Freunde Sie fehlt mir

Benutzer163579  (36)

Öfters im Forum
So, nach langem zögern habe ich mich doch entschlossen mal meine Geschichte hier nieder zu schreiben. Ich erwarte mir eigentlich keine Tipps oder Hilfestellungen, aber ich habe mal gehört das es helfen kann sich auszukotzen. Wenn natürlich jemand eine super Lösung hat, nehme ich sie natürlich gerne an.

Kurz zu meiner Person, ich habe die 30 schon überschritten, habe einen Job der mir Spaß macht, bin halbwegs gesund (von den 1. Welt Krankheiten wie Streß und ungesunde Lebensweise mal abgesehen) und um das finanzielle muss ich mir auch keine Sorgen machen. Das war ein langer Weg dahin, ich hatte eigentlich immer irgendwelche Probleme, eine menschenverachtende Ausbildung (und das ist nicht übertrieben), Streß mit der Familie und zum Teil kaum noch zwei Euro in der Tasche und noch weit schlimmere Dinge die ich hier nicht thematisieren will. Aber irgendwie habe ich immer alle Probleme lösen können. Ich kann froh und dankbar sein, dass ich in anderen Bereichen relativ gefestigt im Leben bin, sonst hätte mir diese Geschichte wohl den Rest gegeben und ich hätte einen Kopfsprung aufs Bordsteinpflaster gemacht.
Jetzt stehe ich allerdings vor einer Herausforderung die meine Fähigkeiten übersteigt und es hat, wie mag es anders sein, natürlich mit einer Frau zu tun.

Die ganze Sache fing vor gut einem Jahr an, da lernte ich sie kennen. Wir verstanden uns gut und es entwickelte sich eine ziemlich enge Freundschaft. Und von ihrer Seite aus war von Anfang auch klar, dass es nie mehr als Freundschaft wird. Eigentlich ist das für mich okay, das bin ich durchaus gewohnt. Ich habe kein Problem mit der Friendzone. Ich bin, dass muss ich leider auch zugeben, geistig etwas anders gepolt als die meisten Menschen. Eine Freundin von mir hat das mal so ausgedrückt „Du bist nicht nur ein Mensch mit zwei Gesichtern, du bist einer mit tausend Gesichtern und ich weiß nie welches dein echtes ist.“ Fakt ist, ich habe wohl eine latente, bipolare Störung die mit einer Persönlichkeitsspaltung einher geht. Keiner schweren, so schlimm ist es nicht. Ich war deswegen auch mal kurzfristig in psychatrischer Behandlung, habe es aber abgebrochen weil ich die Sache lieber alleine lösen wollte und habe das auch geschafft. Ich habe das inzwischen unter Kontrolle, aber es ist besser für alle wenn ich keine Beziehung habe (und bitte keine Tipps, ich solle doch wieder zum Seelenklempner gehen. Das werde ich garantiert nicht). Ich war zufrieden damit der Typ aus der zweiten Reihe zu sein, der dann kam wenn die Kacke am dampfen war, das Problem löste und sich dann wieder zurück zog.

Ich hatte natürlich schon einmal eine Freundin und die Jungfräulichkeit ist auch passê. Aber in den letzten Jahren habe ich einfach irgendwann mal gemerkt das ich dafür, dass ich ein einigermaßen normales Leben führen kann, den Preis zu zahlen habe eben keine Beziehung zu haben. Ein meiner Meinung nach angemessener Preis und die ganze Sache bringt mir auch ein paar Vorteile ein.
Es war wie gesagt auch nie das Problem, denn mich zu verlieben ist mir bisher erspart geblieben. Sicherlich, mal Schmetterlinge im Bauch waren da aber was so wirklich starke Gefühle sind, lernte ich erst letztes Jahr.

Was mich wieder zum eigentlichen Thema zurück bringt, die Frau durch die alles anders wurde. Wie gesagt es war nur Freundschaft und auch wenn ich merkte, dass meine Gefühle für sie wuchsen war das vollkommen okay für mich. Wir verbrachten einen Haufen Zeit zu zweit, hatten täglich Kontakt und wenn man mal von dem körperlichen Aspekt absah war es fast wie eine Beziehung wo allerdings noch genug Abstand vorhanden war. Es gipfelte darin, dass wir zusammen in den Urlaub fuhren. Bis dahin hatten wir schon Pläne geschmiedet, für nahe und ferne Dinge die wir zusammen unternehmen wollten.

Nun vom Moment an wo wir in das Flugzeug stiegen war alles anders. Bisher war es immer so gewesen, dass wir uns gut verstanden und uns hin und wieder mal angezickt haben (wie es ja normal ist) Die ganze Woche des Urlaubs war es anders drum, sie hat mich die ganze Zeit angezickt und wir haben uns nur kurzzeitig gut verstanden.

Nun, nach dem Urlaub herrschte erstmal zwei Wochen Funkstille, wo ich erst richtig gemerkt habe wie sehr sie mir fehlt. Ich suchte dann wieder das Gespräch mit ihr, aber es war mühselig und letzlich endete es darin dass sie mir einige heftige Sachen an den Kopf warf. Man muss dazu sagen, dass was sie mir in meinem Verhalten vorwarf war nicht ganz unbegründet. Ich bin wie erwähnt kein einfacher Mensch und ein paar meiner tausend Gesichter sind recht unschön. Seltsam dabei ist nur, dass es quasi die geballte Sache von 9 Monaten war, fast alles davon schon vor unserem gemeinsamen Urlaub. Und kurz darauf erfuhr ich es, sie hatte wieder einen Freund.

Ich muss dazu sagen, dass mir von Anfang an klar ist dass unsere Freundschaft sich ändern wird wenn sie wieder in einer Beziehung ist. Ich glaube kein Typ findet es toll wenn sich seine Freundin ständig alleine mit einem anderen Mann trifft. Ich wollte ja auch, dass sie sich im Zweifelsfall für die Liebe und nicht für die Freundschaft mit mir entscheidet. Aber ich hatte bei diesem Masterplan eine Sache nicht bedacht, nämlich wie es mich umhauen würde. Man konnte wahrscheinlich in der ganzen Stadt hören wie mein Herz in Stücke sprang.

Nun, im nachhinein habe ich mich vollkommen benebelt dazu entschlossen ihr einfach einen Brief zu schreiben. Ihr zu sagen was ich fühle, dass ich erstmal Abstand brauche aber irgendwie hoffe das wir unsere Freundschaft wieder aufleben lassen können irgendwann mal. Die Reaktion war eine komplette Blockung bei whatsapp und eine SMS, ich solle doch einfach in Zukunft keinen Kontakt mehr zu ihr aufnehmen. Zum ersten Mal in meinem Leben war ich soweit mit den Nerven fertig, dass ich keine Hoffnung mehr sah, keinen Ausweg. Ich habe nie gelernt mit solchen Gefühlen umzugehen (und garantiert werde ich sowas nicht nochmal zulassen). Kurz gesagt, ich war zum ersten Mal in meinem Leben kurz davor mir einen Strick zu nehmen. Ich wollte einfach nur, dass es aufhört. Zum Glück hat die Vernunft obsiegt und zum Glück war ich sonst im Leben gefestigt. Nun, jetzt weiß ich immerhin das Liebeskummer nicht nur eine eingebildete Phase ist, haben wir wieder was gelernt und meinen tiefsten Respekt an alle jungen Menschen die das aushalten obwohl sie ihren Platz im Leben oft noch nicht gefunden haben.
Schlimm war der Dezember, da ich die Weihnachtsfeiertage alleine verbracht habe und sämtliche Einladungen zu Silvesterpartys ausgeschlagen. Ich konnte ja nicht mal arbeiten gehen um mich abzulenken und war nur lethargisch
Natürlich wurde es mit der Zeit besser, so dass ich nicht mehr 24 Stunden am Tag an sie gedacht habe, sondern nur noch 23. Der Zustand war, dass es okay ist. Nicht einfach, aber okay. Ende Januar traf ich sie zufällig noch einmal wieder. Hatte arbeitstechnische Gründe, nicht weiter wichtig. Jedenfalls habe ich da nochmal versucht mit ihr zu reden, was sie damit beantwortete dass sie mich einfach stehen lies.

