Sind "Nerds" prinzipiell unattraktiv?

Benutzer107106 

Planet-Liebe ist Startseite
Redakteur
Macht Signale aus. Eindeutige interrupts, die sie entgegennehmen müssen, und mit denen du ihnen mitteilst, das das Thema doof ist, und du über was anderes reden willst.
Haben wir alles, bzw sage ich auch ganz klar: "So: neues Thema!" oder ich bin schon nach dreimaligen Versuchen da szu unterbinden in den Nebenraum gegangen und habe meinen PC angemacht.^^ ich lasse ihnen nun öfters Treffen ohne mich, an denen sie dann so viel zocken können oder Star Wars Filme schauen können, wie sie möchten. dafür verlange ich bei den anderen Treffen, dass genau das dann nicht gemacht wird. Geht auch mittlerweile meistens ganz gut, nur eben nicht immer. Sie schnallen manchmal einfach echt nicht, dass ich darüber gerade nicht reden möchte :grin:
 
G

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Gast
Ich erlaube mir mal selbst ein Video zu posten :zwinker:


Off-Topic:
Ich freue mich soooo auf die Sc2-Erweiterung :smile:
 

Benutzer117428 

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NERD is the new cool!
i_love_nerds.jpg



Ich denke ich bin selber zumindest ein halber Nerd. Ich bin zwar nicht Computer programmieren, aber kenne z.b viel alte Computer Games (z.B. Monkey Island), habe ein naturwissenschaftliches Fach studiert und interessiere mich auch für wissenschaftliche Dinge, versuche rational zu denken und kenne einige der ganzen Nerd-Filme und Serien recht gut.
Big Bang Theory ist momentan meine Lieblings-Comedy Serie und ich kapier auch diese ganzen Star Trek und Star Wars Witze. Oder auch viele Wissenschaftswitze. Mit den WOW Anspielungen kann ich dafür eher weniger anfangen, ich spiele keine Online Rollenspiele oder Ego-Shooter.
 

Benutzer128022  (28)

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Etwas ist mir dabei aufgefallen: Wo es bei den dummgesoffenen Prolls um Rülps-Wettbewerbe geht, wer den längsten hat, wer am meisten Bier saufen kann, wer sich die meisten Zigarettenkippen auf dem Unterarm ausdrücken kann... da geht es bei den Nerds darum, wer in kürzerster Zeit die meisten Klugscheißersprüche absondern kann.

Irgendwie das gleiche in Grün. :grin:
 

Benutzer40590  (42)

Sehr bekannt hier
Laut der hier gegebenen Definition bin ich wohl auch ein ziemlicher Nerd (optisch allerdings gar nicht).
Allerdings versuche ich solche Diskussionen in einem akzeptablen Rahmen zu halten wenn andere dabei sind, allerdings funktioniert das nicht immer :zwinker: - spätestens wenn auch meine Geschwister dabei sind driften wir oft sehr weit ab.
Einige meine Freunde und Verwandten können sich auch stundenlang über Comics und Animes unterhalten, da kann ich zwar nicht wirklich was mit anfangen, aber mich stört das gar nicht.
Menschen die mich nicht in diesem Umfeld erleben oder selber kein Interesse an meinen Themen haben (bei mir sind das sehr viele) wissen oftmals gar nichts davon und wundern sich dann über manche Dinge :zwinker:
Und obwohl wir alle gewissermaßen Nerds sind würde ich keinen von uns als generell unattraktiv bezeichnen.
 

Benutzer72433 

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Ich finde, das Aussehen hat überhaupt nichts damit zu tun - für mich ist ein Nerd, wer sich in besonderem Maße mit PC & Elektronik befasst, vielleicht noch paar nostalgische Geräte rumstehen hat oder einen Server zu Hause oder sowas - und der vlt. noch die Sonne für das "Böse" hält. :zwinker:
Aber es braucht keine komischen Brillen und Pullover, um ein Nerd zu sein...
genau - aber weil der begriff "nerd" eben genau so belastet is steh ich eher auf die "admins und programmierer"-sache.
das passt für mich aber ausgesprochen gut - ich bin programmierer, sonne is böse (!:grin:), und mein freund is admin (und hat natürlich den eigenen fetten server daheim). und: er sieht heiß aus!

wobei diese komischen brillen für mich schon eher richtung ausschlusskriterium tendieren.
 
S

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Gast
Nein sind sie nicht, aber zeitweise recht nervig. Besonders wenn es darum geht ihre Stellung in der Gesellschaft zu definieren. Ich find das absolut überflüssig und verstehe auch nicht, warum "Nerds" sich desöfteren abgrenzen wollen. Wenn ich ein Nerd bin und mir das Spass macht, warum muss man dann für die breite Masse zugänglich sein? Warum versucht man Vergleiche zu ziehen oder seinen Attraktivitätsgrad zu messen?

