Sterilisation oder Vasektomie?

Benutzer94422 

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Du könntest halt noch locker 15, 20 Jahre Vater werden. Trennst du dich morgen, wäre es für dich völlig und vollkommen ausgeschlossen mit einer neuen frau kinder zu bekommen? Sterilisation ist mehr als ein Verhütungsmittel, es ist eine Lebensentscheidung.

Aber genau das ist doch der Plan. Ich lehne Kinder ab, meine Partnerin ebenso. Selbst wenn wir eines Tages getrennte Wege gehen, ändert sich meine Einstellung diesbezüglich nicht.

Ich halte eine Vasektomie auch für sinnvoller, da sicherer und weniger invasiv als die Sterilisation der Frau, wenn es für beide passt :smile:

Danke, deckt auch meine Einschätzung :smile:

Auch als Mann mit 35 ohne Kinder eine Vasektomie zu bekommen, wird relativ schwierig sein.

Davon gehe ich nicht aus. Es wird immer Ärzte geben, die es durchführen. Am Ende ist es eine Frage des Geldes. Und da ich Selbstzahler bin...
 

Benutzer107106 

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Aber genau das ist doch der Plan. Ich lehne Kinder ab, meine Partnerin ebenso. Selbst wenn wir eines Tages getrennte Wege gehen, ändert sich meine Einstellung diesbezüglich nicht.



Danke, deckt auch meine Einschätzung :smile:



Davon gehe ich nicht aus. Es wird immer Ärzte geben, die es durchführen. Am Ende ist es eine Frage des Geldes. Und da ich Selbstzahler bin...
Alle Männer sind in dem Fall selbstzahler, das ist keine Kassenleistung. 35 ohne kinder ist einfach jung für so eine Entscheidung. Das mag fies und ungerecht wirken, aber ethisch einfach schwierig.
 

Benutzer83901  (36)

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Dark84 Dark84 mein Kerl hätte es bereut, weil er mich kennengelernt hat und mit mir ein neuer Kinderwunsch erwacht ist, den er so ja nicht erwartet hat. Da ist er natürlich froh, ihn erfüllen zu können. Er wird aber eine Vasektomie durchführen lassen, wenn wir fertig sind. Er sagt, dass er selbst bei einer Trennung keine weiteren Kinder in Betracht ziehen würde. Würde wohl auch zu übersichtlich sonst. :upsidedown:

Aber wenn du sicher bist, niemals Kinder zu wollen, ja dann ab dafür. Irgendein Arzt findet sich immer, stimmt schon.
 

Benutzer94422 

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Alle Männer sind in dem Fall selbstzahler, das ist keine Kassenleistung. 35 ohne kinder ist einfach jung für so eine Entscheidung. Das mag fies und ungerecht wirken, aber ethisch einfach schwierig.

Sorry, das war vermutlich unüberlegt von mir. Bin seit bald 10 Jahren Selbstzahler / Privatpatient und dieser Status hat einen gewissen Vorteil. In diesem Fall habe ich zu schnell geschossen.

Mir erschließt sich nicht, warum es ethisch bei jüngeren schwieriger sein sollte als bei älteren. Klingt eher so, als wolle man so lange damit warten, bis die Natur selbst für Unfruchtbarkeit sorgt.

Aber wenn du sicher bist, niemals Kinder zu wollen, ja dann ab dafür. Irgendein Arzt findet sich immer, stimmt schon.

Besser ist das :zwinker: Einem möglichen Kind würde ich niemals einen Gefallen damit tun, es in die Welt zu setzen und gesellschaftlich wäre der Nutzen ebenso fraglich
 

Benutzer83901  (36)

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Ein Eingriff in die Reproduktionsfähigkeit des Menschen ist ethisch ein Minenfeld.

Daher ist das so kompliziert in jüngeren Jahren.

Ich dachte ja zuletzt auch, ich wäre als Mutter wohl eher ungeeignet und es wäre besser, wenn ich mich nicht vermehre. Jetzt sehe ich das anders. Ich hatte aber auch gar nicht an Sterilisation gedacht, das würde mir im Traum nicht einfallen.
 

Benutzer94422 

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ethisch ein Minenfeld

Empfinde ich als sehr schade. Die Überzeugung, mich nicht fortzupflanzen, habe ich bereits vor über 10 Jahren getroffen.

Ich dachte ja zuletzt auch, ich wäre als Mutter wohl eher ungeeignet

Meine persönliche Empfindung der Unfähigkeit, einem jungen Menschen den Weg ins Leben zu weisen, ist nur ein Mosaikstein im ganzen Bild. Auch die aktuelle gesellschaftliche und geopolitische Entwicklung spielt eine enorme Rolle. Bei vielem, was passiert, spreche ich gerne auch von der "Epoche der Geisteskranken".

In einer solchen Zeit Kinder zu zeugen halte ich für einen Akt der Grausamkeit...
 

