Singles - wann überkommt euch ein Einsamkeitsgefühl?

Katzenauge123
Benutzer202690  (40) Verbringt hier viel Zeit
  • #1
Ich würde gerne mal wissen, wie es den anderen Singles hier geht.

In welchen Momenten spürt ihr verstärkt, dass ihr alleine seid?
Das Gefühl des Alleinseins bishin zum Einsamkeitsgefühl

Inwieweit zieht es euch runter?

Wie holt ihr euch aus der Traurigkeit raus?



Ich selber spüre es morgens, wenn ich frei habe und etwas mehr Zeit im Bett für mich alleine habe.
Da fehlt jemand neben mir.
Jemand, der mich umarmt, der mich liebt und begehrt.
Mit dem ich mich auf Augenhöhe unterhalten kann.

Aber auch bei Familientreffen, wenn alle mit Partner da sind und ich als Singlemama ohne Partner da bin.

Wenn im Bekannten/Freundeskreis miteinander weggegangen wird und der Abend nur aus lauter Pärchen besteht.
(Ich meide solche Situationen ehrlich gesagt)

Ab und zu fehlt es mir auch abends.
Eine Person, mit der ich über meinen Alltag sprechen kann, die sich für mich interessiert- in einer Regelmäßigkeit, wie es eben in einer guten Partnerschaft vorkommt.

Wenn ich selbst einen Eingriff habe und dann Hilfe von außerhalb brauche.
(vor kurzem beim Kieferchirurgen unter Dämmerschlaf)

Unterschwellig ist das Gefühl der Einsamkeit immer da.
Am schlimmsten, wenn mein jüngster Sohn auch nicht da ist.
Wenn ich am "kinderfreien Wochenende" mal nicht so viel Programm habe.

Mir tut es gut, mich mit anderen Singles zu treffen - also meist Freundinnen, mit denen man sich über die Gefühle austauschen kann, vielleicht auch gemeinsam weinen kann.

Musik, Vereinsarbeit, Haustiere, Gartenarbeit, Backen, ein gutes Buch, eine spannende Serie lassen das Gefühl etwas in den Hintergrund rücken.

Manchmal kommt auch ein Gefühl des Versagens in mir hoch. Das zieht mich dann noch mehr runter.
Die Frage auch, ob ich dazu "verdammt" bin, alleine zu bleiben.
Warum mir all das passiert ist.

Gleichzeitig die Frage, warum ich nicht vollständig glücklich bin, da es mir doch eigentlich gut geht.
Dass ich eine tolle Arbeit, ein schönes Zuhause, drei wunderbare Kinder habe.
Warum gibt es dennoch diese negative Gedanken, die mich so runterziehen können?

Wünsche euch allen einen schönen Sonntag und danke schon einmal für eure Antworten 🙂
 
Zuletzt bearbeitet:
S
Benutzer188774  Meistens hier zu finden
  • #2
In welchen Momenten spürt ihr verstärkt, dass ihr alleine seid?
Das Gefühl des Alleinseins bishin zum Einsamkeitsgefühl

Inwieweit zieht es euch runter?

Wie holt ihr euch aus der Traurigkeit raus?
Ich bin kein Single, aber die Fragen sprechen mich trotzdem an, weil ich die meiste Zeit meines Lebens Single war und davon auch einige Jahre am Stück. Hoffe, es ist ok, wenn ich darauf antworte, denn die Erinnerung ist trotzdem sehr präsent.

Ich muss dazu sagen, ich hatte immer überwiegend Freundinnen, die liiert waren und meist auch mit dem Partner zusammengewohnt haben.

Abende in Pärchenkonstellationen haben mich runtergezogen, besonders in Langzeit-Singlephasen. Da fühlte ich mich immer sehr allein. Auch toll, wenn man gar nicht erst eingeladen wird, weil offenbar eine unausgesprochene Regel gilt, die besagt "Pärchen treffen nur Pärchen". Meistens hat man aber mit der jeweiligen Freundin allein, also ohne Partner, etwas zusammen unternommen. Und dies war dann immer sehr eingeschränkt, zeitlich und von den Möglichkeiten her:

"Nein, essen tue ich jetzt hier nichts mit Dir zusammen. xy kocht heute und ich esse zuhause"
(okay, warum ausgerechnet heute, wenn wir uns nach längerer Zeit mal wieder sehen? Dann mag ich hier nicht allein essen, wenn Du mir gegenüber sitzt. Aber eigentlich hätte ich hier im Café/ in der Kneipe gern was gegessen, denn auf mich wartet zuhause nichts)

"Ich muss mal langsam nach Hause, ist ja schon spät"
(um 20.45 Uhr und nach zigmaligem aufs Handy gucken, weil xy geschrieben hat)

"Urlaub mit Dir klingt super! Geht aber nur einige Tage mal übers WE, denn mein Haupturlaub gehört natürlich xy"
(ok verständlich, wirklich! Dennoch deprimierend, wenn man keine/n Reisepartner/in findet und stattdessen allein verreisen muss. Ich habe das nie gemocht)

"Gern können wir uns mal wieder treffen, aber die nächsten Wochenenden sind WIR komplett verplant. Geht also nur unter der Woche"
(und das geht dann auch nur bis 20.45 Uhr, siehe oben. Man fühlt sich ein bißchen wie auf der Freundinnen-Resterampe)

"Wir können uns gern am Samstag Abend treffen, xy ist da eh mit seinen Jungs unterwegs"
(toll, wenn xy sich die Freiheit selbstverständlich nimmt, darfst Du an genau dem Tag dann auch mal ohne ihn weg"

Mir ging das alles so völlig auf den Zeiger. Natürlich sind nicht alle Menschen so, aber ich hatte immer eher Freundinnen in meinem Umfeld, die doch sehr viel Rücksicht auf den Mann genommen und sich selbst, in meinen Augen, hintenan gestellt haben. Unternehmung x mit mir war ihnen zu teuer und es gab ja schon Planung y mit dem Partner, aber der Partner hat sich dann für 1000 Euro eine neue Angelausrüstung gekauft, obwohl man ja gemeinsam sparen wollte, und das war dann ok. Klaro!

Und sonst? Klingt im ersten Moment sicher seltsam, aber ich habe mich oft dann allein und einsam gefühlt, wenn ich etwas allein bewerkstelligen musste, was schwer war oder mir schwer fiel. Ich war traurig, wenn ich mir Belastung nicht mit Jemandem teilen konnte. Ich habe echt mal geheult, weil ich zwei große schwere Papiertüten mehrere 100 m allein tragen musste, während es von oben regnete und mir dann beide Papiertüten rissen und sich dann der komplette Inhalt auf dem Gehweg verteilt hat. Ich musste alles allein zusammensammeln, die Sachen waren dann dreckig und als ich selbst völlig durchnässt in der Wohnung stand, habe ich mich so allein gefühlt wie nur irgendwas. Das hatte für mich damals was symbolisches, ich habe mich total allein gefühlt. Klingt vermutlich lächerlich, aber genau so war es.

Sex/ Zärtlichkeiten? Ja, fehlten schon, aber zumindest Sex habe ich durch Dating zwischendurch schon gehabt. Ist natürlich nicht vergleichbar, aber hat dennoch etwas "geholfen". Mit fehlender Zärtlichkeit ist das schon schwieriger, denn die bekommt man so nicht (und fühlt sich für mich auch nur in einer Beziehung schön an).
 
Katzenauge123
Benutzer202690  (40) Verbringt hier viel Zeit
  • Themenstarter
  • #3
Ich bin kein Single, aber die Fragen sprechen mich trotzdem an, weil ich die meiste Zeit meines Lebens Single war und davon auch einige Jahre am Stück. Hoffe, es ist ok, wenn ich darauf antworte, denn die Erinnerung ist trotzdem sehr präsent.

Ich muss dazu sagen, ich hatte immer überwiegend Freundinnen, die liiert waren und meist auch mit dem Partner zusammengewohnt haben.

