Sind die männer von heute konfliktscheu geworden?

siehe titel

  • ja

    Stimmen: 2 8,3%
  • ein wenig

    Stimmen: 4 16,7%
  • nein

    Stimmen: 6 25,0%
  • kann man nicht verallgemeinern

    Stimmen: 12 50,0%

  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    24

Benutzer86779  (36)

Sehr bekannt hier
Was denkt ihr darüber? klar kann man das nicht verallgemeinern, aber ich denke es gibt doch eine zunehmende anzahl von männern bei denen das so ist.

die frauen sind ja schon selbstbewusster und dominanter geworden. dagegen gilt männliche dominanz als verpönt.

Ich habe das gefühl, dass viele männer darauf reagieren indem sie ne völlige "scheiß drauf" einstellung entwickelt haben und den frauen einfach das erzählen was sie hören wollen, ob es nun der wahrheit entspricht oder nicht. hauptsache man hat seine ruhe und "die alte nervt nicht".

streits wird völlig aus dem weg gegangen und man verschließt sich vor kritik.

das liest man auch immer öfter hier. die männer machen alles was die frau sagt um ihre ruhe zu haben und wundern sich dann wenn die frau die sexuelle anziehung und das vertrauen verliert. so einem mann der immer sagt was sie hören will um ja keinen konflikt zu haben und jedem konflikt aus dem weg geht ist ja nicht sehr vertrauenswürdig.

Wie habt ihr frauen das erlebt? verschließen sich eure männer auch vor konflikten, machen "dicht" und widersprechen nicht damit sie ihre ruhe haben?

und liegt das an der schwäche der männer? oder können sie garnichts dafür weil sie zu unterwürfigkeit erzogen wurden und mit den heutigen selbstbewussten frauen nicht umgehen können und wollen? oder sind sie selber schuld weil sie ihr leben nicht in die hand nehmen?

sind männer nicht mehr bereit zu kämpfen und nehmen lieber den leichten weg? und wie steht ihr frauen dazu?

das soll keine verallgemeinerung sein. klar gibt es immer noch viele männer die anders sind. aber ich meine schon einen zunehmenden trend in die richtung zu erkennen (nicht nur jetzt sondern bestimmt schon in den letzten jahrzehnten).

ich finde das keine gute entwicklung. und ich denke es kann auch nicht im sinne der frauen sein. für sie ist so ein "jaja sager mann" ja auch nicht anziehend. und für die betroffenen männer können diese horror beziehungen wo sie einmal im monat aus gnade "rangelassen" werden und sich zur sau machen lassen (diese extrembeispiele sind nat. ne absolute minderheit-aber sie kommen hier im forum doch regelmäßig vor) sind doch auch für die männer nicht toll.
 

Benutzer91008  (34)

Sehr bekannt hier
Ich denke man muss nicht wegen allem einen Streit oder große Diskussionen starten.
Und ich glaube auch das Frauen manchmal einfach Ihre Klappe halten oder etwas sagen oder
machen um einfach nur Ihren Frieden zu haben.
Wenns um wichtige Fragen oder Meinungsverschiedenheiten in der Beziehung geht,
sollte natürlich schon darüber gesprochen werden und nicht der Kopf in den Sand gesteckt werden.
In meiner Beziehung habe ich nicht das Gefühl das der Mann Konflikten aus dem Weg geht.
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Ich glaube nicht, dass das der Fall ist. Ich glaube nicht, dass das eine Entwicklung ist. Ich glaube, dass es immer solche Männer gab, die Konflikten aus dem Weg gegangen sind und lieber einen bequemeren Weg gewählt haben. Manchmal glaube ich sogar, dass das eher männliches als weibliches Verhalten ist, denn ich kenne keine einzige Frau, die so ein Verhalten an den Tag legt. Die reagieren bei sowas anders.

Das deckt sich jedenfalls mit den Männern und Frauen in meinem Bekannten- und Familienkreis. Also ich spreche hier von mehreren Generationen.
 

Benutzer111070 

Team-Alumni
Ob man Konflikten entgegentritt oder ihnen aus dem Weg geht, muss jeder für sich selbst entscheiden, und es gibt bei beiden Geschlechtern Exemplare, denen das zu anstrengend ist.

Ich kenne jedenfalls keinen einzigen Mann, der zur Unterwürfigkeit erzogen wurde, tendenziell eher im Gegenteil. :hmm:
 

Benutzer100759 

Sehr bekannt hier
Der Mann der die Klappe hält, nur keine Gefühle zeigt und in sich reinschweigt ist ein uraltes (spätestens griechische Antike) Rollenstereotyp - im Gegensatz zur Hysterischen, Dauerquasselnden, Kreischschreiflennenden Frau.

