Freunde Selbstmordversuch

Benutzer109402 

Meistens hier zu finden
Liebe Bondage,

ich kann verstehen, dass einem da viele Gedanken durch den Kopf schießen und es tut sicherlich gut, diese mal aufzuschreiben und zu ordnen. Die Frage nach der Hilfe ist schwierig, vielleicht schreibst du ihr eine Karte worauf steht, dass du für sie da bist, wenn sie jemanden braucht. Sie wird jetzt erstmal viel Zeit für sich brauchen und für Therapie, aber sie freut sich sicherlich, wenn jemand an sie denkt.

Es sieht schon nach einen Hilferuf aus, wenn sie noch selbst den Notarzt gerufen hat. Weißt du, ob sie depressiv ist? Du schreibst ja selbst, das du dich theoretisch mit dem Thema auskennst. Oft ist es so, dass solche Suizidversuche aus einer tiefen Verzweiflung geschehen und von einer psychischen Erkrankung herrühren. Ich glaube nicht, das es sich im Fall deiner Freundin um eine bewusste Entscheidung zum Freitod gehandelt hat.

Ich fände es an ihrer Stelle wichtig- falls ihr Kontakt miteinander aufnehmt- nicht um den heißen Brei herum zu reden. Sondern auch direkt über Suizidgedanken und diesen Selbstmordversuch sprechen zu können. Nichts ist schlimmer, als peinlich berührt dieses Thema zu umgehen (es ist in unserer Gesellschaft jedoch eher üblich, solche Dinge zu einem Tabu zu erklären, wie man auch an einigen Beiträgen hier erkennen kann). Das ist allerdings auch eine sehr große Aufgabe für eine Freundschaft und ich kann auch verstehen, wenn man das nicht schafft und einem das mitunter selbst zu viel wird. Weißt du, ich nehme an, dass deine Kommilitonin krank ist- körperlich oder psychisch sollte im Umgang mit ihr keinen Unterschied machen. Wenn du also weisst, in welchem Krankenhaus/ welcher Einrichtung sie sich befindet, kannst du sie fragen, ob sie Besuch möchte (bekommen darf) und ob du ihr was Gutes tun kannst oder ihr eben eine Karte zukommen lassen.

Off-Topic:
Zu dem Thema Charakterschwäche und Wertlosigkeit bzw. Selbstmord, sowas muss doch nicht sein, es gibt immer einen Weg.. : Sowas können nur Menschen schreiben, die nicht wirklich wissen, wovon sie sprechen. Das ist lediglich eine Sicht von Außen- die natürlich auch von Trauer, Unverständnis, Wut geprägt ist, wenn man als Angehöriger zurück bleibt. Was ich immer nicht verstehe sind solche Aussagen wie "wie konnte XYZ das seinem Umfeld, seiner Familie etc. antun". Wenn jemand Krebs hat, fragt man auch nicht: warum hat er/sie das nicht überlebt, sondern ist an dieser Krankheit gestorben. Bei Depressionen/psychischen Erkrankungen mit hoher Suizidalität ist das auch so- manchmal ist das eben das Ende der Krankheit. Niemand nimmt die Entscheidung sich umzubringen auf die leichte Schulter und interessiert sich einen Scheiß für die Familie etc. Im Gegenteil: viele Menschen machen sich jahrelang Gedanken um einfach alles, viel zu viele. Und irgendwann haben sie keine Kraft mehr. Aus so einer Krankheit kommt man nicht einfach raus, indem man sich mal zsammen reißt und das Leben wertschätzt. Durch so eine Krankheit werden auch biologische Prozesse im Körper (Gehirn, Hormone) verändert. Das ist nicht einfach eine schlechte Phase oder Pessimismus. Und ein Selbstmord bzw. der Versuch hat schon gar nichts mit Egoismus zu tun.
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Off-Topic:
Auch wenn es schon recht weit OT ist:
Eigentlich hast du mit deiner Haltung zum Thema Freitod recht, MsThreepwood!
Warum sollte man die Entscheidung eines Menschen, sein Leben zu beenden nicht akzeptieren und respektieren?