Abende in Pärchenkonstellationen haben mich runtergezogen, besonders in Langzeit-Singlephasen. Da fühlte ich mich immer sehr allein. Auch toll, wenn man gar nicht erst eingeladen wird, weil offenbar eine unausgesprochene Regel gilt, die besagt "Pärchen treffen nur Pärchen". Meistens hat man aber mit der jeweiligen Freundin allein, also ohne Partner, etwas zusammen unternommen. Und dies war dann immer sehr eingeschränkt, zeitlich und von den Möglichkeiten her:

"Nein, essen tue ich jetzt hier nichts mit Dir zusammen. xy kocht heute und ich esse zuhause"
(okay, warum ausgerechnet heute, wenn wir uns nach längerer Zeit mal wieder sehen? Dann mag ich hier nicht allein essen, wenn Du mir gegenüber sitzt. Aber eigentlich hätte ich hier im Café/ in der Kneipe gern was gegessen, denn auf mich wartet zuhause nichts)

"Ich muss mal langsam nach Hause, ist ja schon spät"
(um 20.45 Uhr und nach zigmaligem aufs Handy gucken, weil xy geschrieben hat)

"Urlaub mit Dir klingt super! Geht aber nur einige Tage mal übers WE, denn mein Haupturlaub gehört natürlich xy"
(ok verständlich, wirklich! Dennoch deprimierend, wenn man keine/n Reisepartner/in findet und stattdessen allein verreisen muss. Ich habe das nie gemocht)

"Gern können wir uns mal wieder treffen, aber die nächsten Wochenenden sind WIR komplett verplant. Geht also nur unter der Woche"
(und das geht dann auch nur bis 20.45 Uhr, siehe oben. Man fühlt sich ein bißchen wie auf der Freundinnen-Resterampe)

"Wir können uns gern am Samstag Abend treffen, xy ist da eh mit seinen Jungs unterwegs"
(toll, wenn xy sich die Freiheit selbstverständlich nimmt, darfst Du an genau dem Tag dann auch mal ohne ihn weg"

Mir ging das alles so völlig auf den Zeiger. Natürlich sind nicht alle Menschen so, aber ich hatte immer eher Freundinnen in meinem Umfeld, die doch sehr viel Rücksicht auf den Mann genommen und sich selbst, in meinen Augen, hintenan gestellt haben. Unternehmung x mit mir war ihnen zu teuer und es gab ja schon Planung y mit dem Partner, aber der Partner hat sich dann für 1000 Euro eine neue Angelausrüstung gekauft, obwohl man ja gemeinsam sparen wollte, und das war dann ok. Klaro!

Und sonst? Klingt im ersten Moment sicher seltsam, aber ich habe mich oft dann allein und einsam gefühlt, wenn ich etwas allein bewerkstelligen musste, was schwer war oder mir schwer fiel. Ich war traurig, wenn ich mir Belastung nicht mit Jemandem teilen konnte. Ich habe echt mal geheult, weil ich zwei große schwere Papiertüten mehrere 100 m allein tragen musste, während es von oben regnete und mir dann beide Papiertüten rissen und sich dann der komplette Inhalt auf dem Gehweg verteilt hat. Ich musste alles allein zusammensammeln, die Sachen waren dann dreckig und als ich selbst völlig durchnässt in der Wohnung stand, habe ich mich so allein gefühlt wie nur irgendwas. Das hatte für mich damals was symbolisches, ich habe mich total allein gefühlt. Klingt vermutlich lächerlich, aber genau so war es.

Sex/ Zärtlichkeiten? Ja, fehlten schon, aber zumindest Sex habe ich durch Dating zwischendurch schon gehabt. Ist natürlich nicht vergleichbar, aber hat dennoch etwas "geholfen". Mit fehlender Zärtlichkeit ist das schon schwieriger, denn die bekommt man so nicht (und fühlt sich für mich auch nur in einer Beziehung schön an).
Klar darfst du antworten 🙂
Jeder der sich angesprochen fühlt.

Man kann sich ja auch leider in einer Partnerschaft einsam fühlen.
So ging es mir zumindest zeitweise.

Danke für deine Antwort 🥰
 
Alex_ander_83
Benutzer232071  (42) Ist noch neu hier
  • #4
Ich war in meiner Partnerschaft sehr einsam. 😢 irgendwann kam dann das unausweichliche, die Trennung… natürlich mit Kind und den ganzen Gericke wenig witzig aber mein Kindii steht zu mir und bleibt bei mir.
Dadurch das sie bei mir Ihren Lebensmittelpunkt hat, habe ich kaum Zeit mich einsam zu fühlen. Aber ja an Wochenenden oder den Ferien passiert das schon oft.
Eigentlich aber nur weil ich an die kleine denke und mich Sorge…

Einsam… schwierig… ich fühle mich eher allein statt einsam.
Bin aber trotzdem ganz zufrieden mit meinem Leben. 😇
 
I
Benutzer228593  (32) Sorgt für Gesprächsstoff
  • #5
Ich kenne auch Momente, in denen mir das fehlt. Wenn ich funktionierende Beziehungen sehe, frage ich mich aber wie sie das bloß anstellen. In der Theorie ist mir schon klar, was zu einer funktionierenden Beziehung gehört, dennoch ist es mir oft ein Rätsel, wie das tatsächlich gut gehen kann. Ich kenne das alles nur mit schwersten Problemen, auch aus meiner Kindheit. Habe das Gefühl, dass es das für mich vielleicht einfach nicht gibt. Das bringt mich jetzt nicht um, aber es führt dann doch ab und zu zum Gefühl der Einsamkeit.
 
Topfrose
Benutzer215713  (41) Öfter im Forum
  • #6
Eine Person, mit der ich über meinen Alltag sprechen kann, die sich für mich interessiert- in einer Regelmäßigkeit, wie es eben in einer guten Partnerschaft vorkommt.
Ja, geht mir genauso. Das fehlt mir am meisten glaube ich. Einfach der alltägliche Austausch, sich ausquatschen und Rückmeldung bekommen, mal getröstet und in den Arm genommen werden oder auch Freude und Erfolge teilen.
Meistens hat man aber mit der jeweiligen Freundin allein, also ohne Partner, etwas zusammen unternommen. Und dies war dann immer sehr eingeschränkt, zeitlich und von den Möglichkeiten her:
Auch das kann ich nachvollziehen. Man merkt bei den meisten, dass der Partner einfach eine höhere Priorität hat. Und das kann ich total verstehen, wäre bei mir genauso. Trotzdem schmerzt es, weil es ein Gefälle in der Freundschaft macht. Wenn ich merke, dass ich "dazwischengequatscht" werde, fällt es mir schwer die Zeit dann noch zu genießen.
Klingt im ersten Moment sicher seltsam, aber ich habe mich oft dann allein und einsam gefühlt, wenn ich etwas allein bewerkstelligen musste, was schwer war oder mir schwer fiel. Ich war traurig, wenn ich mir Belastung nicht mit Jemandem teilen konnte.
Wieso soll das seltsam klingen? Für mich jedenfalls nicht. Ich verfalle immer ein bisschen in Selbstmitleid, wenn ich für jede Kleinigkeit immer jemanden suchen oder jemanden engagieren muss. Oder eben, wie du schreibst, es allein machen muss.

Einkaufen gehen an Freitagabenden oder am Samstagmorgen, ganz besonders in der Vorweihnachtszeit ist auch immer "In your face". Da fühle ich mich wie ein Alien.

Wenn ich mal wieder mitkriege, was Frauen sich so alles geben um blos nicht allein zu sein oder an Feiertagen, wenn ich einfach ganz in Ruhe rumgammeln kann und nicht auf steife Familienfeiern muss, bin ich manchmal froh, Single zu sein.
 
Y
Benutzer229258  Klickt sich gerne rein
  • #7
Immer wenn mehrere Leute über ihre Partnerschaft erzählen, irgendwas über ihre Freundin oder ihren Freund, da spüre ich umso mehr, dass ich Single bin. Aber sonst kommt dieses Gefühl auch so mal vor. Das ist schon so lange so, dass ich fast schon sagen könnte, dass ich mich daran gewöhnt habe, dass es da ist, weil das bei mir fast schon dazu gehört. Ich nehme das kaum noch als etwas Besonderes wahr. Aber bei mir ist es vielleicht auch etwas anderes, denn ich bin schon immer Single gewesen und es kann gut sein, dass sich das nie ändern wird. Die meisten hier sind vorübergehend Single, nehme ich mal an. Deshalb versuche ich mich damit abzufinden, dass sich das nie ändern wird und ich versuche das Beste draus zu machen und mich an den Gedanken zu gewöhnen, statt immer wieder darüber nachzudenken.
Wenn ich nachts im Bett liege, dann stelle ich mir fast immer vor, dass eine Frau gerade neben mir liegt und wir uns zusammen (warm) kuscheln.
 