Was daran neu sein soll oder mit "selbsbewussteren und dominanteren Frauen" zu tun haben soll, weiß ich nicht.

Ich halte von der These, daß das irgendwas Neues sein soll oder mit der "Emanzipation" der Frau zu tun haben soll, nichts.

MENSCHEN sind generell konfliktscheu - ganze Abzockindustrien beruhen schon seit dem Mittelalter darauf, daß MENSCHEN Konflikten gern aus dem Weg gehen.
 

Benutzer94422 

Meistens hier zu finden
Ich denke, man muss schon etwas differenzieren. Was du ansprichst, ist mMn der konfliktscheue Mann innerhalb einer Beziehung (das Topic allein gilt ja für alle). Mein aktuellstes Beispiel ist, dass ich sexuelles Interesse an einer Frau hab, diese aber nur mit Kind gibt. Ich hab ihr offen und ehrlich gesagt, dass ich nicht für Kinder zu haben bin und wenn die Konsequenz ist, dass wir nichts miteinander haben werden, ist das halt so. Ich denke, ihr wäre eine andere Antwort (oh, supi, Kinder!!!) lieber gewesen, aber ich bin da lieber ehrlich.

Frei nach dem Motto: Es gibt nur EINEN Menschen, dem man es recht machen sollte und das ist man selbst, denn mit niemand anderen verbringt man so viel Zeit.

Naja, aber hierbei sprechen wir allenfalls von einer Affäre, also einer Person, der man nicht eine so hohe Priorität beimisst. Bei einer Partnerin wird die Priorität vermutlich höher liegen, nur kann ich von mir aus sagen, dass ich nicht zu allem Ja und Amen sagen werde, blos um meine Ruhe zu haben.

Klar, es wird Streitpunkte geben, wo man Kompromisse eigehen kann/wird/muss, aber es wird auch Punkte geben, die für mich absolut indiskutabel sind. Zum Beispiel meine festen Raidzeiten Mittwoch/Donnerstag/Sonntag Abends von 19 - 23 Uhr. Es ist mir klar, dass es "nur" ein Hobby ist, ein Computerspiels namens World of Warcraft und dass bei vielen vielen Frauen absolutes Unverständnis darüber herrscht, wie man einem Spiel nur derart viel beimessen kann. Aber, um ehrlich zu sein, ist es mir vollkommen hupe, ob sie es versteht oder nicht. Ich würde ihr erklären, warum es für mich eine solche Wichtigkeit besitzt und entweder sie versteht und akzeptiert es, oder sie lässt es bleiben. Fakt ist, an diesem Punkt wird keine Frau etwas ändern können, nur unsere Gruppendynamik, wenn wir von der Gruppe aus Termine verlegen/ausfallen lassen.

Zum neuen Contentpatch anfang Dezember war es so, dass wir bereits Mittags angefangen haben zu Raiden, weil es eben halt brandneuer Content ist und wir das selbstgesteckte Ziel haben, zu jedem neuen Content die Server-Firsts zu holen. Wann ein solcher Contentpatch kommt, weiß man nie zu 100 %. Es wird immer am Patchday Mittwoch sein, aber ob es jetzt letzte Novemberwoche oder erste Dezemberwoche ist, weiß man erst ein paar Tage vorher. Und wie der Zufall es wollte, viel gerade auf diesen Patchday ein Date - dass ich abgesagt habe. Nur hartgesottene Progressspieler werden das verstehen, alle anderen halten mich für einen Nerd. Zum Glück war das Date selbst WoW-Spielerin, konnte es also verstehen :grin:

Fakt ist also, dass definitiv nicht ALLE Männer den Weg des geringsten Widerstandes gehen. Ich habe eher die Erfahrung gemacht, dass Man(n) eher bereit ist, auch einen Kompromiss einzugehen, womit beide Seiten gut leben können. Darüber hinaus kommt es auch auf das Verhalten der jeweiligen Partnerin an, ob sich diese dann mit der Vereinbarung des Kompromiss tatsächlich zufrieden gibt, oder im Nachhinein doch noch weiter rumnörgelt (kenne da jemanden aus dem Bekanntenkreis, die solch ein Verhalten immer wieder abzieht). Wenn nämlich dem so ist, kann ich mir schon vorstellen, dass es bei einigen Männern links rein und rechts wieder rausgeht und dass dann für Außenstehende suggeriert, als würden sie den Weg des geringsten Widerstandes gehen.

Aber was weiß ich schon, ich bin Single :zwinker:
 

Benutzer87580 

Sorgt für Gesprächsstoff
und liegt das an der schwäche der männer? oder können sie garnichts dafür weil sie zu unterwürfigkeit erzogen wurden und mit den heutigen selbstbewussten frauen nicht umgehen können und wollen? oder sind sie selber schuld weil sie ihr leben nicht in die hand nehmen?

