Sollen Schwule Blut spenden?

Sollen Schwule Blut spenden?

  • ja

    Stimmen: 104 79,4%
  • nein

    Stimmen: 27 20,6%

  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    131
Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Benutzer38570 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich nehme mal an, weil Kondome ja von vielen Paaren als Verhütung benutzt werden, was bei Schwulen ja wegfällt.

??? Glaube ich kaum. Zur Schwangerschaftsverhütung ist mit Sicherheit die Pille oder andere Mittel vorrangig.

Verhütung ist doch auch nicht nur mit Schutz vor Schwangerschaft, sondern auch mit Schutz vor Krankheiten zu assoziieren. Von daher fällt das bei Schwulen nicht weg.

Ich gehe noch einen Schritt weiter: Da sich ja manche an so tollen Zahlen festhalten, dass ja ein Ansteckungsrisiko zwischen Mann und Frau ja doch viel geringer sei, als zwischen Mann und Mann, verzichten vermutlich doch mehr Heteros auf die Gummis als die Schwulen. "Das Risiko ist ja so gering, da erwischt es mich schon nicht"...
 

Benutzer41838 

Verbringt hier viel Zeit
mhm zu faul den ganzen thread zu lesen...

zum thema "wird doch so und so getestet". Einer der gründe ist u.a. dass das Testen immens teuer sind und man vorn vornerein gewisse Risikogruppen ausgeschlossen werden.

Jeder der sich hier über Diskriminierung aufregt sollte mal zum Blutspenden gehen und sich den zettel den man ausfüllen muss anschauen... Homosexuelle sind da nur der kleinste Teil der nicht spenden darf
 

Benutzer48572 

Verbringt hier viel Zeit
Die Statistik sagt, dass die am rasantesten wachsende Risikogruppe heterosexuelle Frauen sind. Also bitte: ausschließen!

Fühlst dich aber nicht zufällig angegriffen, oder...

Wenn ich Zahlen für Deutschland richtig sehe, gab es Ende 2005 39500 männliche und 9500 weibliche HIV-Infizierte. 70% der 2490 Neuinfektionen fanden durch homosexuelle Kontakte unter Männern statt, 85% der neu Infizierten waren Männer. (Quelle)

Im Übrigen ist es ja wohl kaum so, dass Schwule rausgeschickt werden, während der Rest einfach zur Nadel durchgewunken wird...
 

Benutzer62841  (33)

Meistens hier zu finden
Wenn ich Zahlen für Deutschland richtig sehe, gab es Ende 2005 39500 männliche und 9500 weibliche HIV-Infizierte. 70% der 2490 Neuinfektionen fanden durch homosexuelle Kontakte unter Männern statt, 85% der neu Infizierten waren Männer. (Quelle)

Laut Robert-Koch-Institut betrug die Steigerung der Neuinfektionen bei Homosexuellen 15 Prozent, bei Heterosexuellen 25 Prozent.

Auch eines darf man bei den Zahlen der Neuinfektionen nicht vergessen: es ist weiterhin so, dass viele Heterosexuelle sich gar nicht testen lassen, weil weiterhin der Gedanke der "Schwulenpest" in den Köpfen herumgeistert. Da das HIV lange im Körper stecken kann, bevor es zu Symptomen kommt, muß man wohl von einer hohen Dunkelziffer ausgehen - gerade bei heterosexuellen Männern.

Im Übrigen ist es ja wohl kaum so, dass Schwule rausgeschickt werden, während der Rest einfach zur Nadel durchgewunken wird...

"Oh, Sie sind schwul? Dann können Sie gleich wieder gehen. Nein, ich will nichts über Ihre Lebensumstände wissen, und ihre negativen HIV-Tests können Sie sich sonstwohin schieben."

"Schwul sind Sie nicht zufällig? Nein? Prima, dann kommen Sie mal rein. Sehen Sie irgendwelche Risikofaktoren bei sich? Nein? Super. Dann wollen wir Sie mal anzapfen, das Geld bekommen Sie dann am Ausgang."

(Jetzt mal die sonstigen "offiziellen" Risikofaktoren aus der Liste außen vor.)
 

