Gefühlschaos Sekundärbeziehung Poly

L
Benutzer185950  Öfter im Forum
  • #1
Guten Morgen,
ich bin seit ein paar Monaten in einer Beziehung mit einer Frau, die einen Partner und Kinder hat. Und so soll es für sie auch bleiben. Das bedeutet, dass es eine Polybeziehung zwischen uns ist und ich die sekundäre Partnerin bin. Bevor ich sie kennenlernte, hatte ich überhaupt keine Berührungspunkte mit Polyamorie und wäre auch nie auf die Idee gekommen, so zu leben. Und auch jetzt ist es nicht so, dass das meine bevorzugte Lebensweise ist. Ich bin überfordert damit, die Zweite zu sein und immer sozusagen die 2. Geige spiele. Wenn man an den Sinn von Poly denkt, dass alle einverstanden sind und man einen Mehrwert daraus zieht, muß ich sagen, dass es bei mir nicht so ist. Momentan akzeptiere ich die Umstände, mehr aber auch nicht. Ich hoffe, dass sich das noch ändert und ich lockerer werde, denn ich liebe diese Frau und möchte mit ihr zusammen sein. Ich würde nie von ihr verlangen, sich ganz zu mir zu bekennen und ihren Partner zu verlassen, dann würde eher ich Schluss machen.
Kann man Poly lernen? Wie kann ich lernen, immer hinten anzustehen und nicht neidisch zu sein? Wie gehe ich mit dem Vermissen um und wie schaffe ich es, dass das „Wir“, von dem sie unweigerlich spricht, weil sie mit ihrem Partner lebt und dann viel Zeit verbringen, mir nicht jedesmal einen Stich verpasst?
Oder bin ich vielleicht für dieses Modell überhaupt nicht geschaffen?
 
O
Benutzer181927 (55) Öfter im Forum
  • #2
Schon mal versucht ihren Partner mit ein zu beziehen, sprich einen FFM dreier?
Oder ist das nicht dein Ding?
 
Zauberschnitte
Benutzer189381  Verbringt hier viel Zeit
  • #3
Du bist nicht nur zweite geige sondern eher die dritte/vierte....

Denn sie hat Kinder und lebt mit Mann und Kindern.

Kennt ihr Mann und die Kinder dich?
 
L
Benutzer185950  Öfter im Forum
  • Themenstarter
  • #4
Schon mal versucht ihren Partner mit ein zu beziehen, sprich einen FFM dreier?
Oder ist das nicht dein Ding?
Das möchten wir alle nicht. Die Beziehung ist nur zwischen ihr und ihm und zwischen ihr und mir.
 
L
Benutzer185950  Öfter im Forum
  • Themenstarter
  • #5
Du bist nicht nur zweite geige sondern eher die dritte/vierte....

Denn sie hat Kinder und lebt mit Mann und Kindern.

Kennt ihr Mann und die Kinder dich?
Dass die Kinder im Leben von Eltern immer an oberster Stelle stehen, ist völlig klar und wären für mich niemals eine Konkurrenz oder sowas. Darum sehe ich mich in der Beziehung als 2. Geige.
Die Kinder kennen mich und der Mann auch.
 
Kokiri
Benutzer157013  Planet-Liebe-Team
Moderator
  • #6
Schon mal versucht ihren Partner mit ein zu beziehen, sprich einen FFM dreier?
Oder ist das nicht dein Ding?
Off-Topic:

Das Problem hier dürfte anders gelagert sein und nicht rein auf der sexuellen Ebene bestehen. Ich finds immer etwas plump bei Polythemen reinzuwerfen: "dann probiert halt zu dritt zu vögeln." was soll sich denn da an der Grundproblematik ändern?
 
Kokiri
Benutzer157013  Planet-Liebe-Team
Moderator
  • #7
L Lilly4 kannst du denn konkret benennen, was dich an deinem Stand besonders beschäftigt?
Ist es die Zeit, die dir gewidmet wird?
Dass du nicht mit ihr zusammen wohnen kannst?
Etwas in ihrem Umgang mit dir?
Gibt es Ansatzpunkte, dir da etwas entgegen zu kommen?
 
L
Benutzer185950  Öfter im Forum
  • Themenstarter
  • #8
L Lilly4 kannst du denn konkret benennen, was dich an deinem Stand besonders beschäftigt?
Ist es die Zeit, die dir gewidmet wird?
Dass du nicht mit ihr zusammen wohnen kannst?
Etwas in ihrem Umgang mit dir?
Gibt es Ansatzpunkte, dir da etwas entgegen zu kommen?
Ich glaube, es ist, dass ich in vielen Dingen wie ein Single lebe, aber eigentlich keiner bin. Weihnachten, Silvester etc. verbringen wir getrennt.
Spontan sehen, weil es die Gemütslage von einem von uns beiden erfordern würde, geht halt nicht, es muss alles geplant werden.

Sie ist mir gegenüber aber sehr einfühlsam und versucht, mich mit einzubeziehen und offen zu sein und versucht auch, mir gegenüber aufmerksam zu sein. Ich kann da gar nichts Negatives sagen und trotzdem ist es schwierig für mich, nie Hauptperson zu sein. Sie ist es für mich halt und das zeige ich ihr auch. Ich weiß aber auch, dass sie sehr viel für mich empfindet und das ist absolut ehrlich und wundervoll.
Du siehst, ich bin durcheinander und überfordert…
 
L
Benutzer185950  Öfter im Forum
  • Themenstarter
  • #9
Off-Topic:

Das Problem hier dürfte anders gelagert sein und nicht rein auf der sexuellen Ebene bestehen. Ich finds immer etwas plump bei Polythemen reinzuwerfen: "dann probiert halt zu dritt zu vögeln." was soll sich denn da an der Grundproblematik ändern?
Genau, es geht nicht um das Sexuelle. Wäre es nur das, wäre es einfacher.
 