Wo sind sie denn? Zur Unterwürfigkeit erzogen?

Eine nette Bloggerin sagt alles, was es zu solchen Texten zu sagen gibt.

Ja, Männer müssen ihre Rolle in der Gesellschaft finden. Sie müssen entscheiden, wie sie ihr Leben gestalten möchten und dazu gehört auch, wie sie dem anderen Geschlecht gegenüber treten möchten oder können. Aber das ist nichts neues und gilt im Übrigen für alle Menschen, Männer und Frauen. Neu und zu begrüßen ist, dass mehr Rollen und Möglichkeiten zur Verfügung stehen. Wir leben – zumindest theoretisch – in einer Gesellschaft, in der es zulässig ist, eine andere Rolle als die in der Gesellschaft dominante einzunehmen.

Das heißt auch, dass junge Männer heutzutage eine offene Schüchternheit und Sensibilität ausleben dürfen. Sie dürfen Gefühle zeigen und Unsicherheiten zugeben. Sie werden – zumindest in der Theorie – nicht mehr komisch angeschaut, wenn sie “melancholische Mädchenmusik” hören (wer definiert überhaupt Mädchenmusik und woher kommt dieser alberne Begriff?). Ja, auch ein Mann darf zögern den ersten Schritt gegenüber einer Frau zu tun, weil er zu schüchtern oder sich seiner Gefühle nicht sicher ist. Es gibt sogar Frauen, die das nicht als unsexy, sondern als attraktiv und charmant empfinden. Wie mein Opa immer sagte: “Jeder Jeck ist anders.”

Der, ich nenne ihn jetzt einfach mal, “sensible junge Mann” ist übrigens keine Erfindung der Postmoderne. Es gab schon immer diese Art von Männern – oder sagen wir einfach Menschen?! Im Sturm & Drang finden wir sogar eine Epoche, in der diese Art von Männlichkeit sogar noch intensiver ausgelebt wurde als heutzutage. Gleichzeitig gab es auch Zeiten, wo diese Charakteristika in Männern als weibisch und unmännlich abgetan, verpönt und sogar verfolgt wurden. Ich persönlich würde mir wünschen, dass diese Zeiten endlich vorbei sind. Ich dachte sie wären es.
 

Benutzer86779  (36)

Sehr bekannt hier
Der Mann der die Klappe hält, nur keine Gefühle zeigt und in sich reinschweigt ist ein uraltes (spätestens griechische Antike) Rollenstereotyp - im Gegensatz zur Hysterischen, Dauerquasselnden, Kreischschreiflennenden Frau.

Was daran neu sein soll oder mit "selbsbewussteren und dominanteren Frauen" zu tun haben soll, weiß ich nicht.

Ich halte von der These, daß das irgendwas Neues sein soll oder mit der "Emanzipation" der Frau zu tun haben soll, nichts.

MENSCHEN sind generell konfliktscheu - ganze Abzockindustrien beruhen schon seit dem Mittelalter darauf, daß MENSCHEN Konflikten gern aus dem Weg gehen.

ich denke schon das menschen in beziehungen konfliktscheuer geworden sind. kann auch durchaus sein, dass das für frauen genauso wie für männer gilt.

man trennt sich ja auch deutlich schneller.

ein wenig kann ich das auch verstehen. die leute haben heutzutage so viel stress im beruf, dass es schon verständlich ist wenn sie im privatleben keinen bock mehr auf konflikte haben und nach nem harten arbeitstag nur noch in den sessel fallen und sagen "was solls".
 

Benutzer100759 

Sehr bekannt hier
man trennt sich ja auch deutlich schneller.

Ist das Konfliktscheue?
Für mich wäre konfliktscheu "lieber zusammenbleiben und nix sagen, dann muß ich wenigstens nicht sagen was Sache ist".
Für mich ist das eher das Gegenteil - so eine egomaniegetriebene Aggression.


ein wenig kann ich das auch verstehen. die leute haben heutzutage so viel stress im beruf, dass es schon verständlich ist wenn sie im privatleben keinen bock mehr auf konflikte haben und nach nem harten arbeitstag nur noch in den sessel fallen und sagen "was solls".

Na ja.
Ich persönlich sehe da eher eine Hollywoodisierung und Supermarktisierung der Beziehungen. Turbokapitalistische Wegwerfgesellschaft, turbokapitalistische Wegwerfliebe. Was nicht wie im Film ist, wird entsorgt, nur keine Mühe darf es machen!!!

Dazu paßt auch diese Ratgeberschwangere "man muß sich gut verkaufen!111!!1" Kacke. Das sind Beziehungsstrategien von Gebrauchtwagenhändlern.
 

