Sie will den Cut..

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Gast
Hallo Forum,

ich heiße Max und bin neu hier..
und es hat mich hierher getrieben, aus Beziehungsgründen (Problemen).

Danke fürs Lesen, bzw. Rat oder Anregungen...

Ich lernte im Mai letzten Jahres eine Dame Anfang 30, damals 32 kennen und lieben
(Ich selbst bin mittlerweile Mitte 30).
Sie hatte sich zuvor von ihrem Ehemann getrennt (halbes Jahr zuvor), mit dem sie insgesamt
12 Jahre zusammen und davon 5 Jahre verheiratet war.

Als wir uns kennenlernten, blieb ich erstmal, mich langsam öffnend, aber dennoch liebend,
ein wenig vorsichtig, da mir und auch durch ihre Erzählungen, bewusst war,
dass ich ihr auch noch innerlich Zeit geben musste, ihre Ex-Beziehung zu verarbeiten.

Sie bestritt das zwar und wollte sich quasi Hals über Kopf in das neue Abenteuer (große Liebe zu mir)
stürzen - ich bezweifelte aber indirekt, dass man über 12 Jahre Beziehung gerade so wegverarbeitet.

Meine Vorsicht äußerte sich lediglich darin, dass ich, ohnehin nicht der Schnellste bei Beziehungsdingen
aufs Tempo drückend, jetzt nicht nach 3 Monaten sofort Vorwärts machte, was Eltern/Freunde etc.
kennenlernen anging, nur als Beispiel.
Ich wollte SIE kennenlernen mit allem drum und dran. Und diesmal (nach 2 eigenen Pleiten zuvor) mal das Ganze richtig genießen und mit Kraft angehen zu lassen.

Wir führten über 95km eine "Fern"beziehung und sahen uns quasi jedes Wochenende.
Mal 2 Tage (Sa/So), mal 3 (Fr/Sa/So).
Aufgrund von beruflichen Dingen und Stress kam es auch vor, dass ich nicht konnte (an einem We).
Sie hatte aber auch mal was vor (mit Freundinnen). Und man merkte auch, dass sie diese Zeit brauchte.
Also Dinge zu tun, die sie einfach in ihrer Ehe vernachlässigt hatte.
Und ich bin ein Typ Mensch begleitend, der das Gegenüber so sein lassen will, wie es ist. Nichts verändern.

Dennoch wurden mir nach ca. 4 Monaten zum erstenmal genau diese Dinge irgendwie vorgeworfen von ihr.
Es wurde offensichtlich, dass sie ein wenig reflexiver Mensch ist und auch nicht wirklich empathisch für Situationen oder das Gefühlsleben des anderen (wie sie mit Aussagen wirkt usw.).

Auch stellte sich dar, dass sie in ihrer vergangenen Ehe wenig bis garnicht gesprochen hatte
(über ihre Wünsche und Bedürfnisse).
Und sich deshalb immer zurückgestellt fühlte.
Sie hatte eine Kurz-Therapie wegen diesem Thema nach ihrer Ehe gemacht, beendete diese jedoch,
als sie mich kennenlernte.

Nach paar Monaten (4,5!!!!!!) nun sprudelte es aus ihr heraus, wie unzufrieden sie wäre (mit mir)
und wie wenig sie das Gefühl hätte für Perspektive mit mir und dass ich sie ganz in meinem Leben will.

Ich meine, was hätte ich Stand da überhaupt machen können?
Meinen Job kündigen? Alles sofort aufgeben für diese zarte Liebe (sie lebte wohlgemerkt noch in Scheidung
und sah ihren Exmann quasi auch noch jeden Tag auf der Arbeit - also ich ertrug auch so einiges -
was sie aber garnicht oder wohl zu wenig als Einsatz meinerseits sah).

Zudem formulierte sie damals schon einen heftigen Kinderwunsch, daher brauche sie eine Perspektive,
wo das alles hinführt. Mit mir.
Rumdaddeln könne sie nicht.

Ich sage das jetzt aus Sicht eines Mannes: Wir werden diese hormonelle Geschichte des Kinderwunsches
nie bis garnicht in Gänze nachvollziehen können.
Wie auch.
Ich halte mich aber dennoch für einen so empathischen Menschen, dass ich dieses Dilemma, in dem
man da als Frau stecken kann, zumindest versuche nachzuvollziehen.
Es zehren die Hormone, der dringliche Wunsch ist da.
Man will auf den Punkt kommen.

Das Problem an der ganzen Geschichte ist nur, dass man unterbewusst immer mehr verkrampft,
quasi nicht mehr man selbst ist und die ganze Sache unnatürlich ist oder wird,
weil man fordert, beeinflusst, usw.

Insgesamt, um das jetzt zusammenzufassen, folgten dann an Weihnachten 2015,
an meinem Geburtstag 2016 im Frühjahr und final an ihrem im Sommer jetzt 2016 weitere Streits,
die sich letztlich darum nur drehten, dass sie eine Vielzahl von Wünschen und Hoffnungen
so deplatziert und komischen Momenten zusammengefasst sammelnd in meine Richtung formulierte
und einen Monster-Druck erzeugte, dass es immer unnatürlicher wurde.

Auf Einzelheiten gehe ich ein, falls Nachfragen bestehen.

Wichtig ist, dass ich sehr viel, woher sie kommt, und warum sie so agiert, ja nachvollziehen kann.
Dennoch hatte ich durchweg das Gefühl, dass ich derjenige war, der Konstruktiv an dieser Beziehung
auch arbeiten wollte.
Sagte immer, dass sie mit mir REDEN soll.
Nicht immer Whatsapp oder Imessage oder so einen Müll.
Das ist das Versagen der Kommunikation, meiner Meinung nach.

Aber sie versteckte sich gerne dahinter, dass sie letztlich viele Ängste hatte und vor allem,
wenn man zu irgendetwas Nein sagte. Sie meidete das klare Wort, in die Augen.

So fragte sie manche Dinge garnicht, weil sie vordachte, was der andere denken könnte,
nur um zu umgehen, dass es eine Antwort geben könnte, die ihr mal nicht gefallen würde.