Wildgans
Benutzer161271  Meistens hier zu finden
  • #10
Sich unterzuordnen, kann man lernen, denke ich. Aber kann man lernen, glücklich zu seien, wenn die eigenen Bedürfnisse dauerhaft nicht befriedigt werden? Ich glaube kaum. Da verkümmert auf Dauer sie Seele.
Ob Du nicht für Poly-Beziehungen geschaffen bist? Du scheinst nicht für die aktuelle Konstellation geschaffen zu seien.
 
lemonicetea
Benutzer194795  (26) Klickt sich gerne rein
  • #11
Im Grunde hast du ein stärkeres Nähebedürfnis als sie bzw als sie dir aufgrund ihrer Situation geben kann.

Wie ist denn dein Verhältnis zum Mann? Versteht ihr euch gut oder geht ihr euch lieber aus dem Weg? Und wie zu den Kindern? Inwiefern wirst du von deiner Freundin einbezogen? Ein wenig komisch find ich es schon, dass ihr euch an den Feiertagen so gar nicht seht.
 
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Benutzer189381  Verbringt hier viel Zeit
  • #12
Sorry aber es klingt wie zwei unterschiedliche Welten.

Auf der einen Seite lebt sie mit Mann und Kinder..... Oder macht was mit dir.

Warum geht es nicht zusammen?

Warum bist du Weihnachten und Silvester außen vor?
 
L
Benutzer185950  Öfter im Forum
  • Themenstarter
  • #13
Sich unterzuordnen, kann man lernen, denke ich. Aber kann man lernen, glücklich zu seien, wenn die eigenen Bedürfnisse dauerhaft nicht befriedigt werden? Ich glaube kaum. Da verkümmert auf Dauer sie Seele.
Ob Du nicht für Poly-Beziehungen geschaffen bist? Du scheinst nicht für die aktuelle Konstellation geschaffen zu seien.
Das kann sein. Ich weiß es nicht, es ist alles noch neu und keiner von uns hat damit Erfahrungen.
 
L
Benutzer185950  Öfter im Forum
  • Themenstarter
  • #14
Sorry aber es klingt wie zwei unterschiedliche Welten.

Auf der einen Seite lebt sie mit Mann und Kinder..... Oder macht was mit dir.

Warum geht es nicht zusammen?

Warum bist du Weihnachten und Silvester außen vor?
Wir kennen uns erst ein paar Monate und vorher hat keiner von uns so gelebt. Wir müssen uns da erst rantasten. Und der Mann und ich kennen uns noch nicht wirklich. Darum können wir die Zeit nicht zusammen verbringen.
 
L
Benutzer185950  Öfter im Forum
  • Themenstarter
  • #15
Im Grunde hast du ein stärkeres Nähebedürfnis als sie bzw als sie dir aufgrund ihrer Situation geben kann.

Wie ist denn dein Verhältnis zum Mann? Versteht ihr euch gut oder geht ihr euch lieber aus dem Weg? Und wie zu den Kindern? Inwiefern wirst du von deiner Freundin einbezogen? Ein wenig komisch find ich es schon, dass ihr euch an den Feiertagen so gar nicht seht.
Der Mann und ich kennen uns (noch) nicht, die Kinder kennen und mögen mich.
Ich glaube, er geht mir aus dem Weg und möchte bisher nicht auf mich treffen. Für mich wäre es leichter, wenn wir uns kennen würden. Für sie auch und ich weiß, dass sie sich das wünschen würde. Aber wenn er das nicht will, sollte man ihn nicht dazu zwingen.
 
Zuletzt bearbeitet:
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Benutzer189381  Verbringt hier viel Zeit
  • #29
Damit diese Konstellation funktioniert, muss vor allem bei den drei erwachsenen Klarheit herrschen.

Und das sehe ich eben überhaupt nicht.

Liest sich für mich eher nach Doppelleben deiner Partnerin. Und das hat einen ganz bitteren Beigeschmack.

Er "duldet" dich bisher. Das hat nichts von Akzeptanz.

Deine Partnerin versucht ihm und dir Gegenüber gerecht zu werden (was ihr nicht gelingt)

Und du fühlst dich als zweite geige.

Also eine Menge Murks.... Enttäuschung....und wenig klare Verhältnisse
 
Machaa
Benutzer184451  (28) Öfter im Forum
  • #35
Daran gedacht habe ich auch schon, aber ich kann mir niemand anders in meinem Gefühlsleben vorstellen und dann wäre das für jeden anderen auch nicht gut.
Ich verstehe nicht viel von Poly-Beziehungen und vlt wage ich mich jetzt auch zu weit vor. Aber dieser Satz macht mich hellhörig. Bist du sicher, dass du überhaupt poly empfindest? Gerade dieses "kann mir niemand anders in meinem Gefühlleben vorstellen" spricht für mich sehr dagegen und unterscheidet dich von anderen Beiträgen polyamorer Menschen, die ich hier schon gelesen habe. Ich denke zwar auch, dass sich einfach mal Jemanden suchen nicht auf Kommando geht, aber bei dir scheint ja gar keine Motivation da zu sein. Völlig legitim, aber vlt passen Poly-Beziehungen dann auch nicht zu dir? Mir erscheint das eher als eine Notlösung, von der Seite des Mannes und von deiner Seite aus. Ich kann mir vorstellen, dass es für einen von euch sehr verletzend enden wird und es kann gut sein, dass du diejenige bist. Tut mir Leid, dass ich so wenig optimistisch bin, aber ich würde ernsthaft darüber nachdenken, die Notbremse zu ziehen, auch wenn das sicher nicht einfach ist.
 
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Benutzer189381  Verbringt hier viel Zeit
  • #37
. Heißt aber nicht, dass wir alle das nicht lernen können. Es gubt nicht nur schwarz und weiß.
Ich gehe auch nicht davon aus das ihr es so geplant hattet.

Sie lebte bisher in einer 08/15 monogamen Beziehung mit einem Mann.

Die beiden sind verheiratet und haben Kinder.

Dann habt ihr beide euch kennen gelernt und verliebt.

Und nun steht das bisherige Konzept völlig auf dem Kopf. Und ja, es liegt in der Natur der sache, das du erstmal der Eindringling bist.

Er hat seine Frau geheiratet und wollte diese 08/15 Beziehung. Nun bist du da und er ist überfordert und am sortieren.

Er liebt seine Frau und es gibt zig Varianten warum er dich "duldet". Darüber zu spekulieren ist aber Mist.

