Sich mit "Frau/Herr xxx" vorstellen

Benutzer15875 

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Ich persönlich finde diese Art der Vorstellung sehr befremdlich.

Z.B. kommt es bei uns am Flughafen hin und wieder vor, dass eine Flugbegleiterin nach der Sicherheitskontrolle noch bei uns an der Kontrollstelle im OPS-Raum anruft, um z.B. zu sagen, dass sie auf dem Weg ist. "Ja hallo. Hier ist FRAU SCHULZE. Ich wollte Ihnen nur eben sagen, dass ich gerade in der Kontrolle und gleich bei Ihnen bin".
Ich selber melde mich mit Vor- und Zunamen bzw. wenn ich mit der angerufenen Person per Vornamen und du kommuniziere nur mit Vornamen. Also wenn ich mich z.B. um 2 Minuten verspäten würde, würde das bei mir am Telefon eher in der Richtung von "Moin, Philipp hier. Ich komme leider zwei Minuten später weil..." klingen.
Oder wenn ich amtliche Anrufe tätige und ich mit der Person am anderen Ende der Leitung das erste mal spreche, dann eher so "Guten Morgen/Tag/Abend, mein Name ist Philipp xxxxx und ich habe ein paar Fragen zu...."

Eine recht frisch zur (stellverstretenden) Schichtleiterin aufgestiegene Kollegin hat übrigens auch diese Macke, wenn sie einen anruft. "Hallo, hier ist Frau ....", obwohl wir uns wenn wir gegenüber stehen eigentlich alle gegenseitig mit Vornamen ansprechen.
Es ist natürlich klar, dass sich angerufene Schichtleiter eher förmlich am Telefon melden, wie "Müller, Firma xxx" Aber dieses Herr oder Frau davor zu sagen, ist doch merkwürdig.
 

Benutzer150964 

Öfter im Forum
Das ist abhängig von der Firmenethik.
Bei mir auf der Arbeit werden auch alle gesiezt, wobei die Chefs die Teamleiter mit einer Mischform ansprechen: "Frau xy, könntest du mal eben...?"
Aber unter Erwachsenen ist es schon üblich, sich respektvoll zu siezen. Ich finde das auch gut, heutzutage ist Respekt leider ein rares Gut.
Wenn man länger eng im Team arbeitet, kann man natürlich aufs Du überspringen. Oder eben wenn die interne Firmenkommunikation ohnehin über das Du läuft, was meist der Fall ist.
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Ich finde es auch komisch, sich selbst so zu nennen. Ich nenne mich entweder mit Vor- und Nachnamen oder mit Vornamen oder mit Nachnamen. Wenn ich mich kurz bei jemand neuem vorstelle und ihm die Hand schüttle, sage ich z.B. nur meinen Nachnamen.
 

Benutzer15875 

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Es geht ja nicht um das siezen oder duzen an sich, obwohl ich persönlich respektvollen Umgang miteinander nicht unbedingt an die Anrede koppeln würde.
Mir ging es ja um den Wortlaut "Hallo hier ist Frau....". Es reicht doch wenn sie ihren Namen sagt, ob Frau oder Mann kann man ja an der Stimme (meistens) erkennen und wenn man sonst eh per Vornamen und du miteinander kommuniziert wirkt für mich ein "Hallo hier ist Frau.." am Telefon noch befremdlicher.

Zum sie oder du kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass ein duzen nicht unbedingt mit mangelndem Respekt einhergehen muss. Wie gesagt duzen sich bei uns fast alle, außer halt die Stationsleitung. So werden auch alle Schichtleiter geduzt, dennoch weiß ich, dass diese Leute mir (im dienstlichen Rahmen) weisungsbefugt sind und begegne ihnen mit dem entsprechenden Respekt.

Dieses erzwungene Siezen wirkt für mich eher so wie eine nach außen hin geschauspielerte Verdeutlichung der Rangordnung.
 

Benutzer38570 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich finde das jetzt nicht so ungewöhnlich. Man wird mit "Herr XYZ" angesprochen, dann kann man sich auch so melden.
 