Ich denke mal so wie sich die Geschichte liest, sieht es so aus als hätte sie mich nur ausgenutzt und kaum hatte sie einen neuen Liebhaber hat sie mich abgeschoben. Aber ich schätze mal wenn man sie fragen würde, würde sie die Geschichte ganz anders erzählen und ich wäre der Buhmann in der ganzen Sache. Sowas hat halt immer zwei Seiten und die Wahrheit liegt wohl irgendwo dazwischen.

Nun, dass ist das Ende der Geschichte und nun das daraus resultierende Problem. Klar, die unerwiderten Gefühle sind hart, aber noch härter ist für mich dass sie kein Teil meines Lebens mehr ist, bzw. dass ich kein Teil ihres Lebens mehr bin. Sie fehlt mir ungemein, als Freundin. Ich wüsste auch gar nicht ob und wie das mit einer puren Freundschaft zwischen uns wieder funktionieren sollte, aber das ist sowieso egal.

Ich komme mit der ganzen Sache irgendwie klar, aber es wird nicht mehr besser, ja sogar zeitweise wieder schlimmer. Ich würde gerne nochmal irgendwie Kontakt zu ihr aufnehmen, aber sie hat ziemlich klar gemacht dass sie das nicht wünscht. Also muss ich das akzeptieren. Sie wird ihre Gründe haben und ist mir keinerlei Rechenschaft schuldig.

Aber ich kann nichts tun, damit es mir besser geht. Klar ich kann abwarten, es sind ja so gesehen erst 4-5 Monate, aber bei der normalen Schnelllebigkeit meiner Gefühlszustände müsste die Sache eigentlich schon beendet sein. Deshalb fürchte ich, dass es noch sehr lange dauert oder sich gar niemals bessert. Meine Möglichkeiten dagegen zu steuern sind auch sehr gering. Ich habe durchaus Freunde, allerdings die haben alle schon Familie oder lange Beziehungen. So mal einfach um die Häuser ziehen ist da nicht mehr drin und ehrlich gesagt bin ich auch aus dem Alter raus wo ich nächtelang durchtanzen konnte. Außerdem haben sie jetzt Probleme bei denen ich ihnen nicht mehr helfen kann, kurz gesagt keine Sau braucht mich mehr.

Mit den Kollegen auf Arbeit geht man auch mal ein Bier trinken, ganz klar. Aber ich lege eigentlich Wert darauf berufliches und privates zu trennen und wenn ich mir so die Erfahrungen mit Kollegen ansehe die das nicht getan haben, weiß ich das dies richtig so ist.

Bliebe natürlich noch die Möglichkeit wieder unter Leute zu gehen, was ich auch hin und wieder tue. Ich bin nicht schüchtern und habe auch kein Problem damit mit anderen Menschen ins Gespräch zu kommen. Ja, ich könnte sogar wahrscheinlich von heute auf morgen irgendwo ne Beziehung auftreiben. Ich bin sicherlich kein Model, aber tageslichttauglich und mein gesellschaftlicher Status ist auch nicht so gering das ich hier Schwierigkeiten hätte. Aber eine Beziehung nur um der Beziehung willen, dass ist einfach nix für mich. Genauso wenig wie ONS.

Aber ich habe Probleme damit Menschen an mich heran zu lassen und nach dieser Erfahrung noch viel mehr. Also gebe ich ir selber gar nicht mehr die Chance jemanden genauer kennen zu lernen und ich selber nehmen wir auch nicht die Zeit jemanden näher kennen zu lernen. Klar, es ist eine Illusion das es nur ein Gegenstück zu einem selber im Leben gibt und das man nur Gefühle für eine Person haben kann. Aber das ist das, was mein Kopf sagt mein Herz sagt „Das war's, so einen Menschen wirst du nie wieder treffen“ Und selbst wenn ich so einen Menschen nocheinmal treffe, was wenn es dann genauso läuft? Das kann und will ich nicht riskieren.

So haben wir also den Salat, meine alten Freunde sind mir entwachsen, neue Freundschaften (von einer
Beziehung ganz zu schweigen) kann und will ich nicht mehr schließen. Nochmal so eine Scheiße überstehe ich nicht.

Bevor ich sie getroffen habe, war ich mir immer selber genug. Und nun fehlt mir jemand so sehr, dass ich nicht weiß wie ich das jemails verarbeiten soll. Und der einzige Mensch von dem ich glaube das ich mich an ihn in dieser Situation wenden kann ist derjenige, der das alles verursacht hat.

Ich schätze mal, wenn ich nochmal vor die Wahl gestellt würde, ich würde vielleicht nicht alles wieder genauso machen. Aber vieles selbst wenn ich wüsste wie es endet, alleine für die tolle Zeit mit ihr. Aber natürlich frage ich mich ob es das alles wert war, ob ich an dem Abend wo ich sie getroffen habe nicht besser zuhause geblieben wäre. Doch das ist müßig, ich kann es nicht mehr ändern. Am schlimmsten ist wohl, dass wir uns im Streit getrennt haben. Ich würde mich irgendwie einfach nur gerne nochmal von ihr verabschieden. Oft sitze ich abends auf meinem Balkon, trinke meinen abendlichen Kaffee und flüstere in die Dunkelheit die Bitte an sie, sich doch noch einmal zu melden, damit wir uns wenigstens im Guten trennen. Aber das geht nunmal nicht, c'est la vie.

Ich habe in meinem Leben so viel Scheiße erlebt, so viele Dinge erlebt und gesehen die bei objektiv betrachtet schlimmer waren als das und habe es immer irgendwie geschafft. Aber subjektiv ist dies die größte Herausforderung meines Lebens und ich fürchte dieses Mal werde ich an ihr scheitern. Ich werde nicht daran sterben, nein mir stehen noch knapp 40 Jahre bevor (wenn man meinen Arzt zuhört dann weniger, aber das ist egal) und ich werde nicht die ganze Zeit vor mich hin grübeln und weinen. Aber es gibt einfach nichts mehr in meinem Leben an dem ich absolut ungetrübte Freude finden kann, nicht so wie früher. Und das hasse ich.

So, dass wars auch schon. Wie gesagt, ist wahrscheinlich ein Problem ohne Lösung außer vielleicht zu hoffen dass irgendwann alles besser wird. Deshalb erwarte ich auch keine hilfreichen Tipps. Aber danke für das lesen, ich fühle mich jetzt zwar nicht wirklich besser aber einen Versuch war es wert.
 

Benutzer35148 

Beiträge füllen Bücher
Es ist klar dass Du derzeit ziemlich "down", deprimiert und enttäuscht bist.
Aber sei bitte nicht so hart zu Dir selber. Verbau bzw. verbiete Dir doch nicht künstlich die Möglichkeiten, jemanden Neues kennen zu lernen.
Sicher, Du musst es auch wollen, zwingen kann Dich niemand.
Es zeichnet Dich aus daß Du mit viel Herzblut dabei bist, die richtige Frau wird das sicher zu schätzen wissen.

