Sexszenen in Büchern

Benutzer192141  (19)

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Hallo zusammen,

Ich bin gerade dabei meinen ersten Roman zu schreiben (den ich auch bei Verlägern einreichen werde). Nun stellt sich mir die Frage, da ich gerade erst ein Buch gelesen habe, in dem es unfassbar viel um Sex ging, wie wichtig und wie detailliert es sein sollte.
In dem Buch, welches ich gelesen habe, hätte man von mir aus die meisten Sexszenen weglassen können, gut ich würde nichtmal Sexszenen dazu sagen, es war einfach nur Geficke. Der Plot an sich war gut, hätte aber auch ohne das ständige gebumse Sinn gemacht.

In meinem Buch ist der Sex anfangs ein wichtiger Bestandteil, später geht es mehr um die Zwischenmenschlichen Gefühle usw.
Zwei fest geplante Szenen gibt es, die eine wird vor dem Hauptsächlichen Akt beendet, und die andere komplett ausgeschrieben (über mehrere Seiten - Na gut, ist sozusagen fast ein komplettes Kapitel) es wird viel über die Gefühle und über die (nicht ganz klare) Beziehung der beiden Geschrieben, natürlich mit dem Akt im Vordergrund.

Die Frage ist nun, findet ihr es besser, wenn man starke Detailliert schreibt, oder lest ihr es lieber "kurz und schmerzlos"?
Und was macht für euch eine gute Sexszene in einem Buch aus?

P.s. entschuldigt bitte meine Kommafehler, ich arbeite daran.😅
 
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Benutzer187907  (32)

Sorgt für Gesprächsstoff
Ich lese vor allem gern ohne Schreibfehler ... Kommata sind da eher das kleinere Problem 😅

Zum Thema, ich bin oft überrascht in wie vielen Büchern man damit überfallen wird... also in Krimis und Co eher kurz und schmerzlos.
 
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Benutzer3277 

Beiträge füllen Bücher
Mir ist in einem Buch (trifft für Filme genauso zu) der Inhalt wichtig. Sexszenen müssen - für mich - nicht unbedingt sein, was die meisten Autoren/Regisseure aber anders sehen. Wenn ich Sex sehen will schaue ich Pornos. Über Sex lesen ist mir zu langweilig. Ich schreibe selbst Kurzgeschichten, aber Sexszenen gab es darin bisher nur sehr selten, weil sie einfach nicht zum Thema der Geschichte passten.
 
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Benutzer188972  (21)

Klickt sich gerne rein
Ich denke, dass Thema des Romans hat auch Einfluss auf die Beschreibung der Sexszenen. "Lady Chatterley" und "Die Geschichte der O" kommen ohne Sexbeschreibung nicht aus. "Die Säulen der Erde" verbindet sogar Sex und Gewalt.
Wem das nicht passt, sollte solche Bücher nicht lesen oder diese entsprechenden Stellen einfach überlesen. Alternativ kann ja auch andere Romane ausgewichen werden.
 
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Benutzer186405  (50)

Öfter im Forum
Mir wäre wichtig nicht irgendwelche dämlichen Verschnörkelungen, sprich Umschreibungen zu lesen, egal wie kurz oder lang
 
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Benutzer186417  (45)

Sorgt für Gesprächsstoff
Off-Topic:
ich denke, Du wirst bald feststellen, dass Du doch gar kein Buch schreiben willst...

Um Feedback zu bekommen und Dich zu verbessern, ist es wohl schlauer, mit kürzeren Formaten zu beginnen.
Denn wenn Du lange an einem Buch arbeitest, und es dann abgelehnt wird, war viel Aufwand für die Katz.
Mit kürzeren Formaten kannst Du häufiger Feedback bekommen.

Bei etwas etablierteren Autoren reicht den Verlagen oft ein erstes Kapitel als Demo, zur Vorfinanzierung etc.
Ob Du dafür berücksichtigt wirst, ist fraglich.
 
