Selfies mit Freunden machen

F

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Gast
Hi,

Ich lese gerade ein Buch ( Die smarte Diktatur.: Der Angriff auf unsere Freiheit:Amazon.de:Bücher ) bei dem (hoffentlich bringe ich es richtig rüber) kritisiert wird, dass wir manches machen nur um z.B. zu zeigen, dass wir Spaß haben (also z.B. Foto machen und auf Facebook stellen). Da werden wohl die meisten eine Meinung dazu haben und die wird auseinander driften....

Ich wollte da einen kleinen Teilaspekt heraus picken: Und zwar Fotos (Selfies) von sich und einem Freund(in) zu machen.
Weil mir das noch nicht wirklich passiert ist, kann das schon so wie gehen, dass ich das als Ausgrenzung wahrnehme. So als Zeichen"sich mit jemanden sehen lassen zu können" bzw. zeigen, dass man mit jener Person was unternimmt.

Da ich mir nicht sicher bin, ob das wirklich so viel gemacht wird, wollte ich einfach ein Thema aufmachen....
PS: Ich hoffe der erste Abatz ist verständlich ^^

Lg
Florian
 

Benutzer143387 

Öfters im Forum
Hallo Florian,

du meinst also: weil mit dir keiner ein Selfie machen will fühlst du dich ausgegrenzt?

Vielleicht sind deine Freunde auch nicht scharf auf Selfies sondern definieren sich und ihr Leben anders?

Ich mache äußerst selten Selfies. Nicht weil ich die Leute nicht drauf haben will: sondern weil ich den Moment genießen will.
 
F

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Gast
du meinst also: weil mit dir keiner ein Selfie machen will fühlst du dich ausgegrenzt?
Ich meinte da eher : Weil zwar jeder Selfies mit einander macht, aber nicht mit mir manchmal ja.

Mich würde auch interessieren, ob es so weit verbreitet ist (wie mir meine Nachbarinnen zeigen und das eingangs genannte Buch suggeriert...)
[doublepost=1462785037,1462784837][/doublepost]
weil ich den Moment genießen will
Das ist auch der Grund, warum das oben genannte Buch das kritisiert. Weil man den Moment nicht so genießt, sondern eher daran denkt sich selbst zu vermarkten.

Trotzdem möchte ich noch Mal die Ausgrenzung (oder das Gefühl davon) bestärken... Weil es doch "mit dem ja, mit dem nein" -> "ich mag dich nicht so sehr" bei manchen Personen heißen kann
 

Benutzer155480 

Sehr bekannt hier
Deine Grundannahme ist falsch: "Jeder macht Selfies". Das stimmt einfach nicht.
 

Benutzer68775  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
In meinem Kreis gar nicht :grin: die einzigen Selfies, die ich mache, sind mit Hund und für den Thread hier :tongue:

Oder eben im Urlaub mit Gesellschaft, was man früher eher mit Selbstauslöser gemacht hätte, damit alle drauf sind. Selfies zur Darstellung was für ein cooles, aufregendes Leben man hat und wie beliebt man doch ist finde ich höchst albern. Wirklich, so richtig.

Ich hab aber auch keine "selfie addicted" Freunde, ehrlich gesagt.
Allerdings find ich so deutliche, plumpe Selbstdarstellung auch wirklich eher bemitleidenswert...
 

Benutzer123446 

Beiträge füllen Bücher
Keine Ahnung, ob das ein Generationen-Ding ist, aber ich mache Selfies nur, wenn ich für mich eine Erinnerung von etwas haben will (zum Beispiel ich vor einem bestimmten Gebäude im Urlaub) und halt alleine bin. Oder eben mit einem Partner zusammen.

Ich bin aber auch niemand, der überall Fotos von sich reinstellt. Eigentlich überhaupt nirgendwo außer als Profilbild bei Whatsapp (und da hab ich ein cooles Bild, das ich seit ca. 1 Jahr auch nicht mehr geändert hab).

Ich glaube, deswegen erschließt sich mir das Problem nicht so wirklich.
Und Leute, die ihre Zu- oder Abneigung über Selfies ausdrücken, haben IMHO ganz andere Probleme.
 

Benutzer144187 

Sehr bekannt hier
Hallo @flocki;)
In meinem Freundeskreis werden eigentlich kaum Selfies gemacht, bis auf eine Ausnahme, zu der ich später noch komme.
Bei uns ist es eher üblich, dass jemand ein Foto von einer Gruppe macht, auf Parties ist es sogar so, dass sich im Stunden-Takt abgewechselt wird mit Fotografieren, damit alle sicher Mal auf irgend einem Bild vertreten sind. Selbst mache ich nur Selfies mit meinem Freund, wenn wir halt zu zweit unterwegs sind und den Moment festhalten wollen. So viel zum Allgemeinen.

