Soll Deutschland die Olympischen Spiele in Peking boykottieren ?

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Gast
(...)
es muss ja nich immer was mit der eigenen umgebung zu tun haben.
die berichte über china und tibet usw werden während einer stattfindenen olympiade, wie soll ich sagen.. in den nachrichten mehr hervorgehoben, als wenn die olympiade boykottiert wird.
das mag vll am eröffnungsabend noch spannend sein, aber nich mehr nach einer woche.
da kräht kein hahn mehr nach und die nachrichten werden wieder im rest untergehen.
vorallem in ländern, die nicht so weltoffen sind wie DE.
aber wenn die olympiade statt findet, findet vll auch in anderen ländern eine größere berichterstattung statt, die sportler bringen sicherlich auch was mit nach hause und so wird der druck auf china größer.
zumindest stell ich mir das so vor. :smile:

hm, ich verweise mal auf den Boykott der Spiele in Moskau 1980.....so richtig in Vergessenheit geraten ist der ja nie, genauso wenig wie der Grund, der sowjetische Einmarsch in AFG.

Wobei ich mir nicht wirklich sicher bin, ob ich einen Boykott befürworte, was macht China wichtiger als Afrika, müssten wir dann nicht konsequenterweise jedes Sportereignis in einem undemokratischem Land boykottieren...sprich jede kleine Fußball U-17 WM in einem solchen Land usw.....?

PS: Olympiade= Zeitraum zwischen zwei olympischen Spielen (also die 4 Jahre)
 

Benutzer76962 

Verbringt hier viel Zeit
Kein Boykott

Einen Boykott der Spiele befürworte ich nicht. Selbst der Dalai Lama spricht sich gegen einen Boykott aus. Seine Argumentation: Es handelt sich um einen Konflikt mit der chinesischen Regierung und nicht mit dem chinesischen Volk. Ein Boykott ist seiner Ansicht nach keine Lösung.

Dem schließe ich mich an. Außerdem stelle ich mir die Frage, wie die Staatsmacht noch reagieren würde, wenn die Spiele ausfielen. Vielleicht haben die Spiele eine mäßigende Wirkung... Aber das ist Spekulation.

Man sollte aber bei der künftigen Vergabe von Olympischen Spielen allerdings die Menschenrechtssituation berücksichtigen.
 

Benutzer26398 

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Novalis schrieb:
Neben Olympiaboykott gehört definitiv ein Wirtschaftsboykott dazu. Koste es was es wolle.
Auch wenn ich mit Novalis nicht immer übereinstimme - hier kann ich ihm nur recht geben! Leider wurde diese Maßnahme in der Vergangenheit versäumt - aufgrund blinkender Dollarzeichen in den Augen von Politikern und Wirtschaftsbossen überall in der Welt.

Wer weiß zu welchen für uns neg. Wendungen der Staat China in Zukunft fähig sein - und dann wird es nicht mehr möglich sein ihn aufzuhalten bzw. sein Gebahren einzuschränken.

Wohin das führt ist bereits jetzt zu sehen (nicht nur in Tibet) - diverse afrikanische Regime und v.a. deren Despoten und Warlords verdanken ihre Existenz nur dem Handel mit China.

Dies betrifft uns zwar momentan nur indirekt aber eines Tages wird uns die "chinesische Keule" mit voller Wucht treffen. Noch ist es nicht zu spät gegenzusteuern - aber es ist 5 vor 12.
 

Benutzer11128 

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Darf ich auf die Ausgangsfrage eingehen ?

Soll Deutschland die Olympischen Spiele in Peking boykottieren ?

Nein. Das hätte auch keinen Sinn. Nicht wirklich.
Und es würde nichts ändern.

Erst wenn ALLE Nationen in Boykott treten würden, hätte es eine gewisse Aussagekraft.

Wie Brainforce schon sagte: Man hätte die Spiele schon von Anfang an nicht nach China vergeben dürfen. Jetzt ist ein es ein wenig zu spät ...

Und die von Novalis geforderten Wirtschaftssaktionen halte ich schlichtweg für naiv. Denn Politik macht schon lange keine Wirtschaft mehr. Wirtschaft macht Politik.

Wie sagte man in den USA beim ersten Golfkrieg so treffend ?
"Wir wissen genau, welche Waffen sie haben, denn wir haben noch die Quittungen .... aber wir haben auch die Pläne für die Ölfelder"
 
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