sexsüchtig?

Benutzer103934 

Verbringt hier viel Zeit
Laut einer Definition ist man sexsüchtig, wenn man über einen Zeitraum von sechs Monaten wöchentlich mindestens sieben Orgasmen hat.
 

Benutzer103883 

Planet-Liebe Berühmtheit
Okay, und nun? Sollen wir jetzt andere Definitionen bringen?
 

Benutzer16100 

Meistens hier zu finden
Und was ist jetzt die Frage oder der Diskussionspunkt? :smile:
 

Benutzer103934 

Verbringt hier viel Zeit
So, hat noch ein bisschen gedauert, bis die Wahlmöglichkeiten erstellt waren...

Die These ist von Martin Kafka, Psychiater an der Harvard Medical School und wird auch unter wikipedia / hypersexualität angeführt.
 
M

Benutzer

Gast
Ich halte die Anzahl von Orgasmen in keinster Weise für ein aussagekräftiges Indiz dafür, ob eine Sucht vorliegt oder nicht. Da spielen ganz andere Parameter eine deutlich wichtigere Rolle.

Ansonsten könnte man locker all die Personen, die am Samstag und Sonntag jeweils 2 Mal Sex haben und dabei mehrmals kommen, dafür unter der Woche in keinster Weise sexuell aktiv sind, als "sexsüchtig" einstufen und diejenigen, die pro Tag 5 Stunden sexuell aktiv sind, dabei aber nie kommen, als nicht betroffen. Du erkennst sicher selbst den Logikfehler des ganzen.
 

Benutzer3277 

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Ich habe im Prinzip an jedem Abend SB (immer mit Orgasmus), manchmal nicht (zu müde), manchmal zusätzlich morgens. Demzufolge bin ich sexsüchtig - oder?
 

Benutzer39497 

Sehr bekannt hier
Das halte selbst ich als nicht sehr kundiger Mensch in Sachen Sexualität für ziemlichen Unsinn. Sieben Orgasmen pro Woche bedeutet mindestens ein Orgasmus pro Tag. Den kann man sich auch durch reine Selbstbefriedigung verschaffen, wenn man keinen Sexualpartner hat.

Und wenn sich jemand diesen täglichen Orgasmus verschafft, dann deutet das eher darauf hin, dass er einen gesunden Bezug zu seinem Körper und seiner Sexualität hat, als dass er sexsüchtig ist. Denn diese Anzahl ist m.E. gerade bei jungen Menschen durchaus im Rahmen oder bei manchen sogar eher knapp bemessen.

Es sei denn jemand würde sich regelrecht dazu zwingen, um möglichst sieben Orgasmen pro Woche zu haben, obwohl er sich schwer damit tut. Aber das wäre dann wieder ein anderes Problem.
 

Benutzer20976 

(be)sticht mit Gefühl
So, hat noch ein bisschen gedauert, bis die Wahlmöglichkeiten erstellt waren...

Die These ist von Martin Kafka, Psychiater an der Harvard Medical School und wird auch unter wikipedia / hypersexualität angeführt.

Wenn Du schon Wikipedia anführst und diesen Psychiater als Quelle benennst, dann nimm nicht nur ein Teilkriterium und lass den Rest weg... Ich zitiere mal den gesamten Absatz:

wikipedia schrieb:
Martin Kafka, Psychiater von der Harvard Medical School definierte als „sexabhängig“, Menschen, die über einen Zeitraum von sechs Monaten wöchentlich mindestens sieben Orgasmen haben und sich täglich „ein bis zwei Stunden mit solchen Aktivitäten beschäftigen“. Als pathologisch seien demnach solche Personen einzustufen, deren sexuelle Phantasien und Verhaltensweisen so viel Raum einnehmen, dass sie für sonstige, nichtsexuelle Aktivitäten und Pflichten kaum noch Zeit finden; als Reaktion auf Angstzustände, Missstimmung und Langeweile auftreten und wiederholt als Antwort auf nervenaufreibende Ereignisse erfolgen. Weiter sagte er: „Exzessives hypersexuelles Verhalten ohne persönliche Not kann nicht als krankhaft bezeichnet werden“. Entscheidend sei der mit dem übersteigerten sexuellen Verlangen verbundene Leidensdruck.
Hervorhebungen durch mich.

http://de.wikipedia.org/wiki/Hypersexualität
 

Benutzer113145 

Benutzer gesperrt
Süchtig ist für mich jemand, dessen Sucht das Alltagsleben dominiert. Wer, in dem Fall, also ständig Sex haben muss und dabei andere Pflichten zunehmend vernachlässigt, kann man als süchtig erachten.

Nach der Definition dieses Harvard-Vogels, wäre ich aber schon gerne sexsüchtig. :grin:

Edit: Hätte vor'm Abschicken auf Vorschau klicken sollen...
 

Benutzer20976 

(be)sticht mit Gefühl
Der "Harvard-Vogel" hat das wesentlich umfassender und differenzierter dargestellt, als der Threadersteller es hier präsentiert hat.
 

