Ständig das Gefühl, keine Luft zu bekommen

D
Benutzer237998  (25) Ist noch neu hier
  • #1
Ich habe ein paar Themen, die bei mir gerade nicht so gut laufen und über die ich mal mit jemandem reden muss.

Ich bin 25m und im Grunde läuft in meinem Leben alles sehr gut. Ich habe einen festen Job und mache gerade nebenbei noch meinen berufsbegleitenden Master, finanziell komme ich gut klar. Ich bin seit fünf Monaten mit meiner Freundin (22w) zusammen und unsere Beziehung ist sehr harmonisch.
Trotzdem geht es mir seit drei Wochen nicht gut und ich weiß nicht, was gerade los ist, ob das gesundheitlich ist oder mental oder einfach eine natürliche Reaktion auf Verändeungen.

Einzug meiner Freundin:
Meine Freundin hatte in ihrer alten WG nur zur Zwischenmiete gewohnt und hätte sich jetzt etwas neues suchen oder wieder bei ihren Eltern einziehen müssen. Aus diesem Grund habe ich dann vorgeschlagen, dass sie einfach bei mir einzieht. Grundsätzlich stehe ich auch nach wie vor hinter dieser Entscheidung. Sie ist vor fünf Wochen zusammen mit ihren zwei Katzen in meine 55qm-Wohnung eingezogen. An sich läuft es super: Haushalt teilen wir uns, wir ergänzen uns gut und haben keine Konflikte. Dennoch merke ich, dass ich mich irgendwie eingeengt fühle und ein Problem damit habe, dass ich meine Wohnung nicht mehr für mich alleine habe. Ich mag auch ihre Katzen sehr, aber plötzlich zwei zusätzliche Lebewesen in der Wohnung zu haben, ist ungewohnt. Die rennen halt auch rum, laufen über mein Notebook oder kauen an meinen Schuhen rum. Nichts dramatisches, aber ich kann nicht mal eine halbe Stunde entspannen, weil dann eine Katze ankommt und was von mir will oder ich sie davon abhalten muss, etwas kaputtzumachen. Wenn meine Freundin zuhause ist, geht es komischerweise. Es ist eher, wenn sie nicht da ist, da ich dann merke, dass die Zeit, die ich früher alleine verbracht habe, sich jetzt komplett anders gestaltet und dass mein Rückzugsort in der Form nicht mehr existiert.

Gesundheit:
Ich war Mitte Mai krank, einfach ein ganz normaler Infekt mit Halsschmerzen, Husten etc. Der war nach einer Woche wieder weg, nur der Husten blieb. Es ist schon besser geworden, aber ich habe immer noch jeden Tag mehrere Hustenanfälle, insbesondere abends. Vor drei Wochen war ich in der U-Bahn und hatte plötzlich so ein Beklemmungsgefühl in der Brust, als könnte ich nicht mehr richtig atmen. Ich bin dann ausgestiegen, um frische Luft zu bekommen und dann ging es auch wieder. Das habe ich seitdem aber immer wieder, gerade während der Hitzewelle oft. Manchmal habe ich auch das Gefühl, dass ich inzwischen so fokussiert auf meine Atmung bin, dass ich vergesse, wie man normal atmet.
Ich war dann vorgestern beim Arzt, der hat mich auch gründlich untersucht und meinte, meine Lunge sei frei und meine Sauerstoffsättigung normal. Er hat mir Paracodin-Tropfen verschrieben, die ich dann gestern auch genommen habe. Mir war klar, dass das eine Art Opiat ist, habe mir aber ehrlich gesagt keine Gedanken gemacht, weil in der Dosierungsanweisung auch Kinder erwähnt werden, daher dachte ich, so krass könne das ja nicht sein.
Ich habe da aber irgendwie total komisch drauf reagiert, ich war wie weggetreten und benebelt, musste mich dann übergeben, und war den ganzen Abend neben der Spur. Deshalb traue ich mich nicht, dass Zeug nochmal zu nehmen. Ich hoffe jetzt, dass das Cortison-Spray, das ich zusätzlich bekommen habe, ausreicht, dass ich endlich diesen verdammten Husten loswerde.

Karriere:
Meine Eltern waren nie wirklich glücklich mit meiner Studiums- und Berufswahl. Meine Freundin wird wahrscheinlich mal mehr verdienen als ich, weil sie was "vernünftiges" studiert. Stattdessen stecke ich gerade 6000 Euro in ein berufsbegleitendes Studium, um dann eine 9er- oder 10er-Stelle zu besetzen.
Ich fühle mich deshalb ihr gegenüber nicht minderwertig oder so, ich habe nur den Gedanken, dass es wenig weitsichtig und irgendwie auch egoistisch von mir ist, diesen bestimmten Job machen zu wollen, wenn ich auch was sinnvolleres hätte studieren können, um später mehr zu verdienen. Ich könnte mich wahrscheinlich auch jetzt noch umorientieren, aber ich will jetzt nicht nochmal neu anfangen. Meine Eltern meinen halt auch, ich sei doch intelligent und könnte es viel weiter bringen, aber das stimmt halt auch nicht. Ich bin weder sonderlich begabt noch sehr ambitioniert. Ich will einfach meinen Job machen und dann nach Hause gehen, und mich nicht über meine Karriere identifizieren. Aber irgendwie ist es auch egoistisch, dass ich mich nicht mehr anstrenge, denn wenn wir mal Kinder wollen, ist es meine Schuld, wenn wir denen nichts bieten können.