Du hast Bedürfnisse die nicht erfüllt werden. Aber aus Angst sie zu verlieren, steckst du zurück.

Die Frau ist aber zwischen den Stühlen. Sie weiß das du nicht glücklich bist und ihr Mann wird auch nicht Happy sein.

Dazwischen sind auch noch Kinder......und wie die aufwachsen sollen.

Aber eines sollte dir völlig klar sein. Poly kann man nicht lernen.

Und du "duldest" ihren Mann auch nur, so wie er dich "duldet"
 
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Benutzer189381  Verbringt hier viel Zeit
  • #76
Naja, es gibt zumindest Therapeuten, die dem Konstrukt nicht negativ entgegen stehen. So häufig wird das aber wohl nicht sein, dass sich da jemand drauf spezialisiert hat.
Ist es überhaupt nötig das man sich darauf spezialisiert?

Ich denke nicht.

Denn ob zwei oder fünf Personen. Die Basis bleibt die gleiche.

Ehrlichkeit, Offenheit, vertrauen, Respekt, Kompromiss Bereitschaft.

TS und der Ehemann brauchen keine Freunde werden. Aber es ist immer eine ganz ungute Dynamik wenn so viele offene Fragen und Unsicherheiten im Raum stehen und es in zwei verschiedene Welten gelebt wird.

Schnittmenge sind diese Frau inkl. Kinder.

Und dann buhlen zwei Menschen um die Gunst dieser Frau während sie selbst aber keinerlei Kontakt zueinander haben.

Ganz ehrlich, da braucht kein Therapeut der Welt eine Spezialisierung um diese ungute Dynamik aufzudròseln.
 
crawlerX
Benutzer174241  (41) Verbringt hier viel Zeit
  • #79
Ist das denn notwendig?
Find ich schon. Wenn er nicht Poly fühlt und das Ganze nur zur Rettung der Gesamtsituation tut, dann ist das von ihr (der Ehefrau, nicht der TS) egoistisch, da zwei nicht-Poly-Menschen in eine Poly-Struktur zu nötigen. Weil wenn der Mann monogam fühlt und sich in einer polyamorösen Beziehung nicht wohl fühlt, dann ist eine Trennung oft der bessere Schritt als Leute in Situationen zu drücken, in denen sie sich nicht wohlfühlen. Da stauen sich schnell ganz viel frustrierte Emotionen auf.

Und es heißt ja auch "polyamorös", das heißt gleiche Liebe für mehrere Personen gleichzeitig. Wenn man dann doch nur die eigenen Wünsche durchdrückt und seine Partnerinnen und Partner irgendwie dazu bringt halt mitzumachen ist das einfach nur egoistisch.
 
L
Benutzer185950  Öfter im Forum
  • Themenstarter
  • #83
Ich fühle nicht Poly und er auch nicht und ich finde nicht, dass das sein müßte, um so eine Konstellation zu leben. Sie fühlt so und hat von Anfang an mit offenen Karten gespielt. Als sie das für sich feststellte, hat sie mit ihrem Partner darüber geredet und dass sie das auch ausleben möchte. Er war damit einverstanden und warum er zustimmte, war erstmal seine Sache. Zu dem Zeitpunkt kannten wir uns noch gar nicht. Das passierte erst so ein Jahr später. Vor mir legte sie die Karten auch gleich auf den Tisch. Ich konnte also sofort entscheiden, ob ich mich darauf einlasse oder nicht. Es wurde und wird keiner gezwungen.
Ich bin hier, um das Polyfühlen zu verstehen und um mich mit Gleichgesinnten oder jemand, der in ihrer Situation ist oder in seiner, auszutauschen, auch um zu schauen, was für Tipps es vielleicht gibt. Und mit Tipps meine ich nicht, dass man mir rät, mich nicht in eine Ehe einzumischen oder man mir vorwirft, die Kinder nicht zu sehen und ihnen Schaden zuzufügen.
Die Erwachsenen akzeptieren jeweils beide Seiten:
- Sie und ich akzeptieren, dass er mich nicht kennenlernen möchte
- Sie akzeptiert dass er über alles Wichtige informiert werden möchte und immer weiß, wann wir uns sehen
- Er akzeptiert, dass wir uns regelmäßig sehen möchten, auch mal über Nacht und er erlaubt, dass sie Kinder Zeit mit mir verbringen
- Sie akzeptiert, dass ich einbezogen werden möchte in ihren Alltag und versucht, so weit es geht, mir genügend Aufmerksamkeit zu schenken
- Ich akzeptiere, dass sie eine Partnerschaft mit ihm hat, die ich ihr nicht ausreden will und dass die Familie an erster Stelle steht, dass wir wichtige Tage nicht gemeinsam verbringen und er seine Frau nicht verlieren will

Natürlich sind wir alle irgendwie egoistisch, aber wir wahren auch die Grenzen der anderen und haben auch die Kinder im Blick.
Jeder kann jederzeit die Notbremse ziehen und dann muß geschaut werden, was dann für Konsequenzen gezogen werden.
Ich werde meine Notbremse erst dann ziehen, wenn ich das alles nicht mehr akzeptieren kann oder ich feststelle, dass es doch nicht für viele Kompromisse reicht…

Ich würde mich weiterhin über Austausch freuen und danke bis hierhin allen, die sich so wohlwollend und hinterfragend Zeit genommen haben und sich Zeit dafür nehmen werden.
 
L
Benutzer185950  Öfter im Forum
  • Themenstarter
  • #91
So wie ich das jetzt verstanden habe, ist der Partner Deiner Freundin für ein solches Verhältnis nicht offen, und nur sie fühlt sich wirklich "poly" und wäre ohne Dich nicht glücklich. Hat aber trotzdem einen Mann und Kinder. Und Du selbst wärst am liebsten in einer normalen Beziehung mir ihr, weil Du Dich nicht wirklich "poly" fühlst.

Du siehst selbst, dass das so nicht passt.

Es ist schön und gut, eine Vision zu haben. Aber irgendwann sollte man auch erkennen, dass das eine Illusion bleiben wird.
Er ist
Poly - mono Beziehungen können funktionieren, das ist mal nicht der Punkt. Verabschiede dich von dem Gedanken, dass du auch poly sein musst, damit das funktioniert.

