Schule Seltsame Reaktion eines Kollegen

Benutzer159589  (29)

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Hallo, ich habe mich nach langem Mitlesen jetzt doch extra angemeldet, weil ich mit einem kleinen Problemchen einfach nicht weiterkomme.

Und zwar geht es um einen meiner Kollegen. Er ist geschätzt ein paar Jahre älter als ich, also um die 25 – 30.
Mit ihm kommt eigentlich jeder super aus. Er hat richtig viel Ahnung von seinem Job und ist für die anderen oft die letzte Rettung, wenn sie irgendetwas nicht selbst hinbekommen. Auch springt er oft zu allen möglichen Uhrzeiten noch kurzfristig ein, wenn es klemmt.
Ich denke, einige nutzen das auch gnadenlos aus und weil ich nicht zu dieser Sorte Menschen gehöre, wollte ich mich einfach mal bei ihm bedanken und etwas Zeit mit ihm verbringen um zu quatschen, da er auch mich schon vor unangenehmen Situationen gerettet hat.

Letzte Woche sind wir uns zufällig über den Weg gelaufen und ich habe ihm spontan einen Kaffee spendiert, was ihn doch sehr überrascht hat. Ich muss dazu sagen, dass wir in einer sehr großen Firma mit vielen Abteilungen arbeiten, wo man sich nicht ständig sieht.

Als ich ihn dann fragte, ob wir irgendwann mal was zusammen machen könnten, weil ich mich endlich mal für seine große Hilfe bedanken möchte, kam er regelrecht ins Schwitzen und sagte mir in abgehackten Sätzen, dass das keine gute Idee wäre und dass ich bestimmt nichts mit ihm zu tun haben möchte, wenn ich ihn besser kennen würde.
Ich konnte darauf erst einmal gar nichts sagen und während ich vor mich hin überlegte meinte er noch, dass ich das nicht persönlich nehmen soll und dass er nichts gegen mich hätte. Ich sei ein klasse Mensch mit einem guten Herz, aber er könne das einfach nicht. Er ist dann ohne noch etwas zu sagen gegangen. Ich habe ihn seither nur einmal kurz auf dem Gang gesehen, wo er mich aber komplett ignoriert hat.

Ich habe bisher in der Firma mit niemandem darüber gesprochen, weil das wahrscheinlich auch in seinem Interesse so besser ist. Über sein Privatleben weiß ich leider überhaupt nichts, auch andere in seiner Abteilung wissen nicht, was er außerhalb der Arbeit so macht und wie er lebt. Hier im Betrieb zeigt er sich nur als ein sehr höflicher, intelligenter, kompetenter, zuvorkommender und gutmütiger Mensch. In der Kantine sieht man ihn leider nie, auch an Weihnachts- oder Betriebsfeiern war er noch nie anwesend.

Ich verstehe nicht, was mit ihm los ist. Ich kann es aber jetzt auch nicht einfach so belassen. Es muss doch irgendeine Möglichkeit geben, mich einfach bei ihm zu bedanken, ohne dass er sich gleich in irgendeiner Weise bedroht fühlt.
 

Benutzer15049  (35)

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Der denkt du bist verknallt in ihn. Sonst noch ne Frage? ^^
 

Benutzer63857  (57)

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Klingt nach nem Typen wie ich einer bin. Auf Arbeit komm ich auch mit jedem klar und bring mich so gut es geht ein und greife anderen unter die Arme falls ich es kann und es angebracht und gewünscht ist. Aber rein Privat habe ich mit meinen Kollegen rein gar nichts am Hut. Und auch die Weihnachtsfeiern in meinen bisherigen Firmen habe ich wenn möglich gemieden. Auch diesen ganzen Geburtstagskram der ja immer wieder gerne in einer Firma unter den Kollegen gemacht wird habe ich immer tunlichst gemieden. Job ist Job und Privat ist Privat. So empfinde ich es und mache ich es auch. Vieleicht denkt dein Kollege ja genauso wie ich.
 

Benutzer133456  (49)

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Ich glaube der findet Dich toll, aber hat ein kompliziertes Privatleben. Klingt explosiv. Erkundige Dich lieber mal ueber seine privaten Umstaende, bevor Du da weiter gehst.
 

Benutzer63857  (57)

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Off-Topic:
Es ist zwar nicht ausgeschlossen, dass sowohl die TS als auch deren Kollege irgendwelche amorösen Gefühle für einander hegen aber etwas in der Richtung aus dem Text der TS zu schließen hallte ich für einen Schnellschuß. Also ich für meinen Teil meine das so nicht herauslesen zu können. Aber OK, wenn ihr das meint, bitte.
 

Benutzer136155 

Sorgt für Gesprächsstoff
Er wohnt noch bei Eltern und ihm ist das peinlich oder er ist schwul, nicht geoutet und kann nicht damit umgehen oder er ist extrem leicht einzuschüchtern oder er wollte dich einfach nur irgendwie abwimmeln oder er hat jemanden in seinem Keller gefangen oder ...

Kann schon sein, dass er dein Verhalten als Anmache empfand. Wenn seine Antwort ehrlich war, dann hat er irgendein Problem mit sich. Kann ja auch was ganz harmloses sein, vielleicht ist er Messie. Wenn du hartnäckig bleiben möchtest, würde ich ganz niederschwellig vorgehen. Also zum Beispiel zu etwas einladen, wo klar ist, dass es nicht bei ihm oder dir stattfindet.
 

