Selbstbefriedigung oder Selbstverlust?

Aschlach
Benutzer234662  (23) Ist noch neu hier
  • #1
Liebe Genossen und Genossinen,

vielen Dank im Voraus, dass ihr euch die Zeit für mich nehmt.

Ich bin männlich 24 und hatte noch nie eine feste Freundin. Das ist ziehmlich hart, denn man fragt sich oft nach den Gründen. Ich konsumiere sehr häufig und intensiv Pornos über sämtliche Plattformen wie Internetbrowser, OF, Reddit oder missbrauche andere Medien wie Instagram oder Zeitschriften für sämtliche Zwecke. Auch bin ich mittlerweile soweit, dass ich Frauen, die ich draußen sehe, danach werte, ob ich potentiell mit Ihnen schlafen würde oder nicht.

Ich weiß, dass das falsch ist und dass man das Wesen einer Frau nicht rein nach ihrem Aussehen bewerten darf. Aber auch wenn es falsch ist tue ich es dennoch. Ich habe oft versucht einfach mit Pornos aufzuhören, aber das schaffe ich nie. Ich denke immer, dass ich es auf eigener Kraft schaffen muss und wenn ich es nicht schaffe ich einfach zu schwach bin und damit natürlich ausselektiert werde für eine potentielle Beziehung. Ich habe Angst daraus nicht mehr rauszukommen, denn es zerstört mein Leben und mein Wesen nachhaltig. Hierzu meine Fragen:

-Würdest ihr das schon als Porno-Sucht bezeichnen? Also handelt es sich hierbei konkret um eine Sucht?
-Wie schaffe ich es hier raus? Wie kann ich das auf eigener Kraft schaffen?... und wenn nicht aus eigener Kraft
-Sollte ich mir professionelle Hilfe suchen? Und wenn ja habt ihr konkrete Ansprechpartner?
-Habt ihr Beziehungstipps? und zu guter Letzt
-Mach ich mir vielleicht einen zu großen Kopf und das ist ganz normal. Gibt es jemand der dieses oben beschriebene Verhalten als positives Lebensgefühl beschreiben würde?

Danke und VG
F.
 
M
Benutzer228861  (21) dauerhaft gesperrt
  • #2
Wie viel Zeit verbringst Du denn damit ?
 
D
Benutzer212586  (26) Sorgt für Gesprächsstoff
  • #3
Ich denke du solltest mal mit deinem Arzt darüber sprechen wenn es anfängt deinen Alltag zu beeinflussen wird's kritisch ( und die ersten Anzeichen sind zu erkennen in Bezug auf die Bewertung zu Frau) zumindest würde ich sagen du bist stark gefährdet in die Pornosucht zu gleiten
 
krava
Benutzer59943  (45) Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
  • #4
Hast du einen normalen Alltag mit Job, Sozialkontakten und Co? Oder besteht deine Freizeit nur aus Pornos?
Gibt es Tage ohne Pornos?

Was möchtest du mit Beziehungstipps anfangen, wenn du gar nicht weißt wie beziehungstauglich du bist?

Mindestens mit deinem Hausarzt solltest du sprechen. Du klingst schon sehr abhängig von Pornos.
 
R
Benutzer193222  (42) Verbringt hier viel Zeit
  • #5
Liebe Genossen und Genossinen,

vielen Dank im Voraus, dass ihr euch die Zeit für mich nehmt.

Ich bin männlich 24 und hatte noch nie eine feste Freundin. Das ist ziehmlich hart, denn man fragt sich oft nach den Gründen. Ich konsumiere sehr häufig und intensiv Pornos über sämtliche Plattformen wie Internetbrowser, OF, Reddit oder missbrauche andere Medien wie Instagram oder Zeitschriften für sämtliche Zwecke. Auch bin ich mittlerweile soweit, dass ich Frauen, die ich draußen sehe, danach werte, ob ich potentiell mit Ihnen schlafen würde oder nicht.

