Stress mit der Freundin: Beerdigung oder Hochzeit

Benutzer70027  (36)

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Hallo zusammen,

ich habe grade furchtbar Stress mit meiner Freundin und ich verstehe sie einfach nicht. Vielleicht könnt ihr mir ja helfen.

Die Cousine meiner Freundin heiratet nächstes Wochenende und wir sind eingeladen. Die Hochzeit findet in nem Schloß etwas weiter weg statt, wir müssen dort wohl auch zwei mal übernachten. Sie macht sich schon richtig Stress wegen dieser Hochzeit.

Mein Chef ist nun leider heute morgen gestorben, ich hatte ein gutes Verhältnis zu ihm und möchte natürlich auf seine Beerdigung gehen, um mich von ihm zu verabschieden. Meine Freundin meinte gleich "wenn die Beerdigung am Tag der Hochzeit ist, kannst du ja gerne danach zum Grab gehen." Ich seh es aber gar nicht ein mit ihr zu der Hochzeit zu gehen - ich will zur Beerdigung. Da rastet sie vollkommen aus, von wegen "C. wäre wichtiger als ich - C. ist doch tot, das macht ihn auch nicht mehr lebendig". Finde nur ich das vollkommen daneben von meiner Freundin?

Sie meint irgendwie, ich würde sie "im Stich lassen". Warum versteh ich aber einfach nicht - wir sind doch trotz unserer Beziehung zwei Individuen ...

Ich finde das auch ein wenig herzlos. C. war mir wichtig und ich bin traurig. Dann soll sie doch mir meine Trauer lassen und mich nicht zu einer Veranstaltung zwingen auf der alle fröhlich sind und höchstens aus Rührung geweint wird.

Warum macht sie so einen Stress? Liege ich vollkommen daneben?

Vielen Dank schon einmal und lg,

DBE
 

Benutzer72433 

Planet-Liebe ist Startseite
spielts ne rolle, wer von euch daneben liegt? den stress habt ihr.

ich bin eigentlich deiner meinung, aber mir bedeuten hochzeiten auch wenig. letztendlich kann sie dich nicht zwingen, du wirst dich entscheiden und durchziehen was du für richtig hälst.
 

Benutzer70027  (36)

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Naja, mein Problem ist, dass ich sie einfach nicht verstehe ... versteht einer von euch sie?
 

Benutzer48909 

Meistens hier zu finden
Ich finde, dass es dein gutes Recht ist zu der Beerdigung zu gehen. Du möchtest dich dort im angemessenen Rahmen von deinem Chef verabschieden, und das muss deine Freundin auch akzeptieren. Das ist etwas, was du niemals nachholen kannst. Dem Brautpaar kannst du auch später gratulieren. Ich denke auch, dass jeder Mensch, mit ein bisschen Herz im Leib versteht, wenn du dich aus diesem Grund abmeldest. Was hätte das Brautpaar davon, wenn du neben allen fröhlichen Menschen auf ihrer Hochzeit wie ein Trauerklops da sitzt.

Klar ist es schade für deine Freundin, dass sie nun alleine auf die Hochzeit muss, andererseits, wäre ich an ihrer Stelle würde ich die Hochzeit sausen lassen und meinem Partner an einem solchen Tag beistehen.

Ich finde absolut nicht, dass du dich falsch verhälst. Hör da auf dein Herz, und wenn das sagt: Beerdigung, dann zieh das auch durch. Für dich selbst wird das auf Sicht besser sein.
 
R

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Gast
Naja, hast du zur Cousine deiner Freundin ne größere Beziehung? Wahrscheinlich eher nicht, oder?

Mit deinem Chef hattest du jeden Tag zu tun, nehme ich an? Ich würde zur Beerdigung gehen, wenn dir so viel dran liegt.
Und ihre Aussage finde ich auch ziemlich geschmacklos ("er ist doch tot!").
 

Benutzer70027  (36)

Verbringt hier viel Zeit
Genau genommen, habe ich die Cousine meiner Freundin erst ein einziges mal für ca. 2 Stunden gesehen. Mit meinem Chef hatte ich fast jeden Tag zu tun.
 