Sie will nichts mehr mit Dir zu tun haben, ok, aber lass es nicht mehr Dein Problem sein.
Genau aus dem Grund musst Du Dich absolut (also auch geistig) von ihr trennen, um Platz für etwas Neues zu schaffen.
Hak es ab, und denke nicht ständig an sie, an das was nicht mehr ist, an das was hätte sein können.
Du hast eigentlich Glück dass Du sie nun los bist, und ein neues freies und eigentlich unbeschwertes Leben anfangen kannst.

Also, schau nach vorne, hab Deinen Spaß!

:engel:
 

Benutzer163579  (36)

Öfters im Forum
Ja, wenn das so einfach gehen würde wäre das ja kein Problem. Ich sage mir täglich "abhaken und weitermachen" und manchmal denke ich schon "Okay, geht doch alles. Bald hast du es geschafft" Aber dann kommt alles wieder zurück. Ich schätze mal ich werde lernen müssen damit zu leben, gibt Menschen auf der Welt den passieren viel schlimmere Dinge. UNd jammern hilft ja sowieso nicht viel.
 

Benutzer72433 

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UNd jammern hilft ja sowieso nicht viel.
damit hast du recht.... aber vielleicht solltest du stattdessen nochmal ein paar für dich sehr fixe sachen in frage stellen.

halten wir einfach mal fest: du hast quasi dein herz verloren - ich denke, das kann man so sagen, nach allem was du erzählst. gleichzeitig beharrst du aber a) darauf, keine beziehung führen zu wollen, und b) auch darauf, alleine klarkommen zu wollen (müssen?).

ganz ehrlich: das passt nicht. du hast jetzt sehr wohl gemerkt, dass du diese frau nicht verlieren wolltest, dass du sie an deiner seite möchtest. das alle vernunft von wegen "Ich wollte ja auch, dass sie sich im Zweifelsfall für die Liebe und nicht für die Freundschaft mit mir entscheidet." nichts an diesem gefühl ändert - dass es sich sowas von beschissen anfühlt.

gleichzeitig halte ich dich für überlegt und rational genug, dass dir mit sicherheit auch klar ist, dass so ein "mensch mit tausend gesichtern" nicht als partner taugt - oder, korrekter formuliert, dass nur extrem wenige menschen in der lage und willens sind, mit einem solchen partner umzugehen.
mit anderen worten: jap, du hasts verkackt, und ansich hätte dir das schon klar sein können, als sie auf einmal rumzickte in eurem urlaub. ich wage zu behaupten: diese zeit war für sie mindestens so anstrengend wie für dich, denn ich gehe davon aus, dass sie "gezickt" hat, weils sie selber emotional ziemlich getroffen hat. vielleicht, weil sie wünsche dich betreffend hatte, die du nicht erfüllen konntest/wolltest - das wäre typisch.

fakt ist: ja, diese frau hast du wohl verloren. du hast aber gleichzeitig an erkenntnis gewonnen, und die sollte dich zumindest dazu bringen nochmal drüber nachzudenken ob diese verhaltens- und denkweise von dir, die du jetzt so viele jahre verfolgst, wirklich weiterhin tragbar ist. für dich, ganz persönlich.
am ende bist du eben auch nur ein ganz normaler mensch, und welche sehnsucht einen treiben kann... das spürst du ja jetzt.
 

Benutzer163579  (36)

Öfters im Forum
Ich bin mir ziemlich sicher das dieser Urlaub auch für sie belastend war. Ich weiß nichtmal ob ich, wenn es soweit gekommen wäre, eine Beziehung mit ihr geführt hätte.Wahrscheinlich hätte ich es probiert, aber das hat sich nie gestellt die Frage, da sie mich körperlich (was ja auch dazu gehört) absolut nicht anziehend fand. Und irgendwie war mir auch klar das es zwischen uns beiden mal endet.

Und klar denke ich auch über mein Verhalten nach und ich habe sicherlich auch viele Fehler gemacht.Aber ich kann auch nicht ständig so tun als wäre ich jemand anderes.

Ich habe versucht jemand für sie zu sein,der ich nie wahr.war ja klar,dass dies schief geht.

Letztlich ist es doch so,Gefühle kann man nicht erzwingen und ich bin nicht der Typ der der Meinung ist das man irgendeinen Anspruch auf Liebe und Zuneigung.und sie hat jedes Recht darauf weiter zu ziehen. Ich respektiere das.Es war schlimm genug,dass ich das kontaktverbot einmal brechen musste,ich kann ihr halt nicht mehr adieu sagen und so ist das halt.an Wunder glaube ich nicht und die Chance dass sie nochmal irgendwo her kommt und sagt "lass uns das anständig beenden" ist geringer als das ich einen Sechser im Lotto habe,wobei ich nichtmal spiele.Ich schätze mal für sie ist es sowieso schon abgeschlossen also ist es egal was ich mir wünschen würde.

Es ist halt so, Hätte sie gesagt, dass sie nen neuen Freund hat und wir deshalb getrennte Wege gehen müssen, hätte ich gewusst dass wir uns in Frieden getrennt hätten.Ich meine,klar wird ihr neuer Typ das garantiert nicht so toll finden wenn sie sich ständig mit jemand anderem trifft.Oder was auch immer, aber sie ist mir auch keine Rechenschaft schuldig.
Aber das hat sie nicht getan,womit letztlich nur zwei Möglichkeiten bleiben.Ich habe mich komplett in ihr geirrt und unsere Freundschaft hat ihr nie etwas bedeutet, oder ich habe ihr irgendetwas ganz furchtbares angetan so dass sie mich abgrundtief hasst.und ich weiß nicht mal was.Beides sind keine angenehmen Vorstellungen und ich tendiere eher zu Letzterem.

Aber letztlich ist das Ergebnis das Selbe.Entweder ich bin eine Gefahr für mich selbst oder für die Menschheit. Wenn alles im Leben einen Sinn ergibt,dann war dies vielleicht der Sinn der Übung.Ich habe hier den Fehler gemacht jemanden in mein Leben zu lassen und habe versäumt sie rechtzeitig wieder raus zu kicken.Und das funktioniert so leider nicht.

Denn letztlich zählen meine eigenen Sehnsüchte nur wenig. Ich war schon immer der Meinung.dass jeder Mensch das Recht hat zu tun was er will,solange er damit seine Mitmenschen nicht belästigt.Das ist bei zwischenmenschlichen Beziehungen ja nun leider nicht möglich.
Ich habe das gottgebene Recht mein eigenes Leben vor die Wand zu fahren wie ich will.Aber andere Menschen darf ich da nicht mit hinein ziehen und wenn ich tatsächlich Menschen verletzte und nicht mal merke das ich es tue, so das ihnen nur so eine Lösung bleibt, dann ist es besser wenn ich keine neuen Beziehungen knüpfe. Das ist vielleicht der bequemste Weg,aber auch der einzige bei dem ich nicht Gefahr laufe nochmal jemanden zu Verletzten der mir nahe steht.Soo ein großer Verlust ist das ja nun auch nicht gerade,so realistisch muss man sein.

Neues Jahr,neue Narbe.Von einer Seite, gegen die ich mich für immun gehalten habe.Aber dumm ist nur,wer den selben Fehler zweimal macht.
 

