Sexualbegleitung

Benutzer165326  (25)

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Es wurde eh schon so viel gesagt.

Für mich ist da Gedanklich irgendwie...

wo zieht man die Grenze?

Jemandem "helfen" der seine Arme nicht bewegen kann?

Wie sieht es mit geistig eingeschränkten Menschen aus? Können diese ernsthaft solchen Tätigkeiten zustimmen? Wahrscheinlich nicht. Diese bleiben dann auf der Strecke, wie so viele andere Menschen auch.

Ich glaube, dass gerade bei diesem Thema die Dunkelziffer riesig ist. Es gibt sicher Pfleger/innen die sich auf diese Art etwas dazu verdienen oder es aus eigenem Vorteil machen.
 

Benutzer161456 

Meistens hier zu finden
Ein Ehrenamt würde zudem den im Einzelfall möglichen Verdacht ausräumen, dass sich die Begleiterin eher gegen ihren Willen (finanzielle Not etc.) anbietet.

Mit einem Ehrenamt hätte man zwar das Problem gelöst,
aber nicht das Eigentliche: Sex mit Abhängigen, bzw. der mögliche Verdacht von sexuellem Missbrauch...

Ein echt heißes Eisen, welches mir dieses Ehrenamt doch sehr vergällen würde. Wie schnell könnte man in einem unschönen Verdacht stehen oder beschuldigt werden...und dann...?
Man ist auf einmal angreifbar...
 

Benutzer50955 

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Wer garnicht mehr Geschäftsfähig ist, hat ja (hoffentlich) einen gesetzlichen Betreuer. Ich würde dann hoffen, dass man mit dem Thema sehr zurückhaltend umgeht.

Menschen, die geistig komplett fit und rein körperlich eingeschränkt sind, sehe ich eher als Zielgruppe.
 

Benutzer6874  (35)

Benutzer gesperrt
Ich glaube, dass gerade bei diesem Thema die Dunkelziffer riesig ist. Es gibt sicher Pfleger/innen die sich auf diese Art etwas dazu verdienen oder es aus eigenem Vorteil machen.
Es gibt PflegerInnen die machen das wirklich selbstlos, aber mit dauernd schlechtem Gewissen und der Angst im Nacken, dass sie auffliegen, und sich dann in der Zeitung wieder finden.....

Körperlich Behinderte sind eh nicht das Problem. Sex mit ihnen ist nur dann fragwürdig wenn ihre körperliche Behinderung ausgenützt wird. Bei ihnen stellt sich aber manchmal die Frage: wo sollen sie Sex haben? Ich denke dabei auch an Spitalpatienten.
 

Benutzer77547 

Planet-Liebe Berühmtheit
Das Ehrenamt würde es für mich akzeptabler machen, da ich eben nicht einsehe, solche Leistungen über Steuern oder Sozialbeiträge zu finanzieren. Ein Ehrenamt würde zudem den im Einzelfall möglichen Verdacht ausräumen, dass sich die Begleiterin eher gegen ihren Willen (finanzielle Not etc.) anbietet.

Wird das denn derzeit über Steuern oder Sozialbeiträge finanziert? Ich glaube nicht. Fordert das jemand?
 

Benutzer161456 

Meistens hier zu finden
Also du meinst eine Fortbildung, oder? Da sind wir dann aber wieder beim Thema ungelöste rechtliche Grundlagen...

Wer soll das Fortbilden und auf welcher Grundlage?
 

Benutzer78484 

Planet-Liebe-Team
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Menschen, die geistig komplett fit und rein körperlich eingeschränkt sind, sehe ich eher als Zielgruppe.
Rein körperlich eingeschränkte Menschen sind doch jetzt im Regelfall weder beziehungs- noch sexlos? Es scheint meinem Eindruck nach zumindest kein unüberwindbares Hindernis zu sein.
 

Benutzer50955 

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Rein körperlich eingeschränkte Menschen sind doch jetzt im Regelfall weder beziehungs- noch sexlos? Es scheint meinem Eindruck nach zumindest kein unüberwindbares Hindernis zu sein.

Das kommt wohl auch darauf an, wie sehr sie eingeschränkt sind, ob sie vor einem Unfall bereits in einer festen Beziehung waren etc.
 

Benutzer78484 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Das kommt wohl auch darauf an, wie sehr sie eingeschränkt sind, ob sie vor einem Unfall bereits in einer festen Beziehung waren etc.
Selbst querschnittsgelähmte Menschen finden Partner. Es kommt da doch stark drauf an, wie man mit seinem Schicksal umgeht.
 

Benutzer50955 

Sehr bekannt hier
Selbst querschnittsgelähmte Menschen finden Partner. Es kommt da doch stark drauf an, wie man mit seinem Schicksal umgeht.

