Sprachförderung: gleich die Dinge beim Namen nennen?

Benutzer123446 

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Ergänzend noch zum Thema Sprache: richtig übel wird es, wenn dem Kind keine Muttersprache zur Verfügung steht, weil nicht konsequent mit ihm in der entsprechenden Sprache gesprochen wird, sondern z.b. Englisch auf höherem Niveau, aber nicht konsequent, mit Fehlern etc.

Die Entwicklung einer (oder eben mehrerer) Muttersprache ist extrem wichtig für den Aufbau von Grammatikverständnis etc.
Die meisten Probleme mit (Schrift-)sprache und dem erlernen von Fremdsprachen haben die Kinder, denen die "natürliche " Sprache fehlt.
 
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Benutzer160853 

Sehr bekannt hier
Ich war sprachlich releativ früh sehr gut sortiert und fand es bereits damals, so meine Eltern, ganz furchbar, wenn jemand "duzzi duzzi duzzi, da ist ein wauwau" zu mir gesagt hat. Ich hätte mich dann immer angewidert abgewendet. Nach meiner Übezeugung gibt es keinen Grund, dass Hund, Katze oder Maus gleich Hund, Katze oder Maus sind. Aus meiner Grundschulzeit habe ich folgende Erfahrung gemacht: Ein "B" war für uns in der ersten Klasse "Baum", wir lernten also Buchstaben immer im Kontext mit Gegenständen. Später brauchte ich einiges an Zeit um Mühe, um zu erkennen, dass der Buchstabe auch einen Bezug zu Birnen, Beinen und Bränden hat.

Ergänzend noch zum Thema Sprache: richtig übel wird es, wenn dem Kind keine Muttersprache zur Verfügung steht, weil nicht konsequent mit ihm in der entsprechenden Sprache gesprochen wird, sondern z.b. Englisch auf höherem Niveau, aber nicht konsequent, mit Fehlern etc.

Die Entwicklung einer (oder eben mehrerer) Muttersprache ist extrem wichtig für den Aufbau von Grammatikverständnis etc.
Die meisten Probleme mit (Schrift-)sprache und dem erlernen von Fremdsprachen haben die Kinder, denen die "natürliche " Sprache fehlt.

Bei meinem vorlertzten Arbeitgeber wollte, dass eine "Übermutter", dass ihr Sohn "englisch lernt", deutsch würde er ohnehin lernen. Aber sie hätten eingeführt, dass sie während der Hausaufgaben englisch redeten. Das führte dazu, dass dieses Kind in seiner sprachlichen Entwicklung massiv zurückgeworfen wurde. Sein deutsch wurde immer schlechter und sein englisch war vollkommen daneben. Das Problem: die Mutter glaubte, dass ihr "Englisch LK" samt kurzzeigen Schulaustausch an der Partnerschule in England sie im Grunde zur Muttersprachlerin machte.

Auch aus beruflicher Erfahrung bin ich davon überzeugt, dass ohne sichere Muttersprache Spracherwerb immer auf halben Weg stecken bleibt. Im besten Fall, der unangehm genug ist, kommt ein besseres "denglisch" raus. Zumal Grammatik in jedem Zusammenhang leichtert erlernbar ist, wenn es ein Grundverständnis für Deklinationen und Konjugationen in der eigenen Sprache gibt.
 
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Benutzer123446 

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"Gut englisch können" ist halt auch sehr subjektiv.
Ich kenne jemand, der behauptet, sein Englisch sei verhandlungssicher. Leider entdecke ich andauernd Fehler in seinen instagram-whatever-beiträgen... Und mein Englisch ist von verhandlungssicher ein gutes Stück weg.
 
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Benutzer149155 

Planet-Liebe Berühmtheit
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Naja, es gibt ja ein paar Kategorien und man muss ja nicht in jedem Bereich gleich gut sein. Ich merke es bspw. bei der englischen Sprache an mir selbst, dass ich im Moment im schriftlichen Sprachverständnis am besten bin, gefolgt vom mündlichen Sprachverständnis. Selber reden und schreiben verfliegt bei mir viel schneller als die anderen beiden Kompetenzbereiche. Während ich mir in den ersten beiden Kategorien durchaus ein C1 geben würde, hätte ich bei der aktiven Sprachwendung etwas Bauchweh dabei und wäre eher bei B2. Und in Spanisch und Französisch ist es ähnlich. Nur in Russisch bin ich wohl im Hören/Reden besser als im Schreiben/Lesen, aber die haben ja auch diese fiesen kyrillischen Buchstaben. :grin:
 