Benutzer135918 

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Ich she das ähnlich, er kann ja auch gewisse unarten haben, wo er Denkt, das bekommt lieber niemand mit.
 

Benutzer155793  (47)

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Tach auch. Also als erstes, man kann hier nun spekulieren wie und was man will. Wenn Du ihn siehst, sprich ihn einfach drauf an, das Du nur ein Treffen als Dank möchtest, mehr nicht!
Und zu PC-Junky, geb ich Dir Recht. Ich mach und tu auch alles und helfe wo ich kann, aber Weihnachtsfeiern, Betriebsfeste gehen, nee danke. Vor allemwird eh danach immer geredet. Ausserdem gibt es ein Sprichwort (an dem ich mich halte):" NEVER FUCK THE COMPANY!"
Sollte es danach aus sein, wird einer von beiden meist das Gesprächsthema nummer eins, und wird so unvermutlich gar zum Mobbingopfer, ohne das es als Absicht war.
 

Benutzer150752 

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Wenn es dir nur um das Bedanken geht, dann sag es ihm doch einfach genau so.
Ich wollte dir nicht zu nahe treten, sondern mich einfach nur dafür bedanken, dass du mir in Situation xy geholfen hast und auch sonst immer einspringst, wenn Not am Mann ist.
Wenn er dir aus dem Weg geht, kannst du ihm das ja auch einfach schreiben.
Oder würdest du ihn tatsächlich gerne näher kennenlernen? Dann müsstest du die Sache natürlich anders angehen.
 

Benutzer97517 

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Hmmm ... schwer zu sagen aber das naechste Dankeschoen wuerde ich nur aus der Entfernung machen.... Kein Gespraech, usw. stell ihm einfach eine Schockolade auf den Tisch... fertig.
 

Benutzer159589  (29)

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Ich habe mir auch schon alle möglich Gedanken gemacht, die zum Teil hier schon als mögliche Gründe genannt wurden.
Schwul ist er denke ich nicht. Wenn bei seinen Hilfeleistungen mehrere Kolleginnen anwesend sind, wird er viel schneller verlegen als bei männlichen Kollegen.
Nach einem Messi sieht er eigentlich auch nicht aus. Dafür ist sein Arbeitsplatz viel zu aufgeräumt und sein Auto ist ebenfalls keine Müllhalde.

Er hat mir zwei Stunden lang Verknüpfungen in einer Datenbank zurechtgelecht, weil ich nach den ganzen kurzfristigen Änderungen keinen Durchblick mehr gehabt habe - und das unbezahlt nach dem Abstempeln. Ich finde, das Wörtchen "Danke" ist dafür einfach etwas zu wenig. Ich kann nicht jedes Mal seine Hilfe in Anspruch nehmen, als ob das selbstverständlich wäre, wie es schon viele andere tun.

Ich will nichts von ihm und bin auch nicht in ihn verknallt, aber ein angemessenes Dankeschön hat er auf jeden Fall verdient. Ich bin selbst eine Person, die nur schwer Neinsagen kann und immer für andere da ist und merke da auch sehr schnell, wer mir wirklich dankbar ist und wer das einfach versucht, auszunutzen. Ohne ihn hätte ich meinem Vorgesetzten erklären müssen, dass ich es nicht hinbekommen habe.
 

Benutzer157424 

Verbringt hier viel Zeit
Ich würde auch schräg gucken, wenn ein Kollege mich außerhalb der Arbeit treffen möchte, obwohl wir nicht so viel gemeinsam haben.

Wenn du ihm wirklich danken willst, schenk ihm doch eine Kleinigkeit, vielleicht isst er ja immer Süßigkeiten oder trinkt immer Cola oder so. Gerade für zurück haltende Menschen ist ein dank auf diese Weise willkommener als mit jemand halbfremden ausgehen zu müssen. Kannst ihm dabei ja sagen, dass du ihm nicht auf den Schlips treten wolltest. :zwinker:

halbfremde
 

Benutzer159589  (29)

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Also...

ich habe ihm heute eine große Merci-Schachtel in sein Fach gelegt zusammen mit einem Brief. Darin habe ich mich einfach nochmal für seine - zumindest für mich - nicht selbstverständliche Hilfe bedankt. Auch habe ich mich für meine Überrumpel-Aktion entschuldigt und ihm klargemacht, dass ich nichts von ihm will, falls er das vielleicht gedacht hat und dass er nicht vor mir davonlaufen braucht.
Noch dazu habe ich geschrieben, dass ich seine Hilfsbereitschaft auf keinen Fall ausnutzen möchte und er deshalb eine Kleinigkeit von mir bekommt und dass er sich daran gewöhnen sollte, falls er mir zukünftig nochmal weiterhilft.

Zu seinem Privatleben habe ich jetzt zufällig noch etwas erfahren: Bevor ich mich hier angemeldet habe, habe ich mich schon mit meiner Schwester darüber unterhalten. Vorhin stellte sich heraus, dass sie eine Freundin hat, die mit ihm zusammen Abitur gemacht hat und ihn mehr oder weniger flüchtig kannte (er hat zur 11. Klasse auf diese Schule gewechselt).
Auf jeden Fall soll er damals schon so ruhig aber aufmerksam gewesen sein und immer gute Noten geschrieben haben.
Freunde hatte er wohl nur ein paar wenige außerhalb der Schule; Klassenkammeraden hat er nie wirklich an sich herangelassen.
 
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