Bei kranken Menschen, deren Leben nur noch eine Qual ist und keine Aussicht auf Besserung besteht, halte ich den Freitod gar für die für alle Beteiligten angenehmste Sache: Der kranke mensch leidet nur noch, die Freunde, Verwanten, usw. leiden mit und letztendlich wird die Person sowieso sterben.
Diesen Prozess des Leidens abzukürzen, halte ich für äußerst sinnvoll und finde es sehr schade, dass das nach deutschem Recht kaum möglich ist.

Und eigentlich sehe ich auch keinen Grund, warum man dieses Selbstbestimmungsrecht über das eigene Leben auf solche Fälle von Krankheit und Siechtum beschränken sollte...
Warum muss man Leute, die - aus welchen Gründen auch immer - nicht mehr leben wollen, zwangsweise am Leben halten?
 

Benutzer105247 

Meistens hier zu finden
Off-Topic:
Warum muss man Leute, die - aus welchen Gründen auch immer - nicht mehr leben wollen, zwangsweise am Leben halten?

Bezogen auf den gewählten Freitod würde ich sagen das es sehr sehr viele Menschen gibt die danach heilfroh sind von ihren Rettern vor dieser Entscheidung bewahrt worden zu sein.
In solchen Fällen finde ich ein Eingreifen durchaus gerechtfertigt.

Bei kranken und/oder alten Menschen sehe ich das etwas anders. Letztens erst wieder selbst erlebt.
Wenn ein Mensch sterben möchte bzw. er fühlt das seine Zeit gekommen ist, dann wird er dies auch tun. Und da wird niemand etwas dran ändern können. Auch keine Lebenserhaltungsmaßnahmen.
 

Benutzer101124 

Benutzer gesperrt
Wir waren mal ziemlich gut befreundet, bis ich umgezogen bin und der Kontakt immer mehr einschlief.
Sieh's mal so: Du hast grade noch rechtzeitig den Absprung geschafft.

Wenn sich jemand aus einer Kurzschlussreaktion heraus umbringt, ist das einfach verantwortungslos. Klar juckt diese Person die Verantwortung sich und anderen gegenüber nicht, wenn sie schon so weit ist, dass sie sich selbst das Leben nehmen will. Aber genau so hart wäre ich in meinem Urteil: Wer aus einer Kurzschlussreaktion heraus (was für mich heißt, dass einigermaßen nachvollziehbar ausreichende Gründe nicht vorlagen) all denen, denen er/sie am Herzen liegt, so einen Schmerz zufügt, der ist es auch nicht wert, von mir mehr als eine schroffe Reaktion ("traurig, schade, aber nicht wirklich mein Problem") zu kriegen.

Off-Topic:
Natürlich ist die Kurzschlussreaktion eine Einschätzung von dir, an die ich mich hier einfach mal gehalten hab. Wer weiß schon, wie es wirklich war.
 

Benutzer109402 

Meistens hier zu finden
Aber genau so hart wäre ich in meinem Urteil: Wer aus einer Kurzschlussreaktion heraus (was für mich heißt, dass einigermaßen nachvollziehbar ausreichende Gründe nicht vorlagen) all denen, denen er/sie am Herzen liegt, so einen Schmerz zufügt, der ist es auch nicht wert, von mir mehr als eine schroffe Reaktion ("traurig, schade, aber nicht wirklich mein Problem") zu kriegen.

Aus deiner Sicht nicht ausreichend Gründe? Wie kannst du über die andere Person so urteilen, wenn du nicht in ihrer Haut steckst? Hast du überhaupt den Hauch einer Ahnung, wie sich Schmerz anfühlt, der einen zu so einer Handlug treibt? Das hat nicht im Geringsten etwas mit mutwillig anderen Schmerz zufügen und Verantwortungslosigkeit zu tun.
 