Benutzer34605  (35)

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Ich stelle mich auch mit "Hier ist Frau XXX." vor, egal ob am Telefon oder persönlich auf der Arbeit vor neuen Patienten. Und zwar aus folgendem Grund:

Gerade wenn ich mit Kindern und deren Eltern zusammen arbeite, muss ich mir direkt ein wenig Autorität bewahren, da ich oftmals noch jünger bin als besagte Elternteile. Ich habe es schon erlebt, je nach Situation, dass das gewaltig in die Hose gehen kann, wenn man sich auf der "Kumpelebene" vorstellt. Der Respekt von Eltern, wenn man nun auch mal was nicht so Positives zu sagen hat, geht sonst ganz schnell verloren. Es ist leider so.
Auch in den Schulen mit Lehrern muss dies so sein. Und obwohl ich mich mit "Frau" vorstelle, stempelt man mich dennoch oft auf die Praktikantenebene ab, duzt mich, ohne zu fragen, und nimmt mich dann nicht für ganz voll. Ich habe einfach den Altersbonus noch nicht. :grin:
Und zu guter Letzt bin ich einfach auch "Frau" durch meine Heirat und wenn das helfen kann, dass man meinen Berufsstand etwas ernsthafter nimmt, dann bestehe ich da auch drauf.

Privat immer gerne mit Vorname und "du", aber niemals im Beruf (außer in meinem Team).
 

Benutzer92501  (41)

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Hey,

ich finde es auch komisch, wenn sich jemand mit Frau oder Herr XXX vorstellt.

Wobei ich es zum Beispiel bei meinem Finanzbeamten echt begrüßt hätte, hätte er sich am Telefon mit Herr XXX vorgestellt. Er hatte nämlich eine sehr feminine Stimme und ich hab ihn dann mit Frau XXX angesprochen.

Aber generell finde ich die Variation Vorname und Nachname besser als "ich bin Frau XXX". Oder man sagt einfach nur den Nachnamen.

LG
Heike
 

Benutzer116134 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich finde es ja schon komisch, mich persönlich mit Vor- und Nachnamen vorzustellen :whoot:
Am Telefon mache ich das natürlich.
 

Benutzer20579  (37)

Planet-Liebe ist Startseite
Ich glaube, hier geht einiges durcheinander.

Es geht ja nicht darum, dass man sich für den respektvollen Umgang siezen lässt und entsprechend darauf besteht, mit Frau / Herr und Nachname angeredet zu werden. Geduzt hat mich im geschäftlichen Verkehr ungefragt noch niemand, das hat auch einfach irgendwann was mit dem Auftreten zu tun.

Aber sich als "Frau / Herr..." vorzustellen, finde ich auch mehr als befremdlich. Mag auch branchenabhängig sein, aber JA, ich finde es auch komisch.

Ich trete im geschäftlichen Verkehr einfach mit meinem Nachnamen auf, ohne Frau / Herr oder Vorname. Dazu meinetwegen noch die Tätigkeit bzw. Firma, von der ich komme. Eben "Müller, XY-GmbH" oder dergleichen. Und am Telefon läuft es genauso, "Mein Name ist Müller von der XY-GmbH, ich rufe an, weil..." oder eben wenn man drangeht, auch nur mit Nachnamen.

Ich finde das üblich und auch um einiges "professioneller", als wenn jemand Herr oder Frau dazu sagt. Ich kenne keinen Menschen in einer Führungsposition, der sich mit "Ich bin der Herr Müller..." vorstellt. :confused:

Und zu guter Letzt bin ich einfach auch "Frau" durch meine Heirat und wenn das helfen kann, dass man meinen Berufsstand etwas ernsthafter nimmt, dann bestehe ich da auch drauf.
Was hat denn die Heirat damit zu tun? Ich kann mir keinen Berufsstand vorstellen, in dem man durch eine Heirat ernster genommen wird, als ohne. Davon ab sind doch gesonderte Bezeichungen für unverheiratete Frauen (z.B. Fräulein) ohnehin nicht mehr üblich bzw. würde ich mir das verbitten, wenn das jemand verwendet.
 

Benutzer59943  (40)

Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
Also ich muss jetzt überlegen... aber ich denke, ich nennen immer nur meinen Nachnamen, ohne "Frau" davor. Eher noch meinen Vornamen davor, aber das kommt drauf an, wo ich anrufe.
Ich finde es aber nicht komisch oder unpassend, bei sich selbst "Herr" oder "Frau" davor zu setzen.
 
