Steigt durch das Internet die Gefahr des Fremdgehens?

S

Benutzer

Gast
Hallo zusammen,

wenn man sich mal durch die Beiträge im Kummerkasten wühlt, stellt man fest (und das ist ja nicht erst seit gestern so), dass sich viele Threads mit dem Thema "Fremdgehen" beschäftigen.
Das allein ist nichts Außergewöhnliches.

Allerdings tritt neben das Thema "Fremdgehen" zumeist auch das Internet. Das heißt, viele der Untreue-Stories starten eigentlich damit, dass der vermeintlich betrogene Partner z.B. durch den PC des anderen auf etwas stößt (sei es Bilder im Netz, Mails oder Nachrichten mit Personen des anderen Geschlechts oder gar Suchanzeigen), das auf Untreue hindeutet.

Da frage ich mich, ob das Internet eigentlich mehr zum Fremdgehen verleitet, als es früher der Fall war, wo es noch gar kein Internet gab?
Klar, durch das Netz lassen sich leichter Kontakte herstellen als draußen. Nicht jeder ist so mutig und spricht hier und da Leute an, geschweigedenn bleibt mit ihnen für längere Zeit in Kontakt. Das gestaltet sich im Netz schon leichter, in dem man in Foren schreibt oder sich auf diversen Communityseiten wie Facebook, StudiVZ usw. anmeldet.

Vielleicht könnten gerade die "älteren" Personen im Forum, die die Zeit noch ohne Netz kennen, mal beschreiben, wie sehr früher das Thema Fremdgehen bei ihnen oder Leuten aus ihrem Umfeld eine Rolle spielte. Und damit meine ich nicht, dass sie selbst fremdgingen oder mit dem Gedanken gespielt haben.
Mich würde aber mal im Vergleich zur heutigen Internetzeit interessieren, inwieweit sich die Leichtigkeit des Fremdgehens verändert hat (wenn sie sich überhaupt verändert hat).

Hat sich also das Prozenzial des Fremdgehens durch die Einführung des Internets gesteigert?

(Leider hab ich dazu keine Statistik gefunden, aber mich würde das aus eurem Erfahrungsschatz heraus mal interessieren, wie ihr das seht.)

Ich bin gespannt :smile:

LG,
die Fee
 

Benutzer101845  (33)

Sorgt für Gesprächsstoff
Ich bin mir sicher, dass du mit deiner Vermutung zu 100% recht hast....

leider... :frown:
 

Benutzer66279 

Sehr bekannt hier
Zum Einen steigt (gefühlt) die Fremdgeh-Quote, weil man sich durch das Internet viel leichter annähern kann als z.b. direkt nach der Handynummer zu fragen, wenn man sich noch fast gar nicht kennt. Zum Anderen kommts durchs Internet auch eher raus, weil viele zu dämlich sind, es ordentlich zu vertuschen.
Also gleich eine doppelt verstärkende Wirkung.
Vielleicht kommt es uns auch nur mehr vor und meine erste Behauptung stimmt nicht. Ich habe zu dem Thema noch nie irgendwelche Statistiken gesehen. (von dem Boulevard-Magazin-Gelaber mal abgesehen, laut dem gehen Frauen ja [angeblich] genauso oft fremd wie Kerle und vertuschen es angeblich besser bzw. können besser darüber hinweg lügen)

Mit dem Internet hat sich unsere Gesellschaft aber auch ein wenig gewandelt (ob nun wegen dem Inet oder nur parallel zu seiner Entwicklung), weg von klassisch super festen Beziehungen hin zu mehr Abwechslung. Die Menschen wollen (statistisch gesehen) ihr Leben mehr auskosten, mehr Abwechslung, more everything.
 

Benutzer11128 

Beiträge füllen Bücher
Denkfehler, selektive Wahrnehmung und statistische Häufigkeit gleichzeitig :zwinker:

Zunächst einmal ist kann man nur das finden, was vorhanden ist.
Gibts kein Inet, gibts keine "Beweise". Der Umkehrschluss, dass wenn es keine Beweise gibt, es auch keine "Tat" gibt, funktioniert nicht.