R

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Gast
Genau genommen, habe ich die Cousine meiner Freundin erst ein einziges mal für ca. 2 Stunden gesehen. Mit meinem Chef hatte ich fast jeden Tag zu tun.
Dann wäre die Sache für mich klar und ich würde zur Beerdigung gehen.

Wenn ihr bei der Hochzeit eh 2 Übernachtungen hättet, könntest du evtl. nicht nachkommen (wobei ich es verstehen könnte, wenn man nach einer Beerdigung nicht gleich zu einer Hochzeit will - aber vielleicht wäre das ein Kompromiss mit deiner Freundin)?
 

Benutzer90972 

Team-Alumni
das mit dem nachkommen war auch mein erster gedanke.
natürlich nur,wenn du dich im stande dazu fühlst...

die reaktion deiner freundin kann ich absolut nicht verstehen. du hast keine wirkliche beziehung zu der cousine, warum sollst du dann mitfahren,nur damit sie ihren kopf durchsetzt??
geh zu er beerdigung und verabschiede dich richtig von deinem chef. wenn es dir dann gut geht, kannst du immernoch hinterher fahren, wenn nicht, sollte sie dafür auch verständnis haben...
 

Benutzer75021 

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Ich finde, dass es dein gutes Recht ist zu der Beerdigung zu gehen. Du möchtest dich dort im angemessenen Rahmen von deinem Chef verabschieden, und das muss deine Freundin auch akzeptieren. Das ist etwas, was du niemals nachholen kannst. Dem Brautpaar kannst du auch später gratulieren. Ich denke auch, dass jeder Mensch, mit ein bisschen Herz im Leib versteht, wenn du dich aus diesem Grund abmeldest. Was hätte das Brautpaar davon, wenn du neben allen fröhlichen Menschen auf ihrer Hochzeit wie ein Trauerklops da sitzt.

Klar ist es schade für deine Freundin, dass sie nun alleine auf die Hochzeit muss, andererseits, wäre ich an ihrer Stelle würde ich die Hochzeit sausen lassen und meinem Partner an einem solchen Tag beistehen.

Ich finde absolut nicht, dass du dich falsch verhälst. Hör da auf dein Herz, und wenn das sagt: Beerdigung, dann zieh das auch durch. Für dich selbst wird das auf Sicht besser sein.


Dem kann ich nichts mehr hinzufügen.
Ich würde auch auf die Beerdigung gehen und ich WEISS das mein Partner mir in der Situation auch beistehen würde...so wie es sein sollte!
 

Benutzer80965 

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Ich finde das Verhalten deiner Freundin übertrieben! Du trauerst um einen verstorbenen Menschen, da sollte sie dich doch trösten und nicht so stressen! Eine Beerdigung kann wichtig sein um Abschied zu nehmen, und ich kann auch verstehen, dass dir in dieser Situation nicht nach Hochzeit ist, vor allem, da du das Paar kaum kennst! Finde es echt traurig, dass deine Freundin das gar nicht verstehen kann!
 

Benutzer89980 

Öfter im Forum
Deine Freundin ist verdammt Egoistisch und ziemlich Rücksichtslos.

Genau genommen, habe ich die Cousine meiner Freundin erst ein einziges mal für ca. 2 Stunden gesehen. Mit meinem Chef hatte ich fast jeden Tag zu tun.

Ich würde ihr in einem Gespräch versuchen klar zu machen, das aus gegebenen Umständen dein Chef dir wesentlich näher steht als ihre Cousine und dessen Beerdigung bei dir oberste Priorität hat.
Du willst trauern und abschied nehmen, das ist dein gutes Recht.

ie meint irgendwie, ich würde sie "im Stich lassen"

Meine Vermutung ... sie will bei einem solchen Tag, an dem alle glücklich und happy inklusive Begleitung dort erscheinen nicht alleine darstehen ... :zwinker:
 

Benutzer65590 

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Nun, wenn deiner Freundin ihr gesellschaftliches Standing und Auftreten wichtiger sind als die ehrlichen Gefühle ihres Freundes, dann musst du wohl mal ein paar Wörtchen mit der Dame reden und ihr klar machen, dass du nicht ihre neue Handtasche bist, sondern ein Mensch mit eigenen Prioritäten.