Ich will einfach mal wieder normal durchatmen können, ich wache jeden Morgen auf und fühle mich beklemmt und wie gerädert und es wird nicht besser.
 
SchafForPeace
Benutzer12529  Echt Schaf
  • #2
Aber irgendwie ist es auch egoistisch, dass ich mich nicht mehr anstrenge, denn wenn wir mal Kinder wollen, ist es meine Schuld, wenn wir denen nichts bieten können.
Ihr seid erst ein paar Monate zusammen, aktuell überfordert es dich, dass ihr zusammen wohnt - es ist überhaupt noch nicht klar, dass ihr so weit kommt:smile:. Allein schon, wegen der kurzen Beziehungsdauer, in der meistens noch alles rosarot ist vor Verknalltheit.
Ob eure Beziehung wirklich eine Zukunft hat, die gemeinsame Kinder beinhaltet, steht, rational betrachtet, noch ziemlich in den Sternen.
Wenn du mit deinem eingeschlagenen Berufsweg zufrieden bist, lass dich nicht von deinen Eltern davon abbringen oder von ganz vielleicht irgendwann existierendem Nachwuchs. Dein Gehalt wird durchschnittlich sein, und damit bekommen sehr viele Leute ihre Kinder sehr gut großgezogen. Es ist nicht schlimm, seinen Kindern finanziell nicht alles bieten zu können, das können die wenigsten.

Dennoch merke ich, dass ich mich irgendwie eingeengt fühle und ein Problem damit habe, dass ich meine Wohnung nicht mehr für mich alleine habe
Meinst du das mit dem eingeengt "nur" wegen der noch ungewohnten Situation, dass ihr zusammen in der Wohnung lebt, oder meinst du das, weil eure Beziehung dadurch enger geworden ist?

Es ist eher, wenn sie nicht da ist, da ich dann merke, dass die Zeit, die ich früher alleine verbracht habe, sich jetzt komplett anders gestaltet und dass mein Rückzugsort in der Form nicht mehr existiert.
Liegt das vielleicht eher am für dich ungewohnten Leben mit den beiden Katzen, die dich beim Alleinsein stören, als an der Freundin?
 
E
Benutzer209281  (52) Öfter im Forum
  • #3
Vor drei Wochen war ich in der U-Bahn und hatte plötzlich so ein Beklemmungsgefühl in der Brust, als könnte ich nicht mehr richtig atmen. Ich bin dann ausgestiegen, um frische Luft zu bekommen und dann ging es auch wieder.
Starke Verspannungen der Schultern können sich so anfühlen, aufgrund von Druck und Stress. Möglicherweise eine (leichte) Panikattacke?
 
D
Benutzer237998  (25) Ist noch neu hier
  • Themenstarter
  • #4
Ihr seid erst ein paar Monate zusammen, aktuell überfordert es dich, dass ihr zusammen wohnt - es ist überhaupt noch nicht klar, dass ihr so weit kommt:smile:. Allein schon, wegen der kurzen Beziehungsdauer, in der meistens noch alles rosarot ist vor Verknalltheit.
Ob eure Beziehung wirklich eine Zukunft hat, die gemeinsame Kinder beinhaltet, steht, rational betrachtet, noch ziemlich in den Sternen.
Wenn du mit deinem eingeschlagenen Berufsweg zufrieden bist, lass dich nicht von deinen Eltern davon abbringen oder von ganz vielleicht irgendwann existierendem Nachwuchs. Dein Gehalt wird durchschnittlich sein, und damit bekommen sehr viele Leute ihre Kinder sehr gut großgezogen. Es ist nicht schlimm, seinen Kindern finanziell nicht alles bieten zu können, das können die wenigsten.


Meinst du das mit dem eingeengt "nur" wegen der noch ungewohnten Situation, dass ihr zusammen in der Wohnung lebt, oder meinst du das, weil eure Beziehung dadurch enger geworden ist?


Liegt das vielleicht eher am für dich ungewohnten Leben mit den beiden Katzen, die dich beim Alleinsein stören, als an der Freundin?
Es ist komisch, dass wir erst knapp ein halbes Jahr zusammen sind. Fühlt sich irgendwie viel länger an.

Ich weiß nicht genau, was mein Problem ist. Früher konnte ich, wenn ich alleine war, einfach komplett mein eigenes Ding machen. Jetzt sind da auch die Katzen und ich habe im Hinterkopf, wann meine Freundin nach Hause kommt und was ich bis dahin vielleicht noch erledigen muss. Ich kann mein restliches Leben jetzt nicht mehr so "abtrennen" wie früher.
 
D
Benutzer237998  (25) Ist noch neu hier
  • Themenstarter
  • #5
Starke Verspannungen der Schultern können sich so anfühlen, aufgrund von Druck und Stress. Möglicherweise eine (leichte) Panikattacke?
Ich befürchte, dass das in der Tat in Richtung Panikattacke geht. Was scheiße ist.
 
