Sollen Schwule Blut spenden?

Sollen Schwule Blut spenden?

  • ja

    Stimmen: 104 79,4%
  • nein

    Stimmen: 27 20,6%

  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    131
Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Benutzer21309 

Verbringt hier viel Zeit
als ich den betreff des threads gelesen habe, hab ich erstmal geprustet und mir dann gedacht, das kann doch niemanden's ernst sein, dass er das ernsthaft fragt.

Genau das ist mir ja auch passiert als ich die Startseite vom Videotext gelesen habe und darum habe ich diesen Betreff einfach übernommen:zwinker:
 
D

Benutzer

Gast
Gegenbeispiel mit den von 18jährigen Führerscheinneulingen verursachten tödlichen Verkehrsunfällen. Hochgerechnet auf unsere Bevölkerung wären das bei gleicher Risikorate etwa 40 - die tatsächliche Zahl liegt jedoch deutlich höher.

Nein, 99% aller Menschen, die eine schwere Straftat begangen haben, haben in den 48 Std. vor der Straftat Brot! gegessen. Daher muss Brot-Essen verboten werden.
 

Benutzer62841  (33)

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Nein, 99% aller Menschen, die eine schwere Straftat begangen haben, haben in den 48 Std. vor der Straftat Brot! gegessen. Daher muss Brot-Essen verboten werden.

Das Essen von Brot ist nicht ursächlich für das Begehen der Straftat. Die jugendliche Ungestümheit, Selbstüberschätzung usw. usf. hingegen sind ursächlich für die von so jungen Fahrern ausgehende überdurchschnittliche Gefährdung im Verkehr. Ich bin ja selber in dem Alter, da ich aber insgesamt eher zurückhaltend oder gar ängstlich bin, fahre ich nicht so wild. Mein Freund allerdings (und der ist immerhin schon 22) ist da ein ganz anderes Thema.
 
D

Benutzer

Gast
Das Essen von Brot ist nicht ursächlich für das Begehen der Straftat.
Um zum Ursprung zurückzukommen: Ursächlich dafür Aids zu haben, ist aber auch nicht schwul sein.

Off-Topic:
EDIT: Aber nichts desto trotz ist der einzig sichere Weg schwere Straftaten auszuschliessen, das Brot-Essen zu verbieten. Glaubs mir... :zwinker:
 

Benutzer33284 

Verbringt hier viel Zeit
Na herrlich...da gibts einige Frauen deren Blut warscheinlich eher AIDS-gefärdet ist als das eines Schwulen...ich versteh die Regelung absolut nicht
 

Benutzer49300 

Verbringt hier viel Zeit
Jeder der Blut spendet, muss vorher erst mal einen großen Fragebogen ausfüllen, in denen so nette Fragen gestellt sind ob man bestätigen kann, dass man dies und das nicht gemacht hat ... Außerdem wird man auch über sein Pflichten/Konsequenzen aufgeklärt etc. Ich denke es liegt einfach daran, dass früher zu viel Schundluder getrieben wurde, wo Heroinabhängige und Homosexuelle zum Blutspenden gegangen sind.
Es gab in den 90er Jahren genug Skandale, mit infizierten Blutspenden. Ich finde wer Blut spenden geht macht dies nicht um etwas Kohle zu kriegen, sondern aus einer Art Nächstenliebe. Den wenn man selber in eine Notsituation gelangt, man darauf Vertrauen muss, dass das Blut OK ist.
Es geht ja nicht um eine Diskriminierung der Schwulen, nur wenn sich gewisse aus dem Homosexuellen-Spektrum durch Bareback-Parties eine Gruppe Misskredit bringt ist leider Vorsicht angesagt.
Es müssen immer irgendwelche Grenzen gezogen, werden. Ich finde es richtig, dass ich als Spender mein Wort auf die Reinheit meines Blutes geben muss, trotzdem es anschließend Kontrolliert wird. Denn Vertrauen ist gut Kontrolle besser.
 

Benutzer62841  (33)

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Jeder der Blut spendet, muss vorher erst mal einen großen Fragebogen ausfüllen, in denen so nette Fragen gestellt sind ob man bestätigen kann, dass man dies und das nicht gemacht hat ... Außerdem wird man auch über sein Pflichten/Konsequenzen aufgeklärt etc. Ich denke es liegt einfach daran, dass früher zu viel Schundluder getrieben wurde, wo Heroinabhängige und Homosexuelle zum Blutspenden gegangen sind.