Es geht aber gerade um die, die -aus welchen Gründen auch immer- keinen finden. Was genau ist daran nicht zu verstehen?

Wer komplett gesund ist, findet auch manchmal niemanden. Und die haben die Option, dafür zu zahlen. Müssen sie nicht, können sie aber nutzen.
 
G

Benutzer

Gast
Wird das denn derzeit über Steuern oder Sozialbeiträge finanziert? Ich glaube nicht. Fordert das jemand?

Die Grünen am Anfang des Jahres:

Sexualassistenz: Grüne fordern Sex auf Rezept für Pflegebedürftige


Sexualassistenz ist derzeit ein Trend in der deutschen Pflege. Immer mehr Prostituierte geben sich diese Zusatzbezeichnung und bieten etwa in Pflegeheimen ihre Dienste an. Da die Berufsbezeichnung nicht geschützt ist, existieren jedoch große Qualitätsunterschiede, was den Umgang etwa mit Demenzkranken angeht.

Das Konzept und die öffentliche finanzielle Übernahme sind in der Pflegebranche umstritten. Der Pflegeforscher Wilhelm Frieling-Sonnenberg, Professor an der Hochschule Nordhausen, bezeichnet das Konzept als "menschenverachtend". "Da geht es allenfalls darum, Menschen durch sexuellen Druckabbau wieder funktionstüchtig machen zu wollen: Lasst die Alten Druck ablassen, dann sind sie pflegeleichter." Sexualberaterin Vanessa del Rae sagt hingegen, die Prostituierten seien ein "Segen" für Heimbewohner und Pflegepersonal.

Widerspruch auch in der Partei: Sex auf Rezept für Pflegebedürftige – Grüne in der Kritik

Off-Topic:
Einer der Grünen hat wegen dem Vorschlag geklagt, wegen solchen Forderungen würden Grüne immer so oft als weltfremde Spinner abgetan.
 

Benutzer161012 

Verbringt hier viel Zeit
Ich finde ja interessant (oder vielmehr: bezeichnend?), dass fast ausnahmslos von Begleiterinnen gesprochen wird.
Zwei Aspekte scheinen geschlechts- und berufsbedingt zu überwiegen: finanzielles Interesse (also eher Prostitution für eine spitze Zielgruppe, wie man im Marketing sagt) oder altruistische Sozialarbeit.
Wird zwar beides auch von Männern durchgeführt, aber doch weitaus seltener.
Auch die Nachfrageseite dürfte von einem Geschlecht dominiert sein,...männlich.
Von daher fällt es mir schwer, dies inhaltlich vom ältesten Gewerbe der Welt abzugrenzen. Steuergelder... nee...
 

Benutzer77547 

Planet-Liebe Berühmtheit
Off-Topic:
Auch die Nachfrageseite dürfte von einem Geschlecht dominiert sein,...männlich.

Da fällt mir übrigens gerade eine Begebenheit aus meinem Zivildienst (ja, lang ists her!) ein.
Ich habe damals im Rahmen eines mobilen sozialen Hilfsdienstes unter anderem eine ziemlich demente 98jährige alte Dame betreut. Auch abends.
Einmal hat sie mich - wiedermal (kam öfters vor) - für ihren schon seit Jahrzehnten toten Ehemann "Hugo" gehalten. Diesmal war das aber, naja, speziell. Sie saß in ihrem Bett, hat kokett gelächelt und mir eindeutige Avancen gemacht: "Ach, Hugo, komm jetzt bitte zu mir ins Bett! Auf, komm!" Das war absolut eindeutig, was da gerade in ihrem Kopf so ablief.
Gar keine einfache Situation für mich damals, damit umzugehen. Nein, ich bin NATÜRLICH nicht zum spontanten Sexualbegleiter geworden. :confused:


 

Benutzer135918 

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Mehm in der Form habe ich bisher noch nie etwas davon gehört ehr nur in der Form der Aufklärung und Speziellen Distanz ab und Aufbau .

Ich als Asperger Autist, hatte/habe da spezielle Nähe Probleme.

Bei vielen Geistigen Behinderungen ist ehr das Problem , dass die Distanz nicht gewährt wird . Alles sehr unterschiedlich.

Ich weiß halt nicht was ich davon halten soll . Wenn ich das richtig verstehe hat das ehr etwas von Mitleidsfick ...

Ich selbst als Behinderte Menschen halte davon weder viel noch wenig .

Wenn damit die angesprochene Sexualkunde in spezieller Ausprägung gemeint ist dann halte ich viel davon.
[doublepost=1493139770,1493139657][/doublepost]
bist du anber ein hartherziger Bursche gewesen...:grin:
Die Frau war dement das wäre ein enormes Gefälle gewesen .
 

Benutzer164526 

Verbringt hier viel Zeit
Solange das keine Kassenleistung wird, habe ich keinerlei Problem damit.
 
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