Spanische Freundin - Deutschkurs oder Arbeiten

Benutzer57991 

Verbringt hier viel Zeit
Hallo liebe Experten,

Ich hätte gerne einen Rat zu folgender Situation:
Ich habe seit fast 5 jahren eine spanische Freundin. Sie ist seit Juni diesen Jahres mit ihrem Studium fertig. Ich werde mit meinem Studium in 5 Monaten fertig sein.
Nach ihren Studium war sie ein paar Wochen bei mir und hat einen Deutschkurs gemacht musste dann jedoch wieder zurück nach Spanien, da sie es ihren Eltern versprochen hatte und ich fürs Studium zu tun hatte. Zur Zeit hat sie kein Geld mehr und ist auf Arbeitssuche.
Ich habe ihr angeboten, dass ich ihr hier einen weiteren Deutschkurs bezahle. Sie nimmt es auch gerne an, wobei sie aber zuerst noch auf eine Hochzeit und eine Taufe in Spanien möchte und Weihnachten will sie auch wieder in Spanien bei ihrer Familie sein. Mein Problem dabei ist dieser ständige Wechsel, sie kann sich nicht wirklich zwischen mir und ihrer Famielie entscheiden und ihre Arbeitssuche fördert es auch nicht gerade. Außerdem möchte ich nicht der Mann sein, der ihr immer alles zahlen wird. Es fängt ja jetzt schon damit an.

Einerseits braucht sie den Deutschkurs um in Deutschland Fuss fassen zu können, andererseits könnte sie auch erstmal in ihrem Dorf arbeiten um etwas Geld zu verdienen. Ihr großes Ziel ist es als Lehrerin zu arbeiten. In Spanien wäre das kein großes Problem, hier jedoch müsste sie dafür erst perfekt Deutsch können.

Ich würde auch gerne für eine Zeit in Spanien arbeiten, wobei es langfristig in Deutschland wahrscheinlich sicherer ist. Eine weitere Sorge ist, dass durch dieses hin und her eine größere Lücke in ihrem Lebenslauf entsteht, die ihrer Bewerbung schadet.

Ich denke ich habe mich schon entschieden, trotzdem bin ich mal an einigen Meinungen interessiert.

Gruß Muchacho

P.S.: Ich habe das Talent mir das Leben schwieriger zu machen, als es sein könnte.
 

Benutzer89142 

Öfter im Forum
Huhu :smile:

Hm, das ist aber auch schwierig mit der entscheidung bezüglich Zukunft in ner fernbeziehung. grad wnen die entfernung so groß is und es um 2 Länder geht..
Denk, diese entscheidung, wer wohin zieht und wer sich wo einen job sucht, is eben einfach schwer.. einmal von der organisatorischen seite her (grad wenn noch das lernen einer sprache eine voraussetzung darstellt bzw. die anerkennung eines studienabschlusses in einem anderen land) und vn der emotionalen seite her (familie und heimat verlassen). dir fällt es ja auch nicht leicht sicher, in deutschland zelte abzubrechen und auszuwandern, oder?
Aber klar: wenn man 5 jahre zusammen ist und imer hin u her pendeltm will man auch mal n gemeinsames leben :smile: da muss irgendwie einer den schritt des umzugs wagen.. es muss ja nichts endgültiges sein auch. theoretisch wär es ja möglich, nach ner gewissen zeit wieder in das andere land zu gehen gemeinsam (wenn es von den jobs her möglich ist).
Hattet ihr dnen schon mal ne klare entscheidung getroffen bezüglich gemeinsam-leben? hatte sie sich schonmal klar für deutschland entschieden? oder du für spanien?
Wenn sie gern bei dir in deutschland leben will, is es vielleicht gar nicht so unsinnvoll wnen sie nach ihrem studium jetz erstmal n bisschen jobbt bei sich in spanien und sich bisschen geld anspart um die auswanderung u das leben in deutschland finanzieren zu können. ? gerade damit sie weniger abhängig von dir ist!? sie könnte parallel dazu ja schon inihrer heimat spanien bisschen sich um das deutschlernen kümmern. und dann in deutschland nochmal kurse machen usw.
 
V

Benutzer

Gast
Verständlich, dass du nicht der Mann sein willst, der ständig alles bezahlt - aber du bringst dich doch selbst in diese Lage, du hast ihr ja angeboten, ihr den Deutschkurs zu bezahlen (was ich nach 5 Jahren Beziehung auch völlig ok finde). Was zahlst du denn noch "ständig"?