Nik Traverse
Benutzer197010  (47) Verbringt hier viel Zeit
  • #8
Ich würde gerne mal wissen, wie es den anderen Singles hier geht.
In welchen Momenten spürt ihr verstärkt, dass ihr alleine seid?
Das Gefühl des Alleinseins bishin zum Einsamkeitsgefühl
Inwieweit zieht es euch runter?
Wie holt ihr euch aus der Traurigkeit raus?
Manchmal an Sonntagen. Da hab ich zwei Jahrzehnte lang meist etwas mit Partnerin gemacht.
Oder auch mal abends/nachts vor dem Einschlafen.
Oft ist mein Kind bei mir, da vergesse ich das dann eher. Oder ich habe sonst etwas vor.
Eine Zeitlang war ich Sonntags auch öfter mal auf sexorientierten Events. Kann aber danach Einsamkeit auch verstärken.
 
krava
Benutzer59943  (44) Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
  • #9
Kommt bei mir selten auf.
Meistens dann wenn ich irgendwie glückliche Paare seh, dann ist es aber nicht direkt Einsamkeit, sondern eher die Frage, ob ich irgendwie unnormal bin, weil ich das eben nicht hab.

Einsam direkt fühl ich mich selten, wobei es deutlich mehr geworden ist, seitdem mein Hund nicht mehr da ist :ashamed:
Körperliche Nähe vermisse ich auch eher selten, da geht's dann eher um Sehnsucht nach Sex.

So grundsätzlich hab ich mich sehr gut mit meiner Unabhängigkeit arrangiert und weiß die Vorteile zu schätzen.
Bzw meine Defizite kann ich ganz gut mit Freunden kompensieren.
 
T
Benutzer167764  Meistens hier zu finden
  • #10
Ganz konkret: in schönen Momenten. Die würde ich gerne teilen.

Und wenn ich von aufregenden Reisen zurückkehre, wie jetzt gerade, würde ich meine Abenteuer gerne teilen. Generell reden/sprechen. Ich tendiere dann dazu, teilweise auch ohne Feedback zu erhalten, bei Treffen mit Freunden sehr stark zu plappern. Höchstwahrscheinlich auch scheinbar zusammenhanglos und das ist dann auch immer mehr eine Art "Abladen".

Naja, jetzt bin ich mit Mitbringseln unterwegs zu meiner Familie und den Nichten/Neffen. Da werde ich vermutlich von der Reise berichten können und meine Eindrücke verarbeiten können.
 
I
Benutzer184272  Öfter im Forum
  • #11
Und sonst? Klingt im ersten Moment sicher seltsam, aber ich habe mich oft dann allein und einsam gefühlt, wenn ich etwas allein bewerkstelligen musste, was schwer war oder mir schwer fiel. Ich war traurig, wenn ich mir Belastung nicht mit Jemandem teilen konnte.
Ich fühle das so sehr!!! Geht mir auch so!

Grds. bin ich grade im reinen mit dem Single-Dasein, da ich aufgrund der aktuellen Lebenssituation einfach keine Ressourcen für ein Kennenlernen oder eine Partnerschaft habe. Aber in o. g. Situationen fehlt mir auch jemand an meiner Seite. Vor allem auch, wenn grade Stress mit den Kindern ist und/oder ich nicht weiter weiß, wünsche ich mir so oft jemanden, der einfach mal übernimmt, sodass ich eine kurze Auszeit zum sammeln habe oder der mich bremst, wenn ich mal wieder nur meine Sicht durchboxen will.
Ansonsten fehlen mir auch die kleinen Zärtlichkeiten im Alltag. Wenn ich beim Essen richten in der Küche stehe, stelle ich mir manchmal vor, wie jemand von hinten die Arme um mich legt, sich anschmiegt und mir ein Küsschen aufdrückt. Einfach so!
 
Anna1309
Benutzer166007  Sehr bekannt hier
  • #12
Ich bin sehr gerne Single und brauche es auch regelmäßig alleine mit mir Zeit verbringen zu können. Ich genieße das schon sehr und fühle mich daher nicht einsam. Das wird mit Sicherheit auch mit der Qualität meiner Freundschaften zu tun haben.

Ich kenne dieses latent vorhandene Bedürfnis nach einer Beziehung aber auch nicht. Bei mir ist das situationsbedingt und immer an einen ganz bestimmten Menschen gekoppelt. Wenn ich verliebt bin, dann vermisse ich ihn, habe Sehnsucht und genieße die Zweisamkeit. Aber wenn da gerade niemand existiert, der mich fasziniert, dann geht es mir auch als Single sehr gut und ich vermisse nichts.
 
Katerstrophe
Benutzer217004  (29) Öfter im Forum
  • #13
Grundsätzlich bin ich gerne für mich aber wenn ich traurig bin und schlafen gehen will, dann kommen mir öfter Gedanken, dass ich alleine bin oder mich alleine fühle oder so.

Das ist aber gefühlt ein körperliches Gefühl, ich weiß nicht.

Selten da, aber doch.

Sehnsucht nach Sex und Nähe ist relativ stark ausgeprägt würde ich sagen.

Ich glaube was ich noch nie hatte, ist ein "will ich auch Gefühl" wenn ich am Alltag eines päärchens teilnehme.

Bei meiner besten Freundin find ich es interessant wie sie mit Kindern und Partner agiert. Da bin ich nach einem Besuch oft froh, wenn ich in meine eigenen vier Wände komme und mir denke, Gott sei Dank 😂😂😂

Sie bewundere ich aber auch oft. Und dann gibt's Momente wo ich mir denke, dass ich froh bin, single zu sein.

Ich genieße meinen Freiraum, gehe wann ich will, komme wann ich will. Muss nix erstmal mit sonst wem absprechen 😇

Familienevents sind doof.

"Und, wann stellst du uns Mal jemanden vor?" Und ich denke mir, selbst wenn ich einen Partner hätte, und er wäre dabei, wow es wurde sofort los gehen: und wann heiratet ihr? Und, wann kommen Kinder?

Mein zukünftiger ist mit meiner Familie sehr gestraft 😂
 
Alex_ander_83
Benutzer232071  (42) Ist noch neu hier
  • #14
Ich bin sehr gerne Single und brauche es auch regelmäßig alleine mit mir Zeit verbringen zu können. Wenn ich verliebt bin, dann vermisse ich ihn, habe Sehnsucht und genieße die Zweisamkeit. Aber wenn da gerade niemand existiert, der mich fasziniert, dann geht es mir auch als Single sehr gut und ich vermisse nichts.
ist es nicht bei dir so, dass du irgendwann auf der Couch liegst und denkst "doch wäre cool" genau dieses Gefühl der Sehnsucht der Nähe zu haben?
 
banane0815
Benutzer44981  Planet-Liebe Berühmtheit
  • #15
Die größte Einsamkeit verspüre ich, wenn ich in einer Situation, die viele Menschen gemeinsam erleben (egal, ob als Liebespaar, als Familie oder mit Freunden) tatsächlich alleine bin.

Alleine reisen oder alleine im Restaurant sitzen ist für mich total schrecklich.
Ich erinnere mich z.B. noch an ein paar Tage alleine in Hamburg vor vielen Jahren. Ich war alleine in der Stadt unterwegs, fühlte mich sowieso schon einsam und wurde hungrig. Ich kam an mehreren schönen Restaurants vorbei. Aber die Vorstellung, mich jetzt alleine ins Restaurant zu setzen und dort etwas zu essen, fühlte sich so falsch und einsam an, dass mir der Appetit vergangen ist. Am Ende habe ich mir irgendwo Fastfood geholt, obwohl ich diesen Fraß eigentlich überhaupt nicht mag. Aber immerhin konnte ich so etwas gegen das Hungergefühl tun, ohne mich alleine im Restaurant noch einsamer zu fühlen, als ohnehin schon. (Nur im Miniatur-Wunderland habe ich mich nicht einsam gefühlt. Bauklötze staunen und in die Miniaturwelt eintauchen kann ich auch alleine.)
Von daher meide ich solche Situationen so gut wie möglich und bin dann lieber alleine zu Hause.