Die Frage ist eher: reicht dir das, was deine Freundin bereit ist dir zu geben? Wie kann das für dich funktionieren, so dass du glücklich bist? Gibt es eine Variante in der sie ihren Nestingpartner behalten kann, der zufrieden ist und du einen Platz hast?

du sagst, dass es bereits fixe Tage gibt, du verbringst Zeit mit ihr und den Kindern, du bekommst schon Raum. Das genügt nicht, was ja vollkommen legitim ist, bleibt immer noch die Frage was die Situation für dich verbessern würde.

Alternative Beziehungskonzepte fordern alle Beteiligten, man muss reflektieren, immer wieder neu evaluieren - wie in jeder Beziehung, nur dass hier mehr Individuen involviert sind, was es durchaus ein Stück komplizierter macht, aber auch eine Riesen Chance sein kann. Nämlich ein Mehr an Möglichkeiten, an emotionalen Spielarten, an Emotionen und Glücksgefühlen,...

Solange du nicht weißt, was du eigentlich willst, wie sollen die anderen dir dann gerecht werden in dem Ganzen? Die Situation ist neu für euch, für jeden Beteiligten, gib ihnen die Chance einen Weg zu finden und dafür braucht es von dir eine Landkarte.
Danke für deine Gedanken, über die ich nachdenken werde. Besonders das mit der Landkarte…Ja, wie sollen alle wissen, was ich brauche, wenn ich es selbst noch nicht richtig weiß. So ist es dann auch schwer, auf mich zu reagieren.
Ich glaube, ich brauche ein Signal, dass sich was bewegt und dass ich spüre, zwar die zweite, aber nicht weniger wichtig zu sein. Ich habe darüber nachgedacht, was seitdem passiert ist, seit wir zusammen sind. Und von dem, dass wir uns alle paar Wochen mal sehen, wenn sie Zeit hat, hat es sich entwickelt, dass wir uns innerhalb der Woche und fast alle zwei Wochen am Wochenende sehen. Sie räumt mit Platz und Zeit ein und ich klammere aber nicht an ihr in der Zwischenzeit. Der Mann akzeptiert diese Entwicklung auch. Es heißt ja immer, es braucht Geduld. Da muss ich vielleicht etwas langsamer werden…
 
L
Benutzer185950  Öfter im Forum
  • Themenstarter
  • #96
Es kann jeder seine Meinung haben und die muß sich auch nicht mit meiner decken, aber jemanden, den man nicht kennt, in Schubladen zu packen und darauf herumzureiten, dass das niemals klappen wird, hat für mich nichts mit einem offenen Ohr in einem Forum zu tun.
Ich bin total für Denkanstöße, Erfahrungsberichte und Tipps und auch dafür, mal kritisch über die Sache zu schauen und zu hinterfragen, dafür danke ich allen. Und sowas bringt mich weiter.
 
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Benutzer189381  Verbringt hier viel Zeit
  • #103
Mit euch ist es noch sehr frisch. Vertrauen muss wachsen.
.das der Ehemann dich nicht kennenlernen will, ist verständlich und muss respektiert werden.

Es sorgt allerdings auch für einen sehr großen Unsicherheit Faktor.

Denn du weißt nie was er denkt und anders herum.

Das erzeugt einen unguten Nebel.

Denn natürlich kann es verschiedene Ursachen dafür geben

1. Wenn er dich nicht kennenlernt bleibst du ein Gespenst für ihn.

2. Er tut es als Phase seiner Frau ab und will das ganze nicht allzu ernst nehmen.

3. Er hat tatsächlich überhaupt kein Problem damit aber will das sauber getrennt haben.

Die nächste schwierigkeit sind Absprachen zwischen drei! Personen, wovon 2 gar nicht miteinander sprechen.

Deine Partnerin/seine Ehefrau ist praktisch das Sprachrohr für die jeweils andere Partei.

.......

Ich kann dir wirklich nur raten, bei dir zu bleiben. Was ist OK für dich und was nicht.

Und ob es wirklich OK ist wie es ist und nicht auf etwas zu hoffen (zu dritt am Tisch) was vielleicht nie eintreten wird.

.........

Ich schiebe der Frau sicher nicht den schwarzen Peter zu. Denn ich kann mir gut vorstellen das sie ehrliche Gefühle für euch beide hat und auf keinen verzichten möchte.

Das alles unter einen Hut zu bekommen, ist nicht einfach. Ihre Ängste absolut nachvollziehbar.

Zudem noch der umstand das du bisher nur in hetero Mono Beziehungen warst und nicht poly bist.

Das alles ist bestimmt sehr aufregend und was neues. Gleichzeitig sollte man genau das aber nicht außer acht lassen.

Liebe allein reicht oft nicht - das ist eine der schwersten Lektionen im leben
 
S
Benutzer188774  (47) Öfter im Forum
  • #108
Die Poly-Ehefrau macht klare Ansagen und eiskalt ihr eigenes Ding.

Wo liest Du das denn? Auf mich wirkt die Poly-Frau eher selbst etwas überfordert. Für sie ist das Ganze ja auch neu und sie versucht, zwei geliebte Menschen "unter einen Hut" zu bekommen, obwohl diese und auch sie selbst unterschiedliche Bedürfnisse haben. Ich persönlich finde die Situation für die TE auch sehr schwierig und hätte mich auf so ein Modell, in dem man selbst nie die Hauptperson für den Anderen sein kann, vermutlich nicht eingelassen. Nur weil man selbst aber diese Beziehungsform für sich nicht annehmen kann, muss man ja nicht gleich jedem Beteiligten Egoismus (Poly-Frau) oder, ich nenne es mal Naivität (TE), oder Selbstaufgabe (Ehemann) unterstellen. Wenn Menschen zusammenkommen, die so unterschiedliche Wünsche und Bedürfnisse haben, wird es halt schwierig. Entweder versucht man es (mit Erfolg oder man leidet) oder man gibt es auf. Diese Entscheidung können eh nur die Beteiligten treffen.
 