Ich finde es irgendwie ungerecht von dir, dass du von ihr erwartest, sich zwischen dir und ihrer Familie endgültig zu entscheiden. Genauso gut könnte sie von dir verlangen, nach Spanien zu ziehen und dich gegen das Leben in Deutschland zu entscheiden. Was spricht dagegen, wenn sie über Weihnachten bei ihrer Familie sein will? Gerade die ersten Jahre fern der Heimat sind immer schwierig, ich bin selbt als Kind nach Deutschland emigriert.

Es ist nun mal nicht einfach, sein Leben komplett hinter sich zu lassen, um mit einem Menschen ganz wo anders neu anzufangen.
Ich bekomme das momentan aktiv mit, weil ein Freund eine Brasilianerin geheiratet hat, die extra für ihn nach Deutschland gekommen ist und ihre ganze Familie, ihre Freunde, ihr altes Leben, zurückgelassen hat.
Sie hat jetzt auch fertig studiert (in Brasilien) und hält sich mit Nebenjobs über Wasser - mit ihrem Abschluss findet sie momentan einfach keinen richtigen Job, aber sie tut immerhin etwas und sucht derweil weiter.

Deine Freundin könnte z.B. die erste Zeit erst mal an der Volkshochschule Spanischkurse geben, das wäre immerhin ein Anfang und sie könnte wenigstens ein bisschen unterrichten.

Wie auch immer ihr euch langfristig entscheiden werdet: Einfach wird es nicht, für keinen von euch beiden. Aber mir scheint, dass du es gar nicht erst richtig versuchen willst, weil du dir vorher schon alle möglichen Gedanken machst, warum eine bestimmte Entscheidung schlecht sein könnte (Lücken im Lebenslauf, unsichere Arbeitssituation,...).

Bei solchen Verbindungen muss man immer nach dem Motto leben: "Wer nichts wagt, der nichts gewinnt".
Gemeint ist damit auch, dass man es einfach mal wagen muss, alles auf sich zukommen zu lassen, ohne sich ein Worst-Case-Szenario nach dem anderen zusammenzuspinnen.
 

Benutzer67771 

Sehr bekannt hier
Eine weitere Sorge ist, dass durch dieses hin und her eine größere Lücke in ihrem Lebenslauf entsteht, die ihrer Bewerbung schadet.
Das "Hin und Her" kann man doch sicher irgendwie als Auslandsaufenthalt, Sprachurlaub o.ä. gewinnbringend im Lebenslauf unterbringen. :hmm:
 
G

Benutzer

Gast
Das "Hin und Her" kann man doch sicher irgendwie als Auslandsaufenthalt, Sprachurlaub o.ä. gewinnbringend im Lebenslauf unterbringen. :hmm:

Das denke ich auch.

Viel wichtiger finde ich es hingegen, dass ihr euch als Paar einig seid, wohin die Reise gehen soll. Kann sie ihre Heimat aufgeben und in Deutschland leben ohne unglücklich zu sein? Es hört sich aus deinem Bericht etwas so an, als wäre das eher der Plan, mit dem in erster Linie du zufrieden wärst? Wie sind denn ihre Jobaussichten hier tatsächlich? Ich kann mir vorstellen, dass es nicht so leicht ist, als Akademikerin in einem anderen Land relativ weit "unten"wieder anzufangen?
 

Benutzer57991 

Verbringt hier viel Zeit
Danke für eure Antworten!

Hattet ihr dnen schon mal ne klare entscheidung getroffen bezüglich gemeinsam-leben? hatte sie sich schonmal klar für deutschland entschieden? oder du für spanien?

Nö, wir sind eigentlich beide für beides offen, es muss halt vom Job und der Ausbildung her passen. Momentan sieht es eher so aus als wenn sie nach Deutschland kommt.

Wenn sie gern bei dir in deutschland leben will, is es vielleicht gar nicht so unsinnvoll wnen sie nach ihrem studium jetz erstmal n bisschen jobbt bei sich in spanien und sich bisschen geld anspart um die auswanderung u das leben in deutschland finanzieren zu können. ? gerade damit sie weniger abhängig von dir ist!? sie könnte parallel dazu ja schon inihrer heimat spanien bisschen sich um das deutschlernen kümmern. und dann in deutschland nochmal kurse machen usw.