I
Benutzer228593  (33) Öfter im Forum
  • #6
Wenn du unter anderem beim Arzt warst, weil du schlecht Luft bekommst und er nichts findet und seine verordnete Therapie nicht funktioniert, dann musst du nochmal zum Arzt gehen und ihm das sagen. Deine Luft fehlt ja trotzdem. Da würde ich dir wirklich raten, nochmal hinzugehen. Das ist nicht immer einfach mit den Ärzten usw., dann finden sie nichts und dann muss man weiter schauen.

Das Thema mit deiner Freundin: Ich habe das Gefühl, dass du dich für Dinge verantwortlich und zuständig fühlst, für die du gar nicht zuständig und verantwortlich bist. Dass du deiner Freundin angeboten hast, bei dir einzuziehen, mit ihren Katzen, ist total lieb und zuvorkommend von dir. Aber das wäre nicht deine Aufgabe gewesen. Ich finde man spürt bei dir deutlich, dass du jetzt unter der Verantwortung leidest, die du dir selber aufgeladen hast.

Deshalb ist das auch überhaupt nicht komisch, dass die Last nicht so schwer wiegt, wenn deine Freundin da ist, da kannst du ihr diese Verantwortung überlassen. Ich weiß nicht wie stark das Gefühl der Einengung bei dir ist. Je nachdem kommst du vielleicht gar nicht drum herum wieder Distanz herzustellen. Hast du mit ihr mal darüber gesprochen, dass du das so empfindest? Durch so ein Gespräch in dem man sich mitteilt, kann schon ganz viel Last fallen.

Beruflich sollst du so zufrieden sein, wie du es haben möchtest und deine Freundin auch. Ich finde es natürlich nicht falsch, dass du dir darüber Gedanken machst, aber ich sehe eben auch, dass du dir da was aufhalsen willst, das du nicht möchtest, weil du anscheinend der Meinung bist, dass du dafür verantwortlich und zuständig bist. Aber warum? Du tendierst ziemlich stark dazu, dich für Dinge schuldig zu fühlen, die nicht in deiner Verantwortung liegen. Wenn du und deine Freundin Kinder bekommt und ihr nicht ausreichend Geld zu Verfügung habt, dann seit ihr beide insofern "schuld", weil ihr so nie dieses Kind hättet bekommen sollen. Da kannst dir dann Schuld geben, weil du halt trotzdem gesagt hast "alles klar, los geht's, wir bekommen ein Kind". Und nicht du bist dann schuld, weil du dich heute gegen einen super Job oder sowas entschieden hast, deine Denke finde ich ziemlich verquer, damit schadest du dir am allermeisten, aber ggf. auch deinem Umfeld. Weißt du woher die Einstellung und Denkweise bei dir kommt? Das klingt vielleicht so, als würde ich mit dem Finger auf dich zeigen wegen der Denkweise, ich weiß das auch nur, weil ich das bisher falsch gelebt habe.

Ja, und wenn man sich eben diesen Schuh der Verantwortung zu sehr anzieht, bricht man evtl. unter der Last zusammen und das äußert sich evtl. in Panikattacken. Ich glaube nicht, dass das alles so differenziert zu betrachten ist, wie du es im Startbeitrag separiert hast (das ist trotzdem gut wenn man das alles mal so auflistet), weil die Dinge Hand in Hand gehen und das eine sich auf das andere auswirkt und hervorruft.

Ich befürchte, dass das in der Tat in Richtung Panikattacke geht. Was scheiße ist.

Ja, das ist scheiße. Aber dagegen kann man was tun, nämlich auf Ursachensuche gehen und diese beheben.
 
Zuletzt bearbeitet:
sustr
Benutzer192717  (54) Sorgt für Gesprächsstoff
  • #7
Deine Luftnot resultiert möglicherweise aus einer Katzenhaarallergie, die sich bei Dir entwickelt und zu einem allergischen Asthma geführt hat.
Das würde ich mal bei einem Lungenfacharzt testen lassen
 
D
Benutzer237998  (25) Ist noch neu hier
  • Themenstarter
  • #8
Wenn du unter anderem beim Arzt warst, weil du schlecht Luft bekommst und er nichts findet und seine verordnete Therapie nicht funktioniert, dann musst du nochmal zum Arzt gehen und ihm das sagen. Deine Luft fehlt ja trotzdem. Da würde ich dir wirklich raten, nochmal hinzugehen. Das ist nicht immer einfach mit den Ärzten usw., dann finden sie nichts und dann muss man weiter schauen.

Das Thema mit deiner Freundin: Ich habe das Gefühl, dass du dich für Dinge verantwortlich und zuständig fühlst, für die du gar nicht zuständig und verantwortlich bist. Dass du deiner Freundin angeboten hast, bei dir einzuziehen, mit ihren Katzen, ist total lieb und zuvorkommend von dir. Aber das wäre nicht deine Aufgabe gewesen. Ich finde man spürt bei dir deutlich, dass du jetzt unter der Verantwortung leidest, die du dir selber aufgeladen hast.

Deshalb ist das auch überhaupt nicht komisch, dass die Last nicht so schwer wiegt, wenn deine Freundin da ist, da kannst du ihr diese Verantwortung überlassen. Ich weiß nicht wie stark das Gefühl der Einengung bei dir ist. Je nachdem kommst du vielleicht gar nicht drum herum wieder Distanz herzustellen. Hast du mit ihr mal darüber gesprochen, dass du das so empfindest? Durch so ein Gespräch in dem man sich mitteilt, kann schon ganz viel Last fallen.