Ich weiß, dass das falsch ist und dass man das Wesen einer Frau nicht rein nach ihrem Aussehen bewerten darf. Aber auch wenn es falsch ist tue ich es dennoch. Ich habe oft versucht einfach mit Pornos aufzuhören, aber das schaffe ich nie. Ich denke immer, dass ich es auf eigener Kraft schaffen muss und wenn ich es nicht schaffe ich einfach zu schwach bin und damit natürlich ausselektiert werde für eine potentielle Beziehung. Ich habe Angst daraus nicht mehr rauszukommen, denn es zerstört mein Leben und mein Wesen nachhaltig. Hierzu meine Fragen:

-Würdest ihr das schon als Porno-Sucht bezeichnen? Also handelt es sich hierbei konkret um eine Sucht?
-Wie schaffe ich es hier raus? Wie kann ich das auf eigener Kraft schaffen?... und wenn nicht aus eigener Kraft
-Sollte ich mir professionelle Hilfe suchen? Und wenn ja habt ihr konkrete Ansprechpartner?
-Habt ihr Beziehungstipps? und zu guter Letzt
-Mach ich mir vielleicht einen zu großen Kopf und das ist ganz normal. Gibt es jemand der dieses oben beschriebene Verhalten als positives Lebensgefühl beschreiben würde?

Danke und VG
F.
Ich bin zwar in der DDR geboren und älter geworden, aber eine Genossin war ich nie 😉.
Zu deinem Thema, ist leider schwer einzuschätzen. Aber das du Frauen nur nach fickbar oder nicht bewertest, ist schon echt krass. Pornos und SB ist an sich kein Problem, aber man muss sich trotzdem immer im Klaren sein, dass es eben oft Fake ist. Auch Instagram ist teilweise Fake und Selbstdarstellung. Was sind denn die Gründe dafür, dass du noch keine Freundin hattest und was hast du bisher alles versucht? Zum Thema normal, da sehe ich dich nicht, aber normal ist das was individuell gefällt und nicht Anderen. Die Frage wäre also, empfindest du es als normal für dich?
 
L
Benutzer207776  (41) Sorgt für Gesprächsstoff
  • #6
Wenn du deine Lebensrealität selbst als "hart" wahrnimmst, machst du dir vermutlich keinen zu großen Kopf. Vielleicht kannst du versuchen, einen Mittelweg zu finden zwischen extremem Pornokonsum und kompletter Pornoabstinenz? Das wäre vielleicht einfacher durchzuziehen als ganz oder gar nicht. Ich glaube, Pornos beschädigen nicht zwangsläufig dein Bild von Frauen, solange der Pornokonsum die Ausnahme und die Realität maßgeblich bleibt.

Wer oder was selektiert dich denn aus für eine potenzielle Beziehung? Wie viel Porn du konsumierst sollte doch nach außen erst mal nicht sichtbar sein, oder meinst du damit die Zeit, die du mit Pornos verbringst, anstatt dir ne Freundin zu suchen?
 
Beantwortung der Fragen
Aschlach
Benutzer234662  (23) Ist noch neu hier
  • Themenstarter
  • #7
Danke für die bisherigen Antworten. Ich versuche alle bereits gestellten Fragen in diesem Thread zu beantworten:

M MissDreamlet : Unter der Woche ca. 0,5h pro Tag. An Wochenden wie heute mehrere Stunden (zwischen 1-3h). Kommt auf die freie Zeit an. Je mehr freie Zeit ich habe, desto mehr mache ich es. Deswegen sind WE sehr anfällig.

krava krava : Ich habe einen normalen Alltag mit einer 40h Woche. Ich pflege ein ehrenamtliches Engagement und mache 1- 2 die Woche Sport. Es gibt Tage ohne Pornos. Das sind Tage an denen ich viel zu tun habe (entweder Arbeit + Ehrenamt oder Arbeit + Sport). Das betrifft aber meistens die Arbeitstage. Meine Freizeit besteht zum Glück auch aus anderen Teilen. Aber ich merke, dass sobald ich das Verlangen nach Pornos oder SB verspüre, ich kaum noch den anderen Tätigkeiten nachgehen kann. Mein Kopf ist dann voll und braucht den "Kick" (Reize wie Pornos oder SB).

