Sollen Schwule Blut spenden?

Sollen Schwule Blut spenden?

  • ja

    Stimmen: 104 79,4%
  • nein

    Stimmen: 27 20,6%

  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    131
Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Benutzer11686 

Sehr bekannt hier
Ich darf wegen meinem Blutdruck auch nicht spenden. Ich wollte mal, aber sie haben mich gleich wieder fortgeschickt. :grin: Futtern durft ich trotzdem was, guten Willen hatte ich ja gezeigt. *g*

Was ist, wenn homosexuelle nicht angeben, dass sie homosexuell sind??? Ich kann mich irgendwie nicht erinnern, dass auf dem Fragebogen, den ich ausfüllen musste, eine entsprechende Frage stand...
 

Benutzer42056  (37)

Verbringt hier viel Zeit
Ich kann mich irgendwie nicht erinnern, dass auf dem Fragebogen, den ich ausfüllen musste, eine entsprechende Frage stand...
Wahrscheinlich warst du auch bei einer von San-Dees Frauen-Spendestationen, die diese Frage daher nicht brauchen
:tongue: :tongue: :tongue:
 

Benutzer505 

Team-Alumni
Vielleicht weil du zuviel Ahnung hast :grin:
Joa, aber wenns ein reiner Aufreg-Thread werden soll, schieb ichs in die Stammkneipe (oder gleich ins Rumgeprolle..) - man sollte sich die Argumente inkl. für und wider schon durchlesen, bevor man "Skandal" und "Diskriminierung" schreit. Wenn man dann immer noch der Meinung ist - meinetwegen..

Übrigens gelten für frisch Gepiercte/Tätowierte die selben Regeln aus ähnlichem Grund - werden die jetzt auch alle diskriminiert?

Und weil irgendwer angebracht hat, dass Ärzte und Krankenschwestern ja auch spenden dürfen: In diesen Berufsgruppen ist HIV nicht verbreiteter als sonst - erstens trägt man Handschuhe, zweitens ist bisher keine Übertragung durch Nadelstichverletzungen bekannt und drittens gibt es bei akutem Infektionsverdacht eine Möglichkeit innerhalb eines kleinen Zeitfensters dagegen vorzugehen - medizinisches (und nichtmedizinisches) Fachpersonal weiß das, für die gehört das zum Arbeitsalltag. Bei Interesse mal nach "Postexpositionelle Prophylaxe" googeln.
 

Benutzer20526 

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Was ist, wenn homosexuelle nicht angeben, dass sie homosexuell sind??? Ich kann mich irgendwie nicht erinnern, dass auf dem Fragebogen, den ich ausfüllen musste, eine entsprechende Frage stand...
Doch, ich war grad neulich - das steht auf dem langen Bogen, wo man auch Medikamente usw. angeben muss, drauf. Und da man schon ehrlich sein sollte, wäre es auch dumm, was falsches anzukreuzen.

Ich finds generell nicht nett, die Schwulen so auszuschließen. Man sollte die Frage vielleicht lieber umformulieren in "Hatten Sie schon sexuelle Kontakte, die zur HIV-Infizierung geführt haben könnten?" :cool1:
 

Benutzer11821 

Meistens hier zu finden
Mein ehemaliger Mathelehrer ist auch schwul, geht regelmässig zum Blut spenden... begeht dabei aber immer Urkundenfälschung weil er es nicht dürfte :grin:
 
V

Benutzer

Gast
Wenn ein Homosexueller z.B. in Hamburg spenden geht, das Blut aber, wie Serenity erklärte, nicht für Transfusionen benutzt wird, bekommt der Spender dann trotzdem Geld dafür? Denn die meisten, die ich kenne, die spenden gehen, machen es wegen des Geldes. Und wenn ein Homosexueller kein Geld dafür bekäme, weil das Blut nicht für Transfusionen benutzt wird, dann kann ich mir vorstellen, dass viele verschweigen, dass sie homosexuell sind.
Weiß jemand, wie das genau ist?
 