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Benutzer171204 

Verbringt hier viel Zeit
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Bilderbüchern "Moritz lernt sprechen" und "Moritz' erste Worte".
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Danke für den Tipp, das erste hab ich gleich mal bestellt, ist ja echt cool! Ich hoffe, das wird ihm gefallen ☺️
 
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Benutzer180541  (31)

Verbringt hier viel Zeit
Babysprache habe ich auch nicht benutzt. Mein Ex hingegen schon, auch wenn ich es nicht wollte.
Dennoch zu den geschlechtsorganen habe ich Pullermann und Schnecke gesagt 🤷🏿‍♀️ Sie wissen heute trotzdem wie es richtig heißt. Die richtige Bedeutung oder Benennung habe ich Ihnen dennoch gelehrt.
Aber macht man ja mit vielen. Wo ein mancher nur Baum sagt, nenne ich die Pflanze beim Namen oder sogar den lateinischen Begriff, weil mir Baum zu wenig ist. Oder auch Vogel. Das kann aber auch überfordern da muss man auch acht geben.
Meine Tochter zb hat ein Ameisenbär als Kuscheltier und für sie war das Tröth, weil er ja ein Rüssel wie ein Elefant hat und nicht aussieht wie ein Bär. Tja da kommst mit keiner Erklärung ran 😅 das ist dann so.
 
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Benutzer65313 

Toto-Champ 2008 & 2017
Dennoch zu den geschlechtsorganen habe ich Pullermann und Schnecke gesagt 🤷🏿‍♀️
Darf ich fragen, wieso? Ich höre das so oft, aber bei Fremden Menschen mische ich mich da natürlich nicht ein und traue mich nicht zu fragen.

Ich sage bei kleinen Kindern erst Baum, später wenn das sitzt sage ich "ein Baum, genauer ein Ahorn". Ich denke da aber nicht groß drüber nach und mach das aus dem Bauch heraus.
 
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Benutzer180541  (31)

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Bria Bria keine Ahnung, klingt niedlich 🤷🏿‍♀️
Meine Mutter hat unseren Po immer als Kaffeebohne bezeichnet, hab ich spielerisch oft auch getan.
Ich mag den Wortlaut einfach lieber als Scheide. Penis finde ich auch stimmiger als Scheide.
 
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Benutzer174969  (29)

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Ich kenne jemand, der behauptet, sein Englisch sei verhandlungssicher. Leider entdecke ich andauernd Fehler in seinen instagram-whatever-beiträgen...
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Dennoch kann er mit seinem Englisch selbstbewusst genug auftreten, sodass es tatsächlich verhandlungssicher ist. Bei der Kommunikation ist das A und O, dass sich Leute aneinander verstehen. Zumal nur ein Bruchteil der deutschsprachigen Menschen Hochdeutsch perfekt können. Aber solang man denjenigen versteht, ist es okay bei einem multi-kulti Team.

Ich denke, viele sind extrem überkritisch bei sowas, während Muttersprachler eher vergebend sind - zumindest ist das meine Erfahrung.

Und ich ganz persönlich würde auch sagen, dass mein Englisch verhandlungssicher ist, obwohl ich zich dutzend Fehler drinnen habe. Einfach weil ich bei meiner Arbeit trotzdem verhandeln und meinen Standpunkt vertreten kann :grin: Und das ist eigentlich das wichtigste beim Kommunizieren: Der andere kann dich verstehen :zwinker:
 
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Benutzer36171 

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Dennoch kann er mit seinem Englisch selbstbewusst genug auftreten, sodass es tatsächlich verhandlungssicher ist. Bei der Kommunikation ist das A und O, dass sich Leute aneinander verstehen. Zumal nur ein Bruchteil der deutschsprachigen Menschen Hochdeutsch perfekt können. Aber solang man denjenigen versteht, ist es okay bei einem multi-kulti Team.

Ich denke, viele sind extrem überkritisch bei sowas, während Muttersprachler eher vergebend sind - zumindest ist das meine Erfahrung.

Und ich ganz persönlich würde auch sagen, dass mein Englisch verhandlungssicher ist, obwohl ich zich dutzend Fehler drinnen habe. Einfach weil ich bei meiner Arbeit trotzdem verhandeln und meinen Standpunkt vertreten kann :grin: Und das ist eigentlich das wichtigste beim Kommunizieren: Der andere kann dich verstehen :zwinker:
Off-Topic:
Verhandlungssicher ist aber ein Begriff, um das Sprachniveau zu beschreiben und hat eine ungefähre Entsprechung bei den Niveaustufen, nämlich C1 bis C2. (Abi ist B2.)
 