Benutzer72433 

Planet-Liebe ist Startseite
Aber letztlich ist das Ergebnis das Selbe.Entweder ich bin eine Gefahr für mich selbst oder für die Menschheit.
und jetzt drehen wir den drama-regler mal wieder etwas herunter...
Aber andere Menschen darf ich da nicht mit hinein ziehen und wenn ich tatsächlich Menschen verletzte und nicht mal merke das ich es tue, so das ihnen nur so eine Lösung bleibt, dann ist es besser wenn ich keine neuen Beziehungen knüpfe.
...und den edler-selbstloser-ritter-modus schalten wir wieder aus :smile:

du hast keine erfahrung mit sowas, und deshalb kommt es dir vor wie ein großes drama, fühlt sich auch so an. ist ok. geht auch so ziemlich jedem menschen so, der das erste mal an ernsthaftem liebeskummer leidet, muss man durch. aber, nein: du bist keine "gefahr für die menschheit oder dich selber", du bist einfach nur nen mensch. und ja: in meinen augen, soweit man das aus dem was du schreibst beurteilen kann, nicht fehlerfrei.
so what? nenn mir einen menschen, der fehlerfrei ist. nenn mir einen menschen, der nie leidet. ja, man denkt leicht man selber hätte es am schlimmsten getroffen oder wäre was ganz besonderes (besonders schreckliches)... und damit irrt man sich tendenziell. jeder einzelne mensch hat seinen packen zu tragen, es unterscheidet sich fast nur darin, wie man damit umgeht.

Aber dumm ist nur,wer den selben Fehler zweimal macht.
dumm ist nur, wer aus fehlern nicht lernt und nicht daran wächst. selbst den gleichen fehler ein zweites mal zu begehen ist in ordnung... eben so oft, bis man es gelernt hat.

beispiel im kleinen: was meinst, wie oft ich mir den rechten handrücken an meinem backofen verbrannt habe... bis ich iiiiiirgendwann mal schlau genug war, das telefon so lange zur seite zu legen und beide hände zu nehmen. immer wieder der gleiche fehler, jedes mal geflucht, schmerzen gehabt, narben bekommen... und dann hatte ich da lange keine verletzung und habs doch wieder getan und grade prangt eine wunderbare brandwunde auf meinem rechten handrücken und ich habs wieder für ne weile intus. vielleicht entscheide ich mich aber auch irgendwann dafür, lieber so nen handschuh zu verwenden anstatt einem handtuch..

zurück zu dir: wo, meinst du denn, lag dein fehler? und warum meinst du, dass genau das der fehler war? und wie gedenkst du es in zukunft besser zu machen?
 

Benutzer163579  (36)

Öfters im Forum
und jetzt drehen wir den drama-regler mal wieder etwas herunter...
Ich dachte Drama wäre es, wenn ich jammern würde weil ich keiner liebt, dass es so unfair ist und das ich doch auch einen Anspruch habe darauf so genommen zu werden wie ich bin. Aber wie gesagt, dass halte ich für Mumpitz.
Okay, ich bin natürlich keine körperliche Gefahr für die Menschheit, ich werde also nie losgehen und jemanden entführen oder umbringen. Sonst würde man mich ja auch nicht frei rumlaufen lassen. Aber anscheinend verletzte ich Menschen emotional und merke es nichtmal. Unschön ist das.

...und den edler-selbstloser-ritter-modus schalten wir wieder aus
Edel und selbstlos bin ich garantiert nicht. Ich würde es vernünftig nennen.

du hast keine erfahrung mit sowas, und deshalb kommt es dir vor wie ein großes drama, fühlt sich auch so an. ist ok. geht auch so ziemlich jedem menschen so, der das erste mal an ernsthaftem liebeskummer leidet, muss man durch. aber, nein: du bist keine "gefahr für die menschheit oder dich selber", du bist einfach nur nen mensch. und ja: in meinen augen, soweit man das aus dem was du schreibst beurteilen kann, nicht fehlerfrei.
so what? nenn mir einen menschen, der fehlerfrei ist. nenn mir einen menschen, der nie leidet. ja, man denkt leicht man selber hätte es am schlimmsten getroffen oder wäre was ganz besonderes (besonders schreckliches)... und damit irrt man sich tendenziell. jeder einzelne mensch hat seinen packen zu tragen, es unterscheidet sich fast nur darin, wie man damit umgeht.

Oh, von einem differenzierten Standpunkt ist mir ganz klar, dass es Menschen gibt die noch viel beschissener dran sind. Zum Beispiel Kinder in einem Hospiz, die kriegen dafür auch jeden Monat Kohle von mir. Und nein, dass tue ich nicht weil ich irgendwo ein edler Ritter bin (un im RL würde ich immer leugnen es zu tun) sondern weil ich damit mein Gewissen beruhigen will, quasi dieses heuchlerische 1. Welt Getue wenn man sich selber beschwindelt um Nachts ruhig schlafen zu können und sich selber einreden kann, dass man sich kümmert.
Und wie gesagt, ich habe schon schlimmere Scheiße mitgemacht. Wieso mich diese eine Sache so fertig macht? Keine Ahnung, bzw. ich habe den Verdacht dass ich es hasse das wir im Streit auseinander gegangen sind und es gibt absolut nichts mehr auf der Welt was ich daran ändern kann.

dumm ist nur, wer aus fehlern nicht lernt und nicht daran wächst. selbst den gleichen fehler ein zweites mal zu begehen ist in ordnung... eben so oft, bis man es gelernt hat.

Ich habe ja draus gelernt, so eine Scheiße nicht nochmal zu machen. Das Problem ist einfach folgendes, ich muss täglich funktionieren. Wenn ich nicht funktioniere, leidet meine Arbeit darunter, darunter leiden meine Kollegen und letztlich meine Brieftasche und somit die kleinen Scheißer denen ich jeden Monat was rüber schiebe (dabei kann ich ja nun absolut nix dafür, dass sie Krebs haben aber man muss ja das Gewissen beruhigen wie erwähnt) Also ahben alle, mich eingeschlossen (ich verbrauche ja auch ne Menge für mich selber) den schwarzen Peter wenn ich emotional angeknackst bin.

Du hast ja ein Beispiel mit der verbrannten Hand genannt. Ich nenne mal das Beispiel mit dem Dach auf dem Schnee liegt (und wir haben ständig Winter, der Schnee schmilzt also nicht mehr)
Auf meinem Dach liegt, bedingt durch mein Leben eine Menge Schnee (ich erwähnte ja schon meine leicht schizophren Störung, bedingt übrigens durch eine PTBS. Aber das will ich nicht vertiefen, es ist mir sogar in der anonymität unangenehm darüber zu reden) Jetzt kam noch einmal eine Schippe drauf und das Dach wölbt sich langsam nach unten. Wenn jetzt noch eine Flocke drauf fällt ist das scheiße für das Dach und scheiße für alle Menschen die in dem Haus sind. Denn wenn die mal merken (ja, so intelligent bin ich, dass ich weiß das ich Verantwortung für andere Menschen habe) das nur dieses Dach dafür sorgt dass sie nicht im Schnee ersticken ist es zu spät. Also lassen wir es nicht soweit kommen.
Und selbst wenn ich mir nur einbilde das jemand in dem Haus ist, ich bin immer noch das Dach und habe genug Selbsterhaltungstrieb es nicht soweit kommen lassen

zurück zu dir: wo, meinst du denn, lag dein fehler? und warum meinst du, dass genau das der fehler war? und wie gedenkst du es in zukunft besser zu machen?

Wo lag nicht mein Fehler, wäre die bessere Frage. Okay, fangen wir damit an was ich getan habe. Zunächst einmal habe ich heraus gefunden was sie an mir ankotzt und dafür gesorgt das sie das nicht vergisst. Ich wollte ihr nicht zu wichtig sein, wie gesagt im Zweifelsfall sollte sie sich immer gegen mich entschieden. Mauern aufbauen und so.
Und ich habe nicht rechtzeitig den Absprung geschafft, der Knackpunkt war wohl der Moment wo sie mir zum ersten Mal erzählt hat, dass es da jemanden in ihrem Leben gibt. Ich habe sie darum gebeten über so etwas nicht mit mir zu sprechen, in dem Moment hätte ich die Flucht ergreifen müssen. Aber nein, ich dachte ja das ich das irgendwie schaffe.
Nun und nach unserem Urlaub habe ich ihr einen Brief geschrieben, da war ich gefühlsmäßig schon ziemlich stoned, in der ich ihr gesagt habe wie es aussieht und was ich getan habe damit sie sich immer gegen mich entscheidet. Das hat sie am Ende ja auch getan, ist doch eigentlich perfekt. Ich schätze mal wenn ich sie wäre, würde ich mir da auch verarscht vorkommen. Nur die Art und Weise war das Problem.
Wie erwähnt, unsere Probleme fingen ja schon im Urlaub an und ich kann halt nicht mit den Finger darauf deuten und sagen "Ja, das habe ich getan, dass sie mich so sehr hasst."

