"So viel will ich mindestens verdienen..." - Wie sehen Eure Ansprüche aus?

Benutzer50955 

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Hallo zusammen!

Was ist eigentlich mindestens ein akzeptables Gehalt? Nicht nur seit dem Mindestlohn oder den Diskussionen um hohe Manager-Boni wird darüber kontrovers gestritten.

Das mit dem Gehalt ist immer so eine Sache. Viele Reden nicht so gerne drüber, aber eine wichtige Größe für das eigene Leben ist ja nun zweifellos. Mir ist schon oft aufgefallen, dass es gerade bei den eigenen Gehaltsansprüchen oft ziemliche extreme gibt:

-Leute, die gemessen an ihrer Qualifikation erstaunlich moderate Ansprüche haben

-Leute, die sich vom Gehalt weit über dem sehen, was sie eigentlich verlangen könnten.

Gerade bei vielen Akademikern scheint es da -je nach Fach- auch ziemliche Spreizungen zu geben. Von manchen Akademikern in gefragten Branchen habe ich da schon niedrige Vorstellungen mitbekommen, für ein Handwerker -salopp gesagt- Morgens nicht aufstehen würde. Andere peilen einfach mal pauschal mindestens 45.000 Euro im Jahr an, weil das "als Akademiker ja wohl drin sein muss".

Klar, manches hat man nicht in der Hand und es kommt darauf an, wie es in der eigenen Branche gerade aussieht. Daneben stellt man sich auch selber die Frage "Wie viel bin ich eigentlich am Arbeitsmarkt mindestens wert?". So "unter Wert verkaufen" will man sich ja auch nicht.

Je nach individuellem Fall gibt es bei fast allen aber ja eine Summe, die mindestens herumkommen muss.

Daher mal die Umfrage:

Welchen Beruf hast du bzw. peilst du an?

Welche Qualifikation hast du (Ausbildung, Bachelor, Master)?

Welches Jahresgehalt ist für dich die Untergrenze, die du akzeptieren würdest?

Findest du es schwer für dich festzulegen, "wie viel zu wert bist", falls du in ein Gehaltsgespräch gehst oder du dich neu bewirbst?
 

Benutzer154191 

Benutzer gesperrt
Ich studiere Jura und gebe selber zu, ich bin dieser typische "Karriere über allem" Mensch. Dementsprechend stecke ich fast meine komplette Energie in mein Studium, bin aber glücklich damit weil es mir Spaß macht.
 

Benutzer68775  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
Oh, eigentlich wollte ich nur schreiben, soviel dass ich bequem leben kann :zwinker: und jetzt stehen da noch so viele Einzelfragen dabei ...
Ich mach mir nicht so viel aus Zahlen, oder dem Ansammeln von Geld. Ich will bitte genug für ein angenehmes Auskommen haben. Dass ich nicht cnts drehen muss um die laufenden Kosten zu decken und gleichzeitig nicht in den Stress komme, was tun mit zu viel Geld :grin:

Im Moment lebe ich eigentlich genau so, und verdiene nicht wahnsinnig viel...

Welchen Beruf hast du bzw. peilst du an?
Ich bin PR Tante

Welche Qualifikation hast du (Ausbildung, Bachelor, Master)?
Studium (Magister in dem Fall)

Welches Jahresgehalt ist für dich die Untergrenze, die du akzeptieren würdest?
Ist mir wurscht, wenn mir der Job Spaß macht arbeite ich nicht für Geld. Beziehungsweise lediglich für das Geld das ich brauche. Da bin ich mir 20 000 jährlich schon sehr gut bedient.
Wenn ich einen Job nicht mag muss man mir proportional zu meiner Einigung mehr zahlen. Irgendwie muss sich das ja kompensieren.

Findest du es schwer für dich festzulegen, "wie viel zu wert bist", falls du in ein Gehaltsgespräch gehst oder du dich neu bewirbst?
Ich habe noch niemals ein Vorstellungsgespräch geführt, oder auch nur eine Bewerbung geschrieben :grin: keine Ahnung, wenn ich Zahlen nennen müsste, wäre ich völlig überfordert... da ich offenbar zu anspruchslos bin...
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Ich studiere Jura und gebe selber zu, ich bin dieser typische "Karriere über allem" Mensch. Dementsprechend stecke ich fast meine komplette Energie in mein Studium, bin aber glücklich damit weil es mir Spaß macht.
Ist Karriere Erfolg denn gleich Verdienst?
Für mich heißt Erfolg im Job gut zu machen, was ich mache und jeden Morgen gerne aufzustehen. Was finanziell dabei rauskommt bewertet das nicht...
 