Weil mir das noch nicht wirklich passiert ist, kann das schon so wie gehen, dass ich das als Ausgrenzung wahrnehme.
Die erste Frage, die ich stellen würde wäre genau das, was oben anklingt:
Sind Selfies in deinem Freundeskreis eine gängige Sozialpraktik?
Falls nein: Glückwunsch, Problem erledigt :zwinker:
Falls ja: Bist du denn an solchen Selfie-Würdigen-Spass-Momenten beteiligt?
Wenn nein: Warum nicht? Warst du von vornherein nicht eingeladen? Warst du da und nicht beteiligt an der Situation? Oder warst du da und sogar beteiligt und lediglich nicht an der Fotografie beteiligt?
So als Zeichen"sich mit jemanden sehen lassen zu können" bzw. zeigen, dass man mit jener Person was unternimmt.
Ich kenne diese Gedanken auch, die oben genannte Person machte ständig mit allen Selfies, ausser eben mit mir. Nun, Irgendwann habe ich einfach begriffen, dass sie unsere Beziehung als zu wenig eng betrachtet um nach aussen gezeigt zu werden. Auch das kann ein Grund sein.
Du sprichst oben von deinen Nachbarinnen: Wie steht ihr zueinander? Mit dem durchschnittlichen 0815-Nachbarn würde ich wohl auch kein Selfie machen, es sei denn, dass sich eine entsprechende Situation ergibt.
Eine lose Beziehung wird natürlich nicht als gleich wichtig zelebriert, wie das bei einer Freundschaft der Fall ist. Falls du magst, kann ich darauf auch ausführlicher eingehen. Das von dir erwähnte Buch habe ich nicht gelesen, mich aber studiumsbedingt stark mit Selfies als Sozialpraktik auseinander gesetzt. Weiss allerdings nicht, ob das zu sehr OT ist.

Also, nochmal meine Einschätzung zu deiner Situation:
Meiner Meinung nach brauchst du dich deshalb je nachdem wie die Antworten auf die von mir gestellten Fragen ausfallen nicht ausgegrenzt fühlen. Ich kann deinen Gedankengang nachvollziehen, aber ich denke, dass deine Sorge nicht zwangsläufig begründet ist.
 

Benutzer143387 

Öfters im Forum
Trotzdem möchte ich noch Mal die Ausgrenzung (oder das Gefühl davon) bestärken... Weil es doch "mit dem ja, mit dem nein" -> "ich mag dich nicht so sehr" bei manchen Personen heißen kann

fehlt es dir denn das mit dir weniger gehäuft selfies gemacht werden als mit anderen?
 
F

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Gast
Wentj Wentj : Du triffst es ganz gut. Und ja, die Nähe zu denen mag sicher zu wenig sein. Weil ich auch mal bei so was dabei war und da hab ich mich ausgeschlossen gefühlt.
Der Thread selbst soll eigentlich nicht auf die 2 abzielen - da ich leider keine Ahnung habe wie es im RL da draußen aussieht wollte ich einfach Mal fragen :smile:
Zu deinem passt auch folgendes:
fehlt es dir denn das mit dir weniger gehäuft selfies gemacht werden als mit anderen?

Das Ritual selbst fehlt mir nicht. Mit fehlt es zu erkennen, dass ich wen was bedeute. Seit ich erkannt hab, dass es für die 2 eher Pflicht ist habe ich meine Erwartungshaltung und meine Inniative sehr zurück geschraubt. Es war nur teilweise sehr schön zu sehen, wie bei dem Geburtstagsgrüße auf FB sich mit Bildern der Nachbarin und Freunden von ihr gehäuft haben. (Wobei mir gerade aufgefallen ist, dass die andere Person immer weiblich ist).

Mir geht Empathie eigentlich vom Gefühl her nicht ab, manchmal bin ich unsicher, wie die Gesellschaft erwartet dass ich handle. Zu oft erwarte ich mir da noch Aktionen, die Gefühle ausdrücken sollen. Aber das ist teilweise falsch und teilweise nicht wirklich hilfreich....
 
G

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Das ist auch der Grund, warum das oben genannte Buch das kritisiert. Weil man den Moment nicht so genießt, sondern eher daran denkt sich selbst zu vermarkten.

Ich verstehe nie wie man so Banalitäten so analysieren muss.