Benutzer103934 

Verbringt hier viel Zeit
Meiner Meinung nach vereinfacht die These das Thema auch zu sehr.
Gefühlsmäßig würde ich sagen, dass demnach ziemlich viele (zumindest Männer) sexsüchtig sein müssten. Deshalb will ichs mit dieser Umfrage mal überprüfen...
 
M

Benutzer

Gast
Die These von Herrn Kafka ist an sich gar nicht so vereinfacht. Nur hast du dir einen kleinen, nicht all zu bedeutenden Faktor herausgepickt, der unter anderem genannt wurde. Und dass dies entsprechend zu vereinfacht ist, ist natürlich klar.
 

Benutzer20976 

(be)sticht mit Gefühl
Mit einer Umfrage hier lässt sich eh gar nichts "überprüfen" - schon gar nicht, wenn man die Fragestellung so drastisch und dreist verkürzt. Die Zahl der Orgasmen ist nämlich nicht entscheidendes alleiniges Kriterium. Wenn Du schon einen Forscher anführst und eine Quelle nennst, dann doch nicht so verfälschend, indem Du einen Teilaspekt herausgreifst und mehrere weitere Kriterien unter den Tisch fallen lässt. Was soll das?

Das sorgt dann nämlich dafür, dass ein differenziert formulierender Wissenschaftler hier als "Harvard-Vogel" bezeichnet wird, weil aus Bequemlichkeit unkritisch mal schnell ungeprüft übernommen wird, was einem da verkürzt vorgesetzt wurde.
 

Benutzer103934 

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Ja, ich geb euch recht, dass das ziemlich vereinfacht ist, allerdings hab ichs ursprünglich genauso vereinfacht im letzten Neon gelesen ("Martin Kafka vom ... spricht von sexueller Störung, wenn man...").

-> Ich streiche Martin Kafka als Quelle und gebe dafür Neon Heft Dez.2011 S.102 an !
 

Benutzer42813 

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Laut einer Definition ist man sexsüchtig, wenn man über einen Zeitraum von sechs Monaten wöchentlich mindestens sieben Orgasmen hat.

Das kann aber doch höchstens für Menschen ohne multiple Orgasmen denken, sonst darf man ja nur ein einziges Mal in einer Woche Sex mit anderen haben und fast nie mit sich selbst!
 

Benutzer86059 

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Hier wird einiges durcheinander gewürfelt.
Wenn man Spaß am Sex hat und dies oft betreibt, ist man noch lange nicht sexsüchtig. Auch wenn man jeden Tag einen Orgasmus hat.
Von einer Erkrankung, also einer Sucht, spricht man vor allem dann, wenn man zwanghaft einen Orgasmus haben muss, d.h. wenn es gar nicht mehr um den reinen Spaß oder die Lust am Sex geht, sondern um den reinen Orgasmus, also die Befriedigung. Man muss dazu gar nicht unbedingt einen Partner haben, die Sucht kann auch durch Selbstbefriedigung gestillt werden.

Es gab dazu auch mal einen Bericht im Fernsehen. Da war ein Mann sexsüchtig und benötigte ständig einen Orgasmus. Dies hat auch die Beziehung zu seiner Frau sehr belastet. Sie musste ihn auch ständig mit der Hand befriedigen, weil er einfach einen Orgasmus benötigt hat, GV war gar nicht das Thema. Das hatte alles nix mehr mit Spaß zu tun und beide Partner litten darunter.

Also noch einmal: Sexsüchtig ist man vor allem dann, wenn man einem Orgasmus benötigt ohne wirklich daran Spaß zu haben, auch geht es nicht unbedingt um GV. Deshalb ist eine Sexsucht auch nichts Schönes, sondern sehr belastend für die Betroffenden.
 

Benutzer113145 

Benutzer gesperrt
Ja, ich geb euch recht, dass das ziemlich vereinfacht ist, allerdings hab ichs ursprünglich genauso vereinfacht im letzten Neon gelesen ("Martin Kafka vom ... spricht von sexueller Störung, wenn man...").

-> Ich streiche Martin Kafka als Quelle und gebe dafür Neon Heft Dez.2011 S.102 an !

Na, wenn deren Artikel alle so aussehen, solltest du die Zeitschrift lieber künftig meiden. :zwinker:
 

Benutzer86059 

Verbringt hier viel Zeit
-> Ich streiche Martin Kafka als Quelle und gebe dafür Neon Heft Dez.2011 S.102 an !

Ich denke das sagt Alles! Die NEON ist doch der größte Schrott auf dem Zeitschriftenmarkt in den letzten Jahren. Und es ist erschreckend wie viele den Mist lesen.
 

Benutzer10855 

Team-Alumni
Ich finde die Definition, welche Mosquito hier zitiert angeführt hat schon einmal nicht schlecht, nur du (und das pseudointellektuelle Käseblatt Neon) hast dir natürlich genau die Stelle dabei herausgesucht, die man am einfachsten angreifen kann und welche die Definition so ein bisschen verwässert. Es ist zwar durchaus plausibel, das ein sexsüchtiger Mensch mehr Orgasmen erlebt als ein nicht sexsüchtiger Mensch, aber als Kriterium ist das meiner Ansicht nach nur wenig tauglich, wie bereits mehrfach illustriert.
 
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