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Benutzer189381  Verbringt hier viel Zeit
  • #122
. Und auch jetzt ist es nicht so, dass das meine bevorzugte Lebensweise ist.
Warum lebst du dann so?
Ich bin überfordert damit, die Zweite zu sein und immer sozusagen die 2. Geige spiele.
Ich glaube überfordert ist das falsche Wort.
Wenn man an den Sinn von Poly denkt, dass alle einverstanden sind und man einen Mehrwert daraus zieht, muß ich sagen, dass es bei mir nicht so ist. Momentan akzeptiere ich die Umstände, mehr aber auch nicht.
Du hast es nicht akzeptiert sondern nimmst es zähneknirrschend hin.

Hättest du es akzeptiert, dann würdest du anders fühlen.
Ich hoffe, dass sich das noch ändert und ich lockerer werde, denn ich liebe diese Frau und möchte mit ihr zusammen sein.
Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und klar kann man sich mit der Zeit an alles gewöhnen.
Wie kann ich lernen, immer hinten anzustehen und nicht neidisch zu sein?
Glaubst du das Neid in einer Beziehung Platz haben sollte? Und warum nimmst du das Alarmsignal "neidisch" nicht ernst?
Wie gehe ich mit dem Vermissen um und wie schaffe ich es, dass das „Wir“, von dem sie unweigerlich spricht, weil sie mit ihrem Partner lebt und dann viel Zeit verbringen, mir nicht jedesmal einen Stich verpasst?
Auch hier..... Das klingt nicht gesund.
Oder bin ich vielleicht für dieses Modell überhaupt nicht geschaffen?
Ehrlich gesagt - ich denke nicht.

...........

Es ist eine Sache, offen für was neues zu sein. Eine andere sich selbst und seine Bedürfnisse zu untergraben.
.
Wenn sie bei dir ist, wird alles super toll sein. Aber wehe sie ist bei ihm..... Dann kreisen die Gedanken in Dauerschleife. Eifersucht und Neid kommen auf. Zudem auch seelische schmerzen.

Das nimmst du alles in Kauf für die wunderbare Zeit wenn sie bei dir ist.

Das ist eine achterbahn. Und Achterbahnen der Gefühle machen auch etwas mit einem - man gewöhnt sich an Himmelhoch und zu Tode betrübt.

Es beginnt ein ganz unguter Kreislauf.
 
L
Benutzer185950  Öfter im Forum
  • Themenstarter
  • #123
Warum lebst du dann so?

Ich glaube überfordert ist das falsche Wort.

Du hast es nicht akzeptiert sondern nimmst es zähneknirrschend hin.

Hättest du es akzeptiert, dann würdest du anders fühlen.

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und klar kann man sich mit der Zeit an alles gewöhnen.

Glaubst du das Neid in einer Beziehung Platz haben sollte? Und warum nimmst du das Alarmsignal "neidisch" nicht ernst?

Auch hier..... Das klingt nicht gesund.

Ehrlich gesagt - ich denke nicht.

...........

Es ist eine Sache, offen für was neues zu sein. Eine andere sich selbst und seine Bedürfnisse zu untergraben.
.
Wenn sie bei dir ist, wird alles super toll sein. Aber wehe sie ist bei ihm..... Dann kreisen die Gedanken in Dauerschleife. Eifersucht und Neid kommen auf. Zudem auch seelische schmerzen.

Das nimmst du alles in Kauf für die wunderbare Zeit wenn sie bei dir ist.

Das ist eine achterbahn. Und Achterbahnen der Gefühle machen auch etwas mit einem - man gewöhnt sich an Himmelhoch und zu Tode betrübt.

Es beginnt ein ganz unguter Kreislauf.
Einzelne Sätze auseinanderzunehmen, ist allerdings jetzt auch nicht zielführend. Ich habe gesagt, dass die Situation für mich schwierig ist und dass ich lernen muss, mit meinen Gefühlen wie 2. Geige, Neid und der neuen bisher nicht bevorzugten Lebensweise umzugehen. Ich bin bereit für diese Achterbahn, darf doch aber sagen, dass mich dies noch überfordert...
Und nein, ich drehe gerade nicht durch, weil sie bei ihm ist. Denn ich weiß, dass sie mich liebt und das mit den Gefühlen für ihn nichts zu tun hat. Sie liebt uns nicht auf die gleiche Weise, sondern jeden von uns individuell.
 
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Benutzer189381  Verbringt hier viel Zeit
  • #124
Ich habe gesagt, dass die Situation für mich schwierig ist und dass ich lernen muss, mit meinen Gefühlen wie 2. Geige, Neid und der neuen bisher nicht bevorzugten Lebensweise umzugehen.
Was meinst du damit "umzugehen"?

Abtrainieren? Das sie verschwinden wenn du dich daran gewöhnt hast?

Oder das sie von allein verschwinden?

Ich bin weder pro oder contra zu poly eingestellt.

Jeder soll so leben wie es ihn glücklich macht.

Hier ist es allerdings etwas komplizierter.

Eine dreier Beziehung, wovon zwei keinen Kontakt haben.

Dann noch Kinder mittendrin die mit allen drei Kontakt haben und Umgang pflegen. Ganz unabhängig von der Liebesbeziehung kann es in diesem Punkt zusätzlich zu Sprengstoff führen, den du offenbar noch gar nicht auf dem Schirm hast. Stichwort Patchwork

Ich will dir deine Beziehung nicht ausreden oder schlecht machen.

Ich möchte dich nur auf kritische Punkte aufmerksam machen. Denn nur wenn ihr diese Sachen klar benennen könnt, habt ihr die Chance die Problematik anzugehen.
 
L
Benutzer185950  Öfter im Forum
  • Themenstarter
  • #125
Was meinst du damit "umzugehen"?

Abtrainieren? Das sie verschwinden wenn du dich daran gewöhnt hast?

Oder das sie von allein verschwinden?

Ich bin weder pro oder contra zu poly eingestellt.

Jeder soll so leben wie es ihn glücklich macht.

Hier ist es allerdings etwas komplizierter.

Eine dreier Beziehung, wovon zwei keinen Kontakt haben.

Dann noch Kinder mittendrin die mit allen drei Kontakt haben und Umgang pflegen. Ganz unabhängig von der Liebesbeziehung kann es in diesem Punkt zusätzlich zu Sprengstoff führen, den du offenbar noch gar nicht auf dem Schirm hast. Stichwort Patchwork

Ich will dir deine Beziehung nicht ausreden oder schlecht machen.