Ich selber spüre es morgens, wenn ich frei habe und etwas mehr Zeit im Bett für mich alleine habe.
Da fehlt jemand neben mir.
Jemand, der mich umarmt, der mich liebt und begehrt.
Mit dem ich mich auf Augenhöhe unterhalten kann.

Ab und zu fehlt es mir auch abends.
Eine Person, mit der ich über meinen Alltag sprechen kann, die sich für mich interessiert- in einer Regelmäßigkeit, wie es eben in einer guten Partnerschaft vorkommt.
Alleine zu Hause in meiner Wohnung zu sein löst bei mir kein verstärktes Einsamkeitsgefühl aus, das über dieses alltägliche Einsamkeits-Hintergrundrauschen hinausgeht. - Vermutlich, weil noch nie eine Beziehung hatte und somit auch keine Ahnung habe, wie schön dieser geteilte Alltag mit Gesprächen, kleinen Zärtlichkeiten, usw. mit der passenden Partnerin sein kann.

Die einzige Ausnahme ist, wenn ich nach einer schönen Zeit in netter Gesellschaft nach Hause komme. - Insbesondere nach meinen Gruppenreisen. Nach so einer intensiven Zeit mit netten Menschen freue ich mich erst mal kurz über die Ruhe und Zeit für mich, um üblicherweise schon am nächsten Tag in ein Loch aus Einsamkeit zu fallen und die ganzen netten Leute zu vermissen.

Wenn im Bekannten/Freundeskreis miteinander weggegangen wird und der Abend nur aus lauter Pärchen besteht.
(Ich meide solche Situationen ehrlich gesagt)

Mir tut es gut, mich mit anderen Singles zu treffen - also meist Freundinnen, mit denen man sich über die Gefühle austauschen kann, vielleicht auch gemeinsam weinen kann.
Auch das ist bei mir irgendwie anders.
Natürlich kenne ich diese Situationen, in denen ich mich unter lauter Paaren als fünftes Rad am Wagen ziemlich einsam fühle.
Allerdings ist das längst nicht bei allen Treffen mit Paaren der Fall. Es gibt auch Treffen, bei denen ich mich als einziger Single unter Paaren pudelwohl fühle, weil auch die vergebenen Menschen nicht primär als Paare unterwegs sind, sondern als Individuen und Teil der gesamten Gruppe.

Es tut mir definitiv gut, in netter Gesellschaft zu sein, etwas mit meinem Freundeskreis zu unternehmen (den ich erst seit ca. 2 Jahren habe... sonst hatte ich immer nur Einzel-Freundschaften), oder auch mit einem einzelnen Freund oder einer einzelnen (platonischen) Freundin. Aber da spielt der Beziehungsstatus der Freunde keine große Rolle, solange sie mir nicht dieses fünftes-Rad-Gefühl geben.
Gerade mein (gefühlt immer noch ziemlich neuer) Freundeskreis ist in dieser Hinsicht wirklich super. Wir sind ein bunter Haufen von Paaren und Singles, von Kinderlosen und Wochenend-Papas (nur klassische Familien und Alleinerziehende sind aktuell nicht dabei). Und selbst wenn ich mal nur mit einem Paar aus dem Freundeskreis unterwegs bin, fühle ich mich nicht wie das dritte Rad am Wagen.
Und aktuell planen wir sogar einen gemeinsamen Urlaub in einem schönen Ferienhaus.

Musik, Vereinsarbeit, Haustiere, Gartenarbeit, Backen, ein gutes Buch, eine spannende Serie lassen das Gefühl etwas in den Hintergrund rücken.
Beschäftigung tut auf jeden Fall gut. - Vorzugsweise natürlich Dinge, die ich nicht alleine mache (z.B. Sport), aber auch Dinge, mit denen ich mich gut alleine beschäftigen kann - z.B. lesen oder auch handwerkliche Tätigkeiten.

Manchmal kommt auch ein Gefühl des Versagens in mir hoch. Das zieht mich dann noch mehr runter.
Die Frage auch, ob ich dazu "verdammt" bin, alleine zu bleiben.
Warum mir all das passiert ist.
Diese Frage kenne ich als Dauersingle nur zu gut.
Kürzlich meinte eine (vergebene) Frau, die gerade auf dem besten Weg ist, von meinem Freundeskreis "adoptiert" zu werden, dass ich doch ein ziemlich attraktiver Mann wäre und dass sie nicht verstehen könne, warum ich Single bin.

Aber ich bin es. Schon mein ganzes Leben lang und ohne Aussicht auf eine Beziehung.
Irgendwie scheint die Welt um mich herum fast nur aus Paaren und Single-Männern zu bestehen, während Single-Frauen absolute Mangelware sind. (Na gut... die besagte Frau meinte, sie hätte da eine Bekannte "im Angebot", die attraktiv und single wäre... aber die hat gerade erst eine richtig unschöne Trennung hinter sich und ist höchstwahrscheinlich noch nicht bereit für was neues. Und eine platonische Freundin ist auch single. Aber die will grundsätzlich keine Beziehung.)

Mir ging das alles so völlig auf den Zeiger. Natürlich sind nicht alle Menschen so, aber ich hatte immer eher Freundinnen in meinem Umfeld, die doch sehr viel Rücksicht auf den Mann genommen und sich selbst, in meinen Augen, hintenan gestellt haben. Unternehmung x mit mir war ihnen zu teuer und es gab ja schon Planung y mit dem Partner, aber der Partner hat sich dann für 1000 Euro eine neue Angelausrüstung gekauft, obwohl man ja gemeinsam sparen wollte, und das war dann ok. Klaro!
Ich finde es echt schade, dass das heutzutage immer noch viel zu oft so ist und das es fast schon ein wenig exotisch ist, wenn sich Frauen nicht so zurücknehmen.
Ich denke da an zwei Frauen, die ich mal vor ein paar Jahren kennengelernt habe: Ihre Männer sind gute Freunde und fahren jedes Jahr zusammen in den Urlaub. Und da hieß es dann "Klar. Viel Spaß! Aber dann müsst ihr euch auch mal eine Woche alleine um Haushalt und Kinder kümmern, wenn wir gemeinsam wegfahren." Warum wirkt das fast schon exotisch, obwohl es eigentlich selbstverständlich sein sollte, dass beide Geschlechter so was können? (Immerhin hatten die Männer der Beiden wohl kein Problem damit - auch wenn deren Umfeld teilweise ziemlich überrascht reagiert hat.)

[...] Klingt vermutlich lächerlich, aber genau so war es.
Nein. Was sollte daran lächerlich klingen?

Bei mir kommt das zwar nur selten vor, weil ich ohne Beziehungserfahrung nicht auf Erlebnisse zurückblicken kann, in denen ich da nicht auf mich alleine gestellt war. Aber das klingt für mich absolut verständlich.
 
Fantasy.
Benutzer172046  Planet-Liebe Berühmtheit
  • #16
In welchen Momenten spürt ihr verstärkt, dass ihr alleine seid?
Alleine eigentlich immer, ich habe mich noch nie irgendwo zugehörig gefühlt. Es gibt mich nur "allein". Einsamkeit ist das aber nicht immer, oft bin ich tatsächlich sehr zufrieden damit. Zum Beispiel als ich heute glücklich vorm Fenster herumgehüpft bin, weil es geschneit hat. Solche Momente muss ich nicht teilen, um sie genießen zu können.

Am meisten merke ich es momentan, wenn ich weiß, dass ich etwas nicht alleine schaffe, und es trotzdem schaffen muss, weil da schlicht niemand ist, der oder die helfen könnten, und dann meine eigenen Ressourcen bis zum Anschlag ausreize. In dem Wissen, dass da auch niemand ist, der mir hilft, die zurückzubekommen.
Beim Arzt sitzen und alles im Kopf haben müssen und daher Stunden mit der Vorbereitung verbringen, hinterher niemanden haben, um meine Gedanken sortieren zu können. Eingriffe ablehnen, weil da niemand wäre, der anschließend aufpassen könnte.
Als ich im Ausland lebte und zwei Wochen lang sehr krank war, wurde mir beim Wasserglas auffüllen morgens plötzlich schwarz vor Augen und ich wusste ganz genau, wenn ich jetzt ohnmächtig werde und mir in dem winzigen Bad den Kopf aufschlage, ruft niemand einen RTW für mich. Ich habe es geschafft, irgendwie den Wasserhahn wieder zu schließen, und bin mit dem Wasserglas in der einen Hand und der anderen an der Wand lautstark durchs Haus gestolpert, bis ich irgendwo vor meiner Zimmertür nicht mehr konnte und es gerade noch geschafft habe, an der Wand herunterzusinken. Alle, mit denen ich damals zusammenwohnte, sind über mich drübergestiegen und haben sich hinterher noch darüber beschwert, dass ich im Weg gelegen hätte und nicht einmal gegrüßt, geschweige denn zu ihnen gesehen hätte. Seitdem ist das "niemand ist da, wenn dir etwas passieren sollte" sehr präsent, einfach, weil die Wahrscheinlichkeit, dass ich alleine umfalle und niemand hilft, nicht mehr nahe null ist.