Beruflich sollst du so zufrieden sein, wie du es haben möchtest und deine Freundin auch. Ich finde es natürlich nicht falsch, dass du dir darüber Gedanken machst, aber ich sehe eben auch, dass du dir da was aufhalsen willst, das du nicht möchtest, weil du anscheinend der Meinung bist, dass du dafür verantwortlich und zuständig bist. Aber warum? Du tendierst ziemlich stark dazu, dich für Dinge schuldig zu fühlen, die nicht in deiner Verantwortung liegen. Wenn du und deine Freundin Kinder bekommt und ihr nicht ausreichend Geld zu Verfügung habt, dann seit ihr beide insofern "schuld", weil ihr so nie dieses Kind hättet bekommen sollen. Da kannst dir dann Schuld geben, weil du halt trotzdem gesagt hast "alles klar, los geht's, wir bekommen ein Kind". Und nicht du bist dann schuld, weil du dich heute gegen einen super Job oder sowas entschieden hast, deine Denke finde ich ziemlich verquer, damit schadest du dir am allermeisten, aber ggf. auch deinem Umfeld. Weißt du woher die Einstellung und Denkweise bei dir kommt? Das klingt vielleicht so, als würde ich mit dem Finger auf dich zeigen wegen der Denkweise, ich weiß das auch nur, weil ich das bisher falsch gelebt habe.

Ja, und wenn man sich eben diesen Schuh der Verantwortung zu sehr anzieht, bricht man evtl. unter der Last zusammen und das äußert sich evtl. in Panikattacken. Ich glaube nicht, dass das alles so differenziert zu betrachten ist, wie du es im Startbeitrag separiert hast (das ist trotzdem gut wenn man das alles mal so auflistet), weil die Dinge Hand in Hand gehen und das eine sich auf das andere auswirkt und hervorruft.



Ja, das ist scheiße. Aber dagegen kann man was tun, nämlich auf Ursachensuche gehen und diese beheben.
Ich habe da nie richtig drüber nachgedacht, aber es stimmt schon, dass ich mich schnell für Dinge verantwortlich fühle. Ich glaube, das kommt daher, dass ich mir bewusst bin, wie privilegiert ich bin und deshalb denke, ich müsse etwas zurückgeben. Wenn ich mir mein Umfeld so ansehe, haben viele einfach arschviele Probleme. Finanzielle Probleme und Schulden, kaputte Familien, psychische oder körperliche Probleme, Diskriminierungserfahrungen, finden keine Partnerin, sind ewig auf Jobsuche.
Und dann bin da ich als durchschnittlich attraktiver und durchschnittlich intelligenter heterosexueller weißer Mann mit Uni-Abschluss, keinen Schulden weil meine Eltern mir das Bachelorstudium finanziert haben, ich habe direkt nach dem Abschluss einen Job gefunden, bin ohne Probleme fürs Masterstudium angenommen worden, ich war bisher immer körperlich und psychisch gesund, ich habe eine eigene Wohnung und eine megaliebe, intelligente und hübsche Freundin. Klar mache ich mir da Druck, dass ich etwas leisten muss und mich nicht einfach auf meinen Privilegien ausruhen kann.
Das kommt vielleicht zum Teil auch von meinen Eltern, weil die mir zwar nicht direkt reinreden, aber mir zeigen, dass sie meine Lebensentscheidungen dumm finden.
Und noch so am Rande: ich bin das jüngere von zwei Kindern, wovon eins früh gestorben ist. Meine Eltern haben das zwar nie so gesagt, aber ich habe trotzdem den Gedanken, dass ich deshalb eigentlich das doppelte leisten müsste und dankbar sein muss, dafür, dass ich lebe. Wenn ich mein Leben nicht optimal gestalte, zeige ich damit, dass ich undankbar bin und mein Privileg, am leben zu sein, nicht nutze.

Ich kriege es nicht hin, mit meiner Freundin zu sprechen, weil ich nicht will, dass sie sich Gedanken macht oder wegen mir Stress hat. Ich will auch selbst keinen zusätzlichen Stress dadurch, dass ich sie mit meinen Gedanken verunsichern könnte.
Ich merke aber, dass sie sich Sorgen macht, weil ich einfach auch körperlich neben der Spur bin. Dieser scheiß Husten klingt auch einfach viel schlimmer als er eigentlich ist, ich klinge da einfach immer als würde ich gleich verrecken, weil einfach alles überreizt ist und ich nur was kaltes trinken muss, um einen Hustenanfall zu triggern. Wenn ich jetzt auch noch mit so einem Psycho-Scheiß anfange, macht sie sich noch mehr Sorgen.
 
D
Benutzer237998  (25) Ist noch neu hier
  • Themenstarter
  • #9
Deine Luftnot resultiert möglicherweise aus einer Katzenhaarallergie, die sich bei Dir entwickelt und zu einem allergischen Asthma geführt hat.
Das würde ich mal bei einem Lungenfacharzt testen lassen
Das hatte ich eigentlich ausgeschlossen, weil ich auch vorher schon oft mehrere Tage Katzen um mich herum hatte. Hätte ich das nicht da schon gemerkt, wenn ich allergisch wäre?
Wobei, wenn ich darüber nachdenke: als es zum ersten Mal aufgetreten ist, war ich zwar in der Bahn, aber sonst habe ich das eigentlich immer nur zuhause. Auf der Arbeit hatte ich es bisher noch nie.
 