Ich möchte dich nur auf kritische Punkte aufmerksam machen. Denn nur wenn ihr diese Sachen klar benennen könnt, habt ihr die Chance die Problematik anzugehen.
Dass ich das Neue, das ich so bisher noch nicht kannte, als normal bezeichnen werde irgendwann, das meine ich damit. Dass ich mich da hineinlebe, so wie die anderen beiden hoffentlich auch.

Dass ich die Kinder nicht auf dem Schirm habe, ist so nicht richtig, das habe ich schon mehrmals gesagt. Wir sind da ganz behutsam rangegangen, damit sie mich kennenlernen und es war alles mit dem Mann besprochen. Und es ist für mich auch dann ein besprechen, wenn es nur die beiden tun, weil ich davon ausgehe, dass das der Wahrheit entspricht, was sie mir erzählt.
 
Kuschelbär55
Benutzer187176  (56) Verbringt hier viel Zeit
  • #126
Dass ich das Neue, das ich so bisher noch nicht kannte, als normal bezeichnen werde irgendwann, das meine ich damit. Dass ich mich da hineinlebe, so wie die anderen beiden hoffentlich auch.

Dass ich die Kinder nicht auf dem Schirm habe, ist so nicht richtig, das habe ich schon mehrmals gesagt. Wir sind da ganz behutsam rangegangen, damit sie mich kennenlernen und es war alles mit dem Mann besprochen. Und es ist für mich auch dann ein besprechen, wenn es nur die beiden tun, weil ich davon ausgehe, dass das der Wahrheit entspricht, was sie mir erzählt.
Ich kann dich nur ermutigen, den Weg weiterzugehen, auch wenn er für euch drei neu ist. Ich habe schon den Eindruck, dass ihr da aufeinander achtet und euch eben alle erst mit der Situation 'arrangieren' musst, da es eben fur alle nicht eine schon jahrelang praktizierte Lebensweise ist und entsprechende Erfahrungen sogar mit anderen Beteiligten vorliegen. Ich denke aber auch persönlich, ihr müsst schon gut aufpassen und viel kommunizieren, dass ihr euch da nicht überfordert und etwas 'durchzieht', was eigentlich mindestens einem von euch eben nicht so liegt bzw. seinem schon erwähnten Rahmen entspricht. Ich denke darauf wollen die teils kritischen Fragen hier auch hinaus, dass dir klar wird, man kann sich nicht gegen die eigenen Überzeugungen oder Gefühle an etwas 'gewöhnen'. Ich bin persönlich auch der Ansicht, wenn sich zwei der drei nicht kennen, muss das kein Schaden sein, es ist halt nicht 'ganz' poly, aber es muss ja auch 'nur' für euch drei eben passen und wünsche euch, dass ihr das hinbekommt!
 
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Benutzer189381  Verbringt hier viel Zeit
  • #127
L Lilly4

Ich merke das ich nicht das rüber bringen kann um was es mir geht.

Die beiden besprechen untereinander wie du die Kinder kennenlernst und Du hast dich dem zu fügen.

Das erzeugt doch ein Gefühl von zweiter Geige 🎻 auch wenn es verständlich ist.

Die beiden besprechen wann du sie treffen kannst oder wann sie bei dir übernachten kann. Und du fügst dich dem.

Auch hier, völlig verständlich aber hat einfach einen Beigeschmack.

Denn hier geht es eben nicht um eine dreier Beziehung sondern um eine mindestens Fünfer Beziehung da die Kinder da sind.

Du musst dich also nicht nur mit dem Mann und seinen Bedürfnissen arrangieren sondern vielmehr denen der Kinder.

Deine Gefühle wie zweite geige, Neid usw finde ich daher völlig normal.

Es wird noch zig Situationen geben.... Elternabend, familienfeste, Geburtstage, weihnachten usw wo du außen vor bleiben wirst oder separat feiern wirst.

Denn auch wenn die Gesellschaft heute viel offener ist. Ich persönlich würde meinen poly Lebenstil nicht in der Schule präsentieren wollen. Nicht wegen den erwachsenen sondern wegen der Mitschüler und um die eigenen Kinder zu schützen.

Hast du das alles wirklich auf dem Schirm?
 
L
Benutzer185950  Öfter im Forum
  • Themenstarter
  • #128
Ich kann dich nur ermutigen, den Weg weiterzugehen, auch wenn er für euch drei neu ist. Ich habe schon den Eindruck, dass ihr da aufeinander achtet und euch eben alle erst mit der Situation 'arrangieren' musst, da es eben fur alle nicht eine schon jahrelang praktizierte Lebensweise ist und entsprechende Erfahrungen sogar mit anderen Beteiligten vorliegen. Ich denke aber auch persönlich, ihr müsst schon gut aufpassen und viel kommunizieren, dass ihr euch da nicht überfordert und etwas 'durchzieht', was eigentlich mindestens einem von euch eben nicht so liegt bzw. seinem schon erwähnten Rahmen entspricht. Ich denke darauf wollen die teils kritischen Fragen hier auch hinaus, dass dir klar wird, man kann sich nicht gegen die eigenen Überzeugungen oder Gefühle an etwas 'gewöhnen'. Ich bin persönlich auch der Ansicht, wenn sich zwei der drei nicht kennen, muss das kein Schaden sein, es ist halt nicht 'ganz' poly, aber es muss ja auch 'nur' für euch drei eben passen und wünsche euch, dass ihr das hinbekommt!
Danke, da kann ich dir nur zustimmen in allen Punkten. Ich habe nicht vor, dauerhaft gegen meine Überzeugungen zu handeln, ich habe ja noch keine Erfahrungen damit und muss mir vielleicht erstmal neue Überzeugungen erarbeiten. Ich will natürlich in mich hineinhören und -fühlen und schauen, ob sich meine eingangs beschriebenen Bedenken legen oder verändern, wenn ich feststelle, dass wir uns ein gutes Konstrukt aufbauen. Und vor allem ist das Ziel, dass es allen damit gut geht.
Ob es mit der Zeit einen Kontakt zum Mann geben wird, werde ich ja sehen, ich wäre jedenfalls offen dem gegenüber.
 
