Sexualleben und voranschreitendes Alter

Benutzer97282  (39)

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Moin Moin allerseits,

mich würde mal interessieren in wie weit sich sexuelle Vorlieben und auch überhaupt das Sexualleben bei euch während der Zeit geändert hat und ggf. auch wie sich in langjährigen Partnerschaften euer Sex leben verändert hat. Zum positiven, negativem oder einfach anders.
Ich bin darauf gekommen als ich mir Gedanken gemacht habe wie sich der Sex in meiner Partnerschaft geändert hat so über die Jahre, aber auch wie sich Vorlieben bei mir und meiner Frau geändert haben.
Wir sind jetzt fast 12 Jahre verheiratet (ja, wir haben jung geheiratet) und ich habe das Gefühl der Sex hat sich bei uns zum positiven verändert. Ich war früher auch zufrieden, wahrscheinlich weil ich nicht wusste was noch kommt :smile:.
Meine Frau war früher eher zurückhaltend was Sex angeht und die treibende Kraft und experimente einbauen ging eher von mir aus.
Und jetzt kommen wir dann auch zum Thema. Bei ihr hat sich über die Jahre das sexuelle Verlangen eher noch stärker ausgeprägt und was Praktiken angeht stark verändert. Blasen war früher für sie nicht denkbar, heute gehört es dazu. Sexspielzeug waren wir früher beide eher abgeneigt über, heute gucken wir gerne was man sich neues anschaffen könnte und nutzen auch gerne verschiedene Spielzeuge beim Sex.
So richtig bewusst geworden ist mir diese Änderung vor ein paar Tagen als sie gefragt hat ob wir es mal mit Anal probieren wollen, ihr ehemals absolutes No-Go. Ich hatte es in der Vergangenheit probiert aber nicht so gern gemocht, aber jetzt wo sie mich fragt doch wieder mal lust es auszuprobieren.

Also wie ergeht es euch so? Ergeht es euch ähnlich das ihr offener geworden seit, oder eure Partnerin offener geworden ist mit den Jahren?
Oder eher genau das Gegnteil wie man hier auch öfter lesen kann das man das Gefühl hat die Luft ist raus bei einer langjährigen Partnerschaft?
Dies soll aber nicht nur für langjährige Partnerschaften gelten, also gern auch schreiben ob ihr insgesammt offener geworden seit über die Jahre, oder vielleicht hat sich auch gar nichts geändert?
 

Benutzer6874  (35)

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Ich bin eher das Gegenteil von "offener" geworden. Das hat damit zu tun dass ich in einer Beziehung bin und meiner Freundin treu bin.
Im Detail habe ich mich nie an ein Schema gehalten. Sex ist für mich etwas sehr Intimes, ich hatte früher einfach weniger Erfahrung und weniger Idee.

Was mir abhanden gekiommen ist, ist das schlechte Gewissen, das Gefühl etwas eigentlich Verbotenes zu machen, das mich zusätzlich erregt hat. Das kommt nie wieder :zwinker::cry:

Off-Topic:
Diese Veränderungen kommen aber nicht vom voran schreitenden (körperlichen) Alter, sondern von den geänderten äusseren Umständen, und von mehr Überblick und geistliger Reiffe
 

Benutzer97282  (39)

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Off-Topic:
Das hätte ich vielleicht im Titel anders formulieren sollen. Mit alter meine ich einerseits das körperliche Alter was man nicht aufhalten kann aber natürlich auch alles was daran hängt wie zusätzliche Lebenserfahrung die man natürlich automatisch irgendwo sammelt. Sei im positiven wie im negativem.


Das schlechte Gewissen fehlt mir auch ein bischen :grin:. Das hatte früher doch seinen eigenen Reiz wenn man Sachen probiert hat die irgendwie "Verboten" waren oder verrucht. Heute ganz normal.

Bei meiner Frau bezieht sich dieses offener eher auf sexuelle Praktiken. Bei mir haben sie sich teilweise nur geändert. Jedenfalls empfinde ich das so.
Im Bezug auf Monogamie hat sich bei uns beiden nicht viel geändert. Waren beide eher immer der Typ für ne Monogame Beziehung und teilen nicht gern.
 