Sorry für den etwas pejorativen Tonfall, aber ich bin gerade total entsetzt über die Kaltschnäuzigkeit, mit der deine Freundin über deine emotionalen Bedürfnisse hinweg geht. Würde meine Partnerin mir gegenüber so reagieren, würde ich mich mal ganz ernsthaft fragen, was das eigentlich für ein Mensch ist, mit dem ich da zusammen lebe, und ob ich das wirklich noch wollte.
 

Benutzer20976 

(be)sticht mit Gefühl
Bei der Beerdigung gehts auch nicht darum, ob der Verstorbene davon was hat, sondern darum, dass man selbst sich verabschieden will. Wenn Du nur aus Pflichtgefühl hingehen wolltest, könnte ich noch verstehen, dass sie die Hochzeit wichtiger findet - aber Du bist ja traurig, dass Dein Chef gestorben ist, und möchtest Abschied nehmen von ihm. Dir ist die Beerdigung wichtig, weil der Mensch Dir etwas bedeutet.

Und DAS ist das Entscheidende. Ich finde ihr Verhalten auch egoistisch. Hast Du ihr erklärt, dass Du um Deinen Chef wirklich trauerst und Dir deswegen die Beerdigung wichtig ist?

Dass sie es schöner fände, mit Dir gemeinsam die Hochzeitsfeier zu besuchen, kann ich gut nachvollziehen. Seid Ihr schon lange zusammen? Ist es vielleicht die erste größere Familienfeier für Euch als Paar?

Vielleicht hat sie sich lange drauf gefreut und sich ausgemalt, wie die Feier wohl ist... und gedanklich natürlich Euch beide zusammen dort gesehen. Nun ist es aber eben so, dass dieser Todesfall dazwischen gekommen ist - Dein Chef ist ja nicht aus Bosheit zu diesem Zeitpunkt gestorben, um der Freundin eines Mitarbeiters eine Feier zu versauen... :zwinker:

Ggf. überlegte ich, ob es eben möglich ist, nach der Trauerfeier noch zu der Hochzeit zu fahren - aber wenn es sehr weit weg ist und Du ggf. auch nicht in Feierstimmung bist, dann ließe ich es bleiben. Was hat das Brautpaar davon, wenn Du bedrückt bei der Feier herumsitzt? Nix.

Erklär ihr, dass Du nicht zur Trauerfeier willst, um sie zu ärgern, sondern dass Dir das wichtig ist, weil Dein Chef Dir eben nicht egal ist.
Und wenn sie dann immer noch mault, dann ist sie wirklich sehr egozentrisch...
 

Benutzer26398 

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@Threadstarter:
ich kann deine Haltung gut verstehen und sehe es auch so das du zur Beerdigung gehen solltest.

Trotzdem würde ich jetzt mal den Ball flach halten und nicht vorher Streß machen - es ist doch noch gar nicht gesagt das die Beerdigung am gleichen Tag stattfindet...
 

Benutzer70027  (36)

Verbringt hier viel Zeit
Also wg. Pflichtveranstaltung oder so ist es nun wirklich nicht für mich. Ich weiß im Moment überhaupt nicht was sie hat. Es ging heute den ganzen Tag so weiter und morgen wirds dann auch wieder weiter gehen. Sie versucht mich gar nicht zu verstehen - so egoistisch habe ich sie noch nie erlebt.

Wir sind jetzt knapp 2 Jahre zusammen, es gab schon einige "größere" Familienfeiern. Allerdings ist das ein Teil ihrer Familie, da schieben die Mutter meine Freundin und meine Freundin Panik vorher und steigern sich da immer in Sachen rein, das kann einem vorkommen wie in nem Irrenhaus. Von daher versteh ich schon, dass es ihr wichtig wäre, dass ich dabei bin - und wenn die Beerdigung da nicht ist, würde ich ja natürlich auch mitkommen. Aber inzwischen geht es fast nur noch um das gegenseitige Verhalten. Denn auch wenn ihr das wichtig ist, kann sie mir so eine Beerdigung nun wirklich nicht verbieten. Ich versteh sie einfach nicht ...
 

Benutzer48909 

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Was ist daran abgefahren? Er hat geschrieben, dass er seinen Chef fast täglich gesehen hatte, da ist es doch normal, dass man zur Beerdigung geht. :ratlos:

Sehe ich genau so. Ich würde auch zu der Beerdigung gehen und nicht zu der Hochzeit. Ich finde das jetzt nicht besonders ungewöhnlich, dass man sich gerne verabschieden möchte.
 