Benutzer505 

Team-Alumni
Wenn ein Homosexueller z.B. in Hamburg spenden geht, das Blut aber, wie Serenity erklärte, nicht für Transfusionen benutzt wird, bekommt der Spender dann trotzdem Geld dafür? Denn die meisten, die ich kenne, die spenden gehen, machen es wegen des Geldes. Und wenn ein Homosexueller kein Geld dafür bekäme, weil das Blut nicht für Transfusionen benutzt wird, dann kann ich mir vorstellen, dass viele verschweigen, dass sie homosexuell sind.
Weiß jemand, wie das genau ist?
Hmm, ich kann nur sagen wies beim DRK läuft - da bin ich als Helfer und als Spender unterwegs. Da gibts kein Geld, von daher ist das Argument da egal.

In den Kliniken (wo es dann auch Geld gibt) wirst du als homosexueller Mann wohl nicht spenden dürfen.
 

Benutzer63501 

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Find ich irgendwie ganz schön daneben, was ist am Blut von Schwulen denn großartig anders als das von Heteros?
Nur weil unter Schulen das Thema AIDS eher kursiert als unter Heteros?
Ich meine, es haben sicherlich mehr Schwule AIDS als Normale, aber das kann man ja nicht in Rellation setzen weil Schwule immernoch eine starke Minderheit sind. Find ich schwachsinnig.

Dann find ich sollten Menschen ab 60 kein Auto mehr fahren dürfen weil die alle ja so viel Medikamente nehmen müssen, das beeinträchtig ja:kopfschue
 

Benutzer37284 

Benutzer gesperrt
Joa, aber wenns ein reiner Aufreg-Thread werden soll, schieb ichs in die Stammkneipe (oder gleich ins Rumgeprolle..) - man sollte sich die Argumente inkl. für und wider schon durchlesen, bevor man "Skandal" und "Diskriminierung" schreit. Wenn man dann immer noch der Meinung ist - meinetwegen..

wieso aufreg-thread? Ist doch ne ganz normale Diskussion :ratlos: Also sicherlich sind Homosexuelle eine Risikogruppe aber aufgrunddessen zu sagen, sie dürfen nicht spenden, finde ich komisch... da das blut ja, wie gesagt, so oder so kontrolliert wird und deshalb sollte eine HIV-Infektion bei jeder Person direkt auffallen!!
 

Benutzer505 

Team-Alumni
wieso aufreg-thread? Ist doch ne ganz normale Diskussion :ratlos: Also sicherlich sind Homosexuelle eine Risikogruppe aber aufgrunddessen zu sagen, sie dürfen nicht spenden, finde ich komisch... da das blut ja, wie gesagt, so oder so kontrolliert wird und deshalb sollte eine HIV-Infektion bei jeder Person direkt auffallen!!
Sollte, ja. Tut es aber nicht. Das habe ich oben ja geschrieben :zwinker:

Schnelle Quelle:
Wiki schrieb:
Die Sensitivität des HIV-Test wird mit 99,9 % angegeben. Dies bedeutet, dass von 1000 HIV-positiven Patienten 999 als solche erkannt werden und einer ein falsch-negatives Ergebnis erhält.
Der Rest ist Wahrscheinlichkeitsrechnung: Je mehr infizierte Infusionen im Umlauf sind, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass einer durchrutscht.
 

Benutzer62841  (33)

Meistens hier zu finden
Die Diskriminierung liegt z.B. darin, dass die heterosexuelle Dorfmatratze/der heterosexuelle Dorfbesamer per se erstmal als risikofrei gilt - der monogame, regelmäßig negativ getestete Schwule hingegen per se als Risiko. Wie man sich unter so einer Grundvoraussetzung sicher fühlen kann werde ich wohl nie verstehen.

Ach ja: die Zahl der HIV-Neuinfektionen ist bei Heterosexuellen prozentual erheblich höher als bei Homosexuellen. Besonders stark ist (wenn ich mich recht entsinne) die Zunahme bei heterosexuellen Frau.

Sollte man mal drüber nachdenken.
 

