Selbstbewusstsein erlernen?

Benutzer79428 

Meistens hier zu finden
Hallo,

mein Problem ist ganz einfach: ich habe wohl nur ein geringes Selbstbewusstsein und leide darunter ziemlich...

es fühlt sich ein bisschen komisch an für mich, das so zu schreiben. Denn eigentlich bin ich mit mir relativ zufrieden, mag das Leben und halte mich auch nicht gerade für introvertiert. Aber es kommt eben absolut drauf an, wer um mich herum ist.
Mit meinen Freunden bin ich absolut authentisch ich und auch alles andere als wenig selbstbewusst, ich vertrete selbstbewusst meine Meinung, lebe meine Persönlichkeit mit allen Seltsamkeiten aus, bin laut, komisch, fröhlich, traurig, BIN einfach ohne weiter nachzudenken. Das ist unsagbar angenehm und macht meine Freunde zu meinem Überlebenselexir. Sie lieben und schätzen mich auch für genau das, was ich bin - das ist wunderbar.

Mit Fremden ist es nun so, dass ich ziemlich schüchtern bin, Leuten nur schwierig in die Augen sehen kann, mich vermutlich auch erstmal seltsam verhalte, weil ich mir blöd vorkomme, es mir zB peinlich ist, wenn ich irgendwo alleine herumstehe und dann angesprochen werde usw. usf.... alles unnötige Bedenken. Wenn das Eis erstmal gebrochen ist, taue ich schnell auf. Rede viel und gerne, lasse mich auf Diskussionen ein und bin auch dabei true to myself.

Wirklich problematisch wird es mit Menschen, die weder Freund noch fremd sind. Leute, die man zwangsläufig immer wieder sieht, die aber nicht zum engen Kreis gehören. In meinem Fall sind das Mitbewohner (!), Studienkollegen und Arbeitskollegen. Leute, denen man nicht aus dem Weg gehen kann und mit denen ein reibungsloses "Zusammen" funktionieren sollte. Diese Leute bilden eine Gruppe, bei der ich mich kaum mehr irgendwie verhalte, sondern eher tot stelle. Ich finde mein eigenes Verhalten zum Kotzen, aber ich fühle mich einfach immer irgendwie schlecht, möchte nicht auffallen, möchte nicht stören, nichts falschmachen, weiß nie wieviel ich von mir preisgeben möchte oder nicht, wie ich mich am besten verhalte... während ich in den beiden anderen oben genannten Gruppen auch zu meinen Macken stehe, meine Verrücktheiten auslebe, kehre ich das in dieser Gruppe unter den Tisch und rede eher nach dem Mund anstatt contra zu geben. Wannimmer jemand anderer Meinung ist oder mich leicht schief anschaut, schäme ich mich. Wofür? Keine Ahnung.

Wieso auch immer, aber ich habe unglaubliche Angst davor, schief angesehen zu werden, für komisch gehalten zu werden oder für irgendetwas anderes möglicherweise negatives. Dieses Problem gibts eben nicht bei meinen Freunden, die mich so kennen und lieben wie ich bin und bei komplett Fremden (wie etwa einem Gesprächspartner in einer Bar), denn wenn die mich doof finden, muss ich sie ja nicht mehr wieder sehen. Bei allen dazwischen bin ich unruhig, nervös, ängstlich, absolut unlocker. Ich weiß nicht, wieso. Ich halte mich für einen ehrlichen, lieben und auch nicht unbedingt langweiligen Menschen, aber all das zeige ich garnicht richtig, denn was ich bin, ist wohl wirklich nur seltsam und langweilig. Ich mache mir dauernd Gedanken um meine Aussenwirkung, kann diese aber garnicht mehr einschätzen, weil ich vermutlich komplett anders wirke, als ich denke oder möchte. So sehr ich authentisch ich sein will - es geht nicht. Ich bekomme das Gefühl, ich stehe x Stufen unter meinem Gegenüber, das mir objektiv viel souveräner, reifer, besser vorkommt (obwohl ich das subjektiv überhaupt nicht so sehe und mich selbst eigentlich für gut halte wie ich bin) und schon werde ich zum Mäuschen. Sage ja und Amen und falle in meine Schockstarre.
Mit einigen Menschen geht das nun schon 1 Jahr so und ich weiß nicht, woran das liegt. Früher ist mir das so nie wirklich aufgefallen, weil ich diese "Mittelgruppe" viel weniger in meinem Leben vertreten hatte. Aber allgemein... es ist doch normal, dass mich nicht jeder mag. Normal, dass vielleicht manch einer den Kopf schüttelt und sich denkt/sagt "wie sieht die denn aus/ist die denn drauf/etc...", das passiert immer, das ist mir klar. Ich mache es wohl nur zum persönlichen Weltuntergang, wenn es in meinem Umfeld passiert. Und gehe auch jeder Konfrontation und auch meiner eigenen Persönlichkeit aus dem Weg.