Dadurch staute sich soviel Frust an bei ihr, da so der Eindruck entstand,
dass ich zu allem eine Verweigerungshaltung haben würde, was absolut nicht stimmte.

Ich sagte deutlich von Anfang an, dass ich aus meiner Stadt ohnehin wegwill,
hier aber noch einen Job zu erledigen habe (sehr intensiv und mit Verantwortung)
und dann mich weiterentwickeln will.
Beruflich ein WENIG weiterzukommen (kein Karrierist) ist mir auch wichtig.
Ihr z.B. garnicht. Daher sieht sie solche Dinge auch als Hemmklotz letztlich.
(Verstand z.B. nicht, wieso ich mir in meinem aktuellen Job noch so engagiere,
wenn ich doch eh weg will. Dass es vielleicht auch Gründe hat,
um eine gute Abschlussbewertung, Zeugnis zu bekommen..auf die Idee kam sie garnicht.
Ich habe das als sehr respektlos dem Leben des anderen gegenüber empfunden).

Unterstützend kreativ jemand mit wohinzubringen ist auch nicht wirklich ihre Stärke leider.
Ich half ihr z.B. bei eigenen Bewerbungen, habe sie beraten, half ihr Sachen uns ihrem Ex-Haus
umzuziehen usw. Das war für mich alles selbstverständlich.
Nur konstruktiv in meine Richtung dachte sie irgendwie nie.

Ich hatte einfach irgendwann den Eindruck, dass sie aufgrund der Therapie? und eigenen Vorstellungen
nach ihrer Ehe, bei der immer 2 zum Scheitern gehören, eine Art "jetzt bin ich dran"-Haltung entwickelte
und diese eher schwer mit einer vernünftigen Beziehung zu vereinbaren ist.

Zumal, wenn überhaupt nicht das klare und vernünftige und warme Wort zum Partner gesucht wird.

Ich bin einfach gerade ein wenig hilflos,
denn nachdem wir jetzt versetzt im Urlaub waren, nach einer von mir erwünschten Besinnung,
auf die sie zähneknirschend vor 1,5 Monaten einging, aber sie nicht durchhielt und sich jeden Tag meldete,
platzte ihr jetzt der Kragen, dass sie das so nicht könne ohne Perspektive und ihr Babywunsch usw.,
dass sie nun den Cut will.

Mir tut das alles sehr weh, weil man natürlich was investiert hat und ich es schade finde,
wenn die wichtigste Grundsache für das Funktionieren einer Beziehung einfach negiert wird: Kommunikation.

Wie soll das funktionieren, wenn die andere Seite, garkeine innere Ruhe (ein wenig) hat
und von Aug zu Aug über ihre Probleme redet oder es im Guten und nicht anklagend versucht?
Wie soll es gehen, wenn alles dem anderen zugeschoben wird (Urlaube mal was vorschlagen usw.).

Sie will quasi nicht bis wenig über sich nachdenken, weil sie von sich in ihrer fühlenden Art und in dem
was sie sich wünscht, völlig normal und legitim vorkommt und mich nun hinstellt, als ob ich das alles nicht gewollt hätte.
Dabei stimmt das überhaupt nicht. Ich sprach auch darüber.
Ich habe das auch garnicht verneint oder abgelehnt. Nur das Medium hat mich gestört und das WIE, wie und wann sowas immer um die Ecke kam.

Dieses mangelnde Verständniss fürs Gegenüber, dieses laufende Zurückgestellt-Fühlen,
diese Art von Eifersucht auf alles, was im Leben des anderen passiert,
sind aber irgendwie auch noch Leichen aus ihrer vorangegangenen Beziehung,
die sie beendet hatte, aus quasi heiterem Himmel, nachdem das Haus fertiggebaut war
und sie drinnen saß (Dass einem das erst dann auffällt, dass was im Argen ist und man nicht mehr will,
erschließt sich mir bis heute nicht so ganz)..

Entschuldigt, das war jetzt lange.
Ich will hier mal enden.

Ich bin einfach gerade leer, weil ich nicht alles jemanden von der Stirn ablesen kann
und manche Dinge eben ihre Zeit brauchen.

Ich brauche Gefühlskonstanz für einige Schritte in einer Beziehung, die manche vielleicht
nach 2 Wochen erledigen. Wenn aber alle 3 Monate essentieller Knatsch ist
und jemand aus Panik und chronischen Allgemein-Ängsten alles in Frage stellt,
kann ich das so nicht.
Ich bin kein Flat-Rate-Beziehungs-Typ.

Bitte um Meinungen. Ich danke euch.

PS: Der Cut vollführte sie bei Facebook, nach einem Hin - und Her-Dialog,
dass es so nicht weitergeht.

Sie wünsche mir viel Kraft, bei allem was bei mir ansteht,
sie wäre gerne für mich dagewesen, aber sie sei sich sicher,
ich schaffe das auch gerade alleine. Kuss usw.

2 Sätze davor, sagte sie, wir sollten uns besinnen,
Ruhe einkehren lassen, und es läge nicht an ihren Gefühlen zu mir.
Dennoch Cut.

Ich habe sie nach 24 Stunden aus meiner Facebook - Liste entfernt
und auch Instagramm. Einfach erstmal konsequent.

Ich kann sie nun schwer deuten, da sie im Schnellschuss schonmal so
Dinge ausgesprochen hatte und sie 3 Tage danach wieder zurücknahm.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

Benutzer36879 

Benutzer gesperrt
Warum tut man sich sowas überhaupt an ? Es ist doch klar, dass die Dame nur an ihrem Familienglück interessiert ist und sich einen Michel sucht, der ohne Widerrede tut was sie sagt.
Die Art von Beziehungsanbahnung wie und sie anstrebst ist das genaue Gegenteil von dem, was sie sich vorstellt.
Vor allem nach 12 Jahren und gerade mal einem halben Jahr(!) Abstand.
 

