So oder so (II)?

So oder so?

  • Wegbaggern

    Stimmen: 10 37,0%
  • Ort muss bleiben

    Stimmen: 17 63,0%

  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    27

Benutzer3277 

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Stell dir vor du bist Politiker. Unter deinem wunderschönen, historisch wertvollen Heimatort (5000 Einwohner) wird viel Braunkohle gefunden. Die Wirtschaft will den Ort umsiedeln und wegbaggern, dadurch werden 5000 Arbeitsplätze (bei hoher Arbeitslosigkeit) geschaffen. Die Bürger wehren sich mit allen Mitteln, wollen ihre Heimat unbedingt behalten. Wie würdest du dich entscheiden?
A: Wegbaggern
B: Ort muss bleiben
 

Benutzer3277 

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@ bamba:
Nein, ich meine nicht Heuersdorf, die Frage ist FREI ERFUNDEN. Bin aber aus Sachsen und kenne daher Heuersdorf...

Dein Goethe-Spruch aus Faust passt übrigens gut zu meiner Frage...
 

Benutzer5902 

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okay :zwinker: .. is nämlich nur 10 min von mir entfernt.
lag so nahe .. aber die zahl der einwohner würde ja schon alleine nicht stimmen *g*
 

Benutzer3277 

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@ bamba:
Genau, ich dachte, bei einem kleinen Dorf meinen bestimmt viele, daß das ja weg kann.
 

Benutzer16852 

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Das liegt nicht in der Entscheidungskompetenz der Politiker. Es ist rechtlich fast nicht durchführbar 5000 Personen zu enteignen. Vorallem da der Staat vermutlich kein Interesse an der Tätigkeit selbst hat (es wird keine Braunkohle benötigt um den Energiebedarf zu decken).
Sollte sich eine Firma so für diesen Standort interessieren und sich solche Gewinne erhoffen, dass sie im Vorfeld soviel Kapital investieren kann um die Bewohner zu bezahlen ist das was anderes. Und selbst in diesem Fall ist es immer noch Sache der Bewohner ein solches Angebot anzunehmen.

Herzlich willkommen in der Marktwirtschaft.
 
S

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Gast
Ich denke jedem sollte es frei stehen sein Haus zu verkaufen und sich umsiedeln zu lassen oder zu bleiben. Denn Teil den die Graber kaufen können, können sie dann ausgeraben, den den sie nicht kriegen eben nicht.
 
S

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Gast
seppp schrieb:
Ich denke jedem sollte es frei stehen sein Haus zu verkaufen und sich umsiedeln zu lassen oder zu bleiben. Denn Teil den die Graber kaufen können, können sie dann ausgeraben, den den sie nicht kriegen eben nicht.
*looooooooooool*
..du bist aber witzig!!
Da wo ich früher gewohnt hab war Rheinbraun in der Nähe und es wurde zB auch der Ort wo ich mal Wohnte um 20 km "verlegt"!
Und es konnte auch jeder "frei" entscheiden.. aber nur, ob das Haus wo anders so wieder aufgebaut wird, oder eine Entschädigung gezahlt wird!
 

Benutzer13521  (40)

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Es geht wohl nicht nur um die Kohle, sondern auch um die Industrie, die für die technische Ausstattung zuständig ist. Diese riesigen Abbaumaschinen werden wohl in Deutschland hergestellt, und man braucht einige wenige Abbaustätten, um einfach neue Techniken auszuprobieren/zu zeigen dass deutsche Technik was kann. (Genauso wie man eine Strecke für den Transrapid will/wollte, einfach um das Ding auch mal in Deutschland fahren zu lassen. Kommt halt schlecht, wenn man einem Ausländer was verkaufen will, und keiner im eigenen Land hat es.)

@seppp: Weißt du wie groß so Bagger sind? :grin: Und wie tief die graben? Glaub mir, niemand will umgeben von so einer Grube leben, und muss es auch nicht, denn die Erschütterungen des Abbaus muss sich kein Hausbesitzer bieten lassen. Solang da also noch jemand lebt müssen die entweder weit um ihn herum buddeln, oder alle paar Monate eine Vollrenovierung seines Hauses bezahlen.
Wie es mit der Lärm-/Abgasentwicklung aussieht wage ich gar nicht zu raten...
 

Benutzer11128 

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deBergerac schrieb:
Das liegt nicht in der Entscheidungskompetenz der Politiker. Es ist rechtlich fast nicht durchführbar 5000 Personen zu enteignen. Vorallem da der Staat vermutlich kein Interesse an der Tätigkeit selbst hat (es wird keine Braunkohle benötigt um den Energiebedarf zu decken).
Sollte sich eine Firma so für diesen Standort interessieren und sich solche Gewinne erhoffen, dass sie im Vorfeld soviel Kapital investieren kann um die Bewohner zu bezahlen ist das was anderes. Und selbst in diesem Fall ist es immer noch Sache der Bewohner ein solches Angebot anzunehmen.

Leider nicht ganz richtig ...
Die Kommunen können unter gewissen Bedingungen sogar enteignen, wenn es um die Errichtung eines IKEA geht ... Erst jüngstes Urteil des VGH.

Und zum Thema:
Ja, ich wäre dafür. Nicht gerade wenn es um Braunkohleabbau geht, aber im Prinzip schon.
Der 5000-Seelen-Ort wird nämlich über kurz oder lang eh sterben, wenn es keine Arbeitsplätze gibt. Das dürfte gerade in den neuen Bundesländern hinreichend bekannt sein ...
 

Benutzer6874  (35)

Benutzer gesperrt
Wenn das Dorf wunderschön und historisch wertvoll ist, und die Menschen wollen dort bleiben, dann soll es bleiben.

Das müsste übrigens ein Mega grosses Dorf sein (etwa Grösse von N.Y.) wenn an seiner Stelle im Braunkohle Bergbau 5000 Arbeitsplätze entstehen sollen!!!
 

Benutzer16852 

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waschbär2 schrieb:
Leider nicht ganz richtig ...
Die Kommunen können unter gewissen Bedingungen sogar enteignen, wenn es um die Errichtung eines IKEA geht ... Erst jüngstes Urteil des VGH.
Lies meinen Post genauer. Ich sprach niemals davon das es unmöglich. Abgesehen davon, wieviele Personen muss man enteignen um ein Ikea zu bauen? Sicherlich keine 5000.
 

Benutzer13521  (40)

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simon1986 schrieb:
Wenn das Dorf wunderschön und historisch wertvoll ist, und die Menschen wollen dort bleiben, dann soll es bleiben.

Das müsste übrigens ein Mega grosses Dorf sein (etwa Grösse von N.Y.) wenn an seiner Stelle im Braunkohle Bergbau 5000 Arbeitsplätze entstehen sollen!!!

Manchmal gehen Arbeitsplätze eben vor hübsche Dörfer. :rolleyes:

Und so groß muss das Dorf nicht sein, wie ich oben schon geschrieben habe kann so ein Tagebau schlecht bis an den Dorfrand gehen, da muss schon Sicherheitsabstand gehalten werden.
 
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