Seid ihr nachtragend?

Benutzer135586 

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Redakteur
Hallo Leudis,

mich interessiert, ob ihr nachtragend seid. :sneaky: Wenn ja, wie sehr? Wann besonders? Wie reagieren andere darauf? Sei es Partner, Freunde, Familie... Wie geht IHR damit um? Wart ihr früher nachtragend und habt euch bis heute gebessert? Oder auch umgekehrt vielleicht? Erzählt doch mal.

Zu mir: Naja, sagen wir es so, ich bin es wohl häufiger mal...Vielleicht ein wenig zu häufig. :sorry: Und ich weiß, dass das keine gute Sache ist, aber ich arbeite daran, auch wenn es nicht immer leicht ist.
Mein Freund ist im Gegensatz zu mir jemand, der sauer sein kann und wenn die Sache geklärt ist, wieder kuschelt. Kann ich gaaaaaar nicht ab. Am schlimmsten war es immer zuhause bei meinen Eltern, wenn mein Vater gerade eben noch rumgebrüllt hat und dann mich im nächsten Moment drücken wollte. Macht er heute noch. Furchtbar! Dadurch hat meine Abreg-Phase immer viel, viel länger gedauert. Ob das vielleicht daher kommt? Weiß ich nicht... Aber wie gesagt, ich arbeite dran. :ashamed:

Jetzt seid ihr dran! :grin: Ich bin gespannt!

Liebe Grüße,
KayKay
 

Benutzer130414 

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auf jeden Fall...
besonders bei meinen Schwestern.... die lassen aber auch alles liegen...

Ok. zurück zum nötigen Ernst der Lage.

Nö. Garnicht.
nur bei einwas. Wenn meine Frau nachtragend ist und mir was vorwirft, woran ich mich nicht mehr erinnere in dem festen wissen, das sie auch nicht perfekt ist, ich mir aber die explizite Situation, die ich ihr nun vorhalten könnte ehh schon längst wieder vergessen hab.
Und das passiert so oft, das ich da nachtragend bin!
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Nein, eher nicht. Finde sowas auch sehr anstrengend. Komme aus einer Familie, in der "nichts vergessen" wurde und diese Haltung hat so einiges kaputt gemacht. Ich bin zum Glück nicht so, wobei das wohl eher daran liegt, dass man mich nicht so leicht... äh... wütend/sauer machen kann. Ich suche idR den Fehler immer bei mir (selbst wenn jemand anderer Scheiße baut), und wenn ich ihn bei mir suche, dann kann ich auch niemand anderen verantwortlich machen, ergo auf niemand anderen wütend sein. Ob diese Strategie gesünder für mich ist, weiß ich aber auch nicht :zwinker:

Es ist aber so: Wenn mich jemand aufregt, denke ich eher drüber nach, warum mich jemand aufregt oder was ich tun kann, damit er mich nicht mehr aufregt bzw. wie ich mich verhalten kann, dass er sich eher so verhält, wie ich es gerne hätte. Schaffe ich das nicht, dann bin ich eher auf mich wütend als auf wen anderen.
 

Benutzer10802 

Planet-Liebe Berühmtheit
Normalerweise nicht, oder nicht sonderlich - in meinem direkten, näheren Umfeld ist da zumindest noch nie etwas passiert, dass den Impuls bei mir ausgelöst hätte und ich bin ein recht ausgeglichener, schwer aus der Ruhe zu bringender Mensch, der versucht die Welt auch mal aus der Perspektive seiner Mitmenschen zu sehen, sie verstehen will und folglich recht viel Verständnis für andere - und ihre Launen und "Fehler - aufbringt, somit über manches hinwegsehen oder es verzeihen kann und wenig wirklich krumm nimmt.

Es gibt aber durchaus ("größere") Dinge die ich nicht verzeihen kann oder will - mit jemandem der sich sowas leistet, will ich dann aber auch wirklich nichts mehr zu tun haben.
 
G

Benutzer

Gast
Ich handel nie nachtragend. Das heißt aber nicht, dass ich vielleicht in Gedanken immer super korrekt bin.
Das heißt, dass ich vielleicht wegen einer Sache beleidigt bin, aber ich würde nie daraus eine große Sache machen oder mich nachtragend verhalten :smile:pfff:smile:.
 