Benutzer56469  (36)

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Also mein Freund hat viel Selbstbewusstsein. Wenn wir einen Konflikt haben dann rennt er nicht davon sondern wir kommunizieren schon normal miteinander bei dem Konflikt. Meistens ist es dann aber so da wir ja beide eigentlich nicht streiten wollen den Konflikt quasi abbrechen. *gg*

Generell sind wir beide eher Konfliktscheu weil ich keine Lust habe zu streiten. Zuviel Energie usw. :grin:

Haben aber ca. seit halbem Jahr keinen Konflikt mehr gehabt. :zwinker:
 

Benutzer77893 

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Off-Topic:

Also mein Freund hat viel Selbstbewusstsein. Wenn wir einen Konflikt haben dann rennt er nicht davon sondern wir kommunizieren schon normal miteinander bei dem Konflikt.

Da hast du aber ein atypischen Mann, der mit dir wirklich kommunizieren kann und das noch bei einem Konflikt? :eek:


Zum Thema vielleicht sind vergebene Männer wirklich Konfliktscheuer. Wer mag denn nicht die große Gefühle, über die Logik siegen lassen?

Aber verallgemeinern kann man das nun wirklich nicht.
 

Benutzer114417 

Sorgt für Gesprächsstoff
Was denkt ihr darüber? klar kann man das nicht verallgemeinern, aber ich denke es gibt doch eine zunehmende anzahl von männern bei denen das so ist.

die frauen sind ja schon selbstbewusster und dominanter geworden. dagegen gilt männliche dominanz als verpönt.

Ich habe das gefühl, dass viele männer darauf reagieren indem sie ne völlige "scheiß drauf" einstellung entwickelt haben und den frauen einfach das erzählen was sie hören wollen, ob es nun der wahrheit entspricht oder nicht. hauptsache man hat seine ruhe und "die alte nervt nicht".

streits wird völlig aus dem weg gegangen und man verschließt sich vor kritik.

das liest man auch immer öfter hier. die männer machen alles was die frau sagt um ihre ruhe zu haben und wundern sich dann wenn die frau die sexuelle anziehung und das vertrauen verliert. so einem mann der immer sagt was sie hören will um ja keinen konflikt zu haben und jedem konflikt aus dem weg geht ist ja nicht sehr vertrauenswürdig.

Wie habt ihr frauen das erlebt? verschließen sich eure männer auch vor konflikten, machen "dicht" und widersprechen nicht damit sie ihre ruhe haben?

und liegt das an der schwäche der männer? oder können sie garnichts dafür weil sie zu unterwürfigkeit erzogen wurden und mit den heutigen selbstbewussten frauen nicht umgehen können und wollen? oder sind sie selber schuld weil sie ihr leben nicht in die hand nehmen?

sind männer nicht mehr bereit zu kämpfen und nehmen lieber den leichten weg? und wie steht ihr frauen dazu?

das soll keine verallgemeinerung sein. klar gibt es immer noch viele männer die anders sind. aber ich meine schon einen zunehmenden trend in die richtung zu erkennen (nicht nur jetzt sondern bestimmt schon in den letzten jahrzehnten).

ich finde das keine gute entwicklung. und ich denke es kann auch nicht im sinne der frauen sein. für sie ist so ein "jaja sager mann" ja auch nicht anziehend. und für die betroffenen männer können diese horror beziehungen wo sie einmal im monat aus gnade "rangelassen" werden und sich zur sau machen lassen (diese extrembeispiele sind nat. ne absolute minderheit-aber sie kommen hier im forum doch regelmäßig vor) sind doch auch für die männer nicht toll.



Interessant wäre zu wissen, wie du *männliche Dominanz* definierst und was genau daran verpönt ist.

Im Rahmen des Verhaltens gilt:

Unterschiede zwischen einzelnen Individuen > nur durch das Geschlecht verursachte Unterschiede

Ein bestimmter Mann kann im Wesen und Verhalten einer bestimmten Frau viel ähnlicher sein, als einem seiner Geschlechtsgenossen und umgekehrt.

Daher ist es besser, die vermeintliche und tatsächliche Veränderung von Menschen im Lichte des herrschenden und zurückliegenden Zeitgeistes im Vorfeld geschlechtsunabhängig zu betrachten (Rollenmuster etc…).
 

Benutzer26217 

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Sind die Männer von heute konfliktscheu geworden? Nein.

Mit absoluter Sicherheit kann ich dir das natürlich nicht sagen. Schließlich haben ich die "gute alte Zeit", nach der sich dein Eingangspost implizit sehnt, nicht miterlebt – und auch niemand sonst hier. Wie chelle allerdings sagte, und wie Mitbewohner zitierte, gibt es genügend historisch-literarische Beispiele, dass es schon immer solche Männer gab.

