Sternenkinder

Benutzer28811  (32)

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Schnecke106 Schnecke106 mir geht es selbst oft so, dass ich dich gerne manchmal nochmal fragen würde "wie war das nochmal genau?" - "Wann habt ihr das alles erfahren und wie konnte das passieren? " etc. aber ich lasse es dann weil ich dich nicht aufwühlen will. Vermutlich geht es anderen Leuten auch so, dass sie Angst haben dich aufzuwühlen.

Wie wäre es dir denn am liebsten, dass die Menschen reagieren?:knuddel: Trost spenden? Nachfragen? Einfach zuhören und dich in Arm nehmen?
 

Benutzer85763 

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Danke blondi445 blondi445 Fragen darf man mich jederzeit gerne, ich bin da sehr offen und finde es macht mich auch nicht traurig.

Das ist eine gute Frage, was ich mir wünschen würde. Kann ich gar nicht so beantworten. Interesse auf jeden Fall, Trost gar nicht mal so, glaube ich. Was ich nicht mag, ist wenn dann jemand versucht vom Thema abzulenken bzw meine Gefühle irgendwie klein zu reden (das macht meine Schwiegermutter manchmal). Aber ich verstehe auch, dass es für andere Personen schwierig ist, man ist ja nicht immer in der Lage sich in schwierigen Situationen seines Gegenübers zu versetzen.
 
2 Monat(e) später

Benutzer85763 

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Ich schon wieder :smile: Eigentlich geht es mir gut, aber vor wenigen Tagen habe ich die Nachricht bekommen, dass das Sternenkinder-Forum, in dem ich seit Hannah aktiv bin, schließen muss (wegen diverser technische Schwierigkeiten und dieser neuen Datenschutzgeschichte wohl) und alles gelöscht wird. Es macht mich so traurig, damit verschwindet ein wichtiger Teil meiner Geschichte. Ich kopiere gerade meine Beiträge, um wenigstens das zu sichern, aber das geht natürlich nicht mit jedem einzelnen Beitrag und jeder Nachricht. Irgendwie kann ich noch gar nicht glauben, dass dann alles weg ist. Es war ein wichtiger Ort für mich zum trauern, viele Menschen haben mich begleitet und ich sie. Dieses Ende fühlt sich wie ein erneuter Abschied an... ich muss schon wieder los lassen, auch wenn alles natürlich fest in meinem Herzen ist. :cry:
 
4 Monat(e) später

Benutzer85763 

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Ich kann Deine Gedanken da sehr gut verstehen. Die Entscheidung für oder gegen Kinder ist eine sehr große Sache, ich fand es unglaublich schwer abzuschätzen, was da auf mich zukommt. Ehrlich gesagt hätte ich mich auch gefreut, wenn ich ungeplant schwanger geworden wäre, damit dieses ständige "soll ich, soll ich nicht?" ein Ende findet. Warum dann doch der Wunsch aufkam, kann ich gar nicht genau sagen.

Dass Du aktuell nicht traurig bist, ist völlig okay. Vielleicht kommt das noch, vielleicht auch nicht - das darf alles seinen Platz haben. Und es muss auch vielleicht noch einiges verarbeitet werden .

Ich bin mir sicher, dass ihr irgendwann ein Gefühl dafür haben werdet, wann oder ob ihr noch ein Kind haben wollt. Es ist vermutlich eine Entscheidung, die man nicht rational treffen kann.

Fühl Dich gedrückt!
 
4 Woche(n) später

Benutzer85763 

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Heute ist es genau 1 Jahr her, dass ich mein Baby im Arm halten konnte nach der OP (Geburt). Die OP war nicht schön, aber letztlich bin ich dankbar, dass ich dadurch einen Abschied möglich gemacht bekommen habe. Die letzten Wochen waren schwierig, sehr viele Erinnerungen an die Zeit zwischen Feststellung, dass das Herzchen nicht mehr schlägt und die Geburt. Die Trauer ist natürlich noch groß, aber inzwischen hat alles wieder seinen Platz in meinem Herzen gefunden. Die Schwangerschaft habe ich in schöner Erinnerung, 16 schöne Wochen. Alles Liebe zum 1. Sternengeburtstag, lieber Johannes. Feier schön auf den Wolken mit all Deinen Freunden und Deiner Schwester :herz: Wir denken an Dich! :rose:
 
