Sex oder Himbeer-Eis? Was ist an Sex schon so besonders anders?

G

Benutzer

Gast
Und? Was machst Du so am Liebsten?
  • Himbeer-Eis im Sommer schlecken
  • Sonnenuntergänge am Strand genießen
  • So richtig schön von hinten genommen werden.
. . . Welche der Aussagen paßt nicht in die Reihe? . . . Finde den Fehler! . . . und vor allem: Warum ist das so?

Na klar, provoziere ich schon wieder mit dieser Frage. Ist mir schon klar. Aber - mal ernsthaft - habt Ihr Euch das schon mal überlegt?
Warum reden wir nicht so offen darüber, ob oder wie wir Sex haben, ihn genießen oder verabscheuen? Welche Vorlieben wir haben? Was wir einmal ausprobieren möchten?

Schon klar, hier in der Anonymität des Internet tun wir es. Aber warum gebietet uns die Scham es nicht mit den Arbeitskollegen in der Kaffee-Küche anzuschneiden? Warum nicht einen Small-Talk über's Wetter mit etwas Zusatz-Informationen anreichern . . . "Und? Finden sie auch, daß es für Sex viel zu schwül ist diese Nacht?" . . .

  • Weil es niemand anderen etwas angeht!
  • Weil das meine private Angelegenheit ist!
  • Weil das nur meinen Liebsten und mich betrifft!

Aber was hat Sex zu diesem besonderen Akt werden lassen, den wir nicht offen vor uns her tragen? Woraus ist diese Intimität entstanden? Woraus Scham? Wofür und wovor schämen wir uns überhaupt? Wer hat mit diesem "das macht man einfach nicht!" angefangen?

Mir fällt da etwas ein:
Ich kann mich an eine Schul-Lektüre erinnern, in der es um die Biographie eines Indianer-Häuptlings im Nordamerika des 19. Jahrhunderts ging. In einem kurzen Abschnitt ging es darum, daß man mit seiner Frau Sex im Zelt hatte, wo die gesamte Familie (Großeltern, Eltern, Kinder) schliefen. Dazu fällt mir gerade eine Szene im Film "der mit dem Wolf tanzt" ein, in dem es eine ähnliche Begebenheit gibt . . . jetzt mal ehrlich: Könnt Ihr Euch das im Hier und Jetzt vorstellen? Sex mit Eurem Partner / Eurer Partnerin im gleichen Raum, in dem auch Eure Schwiegermutter schläft? . . . brrrrrr . . . also mir läuft's gerade kalt den Rücken runter!

Nicht falsch verstehen! Ich sage nicht: Unser Sex-Leben soll auf der gleichen Ebene wie unser gestriges Abendessen stehen . . . Nein . . . ich möchte einfach gerne von Euch als liberal offenes und breit aufgestelltes Auditorium wissen, was Sex bei Euch zu etwas Besonderem, Intimen, Privatem macht, was nicht jedermann etwas angeht.

  • Warum ist Sex nicht einfach NUR Sex, so wie Himbeer-Eis und Sonnen-Untergang?
  • Was macht es für Euch zu etwas von der Öffentlichkeit zu schützendem?
  • Was zu etwas, daß Ihr nicht vor Euch her tragen wollt? Sondern nur mit bestimmten, von Euch speziell ausgewälten Menschen teilen wollt?

Ich danke Euch schon im Voraus für Eure mutigen Ansichten.
der Mike
 

Benutzer172677 

Sehr bekannt hier
Na klar, provoziere ich schon wieder mit dieser Frage. Ist mir schon klar.
Warum machst Du es dann? Finde ich ehrlich etwas unangenehm und lässt mich immer zweimal überlegen, ob ich mich in Deinen Themen äußern will.
Ich weiß, Du meinst, Du könntest damit mehr rauskitzeln.
Ich empfinde das als unehrlichen, sehr durchschaubaren Taschenspielertrick, hinterrücks und nicht vertrauensfördernd.
habt Ihr Euch das schon mal überlegt?
Ja, sicher.
Aber warum gebietet uns die Scham
Ist es doch gar nicht immer oder vorrangig.
Warum ist Sex nicht einfach NUR Sex, so wie Himbeer-Eis und Sonnen-Untergang?
Himbeer-Eis schwängert nicht, überträgt keine Erkrankungen, erfordert nicht, jemanden in gefährliche körperliche Nähe zu lassen und zwingt mich nicht verletzlich zu sein.
Ich muss mich dafür dem anderen nicht öffnen, keine Emotionen nach außen lassen, keine Details meiner Persönlichkeit preisgeben.