E
Benutzer179880  (35) Verbringt hier viel Zeit
  • #10
Das hatte ich eigentlich ausgeschlossen, weil ich auch vorher schon oft mehrere Tage Katzen um mich herum hatte. Hätte ich das nicht da schon gemerkt, wenn ich allergisch wäre?
Wobei, wenn ich darüber nachdenke: als es zum ersten Mal aufgetreten ist, war ich zwar in der Bahn, aber sonst habe ich das eigentlich immer nur zuhause. Auf der Arbeit hatte ich es bisher noch nie.
Einer Allergie kann sich auch entwickeln beziehungsweise verschlimmern. Es gibt auch Infektasthma - vielleicht kommen bei dir da mehrere Ursachen zusammen: Infekt + Allergie + Stress.
Wenn deine Beschwerden nicht besser werden, würde ich zum Lungenarzt gehen. Der wird vermutlich einen Allergietest und einen Lungenfunktionstest machen (manche Hausärzte können das aber auch).
 
R
Benutzer193222  (42) Verbringt hier viel Zeit
  • #11
Einer Allergie kann sich auch entwickeln beziehungsweise verschlimmern. Es gibt auch Infektasthma - vielleicht kommen bei dir da mehrere Ursachen zusammen: Infekt + Allergie + Stress.
Wenn deine Beschwerden nicht besser werden, würde ich zum Lungenarzt gehen. Der wird vermutlich einen Allergietest und einen Lungenfunktionstest machen (manche Hausärzte können das aber auch).
Dazu kommt noch, dass nicht jede Katze dieselbe Reaktion auslöst.
Ich würde das erst mal abklären und dann schauen ob ihr vielleicht eure Beziehung besser zusammen gestalten könnt. Für mich klingt es nicht so als hattest du den großen Wunsch mit ihr zusammen zu ziehen, sondern wolltest ihr einfach helfen. Ich glaube, du bist im Grunde noch nicht richtig bereit für diesen Schritt. Habt ihr mal drüber gesprochen, ob es nur Übergangsweise ist oder einfach aus der Not heraus eben vorzeitig zusammen wohnen bleiben?
 
D
Benutzer237998  (25) Ist noch neu hier
  • Themenstarter
  • #12
Dazu kommt noch, dass nicht jede Katze dieselbe Reaktion auslöst.
Ich würde das erst mal abklären und dann schauen ob ihr vielleicht eure Beziehung besser zusammen gestalten könnt. Für mich klingt es nicht so als hattest du den großen Wunsch mit ihr zusammen zu ziehen, sondern wolltest ihr einfach helfen. Ich glaube, du bist im Grunde noch nicht richtig bereit für diesen Schritt. Habt ihr mal drüber gesprochen, ob es nur Übergangsweise ist oder einfach aus der Not heraus eben vorzeitig zusammen wohnen bleiben?
Eigentlich war klar, dass wir irgendwann zusammenziehen wollen, und ich dachte, unter den Umständen wäre es unsinnig, das dann nicht einfach jetzt schon zu tun. Ich habe nur echt nicht bedacht, wie klein 55qm plötzlich sind, wenn man mit zwei Personen und zwei Katzen da wohnt.
 
Nevery
Benutzer72433  Planet-Liebe ist Startseite
  • #13
Das kommt vielleicht zum Teil auch von meinen Eltern, weil die mir zwar nicht direkt reinreden, aber mir zeigen, dass sie meine Lebensentscheidungen dumm finden.
Bedeutet letztlich nur, dass Deine Eltern "dumm sind".

Ausser, sie wollen Dich auf Abstand bringen und Dir das Leben vermiesen. Dann ist es klug.
 
Art_emis
Benutzer174233  (38) Beiträge füllen Bücher
  • #14
Bezüglich deinem Husten möchte ich mal noch einen weiteren Verdacht in den Raum werfen, da du ja sagtest das dem ein Infekt vorrausging und du meintest kalte Getränke triggern den Hustenreiz.
Ich hatte mir vorletztes Jahr (nicht 100% bestätigt, aber ziemlich sicher) Keuchhusten eingefangen. Leider lässt sich der schon nach wenigen Wochen nicht mehr klar diagnostizieren.
Bei mir fing es auch mit einem Infekt an und danach kamen dann heftige Hustenattacken mit Atemnot. Ich hab da auch zu spät reagiert und bin erst nach Wochen anhaltender Hustenbeschwerden zum Arzt. Das blöde daran ist, dass man da gar nicht viel machen kann, der muss halt ausheilen, was unbehandelt tatsächlich viele Wochen dauern kann. Aber es wird mit jeder Woche besser.
Sollte es bei dir nicht besser werden, auf jeden Fall nochmal zum Arzt gehen.

Zu deiner beruflichen Situation, finde ich deine Gedanken nachvollziehbar, aber letztendlich musst du dich damit wohlfühlen und niemand sonst. Wenn dir dein Beruf und dein Studium spaß machen, ist das doch das wichtigste. Nicht jeder muss die Karriereleiter bis ganz nach oben erklimmen. Und deine fianziellen Zukunftsängste sind vermutlich nicht mehr als das. Irrationale Ängste. Was man nämlich nicht vergessen darf, Kindern ist Geld idR kaum wichtig, aber dass es den Eltern gut geht und sie Zeit haben dafür umso mehr.
Das kann man als "Normalverdiener" also sehr gut bewältigen.