Dann ist hier im Forum natürlich gerade im Kummerkasten die Häufigkeit der "Betrogenen" statistisch höher (sonst wäre es ja kein Kummerkasten), was aber nichts über den Vergleich zu Geschehnissen in der nichtdigitalen Erlebniswelt aussagt.

Außerdem sind hier ja gerade Menschen unterwegs, die aus einer Generation stammen, die das Inet verstärkt als Kommunikationsmittel nutzen, dafür aber die sonstigen Kontakte reduzieren (der Tag hat immer nur 24 Stunden). Trifft also auch keine Aussage zur Relation.

Und zuletzt wird anonym und aufgrund geändertem Kommunikationsverhalten einfach mehr darüber gesprochen, was früher verschwiegen wurde.

Natürlich wird der Kreis der potentiellen Bekanntschaften und damit der möglichen Partner durch das Inet erhöht. Nur gilt auch hier das, was auch im RL gilt:
Gelegenheit macht keine Diebe, die wollten alle schon vorher klauen.

Und früher war es auch nicht "besser". Es war heimlicher, verschwiegener und nicht öffentlich ausgebreitet. Das ist der einize Unterschied.
 

Benutzer20976 

(be)sticht mit Gefühl
Vielleicht erhöhen die modernen Medien nur die Möglichkeit, Fremdgehen festzustellen? Denn Chatprotokolle, Skypekontakte, Forenbesuche, Flirtseitenanmeldungen, Mails, Pinnwandnachrichten, SMS oder was auch immer können von anderen gelesen bzw. entdeckt und nachvollzogen, sofern die Daten nicht gelöscht wurden. Ich bin alt genug, um mich an ein Leben ohne Internet und Handy zu erinnern - und früher wäre quasi die einzige Möglichkeit technischen Stalkens der Druck auf die Wahlwiederholung am Telefon gewesen, um herauszufinden, wer vorher angerufen hat. Und Briefe hätte man finden und heimlich lesen können (mir scheint, viele haben bei "echten" Papierbriefen eher Hemmungen des Briefgeheimnisses wegen als bei E-Mails).
Es gibt mehr Kommunikationskanäle - und e-Kommunikation wird in vielen Fällen automatisch archiviert. Was das Detektivspielen erleichtert.

Mit Fremdgehen habe ich keine Erfahrung, weder im analogen noch im digitalen Zeitalter - aber ich seh es so, dass auch früher jeder, der wollte und nicht in tiefster Einöde lebte, sich "Zusatzsexpartner" relativ leicht organisieren konnte. Zum Hintergehen braucht man nicht das Internet, sondern genügend Skrupellosigkeit. :zwinker:
 
S

Benutzer

Gast
Ich bestreite ja nicht, dass man früher nicht fremdgegangen ist. Darum ging es mir nicht. Ich glaube aber, dass die Möglichkeiten heute einfacher sind und somit Menschen, die vielleicht gar nicht so schnell fremd gehen würden (weil sie zu schüchtern sind oder zu viel Hemmungen davor im "realen" Leben haben), durch das Internet das Fremdgehen leichter gemacht wird. Daher habe ich den Eindruck, dass das Fremdgehen sich vermehrt, weil das Internet es scheinbar fördert.
Wie es früher war, weiß ich natürlich nicht. Ich kenn zwar noch die Zeit ohne Handy und Netz, aber da war ich nicht in dem Alter, wo man sich für Beziehung und Liebe interessiert.

Vielleicht ist es aber auch wirklich nur der Eindruck, dass Fremdgehfälle vermehrt entdeckt werden, die früher gar nicht herausgekommen sind, weil man gar nicht so viele Möglichkeiten hatte, dahinter zu kommen.
 