1 Jahr(e) später

Benutzer65313 

Toto-Champ 2008 & 2017
Gestern wäre mein ET gewesen. Ich bin sehr froh, dass das Erdmännchen auf dem Weg zu uns ist, denn der Gedanke an das Kind, das ich verloren habe, lässt mich immer noch traurig sein, auch, wenn es vermutlich nie wirklich "gelebt" hat. Es war trotzdem "meines"... In einer anderen Situation würde ich jetzt vielleicht auch in den Wehen liegen, oder schon mit meinem/r Kleinen kuscheln. Ja, am Ende ist es vermutlich gut und richtig so - das Kleine war vermutlich nicht gesund. Trotzdem bin ich traurig - und gleichzeitig ein wenig froh darüber, dass ich nicht viel zum Nachdenken komme, weil der Umzug bevorsteht. Vielleicht wären wir schon mit einem kleinen Bündel umgezogen... 10 Wochen war ich rechnerisch schwanger, eigentlich keine lange Zeit. Aber ob ich Silvester jemals wieder ohne den Gedanken an das traurige letzte verbringen kann (am 02.01. war die Ausschabung), das wird die Zeit zeigen...
 

Benutzer85763 

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Bria Bria Fühl Dich umarmt :knuddel: Ich glaube, an diesen Tagen erinnert man sich einfach immer besonders intensiv und auch die Vorstellung von "was wäre, wenn..." wird uns begleiten. Aber es wird anders mit der Zeit. :rose:
 

Benutzer123446 

Beiträge füllen Bücher
Bria Bria
Ich hatte vor der Nachtigall ja auch eine FG, die mich damals sehr mitgenommen hat. Ich bin froh, dass wir uns "verabschiedet" und dass wir getrauert haben. Beim vET des Krümirakels (was damals mein "Arbeitstitel" war) war ich mit der Nachtigall schwanger. Eine Freundin die ähnliches erlebt hatte meinte, was ihr Kraft gegeben hätte, wäre der Gedanke, dass ein Kind, das nicht hätte leben können, Platz gemacht hat für eines, das leben darf und kann. Das fand ich tröstlich. Trotzdem bin ich heute noch ein bisschen sehnsüchtig oder wehmütig an den Tagen und Orten, die ich mit dieser ersten Schwangerschaft verbinde. Und ich glaube, das "darf" man auch sein. Aber richtig traurig bin ich nicht mehr. Ich bin viel zu dankbar für die Nachtigall, die nicht hier wäre ohne die FG. Das hat mich schon sehr... ausgesöhnt.
 

Benutzer107106 

Planet-Liebe ist Startseite
Redakteur
Gestern wäre mein ET gewesen. Ich bin sehr froh, dass das Erdmännchen auf dem Weg zu uns ist, denn der Gedanke an das Kind, das ich verloren habe, lässt mich immer noch traurig sein, auch, wenn es vermutlich nie wirklich "gelebt" hat. Es war trotzdem "meines"... In einer anderen Situation würde ich jetzt vielleicht auch in den Wehen liegen, oder schon mit meinem/r Kleinen kuscheln. Ja, am Ende ist es vermutlich gut und richtig so - das Kleine war vermutlich nicht gesund. Trotzdem bin ich traurig - und gleichzeitig ein wenig froh darüber, dass ich nicht viel zum Nachdenken komme, weil der Umzug bevorsteht. Vielleicht wären wir schon mit einem kleinen Bündel umgezogen... 10 Wochen war ich rechnerisch schwanger, eigentlich keine lange Zeit. Aber ob ich Silvester jemals wieder ohne den Gedanken an das traurige letzte verbringen kann (am 02.01. war die Ausschabung), das wird die Zeit zeigen...
Ich kenne diese verwirrende Gedanken. Dieses "eigentlich darf ich dich gar nicht traurig sein, hier ist doch eine intakte Schwangerschaft" (Böhnchen hatte ja einen Zwilling wahrscheinlich auch nie lebte).
Es ist okay jetzt traurig zu sein und "was wäre wenns" zu denken. Meine Erfahrung sagt mir aber: wenn das Kind dann geboren und damit real ist, rücken die eher unrealen Gedanken in den Hintergrund. Sie sind dann nicht mehr so raumnehmend und werden weniger wichtig. Es verblasst. Und das ist dann auch okay so.