Benutzer89539 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Ich bin ein harmoniebedürftiger Mensch. Aus diesem Grund kann ich sehr versöhnlich sein. Aus dem gleichen Grund kann ich aber auch nachtragend sein.

Prinzipiell will ich mit meinem Umfeld gut auskommen. Ich hab kein Problem damit, Friedensangebote zu machen oder eine Aussprache zu suchen. Ich suche auch immer meine eigenen Fehler in einem Konflikt. Und ich kann auch getrost mal fünfe grade sein lassen.

Schwierig wird es allerdings, wenn ich das Gefühl habe, mit der anderen Person auf keinen grünen Zweig mehr zu kommen, wenn die andere Person auf Klärungsversuche aggressiv, unehrlich, herablassend oder ähnlich unmöglich reagiert - dann will ich mit dieser Person nichts mehr zu tun haben. Ist die Person trotzdem Teil meines Umfeldes, dann suche ich die Konfrontation, bis sich die Situation auf die eine oder andere Weise geklärt hat.

Ich halte nichts davon, negative Gefühle auf Dauer in sich reinzufressen - aber das heißt eben auch mal zu sagen "Nein, ich lasse die Sache jetzt NICHT darauf beruhen und tue so, als wäre nix."
 

Benutzer133456  (49)

Beiträge füllen Bücher
Ich bin stets katzenhaft galant und charmant, auch, wenn ich es mit Menschen zu tun habe, die ich hasse. Ein bisschen wie ein Bond villain. Und ich lasse solche Leute dann auch charmant laechelnd im entscheidenden Moment zur Hoelle fahren. Die wissen nie, was los ist, weil sie bis dahin denken, ich sei nicht nachtragend.
:cool:
Ha.
 

Benutzer150418 

Verbringt hier viel Zeit
Ich bin eigentlich noch nie nachtragend gewesen. Ich mag es nicht, auf jemanden böse zu sein oder wütend wegen jemandem. Einerseits möchte ich solche Gefühle nicht mit mir herum tragen und andererseits ist es menschlich, Fehler zu machen und die Versöhnung/Aussprache ist immer so schön. Nichts ist so schlimm, dass man jemanden auf ewig dafür hassen muss. Ich kann schnell verzeihen.

Aber... das Problem: Ich bin sehr langsam im Vergessen.
Ich bin nie auf jemanden so böse, dass ich ihm nicht mehr in der Not helfen würde oder ihn abweisen würde, wenn er zu mir kommt und etwas braucht. Wenn mein Herz aber für jemanden verschlossen ist, dann ist es verschlossen. Wenn jemand mich wirklich verletzt hat, wieder und wieder, trotz ständiger Chancen und trotz meines ständigen guten Willens, dann würde ich den Menschen nie hassen oder schlecht von ihm denken, aber ich kann ihn auch nicht mehr ertragen, weils mir selbst dann irgendwann zu weh tut.
Meine Hilfe gibts trotz allem jederzeit, aber nicht mehr meine Zuneigung. Dann ist mir auch egal, wie nah wir uns mal gestanden haben. Wenn jemand mich verletzt und enttäuscht, dann behandle ich ihn dann für lange Zeit oder für immer mit der gleichen freundlichen Distanz wie jeden anderen Menschen auch. An mich ran lassen ist allerdings nicht mehr drin. Besonders wenn ein Vertrauensverhältnis bestand, kann ich dann einfach nichts mehr von mir erzählen oder mich öffnen. Und wenn nur mit halbem Herzen. Was sich auf Dauer auch nicht gut anfühlt.
Bei tiefen Verletzungen kommts also dennoch bei mir meistens zum Kontaktabbruch, aber die Tür lass ich herzlich offen.