Der Fragebogen ist auch absolut in Ordnung so. Was nicht in Ordnung ist: den "guten" Heterosexuellen überläßt man es, selbst einzuschätzen ob sie ein Risiko darstellen - die "bösen" Homosexuellen sind von Anfang an zum Risiko erklärt. Das ist in meinen Augen halt nicht nur diskriminierend, es ist auch gefährlich.

Es gab in den 90er Jahren genug Skandale, mit infizierten Blutspenden.

Stimmt. Wobei es damals sowohl an Problembewußtsein als auch an hochentwickelten Testmethoden mangelte.

Ich finde wer Blut spenden geht macht dies nicht um etwas Kohle zu kriegen, sondern aus einer Art Nächstenliebe. Den wenn man selber in eine Notsituation gelangt, man darauf Vertrauen muss, dass das Blut OK ist.

Oh, Du bist ein Optimist. Ich kenne persönlich zwei Leute, die wegen des Geldes zu Blut- bzw. Plasmaspenden gehen. Heteros übrigens.

Es geht ja nicht um eine Diskriminierung der Schwulen, nur wenn sich gewisse aus dem Homosexuellen-Spektrum durch Bareback-Parties eine Gruppe Misskredit bringt ist leider Vorsicht angesagt.

Es gehen deutlich mehr Heteros in Swingerclubs als Schwule auf Bareback-Parties. Es poppen deutlich mehr Heteros jedes Wochenende durch die Gegend usw. usf. - schlicht und ergreifend schon deshalb, weil es deutlich mehr Heteros gibt als Homosexuelle. Nur wird bei den Heteros mit den Schultern gezuckt und es als "normal" angesehen - auf die Homos wird mit dem Finger gezeigt. (Was nicht heißt, dass ich Bareback-Parties gutheiße. Ganz allgemein ist es ein riesiges Problem sowohl bei Heteros als auch bei Homos, dass AIDS nicht mehr so sehr als Bedrohung angesehen wird, da ja die Medizin gewaltige Fortschritte gemacht hat.)

Es müssen immer irgendwelche Grenzen gezogen, werden. Ich finde es richtig, dass ich als Spender mein Wort auf die Reinheit meines Blutes geben muss, trotzdem es anschließend Kontrolliert wird. Denn Vertrauen ist gut Kontrolle besser.

Genau! Nur ist die Schlußfolgerung falsch: es ist doch gefährlicher Irrsinn, Heteros automatisch zu vertrauen und Homos automatisch zu mißtrauen. Es gibt eine riesige Menge Homosexueller, die guten Gewissens ihr Wort auf die Reinheit ihres Blutes geben könnten - sogar untermauert durch entsprechende Tests. Nur ist das Wort dieser Homosexueller weniger wert als das von Heterosexuellen.
 
S

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Gast
klar.
und wieso risikogruppe? das kapier ich nicht... da sind wohl gewisse leute in einer gewissen zeitspanne hängen geblieben.
 

Benutzer50792 

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ist vollkommen ok.
zum einen ist das mal wieder vollkommen aus dem zusammenhang gerissen, da auch andere gruppen wie zB Übergewichtige usw. nicht spenden dürfen. Die Homosexuellen sind somit nicht die Armen Randgruppenopfer sondern vielmehr eine von vielen ausgeschlossenen Risikogruppen und das ist auch richtig so; ist doch erwiesen das die Anzahl der HIV infizierten bei Homosexuellen höher ist als bei Heterosexuellen.
Da der HIV-Test nicht 100% sicher ist, ist die Wahrscheinlichkeit,infiziertes Blut zu erwischen im Vergleich höher.
Für mich langt das.
 

Benutzer62841  (33)

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ist vollkommen ok.
zum einen ist das mal wieder vollkommen aus dem zusammenhang gerissen, da auch andere gruppen wie zB Übergewichtige usw. nicht spenden dürfen. Die Homosexuellen sind somit nicht die Armen Randgruppenopfer sondern vielmehr eine von vielen ausgeschlossenen Risikogruppen und das ist auch richtig so; ist doch erwiesen das die Anzahl der HIV infizierten bei Homosexuellen höher ist als bei Heterosexuellen.

Die Heterosexuellen arbeiten kräftig daran, ihren Rückstand aufzuholen. Infektionszunahme bei Homosexuellen: 15 Prozent. Bei Heterosexuellen: 25 Prozent. Dunkelziffer bei Heterosexuellen mit Sicherheit höher als bei Homosexuellen. Das Problem ist nicht das Ausschließen von Risikogroppen, das Problem ist die Definition von Risikogruppen. Die Infektionsquote liegt bei jungen Leuten insgesamt deutlich höher als bei älteren. Also Blutspenden erst ab 40 - wäre doch die logische Schlußfolgerung, oder?