Wenn man eben "nerdy" ist, dann bedeutet das, das man auch entsprechend das Publikum anspricht was nerd sein toll findet. Da ist es doch völlig überflüssig was die Blondine aus der Disko mit dem Mini von einem denkt. Und wenn hier jetzt 300 Antworten kommen würden mit "nerds sind alle hässlich" was machst dann? An dir selber zweifeln? Dich selber aufgeben und zu etwas machen der halt "angesehener" ist? Mal davon abgesehen, dass bei solchen Fragen zwangsläufig in Klischees gedacht wird.
 

Benutzer125206 

Verbringt hier viel Zeit
ach irgendwie steh ich auf "nerds" , keine ahnung! Gibt ja auch heisse :confused:
 

Benutzer72912  (34)

Meistens hier zu finden
In der Schulzeit waren wir Nerds eher ein Grüppchen für sich. Nein, wir waren nicht beliebt bei den Mädels.
Zum Glück findet man nun auch positive Eigenschaften der Nerds und die Modeindustrie muss gleich den Hipster erschaffen...
Man kann ünrigrns auch ohne technischer Beruf ein Nerd sein. Man braucht nur Fantasy-Kram gut zu finden, ein oder zwei oder mehr Onlinerollenspiele zu spielen und Manga und Anime mögen. Tadaaaa! EIn Nerd! :grin:

Ich glabe es kommt rein auf den sozialen Status an. Ist dieser Nerd gemobbt worden und hat sich deshalb in seine Fantasywelten geflüchtet ist er sozial nicht so kompetent und somit wird er weiterhin von Frauen ausgeschlossen. Einer, der sein eigenes Programm geschrieben hat, damit Geld verdient und diesen Erfolg mit Champagner feiert hat ein deutlichs Plus. :grin:
 
S

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Gast
Off-Topic:
Mich würde ja mal interessieren, warum Nerds eigentlich Nerds sein wollen? Also sich von Gesellschaftsteilen in diese Rolle drängen lassen, mit einer Bezeichnung die irgendwie negativ behaftet ist. Ich hab nichts gegen Nerds und bin in einigen Bereichen sicherlich auch total nerdy, trotzdem würde ich nie auf die Idee kommen mich von einem Teil in irgendwas stecken zu lassen, damit man mich definieren könnte. Ob jetzt negativ oder positiv. Für mich ergibt das nur Sinn, wenn ich zwangsläufig als "anders" angesehen werden will und mir scheint es so als würden einige Nerds genau damit ein Problem haben, aber auch nichts dagegen unternehmen.
 

Benutzer115563 

Verbringt hier viel Zeit
also ich fand computernerds schon immer sehr anziehend und ich fand es sehr anziehend wenn man sich stundenlang über technische dinge unterhalten konnte und ich von meinem gegenüber noch was lernen konnte. vor allem wenn man sich bei einigen technischen spielereien gleichermaßen begeistern lässt. für mich wirkte auch jemand der programmierern konnte als sehr interligent sogar mehr als jemand der einen docktor hatte
 

Benutzer37352 

Benutzer gesperrt
Nein, nicht prinzipiell!

@Tirolerin: Es gibt sogar Programmierer mit Doktor!
 

Benutzer72433 

Planet-Liebe ist Startseite
Off-Topic:
Mich würde ja mal interessieren, warum Nerds eigentlich Nerds sein wollen? Also sich von Gesellschaftsteilen in diese Rolle drängen lassen, mit einer Bezeichnung die irgendwie negativ behaftet ist. Ich hab nichts gegen Nerds und bin in einigen Bereichen sicherlich auch total nerdy, trotzdem würde ich nie auf die Idee kommen mich von einem Teil in irgendwas stecken zu lassen, damit man mich definieren könnte. Ob jetzt negativ oder positiv. Für mich ergibt das nur Sinn, wenn ich zwangsläufig als "anders" angesehen werden will und mir scheint es so als würden einige Nerds genau damit ein Problem haben, aber auch nichts dagegen unternehmen.
anders: die von der gesellschaft oder individuen als "nerds" bezeichneten menschen wollen so sein wie sie sind, woraus ersteres resultiert.

und ansonsten: es ist mir SOWAS von scheissegal wie irgendwelche leute mich nennen... also protestiere ich nicht dagegen, ergo haben oben erwähnte entweder keinen gegengrund... oder nicht noch mehr grund, mich so zu nennen.
 