Benutzer83901  (36)

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Off-Topic:
Akt der Grausamkeit? Jedenfalls nicht, wenn wir unseren Kindern das Wissen und Werkzeug für ein positives Miteinander und für ein gutes Leben auf diesem Planeten mitgeben. Alles andere ist Melodramatik, Geisteskranke hat es immer gegeben, oder wie war das mit dem Mann mit dem kleinen Bart, der Anderssein mit dem Tod bestrafte?


Aber schon recht. Bei so viel Negativität ist es sicherlich klug, sich nicht zu vermehren.
 

Benutzer34612 

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Die Überzeugung, mich nicht fortzupflanzen, habe ich bereits vor über 10 Jahren getroffen.
Da du (hoffentlich) noch nicht mal die Hälfte deines Lebens hinter dir hast, kann sich das durchaus noch ändern :zwinker:
Auch, wenn du das jetzt noch ganz anders siehst. Das Leben ist ne Wundertüte.
 

Benutzer94422 

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Off-Topic:
Akt der Grausamkeit? Jedenfalls nicht, wenn wir unseren Kindern das Wissen und Werkzeug für ein positives Miteinander und für ein gutes Leben auf diesem Planeten mitgeben. Alles andere ist Melodramatik, Geisteskranke hat es immer gegeben, oder wie war das mit dem Mann mit dem kleinen Bart, der Anderssein mit dem Tod bestrafte?

Das tun aber längst nicht alle. Weder hier noch sonst auf der Welt. Da ist der Vergleich mit dem Mann mit kleinem Bart sehr treffend. Auch, wenn sich seither die Situation insgesamt verbessert haben mag, ist sie weiterhin sehr schlecht.


Off-Topic:
Aber schon recht. Bei so viel Negativität ist es sicherlich klug, sich nicht zu vermehren.

Ich halte es für befremdlich - unabhängig von meinem nicht vorhandenen Kinderwunsch - mir das Recht der Fortpflanzung absprechen zu wollen.


Da du (hoffentlich) noch nicht mal die Hälfte deines Lebens hinter dir hast, kann sich das durchaus noch ändern :zwinker:
Auch, wenn du das jetzt noch ganz anders siehst. Das Leben ist ne Wundertüte.

Ich halte mich da an meine Großtante, die ist 93 Jahre alt. Erstrebenswertes Ziel.

Nur bewerte ich den 10-Jahres-Zeitraum etwas anders, genauer gesagt 13-Jahres-Zeitraum. Denn mit 22 Jahren war mir klar, dass es von mir keinen Nachwuchs geben würde. Vor 22 Jahren Kinder zu bekommen ist schon arg ambitioniert und das Kinderalter (0 - 14) können wir wahrlich nicht rechnen. Aber selbst wenn wir von 14 - 22 (8 Jahre) zu 22 - 35 (13 Jahre) rechnen, ist der überwiegende Teil meines bisherigen, "fruchtbaren" Lebens gegenteilig zum Nachwuchs eingestellt.

Über 50 Erstvater zu werden ist für mich ebenfalls sehr befremdlich. Das heißt, es sind noch 15 Jahre vor mir bis dahin. Fassen wir zusammen:

14 - 22 (8 Jahre): Egal bis tendenziell nein
22 - 35 (13 Jahre): Definitiv nein
35 - 50 (15 Jahre): bestenfalls egal

Daher ist mMn der überwiegende Teil des "fruchtbaren" Zeitraumes bereits um.

Mit 80 muss ich mir ebenfalls keine Gedanken mehr machen, dann ist die biologische Uhr auch beim Mann abgelaufen :zwinker:
 

Benutzer34612 

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Redakteur
35 - 50 (15 Jahre): bestenfalls egal
Und das reicht ja schon, um mit eventuell DER richtigen Partnerin seine Meinung zu ändern. Du weißt es halt nicht...

Ich hab überhaupt nix dagegen, so eine Entscheidung zu treffen. Aber ich finde es immer sehr kurz gedacht, etwas rigoros für den Rest seines Lebens in Stein zu Meißeln.
 

Benutzer72433 

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Aber warum früh?
na eben weil "kinderwunsch" zu einem guten teil eine hormonell gesteuerte sache ist, und damit auch schwer abhängig von aktueller umgebung, aktuellem partner und so weiter.

bei einem mann sehe ichs noch als weniger kritisch, eben weil auch leichter noch samen direkt aus den hoden entnommen werden können, und es eine wesentlich kleinere op ist. und: es besteht doch eine gewisse chance, die op rückgängig zu machen.

dass es als kränkend empfunden werden kann, wenn ärzte (oder mitmenschen) der meinung sind, besser als du beurteilen zu können ob sich deine meinung nochmal ändert... verstehe ich gut. ist aber in keinem fall böse gemeint, ganz im gegenteil.

aber hey, wenn du dir jetzt schon so viele jahre sicher bist - mach halt, bzw. such nen doc der das macht. was deine freundin anstellt ist wiederum ihre entscheidung und eigentlich unabhängig von der deinen.
 