Ich geb halt bei Konflikten meinem Gegenüber nicht die Schuld an irgendwas, sondern übernehme selbst Verantwortung für das was ich (nicht) getan oder gesagt hab und so lässt sich mein Schmerz gut mit mir selbst ausmachen, ohne dass ich auf jemanden außer mir selbst wütend sein muss.
Wenn man mich aber wirklich zurück erobern möchte, ist leider eine aufrichtige Entschuldigung fällig. Ich muss wissen, dass dem Gegenüber die Verletzung leid tut. Ich brauche den Wunsch des anderen, dass ich ihm vergebe. Werde ich nicht darum gebeten dann werte ich es als Selbstverständlichkeit, dass man mich verletzen darf und dass das immer wieder passieren wird und dann ist Freundschaft mit Vertrauen eben nicht mehr möglich. Ich hab schließlich auch die Charakterstärke vor dem Gegenüber zu meinen Fehlern zu stehen und um Verzeihung zu bitten, deswegen erwarte ich das auch von meinen Mitmenschen. Leute, die sich nicht entschuldigen können bzw. (besser ausgedrückt) die nicht an ihren Fehlern wachsen wollen, will ich nicht in meiner vertraulichen Nähe haben.
 

Benutzer71015 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Ja, aber im Wesentlichen mit humorvoller Absicht. Manche Dinge eignen sich einfach zu gut zum Immer-Wieder-Ausbuddeln und Gemeinheiten rechtfertigen. :zwinker:
Ernsthaft beleidigt bin ich im Normalfall nicht lange, selbst dann nicht, wenn mich etwas wirklich trifft. Ich neige dazu, den meisten Menschen zu unterstellen, dass etwaige Fehltritte nicht böswillig gemeint sind und wenn ich dann anderweitig merke (oder weiß), dass die Wellenlänge stimmt, dann kann ich schon nach einer Weile über vieles hinwegsehen. Das heißt nicht, dass ich nicht emotional reagiere, aber meistens legt sich eventueller Frust auch wieder.
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Das kommt ganz stark auf die Umstände an.

Es kann durchaus vorkommen, dass einzelne Aktionen oder Aussagen meiner Mitmenschen für mich ein Anlass sind, um meine Haltung zu ihnen nochmal zu überdenken und daraus dann auch Konsequenzen zu ziehen (Kontakt einschränken, o.Ä.). Aber da geht es dann normalerweise auch um sehr große Entgleisungen oder um wiederholt auftretendes Verhalten und nicht um irgendwelche Kleinigkeiten, die ich höchstens scherzhaft mal wieder ausgrabe.
 

Benutzer68009  (32)

Planet-Liebe-Team
Moderator
Wenn mir jemand krumm kommt kann ich ihm das normalerweise recht schnell verzeihen.
Wenn allerdings jemand nem Menschen der mir was bedeutet weh tut, kann der sich auf was gefasst machen. :realmad:
 

Benutzer155480 

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Kann nicht darüber reden. Muss Nadeln in die Voodoopuppe stechen.....nein, ich bin nicht nachtragend.:whistle:
 
S

Benutzer

Gast
Ich würde mich als offenen,ehrlichen und aufrichtigen Menschen bezeichnen.Was den Punkt "Offenheit" brtrifft, so kann ich mit Distanz mittlerweile umgehen.Wenn jemand jedoch mein Vertrauen nachhaltig mißbraucht, dann ist dieser Mensch für mich persönlich Geschichte!
 

Benutzer85989 

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Das kommt ganz stark auf die Umstände an.

Es kann durchaus vorkommen, dass einzelne Aktionen oder Aussagen meiner Mitmenschen für mich ein Anlass sind, um meine Haltung zu ihnen nochmal zu überdenken und daraus dann auch Konsequenzen zu ziehen (Kontakt einschränken, o.Ä.). Aber da geht es dann normalerweise auch um sehr große Entgleisungen oder um wiederholt auftretendes Verhalten und nicht um irgendwelche Kleinigkeiten, die ich höchstens scherzhaft mal wieder ausgrabe.
Kann ich so übernehmen :thumbsup:
 

Benutzer150539 

Sehr bekannt hier
Dickes, fettes: JEIN!
Es kommt echt auf die Person, die Situation und die Handlung an.
(dies zu erläutern würde den Rahmen sprengen)
Doch je näher mir ein Mensch steht, desto eher kann ich auch verzeien. Nachtragend werd ich bei Menschen, die mir nicht nahe stehen wollen (zB Dates, die sich nachträglich als "nur ONS" outen. Ich hätt das gern früher gewusst.) oder wenn ich in etwas viel Energie investiert hab für Kollegen/Menschen, die es nicht zu würdigen wissen.
Einfach fällt es mir aber trotzdem nicht, aber nicht-nachtragend sein kostet mich teils noch mehr Energie (Stichwort Energie-Vampire)
 