Benutzer122533  (32)

Sehr bekannt hier
Ich studiere an einer TU und bin daher oft von "Nerds" umgeben. Vor allem in gewissen Studiengängen. Meistens denke ich, dass Menschen oft "so" sind - nach zufälligem Kontakt mit der "normalen" Welt da draußen merke ich aber immer mal wieder, dass hier schon merkwürdige Gestalten herumlaufen. Vom Verhalten her, vom Aussehen, der Kleidung, den Interessen... Wenn man von außen kommt, fällt es dann kurzzeitig auf, dass wir hier fast alle ein bisschen - jeder auf seine Art - sozial inkompetent sind. Untereinander merkt man das nicht, da fühlen sich alle wohl in unserer friedlichen kleinen Kuschelwelt. :whistle:
Also: Ich mag Nerds, sogar eher lieber als andere.
 

Benutzer10855 

Team-Alumni
Schönes Thema, aber auch ein schwieriges, da der Begriff Nerd mittlerweile doch stark inflationär gebraucht wird und darunter jeder was anderes versteht (ist schon fast so wie der Begriff Liebe :zwinker:)

Heutzutage bezeichnet sich ja jeder schon als nerdy, sobald er Angry Birds auf sein Smartphone geladen hat oder weiß wer Darth Vader ist. Und dann gibt es - auch dank Big Bang Theory - noch diesen merkwürdigen Imagewandel, der den Nerd zum Idol erhebt und natürlich noch die Hipster, die von dem ganzen Hype mehr profitieren als natürliche Geeks.

Off-Topic:
Zur Unterscheidung zwischen Nerds und Geeks verweise ich auf folgende Studie:
geeks_and_nerds.png



Somit kann man im Prinzip nur an aneinander vorbeireden, wenn man das Thema anpackt. Ich probiere es trotzdem mal, wobei ich eine Menge subjektiver Eindrücke wiedergeben und auch ein wenig verallgemeinern werde (wenngleich mir bewusst ist, dass es zahlreiche Ausnahmen gibt).

Warum ist der (männliche) Nerd nicht attraktiv? Die Antwort ist immer die Gegenfrage: attraktiv für wen? Es gibt durchaus Frauen, die einen Faible für Nerds haben. Und das können sowohl nerdige Frauen als auch ganz "ordinäre" sein. Gibt es davon viele? Meinen persönlichen Eindruck nach: Nein, es gibt deutlich weniger Frauen, die (potenziell auch) auf Nerds stehen, als Nerds selbst.

Off-Topic:
Ein Verhältnis, was sich glücklicherweise gerade langsam ins Gegenteil verkehrt. Die Akzeptanz gegenüber Geekkultur steigt mittlerweile allgemeingesellschaftlich und es gibt immer mehr junge Frauen, die sich für die Männerdomänen des Nerdtums interessieren. Eine Entwicklung, die ich sehr begrüße, die wohl aber noch ein paar Jahre auf sich warten lassen wird, da entsprechende Frauen alle noch sehr jung sind. Ältere Nerds haben es nach wie vor in ihrer Altersklasse schwer.


Zudem sind die meisten der typischen Nerdbeschäftigungen, -themen und vorlieben extrem starke Männerdomänen, so dass man während der Ausübung seiner Nerdhobbys nur wenig Chancen auf Kontakt mit Frauen hat. Bemüht man sich ein wenig um soziale Kontakte zu einer breiteren Masse, steht man dann wieder vor dem Problem, dass man keine wirklichen allgemeintauglichen Gesprächsthemen bieten kann. Fragt man mich bspw., wie mein Wochenende war und ich würde wahrheitsgemäß antworten, welche legendären Items bei Hardcore-Diablo gedroppt sind, welche für der Allgemeinheit gänzlich unbekannten Animes ich mir angeschaut habe oder erörtere, wie das letzte Battlestar Galactica Brettspiel abgelaufen ist, gibt es eben nicht viel, was man drauf erwidern könnte, denn es interessiert die meisten Menschen einfach mal null.

Dabei ist es keineswegs so, dass sie es interessanter finden würden, wenn ich zu einem Jazzkonzert oder einen Tennismatch gewesen wäre, aber da fragt man dann nach: "wie war die Musik?", "wer hat gewonnen?". Selbst wenn man keine Ahnung (ja noch nicht mal ein ehrliches Interesse) an Jazz oder Tennis hat, kommt ein Gespräch zustande, denn man fühlt sich nicht dumm, nachzufragen.

Einem Nerd fühlen sich aber die meisten Menschen gegenüber dumm und unterlegen, wenn sie nachfragen würden wer Tyrion Lannister überhaupt ist, wieso man Linux Kernel neu kompilieren muss oder warum man für Magic eigentlich Karten braucht. Und das eine Sache, welche die soziale Kluft so groß macht und die womöglich vielen Geeks nicht in vollem Ausmaße bewusst ist.