Benutzer37900 

Teammitglied im Ruhestand
Ich finde bei dem Thema jetzt eigentlich viel schlimmer, dass ihr über "ungelegte Eier" diskutiert, statt einfach abzuwarten, wann denn nun genau die Beerdigung sein wird. Jetzt ist sich mal vorzustellen, dass die Beerdigung nicht am Samstag sein wird - sehr wahrscheinlich - und ihr habt euch nun ganz umsonst gestritten. Das fände ich an eurer Stelle viel viel schlimmer und daran müsste auch gearbeitet werden. Das ist jedoch nur meine Ansicht, wobei ich den Rest sowieso als Lapalie empfinde. Bei euch will einer den anderen nicht verstehen, jedoch unbedingt seinen Kopf durchsetzen. :ratlos:
 

Benutzer53592 

Planet-Liebe ist Startseite
Wenn du deine Freundin und ihr Verhalten nach 2 Jahren Beziehung nicht verstehst, wie sollen wir es dann können?

Im Prinzip sehe ich es wie Apfelbäckchen: Es geht euch schon gar nicht mehr um Beerdigung gegen Hochzeit...hier geht es um einen Machtkampf und jeder versucht, mit allen erdenklichen Mitteln seinen Standpunkt durchzudrücken und hofft, zetert, tobt, beleidigt, stänkert und argumentiert, um den anderen zum "Verständnis" zwingen zu können.

Ich denke, deiner Freundin bedeutet Familie sehr viel, vielleicht sogar alles...völlig egal, ob es sich um die Eltern oder um eine Cousine 35. Grades handelt.
Sie vergleicht jetzt für sich, was für sie Priorität hätte: Arbeitskollegen oder Verwandtschaft und kommt dann zum Entschluss: Egal, was ist, mir ist die Verwandtschaft wichtiger und auch das Dokumentieren einer glücklichen Beziehung vor anderen, das bröckeln und Anlass zu Spekulationen geben könnte, wenn der Partner bei dieser für sie wichtigen Familienveranstaltung nicht dabei ist, obwohl man eine Zusage gegeben hat.
Beim TS könnte es andersherum sein: Da ist bekannt, dass er ein Superverhältnis zum Chef hatte...jetzt wegen einer Hochzeit von der Beerdigung fernzubleiben, dürften einige Kollegen vielleicht nicht so ganz verstehen...

Irgendwie macht mir der TS den Eindruck, dass er schon vorher ein wenig Vorbehalte gegen die Hochzeit hatte und nicht wirklich gerne hingehen wollte, weil bereits im Vorfeld ein riesiges Spektakel veranstaltet wird...jetzt kam der Tod des Arbeitskollegen dazwischen...bitte jetzt nicht missverstehen...so was ist schrecklich, wenn man einen Menschen mochte und ihm nahestand...aber wieso wartet man jetzt nicht ganz einfach ab, wann die Beerdigung tatsächlich ist (Samstags finden normalerweise kaum Beisetzungen statt und ich schätze, die Hochzeit ist genau an dem Tag und Freitag Abend vielleicht Polterabend) und findet dann gemeinsam einen Kompromiss, wenn dieser nötig wird? (keine Ahnung, wie weit dieses Schloss vom Wohnort entfernt ist)

Ich glaube, es geht auch ein bisschen darum, dass man von seinem Partner und dessen Reaktionen erschrocken und entsetzt ist, weil Charaktereigenschaften zum Vorschein kommen, die einem nicht gefallen und man sich fragen muss, ob man den anderen wirklich kennt und was noch folgen könnte.

Klar, es wäre schöner, wenn der Partner Einsicht und Verständnis zeigen würde, sollten sich tatsächlich
Beerdigung und Hochzeit überschneiden...aber wenn mir ein Mensch sehr wichtig war und ich ihm die letzte Ehre erweisen möchte, dann halten mich keine 10 Pferde und schon gar nicht ein Partner auf.
Sollte das eventuell hinterher weitreichendere Konsequenzen haben, dann wäre ich wohl 2 Jahre mit dem Falschen zusammengewesen...
 
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