Benutzer54399 

Planet-Liebe Berühmtheit
Hat sich also das Prozenzial des Fremdgehens durch die Einführung des Internets gesteigert?

hmm... rein mathematisch muss man das doch eigentlich mit einem klaren "ja" beantworten oder steh ich gerade auf dem Schlauch? Außer natürlich durch das Internet wären Menschen eher am PC geblieben und hätten deshalb nicht ihre Affäre kennengelernt.

Naja, egal wie man es sieht: Ja, ich denke es wurde dadurch mehr. Vor allem weil es ja doch einige Personen gibt, bei denen "Fremdgehen" nicht nur der körperliche Kontakt mit einer anderen Person ist, sondern auch schon das verschicken von Bilder/Videos, Cybersex, Camsex, etc. Es gibt also auch mehr Möglichkeiten.
 

Benutzer97853 

Planet-Liebe Berühmtheit
Mein erster Gedanke war ja dieser:
Ich glaube, dass das nur schüchternen Menschen das Fremdgehen durch das Internet leichter gemacht worden ist.
"Früher" musste man sich seine Affairen in Bars und Clubs zu suchen. Das hieß: Ansprechen, Flirten und sich näher kommen.
Das gelang oft nur extrovertierten Personen.

Im Internet leben nun auch introvertierte Menschen auf. Über einen Chat flirten kann jeder. Und so lernt man potentielle Sexaffairen erst mal über flirtlive.de kennen. Man kommt sich virtuell näher, vereinbart das erste Treffen und schwupps - ist es geschehen.
 

Benutzer96776 

Beiträge füllen Bücher
Ich denke ja! Man kann einfach viel schneller jemanden kennenlernen und alle Möglichkeiten stehen offen. Obwohl wenn jemand die Absicht hat seinen Partner zu betrügen (wovon ich mich distanziere) dann schafft er/sie es ganz bestimmt auch ohne das Internet aber ich denke es erleichtert die ganze Sache.
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Auch ohne Internet gibt es mehr als genügend Möglichkeiten dazu, mit Anderen Kontakt aufzunehmen und potentielle Sexpartner zum Fremdgehen zu finden.
Somit ändert sich auch nicht viel, wenn noch eine weitere Möglichkeit durch das Internet dazu kommt.

Wer fremdgehen will, geht eben fremd und wer nicht, der bleibt treu. - Möglichkeiten zum Fremdgehen gibt es ja so oder so genügend.

Ich könnte mir höchstens vorstellen, dass Internet, PC, Handy, usw. die "Aufklärungsquote" erhöhen, weil der Betrogene auf dem PC / Handy des untreuen Partners eben Mails, SMS, Fotos, Chatlogs, etc. finden kann, die auf das Fremdgehen hindeuten.
Ich bestreite ja nicht, dass man früher nicht fremdgegangen ist. Darum ging es mir nicht. Ich glaube aber, dass die Möglichkeiten heute einfacher sind und somit Menschen, die vielleicht gar nicht so schnell fremd gehen würden (weil sie zu schüchtern sind oder zu viel Hemmungen davor im "realen" Leben haben), durch das Internet das Fremdgehen leichter gemacht wird. Daher habe ich den Eindruck, dass das Fremdgehen sich vermehrt, weil das Internet es scheinbar fördert.
Das Wichtigste beim Fremdgehen ist und bleibt der Wille, fremdzugehen... Wer das will, wird schon eine Möglichkeit finden und wer es nicht will, wird es auch bei noch so vielen Möglichkeiten nicht tun.
Da fallen die Wenigen, die im RL keine Person zum Fremdgehen gefunden hätten, während es im Internet möglich war, bestimmt nicht sonderlich ins Gewicht.
 

Benutzer101504 

Benutzer gesperrt
Hmmm ob es wirklich die Gefahr vergrößert bezweifel ich, denn wer Fremdgehen will tut es auch ohne Inet, und auch spontane Ausrutscher können außerhalb des www passieren wenn man ausgeht.

Ich denke das Internet vereinfacht die Sache nur
 
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