Hat jemand einen Tipp, wie ich diesen seltsamen Knoten in meinem Kopf lösen könnte oder wie ich konkret in diesen besagten Situationen besser zur Ruhe und zu mir selbst kommen könnte? Ich bin dann auch irgendwie total verklemmt und verstockt, glaube ich und versuche der Situation möglichst zu entfliehen oder eben möglichst glatt zu sein, um keine Angriffsfläche zu bieten.

Langsam kotzt es mich wirklich selbst an, mir bei dieser jämmerlichen Show zuzusehen.
 

Benutzer96466 

Planet-Liebe Berühmtheit
Improvisationstheater. Vielleicht gibts das an deiner Uni im Unisport, vielleicht bringt das was, um dich selbst un deine Wirkungen besser einschätzen zu können.
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Ich schließ mich dem Poster über mir an. Mach was, wo du aus dir rauskommen musst. Konfrontier dich selbst mit Situationen, die neu für dich sind und wo du nichts falsch machen kannst. Du gewinnst Selbstvertrauen, lernst mit dir umzugehen und siehst, dass Überwindung meistens gar nicht so schlimm ist und sogar Spaß machen kann. Das ist mMn die beste Methode, um sich selbst in neuen oder ungewohnten Situationen wohl zu fühlen.
 

Benutzer97853 

Planet-Liebe Berühmtheit
Teilweise kenne ich das schon auch. Mich macht es sogar nervös, als Einzige unten, da wo der Prof steht, in einem vollen Hörsaal entlang zu laufen. :grin: Mit diesen trillionen Augenpaaren auf mich gerichtet.
Seit ich mir dem aber bewusst bin, begebe ich mich bewusst in unangenehme Situationen. Ich schaue den Leuten, die mir über den Weg laufen in die Augen, was ich immer gerne vermeide. Wenn ich merke, dass meine Angst lächerlich ist, tue ich es erst Recht. IMMER klappt das natürlich nicht, aber es wird besser. :smile:
Die Idee mit dem Theater ist natürlich auch gut.
Ich empfehle auch noch Sport - man fühlt sich wohler in seinem Körper und hat gleichzeitig ein anderes Auftreten.
 

Benutzer117482 

Sorgt für Gesprächsstoff
Ich kenne das auch :S geht mir auch manchmal so und bei mir ist es manchmal auch so dass ich bei meinen Freunden manchmal nicht weiß was ich jetzt mit ihnen reden soll oderso keine Ahnung früher fiel mir dass nie auf und konnte ich (meinen Erinnerungen nach) immer mehr lustig sein undso aber irgenwie komm ich nur schwer da raus. Ich weiß nicht warum.
Grüße
 

Benutzer6428 

Doctor How
Ich habe mal angefangen etwas zu ändern..so mit 16...davor war mir so ziemlich alles unangenehm, bis auf die Familie. Die Schockstarre kenne ich ebenfalls extrem gut...ohhh ja...
Blöderweise wird sowas in der Schule schnell genutzt um sich mal so richtig auszutun. Teilweise wollte ich garnicht mehr in die Schule...aber das ist etwas anderes.

Der Unterschied bei Familie, Freunden, Bekannten und Fremden besteht darin, dass der Umgang verschieden großes Geschick erfordert, der Verlust jeweils ein anderer ist, die Möglichkeit und die Häufigkeit eines Wiederzusammentreffens und das aufgebaute Vertrauen. Bei der Familie sollte es (je nach Familie) am einfachsten sein, denn die bleiben Familie. Bei Freunden hat man über einen langen Zeitram Vertrauen aufgebaut, auch wenn man sich häufig sieht, genießt man eine bestimmte Akzeptanz. Mit Bekannten ist es am markantesten, denn man ist Zweckgebunden zusammen und kann sich nicht einfach ausweichen, während das bei Fremden kaum ein Problem ist.

Ich denke, dass das Problem an sich für alles gilt und dass du auf einem SEHR guten Weg bist, dich da rauszuziehen. Du hast immerhin Freunde und Familie. Jede Bewegung ist einfach, wenn man durch seine Wurzeln nicht einfach hinfallen kann!