Ja-sagen ist keine Modeerscheinung, sondern eine Charaktereigenschaft – eine, die mir bei Männern wie Frauen gleichermaßen gestohlen bleiben kann. In der Beziehung führt Ja-sagen zu Respektlosigkeit, weil die Partner ihrem Ärger natürlich trotzdem noch Luft machen wollen und dann eben ganz nebenbei immer herumsticheln. Im Job führt Konfliktscheue zu 0 Innovation und Produktivität. Ein Glück, dass ich mit solchen Leuten wenig zu tun habe. :bussi:
 

Benutzer29410 

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Off-Topic:
die frauen sind ja schon selbstbewusster und dominanter geworden. dagegen gilt männliche dominanz als verpönt.

Den Eindruck habe ich aber gar nicht. Gerade hier im Forum wird doch Männern in regelmäßigen Abständen von Frauen und Männern gleichermaßen geraten, schön feste "mit der Faust auf den Tisch zu hauen" und "sich durchzusetzen" und auif jeden Fall immer gleich und sofort harte "Konsequenzen zu ziehen".

 

Benutzer42813 

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Wie habt ihr frauen das erlebt? verschließen sich eure männer auch vor konflikten, machen "dicht" und widersprechen nicht damit sie ihre ruhe haben?

Das war am Anfang unserer Beziehung so... Da hatte er sowohl bei Mutter wie auch bei Exfreundin die Erfahrung gemacht, dass seine Meinung eh nicht sonderlich gefragt sei.

Ich habe aber bei so gut wie allen Männern die Erfahrung gemacht, dass ehrliches Verstehen-Wollen und Interesse an seiner Meinung (auch, wenn sie von meiner abweicht) recht schnell dazu führt, dass eben tatsächlich auch eine eigene Meinung kommt. Das passiert bei Männern tatsächlich häufiger als bei Frauen.

Und wenn beide Meinungen gleichwertig nebeneinander gelten dürfen - dann muss man sich vor Konflikten auch als Mann nicht fürchten, da sie am Ende meist zu was Konstruktivem führen. Je öfter man das in einer Beziehung so erlebt, desto mehr wächst das Vertrauen.

und liegt das an der schwäche der männer? oder können sie garnichts dafür weil sie zu unterwürfigkeit erzogen wurden und mit den heutigen selbstbewussten frauen nicht umgehen können und wollen? oder sind sie selber schuld weil sie ihr leben nicht in die hand nehmen?

Mädchen lernen besser als Jungs, wie man manipuliert und seine Meinung mit Worten durchsetzt und seine Ziele erreicht. Der klassiche "männliche Weg" mit körperlicher Aggression steht uns in unserer modernen Zivilisation ja allen nicht mehr offen.

Das hat erst mal nichts damit zu tun, dass Jungs zu Unterwürfigkeit erzogen werden. Aber sie bekommen dieses sehr wichtige Handwerkszeug fürs menschliche Miteinander halt als Kinder längst nicht so gut vermittelt wie Mädchen. Erwachsene Frauen haben dadurch Männern gegenüber in vebralen Konflikten immer einen Vorteil.

Die einzige "Waffe", die Männer diesem Konflikt dann zunächst entgegensetzen können, ist das Schweigen - etwas, das aber gleichzeitig auch die Liebe negiert und sehr, sehr verletzend ist.

Meiner Ansicht nach ist es an der Stelle dann die Aufgaben die in Kommunikation besser geschulten Frauen, einem geliebten Mann hier entgegen zu kommen, senie Meinung zu suchen, auch wenn er sie nicht ganz so geschickt verbalisieren kann wie sie. Wenn sie hier signalisieren kann, dass sie wirklich daran interessiert ist, ihn zu verstehen, seine Meinung gelten lässt, wenn sie von ihrer abweicht... Dann öffnet sie ihm damit Türen und gibt ihm das Gefühl, dass er respektiert wird und sich nicht mehr ins Schweigen flüchten muss.

Ganz schlecht ist natürlich, wenn eine Frau sich ihrer Verantwortung darüber gar nicht bewusst ist und sich so verhält, wie eine Frau es neulich bei Ikea einer Freundin erzählte, während wir am Nachbartisch saßen: "Wenn er dicht macht und dir nicht länger zuhört, einfach mit Geschirr nach ihm schmeißen, das hilft immer und dann hast du seine Aufmerksamkeit".

sind männer nicht mehr bereit zu kämpfen und nehmen lieber den leichten weg? und wie steht ihr frauen dazu?

Was meinst du mit "kämpfen"? Heute kämpft niemand mehr mit Schwertern, und die Gesetze, die einem Mann erlauben, eine aufmüpfige Frau zu schlagen, wenn der Stock nicht breiter ist als ein Daumen, sind ebenfalls Vergangenheit.