Niemanden haben, der mir die Wasserflasche auffüllt, etwas aus dem Regal ganz oben holt oder sagt, ob ich das Outfit so anziehen kann. Mich schön fühlen und denken, was für eine Verschwendung das ist, wo es doch niemand sehen kann. Ein ganzes Wochenende mit niemandem sprechen und keine einzige Nachricht bekommen, weil jeder Kontakt von mir ausgeht. Allein essen. Szenen für meine Bücher schreiben und nichts davon je selbst erlebt haben.
Manchmal vermisse ich auch die intellektuelle Komponente. Mit jemand anderem Sterne gucken gehen, Rätsel lösen, philosophische Fragen erörtern, über Quantenphysik diskutieren. Jemand anderen zum Lächeln oder sogar zum Lachen bringen, die Wasserflasche auffüllen, einen Tee kochen, den Rucksack festhalten, gebraucht werden.

Romantische Serien oder Bücher kann ich daher manchmal nur in kleinen Dosen genießen. Aber tatsächlich ist Bücher schreiben in der Hinsicht auch sehr effektiv. Dazu kommen meine Hobbies, für die ich derzeit auch wieder mehr aktiven Anschluss suche.

Und an manchen Tagen sitze ich allein weinend auf dem Fußboden und hätte gern eine Schulter zum Anlehnen dabei. Mir gehen langsam die Orte aus, an denen ich noch nicht geweint habe, das wird dann immer so eintönig.

Praktische Hilfe brauche ich gar nicht so sehr, aber der gedankliche Austausch, der fehlt mir. Vollkommen unabhängig von einer Beziehung. Diese romantische Nähe selbst vermisse ich tatsächlich gar nicht. Verbundenheitsgefühl zu anderen Menschen hingegen schon.
 
Katzenauge123
Benutzer202690  (40) Verbringt hier viel Zeit
  • Themenstarter
  • #25
Ehrlich gesagt, nie.

Ich war noch nie sehr auf Gesellschaft aus, ganz generell.
Und ich war eigentlich nie einsam, außer im letzten Jahr meiner Beziehung vor vielen Jahren.

Ich frage es mich wirklich relativ oft, um sicher zu gehen, dass ich mir nichts einrede, und wirklich das lebe, was mich zufrieden macht.
Ich habe aber auch Glück, mein Freundeskreis schließt mich nicht aus, nur weil ich Single bin. Zudem reise ich sehr gerne alleine.

Ich glaube einsam wäre ich eher, wenn ich keine regelmäßigen realen Kontakte hätte mit Menschen, die mich gern haben, zu denen ich eine Verbindung habe. Unter diesem Umständen wäre ich dann tatsächlich traurig und ungewollt allein.

Eine Partnerschaft im klassischen Sinne vermisse ich nicht, weil daran immer mehr Einschränkungen für mich enthalten waren, als Vorteile.
Das ist sehr gut, wenn man das so leben kann wie du.

Einer meiner besten Freundinnen geht es da genauso.
Das einzige Thema, dass sie dann mal beschäftigt hat, und sie für sich selbst probieren musste, war das Thema Kinder.
Es sollte nicht sein und so füllt sie ihr Leben mit anderen Dingen, die sie glücklich machen und sie genießt das Alleinsein auch.
Hat auf der Arbeit mit Menschen zu tun.

Ich selber arbeite eben in einem Labor, klar in einem Team, aber dann eben doch alleine an den Messgeräten.
Vielleicht wäre es anders, wenn ich beruflich viel Menschenkontakt hätte - wer weiß das schon 🤷‍♀️

Aber ich bin glaub auch viel mehr der Typ, der mit jemanden gemeinsam alt werden möchte.
Alleine reisen - für mich bislang unvorstellbar.
Finde es so mutig und toll, wenn Menschen sich das trauen - bin echt selber total der Angsthase 😬
 
Katzenauge123
Benutzer202690  (40) Verbringt hier viel Zeit
  • Themenstarter
  • #33
Das kann ich gut verstehen.
Allerdings zeigen mir meine Großeltern, dass selbst die beste Beziehung und Ehe da keinen großen Schutz bieten muss, da immer noch "bis dass der Tod uns scheidet" gilt. Mein Opa war am Ende 15 Jahre lang Witwer. Meine Oma kommt inzwischen auf 17 Jahre.
Klar die Garantie bis kurz vor dem Tod beider zusammen zu sein, hat niemand.
Aber mit 40 ist der Wunsch schon da, so zwanzig Jahre nochmal ne Partnerschaft oder länger…

Ist ja dasselbe Thema mit den Kindern.
Manche meinen, sie wollen Kinder bekommen, damit sie im Alter Hilfe haben, nicht alleine sind.
Auch diese Garantie gibt es nicht.

Ich finde alleine reisen jetzt nicht per se beängstigend. Aber bei ein paar Kurztrips habe ich festgestellt, dass es für mich sinnlos und trostlos ist, weil das Gefühl der Einsamkeit alles überlagert und mir fast jede Freude an der Reise nimmt.

Deshalb habe ich Gruppenreisen für mich entdeckt. So habe ich schon mehr als 10 schöne Reisen gemacht, bei denen nicht mal das sonst eigentlich allgegenwärtige Einsamkeits-Hintergrundrauschen da war.
Gruppenreisen wäre schon eher denkbar, aber selbst bei Schulungen habe ich erstmal ein mulmiges Gefühl, wenn ich da alleine hinreise und niemanden kenne.
Unbegründet klar, aber es geht nicht ganz weg.
 
banane0815
Benutzer44981  Planet-Liebe Berühmtheit
  • #35
Klar die Garantie bis kurz vor dem Tod beider zusammen zu sein, hat niemand.
Aber mit 40 ist der Wunsch schon da, so zwanzig Jahre nochmal ne Partnerschaft oder länger…
Das verstehe ich voll und ganz.
Ich bin ja auch nur ein paar Jahre jünger, als du und träume auch nach wie vor von einer Beziehung, obwohl ich bisher noch nie in diesen Genuss gekommen bin.

Off-Topic:
Aber zum Thema Einsamkeit im Alter finde ich auch das Konzept der Eltern eines Bekannten ziemlich cool. Die bauen gerade zusammen mit anderen Paaren in ihrem Alter ein Haus mit altersgerechten Wohnungen, in denen sie ihren Lebensabend verbringen wollen. Und da gehört ganz klar zum Konzept, dass man dann auch nicht einsam ist, wenn der Partner tot sein sollte.
So was könnte ja durchaus auch als Single ein schönes Konzept sein - wenn man denn die passenden Freunde hat.


Gruppenreisen wäre schon eher denkbar, aber selbst bei Schulungen habe ich erstmal ein mulmiges Gefühl, wenn ich da alleine hinreise und niemanden kenne.
Unbegründet klar, aber es geht nicht ganz weg.
Das kann ich absolut verstehen.
Vor meinen Gruppenreisen habe ich jahrelang immer wieder mäßig gute Erfahrungen in Sachen Urlaub gemacht, weil weder die Kurztrips alleine, noch die kompromissbehafteten Urlaube mit Freunden mit mäßig kompatiblen Urlaubs-Interessen wirklich befriedigend waren.
Da ich trotzdem nicht aufs reisen verzichten wollte, blieb mir nicht mehr viel anderes übrig, als Gruppenreisen mal eine Chance zu geben.