Der Erste Schritt ein Problem anzugehen, dass mit den eigenen Ängsten zu tun hat ist, es erstmal als solches zu erkennen.
Hast du.

Der zweite Schritt ist sich zu entscheiden, WIRKLICH zu entscheiden etwas dagegen zu unternehmen.
Weiss nicht, ob du das schon getan hast. Es ist z.B. für mich ein großer Unterschied ob mir ein Raucher sagt "Ich versuche gerade mit dem Rauchen aufzuhören", oder "Ich habe mit dem Rauchen aufgehört". Bei der ersten Aussage lache ich denjenigen meistens aus. :zwinker:

Der dritte Schritt kann auch je nach Komplexität des Problems mit Hilfe von Statten gehen: Das logische durchdenken des Problems und die Lösungsfindung. Man überlegt sich quasi was man tun kann um sein Ziel zu erreichen.

Der vierte Schritt ist die eiskalte Praxis. Wie vry en gelukkig (einer der Nicks, die ich nie tippe, sondern kopiere :grin:) schon gesagt hat, hat sie sich z.B. bewußt in die Situationen gebracht, vor denen sie Angst hatte und hat experimentiert. Ich schätze irgendwann hat sie einfach die Angst vor diesen Situationen verloren und ist innerlich lockerer geworden. In dem Moment in dem man innerlich locker ist, kann man klar denken, mit Angst kann man keine logischen Gedanken fassen.

Normalerweise würde ich jetzt noch etwas zu Punkt 3 schreiben, ich denke aber ich kann da garnicht mehr viel sagen. Du hast es ja garnicht mal schlecht zusammengefasst. Es wird nicht passieren, dass dich alle ganz doll mögen...es wird immer Leute geben, die dich nicht zu schätzen wissen. Dann muss man vor denen aber keine Angst haben. Sicht tot stellen ist genauso eine Entscheidung, wie auch irgendetwas zu sagen. Wobei das Tot-Stellen sicher eine der schlechteren Varianten ist, zumindest wenn man von allen gemocht werden möchte. Wenn man "nichts falsch" machen will, dann ist nichts-tun nur scheinbar die beste Variante, denn nichts-tun ist in Wirklichkeit "etwas".

Nochetwas: Du kennst doch sicher dieses rumgejammere, wenn man aus einer Situation herauskommt, bei der der andere Unrecht hatte: "hinterher fallen mir immer die besten Sprüche ein..." Das liegt nicht daran, dass man nicht schlagfertig ist, das liegt daran, dass man in der Situation zu viel Angst hatte um nachdenken zu können. Wär die blöde Angst nicht da gewesen, wären einem die Sprüche auch GENAU im richtigen Moment eingefallen! Also...ich halte dich nicht für zu blöd...ich halte dich für zu Ängstlich..und DAgegen kann man was tun..und dazu wünsche ich dir viel Erfolg!
 

Benutzer117469 

Sorgt für Gesprächsstoff
Ich habe Kampfsport betrieben und bin einfach ausgelassener und stärker geworden vom selbstbewusstsein her.
vielleicht bringt dir das was.

viel erfolg:smile:
 

Benutzer53291 

Verbringt hier viel Zeit
Lerne dich selbst zu lieben und stolz auf dich zu sein.

Ich mag zurückhaltende Menschen, die ein gewisses Gespür dafür haben, wie es bei anderen ankommt, was sie von sich preisgeben.

Leute, die manchmal 3 mal überlegen, bevor sie anfangen zu reden, sind eben seltener.

Ich kann dir nur raten, dich nicht so zu verhalten, wie die anderen dich gerne hätten.

Du bist wie du bist, wenn es jemanden nciht passt wie du bist, dann ist das sein Problem.

Man muss ja nicht mit jedem Freund sein, weil ohnehin nur ein geringer Kreis an Leuten, wirklich gut zu einem passt.

Ich denke, wenn man irgendwann alt ist und vielleicht kurz vor seinem Tod ist, wird man es vielleicht bereuen, wenn man an sein Leben zurück blickt und sich fragt, "warum hab nur immer o gelebt, wie die anderen es von mir wollten?! Wäre es nicht schöner sich am Ende seines Lebens zu sagen"So, jetzt kann ich auf ein gutes Leben zurückblicken, das ich so gelebt hab, wie ich es wollte. Auch wenns manchen Leuten nicht gepasst hat, wie ich mich verhalten hab, die können mich alle mal.!

:smile: Mach dein Ding, wie du es willst.
 