Benutzer13901  (45)

Grillkünstler
Hm ich ersuche es mal für mich klarzustellen. Du bist seit etwas über einem Jahr mit einer Frau zusammen und ihr habt eine Fernbeziehung mit knapp 100 km dazwischen. Sie hat einen Kinderwunsch und du ? Sie will Gewißheit und ein "Mehr" an Beziehung aber du eigentlich auch und doch wieder nicht ?
Sie will das du in Ihre Stadt ziehst du willst auch bei dir weg hast aber bisher noch keine Anstrengungen hierzu unternommen ?
Und nun hat sich an dem euer Streit entzündet der erst zu einer Beziehungspause (von dir ausgerufen) und dann zur Trennung ihrerseits geführt hat ?

Hab ich das richtig verstanden
 

Benutzer6428 

Doctor How
Ich formuliere es mal ein bisschen anders...es läuft aber am Ende aufs Gleiche hinaus:

Du kommst nicht in die Puschen..hältst dich aber auch absichtlich zurück, weil du bemerkt hast, dass diese Beziehung eigentlich eine Todgeburt ist. Das liegt vor Allem daran, dass sie nicht den Mund aufkriegt und dir schon nach 3 Monaten Dinge vorgeworfen hat, die gar nicht stimmen.

Also hat sie quasi ein bisschen recht..du aber auch. Am Ende war es eigentlich schnell klar, dass aus dieser Beziehung nichts wird. Im Prinzip kann man da nicht viel zu sagen ausser: Gut, dass man sich heutzutage trennen kann.
 
W

Benutzer

Gast
Danke für Eure Antworten,

aus Ihrer Sicht stimmen sicherlich einige Dinge, wie auch aus meiner.
Es gibt ja kein richtig und falsch, wie man was macht in einer Beziehung.
Zusammenziehen, z.B. usw.

Da gibt es Tendenzen. Zu früh nicht gut. Zu spät auch nicht,
weil es sonst irgendwie überreizt ist und zu nichts mehr führt.
Ist mir alles bewusst.

Ich gehe mal zuerst auf den letzten Beitrag von Damian (danke für deine Antwort) ein.
Allein der Satz, du kommst nicht in die Puschen..ja, so kann man das sehen.
Aber was heißt denn nach 1,4 Jahren in die Puschen kommen? Nur weil ich sagte,
ich will hier weg, ich aber die Arbeit, die ich nunmal nicht weghexen kann,
noch fertigmachen muss? Das sind projektale Dinge, die man nicht einfach cutten kann.
Das habe ich ihr aber auch schon erklärt.

Es schien mir ein wenig so, als ob sie sich ganz geflissentlich darauf ausruhte,
dass ich sagte, ich gehe hier weg, um dann quasi noch dazu zu erwarten, dass ich zu ihr komme
(in ihre Stadt).
Und genau das meine ich mit Beziehungskreativ denken. Tut sie nicht.
Wenn ihr die ganze Zeit der Abstand so auf die Nerven ging, warum kamen nicht einmal konstruktive
Vorschläge von ihr, ob wir nicht erstmal in die Mitte zwischen beiden Städten zusammenziehen?
Zuviel Aufwand? Anscheinend. So groß ist die Liebe dann wohl nicht?
Denn ich schlug das schonmal vor.

Nochmal..ich kann nicht genau sagen, wann die Arbeit hier endet.
Dass sich das nicht mehr um 2 Jahre handelt, ist gewiss.

Dass ich ebenso Kinder will, ist auch gewiss.
Nur was soll das ständige Wiederholen? Für was?
Ich habs schon beim ersten Mal begriffen, dass sie welche will
(gehe unten nochmal drauf ein).

Zu Stonic Stonic
Ja, wir haben diese Fernbeziehung seit letztes Jahr.
Ich will auch Kinder. Nur spüre ich eben, dass ihr ganzes Denken und Tun nur noch darauf
ausgerichtet ist.
Sie fällt z.B. einmal mindestens im Monat in ein tiefes Loch,
in dem sie heulend im Bett liegt und völlig Panik hat deswegen,
dass das alles nichts mehr wird.
Vor allem war das dann..wenn ich AUSNAHMSWEISE mal keine Zeit an einem Wochenende hatte.
Versteht ihr, was ich mit Druck meine? Vielleicht auch unterbewusst.

Ich habe für alles ein Ohr, Händchen gehalten und bin empathisch bis zum Umfallen.
Aber ich hab doch auch mein eigenes Leben..und das sollte man als Paar auch weiterhin haben,
Entfernung hin oder her.
Ich würde das auch nicht anders sehen, wenn man ganz nahe beisammen wäre.
Denn meiner Meinung nach funktionieren Beziehungen nur dann ausdauernd und mit einem
guten tiefen Vertrauen und der richtigen Dimension von Abstand und Nähe.

Hierzu ein Satz, den ich ganz gut finde, in dem Zusammenhang:

" Hyperkommunikation erzeugt Wiederholung. Wiederholung schafft Enge und erdrückt die Fantasie.
Funktionierende Beziehungen und Systeme brauchen Abstände. Durch Abgrenzung erst wird Identität gestärkt."

Natürlich ist das Wort Abgrenzung jetzt total hart.
Aber in diesen Zeiten des Zugeballertwerdens (SMS, whatsapp, FB) mit allem, läuft sich alles so schnell tot.

Ich bin keiner der alles abwehrt, oder einer, der nicht vorankommen will.
Nur kann ich mein Leben nicht von heut auf morgen weghexen, vor allem wenn die Frau, das Gegenüber,
einem nicht die innere Ruhe vermittelt, und ja, vielleicht auch das Gefühl, dass man nicht nur
das "Mann-Material" ist..so wirkte es partiell ja dann, wenn sie immer wieder mit diesen Themen anfing.
Und es sind nicht die Themen an sich, um die es geht, sondern das WIE UND WANN!