R Rosi : Ich weiß nicht, ob die Fragen Rethorik sind, aber ich beantworte sie mal. Ich habe sämtliche Dating-Platformen ausprobiert, aber hatte bisher nur einmal ein Match, und das trotz Premium Abos etc. Ich finde es nicht als normal, versuche mich aber nicht deswegen schlecht zu machen. Es ist ein ständiger zwiespalt zwischen meinem Christilichen Ethos. Deswegen stelle ich mir auch oft die Frage: Wer bin ich?

L LCattivo : Ich meine damit, dass der ständige Konsum von Pornos mein Bild von Frauen und Realität trügt. Und damit auch zwangsläufig meinen Character. Dass ich mich zu einem Charakter und einer Person entwickel, die aufgrund ihrer kaputten Ansichten und Verhaltens dauerhaft unattraktiv für Frauen ist. Und Beziehungsungeeignet.
 
K
Benutzer234578  (61) dauerhaft gesperrt
  • #8
Hallo und guten Morgen,
also zuerst mal zum Thema Selbstbefriedigung, wie auch immer du es machst oder auslebst. Es heißt Selbstbefriedigung, also du machst es dir selbst, weil es ein schönes Gefühl ist . Für mich persönlich ist es das schönste Gefühl ever, wobei für mich BDSM im Kontext noch eine große Rolle spielt. Christlich gesehen musst du dich deswegen nicht schlecht fühlen. Die sogenannten Bodentruppen mit Anspruch auf Alles was Glauben betrifft egal ob katholisch oder evangelisch haben genügend bewiesen was man mit abhängig Gläubigen alles anstellt.... und nicht ehrlich das Thema abarbeitet. Deswegen bin ich als langjähriger Katholik aus dem Verein ausgetreten, obwohl ich lange darin ehrenamtlich tätig war.
Aber zurück zum Thema: ich hatte auch bis ich 25 war keine Freundin... Erzwingen kann man eine Beziehung nicht. Ich (bin jetzt schon 61) befriedige mich heute noch regelmäßig beim Pornoschauen, weil es mir gut tut. Ich bin danach ausgeglichen ruhig und denke wieder geordneter. Klar liegt der Trieb irgendwo an den Hormonen und und und ..... halt nur rein technisch gesehen, aber es ist nun mal so und du musst umgehen damit, was oft nicht einfach ist. Wichtig ist, dass du es ja nicht öffentlich machst, also irgendwo in der Öffentlichkeit dich selbst befriedigt und andere damit einbeziehst, was sehr schlecht wäre.
Porno- oder Sexsucht kann sein muss aber nicht sein. Ich denke dein Konsum ist noch normal. Viele stehen da eh nicht offen dazu, dass sie Pornos schauen oder in Pornokinos gehen. Wenn du jeden Tag 3 Stunden Horrorfilme schaust, oder jeden Tag mit dem Mountainbike downhill rast ist das auch grenzwertig.
Jetzt zu deinen Gedanken bezüglich der Fickbarkeit von Frauen. Die Frauen werden mich steinigen, (Ich stelle mich gerne zur Verfügung um mich dafür zu bestrafen) wenn ich sage das ich auch diese Gedanken habe, und ich denke sehr viele Männer auch, weil wir, auch wenn wir uns als etwas Hochentwickeltes bzw. Mensch bezeichnen, Tiere sind die einem Trieb zur Selbsterhaltung folgen. Natürlich soll das nicht heißen, das wir das ausleben. Das verbietet der Unterschied zum Tier.
Natürlich ist das Internet nicht alleine dazu da um Kontakte zu knüpfen. Ich kenne das, weil ich mit meinen Neigungen schon ewig suche, allerdings aktuell gut versorgt bin.
Ich kann deine Sorgen nachvollziehen. Ich drücke dir die Daumen, dass bald klappt.
 