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Benutzer137391  (46)

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bei mir hat sich das sexleben in den letzten 20 jahren *hust* auch nur zum positiven geändert..
mit 20 dachte ich immer.. ohje, in 20 jahren hab ich sicher keinen spaß mehr am sex und wahrscheinlich sogar gar keinen mehr...:whistle:
jetzt, 20 jahre später.. tata.. ich hab meiner meinung nach viel mehr und besseren sex als damals.
wobei ich denke, dass eben frauen erst mit dem "alter" so richtig "in fahrt" kommen :grin::tongue:
ich bin allgemein gelassener, nicht mehr so sehr auf (meine) äusserlichkeiten fixiert und kann mich beim sex sehr entspannen und geniessen.
so war das früher nicht :upsidedown: und ich bin wirklich froh, dass ich noch immer sehr gern mit meinem mann schlafe (wir sind auch seit 14 jahren zusammen und davon 12 verh.)
wir sind inzwischen auch viel offener, phantasievoller und experimentierfreudiger.. :grin:
uns gehts also wie euch, wobei wir ein paar wenige jahre älter sind (mittels meines nicks kommt man ganz schnell auf mein Bj..vermute ich mal..:ROFLMAO: vorallem du, TE :zwinker:)

so ganz von allein kam das aber nicht.. wir reden sehr viel und arbeiten auch immer daran, dass wir ein PAAR bleiben und nicht im alltags-eltern-chaos versinken..:whistle:
Off-Topic:
manche nennen uns deshalb rabeneltern...:rolleyes:
 

Benutzer135422  (42)

Benutzer gesperrt
Ich stimme sabe74 zu. Ohne weitere Worte. Man muss nicht mehr nur Sex haben und einen Orgasmus haben. Das drum herum ist genauso wichtig wie das Vorspiel.
 

Benutzer89539 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Wir probieren viel aus, ich entdecke auch viel neues an mir selbst im Laufe der Zeit. Ich finde uns da relativ experimentierfreudig. Wobei wir da mittlerweile etwas bedachter geworden sind, und nicht gleich alles neue was uns in den Sinn kommt lieber gestern als heute ausprobieren, sondern uns eher etwas Zeit lassen, um die Idee noch etwas vertrauter werden zu lassen, uns zu informieren, es vielleicht auch erstmal nur im Kopfkino oder in gegenseitigen Gesprächen anzutesten. Von daher bleibt unser Sexleben, auf etwas ruhigerem Tempo, durchaus in Bewegung

Ansonsten sind wir einfach auch auf einander eingespielt im Laufe der Zeit. Stellungen, Wünsche und Vorlieben, wann man Sex will und wie man ihn initiiert etc.

Von daher finde ich, dass es sich eindeutig zum Positiven verändert hat. Nur die Häufigkeit hat leider etwas abgenommen, aber weniger wegen uns zweien als wegen äußeren Umständen - wir kommen halt nicht mehr so oft dazu.
 

Benutzer71015 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Mein Sexleben hat sich im Laufe der Zeit ziemlich radikal geändert.
In den ersten ca. 10 Jahren meines Sexuallebens hatte ich quasi nur Blümchensex mit meinen damaligen (2) Partnern.

Mit Mitte 20 hatte ich dann meine "sexuelle Befreiung", war das erste Mal eine Weile Single und lernte gleich mehrere Menschen kennen, die, wie sich herausstellte, besser zu meinen sexuellen Fantasien und meiner ganzen (sexuellen) Lebensführung passten ("Nachholbedarf") und hatte eine ganz extreme Selbstfindungsphase. In deren Verlauf fand ich nicht nur heraus, was mir Spaß machte, sondern änderte auch komplette Einstellungen, weil ich feststellte, dass sie nur anerzogen und gar nicht meine waren.

Ich hatte wilden Sex in einem Hotel; probierte mich mit Seilen aus; lernte kennen, dass es auch offene Beziehungen gibt; hatte Sex mit einem Pärchen und auch zu viert; übernachtete mit einer Gruppe befreundeter Swinger in einem Club; änderte innerhalb weniger Wochen gleich mehrere "ganz sichere" Meinungen, weil die Erfahrung mich eines Besseren lehrte (z.B. Sex mit einer Frau trotz "Ich küss nichtmal meine Mutter"; Analverkehr trotz "Ich muss es nicht probieren, um zu wissen, dass mir nichts in den Hintern kommt"); und fand schließlich eine Beziehung, die sich mit all den neuen Erfahrungen in Einklang bringen ließ.