Benutzer154191 

Benutzer gesperrt
Ist Karriere Erfolg denn gleich Verdienst?
Für mich heißt Erfolg im Job gut zu machen, was ich mache und jeden Morgen gerne aufzustehen. Was finanziell dabei rauskommt bewertet das nicht...

Bei den Juristen gilt das Prinzip, je besser die Examensnote desto besser das Einstiegsgehalt. Zwischen Arbeitslosigkeit und 130.000€ ist da alles dabei. Deswegen sehe ich bei mir zumindest eine Verbindung zwischen (Studien-)erfolg und dem Verdienst.
 

Benutzer68775  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
Bei den Juristen gilt das Prinzip, je besser die Examensnote desto besser das Einstiegsgehalt. Zwischen Arbeitslosigkeit und 130.000€ ist da alles dabei. Deswegen sehe ich bei mir zumindest eine Verbindung zwischen (Studien-)erfolg und dem Verdienst.
Ich meinte eher ob der Erfolg einer Karriere sich an der Zahl auf dem Jahresgehaltsscheck bemisst...
 
R

Benutzer

Gast
Welche Qualifikation hast du (Ausbildung, Bachelor, Master)? Ich habe 2 Staatsexamen.

Welches Jahresgehalt ist für dich die Untergrenze, die du akzeptieren würdest? Etwa 50.000 Euro brutto.

Findest du es schwer für dich festzulegen, "wie viel zu wert bist", falls du in ein Gehaltsgespräch gehst oder du dich neu bewirbst? Nein, da es für meinen Beruf öffentlich einsehbare Tabellen gibt und somit jeder mein Gehalt nachschlagen kann. :zwinker:

Andere peilen einfach mal pauschal mindestens 45.000 Euro im Jahr an, weil das "als Akademiker ja wohl drin sein muss".
Jein. Kommt sicher auf den Studiengang an, klar, aber in meinem Berufsfeld erwarte ich schon mehr als o.g. Jahrseinkommen, da es einfach üblich ist, so viel zu verdienen, wieso sollte ich also den gleichen Job machen wie andere und dafür weniger Geld bekommen?
 
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Benutzer154900  (24)

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2000 netto ist aber schonmal ne ordentliche Messlatte oder???
 

Benutzer154900  (24)

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Ich meine genrell. Da muss ich ja 3000 brutto verdienen! Das klappt doch sicher erst nach 10 Jahren berufserfahrung oder so!
 

Benutzer15352 

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Welche Qualifikation hast du (Ausbildung, Bachelor, Master)? Magister

Welches Jahresgehalt ist für dich die Untergrenze, die du akzeptieren würdest? Da ich verheiratet bin, rechne ich nicht nur mein Gehalt, sondern auch das meines Mannes in die Kalkulation mit ein. Von...sagen wir mal 5000 netto kann man denke ich gut leben und auch bedenkenlos eine Familie gründen :smile:.

Findest du es schwer für dich festzulegen, "wie viel zu wert bist", falls du in ein Gehaltsgespräch gehst oder du dich neu bewirbst? Nö, eigentlich nicht. Ich bin bald wieder auf Jobsuche und habe da schon sehr klare Vorstellungen, die ich auch kommunizieren werde.
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Ich meine genrell. Da muss ich ja 3000 brutto verdienen! Das klappt doch sicher erst nach 10 Jahren berufserfahrung oder so!
Ach, das glaube ich nun nicht :zwinker:. Wobei man für 2000 netto auch mehr als 3000 brutto verdienen muss (in Steuerklasse IV bzw. I).
 

Benutzer50955 

Sehr bekannt hier
Ich meine genrell. Da muss ich ja 3000 brutto verdienen! Das klappt doch sicher erst nach 10 Jahren berufserfahrung oder so!

Das kommt natürlich auf Ausbildung, Region und Unternehmensgröße an. Ein Bürokaufmann beim Dax-Konzern wird den Wert verhältnismäßig leicht erreichen, einer im kleinen Handwerksbetrieb nie. Beispielsweise.
 