Topfrose
Benutzer215713  (42) Öfter im Forum
  • #9
Ich weiß, dass ich damit so ziemlich allein auf weiter Flur in diesem Forum stehe, aber ich sehe das durchaus kritisch, wenn man sich schon bevor man wirklich echte, eigene Erfahrungen gesammelt hat, die Synapsen mit exzessivem, regelmäßigem Pornokonsum verballert. Pornos überfluten das Gehirn mit einem unnatürlichen Cocktail an Reizen und genau das löst auch die Sucht aus. Das kann tatsächlich depressiv machen, ebenso wie Drogenkonsum und es stumpft einen ab für die normalen Reize des alltäglichen Lebens. Da spielt die moralische Komponente gar keine Rolle. Selbstefriedigung ist ja auch nicht zwingend an Pornokonsum geknüpft. Warum wird eigentlich immer so getan, als sei das ein und das selbe?

Wie schaffe ich es hier raus? Wie kann ich das auf eigener Kraft schaffen?... und wenn nicht aus eigener Kraft
Einfach nicht mehr anschauen. Wenn das nicht geht, obwohl du es willst, kann man tatsächlich professionelle Hilfe in Anspruch nehmen.
-Sollte ich mir professionelle Hilfe suchen? Und wenn ja habt ihr konkrete Ansprechpartner?
Du kannst dich an die kassenärztliche Vereinigung wenden unter 116117. Da kannst du dir ein Erstgespräch bei einem Psychotherapeuten vermitteln lassen.
 
R
Benutzer193222  (42) Verbringt hier viel Zeit
  • #10
Ich weiß, dass ich damit so ziemlich allein auf weiter Flur in diesem Forum stehe, aber ich sehe das durchaus kritisch, wenn man sich schon bevor man wirklich echte, eigene Erfahrungen gesammelt hat, die Synapsen mit exzessivem, regelmäßigem Pornokonsum verballert. Pornos überfluten das Gehirn mit einem unnatürlichen Cocktail an Reizen und genau das löst auch die Sucht aus. Das kann tatsächlich depressiv machen, ebenso wie Drogenkonsum und es stumpft einen ab für die normalen Reize des alltäglichen Lebens. Da spielt die moralische Komponente gar keine Rolle. Selbstefriedigung ist ja auch nicht zwingend an Pornokonsum geknüpft. Warum wird eigentlich immer so getan, als sei das ein und das selbe?


Einfach nicht mehr anschauen. Wenn das nicht geht, obwohl du es willst, kann man tatsächlich professionelle Hilfe in Anspruch nehmen.

Du kannst dich an die kassenärztliche Vereinigung wenden unter 116117. Da kannst du dir ein Erstgespräch bei einem Psychotherapeuten vermitteln lassen.
Eben das, warum muss SB immer mit Pornos passieren?

Lieber TS, hast du dich auch mal ohne visuelle Reize befriedigt? Hier gab es schon öfter Themen, wo der Mann sehr lange Single oder auch Jungfrau war und nur mit Pornos exzessiv masturbiert hat und dann eben beim Sex nichts mehr ging bzw. es sehr schwer war wieder Sex haben zu können. Darüber würde ich mir dann eher Gedanken machen und nicht ob dich eine Frau will, wenn du Pornos schaust.
 
K
Benutzer234578  (61) dauerhaft gesperrt
  • #11
Nur rein Infomäßig, ich habe auch schon genug Frauen kennengelernt, die sich bei Pornos selbst befriedigen. Man muss nicht immer sofort zum Therapeuten rennen, wenn man meint etwas außergewöhnliches und oder angeblich verbotenes macht. Da ich in einer Selbsthilfegruppe bin bzgl. Depressionen, habe ich gelernt, dass auch beim Thema Therapie nicht alles Gold ist was glänzt.
Es gibt für deine Situation kein Patentrezept.
Wichtig, du versaust dir nicht das Bild von Frauen durch Porno schauen. Ich denke du bist intelligent genug, das zu trennen.
Frauen sind das Beste, was uns Männern passieren kann. Ich habe, wenn auch spät, meine Frau kennengelernt und ich liebe und verehre Sie seit 37 Jahren mit allen Ecken und Kanten.
 