G

Benutzer

Gast
Ruft mich jemand an, der weder Freund noch Familienmitglied ist, sag ich "Hallo, hier ist Stefan *******. Rufe ich hingegen jemanden an - z.B einen verfickten Telefonanbieter - sag ich auch Vor- und Nachname :zwinker:
 

Benutzer64981  (33)

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Wenn ich wo anrufe, sage ich meist 'Hallo, G. mein Name, blabla' oder auch einfach 'Mein Name ist (Vorname) (Nachname) und ich würde gerne...'
Im Kollegium duzen wir uns, sprechen uns aber, mehr oder weniger Spaßeshalber, mit Frau sowieso an. Die Kinder halten sich auch an diese Mischform und ich bin froh darum, obwohl ich meinen Nachnamen nicht wirklich mag. Es verschafft aber in jeder Hinsicht Respekt voreinander. Erlebe es ganz aktuell in einer Einrichtung, in der sich ALLE duzen, sogar die Eltern die Betreuer. Geht GARNICHT, zumal ich sehr damit zu kämpfen habe, mir einen Stand bei den Kindern aufzubauen, da diese keine Distanz zu mir haben, da sie mich duzen und mit Vornamen ansprechen dürfen.
 

Benutzer143177 

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Ich sage immer meinen Vor- und Nachnamen, am Telefon manchmal auch nur den Nachnamen (wenn ich rangehe). Außer man duzt sich, dann nur den Vornamen, solange der mich am Telefon eindeutig identifiziert. Wenn ich weiß, derjenige kennt noch mehrere mit meinem Vornamen, sage ich den Nachnamen dazu. Frau xyz sage ich nie über mich.
 

Benutzer113006 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Mit meinen Freunden mache ich gerne Späße, wenn wir uns treffen und andere Leute dabei sind, die nicht wissen, dass wir uns kennen. Dann stellen wir uns gegenseitig vor mit "Hallo, ich bin die Frau Désir" und brechen in Kichern aus. :tongue:

Im privaten oder beruflichen Umfeld würde ich nie auf die Idee kommen, mich mit "Ich bin Frau Désir" vorzustellen, sondern entweder nur den Nachnamen nennen (was bei mir immer etwas seltsam ist, weil es ein männlicher Vorname ist :grin: ) oder aber wie in den meisten Fällen, stelle ich mich mit Vor- und Nachnamen vor.
 

Benutzer34605  (35)

Sehr bekannt hier
Was hat denn die Heirat damit zu tun? Ich kann mir keinen Berufsstand vorstellen, in dem man durch eine Heirat ernster genommen wird, als ohne. Davon ab sind doch gesonderte Bezeichungen für unverheiratete Frauen (z.B. Fräulein) ohnehin nicht mehr üblich bzw. würde ich mir das verbitten, wenn das jemand verwendet.

Das Alter einfach (und auch jetzt der Zustand selbst Mutter zu werden). Ich glaube, viele schätzen mich in meinem Job noch zu jung ein. Und das kann einfach schwierig sein, wenn man mit Eltern/Lehrern pädagogisch/therapeutisch zusammen arbeitet, die halt älter sind. Schon zig mal erlebt. Mittlerweile bin ich aber dieses Jahr 30 und nicht mehr 23 wie zu Beginn meiner Tätigkeit. Und ja, mittlerweile wird das besser.

Ich finde es übrigens komisch, sich nur mit Nachnamen ("Guten Tag, ich bin XXXXX." oder "Hier ist XXXX.") vorzustellen. Das klingt mehr nach Militär als nach Dienstleistungsbranche. :grin:
 

Benutzer20579  (37)

Planet-Liebe ist Startseite
Das Alter einfach (und auch jetzt der Zustand selbst Mutter zu werden). Ich glaube, viele schätzen mich in meinem Job noch zu jung ein. Und das kann einfach schwierig sein, wenn man mit Eltern/Lehrern pädagogisch/therapeutisch zusammen arbeitet, die halt älter sind. Schon zig mal erlebt. Mittlerweile bin ich aber dieses Jahr 30 und nicht mehr 23 wie zu Beginn meiner Tätigkeit. Und ja, mittlerweile wird das besser.

Ich finde es übrigens komisch, sich nur mit Nachnamen ("Guten Tag, ich bin XXXXX." oder "Hier ist XXXX.") vorzustellen. Das klingt mehr nach Militär als nach Dienstleistungsbranche. :grin:
Naja, aber wenn man jetzt z.B. in einem Kindergarten sagt: "Müller mein Name, ich bin die Erzieherin vom Lukas" dann kommt doch kein Mensch auf die Idee, einen zu duzen?