Benutzer31418 

Sehr bekannt hier
??? Glaube ich kaum. Zur Schwangerschaftsverhütung ist mit Sicherheit die Pille oder andere Mittel vorrangig.

Verhütung ist doch auch nicht nur mit Schutz vor Schwangerschaft, sondern auch mit Schutz vor Krankheiten zu assoziieren. Von daher fällt das bei Schwulen nicht weg.
Ja, aber während Schwule die Kondome nur zum Schutz vor Krankheiten verwenden, nehmen Heterosexuelle Kondome sowohl zum Schutz aus auch zur Verhütung. Und klar sind Methoden wie die Pille verbreiteter, aber alleine hier im Forum gibts erstaunlich viele Pärchen, vor allem junge, die trotz Pille zusätrzlich Kondome verwenden, weil die alleine ihnen nicht sicher genug ist.
Wie die genauen Zahlen ausehen, weiß ich nicht. Aber ich schätze mal, dass dieser Gedankengang dahintersteckt, dass man meist annimmt, dass Heteros eher Kondome benutzen als Schwule, weil sie sozusagen noch mehr Bedarf haben.
 

Benutzer38570 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ja, aber während Schwule die Kondome nur zum Schutz vor Krankheiten verwenden, nehmen Heterosexuelle Kondome sowohl zum Schutz aus auch zur Verhütung. Und klar sind Methoden wie die Pille verbreiteter, aber alleine hier im Forum gibts erstaunlich viele Pärchen, vor allem junge, die trotz Pille zusätrzlich Kondome verwenden, weil die alleine ihnen nicht sicher genug ist.
Wie die genauen Zahlen ausehen, weiß ich nicht. Aber ich schätze mal, dass dieser Gedankengang dahintersteckt, dass man meist annimmt, dass Heteros eher Kondome benutzen als Schwule, weil sie sozusagen noch mehr Bedarf haben.

Ja klar - solche Gedankengänge können dahinter stecken. Ich bezweifel ja auch gar nicht, dass die mal begründet waren. In den Zeiten moderner Technik und Meßßmethoden sind sie aber mit Sicherheit veraltet. Aber Deutschland braucht immer 20 Jahre länger als andere Nationen.

Wenn Du die Wahl hättest: Du stirbst oder nimmst das Spenderblut eines Schwulen. Der HIV-Test war zwar negativ, aber könnte ja falsch sein. Wie würdest Du Dich entscheiden?
 

Benutzer18555 

Verbringt hier viel Zeit
finde es absolut diskriminierend das schwule kein blut spenden dürfen.

nur weil jemand homosexuell ist bedeutet es nicht das er es mit jedem treibt.

:kopfschue :kopfschue :kopfschue :kopfschue :kopfschue :kopfschue
 

Benutzer31418 

Sehr bekannt hier
Wenn Du die Wahl hättest: Du stirbst oder nimmst das Spenderblut eines Schwulen. Der HIV-Test war zwar negativ, aber könnte ja falsch sein. Wie würdest Du Dich entscheiden?
Ich hab schon in meinem ersten Posting auf der ersten Seite gesagt, dass ich dafür bin, dass Schwule als Spender in Frage kommen. Da wusste ich zugegeben noch nicht, dass der hiv-Test nicht hundertprozentig sicher ist. Daher verstehe ich gewisse Bedenken jetzt besser. Aber trotzdem ist er ja vermutlich sehr sicher, wenn auch nicht ganz zu 100 Prozent und wenn ich ausgehe, dass die wenigsten Schwulen infiziert sind und selbst von denen wohl nur wenige spenden würden, dann ist das Risiko insgesamt immer noch sehr gering und es ist für meine keine Frage, dass ich dieses Risiko dann liebend gerne einginge. Wenn die Chance 50 zu 50 wäre, eine infizierte Blutkonserve zu bekommen, dann würde ich vielleicht verzichten, weiß ich nicht. Aber solange es sich im Promillebereich bewegt, wäre ich sicher bereit.
 