Ich habe mir Gruppenreisen ausgesucht, die sich primär an Alleinreisende richten, aber auch offen sind für Freunde oder Paare (aber nicht für größere Gruppen, die sich gemeinsam anmelden). So ist immer dafür gesorgt, dass sich die meisten Leute nicht schon kennen und dann auch offen sind, um die anderen Leute aus der Gruppe kennenzulernen.
Ich bin wirklich nicht der Typ, der leicht Anschluss findet. Aber bei den Gruppenreisen war das nie ein Problem.
 
Maifeld
Benutzer155728  Beiträge füllen Bücher
  • #45
Ich schleiche jetzt schon mehrere Tage um das Thema rum. :grin:
Früher habe ich mich in Singelphasen tatsächlich häufiger mal einsam gefühlt und hatte beim Anblick glücklicher Pärchen so ein "auch haben will" Gefühl.
Seit ich für mich aber klar gekriegt habe, dass der Single-Maifeld tatsächlich die glücklichste und zufriedenste Version von mir ist, ist das eigentlich völlig verschwunden. Vielleicht, weil ich akzeptiert habe, dass ich nicht alles haben kann und das quasi der Preis für meine höchstmögliche Form von persönlicher Freiheit und Glück ist. Nicht, dass wir uns falsch verstehen: Ich genieße nach wie vor, mit einer Frau zusammen zu sein etc. Aber nicht auf Dauer. Und nicht im Alltag.
 
Zuletzt bearbeitet:
banane0815
Benutzer44981  Planet-Liebe Berühmtheit
  • #49
Wenn Freunde und Familie nicht wären, wäre ich definitiv sehr einsam - das hat mir auch Corona gezeigt…
Da sagst du was.
Die Corona-Zeit mit der erzwungenen Einsamkeit war die schlimmste Zeit meines Lebens. Da habe ich mir phasenweise durchaus gewünscht, doch endlich von diesem Virus dahingerafft zu werden, um die elende Einsamkeit nicht länger ertragen zu müssen.

Umso schöner finde ich es, dass ich heute das beste Sozialleben meines bisherigen Lebens habe. Ich bin zwar nach wie vor Single und habe keine Ahnung, ob sich das noch irgendwann ändert.
Aber ich habe einen richtig tollen Freundeskreis. So was hatte ich zuvor noch nie in meinem Leben. Und ich habe je nach Jahreszeit 1-2 Wohlfühlorte, an denen ich regelmäßig nette Menschen treffe. Das ist wirklich Gold wert. - Insbesondere, wenn man bedenkt, dass ich in der Corona-Zeit eigentlich fest damit gerechnet habe, zukünftig in einem dystopischen, risikoaversen, kontaktscheuen "new normal" mein Dasein fristen zu müssen.
Dieses Sozialleben macht das unfreiwillige Single-Dasein so viel angenehmer, weil ich trotzdem immer wieder nette Gesellschaft habe.
 
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Katzenauge123
Benutzer202690  (40) Verbringt hier viel Zeit
  • Themenstarter
  • #50
Wenn ich abends keine Lust auf's Fitnessstudio hab, Freunde und Familie keine Zeit haben… das Alleinsein verdeutlicht denk ich dann der TV wenn er sich automatisch ausschalten möchte 🥴

Aber so im Alltag ist es auch öfters präsent. Päarchen im Fitnessstudio, Hochzeiten oder Geburtstage an denen man der einzige Single am Tisch ist.
Kommentare von der Familie: Langsam wird es Zeit, wenn du noch Kinder magst …
Ach da könnte ich noch viel mehr aufzählen. Man schluckt es einfach runter, aber selber fragt man sich was haben die anderen was ich nicht habe?!

Wenn Freunde und Familie nicht wären, wäre ich definitiv sehr einsam - das hat mir auch Corona gezeigt…
Der Lockdown war für mich auch sehr hart.
Das war das Trennungsjahr von meinem Ex-Mann.
Passend zum Lockdown ist er ausgezogen und hatte von heute auf nachher eine neue Partnerin.
Man durfte sich offiziell glaub mit einer Person tagsüber treffen.
Meine Oma ist in dem Jahr gestorben.
Mein jüngster Sohn bekam einen schlimmen Kopfpilz mit einer Superinfektion und mein mittlerer Sohn verbrannte sich dann an der UV-Lampe noch die Hornhaut.
Da war Land unter in dem Jahr.
Der einzige wirkliche Halt war die Arbeit und meine Kollegen.
Das ist ein Jahr, welches ich gerne aus dem Kalender streichen würde - das Jahr 2020 😢
 
caotica
Benutzer68775  (41) Planet-Liebe Berühmtheit
  • #51
Vielleicht, weil ich akzeptiert habe, dass ich nicht alles haben kann und das quasi der Preis für meine höchstmögliche Form von persönlicher Freiheit und Glück ist.
Ich glaube, das kann ich für mich übernehmen, das klingt sehr passend.
Ich bin der festen Überzeugung, schlussendlich ist man mit wichtigen Dingen immer auf sich allein gestellt, da man auch selbst der einzige ist, auf den man sich wirklich uneingeschränkt verlassen kann - und ich kann damit sehr gut umgehen, das wäre für mich also kein Grund, Zweisamkeit zu suchen.
Und alles andere rechnet sich einfach nicht auf gegen Freiheit und für mich allein sein können.

Off-Topic:

Eine klassische Beziehung nimmt mir mehr, als sie mir je geben könnte - also versuche ich ein Modell zu kreieren, dass mir bieten kann, was ich an dem Konzept mag, ohne mich zu all dem zu zwingen, was mich einsperrt.
Rosinenpicken halt, so haben nur ganz wenige Dinge dabei den traurigen Beigeschmack eines Preises, den man zahlen muss, wenn man sein Leben nur für sich selbst gestalten will.

Im Moment fühle ich mich dennoch gelungen versorgt :grin:
Ohne eine klassische Beziehung auf der einen oder gefühlte Einsamkeit auf der anderen Seite in meinem Leben zu haben.
 
Katzenauge123
Benutzer202690  (40) Verbringt hier viel Zeit
  • Themenstarter
  • #64
Ich glaube, ich bin da sehr anders. Das war ich schon immer und auch mein Gehirn ist so gepolt.

In all meiner Single-Zeit hatte ich dieses Einsamkeitsgefühl nicht, ich hatte auch kein Sehnen nach Zweisamkeit.
Wenn ich Niemanden habe, der mich interessiert und den ich aktiv vermissen kann, dann tue ich es auch nicht.
Das klingt sehr gesund
Ist beim Sex genau so, ich vermisse keinen Sex, das Gefühl danach entsteht immer mit einer bestimmten Person. Ist da keine, vermisse ich es nicht.
Das kenne ich auch.
Ist bei mir gerade auch so.
Und mal sexuelle Gedanken habe ich dann mal kurz vorm Eisprung,
Richtige Sehnsucht nach Sex, nur wenn ich wirklich liebe und begehre
Also ich kenne diese Gefühle alle gar nicht, ich empfinde schlichtweg nicht so.
Da kannst du echt froh darüber sein :smile:
 
Katzenauge123
Benutzer202690  (40) Verbringt hier viel Zeit
  • Themenstarter
  • #67
Oh die habe ich ständig. Ich befriedige mich ja auch täglich (wenns geht mehrmals). Aber da ist keine Sehnsucht hinter, die entsteht nur mit dieser einer Person. Ähnlich wie bei dir.
Befriedigung ist bei mir auch fast täglich.
Aber da geht es mir eher um den Orgasmus selbst, mit dem ich dann meine, besser einschlafen zu können.
Ich wurde auch gefragt, ob ich Kinder wollte: gleiches Prinzip. Der Wunsch kam erst mit der Person, nicht von mir allein. Ich dachte, ich wäre durch mit dem Thema Kinder und jetzt habe ich den Mann an meiner Seite, der wieder diesen Kinderwunsch ausgelöst hat.
Auch das kenne ich.
Kinderwunsch war kein Thema mehr.
Hatte schon drei, war für mich abgeschlossen.
Deshalb hatte ich mich auch sterilisieren lassen.
Beim letzten Partner war der Kinderwunsch plötzlich wieder maximal präsent 🫣
 