L
Benutzer234446  (51) Ist noch neu hier
  • #12
Ich bin männlich 24 und hatte noch nie eine feste Freundin. Das ist ziehmlich hart, denn man fragt sich oft nach den Gründen.
Ja und wieso? Was denkst du denn, was können die Gründe sein?
Ich konsumiere sehr häufig und intensiv Pornos über sämtliche Plattformen wie Internetbrowser, OF, Reddit oder missbrauche andere Medien wie Instagram oder Zeitschriften für sämtliche Zwecke. Auch bin ich mittlerweile soweit, dass ich Frauen, die ich draußen sehe, danach werte, ob ich potentiell mit Ihnen schlafen würde oder nicht.
Dann bist du ziemlich drauf und hast dich ziemlich gesteigert.
Ich weiß, dass das falsch ist und dass man das Wesen einer Frau nicht rein nach ihrem Aussehen bewerten darf. Aber auch wenn es falsch ist tue ich es dennoch. Ich habe oft versucht einfach mit Pornos aufzuhören, aber das schaffe ich nie.

Ich denke immer, dass ich es auf eigener Kraft schaffen muss und wenn ich es nicht schaffe ich einfach zu schwach bin und damit natürlich ausselektiert werde für eine potentielle Beziehung.
Den Gedanken kann ich verstehen. Aber momentan hast du ja auch noch gar keine Beziehung. Die Frage bleibt, warum nicht? Was du denkst.
Ich habe Angst daraus nicht mehr rauszukommen, denn es zerstört mein Leben und mein Wesen nachhaltig.
Du leidest. Das ist Grund genug.
Hierzu meine Fragen:

-Würdest ihr das schon als Porno-Sucht bezeichnen? Also handelt es sich hierbei konkret um eine Sucht?
Du leidest und kommst nicht los. Ein Label braucht es dann doch gar nicht. Es geht dir nicht gut.
-Wie schaffe ich es hier raus? Wie kann ich das auf eigener Kraft schaffen?... und wenn nicht aus eigener Kraft
-Sollte ich mir professionelle Hilfe suchen? Und wenn ja habt ihr konkrete Ansprechpartner?
-Habt ihr Beziehungstipps?
Was hältst du denn davon, wenn du erst das eine Thema bearbeitest und in einer weiteren Frage dann die Geschichte mit den Anbahnungs-und Beziehungstipps?
und zu guter
-Mach ich mir vielleicht einen zu großen Kopf und das ist ganz normal. Gibt es jemand der dieses oben beschriebene Verhalten als positives Lebensgefühl beschreiben würde?
Also wenn du leidest ist das Grund genug, sich Gedanken zu machen. So möchtest du ja nicht mehr leben.
 
L
Benutzer234446  (51) Ist noch neu hier
  • #13
-Wie schaffe ich es hier raus? Wie kann ich das auf eigener Kraft schaffen?... und wenn nicht aus eigener Kraft
-Sollte ich mir professionelle Hilfe suchen?
Ich hab ein wenig darüber nachgedacht.
Betrachten wir das wie eine Suchterkrankung, dann kannst du selbst natürlich mal einiges versuchen.
Erste Schritte.
Was ist der Grund, zu Filmen zu greifen?
Es können ja unterschiedliche Gründe oder Auslöser für dich sein.
Beobachte mal die Situationen oder dein Tagesgefühl, und das Gefühl kurz vorher.
Du könntest ein Situationsbuch schreiben.

Auslöser aufdecken und bewusst machen.
Daraus könntest du ableiten, was zu tun wäre.

Dann überleg dir, ob du tageweise rückwärts gehst.
Also einen Tag entziehen.
Dich doll ablenken, raus gehen, unbedingt weg von den Medien.
Geht das denn tageweise?
 
L
Benutzer234446  (51) Ist noch neu hier
  • #14
Ich habe generell überlegt, ob ich hier Zeit investiere. Weil dann meist nichts mehr kommt.
Ich habe es gemacht und einiges durchdacht.
Ich frage mich, wie viele junge Männer so drauf hängen und nicht mehr los kommen. Und es vielleicht auch nicht wollen, weil es sehr schwer ist.
Man müsste sich auseinander setzen und ins Handeln kommen.
Und seine Sucht und die vorliegenden Defizite, die dazu überhaupt geführt haben, angehen.
Hatte ich allerdings auch irgendwie erwartet.
 
