Schule Stetigkeit

Benutzer98799  (34)

Verbringt hier viel Zeit
Ich arbeite in der IT und habe seit ich meine Ausbildung abgeschlossen habe, nie wirklich das Bedürfnis gehabt länger bei einem Arbeitgeber zu bleiben. Meistens so zwischen 12 und 18 Monaten.

Seit Anfang des Jahres habe ich eine Stelle, die mich sehr fordert und fördert, jeden Tag aufs neue. Da es sich jedoch um Consulting handelt, hängt daran eine regelmäßige Reisetätigkeit. Und die geht mir mittlerweile an die Nieren. Nachdem mein Orthopäde, der mich und meine Behinderung schon länger kennt, mir Anfang des Monats einen Schuß vor den Bug gegeben hat, trage ich mich mit dem Gedanken erneut zu wechseln, obwohl ich eigentlich nicht möchte. Eine andere Position in der Firma zu besetzten ist aber allein Aufgrund der Entfernung zum Hauptsitz der Firma ehr schwierig,

Ich muss dazu sagen, das ich nicht an der Sicherheit eines Jobs hänge und mir nicht viel aus Probezeiten und dem damit verbundenen Risiko mache. Ist halt so und geht auch wieder vorbei.

Meine Freundin arbeitet in einer ehr konservativen Branche und ist davon, das ich nie mehrere Jahre bei einem Arbeitgeber bleibe nicht sonderlich begeistert. Steht aber trotzdem hinter mir.

Ich brauche einfach mal ein Meinungsbild und ein bisschen Feedback.
 

Benutzer155480 

Sehr bekannt hier
Du hast nur eine Gesundheit. Und die muss Dir heiliger sein als Job oder Beziehung.
 

Benutzer98799  (34)

Verbringt hier viel Zeit
Das steht auch überhaupt nicht zur Diskussion. Da lass ich auch nicht mit mir diskutieren.
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Karrieretechnisch ist es vermutlich wirklich nicht so sinnvoll, nie länger als 18 Monate bei einer Firma zu sein. Das wirkt auf den Personaler, der sich um deine zukünftigen Bewerbungen kümmert, nicht unbedingt vertrauenserweckend und verlässlich. Allerdings, je nachdem, in welchem Bereich der IT du dich befindest, kann das auch egal sein. Manchmal gibt's so einen Mangel, dass die Personaler auf sowas gar nicht schauen können.
 

Benutzer146142 

Benutzer gesperrt
Inwiefern besteht ein Zusammenhang zwischen reisender Tätigkeit und deiner Behinderung?
 

Benutzer98799  (34)

Verbringt hier viel Zeit
Inwiefern besteht ein Zusammenhang zwischen reisender Tätigkeit und deiner Behinderung?
Insofern das ich nicht mehr in dem Umfang dazu komme etwas für meine Gesundheit zu tun, wie ich es müsste. Das was ich Zeitlich schaffe, reicht leider nicht
 

Benutzer133456  (49)

Beiträge füllen Bücher
Nicht wechseln zu wollen, ist ja eigentlich ein Zeichen, dass es Dir gefaellt, wo Du bist. Liesse sich vielleicht was aushandeln, das Deine Reisen gesundheitlich unbedenklich macht? Andere Fortbewegungsmittel?
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer146142 

Benutzer gesperrt
Ok, es gibt ja durchaus unterschiedliche Arten reisender Tätigkeit, von wenigen Tagen bis zu längeren Zeiträumen pro Einsatzort. Wenn du denkst, dass deine Berufstätigkeit nicht harmoniert mit privaten Bedürfnissen, dann ist das eben so. In deiner Bewerbung machen sich derart kurze Zyklen allerdings weniger gut; spätestens nach dem dritten Kurzgastspiel gerätst du in den Verdacht des job hoppings. Mit der Folge, dass u.U. niemand mehr in deine Fortbildung investieren möchte.
 

Benutzer135804 

Planet-Liebe Berühmtheit
also erstmal finde ich,dass es hier um zwei verschiedene dinge geht:das eine ist der gesundheitliche aspekt,das andere,dass dich jobs nicht allzu lange reizen und du dann etwas neues wünschst/suchst.

zur gesundheit:die geht vor mMn-und zwar immer.bin selbst mehrfacherkrankt (falls es dich interessiert,schau dir meinen letzten thread an) und ich tue alles,um zu verhindern,dass es mir noch schlechter geht als eh schon.denn wenn man nicht auf sich achtet,hat man irgendwann wegen zerstörter gesundheit gar kein wirkliches leben mehr.und das ist kein job der welt wert!ich würde also jobs,die sich nicht mit meinem gesundheitlichen zustand vereinbaren lassen,generell ablehnen,denn diese sind mir dann sowieso nicht zumutbar.