Benutzer34612 

Planet-Liebe Berühmtheit
Redakteur
Ich hab zwei Diplome und verdiene dafür deutlich zu wenig - nämlich den Mindestlohn in meinem Bereich. Das ist aber leider üblich und es sieht nicht so aus, als ob sich das in absehbarer Zeit ändern könnte. Der Mindestlohn wird nächstes Jahr zwar steigen, aber es ist immer noch lachhaft wenig.

Ich kann mit dem was ich verdiene aber leben und die Familie ernähren und das reicht mir.

2000 netto ist aber schonmal ne ordentliche Messlatte oder???
Das war damals nachm Studium mit 23 mein Einstiegsgehalt *g* War aber nur eine Elternzeitvertretung in einem Bereich, der mich nicht wirklich interessiert und hätte bedeutet, weiter für die katholische Kirche arbeiten zu müssen und nicht so weiterleben zu können, wie ich es tue.
 

Benutzer113006 

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Moderator
Off-Topic:
Ich meine genrell. Da muss ich ja 3000 brutto verdienen! Das klappt doch sicher erst nach 10 Jahren berufserfahrung oder so!
Als Ingenieur z.B. kannst du schon einiges mehr als Absolvent/Berufseinsteiger verdienen. :smile:


Mit meinem Studiengang werde ich nicht reich, aber auf lange Sicht strebe ich die 3000 netto an. Realistisch betrachtet werde ich wohl bei dem Betrag in brutto einsteigen.

Meine Ansprüche für mein Leben sind nicht hoch. Ich kann auch mit vergleichsweise wenig Geld gut leben. Als Student bin ich es nicht anders gewöhnt und viel von meinen ersten Gehältern werden ohnehin in Versicherungen etc. investiert. Trotzdem möchte ich ausreichend Geld verdienen und mich nach 6 Jahren Studium und einem Masterabschluss nicht mit einem niedrigen Gehalt zufrieden geben und mich ausbeuten lassen. :zwinker:
 

Benutzer75070 

Meistens hier zu finden
Ich hab da nicht viel mitzureden, da ich im öffentlichen Dienst arbeite und mein Gehalt dementsprechend vorgegeben ist.

Aber ich kann relativ gut davon leben, also ist das schon okay.

Off-Topic:
Manche Leute würden sich da ganz schön umgucken, wenn plötzlich nach Leistung bezahlt werden würde :ninja:
 

Benutzer34612 

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Manche Leute würden sich da ganz schön umgucken, wenn plötzlich nach Leistung bezahlt werden würde :ninja:

Ich finde solche Modelle gar nicht schlecht. Da hat man als Arbeitnehmer je nach Modell ja auch durchaus Mitspracherecht.
Wenn ich manchmal sehe, wie sich bei uns manche auf die faule Haut legen und andere die Arbeit machen lassen und die sich dann auch noch den Popo aufreißen damit alles läuft... Aber gut - wenn der Anreiz nicht hoch ist, kann ichs auch irgendwo nachvollziehen.
 

Benutzer136609 

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Ich weiß das ich mit meinen Beruf nicht besonders viel verdienen werde, aber das ist auch okey. Komme aus einer Familie wo niemand 2000 Netto verdient^^
Denke ich werde zwischen 1200-1500 Netto kriegen, je nachdem wo ich anfange. Damit kann ich aber auch leben.
Und selbst mein Bruder der Maschinenbauingeneur wird, wird nicht so viel verdienen da er in einer kleinen Firma anfängt/angefangen hat. Zumindest kein Vergleich in Gegensatz zu einer großen Firma.
 

Benutzer75070 

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Ich finde solche Modelle gar nicht schlecht. Da hat man als Arbeitnehmer je nach Modell ja auch durchaus Mitspracherecht.
Wenn ich manchmal sehe, wie sich bei uns manche auf die faule Haut legen und andere die Arbeit machen lassen und die sich dann auch noch den Popo aufreißen damit alles läuft... Aber gut - wenn der Anreiz nicht hoch ist, kann ichs auch irgendwo nachvollziehen.

Ja, das macht mich auch wahnsinnig! Ist ja nicht so, als hätten die werten Kollegen keine andere Berufswahl gehabt. Aber eben jene würden diesem Modell niemals zustimmen, klar, oder?
 
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