Seid ihr nach dem Abi gereist?

Benutzer97362 

Verbringt hier viel Zeit
Hey :smile:

Nach dem Abitur hat man ja erstmal theoretisch unbegrenzt Zeit - ein Umstand, den man dann für lange Zeit wohl nicht mehr haben wird. Wie habt ihr das genutzt?
Habt ihr gejobbt, Praktika gemacht, oder einfach nur gechillt?
Oder seid ihr gereist/in ärmeren Ländern geholfen?

Vor allem beim letzteren würde mich interessieren wohin, wie lange, alleine oder mit Freunden, mit oder ohne Organisation (zB Work and Travel)... einfach eure Erfahrungen :smile:

Liebe Grüße,
konstie
 
R

Benutzer

Gast
Also ich hatte nur ca. 2,5 Monate Zeit, in denen ich einen Urlaub und ein Praktikum gemacht und ansonsten gearbeitet habe, um Geld für den Umzug zu haben.
Unbegrenzt würde ich das nun nicht nennen, meine Eltern hätten mir was erzählt, wäre ich ewig herumgereist, statt ein Studium zu beginnen (und da sie mich teilweise finanzieren, tanze ich tatsächlich auch teilweise nach deren Pfeife :zwinker:).
 

Benutzer39498 

Planet-Liebe ist Startseite
Ich war nach dem Abi 3 Monate in den USA, davon habe ich 2 in einem tollen Projekt gearbeitet und die letzten 4 Wochen bin ich rumgereist. Hatte meinen Studienplatz allerdings auch schon, bevor ich das Abi hatte, und hatte nur 3 Monate Zeit dazwischen.

Nach dem Bachelor hat man aber nochmal 'ganz lange frei'.. und nach dem Master auch.. :zwinker: Nach dem BA hab ich Praktikum gemacht und dann waren mein Freund und ich noch 3 Wochen in der Karibik im Urlaub. Und nach dem Master nächsten Sommer geht's für uns auf Weltreise für 6-7 Monate :smile:
 

Benutzer108566 

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Ich war nach dem Abi ein halbes Jahr in Ghana. :jaa:

Das war mit einer Organisation, die ein Aids-Prevention-Project ausgeschrieben hatte im Rahmen eines Freiwilligendienstes. Weiterempfehlen würde ich diese Orga niemandem, auch wenn es für mich eine großartige Zeit war.
Aber das war nicht der Verdienst dieser Orga, sondern der meiner Gastfamilie und meinem Willen das durchzuziehen und mir selbst mein Projekt aufzubauen, denn von Seiten der Orga war nichts vorbereitet.

Also sollte man sich viel viel viel Zeit nehmen um sich zu informieren, mit Ehemaligen sprechen (nicht nur mit denen, die von der Orga kommen, sondern vorallem die, die nicht für die Orga werben) und wissen was man will.

Heute würde ich sagen, dass es in der Freiwilligenhilfe in Entwicklungsländern ratsam ist, nicht nach dem Abi zu gehen, sondern nach seinem (passenden) Berufsabschluss. Dann kannst Du etwas, was Du anbieten kannst, mit dem Du etwas erreichen kannst. Mit 18 geht man sehr blauäugig in die Welt und kann im Grunde "nichts". - Der gute Gedanke reicht da nicht in meinen Augen. Aber ich weiß auch, dass ich das damals nicht hören wollte, sondern in die Welt hinaus, raus aus dem westlichen System, für einen guten Zweck.

Heute weiß ich, dass ich das nur für mich gemacht habe, für sonst niemanden. Ich bin diejenige, der ich etwas Gutes getan habe. Das ist nicht schlimm, aber damals war mein Gedanke ein anderer. :zwinker:
 

Benutzer105206 

Benutzer gesperrt
Off-Topic:
Ich kenne auch jemanden, der ein halbes Jahr in Afrika war und "helfen" wollte. Am Ende hat ihn der ganze Spaß um die 10.000 Euro gekostet, das sollte man sich vorher auch klarmachen.
 