zum anderen thema:nun ja,nicht jeder ist dafür gemacht,sein leben lang ein und denselben beruf bei ein und demselben arbeitgeber auszuführen-und heutzutage sind festanstellungen eh eher seltenheit und die zeit,in der man sich jung für einen beruf entschied und ein leben lang dabei bleibt,ist mEn auch vorbei.
abgesehen davon,dass du deine jetzige stelle aus gesundheitlichen gründen eh nicht mehr machen sollst/kannst,find ich es also völlig legitim,wenn du das bedürfnis hast,arbeitsstellen häufiger zu wechseln bzw nicht dauerhaft bei einer stelle bleiben möchtest.schließlich ist es dein leben,deine verantwortung und wenn es dadurch probleme gibt,sind das deine eigenen probleme.darum würd ich mich bei menschen,die mir wichtig sind,da niemals für meine entscheidungen rechtfertigen-offen drüber reden,meine gründe erklären ja,aber ich steh eben zu meinen entscheidungen und diese treffe ich für mich allein.
[doublepost=1479207655,1479207395][/doublepost]
Insofern das ich nicht mehr in dem Umfang dazu komme etwas für meine Gesundheit zu tun, wie ich es müsste. Das was ich Zeitlich schaffe, reicht leider nicht
hast du einen schwerbehindertenausweis?und hast du schon mit dem arbeitgeber über möglichkeiten gesprochen,deine arbeit deinen gesundheitlichen einschränkungen anzupassen?ansonsten könntest du noch kontakt zum integrationsamt aufnehmen,um lösungen zu finden.

aber wenns die nicht gibt,dann ist der job halt für dich nicht mehr zumutbar.ich weiß genau,was du meinst,wenn die zeit fehlt,um gesundheitliche dinge zu kompensieren/aktiv was für sich zu tun,dann ist das ganze nun mal zum scheitern verurteilt-und warten,bis man total auf der strecke bleibt und man längere zeit arbeitsunfähig wird oder gar mal,wenn auch nur teilweise,erwerbsunfähig wird,ist natürlich keine alternative.
 

Benutzer146142 

Benutzer gesperrt
darum würd ich mich bei menschen,die mir wichtig sind,da niemals für meine entscheidungen rechtfertigen-offen drüber reden,meine gründe erklären ja,aber ich steh eben zu meinen entscheidungen und diese treffe ich für mich allein.
Ich möchte dir deine schöne Meine-Entscheidungswelt ungern zerstören, aber vielleicht solltest du bedenken, dass a) unter einem Arbeitsvertrag immer zwei Unterschriften stehen müssen und b) die Auswirkungen von Entscheidungen in einer Beziehung immer (mindestens) zwei Personen betreffen. Wer also eine berufliche Zukunft und/oder eine private Zielsetzung realisieren möchte, sollte sich vor allzu 'einsamen' Entscheidungen hüten.
 

Benutzer98799  (34)

Verbringt hier viel Zeit
Das war ein gutes Gespräch Heute, kein Stress, ganz viel Verständnis. Alles Gut. Damit werde ich zum 1.4. einen neuen Job suchen.
 

Benutzer135804 

Planet-Liebe Berühmtheit
vielleicht solltest du bedenken, dass a) unter einem Arbeitsvertrag immer zwei Unterschriften stehen müssen
ach was,wirklich?!sag bloß..ich meinte selbstverständlich,unter berücksichtigung eines bestehenden arbeitsvertrags den job zu wechseln uä.
b) die Auswirkungen von Entscheidungen in einer Beziehung immer (mindestens) zwei Personen betreffen.
mag sein,zumindest dann,wenn man zusammenlebt.und ich schrieb ja,dass man offen darüber redet und seine gründe benennt.das ist aber eben kein rechtfertigen,sondern erklären-und ich finde eben nicht,dass man sich dafür rechtfertigen muss,wenn man eben niemand ist,der ein und denselben job auf dauer ausüben möchte.
 

Benutzer146142 

Benutzer gesperrt
ich meinte selbstverständlich,unter berücksichtigung eines bestehenden arbeitsvertrags den job zu wechseln uä.
Auch dann muss der neue AG unterschreiben. Ob er das tut, hängt u.a. von der Dauer vorangehender Arbeitsverhältnisse ab.

das ist aber eben kein rechtfertigen,sondern erklären-und ich finde eben nicht,dass man sich dafür rechtfertigen muss,wenn man eben niemand ist,der ein und denselben job auf dauer ausüben möchte.
Selbstverständlich muss man es vor dem Partner rechtfertigen, wenn durch Jobhopping die Stetigkeit des gemeinsamen Einkommens gefährdet ist. Auf dieser Basis werden ja üblicherweise Pläne gemacht - Wohnung, Urlaub, Kinder etc.
 
10 Monat(e) später

Benutzer98799  (34)

Verbringt hier viel Zeit
So ich bring Euch mal auf Stand: Meine neue Stelle war anfangs sehr vielversprechend, es kristallisierte sich jedoch bald heraus das mein ehemaliger Chef und ich verschiedene Vorstellungen von Umsetzung von Aufgaben und Führungsverantwortung haben. Wir haben uns dann kurz vor Ende der Probezeit für eine Auflösung des Arbeitsverhältnisses entschieden. Ich kann nur sagen es fühlte sich gut an.

Ich hab dann mein Netzwerk aktiviert und mir überlegt was ich tue, welche Möglichkeiten und Richtungen ich einschlagen kann und möchte und hab mich entschieden mich aus dem Umfeld der kleinen und mittelständischen Unternehmen ins Konzernumfeld zu verlegen und eine Stelle mit deutlich engerem Fokus zu wählen. Hat geklappt, am nächsten Montag trete ich meine neue Stelle an.
 
Oben
Heartbeat
Neue Beiträge
Anmelden
Registrieren