Ich liebe Fotografie. Ab und an gibt es auch mal n Selfie. Das heißt aber nicht, dass ich den Moment nicht genieße, sondern, weil keine Sau da ist, der ich mein Handy/Cam in die Hand drücken möchte und ich den tollen Moment einfach festhalten möchte.
Punkt - nicht mehr und nicht weniger.
 

Benutzer133456  (49)

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Ich verstehe nie wie man so Banalitäten so analysieren muss.

Ich liebe Fotografie. Ab und an gibt es auch mal n Selfie. Das heißt aber nicht, dass ich den Moment nicht genieße, sondern, weil keine Sau da ist, der ich mein Handy/Cam in die Hand drücken möchte und ich den tollen Moment einfach festhalten möchte.
Punkt - nicht mehr und nicht weniger.

Genau so sehe ich das auch. Es geht in erster Linie um Fotografie, und der (Gruppen-) Selfie ist einfach eine sehr viel bequemere Alternative zum alten Selbstausloeser, oder, noch extremer, dem Gruppenfoto mit dafuer abgestelltem Fotografen. Wer weiss, vielleicht machen wir bald keine Selfies mehr, sondern Dronies? Wenn die permanente Begleiterdrohne zum Knipsen entsandt wird... also, ich haette sofort eine.

Dass man sich von der Fotografie fuer den Zweck der Veroeffentlichung auf sozialen Netzwerken persoenlich irgendwie zwanghaft gegaengelt fuehlen mag, ist Auslegungssache. Frueher haette man halt gesagt, das Fotoalbum gaengelt einen. Da ist es dann wieder eine andere Frage, naemlich der der Zwanghaftigkeit, und der Schmerzgrenze.
 

Benutzer150198 

Meistens hier zu finden
Also ich habe beobachten können, dass das mit zunehmendem Alter abnimmt.

Früher hatte ich auch mal eine Phase, wo ich es wichtig fand, das Instagram-Profil lebendig und interessant zu gestalten, zu zeigen was man 'hat', tut etc. Und man ja sooo ein tolles Leben hat.
Genauso war das bei Gleichaltrigen zu beobachten.

So dann eben auch mit Selfies.
Habe auch häufig festgestellt, dass besonders Bilder mit 'coolen' Leuten, die an der Schule/ im Umkreis bekannt & beliebt waren, gepostet wurden.
Zusätzlich dazu natürlich auch einfach immer stolz erzählt, mit wem man abgehangen hat.

Schnell hat mich das ganze aber genervt, ich wollte mein Selbstbewusstsein nicht davon abhängig machen, wie viel ich zu zeigen habe und vor allem nicht bei jeder Aktivität darüber nachdenken, ob es sich lohnt, das zu posten, wie ich damit wirke etc. Total lächerlich! Aber so sind 13/14jährige eben :rolleyes: Hab mein Instagram dann auch nach paar Monaten gelöscht und bin zu einer selbstbewussten jungen Dame herangereift :whoot: :tongue:
 

Benutzer133456  (49)

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Also ich habe beobachten können, dass das mit zunehmendem Alter abnimmt.

Früher hatte ich auch mal eine Phase, wo ich es wichtig fand, das Instagram-Profil lebendig und interessant zu gestalten, zu zeigen was man 'hat', tut etc. Und man ja sooo ein tolles Leben hat.
Genauso war das bei Gleichaltrigen zu beobachten.

So dann eben auch mit Selfies.
Habe auch häufig festgestellt, dass besonders Bilder mit 'coolen' Leuten, die an der Schule/ im Umkreis bekannt & beliebt waren, gepostet wurden.
Zusätzlich dazu natürlich auch einfach immer stolz erzählt, mit wem man abgehangen hat.

Schnell hat mich das ganze aber genervt, ich wollte mein Selbstbewusstsein nicht davon abhängig machen, wie viel ich zu zeigen habe und vor allem nicht bei jeder Aktivität darüber nachdenken, ob es sich lohnt, das zu posten, wie ich damit wirke etc. Total lächerlich! Aber so sind 13/14jährige eben :rolleyes: Hab mein Instagram dann auch nach paar Monaten gelöscht und bin zu einer selbstbewussten jungen Dame herangereift :whoot: :tongue:

Ein rechtliches Problem an der Sache ist natuerlich, dass es Leute gibt, die nicht gerne im Internet ihre Abbildungen wiederfinden. Das kann einen dann ganz schoen beissen, wenn die dann eines Tages mal mit dem Fuss aufstampfen. Ich selbst musste mal muehselig alle meine Facebookposts durchgehen und alle Fotos entfernen, die einen bestimmten Freund zeigten, weil der ploetzlich beschloss, er wollte nicht mehr im Internet zu sehen sein.
 