MoniBonboni
Benutzer223196  Verbringt hier viel Zeit
  • #69
Das letzte ist bei mir anders, ich koche auch gern alleine, immer schon.
Ums Kochen ging es nicht, sondern ums Essen.😉
Das mit den Freundschaften sehe ich ganz genauso. Allerdings ist es nicht immer so einfach: Die Hälfte meiner besten Freund:innen leben in anderen Ländern, manche auch Kontinenten, und von den anderen pendeln die meisten berufsbedingt und teils auch beziehungsbedingt. Darum ist anders als in anderen meiner Lebensphasen einfach auch öfter niemand vor Ort. Und das sorgt manchmal dafür, dass Freund:innen sich dann inzwischen doch auf Partner:innen fokussieren, sofern diese bei ihnen sind, und auch, wenn sie sie nur am Wochenende oder seltener sehen.
Diese Art der Freundschaft würde mir nicht ausreichen. Ich habe viele Freunde im Ausland, brauche mein inner circle dennoch in der Wohnortnähe. Auch deshalb habe ich Beziehungen mit Personen die weit weg wohnen abgelehnt, es passt in mein Leben nicht.
Wenn man Einsamkeit empfindet, ist also auch die Frage: Was davon hat damit zu tun, Single zu sein, und was nicht?
👍
 
MoniBonboni
Benutzer223196  Verbringt hier viel Zeit
  • #70
Alex_ander_83
Benutzer232071  (42) Ist noch neu hier
  • #71
Und darin liegt der gesamte Unterschied. Müssen oder nicht müssen.
Logisch wenn ich vor der Wohnungstür stehen würde und weiß wenn ich diese öffne dann muss ich etwas, ist es 🤮.

Doch würde ich mich auch freuen, wenn jemand hinter der Tür ist, welche sich total freut und alles easy going ist. So unterschiedlich sind ebene die Menschen und das ist auch total interessant.
 
MoniBonboni
Benutzer223196  Verbringt hier viel Zeit
  • #72
Awww ja. Das würde mir so schwer fallen. Mich allein in nen Urlaub zu entspannen wenn ich allein zwischen den ganzen Paare währe.
Es gibt nicht nur Paare unterwegs😅 und viele Paare streiten im Urlaub, das finde ich ätzend. Hat mir manche Sonnenuntergänge vermiest.
Weis nicht 🙈🙆🏼‍♂️ alle sehen mich so allein, wer weis was die denken…
😌
Sobald man aufhört sich zu sorgen was andere denken ist das Leben plötzlich viel entspannter.
Der Lockdown war für mich auch sehr hart.
Das war das Trennungsjahr von meinem Ex-Mann.
Mir fehlen teils Erinnerungen. Habe mich am Ostermontag eingeloggt und gewundert warum keiner arbeitet🫠.
Das ist ein Jahr, welches ich gerne aus dem Kalender streichen würde - das Jahr 2020
👍

Alex_ander_83 Alex_ander_83 ja so unterschiedlich sind die Menschen, ich bin schon ein Beziehungsmensch, wohne dennoch mittlerweile lieber getrennt.
 
Alex_ander_83
Benutzer232071  (42) Ist noch neu hier
  • #73
Es gibt nicht nur Paare unterwegs😅 und viele Paare streiten im Urlaub, das finde ich ätzend. Hat mir manche Sonnenuntergänge vermiest.
Ich fühle das so nach…
Sobald man aufhört sich zu sorgen was andere denken ist das Leben plötzlich viel entspannter.
Sollte ich mal probieren… 😑

ich bin schon ein Beziehungsmensch, wohne dennoch mittlerweile lieber getrennt.

Könnte es mir ehrlich gesagt auch nicht unbedingt vorstellen wieder mit jemanden zusammenzuziehen, wobei das den ein oder anderen Vorteil hätte… aber ja… so die Wohnung für sich hat was. 😇
 
Nik Traverse
Benutzer197010  (47) Verbringt hier viel Zeit
  • #74
Ums Kochen ging es nicht, sondern ums Essen.😉
Kochen mach ich noch lieber alleine als essen. :smile:
Diese Art der Freundschaft würde mir nicht ausreichen. Ich habe viele Freunde im Ausland, brauche mein inner circle dennoch in der Wohnortnähe. Auch deshalb habe ich Beziehungen mit Personen die weit weg wohnen abgelehnt, es passt in mein Leben nicht.
Dachte ich früher auch, aber wenn seit zwei bis drei Jahrzehnten sehr eng verbundene Menschen wegziehen, dann ist es doch anders. Ich knüpfe nicht schnell Freundschaften und gebe sie auch nicht schnell auf. Ist wie bei Beziehungen.
Und gibt auch Fälle wie eine meiner beiden besten Freundinnen, die hat meist in einer anderen Stadt gelebt. Hat trotzdem seit 25 Jahren gut funktioniert. Aber ja, Freund:innen in der Nähe sind rar (engere nur zwei ganz nah und zwei weitere teils.)
 
MoniBonboni
Benutzer223196  Verbringt hier viel Zeit
  • #75
Dachte ich früher auch, aber wenn seit zwei bis drei Jahrzehnten sehr eng verbundene Menschen wegziehen, dann ist es doch anders. Ich knüpfe nicht schnell Freundschaften und gebe sie auch nicht schnell auf.
Von Aufgeben war nicht die Rede. Sondern, dass ich allein durch Freunde die ich persönlich 1-2 Mal im Jahr sehe nicht glücklich werde.
Und ja, meine Freundschaften waren 20-25 Jahre alt als ICH ausgewandert bin😉.
Dennoch bin ich nicht mehr die Hauptbezugsperson für sie und sie nicht für mich, dafür fehlt die Zeit, Begegnungen und neue Erlebnisse.
Ist wie bei Beziehungen.
Genau. Auch da will ich niemals Fernbeziehung führen. Besser gesagt, nie wieder.
Für dich der keine klassische Beziehung anstrebt, sind auch solche Freundschaftskonstrukte sicher passender.
Ich brauche Freunde im Krankenhaus, um um drei Uhr morgens mich dort auszuheulen, um spontan ins Kino zu gehen, Freunde sollen in mein Alltag integriert sein.
Und gibt auch Fälle wie eine meiner beiden besten Freundinnen, die hat meist in einer anderen Stadt gelebt. Hat trotzdem seit 25 Jahren gut funktioniert.
Das spreche ich euch nicht ab, ist lediglich nicht meins.
 
Nucifraga
Benutzer179251  (46) Meistens hier zu finden
  • #76
Kochen mach ich noch lieber alleine als essen. :smile:
Zusammen kochen ist definitiv eine Herausforderung, die nur mit wenigen wirklich funktioniert.
Wie findest du gemeinsam in der Küche sein, aber nur eine*r kocht?

Freundschaften in der Nähe zu haben ist toll und wertvoll und hätte ich gerne, aber ich habe es ja nicht in der Hand, wie das Leben und der Arbeitsmarkt den Wohnort meiner Freund*innen beeinflusst. Manche Freundschaften überleben das nicht, mit anderen finden oder ergeben sich Möglichkeiten, wie sie trotzdem im Alltag präsent sind. Telefonieren (mehrmals die Woche), Nachrichten, Briefe, Postkarten, manchmal ein kleines spontanes Geschenk per Post. Ist anders als sehen und gemeinsame Zeit vor Ort, aber dennoch geteilter Alltag und verhindert aufkommendes Einsamkeitsgefühl.

Für dich der keine klassische Beziehung anstrebt, sind auch solche Freundschaftskonstrukte sicher passender.
Warum hat die Art der gesuchten Beziehung etwas mit der Art von gelebter und als passend empfundener Freundschaft zu tun?
Besonders wenn Kontakt im Freundschaftskontext von Kontakt im Beziehungskontext als unterschiedlich bzw. zu unterscheidend erlebt wird, verstehe ich diesen Rückschluss nicht.

Ich fühle mich selten einsam und bin gerne alleine und auch gerne alleine unterwegs. Aber sobald der intellektuelle Austausch fehlt, wird es schwierig mit dem sich alleine wohl fühlen.
Ganz akut wenn ich bedrohliche Scheisse lese. Da fehlt mir dann schon manchmal eine Beziehung die dem einen sicheren Ort gegenüber stellt und die Gewissheit, dem nicht alleine ausgeliefert zu sein. Auch hier sind Freund*innen Gold wert, egal ob vor Ort oder weit weg. Hauptsache erreichbar.
 