Natürlich hat das ganze auch mit einer historisch-kulturellen Entwicklung zu tun, die guten Grund hatte, Sexualität als exklusiv zwischen festen Partnern festzulegen.

Das hat man heute längst hinterfragt, die Wirkung ist unterschiedlich ausgeprägt.
Gibt schließlich Swingerclubs, Sexpartys, Menschen, die gerne Sex in der Öffentlichkeit haben und auch die, die gerne und viel darüber reden.

Ich persönlich möchte gar nichts daran ändern, dass Sexualität einen anderen Stellenwert für mich hat.
Erstens, weil ich diese Intimität zwischen zwei Menschen so liebe, es macht einen großen Teil des Reizes für mich aus und fühlt sich großartig an.
Zweitens betrifft es ja nicht nur mich, sondern auch den Partner, über dessen Intimsphäre ich nicht entscheide.
Und dann ist Sexualität doch gar nicht so anders für mich als andere, sehr persönliche Themen.
Die mag ich auch nur mit sehr wenigen Menschen teilen, ich bin da generell nicht besonders auskunftsfreudig und schütze meine Privatsphäre sehr und vor den meisten.
 

Benutzer181361 

Klickt sich gerne rein
Ich kann mich Armorika Armorika ausnahmslos anschließen. Wenn ich dann noch drüber nachdenken wie ich mich fühlen würde wenn mir meine Arbeitskollegin von ihrem nächtlichen Treiben berichtet, dann schüttelt's mich ehrlich.
 

Benutzer174589 

Meistens hier zu finden
Und? Was machst Du so am Liebsten?
  • Himbeer-Eis im Sommer schlecken
  • Sonnenuntergänge am Strand genießen
  • So richtig schön von hinten genommen werden.
Nix davon.


  • Warum ist Sex nicht einfach NUR Sex, so wie Himbeer-Eis und Sonnen-Untergang?
  • Was macht es für Euch zu etwas von der Öffentlichkeit zu schützendem?
  • Was zu etwas, daß Ihr nicht vor Euch her tragen wollt? Sondern nur mit bestimmten, von Euch speziell ausgewälten Menschen teilen wollt?

Warum furzen wir nicht laut andere Menschen an und wedeln ihnen die Lüftchen ins Gesicht?
Warum berichten wir nicht von dem richtig krass fetten Popel, den wir uns heute morgen aus der Nase geangelt haben?
Warum erzählen wir nicht, wieviele Flusen wir uns unter den Achseln entfernt haben, nachdem wir uns bei der Hitze neulich, im neuen T-Shirt fast tot geschwitzt haben?
Warum zeigen wir nicht als erstes auf der Arbeit Bilder von unserem morgendlichem Stuhlgang?
Wozu Trennwände an Toiletten?
Oder warum nicht dem Nachbarn am Pissoir einfach mal auf den Schwanz gucken und seine Pipifarbe analysieren?
Warum nicht mal den Füllstand der Menstasse vergleichen?
Und warum nicht gucken, wer die größeren Hämorrhoiden hat?

Hmm... Deine Frage erscheint mir nicht sinnvoll.
 

Benutzer174969  (28)

Verbringt hier viel Zeit
Wozu Trennwände an Toiletten?
Off-Topic:
Keine Ahnung, ob dich das wirklich interessiert, aber der Link dazu ist ganz interessant:
 

Benutzer182699  (29)

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Off-Topic:
B Bluetenstaub Danke, einfach danke, dass du mich zum Lachen bringst! :upsidedown: Ich mag deine Beiträge immer gern, aber der ist ganz vorne mit dabei. :grin:
 

Benutzer182699  (29)

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Off-Topic:

Off-Topic:
Keine Ahnung, ob dich das wirklich interessiert, aber der Link dazu ist ganz interessant:

Absolut lesenswert! Einer meiner Favoriten:
Im schottischen Edinburgh, aber auch in Frankfurt am Main sollen Ende des 18. Jahrhunderts Männer und Frauen mit langen Umhängen Passanten angeboten haben, für ihr Geschäft unter ihren Mantel zu schlüpfen.
 