F

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Ich verstehe nie wie man so Banalitäten so analysieren muss.

Naja, Dank Facebook und anderen Diensten verbringt man doch mehr Zeit als früher mit sich selbst vermarkten. Und da gehört Zusammengehörigkeit zu zeigen auch dazu :smile:

Ich liebe Fotografie. Ab und an gibt es auch mal n Selfie.

Und das ist auch okay, so. (Ich entschuldige mich schon mal bei den Japanern). Japanern wird ja nachgesagt, dass sie die Sehenswürdigkeiten nur vom Foto sehen, weil sie sich nur vor der Sehenswürdigkeit ablichten lassen und dann sofort zum nächsten fahren.
DIESES Phänomen und kein anderes wurde im Buch geschrieben, auf die Selfies bin ich dann gekommen...

Also ich habe beobachten können, dass das mit zunehmendem Alter abnimmt.

Anscheinend nur bei manchen:tongue:

Frueher haette man halt gesagt, das Fotoalbum gaengelt einen.

Glaubst du wirklich, dass das vergleichbar ist? Das Fotoalbum (oder halt einzelne Fotos ) waren noch nie in der Geschichte bei Privatpersonen öffentlich einsehbar... Und du zeigst ja dein Fotobuch auch nicht (im schlimmsten Fall ) mehr als 300 Menschen. Und nicht einmal sondern permanent.

Ich finde den Unterschied zwischen einem Fotoalbum auf Facebook und im real-life schon sehr unterschiedlich...
 
F

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Das siehst du evtl so, weil du Zusammengehörigkeit so definier

Definiere ich das so?
Zu oft erwarte ich mir da noch Aktionen, die Gefühle ausdrücken sollen.
Das Ritual selbst fehlt mir nicht. Mit fehlt es zu erkennen, dass ich wen was bedeute.

Wer mit wem Selfies macht ist mir eigentlich egal. Wenn man zu dritt was unternimmt und dann in dem Moment, wo man kurz weiter weg ist ein Selfie gemacht wird, dann und nur dann drückt das für mich Ausschluss aus.
Wenn du an solchen Leuten Interesse hast,...
Ne danke.
Die kenne ich schon so lange (Sandkasten) da hab ich noch nicht ausgesucht. Und wie schon gesagt Pflege ich dazu jetzt Abstand...

(Gehe jetzt Essen, danach mehr. Aber 2 Sachen klarstellen geschafft:zwinker:)
 
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Was siehst du denn bitte daran anders? Du hast es doch selbst gesagt, dass du es als Ausgrenzung wahrnimmst. Sprich...kein Zusammenhghörigkeitsgefühl bei dir.

Weil mir das noch nicht wirklich passiert ist, kann das schon so wie gehen, dass ich das als Ausgrenzung wahrnehme. So als Zeichen"sich mit jemanden sehen lassen zu können" bzw. zeigen, dass man mit jener Person was unternimmt.
 

Benutzer18889 

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Ich sollte kürzlich ein Selfie mit einer Freundin machen und sie tadelte mich, dass man das doch von oben und nicht von unten machen müsse - wegen des sonst entstehenden Doppelkinns. :grin: Das zeigt wohl, wie oft ich sowas schon gemacht habe.

Normale Fotos von meinen Aktivitäten entstehen ansonsten öfter und landen auch mal auf Facebook, aber so klassische Selfies (ich hasse das Wort und noch mehr hasse ich übrigens diese furchtbaren Sticks dafür) habe ich bewusst noch nie gemacht.
 

Benutzer133456  (49)

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Glaubst du wirklich, dass das vergleichbar ist? Das Fotoalbum (oder halt einzelne Fotos ) waren noch nie in der Geschichte bei Privatpersonen öffentlich einsehbar... Und du zeigst ja dein Fotobuch auch nicht (im schlimmsten Fall ) mehr als 300 Menschen. Und nicht einmal sondern permanent.

Ich finde den Unterschied zwischen einem Fotoalbum auf Facebook und im real-life schon sehr unterschiedlich...

Stimmt schon, Facebook erreicht in der Regel ein groesseres Publikum (das man aber dennoch selbst waehlt - es sei denn, man hat angeklickt, dass auch Freunde von Freunden den eigenen Inhalt sehen duerfen; aber selbst das ist die eigene Entscheidung). Aber ob man nun seine Fotos mit allen FB Freunden teilt, oder nur das gute alte stoffbezogene Album fuer 600 Bilder vom Aldi von 1986 mit Schmitts von gegenueber beim Sylvesterfondue... unterm Strich ist es "photo sharing".
 
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