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Benutzer183558 

Öfter im Forum
Die Frage ist nun, findet ihr es besser, wenn man starke Detailliert schreibt, oder lest ihr es lieber "kurz und schmerzlos"?
Das könnte ich so pauschal nicht sagen. Kommt auf den Zusammenhang an. Wenn Vertrieblerin zum ersten mal mit neuem Kollegen auf Geschäftsreise ist, er längere Zeit schweigt, sie: " Woran denkst du?" er: "Willst du wirklich wissen? Sex auf der Motorhaube." Und sie dann in einen Waldweg abbiegt... kann die Beschreibung des Quickies kurz und knackig sein. Wenn es so wie bei dir Sex über mehrere Stunden mit komplexen Reflexionen der Innenwelt der Beteiligten ist, was wer in welcher Stellung empfindet und denkt... da können schon ein paar Buchseiten zusammenkommen.
Und was macht für euch eine gute Sexszene in einem Buch aus?
Sie sollte nicht langweilig sein.
 
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Benutzer189041  (57)

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eine Sexszene über mehrere Seiten zu schreiben dürfte als zu lang empfunden werden. Da fragen sich Leserin und Leser: was hat den Autor da denn geritten? Es sei denn, es charakterisiert die zentralen Personen. Aber dann sollte früher oder später im Buch die Verbindung hergestellt werden.
 
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Benutzer189041  (57)

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Entschuldige: Ich meinte natürlich die Autorin. :smile:
 
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Benutzer107106 

Planet-Liebe ist Startseite
Redakteur
Wenn der Sex Teil der Geschichte ist, dann gehört er ins Buch, wenn nicht, dann nicht.
Kennst du Fanfiction? Da kann man oft sehen dass Sex nur des Sexes wegen beschrieben wird. In anderen Geschichten ist er aber eben wichtig für die Person, zb in einer Coming-Out oder Coming-Off-Age-Story. Und man lernt dort auch seeeehr gute und schlechte Sexszenen von einander zu unterscheiden.
 
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Benutzer107106 

Planet-Liebe ist Startseite
Redakteur
P.s. außerdem kann man dort selbst veröffentlichen und das Schreiben länger Storys einfach Mal üben. Manche Geschichten dort sind so lang wie Harry Potter Teil 5. Ich habe selbst unter Corona wieder angefangen zu schreiben. Es tat mir unglaublich gut. Meine längste Geschichte hat bisher gut 1000 Manuskriptseiten. Es ist einfach praktisch dort sofort Feedback von den Lesenden zu erhalten.
 
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Benutzer152329 

Verbringt hier viel Zeit
Ich hab seltenst Sexszenen gelesen, die länger als drei, vier Sätze sind. Liegt vielleicht daran, dass ich eher Thriller lese. Ist halt kein essenzieller Teil der Handlung, würd ich sagen, gehört eher zur Figurenentwicklung.
 
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Benutzer183558 

Öfter im Forum
Wobei ich gefühlt schon seit Jahrzehnten kein Buch mehr gelesen habe. Über die ersten zehn Seiten bin ich immer nicht hinaus gekommen. Eine Sexszene hätte da vermutlich auch nicht geholfen.
 
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Benutzer192141  (19)

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Wenn der Sex Teil der Geschichte ist, dann gehört er ins Buch, wenn nicht, dann nicht.
Kennst du Fanfiction? Da kann man oft sehen dass Sex nur des Sexes wegen beschrieben wird. In anderen Geschichten ist er aber eben wichtig für die Person, zb in einer Coming-Out oder Coming-Off-Age-Story. Und man lernt dort auch seeeehr gute und schlechte Sexszenen von einander zu unterscheiden.
Bei mir ist der Sex zu Beginn des Buches eine Estentielle Sache, die die Protagonistin im Teenager-Alter sogar geprägt hat, das kommt aber erst im späteren Verlauf raus. (ich wüsste auch nicht was ich dadurch ersetzen könnte)

Ich habe mich auch bewusst dazu entschieden die Szenen an den Anfang (2. Und 5. Kapitel) zu setzen um die Beziehung der Hauptfiguren zu verwirren.
P.s. außerdem kann man dort selbst veröffentlichen und das Schreiben länger Storys einfach Mal üben. Manche Geschichten dort sind so lang wie Harry Potter Teil 5. Ich habe selbst unter Corona wieder angefangen zu schreiben. Es tat mir unglaublich gut. Meine längste Geschichte hat bisher gut 1000 Manuskriptseiten. Es ist einfach praktisch dort sofort Feedback von den Lesenden zu erhalten.
Ja, die App benutze ich teilweise selbst für eine tatsächliche Fanfiction (ohne Sex), ich habe aber inzwischen 4 Betaleser (2 aus meinem Freundeskreis, 2 komplett Fremde) und einen Lektor die mir alle immer ehrliches Feedback geben, selbst wenn es manchmal hart ist.
 