Ich kenne das Problem ja noch von früher, dass ich häufig für 14 gehalten wurde, als ich schon über 20 war. Ätzend. Hat sich zum Glück viel über Kleidung und Auftreten lösen lassen und nun bin ich dankenswerter Weise in einer Position, wo auf die Idee keiner mehr kommt.

Das einseitige Duzen von Leuten, die man nicht ungefragt zurückduzen würde, finde ich ohnehin eine Unverschämtheit. Wie wenn einen alte Verkäuferinnen fragen: "Kann ich dir helfen?" und eigentlich klar sein dürfte, dass ein gut erzogener Mensch mit etwas Hemmschwelle nicht einfach zurückduzt. Aber das ist ein anderes Thema...

Ändert aber im Ergebnis nix daran, dass ich Vorstellen mit "Frau / Herr" total befremdlich finde. Aber gut, es bringt auch keinen um, wenn es einer tut. :zwinker:
 

Benutzer137391  (46)

Beiträge füllen Bücher
im job muss ich ständig telefonieren und sage niemals meinen vornamen.. geht keinen was an..:tongue:
oft muss ich bei firmen anrufen, um mit mitarbeitern verbunden zu werden, da fragen teils die leute in der telefonzentrale nach dem VORNAMEN..:hmm: ich frage dann immer, warum das jetzt wichtig sei? :ROFLMAO: (den nachnamen hab ich ja gesagt..)
meist fragen die dann kein 2. mal und verbinden mich :whistle::thumbsup:
privat melde ich mich mit dem vornamen. hallo.. XXX hier... oder so..
wenn ich andere eltern anrufe(n muss), die mich anhand des (vor)namens nicht zuordnen können, dann meld ich mich noch anders: hallo, *nachname* hier.. -> die mama von "vorname kind".. find ich immer affig, aber so weiß der andere gleich, wer ich bin..:grin::cool:
 

Benutzer34605  (35)

Sehr bekannt hier
im job muss ich ständig telefonieren und sage niemals meinen vornamen.. geht keinen was an..:tongue:

Das kommt übrigens auch noch dazu. :zwinker: Ich kenne schließlich auch die Vornamen der Eltern/Lehrer nicht. Finde ich auch nicht wichtig.
 
B

Benutzer

Gast
Im Job und Beruf sind wir alle per du miteinander (was mir auch sehr sympathisch ist). Im Alltag hat sich das also auch so eingespielt, dass ich mich mit Vor- und Nachnamen vorstelle. Wenn das andere Menschen nicht so machen, interpretiere ich aber nicht zu viel hinein. Wahrscheinlich haben sie darüber nicht so wahnsinnig viel nachgedacht, sondern das Verhalten angenommen, das um sie herum einfach üblich ist. Das würde ich auch so machen, weil es mir wichtiger ist, mit einem als angemessen erachtetem Verhaltenskodex die Stimmung im Betrieb zu halten, anstatt mich darzustellen oder grosse Statements zu setzen.

Frisch aufgestiegene Kollegen möchten sich so wahrscheinlich Respekt verschaffen. So lange sie keinem das Gefühl geben, ihre macht auszunutzen, finde ich es nicht schlimm, wenn sie mit aufgesetzt wirkendem Autoritätsauftreten ihre Unsicherheit kaschieren. Schliesslich muss man ja erst in die neue Rolle irgendwie reinschlüpfen und testet erst an, was am besten geht. Anfangs zu ernst zu wirken ist auf lange Sicht wohl auch besser, als umgekehrt (sonst besteht das Risiko, dass der Vorgesetzte die Position für schlecht gewählt hielt und die Entscheidung bereut).
 

Benutzer32843 

Sehr bekannt hier
Normalerweise stelle ich mich einfach mit "Guten Tag, Müller / mein Name ist Müller" vor. In der Kinderklinik habe ich aber gegenüber den Kindern dann schon gesagt, dass ich "Frau Müller" bin, sonst gab es manchmal auch das "Du, Müller"... und das fand ich dann doch irgendwie unterhaltsam.

Am Telefon melde ich mich üblicherweise mit Vorname und Name, da bei der Arbeit sowieso alle einander duzen, und den Nachnamen, falls doch jemand von ausserhalb dran sein sollte...
 
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