Und dass man nicht WENIGSTENS EINE WEILE mal mit einem gesunden und sich gut tuenden
Ist-Zustand zufrieden sein kann.
Nur einen Moment. Ich hatte oft das Gefühl, wir waren kurz davor,
dass wir uns festigten und stabil wurden. Gegenseitig das Sicherheitsgefühl gaben,
für weitere Schritte.
Alle Geschwister besuchen z.B. usw.
Aber immer kurz vorher, meist im 3-Monats-Rhythmus brach es gesammelt aus ihr heraus,
sie knallte mir das alles per SMS (!!!!) oder sonstigem Medium hin, nie bis kaum persönlich
und dann war die Stimmung wieder dahin und man fing jetzt nicht gerade bei Adam-und-Eva an,
aber irgendwie halt ein Downgrade.
Und man merkte daran auch, dass sie immer alles hinterm der Berg hielt, bis nicht mehr konnte
und es rauskam. Gesammelt sozusagen. Argumente ihrerseits waren:
Sie sei da nicht so gut da drin im Reden...fühle sich aber oft zurückgestellt (wieso wohl???)
und sie wollte mich nicht unter Druck setzen...(!!!).

Wenn das aus einem dann so rausbricht...alles auf einmal..ist ja dann viel weniger Druck.
Man kreiiert ja auch garkeine unnatürliche Stimmung hinterher, wenn man sein Wunschkonzert
mit langer Liste platziert hat. Null! Ironie Ende.



Ein wichtiges Thema, mit dem sie, meine Freundin/Ex-Freundin?? wohl aber auch vor allem
ein Problem hatte, war Vertrauen.

Nicht unbedingt in eine Beziehung mit einem Mann (das auch, sehr, aber nicht nur),
sondern das Vertrauen in sich selbst.
Sie hat selbst die Beziehung mit ihrem Ex damals, die 12 Jahre hielt oder von ihr gehalten wurde??
quasi gegen alle Strömungen und Meinungen beendet.

(Ja, ich denke, dachte viel darüber immer nach wo sie herkommt.
Denn anders gelingt es mir nicht, Dinge in Kontext zu setzen und auch ihre "Ausuferungen"
sonderlicher Art zu verstehen.
Dass ist das was ich gebe. Dieses nicht gleich alles vom Tisch wischen,
nur weil was nicht geradeaus läuft. Das Leben ist nunmal so.)

Sie hat das null verarbeitet und hat demnach auch null Vertrauen in sich.
Und sucht daher mittlere Oberflächlichkeiten oder eben Dinge, die man so tut
ihrer Meinung nach in einer Beziehung, um sich daran zu klammern,
und sich einzureden, dass diese Beziehung von MIR/IHR/und damit UNS fest und stark geführt wird.

Beispiel:
Nur, wenn sie die Eltern vom Gegenüber kennenlernt beispielsweise
(nur dann ist es sicher).
Das sind zwar alles Dinge, die natürlich dazugehören.
Dazu gehört aber kein Zeitraster, wann man da wen vorstellt und es bedeutet letztlich garnichts für die Sicherheit
und das Vertrauen einer Beziehung.
Müsste sie doch selbst am besten wissen, nach 12 Jahren Beziehung, samt Haus
und Ehe und 20.000 Mal Eltern sehen und treffen.

Einen Scheiss bedeutet es.
Vertrauen kommt von innen heraus. Wer sich an solche Oberflächlichkeiten klammert
und daran ALLES festmacht, hat meiner Meinung nach ein Problem.

Dass jede Beziehung eine Perspektive brauch, steht ausser Frage.
Und hingehalten, wenn man sich Dinge vorstellt und diese auch WARM und HERZLICH formuliert,
will keiner werden. Darüber muss man reden und sich finden.

Aber der Rest ist für mich von vorneherein mangelndes Vertrauen in den Freund und Partner
oder in die Männer generell.

Wenn von einer Seite in einer Beziehung zu wenig Vertrauen mitgebracht wird (ein Defizit),
scheitert es entweder...wenn das Gegenüber es so nicht mitmacht..oder es hält nur deswegen,
weil das Gegenüber, der Partner, das Defizit mit ausgleicht.
Heißt, dass er mehr geben muss...mehr tun muss, um diese mangelnde Vertrauen auszugleichen.
Dagegen ist letztlich ja nichts zu sagen...oder vielleicht auch eine romantische Vorstellung,
jedoch habe ich es schon oft erlebt, dass man letztlich nie auf einen grünen Zweig kommt.

Ist für eine Sache Vertrauen geschaffen, weil erledigt...nehmen wir mal wieder Elternkennenlernen
als Sicherheit, dass man fest beim anderen "drin" ist...dann kommt irgendwann was neues und anderes,
woran sich aufgehangen wird.

Das ist eine Endlosschleife, wie schon oft gesagt.
Und man rennt nur noch hinterher. Das ist das Traurige, weil man auch die ganze Zeit
durch solche Menschen mit einem schlechten Gefühl herumläuft,
weil sie genau das einem bewusst, wie unterbewusst vermitteln.

Wenn es Streit gab, sah man das oft an Sätzen wie.. "ich habe gedacht,
dass du denkst..daher habe ich nichts gesagt, ich wollte dich nicht unter Druck setzen..."

...man spürt den Druck vorher..von dieser Person,
weil sie ihre Stimmungen auslebt und es anders zeigt, non-verbal.

...man spürt ihn aktuell...weil ja dann Streit ist, wenn irgendwas nicht passiert,
wie sie sich das vorgestellt hat und einfach ihre Hoffungen und Wünsche nicht ehrlich
gleich und auf eine gute beziehungskonstruktive Art formuliert hat...

...und man spürt den Druck vor allem in der Nachbereitung des Streits, wenn man drüber redet
und solch ein Satz fällt, wie ich ihn gerade schrieb..
Indem sie schon schreibt, dass sie dachte...und keinen Druck machen wollte..
macht sie schon Druck.

Dann kann man es schon gleich ganz lassen.
Diese hinterhergehinkten Sätze dienen unterbewusst nur dazu,
den Partner, den man lange nicht als Freund und Vertrauten sieht, sondern eher als Gegner,
dafür leiden zu lassen, dass man nicht zu seinem Recht kam...was man sich erhofft und erwünscht hat.

Man bestraft ihn sozusagen. Manche unterbewusst. Manche machen das ganz bewusst.

Ähnlich verhielt es sich mit dem ziemlich oft formulierten Babywunsch.
Sie sagte zwar, dass das alles nicht sofort sein muss und auch erst in 2 Jahren zb...
aber sie bräuchte ein Ziel. Sie hat Angst den Moment zu verpassen.
Das sagte sie oft.