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Benutzer171129  (44)

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Benutzer186118  (32)

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Bei mir ist der Sex zu Beginn des Buches eine Estentielle Sache, die die Protagonistin im Teenager-Alter sogar geprägt hat, das kommt aber erst im späteren Verlauf raus. (ich wüsste auch nicht was ich dadurch ersetzen könnte)
Dann könnte es wahrscheinlich aus stilistischer Sicht Sinn ergeben, den Sex anfangs etwas ausführlicher oder auch explizit zu beschreiben. Solange dies nicht zum Selbstzweck wird, sondern sich harmonisch in das Gesamtwerk einbettet. Entsprechend der geplanten Charakterentwicklung könntest du in späteren Liebes- oder Sexszenen den Fokus dann mehr auf die Gefühlsebene bringen und du beschreibst weniger den Akt selbst, sondern legst mehr Wert auf z.B. ihre Gedanken und Zweifel. Damit wird dem Leser dann im späteren Verlauf, so wie von dir vorgesehen, klar, dass sie sich verändert hat. Viel Erfolg dabei.
 
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Benutzer189208 

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Die Frage ist nun, findet ihr es besser, wenn man starke Detailliert schreibt, oder lest ihr es lieber "kurz und schmerzlos"?
Kann ich so pauschal nicht sagen. Wenn es gut geschrieben ist und zum sonstigen Inhalt paßt, lese ich es gern. Wenn nicht nicht, was in Büchern zeitgenössischer Autoren häufig vorkommt. Die am besten geschriebenen Sexszenen sind halt nicht von zeitgenössischen Autoren, oder ich habe nicht die richtigen Autoren gelesen. Wenn Du so schreiben kannst, wie z.B. Alberto Moravia in „Die Römerin“, dann nur zu. Pornogeschriebsel würde ich lassen.
Und was macht für euch eine gute Sexszene in einem Buch aus?
Dass es glaubhaft rüberkommt, spannend ist und die Gefühle dabei nicht zu abgedroschen dargestellt werden. Die Sprache mag ich auch lieber nicht so pornohaft. Wenn jedes zweite Wort „ficken“ ist, wird es mir wahrscheinlich nicht gefallen. Ich bin allerdings nicht repräsentativ. Ich glaube, es ist ganz schwer, Sexszenen wirklich gut zu schreiben. Ähnlich wie bei Fotografie. Da ist auch Aktfotografie das schwerste Genre, wenn man es gut machen will.
 
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Benutzer68775  (37)

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich mag es eigentlich schon, wenns zur Geschichte passt und vor allem auch glaubhaft geschrieben ist. Also das richtige Maß an Emotion und Geilheit angenehm in der Waage. Ich mag weder plumpen Pornokram noch tränenblümchen Abgründe.
Und wenn super lange ausgeführt wird und ANDAUERND ins Detail gehen muss, bin ich auch nicht wahnsinnig begeistert.

Eine der Reihen, in der ich Sexszenen am besten ausgeführt und völlig unübertrieben natürlich heiß fand ist die Blood and Ash Reihe von Jennifer Armentrout.
 
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Benutzer182842 

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Eine der Reihen, in der ich Sexszenen am besten ausgeführt und völlig unübertrieben natürlich heiß fand ist die Blood and Ash Reihe von Jennifer Armentrout.
Sarah J. Maas "Throne of Glas" und "A Court of Thorns and Roses" schreibt auch richtig gute Sexszenen.
 
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Benutzer68775  (37)

Planet-Liebe Berühmtheit
Sarah J. Maas "Throne of Glas" und "A Court of Thorns and Roses" schreibt auch richtig gute Sexszenen.
Das zweite hab ich grade auf meiner Liste. Finde auch Nalini Singh ganz nett.
Diana Gabaldon fand ich auch immer gut gelöst.
Gibt aber oft welche, die sind mir zu dramatisch oder zu pornös. An sich finde ich es aber auch nervig, wenn es so völlig ausgespart wird und bei "dann ging das Licht aus" endet.
Irgendwie gehört Sex zum Leben und Alltag dazu und wenn es um Beziehung/Entwicklung zwischen zwei Charakteren geht, kann es gut gemacht einiges verdeutlichen.
 
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