Wissenswertes Sexuelle Diskriminierung

Benutzer20345 

Meistens hier zu finden
Immer noch kämpfen Homosexuelle im alltäglichen Leben mit der sexuellen Diskriminierung. In Deutschland werden sie aufgrund ihrer sexuellen Orientierung kategorisch von der Blutspende ausgeschlossen.

Obwohl heutzutage jede Blutspende mit einem HIV-Test abgeklärt wird, verbietet das Transfusionsgesetz die Blutspende von Personen aus Risikogruppen für HIV-Infektionen.
Jetzt ist eine Überarbeitung des Transfusionsgesetzes gefordert.

Zitat von Quelle
Martens, Sprecher des Vereins Schwules Blut und seit acht Jahren fest liiert, regt daher an, statt nach sexueller Orientierung nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr zu fragen – und zwar alle Spender.

Quelle:
www.rp-online.de
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Hier stellen sich eben erst mal zwei Fragen:
1. Wie hoch ist die Chance, dass HIV-infiziertes Blut durch die Kontrollen rutscht? (100%ig sicher ist wohl keine Kontrolle)
2. Wie hoch ist die Quote an HIV-Infektionen bei Homosexuellen im Vergleich zu Heterosexuellen?
Damit kann man dann ganz einfach berechnen, um wie viel das Risiko, dass HIV-infiziertes Blut eingesetzt wird, erhöht wird.

Und dann kann man sich die Frage stellen, was schlimmer ist: Das erhöhte Risiko, Menschen per Bluttransfusion mit HIV zu infizieren oder die angebliche Diskriminierung homosexueller Menschen (die meiner Meinung nach keine Diskriminierung ist, wenn der Ausschluss Homosexueller durch ein erhöhtes Risiko gerechtfertigt wird).
 

Benutzer90326 

Benutzer gesperrt
Die Antikörper sind erst Wochen nach der Infektion im Blut nachweisbar. Deshalb ist es vollkommen richtig, daß man im Sinne der Sicherheit für die Patienten die Hochrisikogruppen für HIV-Infektionen vom Blutspenden ausschließt.

Ende 2008 gab es 63.500 HIV-Infizierte in Deutschland. Davon waren 61% Schwule, 13% Drogensüchtige, 11,5 % Zuwanderer aus Ländern mit sehr hohen Infektionsraten und 14% Heterosexuelle.

scinexx | HIV: Zahl der Neuinfektionen bleibt hoch: Robert Koch-Institut legt neue Zahlen anlässlich des Welt-Aids-Tages 2008 vor - HIV, Virus, Viren, Aids, Erreger, Infektion, Krankheit, Ansteckung, Medizin, Therapie

Indem man Homos, Drogensüchtige, Zuwanderer aus Afrika und Osteuropa sowie Prostitutierte vom Blutspenden generell ausschließt, hat man schonmal gut 95 % aller HIV-Infizierten Personen in Deutschland herausgefiltert. Die restlichen 5 % kann man dann konkret nach ihrem Familienstand und Sexualverhalten beurteilen, z.B. indem man nur dauerhaft monogam lebende oder sexuell inaktive Menschen zuläßt.
 

Benutzer76802  (30)

Verbringt hier viel Zeit
Das doch schwachsinn. Woher will man wissen wer schwul ist oder wer nicht? Immer davor fragen "Sind sie Schwul?"

Es gibt auch durchaus noch Männer oder Jungen denen es peinlich ist die werden wohl kaum beim Blutspenden sagen "Ich bin Schwul"

Also manchmal frage ich mich echt wie dämlich man ist, nur weil Schwule am häufigsten infiziert sind heißt das nicht das jeder Schwuler es ist, wenn jemand der schwul ist durch seine Blutspende anderen helfen kann dann finde ich das mehr als gut!

LG ViolaAnn
 

Benutzer505 

Team-Alumni
Woher will man wissen wer schwul ist oder wer nicht? Immer davor fragen "Sind sie Schwul?"
Genau so wirds gemacht - vor dem Blutspenden wird ein Fragebogen ausgefüllt. Gehört man zu einer HIV-Risikogruppe (schwul, bestimmte Auslandsaufenthalte, frische Piercings / Tatoos, ...) wird das Blut nur für wissenschaftliche Zwecke verwendet.


Das Thema wurde hier schon mal sehr groß diskutiert. Ich finde es ok, wenn man Risikogruppen ausschließt, solange die HIV-Tests ihre Fehlerquote haben. Und solange die Statistik besagt, dass Schwule nennenswert häufiger betroffen sind, sind sie nunmal Risikogruppe.

Ich seh den Sinn nicht wegen des Seelenfriedens einer Gruppe eine mögliche HIV Infektion eines Menschen in Kauf zu nehmen. Ob es nun um den Seelenfrieden des Hardcore-Piercing-Fans, des Reise-Fans, des Huren-Fans oder des Homosexuellen geht, finde ich da unerheblich.

Was allerdings nicht aufkommen darf ist der Gedanke, dass jeder Schwule automatisch HIV+ ist. Das Ganze ist schlicht und einfach kalte Statistik und hat nichts mit dem Einzelnen zu tun - eine Einzelprüfung wäre schlicht unverhältnismäßig.
 

Benutzer80112 

Ist noch neu hier
Mal ne kleine Frage dazu, wie wollen die wissen ob man schwul ist???
 
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