Verbal sind Frauen meist einfach geschickter. Ich selbst würde im Karate als Anfängerin auch nicht im ernsthaften Kampf gegen einen Schwarzgurtträger antreten. Da würde ich auch den leichteren Weg gehen und einem Kampf ausweichen, um nicht verletzt zu werden.

ich finde das keine gute entwicklung. und ich denke es kann auch nicht im sinne der frauen sein. für sie ist so ein "jaja sager mann" ja auch nicht anziehend. und für die betroffenen männer können diese horror beziehungen wo sie einmal im monat aus gnade "rangelassen" werden und sich zur sau machen lassen (diese extrembeispiele sind nat. ne absolute minderheit-aber sie kommen hier im forum doch regelmäßig vor) sind doch auch für die männer nicht toll.

Geht der Trend nicht eher langsam von dieser Art Mann wieder weg zu Männern, die einer Frau ein echter Gefährte sein können? Meiner Meinung nach befinden wir uns in einem goldenen Zeitalter - zum ersten Mal seit was-weiß-ich-wie-vielen Jahren oder Jahrhunderten haben Männer und Frauen die Chance, sich tatsächlich als gleichwertig zu begegnen, ohne dass ein Geschlecht dabei das unterlegene zu sein vorspielen muss.

Natürlich dauern solche Trends Jahre und Jahrzehnte und es gibt immer Ausnahmen... Aber ich halte unsere Zeit tatsächlich in Bezug darauf für eine goldene.
 

Benutzer113414  (39)

Sorgt für Gesprächsstoff
Vielleicht wurden Konflikte früher, in einer männerdominierten Gesellschaft, anders gelöst (z.B. eher mit Gewalt: verbal oder körperlich). Das wurde lange Zeit nicht nur geduldet, sondern sogar hochgehalten.
Nun nicht mehr.
Da sind sicherlich einige Mannsbilder verunsichert und trauen sich entweder nichts mehr oder schimpfen hintenrum ...
 

Benutzer86779  (36)

Sehr bekannt hier
Das war am Anfang unserer Beziehung so... Da hatte er sowohl bei Mutter wie auch bei Exfreundin die Erfahrung gemacht, dass seine Meinung eh nicht sonderlich gefragt sei.

Ich habe aber bei so gut wie allen Männern die Erfahrung gemacht, dass ehrliches Verstehen-Wollen und Interesse an seiner Meinung (auch, wenn sie von meiner abweicht) recht schnell dazu führt, dass eben tatsächlich auch eine eigene Meinung kommt. Das passiert bei Männern tatsächlich häufiger als bei Frauen.

Und wenn beide Meinungen gleichwertig nebeneinander gelten dürfen - dann muss man sich vor Konflikten auch als Mann nicht fürchten, da sie am Ende meist zu was Konstruktivem führen. Je öfter man das in einer Beziehung so erlebt, desto mehr wächst das Vertrauen.



Mädchen lernen besser als Jungs, wie man manipuliert und seine Meinung mit Worten durchsetzt und seine Ziele erreicht. Der klassiche "männliche Weg" mit körperlicher Aggression steht uns in unserer modernen Zivilisation ja allen nicht mehr offen.

Das hat erst mal nichts damit zu tun, dass Jungs zu Unterwürfigkeit erzogen werden. Aber sie bekommen dieses sehr wichtige Handwerkszeug fürs menschliche Miteinander halt als Kinder längst nicht so gut vermittelt wie Mädchen. Erwachsene Frauen haben dadurch Männern gegenüber in vebralen Konflikten immer einen Vorteil.

Die einzige "Waffe", die Männer diesem Konflikt dann zunächst entgegensetzen können, ist das Schweigen - etwas, das aber gleichzeitig auch die Liebe negiert und sehr, sehr verletzend ist.

Meiner Ansicht nach ist es an der Stelle dann die Aufgaben die in Kommunikation besser geschulten Frauen, einem geliebten Mann hier entgegen zu kommen, senie Meinung zu suchen, auch wenn er sie nicht ganz so geschickt verbalisieren kann wie sie. Wenn sie hier signalisieren kann, dass sie wirklich daran interessiert ist, ihn zu verstehen, seine Meinung gelten lässt, wenn sie von ihrer abweicht... Dann öffnet sie ihm damit Türen und gibt ihm das Gefühl, dass er respektiert wird und sich nicht mehr ins Schweigen flüchten muss.

Ganz schlecht ist natürlich, wenn eine Frau sich ihrer Verantwortung darüber gar nicht bewusst ist und sich so verhält, wie eine Frau es neulich bei Ikea einer Freundin erzählte, während wir am Nachbartisch saßen: "Wenn er dicht macht und dir nicht länger zuhört, einfach mit Geschirr nach ihm schmeißen, das hilft immer und dann hast du seine Aufmerksamkeit".