Wieso? Einmal sagen hätte gereicht. Bin ich begriffsstutzig?
Was bringt die Wiederholung? Ich habe das schon sehr schnell beim ersten Mal begriffen.
Da muss man ja auch wirklich blöde sein, das nicht zu raffen.

Wieso also das laufende Platzieren? Immer mit dem Anfangssatz "sie wolle keinen Druck erzeugen".
Tut sie aber doch. Und das laufend. Und sie hat absolut keine Sensibilität dafür,
was wann wie angebracht wäre.
Und das wiederum ist für mich auch wieder eine Niveau-Sache.
 

Benutzer96466 

Planet-Liebe Berühmtheit
Mir tut das alles sehr weh, weil man natürlich was investiert hat und ich es schade finde,
wenn die wichtigste Grundsache für das Funktionieren einer Beziehung einfach negiert wird: Kommunikation.

Wie soll das funktionieren, wenn die andere Seite, garkeine innere Ruhe (ein wenig) hat
und von Aug zu Aug über ihre Probleme redet oder es im Guten und nicht anklagend versucht?
Wie soll es gehen, wenn alles dem anderen zugeschoben wird (Urlaube mal was vorschlagen usw.).

Dann funktioniert das nicht.

Wenn aber alle 3 Monate essentieller Knatsch ist
und jemand aus Panik und chronischen Allgemein-Ängsten alles in Frage stellt,
kann ich das so nicht.

Könnte ich auch nicht.

ihre "Ausuferungen"
sonderlicher Art

Meinst du damit die 3-Monats-Attacken?

Ist dein Kommunikationsstil auch privat so wie hier, d.h. bist du auch im persönlichen Gespräch so weitschweifend und redest viel? Vielleicht habt ihr da einfach nicht zusammengepasst. Vielleicht hat sie sich von deiner Sprachweise/Wortschatz/Kommunikativen "überlegenheit" einschüchtern lassen?

Unabhängig davon scheint es mir so, als ob ihr auch in den von dir genannten Dingen nicht zusammenpasst.

Willst du denn die Beziehung weiterführen?
 
W

Benutzer

Gast
Das wirkt jetzt hier echt ein wenig viel..
aber ich analysiere mich nicht durchs Leben und andauernd meine Mitmenschen
oder meine Partnerin.

Ich bin da auch null belehrend..ich versuche einfach nur konstruktiv zu denken
und nicht in Schwarz-Weiß oder so Kram.
Das führt ja bekanntlich zu wenig.

Ich habe hier jetzt nur versucht, das alles so plastisch wie möglich darzustellen.
Im persönlichen Gespräch wären ihr wohl lieber so 1 und 0 Gespräche gewesen fürchte ich.

Ich weiß einfach grad nicht was ich denken soll.
Das ist gerade das Zwischending aus...es hat wohl nicht gepasst..
aber trotzdem war da sehr viel gutes, kämpfenswertes..
Und ich mag es auch nicht, wenn man wegen dies und das alles immer gleich? weggeschmeisst.

Man muss auch als Mitte 30 Jähriger realistisch sein,
wenn man nicht gerade auf der Suche nach einer 19 Jährigen ist.

Viele Frauen haben Anfang oder um 30 herum einfach schon gewiss gelebt,
was ja gut ist.
Entweder kommen Ex-Ehen schon ins Spiel oder Kinder oder schwere Vorbeziehungen.
Ich sage das jetzt aus meiner Sicht.
Normal (was ist normal?) und beruhigend solide was aufbauen, ist ja fast heute nicht mehr...

Gerade gibts ja auch zwischen uns nichts weiterzuführen.
Ich weiß nicht was sie denkt, ob das wieder einer ihrer Schnellschüsse aus Selbstschutz ist
oder eben nicht.

Ich sehe in dieser Frau, trotz allem viel, und kann mich nicht mit dem Gedanken abfinden,
dass nur wegen lächerlichen Kommunikationsstörungen alles Essig ist.
 

Benutzer96466 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich sehe in dieser Frau, trotz allem viel, und kann mich nicht mit dem Gedanken abfinden,
dass nur wegen lächerlichen Kommunikationsstörungen alles Essig ist.
Aber wenn halt "nur" die Kommunikation gestört ist, ist ein sehr großer Teil der Beziehung gestört. Wenn eure Stile da garnicht zueinander passen, dann passt es eben nicht, leider. Denn einer von euch fühlt sich dann immer zurückgesetzt.

Sie, weil du nicht --- ohne das sie was sagt --- das tust was sie will, und du, weil sie dir Dinge unterstellt, die du nie tun/denken würdest.

Und ich mag es auch nicht, wenn man wegen dies und das alles immer gleich? weggeschmeisst.
Aber man soll auch kein totes Pferd weiterreiten. Wenn man merkt das es nicht mehr geht, dann sollte man tatsächlich absteigen.
 
W

Benutzer

Gast
Ja, da hast du wohl recht.

Aber nun wirkt das so,
als ob ich nur was mache (für sie) wenn sie das sagt (was sie ja quasi nie
oder zeitversetzt tut).
Was null stimmte.
Nur alles kann man einem Hirn nicht entnehmen..oder ablesen..
das wollte ich damit sagen.

Aber mal ne Frage ... wer kommt denn bitte mit so einer NICHT-Kommunikation zurecht?
 

Benutzer36879 

Benutzer gesperrt
Aber mal ne Frage ... wer kommt denn bitte mit so einer NICHT-Kommunikation zurecht?
Diejenigen, die sich zu gutmütig sind und die Realität nicht erkennen :zwinker:
Keiner der klar im Kopf ist würde sowas eingehen, es gibt doch so viele nette Damen da draußen, wieso sich für so jemanden entscheiden der mit so vielem zu kämpfen hat und damit nicht mal gut umgehen kann?
 
