Sich in der Beziehung verlieren

Benutzer174969  (28)

Verbringt hier viel Zeit
sondern einfach mal um zu hören was andere die in meiner Situation sind getan haben oder tun würden.
Naja was genau?

Das jemand 24/7 an jemanden anderen kleben will? Ja mit so jemanden bin ich zusammen. Er würde am liebsten den ganzen Tag an mir kleben / mit mir reden / bei mir sein.
Er hat aber kein Problem damit, fühlt sich anscheinend damit wohl und ein schlechtes Gewissen hat er nicht, wenn er mal was alleine macht. Ich liebe ihn dann auch nicht weniger.

In Situationen in denen ich irrationale Gefühle habe, breche ich aus. Ich sage mir ganz klar: Bullshit, das ist absoluter Bullshit. Und dann erklär ich mir, warum das Gedankenkarussell Bullshit ist. Du musst also an der Stelle:
wenn ich das mal nicht bin (und nein steuern kann ich diese Gedanken nicht die kommen einfach) denke ich das ich ein schlechter Mensch bin und das er eine Bessere als mich verdient hat.
aktiv ausbrechen und einen fetten Riegel vorschieben. Und ja das geht.

Was ich an deiner Stelle getan hätte:
Ich hätte die Beziehung aber nicht beendet, wenn ich offensichtlich das Problem bin und die Beziehung eigentlich gut läuft. Und erst recht nicht, falls mich mein Partner untersützen würde 🤷‍♀️
 

Benutzer174836 

Verbringt hier viel Zeit
Kennt ihr das, wenn ihr das Gefühl hjabe die Beziehung zu eurem Partner über alles andere zu stellen?
Jaein.

Im wörtlichen Sinne natürlich nicht, ich gebe für die Beziehung nicht das atmen auf.

Im übertragenen Sinne schon, (Partner wichtiger als Karriere, Partner wichtiger als irgendwelche "Besties", Wohl des Partners wichtiger als ein Egotrip) aber ich erlebe und sehe das als absolut positiv. Eine Beziehung zu beenden weil ich merke dass mir der Partner wichtiger ist als die anderen erschiene mir, pardon, absolut irre.
 

Benutzer184314 (31)

Ist noch neu hier
Jaein.

Im wörtlichen Sinne natürlich nicht, ich gebe für die Beziehung nicht das atmen auf.

Im übertragenen Sinne schon, (Partner wichtiger als Karriere, Partner wichtiger als irgendwelche "Besties", Wohl des Partners wichtiger als ein Egotrip) aber ich erlebe und sehe das als absolut positiv. Eine Beziehung zu beenden weil ich merke dass mir der Partner wichtiger ist als die anderen erschiene mir, pardon, absolut irre.
es ist´ja nicht so das mir nur mein wohl und meine "besties" weniger wichtiger sind sondern auch meine Hobbis und Bedürfnisse.
 

Benutzer174836 

Verbringt hier viel Zeit
es ist´ja nicht so das mir nur mein wohl und meine "besties" weniger wichtiger sind sondern auch meine Hobbis und Bedürfnisse.
Naja, auch das ist halt eine Frage der Abgrenzung. Die Dosis macht das Gift

Mir ist er auch gerne mal wichtiger als "meine Bedürfnisse", je nachdem was diese Bedürfnisse denn sind. Wenn mein Bedürfnis besoffen, nackend und lallend in einer Gufimaske am Schädel und einer Waschbärennase im Popsch durch Disneyland zu ziehen hinter der Partnerschaft anstehen muss, ist das etwas anderes als wenn mein Bedürfnis Pipi zu machen blockiert wird.

Selbiges mit den Hobbies.

Man gibt immer einen Teil seiner Identität für die Paaridentität auf, wichtig ist halt dass man nicht alles aufgibt.

Und an der Stelle kann ich nur sagen: Da ist auch die Selbstwahrnehmung manchmal schwierig. Allzu oft habe ich schon erlebt dass ein Teil einer Beziehung durchgedreht ist und gesagt hat "ich verliere mich in der Partnerschaft!!1! Meine Hobbies und Bedürfnisse kommen zu kurz!!" weil er nicht jeden Abend besoffen Motocross fahren gehen durfte oder wasweißich. Das würde ich mir schon von (nicht-Jasagern) reflektiert haben wollen.

Daher wäre meine Reaktion nicht unbedingt Schlußmachen und "erstmal Freunde sein" (=Schlußmachen für Schwanzlose :zwinker:) gewesen, sondern harte, unangenehme, steinige Beziehungsarbeit.

Aber hey, jedem das seine, nix für ungut.
 

Benutzer177659  (37)

Öfters im Forum
Mit jeder Beziehung übernimmt man auch ein Stück weit Verantwortung, und zwar im kleinsten Fall die den Partner nicht zu verletzen.

Ich hätte vielleicht viel Spaß dran den ganzen Tag Computerspiele zu zocken und Rad zu fahren, aber ich hab noch eine Verantwortung der Familie gegenüber, mich einzubringen, und natürlich mach ich das auch gerne. Dafür sind aber meine Hobbies (die meiner Frau auch, und früher) ganz weggefallen in den letzten 2 Jahren. Je mehr gemeinsames man hat (Ehe, gemeinsamer Haushalt, gemeinsamer Immobilienkredit, Kinder, ...) desto größer wird auch die Verantwortung mit der Parterschaft achtsam umzugehen.

Komplette Selbstaufgabe ist aber auch schlecht, man muss eine Balance finden, die dann unter den gegebenen Umständen auch funktioniert.

Also: wer bin ich, wer sind wir? Tendenziell wird das "ich" eher kleiner und das "wir" eher größer, je mehr gemeinsame Verantwortung man hat.
 
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