Ich glaube mein Fehler bei der ganzen Sache war, dass ich ihr etwas vorenthalten habe. Ich hätte irgendwann mal zu ihr sagen "Hey, so und so sieht es aus und das ist in meinem Kopf falsch verdrahtet. Und da ich leider fürchte, dass du mir ungemein ans Herz wächst und ich dir letztlich nie das geben kann was du brauchst sondern irgendwann eine Belastung für dich werde, was dann auch eine Belastung für mich wird, schieße ich mal in den Wind. Aber danke für die schöne Zeit."
Das hätte sie wahrscheinlich verstanden und wir hätten einen ordentlichen Abschluss gefunden.
Aber genau diese eine Sache anzusprechen, hier die Karten auf den Tisch zu legen war mir peinlich.
Aber so, so hält sich mich wahrscheinlich für den Rest ihres Lebens für irgendein Arschloch. Ich glaube am Ende war sie einfach nur der Meinung, dass ich sie manipulieren will.
Ich will sie hier nicht auf ein Podest heben, sie hat sich auch nicht korrekt verhalten. Aber ich trage eben mindestens genauso viel Schuld.

Tja, bleibt die Frage was ich beim nächsten Mal besser machen könnte und das weiß ich halt nicht. Du hast es ja schon erwähnt, ich tauge nicht als Partner und das ist okay. Ich kann also nur eines tun. Beziehungen oberflächlich lassen und beten das nie jemand über meine Krankenakte stolpert und da auf die Behandlung bzw. deren Abbruch auf eigene Verantwortung stößt. Sonst wäre wohl auch noch mein Job dahin.

Letztlich kenne ich natürlich die Lösung, das wäre noch einmal mit ihr zu reden und ihr zu erklären was eigentlich Sache ist und mich in Frieden von ihr trennen. Aber genau das geht ja eben nicht und wahrscheinlich würde sie das sowieso alles nur für irgendeine Masche halten. Und das kann ich ihr nichtmal verübeln.

Tja, dumm gelaufen da habe ich mir ordentlich selbe einen eingeschenkt.
Nevery, versteh mich nicht falsch. Ich wirke garantiert wie ein sturer Bock, der gar keine Hilfe will. Ich verstehe schon, was du sagen willst und bin dir auch echt dankbar das du dir die Zeit nimmst dich hier mit meinem 1.Welt Problem zu beschäftigen, aber was würdest du in meiner Situation tun?

Ich kann nicht vorwärts, ich kann nicht mehr zurück. Und sie wird nicht aufhören mir zu fehlen und Adieu sagen kann ich ihr nicht mehr, also kann ich nur eine Sache. Weitermachen, lächeln und hoffen das niemand merkt wie Scheiße es mir geht.
 

Benutzer72433 

Planet-Liebe ist Startseite
Aber anscheinend verletzte ich Menschen emotional und merke es nichtmal. Unschön ist das.
und das, meinst du, wäre sowas seltenes?
jeder mensch verletzt andere emotional - absichtlich, unabsichtlich, bemerkt, unbemerkt. manchmal aus unerfahrenheit, manchmal aus unachtsamkeit, manchmal absichtlich. das kann man quasi nicht vermeiden, denn niemand ist immer zu 100% bei der sache - und auch das gegenüber nicht, was etwas in den falschen hals bekommt.

die frage ist nicht, ob man jemanden verletzt - das wird passieren, unausweichlich. selbst wenn du jede menschliche gesellschaft meidest wirst du genau damit irgendwann jemanden verletzen.
die einzigen fragen sind, ob du es bemerkst und wie du damit umgehst - und das ist übungssache. dass man sagen kann "ey, tut mir leid, ich hab das grade unbedacht formuliert, lass mich das korrigieren", dass man merkt "oh verdammt, da ist was schief gelaufen" und das gegenüber in dem arm nimmt und sagt "sorry, SO wars nicht gemeint!" - oder dass man auch, wenn man nur bemerkt das gegenüber benimmt sich auf einmal komisch, fragt: "was ist los, habe ich was falsch gemacht?" (das ist z.b. etwas, was du in eurem urlaub in meinen augen versäumt hast).

du kannst keine fehler vermeiden, du kannst es nicht vermeiden jemanden zu verletzen, aber du kannst achtsamkeit beweisen und es wieder gut machen.

Ich würde es vernünftig nennen.
und du bist der ach so sachlich-abgeklärte junge mann, der absolut vernünftig handelt und damit... scheisse anrichtet? :zwinker: na komm: ich finde vernunft auch sehr wichtig, aber in zwischenmenschlichen dingen hat sie eine untergeordnete rolle. da zählen mehr instinkt und herz.

Aber das will ich nicht vertiefen, es ist mir sogar in der anonymität unangenehm darüber zu reden
ich denke, es würde dir gut tun, offen darüber zu sprechen - wenn du soweit bist, und wann das der fall ist, das musst du entscheiden.

Jetzt kam noch einmal eine Schippe drauf und das Dach wölbt sich langsam nach unten. Wenn jetzt noch eine Flocke drauf fällt ist das scheiße für das Dach und scheiße für alle Menschen die in dem Haus sind.
...alternativ könntest du natürlich überlegen die schneeschippe (oder meinetwegen auch den föhn!) in die hand zu nehmen und diesen scheiss schnee von deinem dach zu befördern.... perspektivwechsel, quasi. niemand ausser dir selber zwingt dich dazu, diesen schnee auf deinem dach zu dulden... und niemand ausser dir selber hat die macht, ihn zu entfernen, man kann dir höchstens schippe oder föhn anreichen - oder eine packung salz.
ihn runterkriegen und dieses dach für dich und die anderen sicher machen, das musst du... andere können dir nur den weg zeigen, gehen musst du ihn selber.

Wo lag nicht mein Fehler, wäre die bessere Frage. Okay, fangen wir damit an was ich getan habe. Zunächst einmal habe ich heraus gefunden was sie an mir ankotzt und dafür gesorgt das sie das nicht vergisst. Ich wollte ihr nicht zu wichtig sein, wie gesagt im Zweifelsfall sollte sie sich immer gegen mich entschieden. Mauern aufbauen und so.
nein, du hast nicht mauern aufgebaut - du hast wild um dich gebissen und sie fortgescheucht. weil du - das ist mein eindruck - angst hattest. weil du gemerkt hast, da kommt etwas von einer seite, auf der du dich sicher fühltest, auf einmal bist du verletzlich.

kann ich gut verstehen, ist eine absolut normale und instinktive reaktion, die fast jedes wesen intus hat. denn, mal ehrlich: du wolltest nicht wirklich, dass sie sich gegen dich entscheidet, sonst würdest du jetzt nicht so leiden. du wolltest nur in dem gewohnten weg bleiben, du hattest angst vor veränderung, hast das beibehalten des damals aktuellen status als geringeres übel angesehen. zu viel panik vor unbekannter veränderung.

