Selbst auferlegter Leistungsdruck blockiert mich...

Benutzer80024 

Verbringt hier viel Zeit
Hallo.
Also, wie schon in einem anderen Thread hier erwähnt ist mein Selbstbewusstsein nicht sehr groß. Nur als Randinformation vorneweg.

Mein momentanes Problem ist, dass ich gerade Master suche, die ich auf meinen Bachelor draufsatteln kann. Den Bachelorabschluss erhalte ich aber voraussichtlich erst in 3 Semestern. Egal. Besser zu früh als zu spät. Dadurch ist mir nämlich jetzt auch bewusst geworden, dass ich bisher praktisch nichts vorzuweisen habe... mein Abi war ok (2,0), Studium (BWL) läuft auch ganz gut (mom. Schnitt von 1,85)... aber bis auf 2 Pflichtpraktikas (1 und 2 Wochen lang^^) hab ich null "Berufserfahrung", also weder Ferienjobs oder Praktikas.
Ich habe mich natürlich gefragt, wieso das so ist und ich nich wie alle anderen in meinem Alter (20) jobbe oder schon ne Palette an Praktikas aufzuweisen habe.
Nun: mein Ergebnis war, dass ich viel zu sehr Angst davor habe den Anforderungen eines Chefs nicht gewachsen sein zu können, sodass ich es schon im Vorhinein lasse, ernsthaft was zu suchen und mich zu bewerben. Ich lese zwar fleißig Stellenanzeigen (immerhin will ich ja erst austesten welche Richtung im Master es genau sein soll), aber meist scheitert es dann schon an den dort genannten Voraussetungen. Steht da zb was von Kommunikationsfähigkeit oder Auffassungsgabe (etc.) leg ich das gleich weg, weil ich denke, dass ich das eh nicht bin und es nur peinlich wird wenn mich einer nehmen sollte.
Ich hoffe ihr blickt ein wenig durch in meinem Text.
Mich ängstigen nur schon im Vorfeld Situation wie wenn ich in nem Praktikum mal was falsch mache oder nachfragen muss weil ich was vergessen/ nicht verstanden habe. Das das dann Konsequenzen hat. Ich "ausgelacht" oder mitleidig angeschaut werde.

Ich glaube ja, ich habe völlig verzerrte Ansichten vom Arbeitsmarkt^^. Nur fehlt mir der Mut einfach mal ins eiskalte Wasser zu springen um festzustellen wies wirklich ist.

Habt ihr einen Rat?
Danke im Voraus.
 

Benutzer90972 

Team-Alumni
spring!
klingt simpel, ist es im ersten moment aber vllt nicht.

ich habe vor 2 jahren mit meinem jetzigen nebenjob angefangen und war mir auch nicht sicher, ob ich das so schaffe wie ich soll. aber es hat alles super geklappt und ich habe sogar eine empfehlung bekommen, als ich aufhören musste.

irgendwann musst du ns eiskalte Wasser springen. und wenn du mich fragst, je früher umso besser.
du sagst ja selbst, dass es dir helfen wird dich für den richtigen master zu entscheiden.

es gibt also nur vorteile: du lernst etwas, kannst dich orientieren, verdienst eventuell ein bisschen geld.
und das man am anfang fehler macht ist völlig normal. eine einarbeitungszeit gibt es überall.
also nur mut :smile:
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Es bleibt dir wohl nicht viel Anderes übrig, als irgendwann ins kalte Wasser zu springen...
Spätestens nach deinem Master musst du ja wohl oder übel ins Berufsleben starten.

Aber höchstwahrscheinlich wirst du nach dem Sprung ins Wasser, von dem du denkst, es sei eiskalt, erstaunt feststellen, dass das Wasser doch höchstens ein wenig erfrischend, aber keineswegs kalt ist.

Und selbst wenn du bei einem solchen Praktikum, Ferienjob, o.Ä. merkst, dass du damit nicht zurecht kommst, ist das eine sehr gute Erfahrung. - Denn dann weisst du schon mal, in welche Richtung du besser nicht gehen solltest.
(Diese Erfahrung habe ich bei einem kurzen Pflichtpraktikum während meiner Schulzeit gemacht und sie hat mich vor einem Studium bewahrt, das mir definitiv nicht gefallen würde)

Aber warum schreckst du denn vor der Anforderung "Auffassungsgabe" zurück? - Mit einem guten Abi und einem guten Schnitt im Studium dürftest du diese Anforderung wohl durchaus erfüllen... und eine gewisse Auffassungsgabe braucht man wohl wirklich bei jedem Job, der über stupide Fließbandarbeit, o.Ä. hinausgeht.