Benutzer472 

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Sollte, ja. Tut es aber nicht. Das habe ich oben ja geschrieben :zwinker:

Schnelle Quelle:

Der Rest ist Wahrscheinlichkeitsrechnung: Je mehr infizierte Infusionen im Umlauf sind, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass einer durchrutscht.
Bei einer Sensibilität von 99,9% und einer Verbreitung wie in Deutschland (Daten aus obiger Quelle) sind dann trotzdem nur neun von ca. 10.000.000 Blutkonserven fälschlicherweise als bedenkenlos eingestuft, wenn Schwule auch spenden dürfen. - Ohne schwule Spender sind es 4. Das sind zwar doppelt so viele, aber wie geschrieben ist der Unterschied erst bei 10.000.000 Blutbeuteln in ganzen Zahlen messbar.

Für mich stellt sich da die Frage geht man dieses Risiko nicht einfach besser ein, wenn ansonsten das Blut knapp wird?
 

Benutzer38570 

Planet-Liebe Berühmtheit
Erzähl das den 5en die das infizierte Blut kriegen und deren Leben wohl vorbei ist..

Nun, für die wäre es wohl schon vorher vorbei, wenn sie gar keines bekommen würden... Und wer kann dann nachvollziehen, dass ein böser infizierter Schwuler schuld dran ist, also das die Spende von ihm stammt?

99,9%!!! Welche Garantie will man denn noch? 243%?
 

Benutzer31418 

Sehr bekannt hier
Ja, wollt ihr lieber sterben oder das Risiko eingehen, dass 9 statt 4 dieser 10.000.000 Konserven verseucht sind?
Eben das meine ich.

Man könnte ja auch BLutspenden theoretisch ganz untersagen, mit der Argumentation, dass immer ein Risiko besteht und schon ein einziger Infizierter zuviel wäre, um den Nutzen zu legitimieren. Ich kenn die genauen Zahlen nicht. Aber wenn es bei einem Minimalrisiko insgesamt bleibt, finde ich das vertretbar, vor allem, weil Blutspenden ja lebensnotwendig sind.
 

Benutzer6874  (35)

Benutzer gesperrt
Ich habe auch davon gelesen, dass Schwule kein Blut spenden dürfen.

Aber beim Schweiz.Roten Kreuz, wo ich regelmässig spende, heisst es bei den allgemeinen Spendebedingungen nichts davon, abgesehen von den sonstigen Bedingungen nur dies, dass die Spendefähigkeit vom Fachpersonal sorgfältig abgeklärt wird.
Und die verschärften Spendebedingungen schliessen nur Personen aus, die innerhalb einer bestimmten Zeit selber Blutspenden erhalten haben.

Schwule sind auch keine amtlich definierte Kategorie, es gibt keine amtlichen Schwulen-Listen.

Zum Thema.
Die Überprüfung der Spendewürdigkeit ist wichtig, aber dann soll man nach den Sex-Praktiken fragen. Ein "Schwuler" in einer festen Beziehung ist dann weniger risikoreich als ein Hetero, der herum lümmelt.
 

Benutzer5958  (34)

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Ich hab mich mit dem Thema gerade im Rahmen meiner Ausbildung befasst. Blut von 'Risikogruppen' muss ersteinmal eine ganze Zeit auf Eis gelegt werden, weil man manche Krankheiten (zum Beispiel eben HIV) erst nach einigen Monaten nachweisen kann, wenn der Spender sich gerade erst infiziert hat.
Also ist das viel aufwändiger, sprich teurer.

Das allerdings Schwule gleich in die 'HIV-Risikogruppe' rutschen finde ich diskriminierend.
 

Benutzer55099 

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spielt die sexuallität dabei echt eine so große Rolle? :ratlos:
manche Leute sollte echt mal ihre Vorurteile etwas einschränken.
Man sollte sich darüber freuen, wenn Menschen bereit sind anderen zu helfen, egal aus welchem "Kreise" sie kommen :zwinker:
 

Benutzer6487 

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Nun, für die wäre es wohl schon vorher vorbei, wenn sie gar keines bekommen würden... Und wer kann dann nachvollziehen, dass ein böser infizierter Schwuler schuld dran ist, also das die Spende von ihm stammt?

99,9%!!! Welche Garantie will man denn noch? 243%?