Nik Traverse
Benutzer197010  (47) Verbringt hier viel Zeit
  • #77
Dennoch bin ich nicht mehr die Hauptbezugsperson für sie und sie nicht für mich, dafür fehlt die Zeit, Begegnungen und neue Erlebnisse.
Ja, in manchen Fällen wie Costa Rica geht es bei mir auch in die Richtung. Bei Wien und Zürich ist es etwas anders, da lebt ja meine Herkunftsfamilie, sodass der Bezug dorthin sowieso stärker ist.
Ich hänge sehr an den alten Freundschaften und tue mich schwerer als früher, neue aufzubauen, denke auch, das geht vielen in unserem Alter so.
Genau. Auch da will ich niemals Fernbeziehung führen. Besser gesagt, nie wieder.
Das geht mir tatsächlich anders. War ja 7 Jahre meines Lebens in Fernbeziehungen und mehrheitlich war das sehr gut. (übrigens war ich in Fernbeziehungen immer monogamer, keine Ahnung warum.)
Für dich der keine klassische Beziehung anstrebt, sind auch solche Freundschaftskonstrukte sicher passender.
Das hab ich wie Nucifraga Nucifraga auch nicht verstanden, warum?
Ich brauche Freunde im Krankenhaus, um um drei Uhr morgens mich dort auszuheulen, um spontan ins Kino zu gehen, Freunde sollen in mein Alltag integriert sein.
Ich auch, davon gibt es gerade eher zu wenig, hatte ich ja gesagt.
Zusammen kochen ist definitiv eine Herausforderung, die nur mit wenigen wirklich funktioniert.
Wie findest du gemeinsam in der Küche sein, aber nur eine*r kocht?
Wunderbar. Mit Abstand, wenn die andere Person sich nicht einmischt, höchstens in unanständiger Absicht.
Ich mach das aber tatsächlich auch gern allein.
Freundschaften in der Nähe zu haben ist toll und wertvoll und hätte ich gerne, aber ich habe es ja nicht in der Hand, wie das Leben und der Arbeitsmarkt den Wohnort meiner Freund*innen beeinflusst. Manche Freundschaften überleben das nicht, mit anderen finden oder ergeben sich Möglichkeiten, wie sie trotzdem im Alltag präsent sind.
Genau das.
Momentan ist bei mir mehr im Nahumfeld gewünscht. Ist aber nicht so einfach, Mrs. S. bemüht sich gerade sehr, aber nicht selten kommt etwas dazwischen, Aktivitäten meines Kindes und so (haben auch schon zusammen mit ihm was gemacht, aber passt halt nicht für alles.)
 
Zuletzt bearbeitet:
MoniBonboni
Benutzer223196  Verbringt hier viel Zeit
  • #78
Warum hat die Art der gesuchten Beziehung etwas mit der Art von gelebter und als passend empfundener Freundschaft zu tun?
Manche Menschen - s.unten - sind mit Fernbeziehungen und Fernfreundschaften glücklich, ich nicht. Das war mit klassischer Beziehung gemeint, Fernbeziehung ist für mich kein Standardkonstrukt.
Darüber hinaus, vermute ich, dass Menschen die seinen Partner nicht regelmäßig sehen müssen, diese Denke auch leichter auf Freundschaften transferieren.
Besonders wenn Kontakt im Freundschaftskontext von Kontakt im Beziehungskontext als unterschiedlich bzw. zu unterscheidend erlebt wird, verstehe ich diesen Rückschluss nicht.
s. oben.
Ich hänge sehr an den alten Freundschaften
Ich auch.
und tue mich schwerer als früher, neue aufzubauen,
Das nicht, das gelingt mir relativ leicht.
denke auch, das geht vielen in unserem Alter so.
Keine Ahnung. Ich dachte, dass Kinder helfen Kontakte und Freundschaften aufzubauen, zumindest erzählen das Freunde die Eltern sind.
Das geht mir tatsächlich anders
Ich weiß.
Wunderbar. Mit Abstand, wenn die andere Person sich nicht einmischt, höchstens in unanständiger Absicht.
Ich mach das aber tatsächlich auch gern allein.
Ich auch.
 
Nik Traverse
Benutzer197010  (47) Verbringt hier viel Zeit
  • #79
Manche Menschen - s.unten - sind mit Fernbeziehungen und Fernfreundschaften glücklich, ich nicht. Das war mit klassischer Beziehung gemeint, Fernbeziehung ist für mich kein Standardkonstrukt.
Ich bin mit ihnen glücklich, aber nicht, wenn es in der Nähe zu wenige gibt (und die auch noch beruflich pendeln).
Bei der Fernbeziehung hing es davon ab, wie oft wir uns sahen. War es eher alle 2 als alle 3 Wochen, dann stimmte es. Eine Freundin von mir sieht ihren Partner seltener. Regelmäßig kann man ja unterschiedlich auffassen. Wie verstehst Du es?
Das nicht, das gelingt mir relativ leicht.
Beneidenswert. Kann ich mir aber irgendwie vorstellen (von meinen wenigen Eindrücken hier). An mich wirklich ranzukommen ist leider ein rechtes Kunststück, das jedenfalls von meiner Seite große Affinität voraussetzt. Dafür ist die dann bei den engsten Freund:innen geradezu magisch und unverbrüchlich.
Keine Ahnung. Ich dachte, dass Kinder helfen Kontakte und Freundschaften aufzubauen, zumindest erzählen das Freunde die Eltern sind.
Geht so. Freundschaften hab ich so nie aufgebaut, das mag aber daran liegen, dass ich die meisten Eltern blöd finde. (Selten gab's hingegen unterwegs mit Kind mal einen Flirt mit nem Spontankontakt, hat mich aber nie vom Hocker gerissen.) Die Eltern zweier Freunde meines Sohnes sind ganz cool, Rockmusiker aus der Türkei und Künstler aus Mexiko - die Kinder auch, den ersten würd ich sofort adoptieren. Haben aber mehrere Kinder, darunter noch kleine, und auch viel um die Ohren, bislang ist das eher sporadisch geblieben.
 
MoniBonboni
Benutzer223196  Verbringt hier viel Zeit
  • #80
Regelmäßig kann man ja unterschiedlich auffassen. Wie verstehst Du es?
Ich möchte die geliebte Person im
Idealfall zweimal die Woche sehen, Freunde mindestens 2 mal monatlich, gerne häufiger, klappt aber nicht, weil ich sie einzeln treffe. Wir versuchen deshalb einmal jährlich zusammen zu verreisen.
Im Notfall sind Freunde und Partner in einer Stunde da und allein diese Möglichkeit tut mir gut.
aber daran liegen, dass ich die meisten Eltern blöd finde
😁
 
Nik Traverse
Benutzer197010  (47) Verbringt hier viel Zeit
  • #81
Ich möchte die geliebte Person im
Idealfall zweimal die Woche sehen, Freunde mindestens 2 mal monatlich, gerne häufiger, klappt aber nicht, weil ich sie einzeln treffe. Wir versuchen deshalb einmal jährlich zusammen zu verreisen.
Im Notfall sind Freunde und Partner in einer Stunde da und allein diese Möglichkeit tut mir gut.
Ja, find ich auch gut (außer ev. verreisen, das mach ich auch ganz gern alleine). Bzw. fände derzeit. Wobei zwei bis drei schon in ner Stunde da wären.
Die berufliche Mobilität hat schon ganz schön viel Einfluss auf die persönliche Lebens- und Beziehungsgestaltung. Und ich schränke mich da noch ein, es gibt in meinem Umfeld auch Leute, die transkontinental unterwegs sind.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hoelli1989
Benutzer180160  (36) Verbringt hier viel Zeit
  • #82
In welchen Momenten spürt ihr verstärkt, dass ihr alleine seid?
Das Gefühl des Alleinseins bishin zum Einsamkeitsgefühl
Im Hotelzimmer, wenn alles für zwei hergerichtet ist und dann auch noch oft einen Zimmerpreis bezahlt, egal ob alleine oder zu zweit belegt
 
S
Benutzer232491  (26) Ist noch neu hier
  • #83
ehm. ja also ich spüre das eigentlich jeden tag. mal mehr oder weniger. häufig abends wenn man allein im bett liegt. man wünscht sich eine person die einen liebt und die man selbst auch liebt.
 
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