Benutzer94422 

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na eben weil "kinderwunsch" zu einem guten teil eine hormonell gesteuerte sache ist, und damit auch schwer abhängig von aktueller umgebung, aktuellem partner und so weiter.

bei einem mann sehe ichs noch als weniger kritisch, eben weil auch leichter noch samen direkt aus den hoden entnommen werden können, und es eine wesentlich kleinere op ist. und: es besteht doch eine gewisse chance, die op rückgängig zu machen.

dass es als kränkend empfunden werden kann, wenn ärzte (oder mitmenschen) der meinung sind, besser als du beurteilen zu können ob sich deine meinung nochmal ändert... verstehe ich gut. ist aber in keinem fall böse gemeint, ganz im gegenteil.

aber hey, wenn du dir jetzt schon so viele jahre sicher bist - mach halt, bzw. such nen doc der das macht. was deine freundin anstellt ist wiederum ihre entscheidung und eigentlich unabhängig von der deinen.

Danke dir :thumbsup: Sehe ich genauso. Einerseits die Möglichkeit, die OP rückgängig machen zu können, etwas vom "Saft des Lebens" einzufrieren oder eben direkte Extraktion. Unterm Strich ist es keine in
Stein zu Meißeln
Sache, sondern eine extrem sichere Verhütungsmethode.

Wir haben das Thema nochmal angesprochen. Das Argument der Bauchöhlenschwangerschaft hat sie letztlich überzeugt, dass der Eingriff bei mir sinnvoller ist.
 
2 Woche(n) später

Benutzer173139  (37)

Benutzer gesperrt
Das Thema hatten wir in meiner letzten Beziehung auch. Ungeachtet von den Kosten, halte ich es für Wahnsinn die Frau in den OP zu schicken, wenn man als Mann das Ganze in 30 Minuten bei örtlicher Betäubung hinter sich bringen kann. Klar, wenn sie das für sich möchte, ist das was anderes aber wenn es wirklich nur um Euer beider Zusammenspiel geht, da steht die Vasektomie vom Aufwand hier in keinem Verhältnis zum OP. Ich hatte einen spezialisten aufgesucht, der Spaß hatte 900,--€ gekostet, des war mir jeden Cent wert.
 

Benutzer137391  (46)

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Ich hatte einen spezialisten aufgesucht, der Spaß hatte 900,--€ gekostet, des war mir jeden Cent wert.
hui.. das ist aber extrem teuer?
mein exmann hat damals rund 400 euro bezahlt und es wurde (auch?) die neue schonende methode (no needle) durchgeführt..
er war direkt wieder fit und ging noch arbeiten am nachmittag.
was war denn das "spezielle" bei dir?
 

Benutzer173139  (37)

Benutzer gesperrt
hui.. das ist aber extrem teuer?
mein exmann hat damals rund 400 euro bezahlt und es wurde (auch?) die neue schonende methode (no needle) durchgeführt..
er war direkt wieder fit und ging noch arbeiten am nachmittag.
was war denn das "spezielle" bei dir?

Das spezielle war, dass das ein Prof. Dr. Dr. durchgeführt hat, der schon selbst an die 2000 OP's durchgeführt hat. Mir war bewusst, dass es auch für die hälfte zu machen ist aber bei dem Thema wollte ich das geringsmögliche Risiko eingehen.
 

Benutzer137391  (46)

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Das spezielle war, dass das ein Prof. Dr. Dr. durchgeführt hat, der schon selbst an die 2000 OP's durchgeführt hat. Mir war bewusst, dass es auch für die hälfte zu machen ist aber bei dem Thema wollte ich das geringsmögliche Risiko eingehen.
Off-Topic:
ok.. der arzt meines exmannes war auch nicht der hausmeister der praxis:engel: aber wenn es dir damit besser ging, war es wohl den aufschlag wert :zwinker:
 

Benutzer68775  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
Und das reicht ja schon, um mit eventuell DER richtigen Partnerin seine Meinung zu ändern. Du weißt es halt nicht...

Ich hab überhaupt nix dagegen, so eine Entscheidung zu treffen. Aber ich finde es immer sehr kurz gedacht, etwas rigoros für den Rest seines Lebens in Stein zu Meißeln.

Off-Topic:
Auch wenn ich generell ja meist bei der "kommt drauf an" Fraktion bin, finde ich es immer irgendwie unfair, diese "komm du mal in mein Alter" Karte auszupacken.
Wenn man etwas für sich wirklich nicht will, dann zu sagen, "warte das ändert sich auch noch" ist irgendwo so unntötig bevormundend.
Für mich zum Beispiel gibt es absolut kein vorstellbares Szenario, das mich zum Kinderkriegen bringen würde. Keines. Ein Mann der welche will, ist eben falsch für mich. Und ich bin Mitte 30, für eine Frau damit praktisch durch (weil auch wenns immer moderner wird, eine "alte Mutter" wollte ich sowieso nie sein. OHNE irgendwen damit anzugreifen, der mit 40 Kinder bekommen will, für mich ist das absolut ausgeschlossen)
Ja Dinge KÖNNEN sich ändern, aber wenn jemand sicher ist, dann ist er das vielleicht auch einfach.
 
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