K
Benutzer234578  (61) dauerhaft gesperrt
  • #15
Ich habe generell überlegt, ob ich hier Zeit investiere. Weil dann meist nichts mehr kommt.
Ich habe es gemacht und einiges durchdacht.
Ich frage mich, wie viele junge Männer so drauf hängen und nicht mehr los kommen. Und es vielleicht auch nicht wollen, weil es sehr schwer ist.
Man müsste sich auseinander setzen und ins Handeln kommen.
Und seine Sucht und die vorliegenden Defizite, die dazu überhaupt geführt haben, angehen.
Hatte ich allerdings auch irgendwie erwartet.
Ich denke, deine Aussage klingt für die jungen Männer sehr vorwurfsvoll, nur weil sie regelmäßig masturbieren. Ich bin 61 und mache es mein ganzes Leben schon, also mir es selbst machen, weil es mir Spaß macht. Es ist alles nicht gleich Sucht, weil man es regelmäßig macht. Ich denke, eher wenn es keiner selbst macht ist was falsch, weil der Sexualtrieb eine natürliche Angelegenheit ist.
 
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Lysia
Benutzer189136  (45) Öfter im Forum
  • #16
Hey Aschlach Aschlach

Den ersten Schritt hast du bereits gemacht: du hast dich und dein Verhalten reflektiert und dabei erkannt, dass du eventuell einen problematischen Umgang mit Pornografie hast. Das ist schon so, so viel!

Ab jetzt kannst du daran arbeiten - es ist aber kein leichter Weg.
Das Perfide an dieser Sucht (bzw. Pornografie-Nutzungsstörung, wie es auch genannt wird) ist, dass man sie oft erst dann erkennt, wenn man schon Mitten drin ist.
Besonders problematisch ist die sofortige Verfügbarkeit von Inhalten und die ständige Konfrontation mit Sexualisierung im Alltag. Kaum ein Film oder Serie ohne gewisse Szenen, Werbeplakate, Zeitschriften, soziale Medien, vieles wird zur "Gefahr".
Die Gesellschaft ist da leider noch nicht ausreichend sensibilisiert. Sie können sich nicht vorstellen, dass das Bikini Bild auf Insta oder die Person in Unterwäsche in einem schnöden Werbeprospekt mitunter ein Trigger für Betroffene sein können.
Von den Prozessen, die da im Hirn ablaufen, die Dopamin Falle, wie Wesensverändernd das sein kann - dazu kann man sich Wissen aneignen.

Du findest hier weiterführendes (YourBrainOnPorn) zum Thema, wenn du dich mehr informieren magst.

Pornografie kann harmlos sein, sie ist es aber eben nicht für jeden.

Das stellt einen vor großen Herausforderungen: man muss unter schweren Bedingungen lernen, seine Impulse zu kontrollieren.

Fragen:

-Würdest ihr das schon als Porno-Sucht bezeichnen? Also handelt es sich hierbei konkret um eine Sucht?
-Wie schaffe ich es hier raus? Wie kann ich das auf eigener Kraft schaffen?... und wenn nicht aus eigener Kraft
-Sollte ich mir professionelle Hilfe suchen? Und wenn ja habt ihr konkrete Ansprechpartner?
-Habt ihr Beziehungstipps? und zu guter Letzt
-Mach ich mir vielleicht einen zu großen Kopf und das ist ganz normal. Gibt es jemand der dieses oben beschriebene Verhalten als positives Lebensgefühl beschreiben würde?
Deine erste Frage beantwortest du bereits selbst:
Ich habe oft versucht einfach mit Pornos aufzuhören, aber das schaffe ich nie.
Ich habe Angst daraus nicht mehr rauszukommen, denn es zerstört mein Leben und mein Wesen nachhaltig.
Aber ich merke, dass sobald ich das Verlangen nach Pornos oder SB verspüre, ich kaum noch den anderen Tätigkeiten nachgehen kann. Mein Kopf ist dann voll und braucht den "Kick" (Reize wie Pornos oder SB).
Wenn du merkst, dass du etwas eigentlich nicht willst, aber das Gefühl hast, nicht anders zu können - dann wird es zu einem Problem, welches man unbedingt ernst nehmen sollte.