Benutzer174589 

Meistens hier zu finden

  • Himbeer-Eis im Sommer schlecken
  • Sonnenuntergänge am Strand genießen
  • So richtig schön von hinten genommen werden.

- Cookie Dough
- Vollmond auf dem Friedhof
- eine Lady reitet

🔥 🔥 🔥

Und da hätte ich wahrlich Probleme mich zu entscheiden. :drool:


Keine Ahnung, ob dich das wirklich interessiert, aber der Link dazu ist ganz interessant:

Off-Topic:
ist er wirklich, Dankeschön
 

Benutzer181422 

Klickt sich gerne rein
Aber was hat Sex zu diesem besonderen Akt werden lassen, den wir nicht offen vor uns her tragen? Woraus ist diese Intimität entstanden? Woraus Scham? Wofür und wovor schämen wir uns überhaupt? Wer hat mit diesem "das macht man einfach nicht!" angefangen?
Die Antwort ist einfach: Die Evolution.

Mach dich mal schlau. Ist interessant!
 

Benutzer89539 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Aus dem Bauch heraus und bevor ich die anderen Antworten lese:
- weil das Thema anderen oft unangenehm ist oder anderweitig als unangemessen empfunden werden kann
- weil ich dadurch riskiere dass mein Gegenüber das was ich sage erkennbar in seine sexuellen Fantasien einbaut und mir das unangenehm sein kann
 

Benutzer183521 

Ist noch neu hier
Finde ich insofern eine interessante Frage, weil mir spontan keine anderen (Säuge-) Tiere einfallen, die sich für Sex "verstecken".
Spricht aber, genau wie die Tatsache, dass auch Menschen damit sehr unterschiedlich umgehen, für kulturelle und soziale Prägungen. Aber des wiederum berifft nicht nur Sexualität.
Strenge gesellschaftliche Tabuisierungen sollten m.E. wirklich überdacht werden. Aber ich würde wohl im Kollgenenkreis trotzdem lieber über mein Lieblingseis reden als über sexuelle Vorlieben :grin:
 

Benutzer176954  (25)

Öfters im Forum
Für mich hat es erstmal etwas mit dem Vertrauensverhältnis gegenüber der anderen Person zu tun.
Mit einer engen Freundin kann ich durchaus auch über mein Sexleben sprechen. Mit Kollegen habe ich diese privat-vertrauliche Ebene nicht, weshalb die Themen mit ihnen eher oberflächlich harmlos sind. Das betrifft aber eben auch nicht nur sexuelle Themen, sondern das meiste Private.

ich möchte einfach gerne von Euch als liberal offenes und breit aufgestelltes Auditorium wissen, was Sex bei Euch zu etwas Besonderem, Intimen, Privatem macht, was nicht jedermann etwas angeht.

Ich finde du gibst dir die Antwort schon selbst: Weil Sex etwas Besonderes, Intimes, Privates ist.
Würde ich jeder Person jedes Detail meines Sexlebens mitteilen, wäre es das nicht mehr.
Wenn es eine "Normalität" wie mein Abendessen wäre, bräuchte ich nicht mehr monogam leben, sondern könnte jeden ranlassen.
Statt zum Abendessen zum Italiener an die Ecke würde ich mit meinem Partner dann in den Swingerclub an die Ecke gehen, wo statt der Tische zum Essen Sofas auf dem Bürgersteig stehen, auf dem wir Sex haben. Wäre das etwas für dich? :zwinker:

Für mich ist Sex intime Zweisamkeit. Ein besonderer Moment, den nur ich und mein Partner teilen.
Sonntags bei der Familienfeier sitzen und sich verschmitzt angrinsen, weil nur er und ich wissen, was wir noch versautes getan haben, bevor wir losgefahren sind. Das ist eine (neben vielen) Ebene(n), die mich mit meinem Partner verbindet, die unsere Beziehung stärkt und sie zu etwas besonderem macht. Unser Moment, unsere Liebe, unsere körperliche Vereinigung.
Das heißt nicht, dass hier und da nicht mal etwas darüber erzählt werden kann. Sonst wäre ich wohl kaum in einem Forum wie diesem hier. Aber es als Selbstverständlichkeit jedem mitzuteilen, der es nicht hören möchte, nimmt die Intimität und das Besondere.
 