Benutzer14969  (34)

Verbringt hier viel Zeit
Nein,

Mein Abiball war am 21.7.2006 und am 1.8.2006 hat mein Zivildienst angefangen.
Zivildienst + Weiterjobben in der Zivieldienststelle.. dann aber als Angestellter ging bis zum 31.7.2007.
Am 1.8.2007 Hab ich meine Ausbildung angefangen.
Nach dem Ende der Ausbildung hatte ich 2 Monate Leerlauf und dann hat das Studium angefangen....

Irgendwie war da keine Zeit für Ausflüge :smile2:
 

Benutzer100759 

Sehr bekannt hier
Ne, nach dem Abi Reisen ist hier auch nicht so üblich. Kenne nur einen, der danach (per InterRail) länger herumgereist ist. Die Herren wurden eingezogen, die Damen haben gleich angefangen zu studieren.

Ich auch - habe dazwischen halt 2 Monate Ferien gemacht.
 

Benutzer109783 

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Ich werde nächstes Jahr mit meiner Mutter nach Afrika fliegen, da meine Mutter dort ein Projekt hat (mit Ärzte ohne Grenzen), bei dem ich helfen möchte.

Mein großer Bruder (21) dagegen, wollte sofort weitermachen und forscht gerade an einem Pulver, das Blut stoppen soll für seine Dissertation. Das ist vielleicht sogar viel sinnvoller, da man nach einem Studium viel mehr bewirken kann, als davor.

Aber ich denke, das, was man direkt nach dem Abi macht, macht man mehr für sich selber, als für andere und gerade, wenn man noch nicht weiß, was man machen möchte, halte ich diesen Schritt für sinnvoll, um herauszufinden, was das Richtige für einen ist.

Ich kenne einige, die ihr Leben grundsätzlich geändert haben, nachdem sie nach dem Abi irgendwo hingereist sind (z.B. Work & Travel) und sich noch mal selbst gefunden haben.

Für das CV ist nichts schlecht, außer Nichtstun. Und alles, was man letztendlich macht, wird eine Bereicherung sein, auch wenn es eine schlechte Erfahrung war.
 

Benutzer108566 

Sehr bekannt hier
Aber ich denke, das, was man direkt nach dem Abi macht, macht man mehr für sich selber, als für andere und gerade, wenn man noch nicht weiß, was man machen möchte, halte ich diesen Schritt für sinnvoll, um herauszufinden, was das Richtige für einen ist.

Ich kenne einige, die ihr Leben grundsätzlich geändert haben, nachdem sie nach dem Abi irgendwo hingereist sind (z.B. Work & Travel) und sich noch mal selbst gefunden haben.

Ich glaube, wenn man gut angeleitet wird, kann man auch mit 18 nach dem Abi viel bewirken, aber ohne Vitamin B (wie in Deinem Fall) ist es unglaublich schwer zurechtzufinden und sich zu entscheiden wohin man will und was man will und kann.

Dass einen diese Zeit verändert, das stimmt. Persönlich hat sich meine Wahrnehmung der Welt, der Mechanismen und mein Empfinden dieser Dinge deutlich verändert und das trage ich bis heute in mir. Vermutlich hätte ich mich auch so entwickelt, aber eben anders und ich fühle mich in meiner jetzigen Entwicklungssituation sehr wohl - da haben die Grenzerfahrungen in Ghana bestimmt ihren Teil dazu beigetragen. Ich konnte mal auf eigene Faust erfahren was ich kann und will, ohne die Schutzglocke meiner Familie und der gutbürgerlichen, westlichen Mittelschicht. Ich habe das Gefühl mich da viel echter erlebt zu haben.
 

Benutzer99399 

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Ich bin nach dem Abi nicht gereist. Jetzt im Nachhinein bereue ich das.
Allerdings sollte man dann auch wissen, was man möchte. Nicht jeder steht auf Work & Travel oder Au Pair und dann sollte man sich einen Kopf machen, wie man die Zeit sinnvoll nutzt.
 