Natürlich Frage ich mich manchmal, wie es wohl mit 2 großen Mäuse wäre. Aber es ist nur Theorie. Wehmut liegt heute nicht mehr in diesen Gedanken.
 
3 Woche(n) später

Benutzer39498 

Planet-Liebe ist Startseite
Eine meiner ältesten Schulfreundinnen, die ich schon ewig nicht mehr gesehen habe weil sie seit fast 10 Jahren in Australien lebt, hätte heute ihren ET gehabt, nur wenige Wochen nach mir.
Ihr Sohn ist am 19. Juli still zur Welt gekommen. Mit 48cm und 2360g. Sein Herz war einen Tag zuvor einfach stehen geblieben. Es gab keine bekannten Erkrankungen oder Komplikationen.
Ich finde das so unvorstellbar furchtbar und bewundere gleichzeitig ihre Stärke und ihre Offenheit.

Mach‘s gut, kleiner Flynn :herz: :cry:
 

Benutzer171033 

Öfters im Forum
Eine Freundin war mit eineiigen Zwillingen schwanger, deren plazentäre Vernetzung dazu geführt hat, dass einer der beiden unterentwickelt blieb, und der andere durch einen Überschuss an Blut(-druck) ebenfalls gefährdet war.
Sie und ihr Mann standen vor der Entscheidung: Wissen, dass eines der Kinder definitiv schwerbehindert und womöglich nicht lebensfähig auf die Welt kommt, und das Leben und Gesundheit des anderen ebenfalls stark gefährdet sind, oder das definitiv beeinträchtige Kind innerhalb des Mutterleibs aktiv sterben zu lassen, und die Chance des anderen auf Leben und Gesundheit damit massiv zu erhöhen.
Das war bereits in fortgeschrittener Schwangerschaft Ende des mittleren Trimesters.
Sie haben sich für letzteres entschieden, und einem Kind somit ein gesundes, erfülltes Leben geschenkt.
Für mich ist bis heute die Gefasstheit und Tapferkeit der Beiden bewundernswert.
Bis heute gehen sie, auch dem Kleinen gegenüber sehr offen mit dem Thema und ihren Empfindungen um.
Sie haben eine rationale Entscheidung getroffen. Sie haben beide Kinder gleichermaßen geliebt, und natürlich getrauert.
Unfassbar ist für mich bis heute, mit wievielen Anfeindungen sie infolge dessen zu kämpfen hatten.
Die Titulierung "Kindsmörder" innerhalb der eigenen Familie war dabei nicht die schlimmste.
 
2 Monat(e) später

Benutzer85763 

Sehr bekannt hier
Heute vor 3 Jahren haben wir erfahren, dass das Herz unseres Sohnes nicht mehr schlägt :rose: Ich mag diese Jahrestage nicht, auch wenn sie mich nicht mehr mit dieser Wucht treffen. Ich habe meinen Weg mit meinen Sternenkindern gefunden, sie sind immer irgendwie in unserem Herzen, gehören zu mir, aber es ist meistens nicht mehr schlimm. Aber ich kann mich immer noch nicht an so manche Aussagen gewöhnen. Heute hatte ich einer Freundin (ich kenne sie erst etwas über 1 Jahr) vom Jahrestag berichtet und dann kommt sowas wie "dafür hast Du 2 Kinder" (ja, ich weiß, bin ich auch dankbar für) und "wer weiß, wofür es gut war". Einen Satz, den ich kaum ertrage. Ich weiß auch, dass das nur trösten soll und man eben manchmal so etwas sagt, aber manchmal wünschte ich mir nur ein "oh, das ist bestimmt traurig" oder sowas. Vielleicht wächst mir eines Tages noch ein dickeres Fell, damit ich über so etwas hinwegsehen kann.
 
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