W

Benutzer

Gast
Komisch, dass die mir nie über den Weg laufen.
Aber dazu bin ich wohl zu "unklar" im Kopf...:ichsagnichts:
 
A

Benutzer

Gast
Ähnlich verhielt es sich mit dem ziemlich oft formulierten Babywunsch.
Sie sagte zwar, dass das alles nicht sofort sein muss und auch erst in 2 Jahren zb...
aber sie bräuchte ein Ziel. Sie hat Angst den Moment zu verpassen.
Das sagte sie oft.

Wieso? Einmal sagen hätte gereicht. Bin ich begriffsstutzig?
Was bringt die Wiederholung? Ich habe das schon sehr schnell beim ersten Mal begriffen.
Da muss man ja auch wirklich blöde sein, das nicht zu raffen.

Ich will jetzt nicht auf alles eingehen, weil ich deinen Text ehrlich gesagt recht wirr und unsympathisch finde. Dieser Teil ist mir jedoch ins Auge gesprungen, weil ich grad in der gleichen Situation bin.

Ich rede total gerne über meinen Babywunsch, einfach weil es mich beschäftigt, ich mir schon gerne Gedanken darüber mache und gerne die Bestätigung von meinem Mann hole, dass er sich auch schon darauf freut. Natürlich spielt es eine Rolle, wie man das kommuniziert - aber ich finde, dass es durchaus eine Berechtigung hat, wenn man ab und zu nachfühlt, ob beim Gegenüber noch der Wunsch besteht. Vorallem, wenn du dich eher durch Inaktivität (bzgl. Arbeit, Umzug, etc.) auszeichnest.

Und wenn du so mit ihr redest, wie du dich hier gibst, dann wäre bei mir der Ofen schon längst aus.
 

Benutzer36879 

Benutzer gesperrt
Komisch, dass die mir nie über den Weg laufen.
Aber dazu bin ich wohl zu "unklar" im Kopf...:ichsagnichts:
Du wirst von denen halt nicht wahrgenommen weil du nicht deren Schema entsprichst. Du scheinst einer dieser "Anbieter" zu sein, die alles auf sich nehmen und die Gegenseite kann machen was sie will.
Das signalisierst du automatisch und es kommt zu sowas.
Hab doch einfach mal den Mut, nein zu sagen, so stellst du dir eine Partnerschaft nicht vor.
Jeder darf und sollte Ansprüche haben. Wenn die mit ihrer Art und Weise die meisten Männer vergrault ist das ihr Problem.
 
W

Benutzer

Gast
Ok, danke für deine Antwort "aiks".
Darf ich nachfragen, wieso "wirr und unsympathisch"?

Dass vielleicht Emotionen und Verletztheit bei mir auch eine Rolle spielen,
ist vielleicht auch einleuchtend.

Ich frage einfach mal zurück:
Durch welche Aktivität (wenn ich inaktiv bin in deinen Augen),
zeichnet sich denn nach den Beschreibungen von mir meine "wohl Ex-Freundin" aus,
in der ganzen Geschichte?

Ich mach(t)e hier voran, dass das Projekt zu Ende geht und wir eine Perspektive haben.
Weiß sie alles.
Ich habe jeden Tag, jede Woche mit oft 7-Stelligen Summen zu tun,
die auch ihrer Konzentration bedürfen.

Wer mich persönlich kennt, weiß, dass ich wirklich auf manchmal fast zuviel
Emotion und Leid des Gegenübers eingehe.

Ab und zu Nachfühlen, ob der Babywunsch besteht?
Wenn es das mal gewesen wäre.
Es ging letztlich nur um Ihre Ängste, die ich versuchte teils zu nehmen.
Angst, dass es mit dem Baby niemals etwas wird.
Aber das muss von einem selbst kommen, dass man da mithilft.

Der dringliche Wunsch nach dem Baby ist doch von mir nicht nur respektiert,
verstanden etc. worden, sondern habe auch mit ihr darüber geredet.
Und wie ich mir alles vorstelle und wie wir das zusammen schaffen.
Dass man für solche Schritte auch beide (!) den Nährboden legen muss,
damit es natürlich bleibt und der Weg dahin funktioniert, war wohl nicht so klar (ihr).

Ich weiß nicht, in welcher romantischen nicht konstruktiven Blase manche Menschen leben?
Sollte ich alles stehen und liegen lassen, direkt in die Arbeitslosigkeit,
um ihr das Baby zu machen, ohne jemals mit ihr zusammengewohnt zu haben?
Zumal sie (wenn überhaupt), dafür nicht annähernd die Stimmung für solche Schritte
mit ihrer Art verbreitet hat.
Wo ist ihr Anteil an dem Ganzen, außer sich bequem in ihrer Stadt zurückzuziehen
und zu erwarten? Wo ist das Unterstützen des Partners, Schatz ich koch dir was
oder kann ich dir was helfen (irgendwas), damit das Zusammenkommen evt. schneller geht?
Wie auch ich sie bei Bewerbungen unterstützt habe
oder ihr half die Scherben ihrer Ex-Ehe wegzuräumen...

Ich habe mit ihr weissgott nicht so geredet, wie hier.
Nur, irgendwann ist auch mal gut.
Ich kann mir ja nicht den Mund fusselig "schreiben".

Das ganze ist ein 1 oder eine 0.
Ich sage, offenes Wort, persönlich. Nur so kommt man weiter.
Vor allem wenn man etwas auf dem Herzen hat.
Vertrauen nennt man das.
Und so geht Beziehung.

Wollte sie oder konnte sie so bis zum Schluss nicht.
Dann wird es halt der Cut bei Facebook. Das passte dann ins Schema.
 

Benutzer146142 

Benutzer gesperrt
Aber was heißt denn nach 1,4 Jahren in die Puschen kommen?
PS: Der Cut vollführte sie bei Facebook, nach einem Hin - und Her-Dialog, dass es so nicht weitergeht.
Rumdaddeln könne sie nicht.
Ich habe mal die Reihenfolge verändert, um ihre Denkweise zu verdeutlichen. Du schriebst zwar viel von Kommunikation, von Empathie und von Zielen, von Vertrauen und langsamer Beziehungsentwicklung. Aber nach der Lektüre all dieser Beiträge frage ich mich, was du in diesen 1,4 Jahren eurer Beziehung für eure Zukunft denn KONKRET nicht nur formuliert, sondern tatsächlich GETAN hast? Wann hast du z.B. ihre Familie kennengelernt? Hast du mit ihr gemeinsam einen Plan entwickelt, wie's bei euch weiter geht? Zusammenziehen und/oder Familie gründen, echte Perspektiven? Eure Wunsch-Tempi scheinen da ja ziemlich unterschiedlich zu verlaufen, das kann man vermutlich nicht alles wegreden. Denn irgendwann muss man - in eurem Alter - Farbe bekennen.
 