6 Monat(e) später

Benutzer127348 

Sorgt für Gesprächsstoff
Ich habe jetzt nur den eingangspost und das hier gelesen, aber da platzt mir ja gerade echt der Kragen.
Ich möchte Selbstmord nicht beschönigen, dass ist eine schlimme Sache, diese Menschen sind krank und brauchen Hilfe.
Und für dich sind sie nichts Wert?
Ich bitte dich. Hoffentlich wirst du nicht mal schwer krank, dass wäre nämlich wirklich sehr egoistisch von dir damit anderen Menschen Kummer zu machen! :schuettel:
Selten so etwas beschränktes gelesen. :eek:

Hallo,
ich bin zwar neu hier, möchte mich aber dennoch einmischen.

Ich bin leider selbst sehr krank und spiele jeden Tag, ganz besonders heute, mit Suizidgedanken. Ich möchte die Definition(en) meiner Krankheit(en) hier nicht veröffentlichen, aber ich kann euch sagen, dass es nicht einfach ist!

Personen wie ich, denken sehr sehr oft an Suizid. Ich persönlich habe bereits vor einiger Zeit meine Abschiedsbriefe geschrieben und auch schon einige verteilt mit der Bedingung, diese erst zu öffnen, wenn ein bestimmter Anruf eingeht.

Alles ist sehr sorgfältig geplant. Es gibt Menschen wie uns, und diese dürfen nicht diskriminiert werden. Denn so macht man alles nur noch schlimmer. Suizidgefährdete Menschen haben nicht zwangsweise eine charakterliche Schwäche, wie hier öfters geschrieben wurde. Sie sind auch nicht dumm, keinesfalls! Ich selber habe lange Zeit Informatik und Elektrotechnik erlernt und bin nicht dumm.


Der Suizid ist dumm, aber nicht die Personen, die Suizid begehen!
 

Benutzer95651  (35)

Beiträge füllen Bücher
Ich bin leider selbst sehr krank und spiele jeden Tag, ganz besonders heute, mit Suizidgedanken.

Da du so "offen" über deine Suizidgedanken redest, hoffe ich, dass ich diese Fragen stellen kann: Lässt du dir helfen? Hast du versucht dir helfen zu lassen? Kann man dir helfen? Willst du dir helfen lassen? Es klingt so, als ob du das einfach so als normal hinnehmen würdest. Oder musst?
Das sind reine Fragen aus Interesse um zu verstehen, wie man damit umgehen kann.
Du musst dich nicht rechtfertigen wegen irgendetwas und ich hoffe, die Fragen greifen dich nicht ungewollt an!
 

Benutzer127348 

Sorgt für Gesprächsstoff
Natürlich darfst du fragen. Es bringt mir nichts, mich hinter meinem Vorhang zu verstecken.

Ich habe versucht mir helfen zu lassen. Ein Psychiater hatte mir sehr starke Medikamente verschrieben, welche mich noch tiefer in den Sunf zogen. Aufgrund dessen hatte ich bereits zwei Suizidversuche gestartet. Innerhalb von drei Tagen zwei Versuche. Leider gingen beide in die Hose.

Mein Psychiater wusste nichts davon. Als ich jedoch später meinen Psychiater aufsuchte, um einen Termin zu vereinbaren, stieß er mich vor den Kopf und meinte, mich nie wieder sehen zu wollen (kein Witz).

Aufgrund dessen, dass Medikamente mir meine Beziehung zerstört haben und beinahe auch mich selbst, habe ich diese alle in die Mülltonne geschmissen und jegliche Behandlung abgebrochen. Ich spreche in unregelmäßigen Abständen mit einer Frau, welche hier in der Nähe arbeitet. Sie ist keine Psychologin, aber hat einen ähnlichen Status.


Es ist sehr schwer für mich, ohne professionelle Hilfe mit meinen Problemen auszukommen. Da ich heute wieder einen sehr schwarzen Tag habe (ich habe meine ehemalige Verlobte in der Stadt getroffen und sie rannte sofort vor mir weg), ist es noch um so schwerer damit umzugehen. Alles ist schwarz, leer und hofflungslos. Ich rede mit niemandem und ich schweige alles tot.