Deine Wohnsituation ist gerade natürlich erst mal ein großer Umschwung für dich. Verständlich, dass sich das bemerkbar macht. Oftmals braucht das aber einfach nur Zeit sich dran zu gewöhnen.
Sprich doch mal mit deiner Freundin darüber, vielleicht findet ihr Lösungen, wie du dir dennoch Zeit für dich allein schaffen kannst. Sie hat dafür sicher Verständnis.
Reden ist allemal besser, als wenn sie sich Sorgen macht, weil sie nicht weiß was los ist.
Wie ist das denn mit den Katzen und der Raumaufteilung?
55m² sind jetzt nicht so viel, aber hast du vielleicht ein Zimmer, das als katzenfreie Zone genutzt werden kann? Dass du dann dort einfach die Tür zu machst, wenn du mal Raum für dich brauchst?
Bzw. darf man sich da auch abgrenzen. Man muss den Katzen nicht permanent Aufmerksamkeit liefern, nur weil sie das fordern. Mit der Zeit verstehen, die das dann auch ganz gut, wenn man ihnen zeigt/sagt "jetzt nicht".
 
Zuletzt bearbeitet:
M
Benutzer193947  (35) Verbringt hier viel Zeit
  • #15
ich habe nur den Gedanken, dass es wenig weitsichtig und irgendwie auch egoistisch von mir ist, diesen bestimmten Job machen zu wollen, wenn ich auch was sinnvolleres hätte studieren können, um später mehr zu verdienen.
Ein Job ist nicht "sinnvoll", nur weil man damit viel Geld verdient! Mach das, was dich interessiert und glücklich macht. Glaub mir, das ist so viel mehr wert als Geld.
Und wenn Kinder da sind, gibt es je nach Voraussetzungen auch diverse Unterstützungsmöglichkeiten (Kindergeld, Elterngeld, Kinderzuschlag, Teilhabepaket, ...).
 
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E
Benutzer209281  (52) Öfter im Forum
  • #16
Ich befürchte, dass das in der Tat in Richtung Panikattacke geht. Was scheiße ist.
Es fühlt sich Scheiße an, aber es ist vereinfacht gesagt ein klares Zeichen deines Körpers, dass du was ändern sollst.
Ich kenn das nur allzu gut, auch Panikattacken. Sei mutig, sprich es genau so aus und mach deiner Umgebung klar, dass Du Bedürfnisse und Grenzen hast.
Aus deinen Beiträgen lese ich (oder glaub ich zu lesen), dass du es Allen recht machen möchtest und Dich selbst immer hintan stellst. Daher vielleicht auch das Bedürfnis, allein zu sein. Allein kannst du dich leichter deinen Bedürfnissen widmen. Versuch dir diesen "Raum" zu erhalten, auch mit Katzen und Freundin in der Wohnung!
 
I
Benutzer228593  (33) Öfter im Forum
  • #18
ich müsse etwas zurückgeben
Kann ich verstehen, aber ich glaube, dass das falsch ist. Du bist niemandem etwas schuldig.
dass ich deshalb eigentlich das doppelte leisten müsste und dankbar sein muss, dafür, dass ich lebe.
Ich persönlich bin auch dankbar, dass ich lebe. Aber ich finde nicht, dass man deshalb etwas zurück geben muss. Zurück an wen oder was? An eine höhere Macht?
macht sie sich noch mehr Sorgen.
Ja, vielleicht. Aber würdest du das nicht merkwürdig finden, wenn es deiner Freundin so schlecht geht, und du nichts davon wüsstest? Deine Freundin ist doch eine erwachsene Frau und intelligent ist sie auch, hast du gesagt. Vielleicht könnte man es für möglich halten, dass sie mit den Sorgen die sie sich dann macht einfach umgehen kann? Wenn ihr euer Leben gemeinsam weiterhin verbringt, kannst du nicht alles vor ihr verbergen, um sie vor Sorgen zu schützen. Also kannst du schon, aber das ist doch irgendwie doof? Sie ist doch genau so ein Mensch wie du, warum sollte sie nicht damit umgehen können? Du bist ja auch nicht in irgendeiner komischen Sonderstellung, in der du still und leise im Verborgenen vor dich hin leidest und die große Last der Einsamkeit für dich alleine trägst um die anderen zu schützen? Also kannst du natürlich so machen, ich glaube aber dass man das seinem Partner durchaus zumuten kann in der Regel.

Ist doch schön, wenn du die Dinge wertschätzt, das reicht doch. Freue dich doch einfach darüber, dass es dir da so viel besser geht wie anderen. Man kann dafür dankbar sein, ohne dass man etwas leistet oder eine Gegenleistung erbringt. Einfach in dir drin dankbar sein :smile: du brauchst kein schlechtes Gewissen haben, dass es anderen nicht so gut geht und deshalb was erbringen. Du bist trotzdem ein Mensch mit Gefühlen, Bedürfnissen und Grenzen. Und das darf nicht nur so sein, dass soll sogar so sein. Also so sehe ich es zumindest.