Nein, die jetzige Regelung ist ein in mehrere Richtungen gefährlicher Schwachsinn. Einerseits werden untaugliche Pauschalisierungen eingesetzt, wodurch die Gefahr von durchrutschenden infizierten Blutspenden ansteigt. Andererseits werden durch diese Pauschalisierungen auch perfekte Spender abgewiesen, was jemandem der dringend auf Spenderblut angewiesen ist sehr gefährlich werden kann.

Es ist mir ein Rätsel, wie man sich DA sicher fühlen kann. Sowohl bezogen auf die Gefahr infizierten Spenderblutes als auch bezogen auf die Gefahr, dass im Notfall eben nicht genügend Spenderblut zur Verfügung steht. Ich kann das nur durch fehlende Aufklärung und tief verwurzelte Vorurteile erklären.

In anderen Ländern ist es übrigens Homosexuellen durchaus erlaubt, Blut zu spenden.

Ach ja, vielleicht auch ganz interessant (und genauso abwegig): auch Gehörlose dürfen in Deutschland kein Blut spenden. Unglaublich? Aber wahr.

Da der HIV-Test nicht 100% sicher ist, ist die Wahrscheinlichkeit,infiziertes Blut zu erwischen im Vergleich höher.
Für mich langt das.

Setzt man die Sicherheit des Tests (hier war von 4 nicht entdeckten verseuchten Spenden unter 10.000.000 die Rede) und die Gesamtzahl potentieller infizierter homosexueller Spender in Relation, ist das Risiko verschwindend gering. Es ist um DIMENSIONEN geringer als das Risiko, im Straßenverkehr von einem 18jährigen Fahranfänger totgefahren zu werden. Trotzdem werden 18jährige Fahranfänger nicht verboten.
 

Benutzer63479 

Benutzer gesperrt
Die größte Risiko-Gruppe beim Blutspenden ist immer noch das medizinische Personal, das die Tests durchführt... :tongue:
Mal ehrlich, wer geht schon hin und sagt vor einer OP : Ich möchte im Falle der Notwendigkeit einer Blutkonserve lieber verbluten als am Ende schwul werden weil irgend so ein Homo gespendet hat ... :cool1:
Wer sich für´s Blutspenden bereit erklärt nimmt einiges an Untersuchungen und an Zeit auf sich, - das macht kaum jemand, der anderen Menschen mit seinen HIV infizierten Blut schaden will. Davon ab, Leben ist riskant. Es ist gut, dass es Blutspender gibt, lieber ein paar mehr als einer zuwenig.
 

Benutzer63451 

Benutzer gesperrt
Es ist zwar schon so, dass der HI-Virus erst nach einer gewissen Zeit im Blut feststellbar ist, d.h. es ist leider noch nicht möglich den HI-Virus sofort nach der Ansteckung nachzuweisen. Deswegen sind Test der Blutspenden auch immer ein gewisses Unsicherheitsrisiko, aber dies kann man auch anders regeln. Denn dies ist von der Biologie eines Menschen abhänig und die unterscheidet eben gerade nicht danach, ob jemand Homosexuell oder Hetrosexuell ist oder ob jemand mit Sex gegen Geld sein Lebensunterhalt verdient.
Wie viele Leute sind bi und geben dies nicht zu, sie wirkeln also nach außen als absolut hetrosexuell. Wie viele Leute sind tatsächlich absolut hetrosexuell, aber dennoch Träger des HI-Virus?
Jeder kann sich mit den HI-Virus anstecken, wenn er oder sie nicht gewisse Sicherheitsvorkehrungen trifft, die uns allen hoffentlich bekannt sind. Aber selbst auch dann kann eine Ansteckung mit dem HI-Virus niemals gänzlich ausgeschlossen werden. Und im übrigen kann man sich auch mit HI-Virus auch dann anstecken, wenn man keinen Sex hatte, ihn vl. noch nie hatte, um nur mal dem Vatikan bloßzustellen als eine Organisation, die nicht sehr viel von der Welt versteht, aber dies soll und ist nicht das Thema hier.
Jeder von uns kann sich mit dem HI-Virus anstecken und somit dürfte also niemand Blutspenden. Wollen wir da wirklich hin? Ich denke doch nicht. Ja, es muss Sicherheitsmaßnahmen geben, um verseuchte Blutspenden zu vermeiden, aber die müssen alle betreffen und eben nicht nur eine bestimmte Gruppe der Gesellschaft.
 