Man kann es mit viel Selbstdisziplin und Ehrlichkeit sich selbst gegenüber schaffen. Das ist aber oft hart. Man muss mit Rückfällen rechnen... Da ist es oft hilfreich, wenn man damit nicht ganz alleine ist und Kraft, Verständnis und Akzeptanz aus einer Gruppe ziehen kann.

Ans Herz legen kann ich dir die Gruppe: Anonyme Sexsüchtige
Mein Mann besucht diese Gruppe regelmäßig und empfindet sie als gewinnbringend.
Wichtig ist, da ein wenig dran zu bleiben und dem Ganzen eine reelle Chance zu geben.

Auch kannst du eine Verhaltenstherapie anstreben, da eben mit dem Schwerpunkt Pornografie, Nutzungsstörung, Impulskontrolle.

Beziehungstipps habe ich leider nicht zur Hand. Eventuell ist es aber auch da hilfreich, an den Problemen zu arbeiten. Nicht selten isoliert die "Sucht" ja auch, man schämt sich... Das alles transportiert man mit sich, man kann es ungewollt ausstrahlen.

Ich wünsche dir viel Erfolg!

Vielleicht magst du uns auf dem Laufenden halten, wie es dir ergeht?!
 
L
Benutzer234446  (51) Ist noch neu hier
  • #17
Ich denke, deine Aussage klingt für die jungen Männer sehr vorwurfsvoll, nur weil sie regelmäßig masturbieren. Ich bin 61 und mache es mein ganzes Leben schon, also mir es selbst machen, weil es mir Spaß macht. Es ist alles nicht gleich Sucht, weil man es regelmäßig macht. Ich denke, eher wenn es keiner selbst macht ist was falsch, weil der Sexualtrieb eine natürliche Angelegenheit ist.
Ach, wo denkst du hin, auf keinen Fall. An einer schönen Zeit mit sich selbst ist nichts auszusetzen. Ich halte das eher für gesund.
Aber der TE hat geschrieben, er leidet. Und er hat nach Rat gefragt.
Und es kommt dann wenig Response.
Aber vielleicht reicht es ihm so auch, und er kann es für sich durchdenken.
Es muss ja jeder seinen eignen Weg gehen.
Er klang recht verzweifelt.
Vorwerfen würde ich ihm nichts.
Es ist ja sein Leben.
Und auch seine Art damit umzugehen, das stimmt schon.
Da darf ich auch etwas lernen.
Eher weniger sagen. :smile:
Er hat ja Hilfe bekommen.
 
K
Benutzer234578  (61) dauerhaft gesperrt
  • #18
Ach, wo denkst du hin, auf keinen Fall. An einer schönen Zeit mit sich selbst ist nichts auszusetzen. Ich halte das eher für gesund.
Aber der TE hat geschrieben, er leidet. Und er hat nach Rat gefragt.
Und es kommt dann wenig Response.
Aber vielleicht reicht es ihm so auch, und er kann es für sich durchdenken.
Es muss ja jeder seinen eignen Weg gehen.
Ja es ist schwer das zu trennen, weil man unter den Regularien, durch Elternhaus, Schule, Kirche etc. immer irgend etwas falsch macht, gerade wenn es um Sexualität geht, da kommt das schlechte Gewissen hoch. Da kommt man ins grübeln, wie was wo... Du hast Recht mit der Aussage: "Es muss ja jeder seinen eignen Weg gehen", sonst ist man verloren. Er muss aus der Gedankenspirale etwas Schlechtes zu tun raus, und neu sortieren.
Der TE hat sich bisher noch wenig gemeldet....

Ich habe mich gestern Mittag, weil ich wieder extremen Stress habe, erleichtert, allerdings wie immer, natürlich habe mein Maso-Touch mit einbezogen.
 
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