Aber es ist auch ein Dilemma, denn hält man als Geek den Ball flach und gibt sich ordinärer, wirkt man deshalb auch nicht zwingend attraktiver, sondern verliert gerade die Charakterzüge, die einen besonders machen, nämlich die eigenen Leidenschaften. Einige Nerds wissen das und halten sich zurück - das sind dann die schweigsamen. Andere versuchen eben ihr Glück und bringen ihre Themen ein - das sind dann die nervigen oder seltsamen. Wie man es auch anstellt - Anschluß findet man meist nur in der eigenen, männerdurchseuchten Subkultur und damit grenzt man sich aus/wird abgegrenzt, Sonderling, Außenseiter etc.

Ich glaube, dass diese Inkompatibilitäten und sozialen Probleme die Hauptursache dafür sind, warum man Geeks und Nerds im allgemeinen als unattraktiv empfindet. Während ein "nerdiges Hobby" einen vielleicht noch interessant macht, ist der gesamtes Lebensstil eines Geeks ein viel schwereres Kaliber.

Das ironische dabei ist, dass Geeks/Nerds zu den leidenschaftlichsten Menschen gehören, die man überhaupt finden kann, da sie ein schier fanatisches Interesse und massives Herzblut in ihre Vorlieben stecken und gerade von diesem Verhalten wird ja immer beharrlich behauptet, es würde einen Menschen attraktiv und anziehend machen.

Von den Nerdpaaren, die ich persönlich kenne, ist es auch wirklich so, dass die Attraktivität entweder daher kommt, dass beide ihre nerdigen Vorlieben oder Interessen teilen können oder das ein Part (meist der weibliche) von der Leidenschaftlichkeit des nerdigeren Parts stark angesprochen wird. Die meisten Geeks werden aber schlicht und ergreifend nicht so wahrgenommen und können daher nur eingeschränkt Attraktivität erzeugen.
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer126541 

Sorgt für Gesprächsstoff
Erstmal vielen Dank für den informativen und aufwändigen Text. Es scheint, als würdest du beinahe den Nagel auf den Kopf treffen!

Mir ist im Laufe dieser Diskussion jedoch aufgefallen, dass man den Begriff "nerdy" im Allgemeinen nicht nur für Personen verwendet, die sich bspw. sehr stark mit Computertechnik, sondern mittlerweile auch für Leute, welche sich exzessiv mit einem anderen Thema beschäftigen - und das schon so exzessiv, dass "normale" Menschen gar nicht mehr hinterherkommen, was ein gemeinsames Gespräch nahezu unmöglich macht.

Dennoch fällt mir auf, dass es in meinem sozialen Umfeld doch relativ wenig Leute gibt, die sich so exzessiv auf einen Themenbereich konzentrieren, sodass sie den sozialen Anschluss zu verlieren scheinen. Diejenigen, die jedoch genau so sind (von dieser Kategorie hab ich auch einen in meinem Freundeskreis) haben allerdings zu 90% nur Kontakte, die eben genauso ticken, wie sie selbst. Gerade beim oben besagten Freund, ist mir erst letztes Wochenende aufgefallen, dass er sich vor "Außenseitern" (oder auch nicht-Nerds) absolut unsicher verhält und teilweise nicht einmal ein normales Gespräch führen kann, was die Grenzen des normalen Small-Talk überschreitet.

Die meisten Menschen (ich beziehe mich auf die "jüngere" Generationen) die mir näher bekannt sind, sind jedoch auch so gepolt, dass sie auch andere Hobbys (Fußball, Motorsport, diverse andere Sportarten) und Interessen haben, über welche sie ganz normal reden können, haben.
 

Benutzer72433 

Planet-Liebe ist Startseite
Die meisten Menschen (ich beziehe mich auf die "jüngere" Generationen) die mir näher bekannt sind, sind jedoch auch so gepolt, dass sie auch andere Hobbys (Fußball, Motorsport, diverse andere Sportarten) und Interessen haben, über welche sie ganz normal reden können, haben.
na das sind ja auch normalos...^^
 

Benutzer121281  (32)

Planet-Liebe ist Startseite
Hmm... Kommt wohl auf die Kleidung, bzw. die äußere Erscheinung an, oder?

Nö. Kann(!) ein Teilaspekt zur Ausgrenzung sein - muss aber nicht.
Im Alltag sieht man mir zu 90% nicht an (okay, bis auf die Sailor Moon-Tasche...), wie ich drauf bin. Da hält man mich mit Sicherheit für recht normal.
 
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