Genau das ist die Überlegung! Andererseits möchte ich sie gerne bei mir haben. Und in ihrer Gengend gibt es keine Fortgeschrittenen Deutschkurse, alleine lernen ist auch gerade bei einer Sprache schwierig.

Ich finde es irgendwie ungerecht von dir, dass du von ihr erwartest, sich zwischen dir und ihrer Familie endgültig zu entscheiden. Genauso gut könnte sie von dir verlangen, nach Spanien zu ziehen und dich gegen das Leben in Deutschland zu entscheiden. Was spricht dagegen, wenn sie über Weihnachten bei ihrer Familie sein will? Gerade die ersten Jahre fern der Heimat sind immer schwierig, ich bin selbt als Kind nach Deutschland emigriert.

Du hast Recht, klar braucht sie ihre Familie. Meine Sorge ist nur, dass sie Nach dem Deutschkurs wieder länger dort bleibt und wieder alle überlegungen von vorne los gehen, bzw. nicht in der Jobsuche vorankommt.

Deine Freundin könnte z.B. die erste Zeit erst mal an der Volkshochschule Spanischkurse geben, das wäre immerhin ein Anfang und sie könnte wenigstens ein bisschen unterrichten.

Das ist der Plan, jedoch muss sie dafür besser Deutsch können und brauch noch nen Zertifikat, dass sie als Spanischlehrerin arbeiten darf.

Aber mir scheint, dass du es gar nicht erst richtig versuchen willst, weil du dir vorher schon alle möglichen Gedanken machst, warum eine bestimmte Entscheidung schlecht sein könnte (Lücken im Lebenslauf, unsichere Arbeitssituation,...).

Würde ich es garnicht versuchen wollen, hätte ich schon längst aufgegeben! Ich bin eben eine Person, die sich über alle Möglichkeiten Gedanken macht. Jedoch habt ihr damit Recht, dass ich mir noch nicht 100%ig sicher bin, ob Sie die Frau für mein restliches Leben ist. Und deshalb manchmal nach eine Ausrede parat habe. Das heißt jetzt abenr nicht, dass ich sie nicht liebe. Ich werde es einfach auf mich zukommen lassen.
 

Benutzer42813 

Beiträge füllen Bücher
Es gibt Berufe, in denen kann man auch im Ausland gut arbeiten - aber als Lehrerin geht das ganz schlecht. Da geb ich euch bessere Zukunftschancen in Spanien, ehrlich gesagt.
 

Benutzer57991 

Verbringt hier viel Zeit
Wo wir letztendlich landen werden, dass wird die Zukunft entscheiden.
Aber sie möchte auch nach Deutschland kommen, es ist nicht nur mein Wunsch.
Sie wird sich halt erstmal an Sprachschulen oder per Nachhilfeunterricht durchschlagen müssen. Jedoch sind Mathe- und Spanischlehrer hier zur Zeit sehr gefragt, deshalb wird es mit viel Übung in Deutsch nicht unmöglich sein hier als Lehrerin zu arbeiten.
Und wenn sich ein guter Job für mich in Spanien anbietet gehen wir zusammen nach Spanien.
 

Benutzer20976 

(be)sticht mit Gefühl
Sie kann sich auch nach internationalen/mehrsprachigen Schulen umsehen, an denen sie ihre Fächer in ihrer Muttersprache unterrichten kann.
 

Benutzer96994 

Öfter im Forum
Der Vorschlag von Mosquito ist doch sehr gut. Ich war auf einer Schule in der die wenigsten Lehrer perfekt deutsch gesprochen haben, die meistens sogar nur so, dass sie sich einigermaßen verständigen konnten und meine Geschwister sind auf einer Internationalen Schule, da ist das auch nicht anders.
Auf einer spanischen Schule könnte sie dann auch Mathe unterrichten auf der Internationalen wahrscheinlich nur Spanisch denn dort wird der Unterricht ja auf Englisch abgehalten.
 

Benutzer100113 

Sorgt für Gesprächsstoff
Sie kann sich auch nach internationalen/mehrsprachigen Schulen umsehen, an denen sie ihre Fächer in ihrer Muttersprache unterrichten kann.

das kann aber trotzdem nicht gut gehen
lieber gemeinsam auswandern
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