Benutzer36255 

Benutzer gesperrt
Hier geht es nicht um Diskriminierung von Gruppen sondern ganz klar um statistische Wahrscheinlichkeitsberechnung (End of Life Analysen).
Hier ist wohl das Leben betroffener Person wichtiger und schützenswerter als Rücksicht auf gewisse Gruppierungen zu nehmen.
 
D

Benutzer

Gast
Hier geht es nicht um Diskriminierung von Gruppen sondern ganz klar um statistische Wahrscheinlichkeitsberechnung (End of Life Analysen).
Hier ist wohl das Leben betroffener Person wichtiger und schützenswerter als Rücksicht auf gewisse Gruppierungen zu nehmen.
Dann können wir doch andere Risikogruppen einfach dazunehmen, sonst ist es ja langweilig.
 

Benutzer36255 

Benutzer gesperrt
Die Diskriminierung liegt z.B. darin, dass die heterosexuelle Dorfmatratze/der heterosexuelle Dorfbesamer per se erstmal als risikofrei gilt - der monogame, regelmäßig negativ getestete Schwule hingegen per se als Risiko. Wie man sich unter so einer Grundvoraussetzung sicher fühlen kann werde ich wohl nie verstehen.

Hirn an!
Hier geht es nicht um einzelne Sonderfälle sondern um die Masse und da sagt die Statistik wohl eindeutig wo die Risikogruppen liegen.
 

Benutzer62841  (33)

Meistens hier zu finden

Ich schalte meines üblicherweise nicht ab - vermutlich verträgt es mehr Dauerbelastung als das Deinige, sodass eine solche Maßnahme bei mir nicht nötig ist.

Hier geht es nicht um einzelne Sonderfälle sondern um die Masse und da sagt die Statistik wohl eindeutig wo die Risikogruppen liegen.

Die Statistik sagt, dass die am rasantesten wachsende Risikogruppe heterosexuelle Frauen sind. Also bitte: ausschließen!

Und solange (gerade im Angesicht bezahlter Blutspenden) jemand, der jeden Freitagabend eine neue/einen neuen ins Bett schleppt (um diese(n) dann am Samstag durch einen Nachfolger zu ersetzen) für sich selbst entscheiden kann, ob er im Anblick des winkenden Geldes freiwillig auf die Spende verzichtet oder nicht, solange fühle ich mich nicht sicher bei dem Gedanken, Spenderblut bekommen zu müssen. Wenn nun gerade im Sommer (wie jedes Jahr) gejammert wird, dass Spenderblut fehlt, und gleichzeitig perfekte Spender (sprich: jahrelange monogame Beziehung, seit Jahren regelmäßige negative Tests) abgelehnt werden, dann kann einem das große Zittern kommen für den Fall, dass man wirklich mal auf Spenderblut angewiesen ist.

Das Risiko, im Straßenverkehr von einem 18jährigen Führerscheinneuling totgefahren zu werden, ist um Dimensionen höher als das Risiko, von einem 35jährigen Führerscheinneuling totgefahren zu werden. Also alle 18-25jährigen vom Führerschein ausschließen? Wäre ja die logische Konsequenz, wenn man die Handhabung beim Blutspenden überträgt. Es gibt allerdings einen gewaltigen Unterschied! 18jährige Fahranfänger fahren pro Jahr mehr Menschen tot als in 10 Jahren in Deutschland an AIDS sterben.
 

Benutzer32843 

Sehr bekannt hier
Dann können wir doch andere Risikogruppen einfach dazunehmen, sonst ist es ja langweilig.

Meines Wissens dürfen auch andere Risikogruppen nicht spenden, z.B. wenn man im Jahr XY im Land Z war.... sollen die sich jetzt auch alle diskriminiert fühlen?

Ich finde es wirklich auch wichtiger, die grössten Risiken auszuschliessen, als dabei politisch korrekt sein zu wollen.
 

Benutzer38570 

Planet-Liebe Berühmtheit
Mal abgesehen davon, dass ich doch diese immer wieder zitierten Statistiken für sehr fragwürdig halte, habe ich aufgehört, mich darüber aufzuregen.