Benutzer113476  (36)

Benutzer gesperrt
Ich war in jungen Jahren auch tendenziell eher schüchtern und brauchte immer etwas länger, um aus mir heraus zu kommen. Ein Kumpel hat mal ganz treffend gesagt, dass ich vor Fremden eine unnahbare, coole Person vorspiele, nur um meine Schüchternheit zu verschleiern. :grin: Ist das Eis erst gebrochen, bin ich aber auch super locker drauf, auch wenn ich die Leute erst vor 10 Minuten kennengelernt habe. Bin also im Grunde nur etwas langsam. :zwinker:

Jedenfalls, mit der Zeit legte sich die Schüchternheit von selbst ab, teils auch wegen meiner "Erfolge", mit meiner Art gute Freunde gewann und auch einige Mädels auf mich standen, die selbst extrovertiert waren und eher mich eroberten, als andersrum - soweit zur ständigen Theorie im Forum, Frauen stünden nur auf "Bad Guys" und wollen von Mammut-Killern erobert werden.

Heutzutage bin ich noch immer der eher stille, nachdenklich-wirkende Typ und dieses Verhalten werde ich wohl auch nicht mehr ablegen können, allerdings komme ich damit gut zurecht, bin mit mir sozusagen im Reinen und kann Menschen, die ich nicht kenne, schnell überraschen, einige positiv und andere negativ. Aber hey, was interessieren mich die Leute, die mit meiner Art nicht klar kommen (können)!? :zwinker:

Also versuch erst gar nicht anderen irgendwas Recht machen zu wollen, kann eh nie ganz klappen und du belügst dadurch nur selber. Werde dir deiner Stärken bewusst und setze nach Notwendigkeit ein, akzeptiere deine Schwächen, denn niemand ist perfekt und was du an dir ändern kannst und möchtest, tu es, um dich für dich positiv zu entwickeln (z.B. Sport treiben, ins Solarium gehen, auch wenn Viele darüber schimpfen, dich Hobbys widmen, die dir Spaß machen, usw).
 

Benutzer79428 

Meistens hier zu finden
Hallo ihr alle,

vielen lieben Dank für die vielen Antworten und Anregungen. Ich möcht auf einiges eingehen :smile:

Dass ich mir Dinge suchen könnte, die "themenfremd" sind, also nicht mit direkter Kommunikation zutun haben, habe ich mir so noch garnicht überlegt. Sport wäre vielleicht wirklich eine Option und kommt momentan zu kurz.

vry en gelukkig schrieb:
Seit ich mir dem aber bewusst bin, begebe ich mich bewusst in unangenehme Situationen. Ich schaue den Leuten, die mir über den Weg laufen in die Augen, was ich immer gerne vermeide.
Ja, das probiere ich auch - muss aber gestehen, dass ich es nur in mehr oder minder "safen" Situationen richtig hinkriege, also zB bei komplett fremden, wo es mir dann widerum ein wenig leichter fällt...

@Damian:
vielen Dank für deinen ausführlichen Beitrag! Ich sehe vieles sehr ähnlich wie du. Natürlich ist es die Angst, die mich lähmt und auch die Angst, die meine Aussenwirkung erheblich beeinträchtigt. Mir ist auch bewusst, dass ich vermutlich durch mein angstbedingtes Verhalten oder nicht-Verhalten ein Bild verkörpere, das nicht zu mir passt, Reaktionen bekomme, die sich dann unstimmig anfühlen. Aber es ist eben ein Teufelskreis und ich weiß nicht recht, wie ich beginnen soll, wo ich ihn durchstoßen soll.

Wenn ich so darüber nachdenke, spielt die Art meines Gegenübers auch eine große Rolle. Ich bin einfach von Natur aus eher erstmal ruhig, eher Beobachter (und ich möchte an meiner Art auch garnichts ändern, damit bin ich im Reinen, ich will es nur praktisch leben können) und halte mich auch für ziemlich empathisch. Kriege also schnell ein Gefühl für die Menschen um mich herum und wenn es zwischen dem Gefühl und meiner Selbstwahrnehmung eine Diskrepanz gibt, kommen diese Probleme. Wenn ich also jemanden als mir ähnlich einschätze, ist es logischerweise weniger schlimm. Wenn jemand besonders locker, offen, chaotisch, leicht verrückt oder selber ängstlich/"anders" ist, fühle auch ich mich lockerer und gehe eher aus mir heraus und so weiter...