HarleyQuinn
Benutzer121281  (34) Planet-Liebe ist Startseite
  • #129
Kinder sind da übrigens weitaus weniger befangen im Schnitt als die Eltern. :zwinker:
 
L
Benutzer185950  Öfter im Forum
  • Themenstarter
  • #130
L Lilly4

Ich merke das ich nicht das rüber bringen kann um was es mir geht.

Die beiden besprechen untereinander wie du die Kinder kennenlernst und Du hast dich dem zu fügen.

Das erzeugt doch ein Gefühl von zweiter Geige 🎻 auch wenn es verständlich ist.

Die beiden besprechen wann du sie treffen kannst oder wann sie bei dir übernachten kann. Und du fügst dich dem.

Auch hier, völlig verständlich aber hat einfach einen Beigeschmack.

Denn hier geht es eben nicht um eine dreier Beziehung sondern um eine mindestens Fünfer Beziehung da die Kinder da sind.

Du musst dich also nicht nur mit dem Mann und seinen Bedürfnissen arrangieren sondern vielmehr denen der Kinder.

Deine Gefühle wie zweite geige, Neid usw finde ich daher völlig normal.

Es wird noch zig Situationen geben.... Elternabend, familienfeste, Geburtstage, weihnachten usw wo du außen vor bleiben wirst oder separat feiern wirst.

Denn auch wenn die Gesellschaft heute viel offener ist. Ich persönlich würde meinen poly Lebenstil nicht in der Schule präsentieren wollen. Nicht wegen den erwachsenen sondern wegen der Mitschüler und um die eigenen Kinder zu schützen.

Hast du das alles wirklich auf dem Schirm?
Also, da fehlen dir einfach Infos…die beiden haben nicht besprochen, wie ich die Kinder kennenlerne. Sondern sie hat mich gefragt, ob ich die Kinder kennenlernen möchte und in welchem Rahmen ich mich am wohlsten fühle. Das habe ich gesagt und sie hat es mit ihrem Mann besprochen und es wurde als gut befunden.

Wann wir uns sehen und wann sie bei mir übernachtet, bespricht sie nicht nur mit ihm, sondern auch mit mir. Sie fragt mich genauso oft, wann ich sie sehen möchte als andersrum. Denn ich habe ja auch ein Leben mit Arbeit, Freunden und Verpflichtungen und das müssen wir alles abstimmen. Es ist nicht so, dass sie was vorgibt und ich springen muss.
Dazu kommt auch, dass wenn ich sie frage, ob sie an einem bestimmten Tag Zeit hat, sie es bespricht und es letztendlich nur dann nicht gemacht wird, wenn da schon andere Termine vorher waren.
Natürlich spielen da auch die Termine der Kinder mit rein, das ist ganz klar.
Aber letztendlich sind das alle Dinge, die man mit einem Kalender plant und regelt und da hat jeder seine Wichtigkeit.

Dass wir in der Schule der Kinder nicht als Paar auftreten, ist auch von mir gewollt, denn letztendlich geht das dort eh niemanden was an. Wozu da groß Aufregung erzeugen.

Was für mich wirklich gefühlsmäßig schwierig ist, sind Geburtstage, Kranksein und Weihnachten. Aber ich hoffe, dass wir uns da rantasten können und für die Zukunft vielleicht Wege finden, womit es auch mir gut geht. Wie gesagt, ist das alles Neuland für uns und ich kann nicht erwarten, dass man mich plötzlich unter den Weihnachtsbaum setzt, wenn es vor ein paar Monaten noch nicht mal klar war, dass es mich gibt.
 
Bria
Benutzer65313  Toto-Champ 2008 & 2017
  • #131
Ich persönlich sehe als vorerst einziges Problem die Tatsache, dass ihr euch eben nicht gemeinsam an einen Tisch setzen könnt, sondern alle Kommunikation über sie läuft. Nicht weil ich ihr unterstelle, dass sie da absichtlich was verdreht, sondern weil es IMMER zu Schwierigkeiten kommt, wenn man nicht direkt kommunizieren kann. Das ist ohnehin schon nicht einfach, über eine dritte aber doch sehr schnell sehr fehleranfällig.
Ich verstehe, dass er dich nicht treffen möchte, aber eigentlich zeigt mir das, dass er das Konstrukt bisher nur widerwillig akzeptiert und nicht so wirklich offen ist. Was verständlich ist - bloß macht es das komplizierter. Ihr könnt nicht an einem Strang ziehen, ihr könnt nicht gemeinsam planen, ihr könnt keine Wünsche für alle direkt äußern. Ich glaube (!), dass das so nicht funktionieren kann. Sollte sich das in ein paar Wochen geben ist es das eine. Sollte das so bleiben sehe ich schwarz.

Du solltest für dich (!) Klarwerden, ob du das kannst. Im Zweifel an ihrem Geburtstag nicht da sein. Keine gemeinsamen Urlaube, kein Weihnachten. (Wie war das dieses Jahr?) Der Alltag mag sich gut regeln können, aber an besonderen Tagen wird es schwer. In deinem Eingangspost schreibst du, dass du damit nicht gut klarkommst und das verstehe ich. Angenommen, es bliebe so. Könntest du dich damit arrangieren, wärest du glücklich?
 
L
Benutzer185950  Öfter im Forum
  • Themenstarter
  • #132
Ich persönlich sehe als vorerst einziges Problem die Tatsache, dass ihr euch eben nicht gemeinsam an einen Tisch setzen könnt, sondern alle Kommunikation über sie läuft. Nicht weil ich ihr unterstelle, dass sie da absichtlich was verdreht, sondern weil es IMMER zu Schwierigkeiten kommt, wenn man nicht direkt kommunizieren kann. Das ist ohnehin schon nicht einfach, über eine dritte aber doch sehr schnell sehr fehleranfällig.
Ich verstehe, dass er dich nicht treffen möchte, aber eigentlich zeigt mir das, dass er das Konstrukt bisher nur widerwillig akzeptiert und nicht so wirklich offen ist. Was verständlich ist - bloß macht es das komplizierter. Ihr könnt nicht an einem Strang ziehen, ihr könnt nicht gemeinsam planen, ihr könnt keine Wünsche für alle direkt äußern. Ich glaube (!), dass das so nicht funktionieren kann. Sollte sich das in ein paar Wochen geben ist es das eine. Sollte das so bleiben sehe ich schwarz.