Vor einigen Wochen habe ich mich jedes Wochenende immer so dermaßen betrunken, dass ich nicht mehr wusste, ob ich Männlein oder Weiblein bin. Ich dachte, dass eine Selbstmedikation mir helfen könnte zu vergessen. Zum Glück bin ich aber auch davon wieder losgekommen und habe eingesehen, das ich mit einem selbstbewusstem Auftreten durch die Welt gehen muss. Alles andere bringt mir nichts.

Du darfst gerne noch weitere Fragen stellen, sollte ich deine Frage(n) nicht ausreichend beantwortet haben. Ich habe kein Problem damit, öffentlich über meine Probleme zu reden.
 

Benutzer95651  (35)

Beiträge füllen Bücher
Vielen Dank für die Antwort!

Aber bei einem (merkwürdigen) Psychiater würde ich noch nicht davon reden, dass du versucht hast dir helfen zu lassen. Hat er denn die Medikamente auch einmal anders dosiert? Die richtige Dosis zu finden kann schon einige Zeit dauern und bei dir scheint es einfach (noch) nicht gepasst zu haben?

Das mit deine Ex ist natürlich mies gelaufen, aber für Partner von kranken Menschen ist es auch sehr schwer damit klar zu kommen. Man kann sich nicht in den anderen hineinversetzen, man weiß nicht, wie man ihm helfen kann und alles dreht sich nur noch um die Krankheit. So traurig es ist.

Da du wohl doch nicht so viele Möglichkeiten durch hast, wie ich zuerst dachte, hast du doch immer noch viele Chancen, die richtige Therapie und Therapeuten zu finden.
Aber du selbst musst den Anfang machen und das ist immer das Schwierigste.
 

Benutzer127348 

Sorgt für Gesprächsstoff
Hallo,

bereits zuvor hatte ich eine ambulante, nicht-medikamentöse Therapie begonnen. Aufgrund von einigen Schicksalsschlägen, musste ich diese jedoch sehr schnell abbrechen.

Später begann ich die medikamentöse Behandlung. Die Medikamente wurden auch anders dosiert und sie wurden auch gewechselt. Alles ohne Erfolg. Die Personen, mit denen ich zu tun hatte, meinten, dass mein Gesicht sehr eingefallen ausgesehen hätte aufgrund der Medikation und dass das nicht mehr ich gewesen sei.

Ich bin ganz ehrlich. Ich habe Angst. Ich habe wirklich Angst, die Medikation erneut zu beginnen. Denn ich bin mir sicher, erneut einen Suizidversuch zu unternehmen. Ich habe mittlerweile verstanden, dass die Medikamente mir schaden. Aufgrund dessen nehme ich sie nicht mehr.

Den Anfang, den werde ich machen. Jedoch ohne Medikamente. Da ich mich nicht in Deutschland befinde, bin ich "hier" ein Ausländer. Am Dienstag kann ich eventuell, das ist schon fast sicher, einen Arbeitsvertrag unterschreiben - als Ausländer, der nicht einmal die Landessprache fließend spricht! Das gibt mir wieder neuen Mut. Zudem, werde ich ab demnächst einiges mehr mit Mitmenschen unternehmen und mich so "aufrappeln".

Ich habe hier vor einigen Tagen bereits eine sehr sehr nette Person kennengelernt, welche ich gerne wiedersehen würde.
Sie gibt mir Mut. Warum, das steht indirekt in einem anderen von mir eröffnetem Thema.
 