Benutzer95608 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich weiß einfach grad nicht was ich denken soll.
Das ist gerade das Zwischending aus...es hat wohl nicht gepasst..
aber trotzdem war da sehr viel gutes, kämpfenswertes..
Und ich mag es auch nicht, wenn man wegen dies und das alles immer gleich? weggeschmeisst.

In meinen vergangenen und von mir beendeten Beziehungen passte auch vieles - aber eben nicht alles.
Du beschreibst mehrmals und ausführlich wie Du Dich unter Druck gesetzt fühlst, mit ihrer Art zu kommunzieren nicht klar kommst, mit ihren Ausbrüchen usw. Ich versteh Dich da vollkommen - ihr seid nicht auf einer Wellenlänge ... so bedauernswert das ist, ist es aber genau die Erkenntnis die einem bereits in den Anfangsmonaten den Hinweis gibt: Nee, passt nicht, lassen wir lieber.

Mir scheint es so, als ob die Perle 12 Jahre in ihrer Ehe mehr oder weniger gefrustet war und nun ist sie sofort ins nächste Boot gesprungen und erwartet all das von Dir, was sie vorher nicht bekommen konnte. Und zwar im Eiltempo - Du musst hellsehen, Schritte und Phasen überspringen - was Dir natürlich nicht gefällt - würde es mir auch nicht, auch wenn ich sie verstehen kann. Aber sie müsste verstehen, dass für die andere Seite das Ganze erstmal bei 0 startet während sie schon bei 50 oder mehr von 100 ist.

An einen Kinderwunsch beispielsweise, an den würde ich nicht mal im Traum denken, so lange ich keine solide feste Beziehung habe, die mal mindestens 2-3 Jahre so richtig gut läuft, gemeinsames Wohnen gehört für mich dazu. Logisch, wenn man nicht mehr ganz so jung ist und schon einiges hinter sich hat, weiß man irgendwann, es muss schon sehr sehr viel und kontinuierlich passen, damit man genügend Vertrauen in eine Beziehung haben kann, um ordentlich zu investieren - ob das jetzt ein Baby, ein Haus oder ein größerer gemeinsamer Umzug ist.

Ich weiß, dass manche Frauen gerade um die 30 höchst hartnäckig und gegen jede Vernunft ihren Kinderwunsch verfolgen. Ob die Beziehung gut läuft oder nicht, ganz egal. Dass bis dort hin einiges an Beziehungsarbeit geleistet werden muss, man zusammen wachsen kann ... überspringen sie einfach. Das Baby ist der nächste und wichtigste Punkt in all ihrem Denken. Alles vor dem Baby ist Nebel ... aber dass danach blauer Himmel ist und die Sonne scheint, ist wohl in den wenigsten Fällen so ... von daher, kann ich jeden Mann verstehen, der da sehr zögerlich ist.

Eine Baby macht eine "unausgereifte" bzw. schlechte Beziehung nicht besser - eher wird die innere Distanz dann noch größer.

Also müsste Dir bei all Deinen Überlegungen doch klar sein, dass ein Schlussstrich durchaus angebracht wäre ...
 
W

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Gast
Triton Triton

Stimmt. Was habe ich getan:
8 Monate das Händchen bei der schweren Scheidung gehalten,
beim Hausverkauf mitberaten.
Davor war sie vom Kopf her eigentlich auch garnicht für Konkretes offen.
Auch wenn sie es gerne gehabt hätte.
Aber wenn die eigene Partnerin heulend alle 2 Wochen im eigenen Bett liegt,
man samstagsweise daneben sitzt und zuhört - sie teils Sätze sagt, wie,
dass ihr ihr Exmann leidtäte, nicht, weil sie ihn vermisst oder noch liebt,
sondern weil sie ihm soviele Jahre durch ihre Trennung jetzt genommen hätte
und er es doch auch noch verdient glücklich zu sein...
wirds ein wenig schwierig mit Basis, Konkretem und Voranmachen...

Was hätte in der Zeit auch passieren sollen?
Wie gesagt, die Projekte hier haben eine gewisse Dauer.
So waren oder sind mir noch die Hände gebunden. Das wurde formuliert.

Du sprichst mich Triton Triton hier direkt an...was habe ich konkret getan.
Aber nochmal...was kam denn von ihr konkret?

Sie sagte einmal...Eltern kennenlernen wäre schön..man könnte ja mal Essen gehen.
Dann fragte sie einmal für ein Wochenende, an dem ich ausnahmsweise nicht konnte
und seitdem traute sie sich nicht mehr zu fragen, sagte sie, weil sie Angst hatte,
dass ich Nein sage...

Was mich und meine Eltern angeht, ist das ein schwieriges Verhältnis.
Und ja, ich lasse mir dabei Zeit. Vielleicht zuviel Zeit.
Dazu stehe ich.
Dennoch sind das für mich, keine Indizien dafür, wie ernst oder nicht ernst man
eine Beziehung meint.
Habe es auch schon oft erlebt, dass Aussenstehende Beziehungen, die eben nicht sooo gefestigt
sind, verderben können.

Und mein Plan war, mit ihr, trotz der Entfernung und Probleme...die wird durchlebten, ihre Scheidung, etc.
ein starkes für uns beide zu schaffen, in Ruhe, um diese Schritte alle angehen zu können.
Wenn aber alle 3 Monate Theater ist-...und da wiederhole ich mich jetzt...wird das FÜR MICH schwierig.