Du solltest für dich (!) Klarwerden, ob du das kannst. Im Zweifel an ihrem Geburtstag nicht da sein. Keine gemeinsamen Urlaube, kein Weihnachten. (Wie war das dieses Jahr?) Der Alltag mag sich gut regeln können, aber an besonderen Tagen wird es schwer. In deinem Eingangspost schreibst du, dass du damit nicht gut klarkommst und das verstehe ich. Angenommen, es bliebe so. Könntest du dich damit arrangieren, wärest du glücklich?
Dass es nicht ideal ist, dass der Mann nicht so offen sein kann, ist mir natürlich bewusst, aber ich glaube, dass es trotzdem funktionieren kann.

Wir werden nächstes Jahr zu zweit in den Urlaub fahren und an meinem Geburtstag war sie da und auxin nächstes Jahr wird sie da sein. Das ist schon mal beides schön.
Ihr Geburtstag wird ein Problem sein und den werden wir nachfeiern müssen.
Weihnachten war ich bei meiner Familie und sie war bei ihrer. Wie das nächstes Jahr sein wird, werden wir im Laufe der Zeit sehen.

Wenn ich dauerhaft mit den Umständen nicht umgehen kann, wäre ich natürlich nicht glücklich…
 
Bria
Benutzer65313  Toto-Champ 2008 & 2017
  • #133
Dass es nicht ideal ist, dass der Mann nicht so offen sein kann, ist mir natürlich bewusst, aber ich glaube, dass es trotzdem funktionieren kann.
Du scheinst von dem allen mittlerweile sehr überzeugt, in mehreren Beiträgen. Darf ich daher einmal nachfragen, was genau du mit Hilfe dieses Threads herausfinden möchtest? Oder hattest du schon neue Erkenntnisse? Vielleicht hilft uns das, hilfreiche Beiträge zu geben. Du scheinst alles nämlich sehr zu verteidigen, irgendwie verstehe ich, glaube ich, nicht ganz, wo das Problem liegt :smile:
 
L
Benutzer185950  Öfter im Forum
  • Themenstarter
  • #134
Du scheinst von dem allen mittlerweile sehr überzeugt, in mehreren Beiträgen. Darf ich daher einmal nachfragen, was genau du mit Hilfe dieses Threads herausfinden möchtest? Oder hattest du schon neue Erkenntnisse? Vielleicht hilft uns das, hilfreiche Beiträge zu geben. Du scheinst alles nämlich sehr zu verteidigen, irgendwie verstehe ich, glaube ich, nicht ganz, wo das Problem liegt :smile:
Ich bin überzeugt von meinen Gefühlen für meine Freundin und durch das Schreiben hier habe ich festgestellt, dass das alles gar nicht so konfus ist wie ich eigentlich dachte. Durch die ganzen Fragen, wie wir was handhaben, stelle ich scheinbar fest, dass wir uns da mittlerweile schon ein Konstrukt aufgebaut haben, was mit anfangs gar nicht so bewusst war. Trotzdem gehen halt manchmal die Gefühle mit mir durch, wenn ich sie vermisse, gerne bei ihr wäre, wenn ich nur von den Gefühlen her enger an ihrer Seite wäre als es der Fall sein kann. Und mir diesen immer mal durchbrechenden Gefühlen gilt es umzugehen. Das ist nicht leicht und das wird mich vielleicht immer begleiten, wenn ich diese Beziehung leben will.
 
Zauberschnitte
Benutzer189381  Verbringt hier viel Zeit
  • #135
Und mir diesen immer mal durchbrechenden Gefühlen gilt es umzugehen. Das ist nicht leicht und das wird mich vielleicht immer begleiten, wenn ich diese Beziehung leben will.

Durchbrechen kann nur etwas, wenn es im inneren bereits rumort und verdrängt/unterdrückt wird.

Und genau das anerkennen dieser Gefühle gestattet du dir nicht.

Du willst nicht neidisch sein. Neidisch sein ist böse usw.

Ich finde Neid nicht böse - er zeigt nur auf das du etwas haben möchtest was du nicht hast.

Daher finde ich es wirklich falsch, den Neid abtrainieren zu wollen oder sich an die Situation zu gewöhnen.

Momentan sind die positiven Gefühle wenn ihr zusammen seid aber so toll, das die negativen Gefühle in Kauf genommen werden.

Das ist auch nachvollziehbar.

Mein Rat ist daher nicht die Beziehung sofort zu beenden, sondern achtsam dir selbst Gegenüber zu sein.

Eben nicht in den Verteidigungsmodus zu gehen sondern inne halten und ganz genau in sich selbst rein hören.
 
L
Benutzer185950  Öfter im Forum
  • Themenstarter
  • #136
Durchbrechen kann nur etwas, wenn es im inneren bereits rumort und verdrängt/unterdrückt wird.

Und genau das anerkennen dieser Gefühle gestattet du dir nicht.

Du willst nicht neidisch sein. Neidisch sein ist böse usw.

Ich finde Neid nicht böse - er zeigt nur auf das du etwas haben möchtest was du nicht hast.

Daher finde ich es wirklich falsch, den Neid abtrainieren zu wollen oder sich an die Situation zu gewöhnen.

Momentan sind die positiven Gefühle wenn ihr zusammen seid aber so toll, das die negativen Gefühle in Kauf genommen werden.

Das ist auch nachvollziehbar.

Mein Rat ist daher nicht die Beziehung sofort zu beenden, sondern achtsam dir selbst Gegenüber zu sein.

Eben nicht in den Verteidigungsmodus zu gehen sondern inne halten und ganz genau in sich selbst rein hören.
Ich gestatte mir die Gefühle, sonst könnte ich sie ja nicht benennen. Und natürlich überwiegen die Glücksgefühle, wenn wir uns sehen, wenn es nicht so wäre, wäre das ja nicht das richtige.

Ich glaube einfach, dass gerade wir beide da nicht auf einen Nenner kommen, wir haben da zu unterschiedliche Gedanken zu und das ist auch ok.
 
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