Benutzer48572 

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Die Heterosexuellen arbeiten kräftig daran, ihren Rückstand aufzuholen. Infektionszunahme bei Homosexuellen: 15 Prozent. Bei Heterosexuellen: 25 Prozent.

Das klingt in relativen Zahlen immer so schön drehbar und am Ende kann man mit Zahlen alles mögliche anstellen.
Wenn 70 Prozent der Neuinfektionen bei homosexuellen Männern und 20 Prozent der Neuinfektionen bei heterosexuellen Personen lagen liegen die absoluten Zahlen wohl immer noch anders.
Soll überhaupt keine Wertung zum Thema sein, aber diese Zahlendreherei fand ich schon vorher daneben.
 

Benutzer62841  (33)

Meistens hier zu finden
Das klingt in relativen Zahlen immer so schön drehbar und am Ende kann man mit Zahlen alles mögliche anstellen.
Wenn 70 Prozent der Neuinfektionen bei homosexuellen Männern und 20 Prozent der Neuinfektionen bei heterosexuellen Personen lagen liegen die absoluten Zahlen wohl immer noch anders.
Soll überhaupt keine Wertung zum Thema sein, aber diese Zahlendreherei fand ich schon vorher daneben.

Mit der Zahlendreherei wird ja aber gerade ständig versucht, die General-Disqualifikation von Homosexuellen zu begründen. Da wird man doch wohl mal auch die Zahlen nennen dürfen, die bei diesen Gelegenheiten immer gerne verschwiegen werden.

Ganz allgemein aber stimme ich Dir zu: die wirklichen Argumente liegen ganz woanders.
 

Benutzer42166  (37)

kurz vor Sperre
Homosexuelle Menschen von der Blutspende auszuschließen ist absolut schwachsinnig.

#Hannes#
 

Benutzer472 

Verbringt hier viel Zeit
Soll überhaupt keine Wertung zum Thema sein, aber diese Zahlendreherei fand ich schon vorher daneben.
Ich gebe dir Recht, dass man mit Zahlen viel Unsinn anführen kann. Beispielsweise sagt eine höhere Zunahme an HIV-Infektionen unter Heteros gegenüber der Zunahme von HIV-Infektionen bei Homos absolut nichts über das Risiko bzw. den Risikounterschied aus, weil man eben die absoluten Zahlen insgesamt und der Angesteckten betrachten muss. - Aber man muss doch auch Zahlen benutzen dürfen, wenn man sie ernsthaft interpretiert.

Wenn es darum geht abzuschätzen, wie viele Blutkonserven sofort verwendet werden können, ist es in der Tat laut Statistik wesentlich gefährlicher Blut von Schwulen zu verwenden, da der Anteil der Infizierten unter den Schwulen relative zur Restbevölkerung in Deutschland nun mal sechsmal so hoch ist. Edit: Man beachte, dass der Faktor 6 hier einen viel höheren Stellenwert hat, da es hier nur um Infizierte geht wohingegen unten infizierte und negativ getestete Blutkonserven gemeint sind.

Geht es darum Blut zu verwenden, was auf HIV-Viren (Antikörper) getestet werden konnte, so ist die Gefahr zwar immer noch doppelt so hoch, aber insgesamt absolut ungefährlich.
 

Benutzer42166  (37)

kurz vor Sperre
Wenn es darum geht abzuschätzen, wie viele Blutproben sofort verwendet werden können, ist es in der Tat laut Statistik wesentlich gefährlicher Blut von Schwulen zu verwenden, da der Anteil der Infizierten unter den Schwulen relative zur Restbevölkerung in Deutschland nun mal sechsmal so hoch ist.
Verstehe ich das richtig? In Deutschland werden Blutkonserven verwendet, die zuvor nicht getestet wurden? Das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.

#Hannes#
 

Benutzer472 

Verbringt hier viel Zeit
Verstehe ich das richtig? In Deutschland werden Blutkonserven verwendet, die zuvor nicht getestet wurden? Das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.

#Hannes#
Die Frage habe ich mir auch gestellt, aber hier wurde das geschrieben. (Stichwort: Lagerungskosten)
 

Benutzer42166  (37)

kurz vor Sperre
Die Frage habe ich mir auch gestellt, aber hier wurde das geschrieben. (Stichwort: Lagerungskosten)
Das *kann* nicht sein, da bin ich mir ganz sicher. Das will ich mir nichtmal vorstellen *brrrr*

Ich kann dir versichern, dass das in Österreich ganz sicher nicht der Fall ist.

#Hannes#
 
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Für weitere Antworten geschlossen.
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