Was meinst du mit "kämpfen"? Heute kämpft niemand mehr mit Schwertern, und die Gesetze, die einem Mann erlauben, eine aufmüpfige Frau zu schlagen, wenn der Stock nicht breiter ist als ein Daumen, sind ebenfalls Vergangenheit.

Verbal sind Frauen meist einfach geschickter. Ich selbst würde im Karate als Anfängerin auch nicht im ernsthaften Kampf gegen einen Schwarzgurtträger antreten. Da würde ich auch den leichteren Weg gehen und einem Kampf ausweichen, um nicht verletzt zu werden.



Geht der Trend nicht eher langsam von dieser Art Mann wieder weg zu Männern, die einer Frau ein echter Gefährte sein können? Meiner Meinung nach befinden wir uns in einem goldenen Zeitalter - zum ersten Mal seit was-weiß-ich-wie-vielen Jahren oder Jahrhunderten haben Männer und Frauen die Chance, sich tatsächlich als gleichwertig zu begegnen, ohne dass ein Geschlecht dabei das unterlegene zu sein vorspielen muss.

Natürlich dauern solche Trends Jahre und Jahrzehnte und es gibt immer Ausnahmen... Aber ich halte unsere Zeit tatsächlich in Bezug darauf für eine goldene.

sehr guter beitrag. endlich mal einer der nicht nur sagt "das kann man nicht verallgemeinern:grin:.

Ich denke genau das was du beschreibst ist genau das problem was viele männer haben. es ist eine verunsicherung eingetreten. früher konnte man auf den tisch hauen und sagen "ruhe jetzt". heutzutage ist das (zum glück) nicht mehr akzeptiert.

insofern trat da schon ein gewisses ungleichgewicht ein, weil frauen ja doch oft verbal besser geschult sind.
männer reden zwar auch, aber normalerweise redet man mit kumpels ja doch übr sachthemen. im bereich gefühle haben frauen in der kommunikation ja doch nen erfahrungsvorsprung.

dadurch kam es bei vielen männern schon zu einer großen unsicherheit. auf den tisch hauen (die einfache lösung) geht nicht und was anderes hat man nicht gelernt. und dann hält man halt als einfache lösung die klappe.
gut ist das nat. nicht. denn schweigen ist auch eine form der aggressivität (obwohl männer ja schweigen oft sogar als "belohnung empfinden, während frauen das eher als strafe sehen).

Ich stimme dir aber auch zu, dass dort schon ein gewisses umdenken stattfindet. männer beginnen sich auch mmit ihren gefühlen auseinander zu setzen. das sieht man ja an den ganzen selbsthilfe büchern für männer. noch vor 10 jahren wurden selbsthilfe bücher ja fast ausschließlich von frauen gelesen. heute wird nat. immer noch die mehrzahl von frauen gelesen, aber eben auch von männern.

da ist nat. auch viel zweifelhafter kram dabei (zum beispiel dieser pick up stuff), aber allgemein ist es denke ich schon gut, dass männer sich mit ihren eigenen gefühlen und der kommunikation auseinander setzen.

bei mir war das auch so. ich war immer schon sehr humorvoll und konnte jeden zum lachen bringen (ohne mich loben zu wollen:grin:). aber ich habe mich auch dahinter versteckt. ich habe den humor genutzt um konflikte zu zerstreuen. da hat nat. immer für lacher gesorgt und kommt oft auch gut an, aber es ist auch ne maske hinter der man die eigenen gefühle versteckt. ich wollte einfach keine konflikte.

erst als ich mich mehr mit meinen gefühlen beschäftigt habe, habe ich gelernt auch grenzen zu setzen und gewisse konflikte auszutragen. und auch über gefühle zu kommunizieren.

ich denke der punkt, dass die frauen vielen männern da helfen müssen ist ein guter. es gibt zwar männer die über gefühle kommunizieren können, aber die mehrheit der frauen wird ohne so ein solches exemplar auskommen müssen:smile:. da sollte man davon wegkommen die kommunikation als eine schlacht zu sehen. oft steckt leider das ego dahinter eine diskussion gewinnen zu müssen.

das erlebe ich bei meinem besten freund und seiner freundin. beide sind dominant und wollen immer rechthaben. dadurch kommt es immer wieder zu streits und man hört sich garnicht richtig zu. meist geht es auch nur ums rechthaben.

gerade personen die etwas dominanter sind müssen darauf achten, dass sie dem anderen raum geben. es gibt nat. auch dominante personen, die sich dann nen noch stärkeren partner suchen, aber auf die dauer endet das meist im krieg:grin:. einer will halt am ende doch recht haben:smile:.

ich denke mehr miteinander und weniger gegeneinander reden hilft da schon.
 