Und ich habe nicht rechtzeitig den Absprung geschafft, der Knackpunkt war wohl der Moment wo sie mir zum ersten Mal erzählt hat, dass es da jemanden in ihrem Leben gibt. Ich habe sie darum gebeten über so etwas nicht mit mir zu sprechen, in dem Moment hätte ich die Flucht ergreifen müssen. Aber nein, ich dachte ja das ich das irgendwie schaffe.
..und da hättest du nichtmal die flucht ergreifen müssen. du hättest einfach mit einem grinsen sagen können "ich weiß - mich" - aber das wäre die abzweigung auf einen unbekannten weg gewesen und du hast lieber die fresse gehalten, erwägst auch im nachhinein nur flucht. ey sorry, damit machst du vor allem dich selber kaputt... und wer nochmal soll das dann ausbaden, die nächste dame die ihr herz an dich verliert? :zwinker:

Wie erwähnt, unsere Probleme fingen ja schon im Urlaub an und ich kann halt nicht mit den Finger darauf deuten und sagen "Ja, das habe ich getan, dass sie mich so sehr hasst."
du verwechselst hier - meiner meinung nach - hass mit verzweiflung. aus verzweiflung kann man ausgesprochen bösartig wirken, ja, alleine um eine reaktion zu provozieren. das wird dir relativ unbekannt sein, ist aber fakt. da müsstest du echt nen schritt über die eigenen erfahrungen rausgehen und.. ich sag mal: mir zumindest glauben, dass verzweiflung aussehen kann wie hass, wenn sie groß genug ist.

Das hätte sie wahrscheinlich verstanden und wir hätten einen ordentlichen Abschluss gefunden.
ich glaub, das ist ein wunschtraum von dir... ich glaube nicht, dass es danach noch einen sauberen abschluss geben konnte, ihr wart längst beide zu tief drin. kontaktabbruch war hier noch das humanste, quasi sterbehilfe. andernfalls hättet ihr beide euch noch länger gequält.

Tja, bleibt die Frage was ich beim nächsten Mal besser machen könnte und das weiß ich halt nicht.
was riskieren und deine mauern einfach mal ignorieren. ich mein, ja, im schlimmsten fall tut es einfach wieder nur weh... kanns so viel schlimmer sein als jetzt? wirklich? falls du das mit "ja" beantwortest... solltest du spätestens an dieser stelle nochmal schwer darüber nachdenken, wie du was einschätzt :smile:

Du hast es ja schon erwähnt, ich tauge nicht als Partner und das ist okay.
mi... mimi.... mimimi! :zwinker:
junge, backen zusammenkneifen. du bist auch nur ein mensch, und ja, du hast probleme, wie so ziemlich jeder andere mensch auch. und... wer ausser dir behauptet nochmal, dass du die nicht in den griff kriegen kannst?
würd wetten: kannst du. wenns dir die sache wert ist. du bist bei gesundem verstand, sonst könnten wir hier nicht solche diskussionen führen. du hast emotionen, sonst wäre es garnicht erst dazu gekommen. du hast festgestellt, dass es da ein problem gibt - das ist der allerwichtigste punkt, denn erst, wenn du das selber feststellst, kann man daran arbeiten.

Letztlich kenne ich natürlich die Lösung, das wäre noch einmal mit ihr zu reden und ihr zu erklären was eigentlich Sache ist und mich in Frieden von ihr trennen.
ne. das wäre, um dir nen bissel frieden in dieser einen sache zu verschaffen. das ist aber viel zu kurz gedacht, es geht doch darum, dass du diesen deinen gedankenteufel generell in den griff bekommst und nicht wieder das gleiche anstellst, oder?

Nevery, versteh mich nicht falsch. Ich wirke garantiert wie ein sturer Bock, der gar keine Hilfe will.
nein. auf mich wirkst du wie jemand, der zu wenig hilfe von der form bekommen hat, die er annehmen konnte. manche brauchen arschtritte, manche verständnis - und dazwischen gibts sehr viel. ob ausgerechnet ich nun bei dir ankomme? keine ahnung - ich versuchs zumindest. würde ich nicht, wenn ich dich für einen hoffnungslosen fall halten würde :zwinker:

...manchmal muss man sich aber auch erst selber entwickeln, bevor man überhaupt hilfe annehmen kann.. und wenn das bei dir der fall ist, dann bin ich der falsche ansprechpartner, dann werde ich bei dir nur vor mauern rennen. dann brauchst du hilfe von jemanden, der das gelernt hat, der geduldiger ist, mehr möglichkeiten berücksichtigt.
so wie ich selber auch übrigens - und ja, es braucht nen bissel glück und ggf. ausdauer, jemanden zu finden, der zugang zu einem bekommt - aber wenn man soweit ist lohnt sich jede mühe.

aber was würdest du in meiner Situation tun?
vor nem jahr hätte ich in deiner situation komplett dicht gemacht und gesagt "fickt euch alle, ich scheiss auf euch, ich brauch euch nicht, ihr versteht mich eh nicht, könnt mich garnicht verstehen!". hätte mir in dem moment geholfen, langfristig.... war das immer wieder nen eigentor.
jetzt, heute, sage ich in solchen situationen: "ok, ist doof gelaufen, passiert. lass uns nochmal die fakten nehmen, von vorne beginnen und ganz neu aufrollen - wir wissen ja jetzt, welche fehler wir nicht begehen sollten :zwinker:" - und, oh wunder, auf einmal gibt es irgendwie nichts mehr, was unlösbar ist, was auf ewig als unverdaulicher brocken in einem liegt.


das problem dabei ist: ich kann dir hier so viel erzählen wie mir über die jahre menschen erzählt haben - ohne wirkung. vermutlich. wenns anders sein sollte freut es mich, aber wenn nicht.... dann brauchst du halt schlicht externe hilfe von menschen die dazu ausgebildet sind, und auch vielleicht ein wenig ausdauer wen zu finden der zu dir passt. oder eben, auch das ist deine wahlmöglichkeit, du machst weiter wie bisher... vielleicht brauchst du einfach noch nen bisschen zeit, ein paar fehlversuche, um zu sagen "das geht so nicht weiter".
vielleicht kannst du das auch den rest deines lebens durchziehen... nur, das wäre irgendwie schade. am ende ists alles verschenkte, sehr begrenzte zeit, d.h. sobald du dich bereit fühlst einen schritt weiter zu gehen solltest du das auch tun (sagt die, die in dem letzten stadium ca. 10 jahre verharrt hat, sich immer nur ausgegrenzt und alleine fühlte).

bleibt halt einfach dabei: wir sind hier alle keine pfadfinder :zwinker: und wir können dir alle nur wege zeigen, die wir selber kennen, vielleicht - wie in meinem fall - selber beschritten haben... und wenn das alles nicht taugt? es ist keine schande, hilfe zu brauchen. das kunststück ists nur, das passende gegenstück zu finden.
 

Benutzer163579  (36)

Öfters im Forum
...alternativ könntest du natürlich überlegen die schneeschippe (oder meinetwegen auch den föhn!) in die hand zu nehmen und diesen scheiss schnee von deinem dach zu befördern.... perspektivwechsel, quasi. niemand ausser dir selber zwingt dich dazu, diesen schnee auf deinem dach zu dulden... und niemand ausser dir selber hat die macht, ihn zu entfernen, man kann dir höchstens schippe oder föhn anreichen - oder eine packung salz.
ihn runterkriegen und dieses dach für dich und die anderen sicher machen, das musst du... andere können dir nur den weg zeigen, gehen musst du ihn selber.

Es gibt Sachen mit denen kann man sich irgendwie arrangieren, aber beseitigen kann man nicht. Aber vielleicht war das auch ein schlechtes Beispiel von mir. Sagen wir lieber ich bin ein Salzbergwerk voller Atommüll. Strahlt fröhlich vor sich hin und hat eine Halbwertszeit jenseits von gut und böse.