Ich bin sehr offen geworden (im Umgang mit mir selbst und mit anderen); wesentlich experimentierfreudiger, belächle heute meine festen Meinungen von damals, weil ich weiß, wie leicht sie sich aushebeln ließen; lebe mehr Fantasien aus und kann einfach ich selbst sein.
Ich habe die richtigen Menschen zur richtigen Zeit kennengelernt, weiß dadurch viel besser, was ich will und was nicht (wobei das eben nicht mehr endgültig sein muss) und bin sehr froh darüber.

Im Alltag ist das manchmal nicht alles so leicht oder intensiv auszuleben (zeitbedingt) und manchmal bleibt es dann eben doch "ganz normaler Sex mit dem Partner", aber das Wissen, was alles geht; die Freiheit, mehr zu dürfen; der Partner auf meiner Wellenlänge, das sind alles sehr befriedigende Grundbedingungen. Ich fühle mich freier, lebendiger, zufriedener und bin ziemlich sicher, dass das noch nicht das Ende der Entwicklung war.
 
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Benutzer140332  (33)

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Ich habe jetzt seit knapp 10 Jahren Sex, die ersten 4 Jahren waren rückwirkend betrachtend echt enttäuschend.
Es war mein erster Freund, wir hatten beide keinerlei Erfahrung, zudem war er absolut nicht experimentierfreudig.
Damals dachte ich, dass Sex sich so anfühlen muss, es machte mir so gut wie keinen Spaß. Ich hab mich immer gefragt: 'Und das ist jetzt das, was alle Menschen so klasse finden?'

Ich hatte die ersten 4 Jahre meiner sexuellen Erfahrung keinen einzigen Orgasmus und dachte schon, dass es nie passieren wird.
Zum Glück war das bei meiner SB ganz anders, die ich auch sehr exzessiv betrieb.

Erst nach der Trennung, als ich meinen 2.Freund kennen lernte, hatte ich Spaß am Sex. Ich durfte endlich blasen (wollte Freund Nr.1 nie) und auch ansonsten war der Sex zufriedenstellend, ich kam auch zuverlässig.
Mein erstes Mal anal war ganz schrecklich, danach probierten wir es noch ein paar Mal, aber es blieb schlimm.

Auch mit diesem Mann war ich 4 Jahre zusammen und nach ca. 2 Jahren spürte ich eine Veränderung. Der Sex wurde selten, die Initiative ging nur noch von mir aus, wir experimentierten gar nicht, weil er nicht wollte.

Meine sexuelle Neigung entwickelte sich mehr und mehr, ich konnte mit dem Blümchen-Sex nichts mehr anfangen, es erregte mich kaum was. Meine Pornos drehten sich nur noch um harten Sex, Dominanzspielchen, Bondage (obwohl mich das auch schon als 14 Jährige begeistert hat - wahrscheinlich habe ich das verdrängt) bis hin zu Rape Play.

Das war alles unvorstellbar mit diesem Mann. Er wollte keine Dominanz ausüben, weil er dachte, er tut mir weh - schlussendlich war ich ihm zu dominant, wie sich heraus stellte. Es passte einfach nicht mehr, ich entwickelte mich stetig weiter (bestellte mir meinen ersten Vibrator) und er blieb an seinem Punkt, wollte den Sex wie früher und dann aber bitte nicht mehr als 1-2 im Monat. Unvorstellbar für mich.

Seitdem ich mit meinem jetzigen Partner zusammen bin, fühle ich mich angekommen. Ich darf so sein, wie ich bin, er darf sich ausleben, wir harmonieren sehr gut zusammen.
Wir haben fast die gleichen sexuellen Vorlieben, Analsex bringt mir jetzt mitunter die besten Orgasmen ein, ich kann Squirten, Oralsex ist ein Muss für uns beide und multiple Orgasmen sind Standard geworden.

Dieser Wandel erstaunt mich mittlerweile immer mehr und ich bin froh, dass es so gekommen ist.
Mittlerweile fühlt es sich so an, als habe ich meine sexuelle Reife erreicht, es können noch Vorlieben dazu kommen, aber ich denke, der Grundstamm ist gelegt.:zwinker:
Ich hab das Gefühl, dass ich zu mir selbst gefunden habe, Sex nimmt für mich einen hohen Stellenwert ein - vielleicht schon fast zu viel. Jetzt habe ich das Gefühl, ich will zu viel und werde launisch, wenn ich keinen Sex bekomme. Es kommt mir so vor, als käme ich von einem Extrem ins Nächste.

Ich bin also immer noch dabei, einen gesunden Mittelweg zu finden. Diese Entwicklung wird wohl noch etwas dauern. To be continued.:grin:
 
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