G

Benutzer

Gast
Wie nicht anders zu erwarten kommen sehr viele, wertvolle Beiträge und Rückmeldungen von Euch zu meiner Frage . . . Danke schon mal vorab! . . . ich will das ein oder andere aufgreifen, weil's mich tatsächlich beschäftigt.

B Bluetenstaub
Furzen, popeln, Achsel-Nabel-zwischen-den-Zehen-Fussel, zur Toilette ohne Zwischenwände, Urin-, Menstruations- und Hämorrhoiden-Vergleiche . . . Deine Liste liese sich sicherlich noch unendlich fortsetzen . . . aber hast Du Dich denn nie gefragt, warum wir gerade vor einer bestimmten Liste an Eigenheiten Ekel empfinden, vor anderen Dingen wiederum nicht . . . Beispiel: Beim Küssen stecken wir uns gegenseitig die Zungen in die Münder . . . einen Popel würden wir nicht so gern vom Liebsten gegenüber probieren! . . . WARUM? . . . wer hat sozio-kulturell Spucke für "okay" erklärt? Und wer Popel für "no-go"? . . . für mich ergibt gerade diese Unterscheidung einfach keinen Sinn . . . weder evolutionär, noch sozio-kulturell???

Yurriko Yurriko
Den Artikel über Toiletten ohne Trennwände will ich unbedingt noch lesen . . . mir fallen spontan die alten Römer ein, die noch keine hatten . . . auf meiner To-Do-List . . . Danke dafür.

Horatio Horatio
Deinen Ansatz mit der Evolution hatte ich auch schon im Verdacht. Aber - wenn ich den guten alten Darwin zugrunde lege - wie macht es mich "fitter for survival" wenn ich mich für mein Sex-Leben schäme und es verheimliche? . . . auf das Pflaster, daß Scham vor Vergewaltigung schützt wollte ich mich nicht begegben . . . dahinter vermute ich viel eher kulturelle Bevormundung, denn überlegene Überlebens-Strategie . . . hast Du denn Links, welche hierzu Material liefern? Also warum sich Scham im Laufe der Evolution gerade auf diese, bestimmten Bereiche ausgebildet hat? . . . würde mich echt interessieren.

BrooklynBridge BrooklynBridge
Mit Deinen Argumenten bin ich ganz bei Dir. Wir wollen nicht unangenehm auffallen, noch falsche Erwartungen in unseren Gegenüber schüren. Indem daß wir bestimmte Dinge - wie eben Sex . . . oder Popeln . . . oder Pfurzen ;-) - nicht in aller Öffentlichkeit praktizieren, schützen wir uns . . . aber wir haben keine Probleme uns am Karneval zum Voll-Horst zu verkleiden und - wortwörltich - zum Narren zu machen . . . oder ganze Volks-Tanz-Gruppen vollführen definitiv nicht der evolutionären Entwicklung förderliche Verrenkungen und Verknotungen, beziehungsweise dient als zusammen-schweißendes Ritual . . . hier hat keiner (oder nur wenige) Angst vor der verqueren Erwartung und Einschätzung des Gegenüber . . . nicht aber beim offenen Austausch über sexuelle Vorlieben und Erfahrungen (uns alle hier rümlich ausgenommen . . . aber wir sind eine Minderheit).

G Gärtner91
Deine Zweifel und Hintergedanken erinnern mich an eben meine, die mich dazu veranlaßt haben diesen Thread zu starten. Und ich muß ans Pavian Gehege im Tierpark Hellabrunn denken, wo ich davor stehe und den Männchen zuschaue, wie er sich ungeniert durch die Weibchen vögelt . . . so ganz nebenbei zwischen zwei Apfel-Hälften-Essen.

Versteht mich nicht falsch . . . ich will nicht zurück auf die Stufe mit den Pavianen . . . ich will nicht beim Einkaufen beim EDEKA in jeder Regal-Reihe jedes Weibchen kurz vöglen, bevor ich nach den Bohnen weitersuche . . . aber warum machen wir so einen Bohei um das Thema: Wer darf mit wem? Warum nur mit ihr? Warum nicht mit ihm? Das geht die anderen nichts an?