..und da hättest du nichtmal die flucht ergreifen müssen. du hättest einfach mit einem grinsen sagen können "ich weiß - mich" - aber das wäre die abzweigung auf einen unbekannten weg gewesen und du hast lieber die fresse gehalten, erwägst auch im nachhinein nur flucht. ey sorry, damit machst du vor allem dich selber kaputt... und wer nochmal soll das dann ausbaden, die nächste dame die ihr herz an dich verliert? :zwinker:

Das ich nicht für sie als Lebenspartner getaugt habe, hatte sie klar gestellt. Was wie gesagt auch einfach ein körperlicher Aspekt war. Das fand ich okay, ich muss nicht auf jeden Menschen attraktiv wirken und ich kriege garantiert keine Komplexe ala "Ohje, ich bin so hässlich"
Es war also nicht so, dass sie irgendwelche Gefühle für mich entwickelt hatte und ich das einfach nicht geschnallt habe. Das kann ich mit 100% Sicherheit sagen. Sie hat das auch recht deutlich kommuniziert.

kann ich gut verstehen, ist eine absolut normale und instinktive reaktion, die fast jedes wesen intus hat. denn, mal ehrlich: du wolltest nicht wirklich, dass sie sich gegen dich entscheidet, sonst würdest du jetzt nicht so leiden. du wolltest nur in dem gewohnten weg bleiben, du hattest angst vor veränderung, hast das beibehalten des damals aktuellen status als geringeres übel angesehen. zu viel panik vor unbekannter veränderung.

Wenn du mich fragst, ob ich ganz tief drin wollte das sie sich gegen mich entscheidet, kann ich offen sagen "Hell, no!"
Rückblickend betrachtet war das halt für mich ein Scheißplan, aber ich steh doch niemanden Glücks im Weg.

ich glaub, das ist ein wunschtraum von dir... ich glaube nicht, dass es danach noch einen sauberen abschluss geben konnte, ihr wart längst beide zu tief drin. kontaktabbruch war hier noch das humanste, quasi sterbehilfe. andernfalls hättet ihr beide euch noch länger gequält.
Es hätte sowieso zum Kontaktabbruch kommen müssen, dass ist mir klar. Und ja, ich wäre garantiert auch danach ziemlich down. Aber was mich aus irgendwelchen irrationalen Gründen stört ist, dass ihr letzter Eindruck von mir schlechter ist als ihr erster.
Und so hätte ich immer noch irgendwo die Kontrolle, meinetwegen die Hoffnung das in fünf Jahren oder so wir mal wieder zusammen was trinken gehen können. Ob diese Hoffnung nun berechtigt wäre oder nicht, ist eine andere Frage. Aber ich hätte da etwas, was den Entzug leichter machen würde.
Ein Beispiel ist etwa, wie ich mit de rauchen aufgehört habe. Ich habe es bestimmt tausend Mal versucht und mir immer gesagt "du darfst nicht mehr rauchen" und es hat nie geklappt. Heute liegt auf meinen Schreibtisch eine angebrochene Packung Zigaretten, ich habe seid einem halben Jahr keine mehr geraucht. Aber ich wusste das ich es jederzeit könnte, wenn ich der Meinung bin das ich wieder rauchen sollte. Klingt komisch, aber ich bin auch etwas komisch gepolt.
Und ich habe in meinem Leben zu oft verpasst mich ordentlich zu verabschieden und bei ihr kann ich nichtmal sagen "Hey, konnte ja niemand ahnen das sie sich vor den nächsten Zug wirft" Das macht es härter.
Aber wie gesagt, dass ist müßig. Chance vertan, muss ich mit leben.

was riskieren und deine mauern einfach mal ignorieren. ich mein, ja, im schlimmsten fall tut es einfach wieder nur weh... kanns so viel schlimmer sein als jetzt? wirklich? falls du das mit "ja" beantwortest... solltest du spätestens an dieser stelle nochmal schwer darüber nachdenken, wie du was einschätzt
Tja, sagen wir mal so. Ich bin inzwischen nicht mehr so verzweifelt wie noch im Dezember. Das will ich nicht nochmal mitmachen. Damals habe ich mir gesagt "Noch einen Tag schaffen, irgendwann hört es auf" Jetzt weiß ich inzwischen, okay es wird etwas leichter aber aufhören tut es nicht so schnell. Das heißt ich könnte mich nichtmal selber belügen.

mi... mimi.... mimimi! :zwinker:
junge, backen zusammenkneifen. du bist auch nur ein mensch, und ja, du hast probleme, wie so ziemlich jeder andere mensch auch. und... wer ausser dir behauptet nochmal, dass du die nicht in den griff kriegen kannst?
würd wetten: kannst du. wenns dir die sache wert ist. du bist bei gesundem verstand, sonst könnten wir hier nicht solche diskussionen führen. du hast emotionen, sonst wäre es garnicht erst dazu gekommen. du hast festgestellt, dass es da ein problem gibt - das ist der allerwichtigste punkt, denn erst, wenn du das selber feststellst, kann man daran arbeiten.

Oh versteh mich da nicht falsch, ich habe kein Problem damit nicht als Partner geeignet zu sein. Im Gegenteil, ich kriege ja schon das kalte Grausen wenn ich daran denke irgendwann mal Vater zu werden. Ich liebe mein Single-Dasein. Klar gibt es hin und wieder Momente wo ich denke "Wäre schön wenn morgens mal jemand neben dir liegen würde." Aber alles in Allem mache ich mein Glück nicht von einem Partner abhängig.
Und das sowas wie mir sicherlich tagtäglich Menschen passiert, ist mir auch klar. Sonst würde ich hier gar nicht schreiben, wenn ich mir nicht sicher wäre das es so beliebig ist dass ich anonym bleibe. Sonst könnte ich ja gleich Sendezeit im Fernsehen buchen.

vor nem jahr hätte ich in deiner situation komplett dicht gemacht und gesagt "fickt euch alle, ich scheiss auf euch, ich brauch euch nicht, ihr versteht mich eh nicht, könnt mich garnicht verstehen!". hätte mir in dem moment geholfen, langfristig.... war das immer wieder nen eigentor.
jetzt, heute, sage ich in solchen situationen: "ok, ist doof gelaufen, passiert. lass uns nochmal die fakten nehmen, von vorne beginnen und ganz neu aufrollen - wir wissen ja jetzt, welche fehler wir nicht begehen sollten :zwinker:" - und, oh wunder, auf einmal gibt es irgendwie nichts mehr, was unlösbar ist, was auf ewig als unverdaulicher brocken in einem liegt.

Ich habe die Fakten analysiert und daraus Konsequenzen gezogen.
1. Da habe ich mal richtig Scheiße gebaut
2. Sowas machst du nicht nochmal mit.
3. Blinder und tauber Aktionismus um irgendwie das alles ein wenig leichter zu machen.


Bevor man mich hier falsch versteht, ich leide weder unter chronischer Einsamkeit noch denke ich, dass mich niemand liebt (hey, wenigstens Jesus liebt mich ja sowieso) oder dass ich Angst habe für immer alleine zu bleiben.

Es geht darum, dass mir ein einziger Mensch fehlt. Klar, sie hat meine Gefühle nicht erwidert und das war hart. Aber sowas kann man eben nicht erzwingen.
Aber sie fehlt mir menschlich und, was genauso hart wiegt, wir sind im Streit auseinander gegangen. Wenn sie irgendwann mal auf unsere gemeinsame Zeit zurück blickt wird sie nicht sagen "War ne tolle Zeit mit ihm" sondern "Was habe ich mir bei dem Penner bloß gedacht."

Es ist mir normalerweise vollkommen egal, was die Leute über mich denken. Nur bei ihr eben nicht. Und das ist scheiße weil es heißt, dass ich mir nie sagen kann "Irgendwann mal, können wir mal wieder was zusammen trinken" und weiter machen.