Benutzer87496 

Verbringt hier viel Zeit
sehr guter beitrag. endlich mal einer der nicht nur sagt "das kann man nicht verallgemeinern.

Es ist aber leider arg verallgemeinert!

Shiny Flame ich verstehe das es keinen Spass macht nach jedem Satz ein "mit Ausnahmen" einzufuegen aber Aussagen wie

Mädchen lernen besser als Jungs, wie man manipuliert und seine Meinung mit Worten durchsetzt und seine Ziele erreicht. Der klassiche "männliche Weg" mit körperlicher Aggression steht uns in unserer modernen Zivilisation ja allen nicht mehr offen.

Das hat erst mal nichts damit zu tun, dass Jungs zu Unterwürfigkeit erzogen werden. Aber sie bekommen dieses sehr wichtige Handwerkszeug fürs menschliche Miteinander halt als Kinder längst nicht so gut vermittelt wie Mädchen. Erwachsene Frauen haben dadurch Männern gegenüber in vebralen Konflikten immer einen Vorteil.

sind schon wirklich mutig. Mag im Schnitt vielleicht was dran sein, aber so wie das mit dem Durschnitt eben ist... schiesst man einmal links und einmal rechts am Hasen vorbei hat man im Schnitt getroffen... :eek:



Off-Topic:
Nebenbeii: Ich fuerchte es gibt es noch immer erschreckend viele gesellschaftliche Schichten, in denen der "klassische maennliche Weg mit koerperlicher Aggression" durchaus noch eine Option ist. Allerdings wuerde ich vermuten das selbige hier auf PL gluecklicherweise eher weniger vertreten sind.




cheers
 

Benutzer72912  (34)

Meistens hier zu finden
Obwohl ich ja zu der Weicheifraktion gehöre halte ich mich nicht für konfliktscheu.
Oder ist man konfliktscheu, wenn man nicht dauernd rummotzt und der Frau (es kann auch dem Mann sein) ihre Meinung lässt, man selber aber seine eigene hat? Oder muss man damit man nicht als "konfliktscheu" geltet die Frau mit meinem geilen alphagetue bekehren oder unterdrücken, damit sich da ja nur meine Meinung durchsetzt?
Ich mag den Menschen doch auch, wenn er icht immer nur meiner Meinung ist.

Okay, wenn sie sich in die Nazizeit zurücksehnt und Hitler ihr Vorbild ist, dann kann ich nichts anfangen und würde denken, dass die einfach spinnt und es ihr auch sagen.
 

Benutzer42813 

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Es ist aber leider arg verallgemeinert!

Shiny Flame ich verstehe das es keinen Spass macht nach jedem Satz ein "mit Ausnahmen" einzufuegen aber Aussagen wie



sind schon wirklich mutig. Mag im Schnitt vielleicht was dran sein, aber so wie das mit dem Durschnitt eben ist... schiesst man einmal links und einmal rechts am Hasen vorbei hat man im Schnitt getroffen... :eek:



Off-Topic:
Nebenbeii: Ich fuerchte es gibt es noch immer erschreckend viele gesellschaftliche Schichten, in denen der "klassische maennliche Weg mit koerperlicher Aggression" durchaus noch eine Option ist. Allerdings wuerde ich vermuten das selbige hier auf PL gluecklicherweise eher weniger vertreten sind.




cheers

Ja, man kann immer "Mit Ausnahmen" schreiben - habe ich aber mit Absicht nicht getan, da meine Aussagen durch Forschungen zum Gender-Thema gestützt werden und tatsächlich einen auch in der Forschung nachweisbaren Sachbestand beschreiben. Schon kleine Mädchen sind laut diesen Forschungen geschcikter darin, soziale Beziehungen im Kindergarten (= wer mit wem befreundet ist und wer mit wem nicht kann) zu beschreiben und ebenfalls, wenn es darum geht, zu wissen, wie man einen Menschen wütend machen oder trösten kann.

Und wenn das selbst im Kindergarten von Forschern so beobachtet und beschrieben wurde - dann ist ein Satz wie "Mädchen lernen früher, soziale Beziehungen zu durchschauen und zu lenken und haben dadurch als Frauen in verbalen Konfliktsituationen einen Vorteil" keine Verallgemeinerung, sondern eine Beschreibung der gängigen Gender-Forschungssituation.

***

Keine Regel ohne Ausnahme, das stimmt - aber in einer Diskussion werde ich diesen Satz nur dann verwenden, wenn es mindestens zwanzig oder dreißig Prozent Ausnahmen gibt, nicht bei ein oder zwei Prozent. (P.S.: Oder wenn ich selbst die Ausnahme bin ^^. Dann erscheint sie mir auf einmal viel, viel relevanter ^^.)
 
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