Und ja, vielleicht bin ich selbst ins Zaudern gekommen und unsicher geworden,
da ich aufgrund der Vorkommnisse ein Stück meines Vertrauens in sie verloren habe,
aufgrund einiger Verhaltensweisen.

Das Gefühl jedoch, dass sie vermittelt hat, letztlich,
war folgendes: Kompromisslos, fordernd, weil sie sich in ihrer Ehe zurückgestellt gefühlt hat
und sowas nicht mehr erleben wollte (jetzt ist sie dran).
Sie hat ihre Lebens und Wunschvorstellungen. Die hat jeder.
Dass nun aber ein neuer Mensch, Mann, ihr Gegenüber ist, der auch fühlt, denkt und tickt
und nicht mehr ihre Gewöhnung (die sie langweilte in ihrer Ehe) bedient,
war neu für sie.

Nur ein Beispiel noch, woher mein Misstrauen auch letztlich kam:
Durch ihr Vorhaben vor paar Wochen mich auf eine Hochzeit mitzunehmen, auf dem der gesamte EHEMALIGE
Freundeskreis von ihr und ihrem Ex-Mann anwesend war, inkl. ihrem Exmann, samt neuer Freundin,
war für mich auch so ein Indiz, dass es eher darum ging etwas vorzuführen oder mitzuhalten,
und nicht leer dazustehen.
Sie hatte mit all diesen Leuten davor absolut keinen Kontakt mehr gehabt.
Das waren garnicht ihre aktuellen Freunde.
Ich habe das nicht verstanden.-..und hätte das zb, wenn ich wirklich mit meiner Partnerin aufbauen will
und etwas NEUES beginnen will, so nicht verlangt.
 
A

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Gast
Also mit wirr und unsympathisch mein ich Folgendes:

Ich kenn dich natürlich nicht persönlich und das ist nur mein Eindruck von dem was du hier schreibst. Würd ich euch beide kennen, würde ich vllt. ganz anders denken. Aber du willst hier ja nicht nur Schulterklopfer nehm ich an.

Du wirkst so, als wärst du in jeder Hinsicht besser als sie. Du weisst wie Beziehungen funktionieren und machst da auch alles richtig, du bist total hilfsbereit, total empathisch, usw. usf. Auf den ersten Blick wirkst du sehr reflektiert, auf den zweiten Blick merke ich, dass du dir eher Sachen zurechtlegst, damit du dich im Recht fühlst.

Von eigener Erfahrung und aus meinem Bekanntenkreis kenn ich dieses wochenlange warten und dann Ausbrechen, wenn man den Anderen nicht unter Druck setzen will. Normalerweise ist das dann der Fall, wenn dieser Andere gereizt, genervt oder abblockend reagiert, sodass man anfängt sich selbst zurückzunehmen. Hast du schonmal ernsthaft hinterfragt, warum sie mit dir nicht reden kann? Ausser "tja sie kann wohl nicht kommunizieren, die kann halt nicht Beziehung". Wie hättest du anders reagieren können, damit es für sie einfacher ist, auf dich zuzukommen?

Du sagst, sie war nicht so hilfsbereit wie du - hast du ihr gesagt, wenn du etwas brauchst? Oder bist du mehr der Typ "ich trag den schweren Tisch ganz umständlich und ächz dabei ganz viel, damit mir der Andere gefälligst hilft"? Ab einem gewissen Alter muss man gelernt haben, dass es Leute gibt, die sehr gerne helfen, aber halt nicht nicht so empathisch sind, dass sie wissen, was der Andere möchte.

Zu ihren Beziehungszielen: Bei meinem Mann war das so, dass ich sogar superfrisch aus einer 7jährigen Beziehung raus bin (er war da auch ein Grund). Nach 1.4 Jahren waren wir verheiratet, er hat seinen vielversprechenden Job aufgegeben um bei mir einzuziehen und wir hatten schon konkrete Ziele bzgl. Kindern. Du sagst, du musst noch ein Projekt beenden. Seit einem Jahr? Wenn das so ein langes Projekt ist, kann das doch jemand übernehmen. Da hätte ich auch wenig Verständnis.
 
W

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Trouserbond Trouserbond

Ja, dem stimme ich zu.
Aber der Witz an der Sache ist doch letztlich,
dass absolute Hingabe und Vertrauen gefordert wird von ihr,
und alle ihre Erwartungen erfüllen..etc.
Wenn man aber auch mal querdenkt und eine Meinung hat
und nicht zu allem Ja und Amen sagt, ist man der,
der nicht richtig liebt, nicht will etc.
Und sie dazu bringt, dass sie kein Vertrauen hat in alles und keine Perspektive sieht.

Die Ironie dabei ist:
Eigentlich müsste ich doch, wenn man die Fakten mit einer Frau, die ihre eigene Ex-Beziehung,
nach 12 Jahren und 5 Jahren Ehe, mit allem fix und fertig und Haus und Zielgeraden,
2min nachdem das teure Haus fertig war, ins Nirwana kickt, misstrauen und sagen...
mal langsam...wenn sie das nach so einer langen Zeit mit einem Mann macht,
wer sagt, dass sie sich nicht wieder aus irgendwelchen Gründen "langweilt"..oder sich
durch irgendwas zurückgestellt fühlt.
Und sind wir dochmal ehrlich...das kann so schnell gehen.
So schnell.
Da brauch nur der nächste Mann in ihrem Leben, wenn einer auftaucht, ein exorbitantes
Hobby haben (soll es geben) - dann ist sie schon wieder nicht mehr Priorität Nr1. Gefühlt.

Und das spürte ich. Und das ist eine Art, mit der komme ich nicht klar.
Vor allem auch deswegen, weil die Frau an meiner Seite, bei Vertrauen,
alle Freiheiten hat..ihr Leben hat. Zu nichts gezwungen wird,
was sie nicht will und vor allem sich entwickeln soll, kann.

Nur so glaube ich an eine lange und intensive Beziehung.
[doublepost=1473235698,1473235151][/doublepost]@ aiks etc..
antworte später.
Die Arbeit...:smile:

Danke für Eure Meinungen bis hierhin.
Sehr schillernd, sehr einleuchtend. Ich lerne :smile:
 
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