Ich habe immerhin schon ein klein wenig Berufserfahrung, bzw. Arbeitserfahrung gesammelt und meine Erfahrungen waren bisher nur positiv:
Bei meinen einfachen Ferienjobs (stupide, blöde Arbeit) war schon vorher klar, dass ich die intellektuellen Anforderungen locker erfülle und ich kam mit meinen Kollegen und Vorgesetzten gut zurecht (sie waren teilweise froh, dass endlich mal jemand da war, der bei der Arbeit auch ein wenig mitgedacht hat).
Und diesen Sommer habe ich einen ziemlich anspruchsvollen Ferienjob in einer Branche gemacht, in der ich später evtl. mal arbeiten will (in vielen anderen Bereichen wäre so etwas nur als unbezahltes Praktikum möglich, aber ich habe dafür sogar Geld bekommen :zwinker:) und auch hier war ich wirklich begeistert: Meine Kollegen und Vorgesetzten haben mir immer geholfen, wenn ich Hilfe brauchte, ich wurde nie ausgelacht oder mitleidig angeschaut. Dafür habe ich zum ersten mal bemerkt, wie viel ich im Studium eigentlich wirklich gelernt habe und wie viel davon ich in der Praxis anwenden kann. Und letztendlich waren alle Leute in der Firma mit meiner Arbeit sehr zufrieden. (Mein Zeugnis, das ich am Schluss bekommen habe, könnte überhaupt nicht mehr besser ausfallen)
 

Benutzer42813 

Beiträge füllen Bücher
Also, ich habe eher die Erfahrung gemacht, dass es einem negativ ausgelegt wird, wenn man nicht um Hilfe fragt.

Die meisten Leute da draußen sind ganz nett und helfen einem Berufseinsteigerli in der Firma, das um Rat und Hilfe bittet, sehr gerne. Sie freuen sich, wenn jemand da ist, der ihnen die Chance gibt, eigenes Erlerntes weiterzugeben.

Von daher ist es sogar nett von dir, wenn du am Anfang noch nicht alles weißt und manchmal nachfragst :zwinker:.
 

Benutzer92463 

Sorgt für Gesprächsstoff
jo... hier kann man ruhigen gewissens sagen "Spring" :grin:

Das Anforderungsprofil ist doch klar

KEIN Unternehmen würde in die Anzeige schreiben

Wir suchen einen Studenten mit
- mittelmäßigen / schlechten Noten
- ohne jegliche vorerfahrung
- wenig bis keine Fähigkeit zur Kommunikation
- geringer Auffassungsgabe
- etc.


Ich glaube siehst was ich meine. :zwinker:


Aber ich kann dich dennoch verstehen - mir gehts vom Gefühl her ähnlich. Ich habe zwar eignetlich schon viel gemacht (Ausbildung, abgeschlossenes Ingenieur Studium, Praktika und Jobs) nun mache ich nen Zweitstudium aber der Gedanke "Ich kann doch eigentlich garnix" blieb über die Jahre hinweg bestehn und wird wohl auch in der Zukunft bestand haben :ratlos:
 

Benutzer37188 

Meistens hier zu finden
Es geht nicht nur dir so, das kann ich dir versichern. :zwinker:
Auch ich hab im dritten Bachelor-Semester jetzt mal zurückgeblickt auf das, was ich vorweisen kann. Und ganz ehrlich.. Es sieht mau aus. Meine Noten sind mittelmäßig, ich hab null Praktika oder sonstwas. Ich stand vor dem gleichen Problem wie du und befinde mich gerade in dem "Sprung". :grin: Da sich hier in diesem Nest Praktika nicht sonderlich gut organisieren lassen, hab ich beim Asta angefragt. Die haben mehrere Referate, in denen man sich engagieren kann - das ist eine interessante Tätigkeit, man lernt neue Leute kennen, nimmt einiges für die Persönlichkeit mit und es macht sich gut im Lebenslauf. Die Leute dort sind eigentlich immer super nett und führen dich langsam an deine Aufgabe heran. Wäre so etwas nicht was für dich?

Mach die Augen zu und trau dich einfach! :smile: Jede Erfahrung wird dich reicher machen.
 

Benutzer30217 

Sophisticated Sexaholic
Abgesehen davon, dass die Anzeigen immer zu wünschenswerte Profile fordern: Wenn dich ein Praktikum überfordert, dann kannst du da auch mit deinem Chef drüber reden. Menschen lernen eben unterschiedlich und unterschiedlich schnell, haben unterschiedliche Vorkenntnisse usw ...
 
Oben
Heartbeat
Neue Beiträge
Anmelden
Registrieren