Benutzer3277 

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Kommt drauf an. Wenn eine Sache irgendwie erledigt ist, z.B. wenn derjenige sich bei mir entschuldigt hat, bin ich nicht nachtragend. Wenn aber jemand mir etwas unschönes angetan hat und keine Reue kennt, kann ich auch nachtragend sein. Aber allgemein gilt bei mir "die Zeit heilt alle Wunden".
 

Benutzer10855 

Team-Alumni
Ich bin ja ein vorsichtiges, skeptisches und wählerisches Tier. Es ist daher nicht leicht, auf eine Ebene mit mir zu kommen, wo man es wert wäre, dass ich mir Dinge über einen merke. Wer mir dumm kommt, dem gehe ich recht schnell aus dem Weg, so dass sich das Problem des Nachtragens in der Regel nicht stellt.

Kann ich der Person nicht aus dem Weg gehen, ist das natürlich eine unschöne Situation, mit der ich mich arrangieren muss. Da kann ich es mir dann oft nicht mal leisten, nachtragend zu sein, weshalb es auch Verschwendung wäre, sich die Missetaten irgendwo abzuspeichern. Man muss Kompromisse finden und Vergeltung ist dabei eher hinderlich.

Komme ich mit einer Person gut klar, bin ich an sich sehr treu und habe ich einmal Vertrauen gefasst (was Zeit braucht, aber machbar ist) ist das nur schwer zu erschüttern. Was Freundschaften anbelangt, halte ich mich für fast überhaupt nicht nachtragend. Ich lasse es meine Freunde direkt wissen, wenn sie mir was getan haben, aber sobald ich emotional wieder klar laufe, hänge ich diesen Gedanken auch nicht mehr nach. Ich vergesse auch Gefälligkeiten oder sogar Geld, dass ich verliehen habe. Mir sind in Freundschaften andere Dinge wichtig.

Diese Nachlässigkeit sollte man aber nicht mit Naivität verwechseln. Ich weiß nicht, wie sie es genau schaffen, aber wenn es sich mal ein Freund (oder guter Bekannter) wirklich heftig mit mir versaut, bin ich sehr konsequent. Man kann sich eine Menge leisten, aber wer mal unten bei mir durch ist, hat so gut wie keine Chance mehr. Bisher haben das aber nur eine handvoll von Personen hinbekommen.
 
Zuletzt bearbeitet:
K

Benutzer

Gast
In den aller seltesten Fällen. Dafür vergesse ich meistens viel zu schnell was der eigentliche Streitpunkt war :grin: Vermutlich müsste man mir da schon ordentlich auf den Schlips treten damit ich nachtragend bin.
 

Benutzer20579  (37)

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Ich sags mal so: Ich habe eine innere Grenze. Wo die ist, weiß ich vorher oft selbst nicht, aber es sammelt sich eben alls an, was sich jemand zuschulden kommen lässt. Wenn der Ofen aus ist, ist der Ofen aus - und dabei bleibts dann auch. Da meine Grenzen aber relativ hoch liegen, muss man sich schon was richtiges leisten, damit es Auswirkungen hat. Aber dann ist eben auch Feierabend.

Im Beziehungs- und Verwandtenkreis - also da, wo ich die "Ofen aus"-Mentalität nicht so fahren möchte, kann ich durchaus nachtragend sein, erst Recht, wenn mich etwas verletzt hat. Da ich in meinem Umfeld manche Menschen habe, die für sich selbst beanspruchen, überaus empfindlich sein zu dürfen, sich aber selbst teilweise recht trampelig verhalten, kann es da durchaus mal passieren, dass ich auch mal was vorhalte, was schon etwas länger her ist. Ist zwar kein edler Charakterzug, aber sonst würden die nie wissen, wenn mich mal was stört. :zwinker:
 
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