Das kann ich dir sagen: Die garantie, daß der Spender sich nicht in den letzten 12 Wochen angesteckt hat.

Diese Zahl ist nämlich wertlos. Sie sagt nur, daß ein infizierter, der Antikörper gebildet hat, in 99,9% der Fälle auch als infizierter erkannt wird.

Erkannt werden nämlich nicht die Viren selbst, sondern die gebildeten Antikörper.


ABER: Diese Antikörper werden erst etwa 12 Wochen nach der Infektion gebildet, teilweise erst noch später.

Deine 0,1% Risiko sind damit NICHST im Gegensatz zu dem Risiko, daß der Test wegen noch fehlender Antikörper noch gar nicht anschlagen KANN.

Also: Innerhalb der letzten drei Monate durch die Gegend gevögelt? na dann, da ist die Tür!
 

Benutzer38570 

Planet-Liebe Berühmtheit
Das kann ich dir sagen: Die garantie, daß der Spender sich nicht in den letzten 12 Wochen angesteckt hat.

Diese Zahl ist nämlich wertlos. Sie sagt nur, daß ein infizierter, der Antikörper gebildet hat, in 99,9% der Fälle auch als infizierter erkannt wird.

Erkannt werden nämlich nicht die Viren selbst, sondern die gebildeten Antikörper.


ABER: Diese Antikörper werden erst etwa 12 Wochen nach der Infektion gebildet, teilweise erst noch später.

Deine 0,1% Risiko sind damit NICHST im Gegensatz zu dem Risiko, daß der Test wegen noch fehlender Antikörper noch gar nicht anschlagen KANN.

Also: Innerhalb der letzten drei Monate durch die Gegend gevögelt? na dann, da ist die Tür!

Mir ist schon bekannt, dass Antikörper erst nach ca. 12 Wochen nachgewiesen werden können. Das ist aber das Problem des Labors - dann müssen die eben warten.

Aber darum gehts auch gar nicht. Fakt ist, dass ebenso ein Hetero sich heute mit HIV infiziert und morgen Blut spenden geht. Wird da so ein Drama draus gemacht? Das Risiko ist demnach unabhängig davon ob nun ein Homo oder ein Hetero spendet.

Ein Restrisiko von 0,1% finde ich akzeptabel. Man geht jeden Tag deutlich höhere Risiken ein, welche eine Gefahr für Leib und Leben bedeuten.
 

Benutzer61384 

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als ich den betreff des threads gelesen habe, hab ich erstmal geprustet und mir dann gedacht, das kann doch niemanden's ernst sein, dass er das ernsthaft fragt.
das ist genauso diskriminierend, wie das mit den abhängigen illegaler drogen. ich halte nichts von verallgemeinerungen.
es gibt bessere maßnahmen zur risikominimierung...
ich frage mich echt, wem das eingefallen ist... weiß irgendjemand das wahre statistische risiko bei homosexuellen und im vergleich zu heten? nach altersgruppen?
komisch, dass m wie w die jedes wochenende ohne gummi ein paar fremde vögeln, in der hinsicht keine probleme haben, aber jeder schwule über einen kamm geschert wird.
genau das selbe mit konsumenten illegaler drogen.
 

Benutzer62841  (33)

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Erzähl das den 5en die das infizierte Blut kriegen und deren Leben wohl vorbei ist..

Gegenbeispiel mit den von 18jährigen Führerscheinneulingen verursachten tödlichen Verkehrsunfällen. Hochgerechnet auf unsere Bevölkerung wären das bei gleicher Risikorate etwa 40 - die tatsächliche Zahl liegt jedoch deutlich höher.

Wer sich wirklich und objektiv um das Leben Unschuldiger Sorgen macht, sollte demnach zuallererst den 18jährigen den Erwerb des Führerscheins verbieten. Dies würde deutlich mehr Leben retten als das Blutspendeverbot für Schwule. Mal ganz davon abgesehen, dass ein totgefahrenes Unfallopfer tot ist - ein HIV-Infizierter heutzutage zwar krank ist, aber doch eine im Vergleich zum Unfalltoten biblische Lebenserwartung hat.
 
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