Benutzer109511  (27)

Planet-Liebe Berühmtheit
Habe bis jetzt auch nur die ersten Posts gelesen, aber das reicht mir auch, um mich zu Wort melden zu müssen.
@TS: ich habe eine Bekannte, die an Depressionen leidet und kenne eine weitere Person, die zumindest sehr durchhängt, mit ihrem Leben überfordert ist und offensichtlich aufgegeben hat. Und obwohl ich bei diesen Personen keinen Suizidversuch miterlebt habe kann ich verstehen dass dich das mitnimmt!
Ich denke aber, helfen kannst du da nur insofern als dass du signalisierst, da zu sein wenn es nötig ist.Ob die junge Frau dies annehmen kann und will, liegt dann bei ihr. Und achte darauf, trotz aller Hilfsbereitschaft ein wenig Distanz zu wahren. Stell dich zum Reden zur Verfügung wenn du etwas tun möchtest, aber mach dir keine Vorwürfe, wenn du mal nichts tun kannst. Sonst ziehst du dich am Ende noch selber in ein tiefes schwarzes Loch runter! Das hat was mit Selbstschutz zu tun. Du kannst ihr ein kleiner Halt sein, aber die Hauptarbeit was ihre Depressionen an geht,liegt m.M.n. immer bei einem Therapeuten

Was den Beitrag von sit it jo angeht: ich bin entsetzt, wie man Menschen die so abgrundtief verzweifelt sind, als wertlos bezeichnen kann...wer weiß denn, woran diese Menschen zerbrochen sind.Das steht niemandem zu, zu verurteilten denke ich.Ich habe oben schon von 2 depressiven Menschen in meinem Umfeld berichtet.Deren Geschichten sind so traurig und voller Schicksalsschläge, dass ich schon oft drüber schlucken musste. Sie dann aufgrund ihrer Hoffnungslosigkeit und ihrem Aufgeben als weniger wertvoll zu bezeichnen geht gar nicht. Das sind so nette Menschen! Und wer weiß schon, was diese Studentin zu dieser Tat trieb?

Edith:Lese gerade dass der Thread schon von letztem Jahr und warum auch immer jetzt noch aktuell ist...Ich lasse meinen Beitrag trotzdem stehen, weil ich über den Inhalt einiger Beiträge tief entsetzt bin.
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer127348 

Sorgt für Gesprächsstoff
Da ich selbst hochdepressiv bin, kann ich all meinen Mitleidenden nur eines raten;
gebt nicht auf!

Ich bin Deutscher und wohne in Frankreich. Ich bin seit August 2011 hier und habe bis etwa November 2012 nur auf Englisch gesprochen. Seit November 2012 bis jetzt spreche ich Französisch. Ich habe noch nie zuvor in meinem Leben Französisch gesprochen!

Bis vor wenigen Wochen war für mich das Leben hier eigentlich zu ende, alles war hoffnungslos. Doch jetzt bin ich so weit gekommen, dass ich am Dienstag den 29. einen Arbeitsvertrag unterschreiben darf - als deutscher Einwanderer!

Das Leben ist nicht immer fair und kann sehr sehr hart sein, doch wer geduldig ist und kämpft, wird belohnt.

Tout vient à point à qui sait attendre! Die Geduldigen werden belohnt!
 

Benutzer123912 

Sorgt für Gesprächsstoff
Ich habe vor ein paar Jahren auch einen Selbstmordversuch hinter mich gebracht. Folge: 8 Wochen Psychiatrie, Medikamente und anschließende Gesprächstherapie.
Was ein Selbstmord aber eigentlich wirklich macht, habe ich erst vor ein paar Monaten erlebt, als ein Bekannter von uns sich das Leben nahm.
32 Jahre alt, hinterließ 2 kleine Kinder (um die 10 Jahre alt) und seine Ehefrau.
Aber erst jetzt weiß ich, was man mit einem Selbstmord anrichtet, wo ich es gesehen und erlebt habe. Die Beerdigung war der Horror für mich, alle haben sie geweint, da kamen Emotionen hoch..! Und ich habe reflektiert.

Vorher war das Leben für mich quasi wie eine Party. Die einen kommen (zu) früh, die anderen pünktlich oder später, genauso verhält es sich mit dem Verlassen: die einen, wenn die Party zu Ende ist, die anderen gehen schon etwas früher, weil sie sich nicht so amüsieren und manche sind auch noch da, wen die Party eigentlich schon vorbei ist.

Hach ja... Ich sehne mich ja so sehr nach Normalität und Seelenfrieden.
 
Oben
Heartbeat
Neue Beiträge
Anmelden
Registrieren