Dass man nicht jedem gefallen muss und kann und dass man ohnehin nur zu wenigen Leuten passt unterschreibe ich sofort. Ich bin, was meine Freunde angeht, auch relativ wählerisch. Nun habe ich aber wie gesagt in meiner Wohnung, Arbeit und Studium die Situation, dass ich Leuten, die ich eben aus einem bestimmten Grund in meinem Leben habe, gegenüberstehe, die nicht direkt meiner Wellenlänge angehören und ich ordne mich unter. Mir sind Dinge peinlich, die in einem anderen Setting total normal wären. Mir fällt wirklich auf, wie seltsam ich mich da verhalte. Besonders im Wohnbereich finde ich das problematisch, weil man sich natürlich besonders dort Harmonie wünscht und die besteht auch, aber es ist für mich einfach unangenehm und ungemütlich, weil ich aus irgendeinem seltsamen Grund eben immer auf der Hut und verspannt bin.

Die Theorie steht: einfach machen. Ich habe einige Freunde, die wirklich sie selbst sind, egal in welche Situationen man sie wirft. Die machen einfach ihr Ding, haben ihre Art und die ist dann auch noch leicht verrückt, jedenfalls nicht alltäglich, kommt aber meist sehr gut an und wenn nicht, geht die Welt nicht unter, denn ihnen geht es gut. Ich denke, mir würde es auch gutgehen, wenn ich wirklich ich sein könnte - selbst, wenn dann mal jemand ein Problem damit hätte und es ansprechen würde, mit dem nötigen Selbstbewusstsein könnte ich damit wohl umgehen und weitermachen... aber ich überlege bei jedem Handgriff, wann und wie ich ihn mache, wenn ich in einem für mich unangenehmen Setting bin.
Ich glaube, dass Authentizität auch meiner Außenwirkung ganz deutlich zugute kommen würde... aber die besitze ich im Moment einfach nicht. Ich möchte einfach mal tun und lassen, was ich möchte, sein wie ich bin, ohne darüber nachzudenken wer da nun zusieht, wen das stören könnte, wem das komisch vorkommen oder wer das lächerlich finden könnte, usw...

Vielen Dank nochmals!

---------- Beitrag hinzugefügt um 16:58 -----------

Kleiner Nachtrag: was ich im letzten Absatz meinte... wenn ich einigen meiner Freunde zusehe, habe ich das Gefühl, dass sie sich garkeine Gedanken darum machen, wie sie selbst wirken oder wie andere die Situation, etwas das sie sagen oder tun, gerade empfinden könnten. Es ist diese Selbstverständlichkeit. Für sie scheint es selbstverständlich zu sein, so wie sie sind, selbstverständlich, zu tun was sie tun usw... für mich hingegen ist garnichts selbstverständlich, jedenfalls denke ich eher: für mich könnte es das vielleicht sein, aber für mein Gegenüber doch nicht, für den ist das vielleicht total seltsam. Ich schaffe es dann nicht, diese Gedanken auszulassen und einfach mit der nötigen Selbstverständlichkeit "ich" zu sein.
 

Benutzer117319  (28)

Sorgt für Gesprächsstoff
also ich kenne das auch.
Bei mir war es früher ganz schlimm. Aber ich habe es hinbekommen, selbstbewusster und offener zu sein. Mach dich hübsch, wenn du dich schön findest, hast du schon eine andere einstellung zu dir. Und am wichtigsten: Lass dir ganz viel zeit und sein geduldig. So eine Veränderung dauert.
 

Benutzer6428 

Doctor How
Kleiner Nachtrag auch von mir:

Das mit dem sehen von anderen Personen ist meist komplizierter als man sich das so vorstellt. Ich denke JEDER macht sich Gedanken darüber, wie er wirkt. Das tue ich auch heute noch und es gehört dazu. Nur kann man den Nasen, denen man da draussen so begegnet, einfach nicht asnehen, was hinter der Stirn so passiert. Sicher wird man sich, wenn man mit "Authentizität" gut durchkommt, irgendwo auch weniger Gedanken um sein tun hand lassen machen. Das liegt aber letztlich auch an der Übung, die dahinter steht. :zwinker:

Mach dich nicht kleiner als du bist. Andere haben auch ihre Problemchen mit wiederum anderen Menschen umzugehen. Andere sind auch unsicher..man sieht es nur nicht gleich :zwinker:

On a side note: Würdest du meine Neugier befriedigen und mir sagan, wie alt du bist? :zwinker:
 
Oben
Heartbeat
Neue Beiträge
Anmelden
Registrieren