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Benutzer174969  (29)

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Verhandlungssicher ist aber ein Begriff, um das Sprachniveau zu beschreiben und hat eine ungefähre Entsprechung bei den Niveaustufen, nämlich C1 bis C2. (Abi ist B2.)
Off-Topic:
Ya, man kann es so strikt sehen. Meine erlebte Erfahrung ist anders 🙂👍
 
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Benutzer36171 

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Ya, man kann es so strikt sehen. Meine erlebte Erfahrung ist anders 🙂👍
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Wenn du "verhandlungssicher" so definierst wie du das eben tust, ich damit aber etwas Spezifisches verbinde (wie wohl die meisten Menschen), ist das nicht strikt von mir, sondern ein Kommunikationsproblem zwischen uns. :zwinker:

Ich glaube jedenfalls schon, dass der von Eswareinmal Eswareinmal erwähnte Mensch ein bestimmtes Sprachniveau gemeint hat als er von "verhandlungssicherem Englisch" sprach. Schließlich ging es ja genau darum in diesem Thread.
 
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Benutzer123446 

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Yurriko Yurriko
Wenn ich in Bewerbungen angebe, eine Sprache "verhandlungssicher" zu können, ist damit etwas ganz Spezifisches gemeint - wie Hryna Hryna schreibt. Da werden bestimmte Standards erwartet. Dass man mit B2 auch in Gesprächen auftreten kann, steht auf einem anderen Blatt.
 
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1 Monat(e) später

Benutzer187035  (38)

Klickt sich gerne rein
Warum nicht einfach "Penis" sagen statt "Piepmann", "Schnippi" oder sonstiger Bezeichnungen?
Ich hätte mir grad fast in die Hose gemacht vor Lachen. Piepmann is ja geil.

Aber ja bin auch ein Freund von den richtigen Wörtern von Anfang an. Nicht erst wau wau und so ein scheiss
 
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Benutzer65998 

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Aber ja bin auch ein Freund von den richtigen Wörtern von Anfang an. Nicht erst wau wau und so ein scheiss
Mich erstaunt total, dass hier das Kind selbst damit ankommt. Wir selbst benennen die Dinge, wie sie heißen, sie dagegen streichelt mir über den Kopf und sagt "eiii". Keine Ahnung wo sie das her hat. 🤷 Aber es ist schon sehr, sehr niedlich!
 
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Benutzer163532  (38)

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Mich erstaunt total, dass hier das Kind selbst damit ankommt. Wir selbst benennen die Dinge, wie sie heißen, sie dagegen streichelt mir über den Kopf und sagt "eiii". Keine Ahnung wo sie das her hat. 🤷 Aber es ist schon sehr, sehr niedlich!
Also "eiii" haben wir immer gesagt, aber nicht als eigenständiges, alternatives Wort, sondern als begleitendes "Geräusch" zum Streicheln 😁. Gibt keinen Grund dazu, hat sich irgendwie natürlich so angefühlt, auch wenn's bescheuert sein mag. "Komm, wir streicheln die Ziege. Eiii."

Bei Tieren haben wir die Geräusche dazu vorgemacht: "Das ist eine Katze. Die Katze macht 'Miau'". Bei der Großen sind da erst mal die Tiergeräusche hängengeblieben, Katze war "Mauuu" und Hund "Wauwauwau". Die richtigen Bezeichnungen kamen aber bald. Ich fand es auch sehr süß 🥰.
 
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Benutzer65998 

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Ja genau, Velvet Velvet , mit den Tiergeräuschen machen wir es auch so. Also halt "der Hund macht Wau" und nicht "das ist ein wauwau". Bin gespannt, was sie daraus machen wird. Ihr eiii übernehmen wir beim Streicheln jetzt auch, denn ja, tatsächlich fühlt es sich ein Stück weit natürlich an, es beschreibt die Bewegung so schön. 😃
 
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Benutzer83901  (37)

Planet-Liebe-Team
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Im Schwedischen ist „aj“ (ausgesprochen: „ei“) „au“, daher benutze ich beim Streicheln der Katze zum Beispiel immer „lieb (streicheln)“, das funktioniert gut.
 
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Benutzer65313 

Toto-Champ 2008 & 2017
Bei der großen haben wir nie "Ei" gemacht, jetzt beim kleinen aus dem schlichten Grund, weil's ne Art Entschuldigung ist. Er kann sich nicht entschuldigen, also bringen wir das streicheln plus "Ei" bei. Der großen ist das eben wichtig, dass auch ihm das beigebracht wird, logisch. Als nur sie da war, war das nicht nötig :grin:
 
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