Und ja, dadurch habe ich Angst das es wieder passiert, ich jemanden weh tue oder mir jemand weh tut. Vielleicht wache ich ja eines morgens auf und alles ist vergessen.

Ganz subjektiv habe ich es heute nacht ausgedrückt, als ich meinen Kühlschrank angeschrien habe
"Was soll das? Ich weiß ich mache viele Fehler in meinem Leben, aber das passiert nunmal. Ich habe noch nie jemanden im Stich gelassen und tue mein Bestes ein guter Mensch zu sein, auch wenn es nicht immer gelingt. Du kennst mich, du weißt wie ich gepolt bin und du warst diejenige mit der emotionalen Intelligenz von uns beiden. Du erwiderst meine GEfühle nicht? Scheiß drauf, c'est la vie! Meine Güte, aber du hast es doch schon vorher gemerkt, so undurchschaubar bin ich ja nun auch nicht. Und es wäre deine beschissene Aufgabe gewesen hier den Schlusstrich zu ziehen und das auf eine vernünftige Weise.
Du wolltest aus unserer Freundschaft aussteigen? Kein Problem, kriegen wir hin. Ein Lächeln, eine Umarmung und dann geht jeder seiner Wege. Dann hätte ich nämlich damit beginnen können das zu verarbeiten.
Aber nein, das war ja zuviel verlangt. War das der Sinn der ganz, beschissenen Übung? Mich fertig zu machen, dann herzlichen Glückwunsch du hast es geschafft. Du sagtest mir mal ich soll Menschen mehr vertrauen, aber dann sowas? Ja du bist mir keine Rechenschaft schuldig, aber es wäre schön gewesen wenn du einfach nen sauberen Cut gefunden hättest. Und ich kann dich nichtmal dafür hassen, ich kann nur mein Handy anstarren und hoffen das es klingelt. Aber das wird es nicht, das weiß ich. "

Naja, soweit dazu. Danke für all die Hilfe hier, ich werde halt lernen müssen damit zu leben. Another night, another nightmare oder so ähnlich.
 

Benutzer72433 

Planet-Liebe ist Startseite
den frust über diese art der nicht-verabschiedung kann ich gut verstehen - und ja, das macht es schwerer, abzuschliessen. sehr sogar, es hat einfach kein vernünftiges ende. halte ich auch für eine ziemlich miese nummer, sowas abzuziehen.

nichtsdestotrotz denke ich: du kriegst das hin. mit viel arbeit und noch mehr schmerz, ja, aber du kriegst es hin. ist so mein eindruck.

Und ich kann dich nichtmal dafür hassen
hassen solltest du sie auch nicht - hass ist ein ebenso intensives gefühl wie liebe und verhindert innerliche distanz. aber... vielleicht mal schaun, wie realistisch dein bild von ihr ist? oder, anders formuliert: vermisst du wirklich sie, so, wie sie sich jetzt insgesamt und zuletzt gezeigt hat, oder ein bild von ihr das du hast?

angenommen, du hättest die wahl, nie wieder von ihr zu hören - oder genau das, was zuletzt passiert ist, immer wieder zu erleben. wie würde deine entscheidung lauten?

ich vermute, sie würde "nein danke" lauten. ich vermute, du vermisst ganz bestimmt nicht ihre ganze persönlichkeit, die sie zuletzt so eindrucksvoll gezeigt hat. du vermisst nur einen teil von ihr, das, was ihr früher hattet - und damit das bild, was du dir von ihr gemacht hast, nicht sie als person.
manchmal kann dieses auseinderpfrimeln helfen, sich etwas mehr mit der realität abzufinden. mir jedenfalls.
 

Benutzer163579  (36)

Öfters im Forum
den frust über diese art der nicht-verabschiedung kann ich gut verstehen - und ja, das macht es schwerer, abzuschliessen. sehr sogar, es hat einfach kein vernünftiges ende. halte ich auch für eine ziemlich miese nummer, sowas abzuziehen.

Ist es sicher, andererseits wird sie ja auch ihren Grund gehabt haben. Aber ja, unschön.

nichtsdestotrotz denke ich: du kriegst das hin. mit viel arbeit und noch mehr schmerz, ja, aber du kriegst es hin. ist so mein eindruck.
Muss ich ja irgendwie, da gibt es ja keine Wahl.

hassen solltest du sie auch nicht - hass ist ein ebenso intensives gefühl wie liebe und verhindert innerliche distanz. aber... vielleicht mal schaun, wie realistisch dein bild von ihr ist? oder, anders formuliert: vermisst du wirklich sie, so, wie sie sich jetzt insgesamt und zuletzt gezeigt hat, oder ein bild von ihr das du hast?

Das was sie zuletzt gezeigt hat, war irgendwie wie ein anderer Mensch und da hat sie Seiten gezeigt die ich nie zuvor bemerkt habe. Ja, ich vermisse das was vorher war. Aber manchmal sage ich mir "Hey, das war vielleicht nur eine Masche weil sie wusste das wir getrennte Wege gehen müssen und sie wollte es leichter machen" Wahrscheinlich weil das dies wäre was ich tun würde oder so. Naja, hat nicht wirklich funktioniert.


angenommen, du hättest die wahl, nie wieder von ihr zu hören - oder genau das, was zuletzt passiert ist, immer wieder zu erleben. wie würde deine entscheidung lauten?

Tja, das ist eine schwierige Entscheidung. Klugerweise sollte ich ja sagen "Nie wieder, never" aber es waren halt auch gute Zeiten. Deshalb kann ich diese Frage nicht beantworten. Aber ich würde dieses Mal anders handeln und gezielt einen rechtzeitigen Abschluss suchen.

ich vermute, sie würde "nein danke" lauten. ich vermute, du vermisst ganz bestimmt nicht ihre ganze persönlichkeit, die sie zuletzt so eindrucksvoll gezeigt hat. du vermisst nur einen teil von ihr, das, was ihr früher hattet - und damit das bild, was du dir von ihr gemacht hast, nicht sie als person.
manchmal kann dieses auseinderpfrimeln helfen, sich etwas mehr mit der realität abzufinden. mir jedenfalls.

Wie gesagt, schwere Entscheidung. Natürlich hatte sie auch damals schon Seiten die ich als nicht ganz positiv empfand, aber nobody ist perfect.

Wäre vielleicht leichter wenn ich sie auf ein Podest heben könnte und sagen "Ja, sie war so anbetungswürdig." Aber Fakt ist, sie war einfach ein Mensch der in mein Leben getreten ist und gesagt "Hi, hier bin ich. Ich habe nicht vor die Last meines Lebens bei dir abzuladen, ich sitze nicht in der Scheiße und brauche jemanden der mich raus boxt, ich habe keinen aggressiven Freund vor dem du mich beschützen musst, keine Depressionen, keine Geldprobleme, ich will dir nicht stundenlang über Beziehungsproblemen in den Ohren liegen, oder suche einen neuen Papi für mein Kind oder sonst irgendwas. Gleichzeitig habe ich auch keinen Mutti-Komplex und will mich in dein Leben einmischen und mich um deine Probleme kümmern oder dich irgendwie verändern. Klar, wir können uns gegenseitig helfen, aber ich sterbe nicht wenn du mal fünf Minuten nicht für mich da sein kannst. Ich bin einfach nur jemand der geistig mit dir auf einen Level spielt und mit dem du einfach mal was trinken gehen kannst, über Gott und die Welt plaudern, ein bissel was unternehmen und dabei gibt es keinen, absolut keinen Haken."

Nun, am Ende gab es doch einen Haken und den habe ich nicht gesehen und jetzt steckt er tief im Fleisch.
 
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