Lena-Marie Lena-Marie
Ja, Du hast schon recht. Es geht um Vertrauen, das wir dazu erst schenken und haben müssen, bevor wir bestimmte Ding mit anderen teilen. Alles um eben nicht verletzt zu werden, um nicht in der Achtung zu fallen, um nicht aus einer Gemeinschaft ausgeschlossen zu werden oder gar Gefahr zu laufen bestimmte Reaktionen gegen uns zu provozieren.

Aber wann und warum haben wir Menschen begonnen uns - unter anderem - auf das Thema Sex als Tabu oder Vertauens-Beweis zwischen Menschen zu stürzen? . . .

Ja, Du hast Recht, Sex mit einem Menschen zu teilen erzeugt Vertrautheit und Nähe. Wir machen es weltweit zu einem Werkzeug bestimmten Menschen in einen engeren, inneren Kreis aufzunehmen und näher an uns zu lassen. Die fehlenden Couch-Ecken vor'm Italiener auf denen wir noch schnell unseren Druck mit wer-immer-gerade-da-ist abbauen bringen mir wieder das Pavian-Gehege vor die Augen.

Monogame Spezies erreichen gegenüber allein-erziehenden Einzel-Kämpfern bessere Chancen im Überlebenskampf ihrers Nachwuchses. Das würde mir erklären, warum ich außerhalb des Geheges und der Pavian heute noch hinter "meinen" Gitterstäben sitzt und rum-vögelt.

Aber kann ich nicht auch monogam sein und dennoch auf der Arbeit erzählen, daß ich heute besser an meinem Steh-Arbeitsplatz arbeite, da mir der Hintern noch so vom gestrigen Pegging brennt? . . . wo kommt diese verdammte Peinlichkeit her? . . . und was hat sie uns evolutions-technisch gebracht?

. . . viele gute Ansätze . . . aber ich komm' einfach nicht weiter . . .
 

Benutzer172677 

Sehr bekannt hier
Aber kann ich nicht auch monogam sein und dennoch auf der Arbeit erzählen..

Wenn uns diese Überzeugung, dass Sex etwas besonderes zwischen zwei Menschen und so weiter dazu bringen sollte, gemeinsam deutlich zuzuordnenden Nachwuchs großzuziehen, dann passt das doch irgendwie nicht gut rein, oder?
Für mich jedenfalls nicht, entweder, es ist etwas besonderes, intimes, oder ich erzähle es jedem.

Und mir fehlt der Aspekt, dass auch nicht jeder alles aus seinem Privatleben im Kollegenkreis erzählt.
Ich bewahre mir zu den meisten Kollegen gerne eine professionelle Distanz, denen erzähle ich kaum etwas aus meinem Privatleben, auch nicht Dinge, die als völlig salonfähig gelten.
Da geht es gar nicht um Scham o.ä.
Dagegen fühle ich mich bei manchen Menschen sehr wohl damit, ihnen auch intimste Details, sei es sexuell oder emotional, anzuvertrauen.
 

Benutzer176954  (25)

Öfters im Forum
Aber kann ich nicht auch monogam sein und dennoch auf der Arbeit erzählen, daß ich heute besser an meinem Steh-Arbeitsplatz arbeite, da mir der Hintern noch so vom gestrigen Pegging brennt? . . . wo kommt diese verdammte Peinlichkeit her? . . . und was hat sie uns evolutions-technisch gebracht?

. . . viele gute Ansätze . . . aber ich komm' einfach nicht weiter . . .

Ich finde du machst den Denkfehler, dass du für ein Nicht-Erzählen Peinlichkeit oder Tabuisierung als Grund vorausetzt.
Bei manchen mag es so sein. Meine Sicht dazu habe ich ja vorhin schon ausgeführt. Armorika ebenso.

Ich finde deine Frage interessant, was es uns evolutionstechnisch gebracht hat.
Mal zurückgefragt: Was hat es den Pavianen gebracht, dass sie es anders handhaben? Provokant geantwortet: Sie sitzen weiterhin eingesperrt in einem Gehege. Wir nicht :zwinker:
 
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