Das tut mir leid, dass das bei euch passiert ist. Aber du bist nicht schuld daran, dass das andere Kind nicht mehr da ist. Du bist nicht schuld daran, dass du noch da bist. Es ist schön dass du da bist und du brauchst deshalb nichts leisten um das irgendwie wett zu machen, dass du noch da bist. Du darfst deine Leben so leben wie du es willst, in Selbstbestimmung. Ohne dich schlecht zu fühlen. Das ist völlig legitim. Du bist nicht dazu verdammt oder sowas, Gegenleistungen zu erbringen. Du bist nicht dafür verantwortlich die Lücke zu füllen, die da entstanden ist. Du brauchst nicht das doppelte zurückgeben, du musst da nichts übernehmen. Dir darf es gut gehen und du darfst einfach glücklich sein und dich über dein privilegiertes Leben freuen:knuddel:

Und alles was Eltern eigentlich idealerweise für ihr Kind wollen, ist dass es glücklich ist. Eltern meinen manchmal besser zu wissen was man tun oder lassen sollte.
 
D
Benutzer237998  (25) Ist noch neu hier
  • Themenstarter
  • #19
Was tut man, wenn man das Gefühl hat, langsam aber sicher durchzudrehen?
Bis vor ein paar Tagen war mein größtes Problem, dass ich diesen scheiß Husten nicht loswerde, jetzt habe ich eher das Gefühl, dass ich gerade meine mentale Stabilität verliere. Ich weiß nicht, was mit mir gerade nicht stimmt, aber irgendetwas stimmt nicht.
Ich hatte gestern noch auf Reddit geschrieben bzgl. einer Sache im Sexleben von meiner Freundin und mir, bei der ich mir unsicher bin. Nachts um vier bin ich aufgewacht und war dann kurz am Handy und habe gesehen, dass nochmal jemand geantwortet hatte. Die Person hatte geschrieben, dass es widerlich ist wie ich meine Freundin behandle und war einfach extrem angewidert von mir. Als ich das gelesen habe, konnte ich danach nicht mehr neben meiner Freundin liegen, ich bin dann ins Wohnzimmer umgezogen. Ich konnte nicht mehr neben ihr liegen, ich hatte das Gefühl, dass ich es nicht verdient habe, in ihrer Nähe zu sein.
Ich weiß, dass das verrückt und übertrieben ist und ich weiß auch, dass diese Person auf Reddit mich nicht kennt und Annahmen über mich getroffen hat, die nicht wahr sind. Normalerweise hätte mich das irritiert und dann hätte ich darüber reflektiert und vorsichtshalber meine Freundin gefragt, ob sie das so empfindet wie von der Person geschildert. Ich hätte mich da nicht so krass reingesteigert und das geglaubt und dann das Gefühl gehabt, dass ich es nicht verdient habe, in der Nähe meiner Freundin zu sein.
Auf einer rationalen Ebene erkenne ich, dass ich einfach gerade total neben der Spur und bin. Auf der Gefühlsebene hingegen bin ich gerade so dermaßen auf dem absteigenden Ast, das ist echt nicht mehr normal. Meine Freundin hat mir dann auch heute noch geschrieben ob alles okay wäre und ich habe es nicht hinbekommen, ihr irgendwie zu antworten. Keine Ahnung, was ich heute Abend zu ihr sagen soll.
Ich habe das Gefühl, dass dieser Infekt irgendwas in meinem Gehirn geändert hat. Was Unsinn ist. Wenn das etwas anderes gewesen wäre als einfach ein Infekt, dann würde ich das anderweitig merken, ich hätte irgendwelche neurologischen Symptome oder so. Wahrscheinlich gibt es überhaupt keinen Zusammenhang.
 
G
Benutzer226102  (40) Öfter im Forum
  • #20
Wenn ich mein Leben nicht optimal gestalte, zeige ich damit, dass ich undankbar bin und mein Privileg, am leben zu sein, nicht nutze.

Ui. Dafür würd ich schon ein paar Psychotherapie-Einheiten empfehlen, bevor sich das NOCH WEITER verfestigt.

(Immerhin bekommst du gerade kaum Luft - und wir sind nunmal eine Einheit von Körper, Geist und Seele.)
 
I
Benutzer228593  (33) Öfter im Forum
  • #21
Ich glaube, es wäre eine gute Idee, wenn du dich nochmal beim Arzt meldest.

Und ich glaube auch, dass du vielleicht etwas Abstand brauchst, runterkommen. Ein paar Tage weg und versuchen kurz durch zu atmen? Oder eher blöde Idee?

Wie wäre es wenn du deiner Freundin sagst, dass es dir gesundheitlich gerade nicht gut geht und entweder sagen, welche Symptome du hast oder sagen, dass du ihr das nicht sagen möchtest, weil du nicht möchtest, dass sie sich Sorgen macht? Was anderes ergibt für mich gerade keinen Sinn.
 
