschen vor männlicher Lust. Ich finde sie manchmal total egoistisch und dreckig und dass Männer einfach nurnoch so "zielstrebig" sind, wenn sie anfangen geil zu werden. Wenn mein Freund mich küsst (und das kommt leider nicht mehr so oft vor) denke ich auch schon "oh toll, das läuft wieder auf Sex raus, das Knutschen ist nur Mittel zum Zweck und fühle mich ganz unwohl. Ich kann überhaupt nichts sinnliches mehr im Sex finden und das war für mich (weil ich ja nichts fühle und diesen "Trieb" nicht nachempfinden kann) immer sehr wichtig.
Hast du mit deinem Therapeuten und mit deinem Freund mal darüber gesprochen? Mit der Einstellung kann dir Sex keinen Spaß machen. Es ist ein Teufelskreis. Er küsst dich, du denkst sofot an Sex und willst nicht, er küsst dich wieder und du hast noch mehr Angst, dass ja eh alles auf Sex hinausläuft usw.
 
L

Benutzer

Gast
Hallo!

Erstmal danke für eure sehr ausführlichen Antworten!
Ich habe komischerweise in meiner Stadt nur eine Therapeutin für Stressbwältigung gefunden. Ist das normal, dass es nur so wenige gibt? :hmm:
Also ich habe mich jetzt entschieden, nur eine statt beide Prüfungen im Januar zu machen, daher muss ich nur eine Hausarbeit abgeben. Aber ich komme trotzdem nicht voran. Ich lese die ganze Zeit gute Sachen und wenns dann ans schreiben geht, kommt da einfach nix. Und die Arbeit muss ja bis zum 25. korrigiert und eingetragen sein, also wenn ich die morgen nicht abgebe, kann ichs wohl vergessen... :geknickt:
Obwohl ich weiss, wie dringend das ist, krieg ich nix aufs Papier. Ich habe schon meiner besten Freundin vorgelogen, ich müsste nurnoch eine Zusammenfassung schreiben, weil mir das SOO peinlich ist. Und mein Freund, der ja meinte ich lenke mich nur ab, redet immer noch nicht mit mir, also jetzt seit 1 Woche. Seit dieser Zeit sitze ich jeden Tag alleine in meinem Zimmer, ernähre mich von Kaffee und Apfelmus (der Kühlschrank ist leer und keiner von uns beiden geht mal einkaufen) und arbeite an diesem Unikram. Wär schon scheisse, wenn unsere Beziehung jetzt an diesem ganzen Stress zerbricht...

Und nochmal hierzu:
2. Dein Sexproblem liegt ganz klar daran:

Beitrag anzeigen Zitat von Lullamea
und mittlerweile ekele ich mich schon fast ein bisschen vor männlicher Lust. Ich finde sie manchmal total egoistisch und dreckig und dass Männer einfach nurnoch so "zielstrebig" sind, wenn sie anfangen geil zu werden.
...ich denke dass das eher das Ergebnis eines Problems ist. Weil ich schon seit etwa 2 Jahren nur alle ...10 Wochen oder so Sex mit meinem Freund habe, Oralsex schon etwas öfter, aber eben auch nur so einmal in 1 oder 2 Monaten in unregelmäßigen Abständen. Ich hab meistens einfach von alleine keine Lust und mein Freund fragt auch nur "krieg ich nen Blowjob?" anstatt das mal nett einzuleiten... Oh mann. Voll oft komme ich aus der Uni oder von der Arbeit und sehe, dass in seinem Papierkorb ne Menge Taschentücher liegen... Ich hab wirklich nichts dagegen, dass er SB macht, aber in dem Moment merke ich wieder, wie ich es überhaupt nicht bringe und es tut einfach weh.
Oh Gott ich jammer ja nurnoch rum! :flennen: Ich hör jetzt besser mal auf! Wie gesagt, danke für eure Antworten!
 

Benutzer42447 

Meistens hier zu finden
Hey Lullamea,

da hast du ja momentan einen ganzen Haufen Probleme an der Backe. Respekt, dass du noch nicht durchgedreht bist und überhaupt noch zu irgendwelchen Handlungen fähig bist und nicht nur apathisch in der Ecke sitzt :zwinker:.

Du hast sehr viele Sachen, die du grade versuchst gleichzeitig zu bewältigen, einige sind dringender, andere könnten noch ein wenig warten. Vielleicht solltest du dir erstmal soetwas wie eine "Prioritätenliste" schreiben. Was ist dir momentan am wichtigsten? Was am dringendsten?
Ich betrachte die Sache als Außenstehende und würde sagen: Deine Arbeiten abgeben, so dass du da mal weiter kommst und es im Studium weiter geht. Siehst du das auch so?
Wieviele Arbeiten musst du denn noch schreiben? Kannst du eventuell nocheinmal mit deiner Dozentin reden und ihr deine Lage erklären (Familie usw.)? Ansonsten gibt es eigentlich auch in jeder Uni psychosoziale Beratungsstellen, die kostenlos sind und dir da auch erstmal Ratschläge/Handlungshinweise usw. geben können.

Des Weiteren wundert es mich nicht, dass du keine Lust auf Sex hast und nichts fühlst. Du kannst schon aufgrund deiner jetzigen Situation und der vielen Sachen, die in deinem Kopf rumschwirren, dich überhaupt nicht frei machen und auf diese Sache einlassen. Ich glaube, du müsstest erstmal andere Sachen regeln, bis du auf dieses Problem intensiver eingehen kannst.

Bei der Sache mit deiner Mutti gebe ich xoxo Recht. Sie ist eine eigenständige Person, hat ihr eigenes Leben und DU bist nicht komplett für sie verantwortlich. Es ist klar, dass du dir Sorgen machst und sie ist deine Mami, aber du solltest dich für ihr Leben nicht komplett verantwortlich sehen.

Da du ja anscheinend professionelle Hilfe suchst (Sexualtherapie, Famile, Stress...).......Ich denke, eine Beratung oder ähnliches könnte dir guttun und die Akutsituation verbessern. Vielleicht solltest du aber nicht für jedes Problem nach einer spezifischen Therapie suchen, sondern erstmal eine allgemeinere Anlaufstelle suchen. Denn, wie gesagt, ich denke, dass da bei dir einiges ineinander greift und sich gegenseitig bedingt.
Vielleicht wäre die psychosoziale Beratungsstelle (Uni) ein erster, guter Anlaufpunkt?

edit: ich finde es auch nicht verwunderlich, dass du nichts zu Papier bringst, da du soviele Probleme hast, so viel Druck, der dich ja richtiggehend "lähmt" und blockiert. Wieso lügst du deiner Freundin was vor? Weiß sie von deinen Problemen? Mit anderen die Sachen zu diskutieren nimmt manchmal die Last und bringt vielleicht auch Unterstützung ein.
 
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