Wenn ich als Schwuler das Bedürfnis verspüre, Blut spenden zu gehen, dann werde ich das tun. Und wenn nicht, dann lasse ich es. Papier ist bekanntlich geduldig.

Weiterhin möchte ich mal annehmen, dass Schwule nicht selten ohne Kondom poppen, als die Heteros. Wie kommt man denn darauf?

Für die Zukunft finde ich eine genauere Unterscheidung der Spendergruppe an sich für sehr sinnvoll. Dann eben nicht unterschieden nach sexueller Orientierung, sondern vielmehr nach den Lebensumständen. Wer ständig wechselnde Partner hat, stellt ein Risiko dar - das verstehe ich. Aber die gibt es bei den Heteros genau so und mir kann niemand erzählen, dass die Heteros alls so brav monogam sind, wie sie immer tun. Auch hier gibt es mit Sicherheit eine große Zahl, die wechselnde Partner haben.

Warum die Blutspendedienste sich auf eine solche Differenzierung nicht einlassen, liegt wohl auf der Hand. Zum einen bedeutet dies einen größeren Aufwand und zum anderen befürchtet man dann wohl, dass einen mehr potentielle Spender wegfallen, als man denkt. Und solange nicht nachweislich ein paar Proben verseuchter Spenden von Nicht-Schwulen durchrutschen, ändert sich daran auch nichts.

Im Prinzip isses mir fast wurscht. Bei Blutspenden ist das ja noch ein kleiner Rahmen. Wenn man allerdings mal erlebt hat, dass aufgrund solch toller Richtlinien ein Mensch sterben musste, nur weil der Spender von Stammzellen schwul ist und er deshalb nicht genommen werden durfte, dann sieht man das vielleicht etwas anders. Es hätte sonst alles gepasst. Einem solchen todkranken dann sagen zu müssen "Tut mir leid, aber Du musst sterben, weil der einzig passende Stammzellenspender schwul ist" - finde ich fast schon wieder lustig, wenn es nicht so ernst wäre. Wahre Geschichte, am eigenen Leib erfahren.
 

Benutzer56537 

Benutzer gesperrt
Komische Regelung, das Blut muss doch sowieso untersucht werden.
Könnte mir höchstens vorstellen dass man höhere Ausfallquoten und damit Kosten befürchtet.
Aber ob da die Gafahr so hoch ist? Ich glaube ja mal eher nicht dass jemand der sich nicht relativ sicher ist negativ zu sein zum Blutspenden geht.

So seh ich das auch. Sonst könnte man auch gleich sagen, nur Schwule müssen Kondome benutzen und beim Rest ists eh egal...
 

Benutzer62841  (33)

Meistens hier zu finden
Meines Wissens dürfen auch andere Risikogruppen nicht spenden, z.B. wenn man im Jahr XY im Land Z war.... sollen die sich jetzt auch alle diskriminiert fühlen?

Ich finde es wirklich auch wichtiger, die grössten Risiken auszuschliessen, als dabei politisch korrekt sein zu wollen.

Ein Risiko ist jemand, der ungeschützt fröhlich durch die Gegend poppt. Ob das nun ein Homo oder ein Hetero ist spielt überhaupt keine Rolle dabei, dem Virus ist das nämlich auch vollkommen schnuppe. Und solche Leute gibt es bei Homos und Heteros - bei Heteros sogar viel mehr als bei Homos, schließlich gibt es auch viel mehr Heteros als Homos :smile:

Die momentane Einteilung ist schlicht und ergreifend dumm. Nein. Nicht einfach dumm. Sie ist gefährlich. Sie geht absolut nicht auf die konkreten Lebensumstände ein, wodurch die Gefahr, dass verseuchtes Blut eines "ungefährlichen Heteros" durchrutscht gewaltig ansteigt - und die Gefahr, dass sauberes Blut eines "Risiko-Schwulen" bei einer Leben-und-Tod-Situation fehlt ebenfalls.
 
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