I
Benutzer228593  (33) Öfter im Forum
  • #22
M
Benutzer193463  (31) Öfter im Forum
  • #24
Als Asthmamensch ein paar Anregungen:
Es ist vollkommrn normal, dass man dann nachts schlechter Luft bekommt wenn man generell Probleme damit hat. Das liegt daran, dass sich die Bronchien nachts verengen. Und bei mir hängt es auch sehr von der Schlafposition an sich ab. Wenn ich nachts davon wach werde liege ich immer auf dem Rücken. Da spürt man den Druck auf der Lunge sehr viel mehr. Wenn du dir wirklich Gedanken machst ob du gegen die Katzen allergisch bist solltest du sie unbedingt aus dem Schlafzimmer und dem Bett verbannen und vielleicht auch wirklich mal dein Kopfkissen waschen (nicht nur den Bezug). Wenn man verkrampft atmet und husten muss hat man automatisch einen verkrampften Rücken und Oberkörper. Da gibt es speziell auch Übungen, die sowas verbessern. Es müssen auch nicht gleich immer sonstwas für Medikamente oder Sprays sein. Was mir auch immer sehr hilft ist tatsächlich das Inhalieren mit einfacher Kochsalzlösung. Vermutlich willst du dir nicht extra ein Inhaliergerät kaufen, aber das bewirkt Wunder und löst den Husten. Gerade vorm Schlafen bringt mir das sehr viel.
 
Art_emis
Benutzer174233  (38) Beiträge füllen Bücher
  • #25
Ich weiß nicht, was mit mir gerade nicht stimmt, aber irgendetwas stimmt nicht.
Dein Leben hat sich ja gerade schlagartig stark verändert. Von allein lebendem Single zu frisch verliebt + gleich zusammenziehen inkl. 2 Katzen + gesundheitlich angeschlagen.
Das ist erst mal viel.
Das meiste davon sollte aber eigentlich doch was Schönes sein. Du kannst es gerade aber so gar nicht genießen und ich schätze du machst dir da selbst wahnsinnig viel Druck, der gar nicht nötig wäre.

Geh doch alles mal Schrittweise an. Der Husten mag zwar nervig sein, aber scheint mir das am einfachsten zu lösende Problem. Geh nochmal zum Arzt und lass alles abklären. Erwähne die Katzen und alles relevante. Der Arzt wird dann wissen welche Tests und Untersuchungen notwendig sind.
Meine Freundin hat mir dann auch heute noch geschrieben ob alles okay wäre und ich habe es nicht hinbekommen, ihr irgendwie zu antworten.
Der zweite Schritt, den du angehen kannst, ist deine Kommunikation mit deiner Partnerin. Ihr wohnt jetzt zusammen und seht euch folglich jeden Abend. Dann redet doch einfach miteinander über alles was wichtig erscheint. Die Wohnsituation, die Katzen, der Sex bei dem du scheinbar unsicher. Das sind alles Themen, die euch beide betreffen, das kannst du nicht nur mit dir alleine ausmachen.
Nachts um vier bin ich aufgewacht und war dann kurz am Handy und habe gesehen, dass nochmal jemand geantwortet hatte.
Und der nächste Schritt, der sicher sinnvoll wäre, wäre ein wenig Abstand zu social Media Dingens. Ist ja schön und gut, Themen online zu bequatschen, aber bitte mit dem nötigen Abstand. Nachts um vier musst du dich nun wirklich nicht von Wildfremden verrückt machen lassen. Lass das Handy nachts doch ruhen.
Und nochmal alles was du online erfragst, solltest du zumindest auch parallel mit deiner Freundin besprechen. Denn um sie geht es, um euch beide. Also seid ihr beiden die aller ersten Ansprechpartner dafür.

Worüber redet ihr denn sonst so den lieben langen Tag?
Was befürchtest du, was passiert, wenn du sie auf solche Dinge ansprichst?
Sie reißt dir ja wohl kaum den Kopf runter!
 
S
Benutzer190912  (50) Verbringt hier viel Zeit
  • #26
Aktuell scheinen sich Deine Themen sehr zu verdichten und das belastet Dich enorm.
Demut und Selbstreflexion sind in der richtigen Dosis sehr gute Dinge, Du hast aber eine eher negative Sicht auf Dich selbst, auf Dein Selbstwertgefühl etc. Du beschreibst Dich negativ und wirkst eher passiv. Deine Eltrn haben Dich "materiell" gut versorgt als Du daheim warst und im Studium, aber das emotionale scheint zu kurz gekommen zu sein. Bist Du immer noch das Kind für sie? Nehmen sie Dich als Erwachsenen wahr der auf gewisse Weise auf Augenhöhe ist?
Wie offen kannst Du denn mit Deiner Freundin sprechen, kann Du kritische Dinge ihr gegenüber äußern, streitet Ihr auch mal und versöhnt Euch dann idealerweise? Ihr wohnt doch zusammen, warum kommuniziert Ihr über das Smartphone?
Hast Du Angst davor, Dich ihr gegenüber als angeschlagen und verletzlich zu zeigen?

Kurzfristig ist es schwierig aber Du solltest schauen dass Du mit externer Hilfe mit Dir ins Reine kommst, ein positiveres Bild von Dir bekommst und damit auch lernst Dich abzugrenzen, sowohl gegenüber Freundin als auch Eltern
 
SchafForPeace
Benutzer12529  Echt Schaf
  • #27
Meine Eltern haben das zwar nie so gesagt, aber ich habe trotzdem den Gedanken, dass ich deshalb eigentlich das doppelte leisten müsste und dankbar sein muss, dafür, dass ich lebe. Wenn ich mein Leben nicht optimal gestalte, zeige ich damit, dass ich undankbar bin und mein Privileg, am leben zu sein, nicht nutze.
Du solltest dringend mit deinen Eltern über diesen Gedankengang sprechen.
Ich glaube nicht, dass sie das so von dir erwarten.
 
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