Benutzer87573 

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Ich bin leider nicht gereist und hab mir auch keine Auszeit genommen, obwohl ich das wollte. Lag aber nur daran, dass ich keinen geeigneten Hof (ich wollte auf einem Reiterhof arbeiten) gefunden habe. Bei den zwei wo ich Probegearbeitet hab wars nichts rechtes. Als ich dann auch meinen Studienplatz sicher hatte bin ich lieber studieren gegangen.
Meine engeren Freunde haben auch alle gleich studiert, aber die meisten haben im Studium dann ein bis zwei Auslandssemester gemacht und so ihre Erfahrungen gemacht.

Freunde von mir haben Aupair gemacht, das hat beiden gar nicht gefallen und war deutlich mehr Ärger als Erholung. Einer war in Australien zum Work&Travel, was ihm gut gefallen hat (und auch nicht mehr als den Flug gekostet hat da er viel gearbeitet hat) und einer war mit einer gemeinnützigen Organisation in Indonesien. Muss auch gut gewesen sein.
 

Benutzer78178 

Meistens hier zu finden
Ich habe direkt nach der Schulzeit angefangen zu arbeiten (da hatte ich noch nicht einmal mein Abizeugnis). Vollzeit. Und solange, bis das Studium begonnen hatte. Ein Wochenende vorher hatte ich frei, musste schliesslich noch umziehen.

Klar ist das geil, wenn man nach dem Abi für einige Zeit ins Ausland geht. Nur frage ich mich: Wer bezahlt das? Ich kann mir das definitiv nicht leisten. Leider.
 

Benutzer18889 

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Ich hatte jetzt 4 Monate frei und bin nicht gereist, weil ich mir direkt zum Abi einen Welpen angeschafft habe. Somit bin ich Zuhaus gewesen und habe den (v)erzogen. :tongue:

War aber davor viel weg, also war das okay.
 

Benutzer25573 

Verbringt hier viel Zeit
Ich war nach dem Abi 3 Monate in Kanada. War ne wundervolle Zeit, die man sich spaeter nicht mehr so einfach nehmen kann.
 

Benutzer90972 

Team-Alumni
Schon mit 12 wollte ich nach meinem Abi ein Jahr nach Japan. Als ich älter wurde und mitbekam, wieviele Jahre ich in mein Studium investieren muss, habe ich das ganze auf 6 Wochen verkürzt. Geflogen bin ich 2 Tage nach meinem Abiball (in der Nacht vor meinem Abflug habe ich noch die Uniberwerbungen erledigt), dann 6 Wochen mit dem Rucksack und einer Freundin das Land bereist um schließlich pünktlich zu meinen Studienzusagen zurück zu sein. Hätte ja sein können, dass ich noch umziehen und mir eine Wohnung suchen muss. Das war zwar zum Glück nicht der Fall, aber es war trotzdem gut, dass ich rechtzeitig wieder da war.

Ich möchte diese Zeit nicht missen. Sie hat mir soviel gegeben. Nicht nur die Erfahrung auf der Reise, auch davor. Ich habe jahrelang gejobbt und gespart um mir diesen Traum ermöglichen zu können. Ich habs geschafft und mir selbst damit bewiesen, was ich alles schaffen kann. Die Reise an sich war dann nochmal ein unglaubliches Abenteuer. Ein Traum schlechthin!

Ich würde sowas aber nur machen, wenn bereits klar ist, wie es danach weitergeht. Meine Schwester war als Aupair im Ausland, kam wieder und wusste nicht, was sie mit sich anfangen soll. Sie hat diese Entscheidung von sich geschoben, weil klar war, dass sie erstmal Aupair wird. Am Ende war die Studienwahl unüberlegt und endete im Abbruch.

Ich bin also für das Reisen. Allerdings nur, wenn es nicht dazu da ist, wichtige Entscheidungen vor sich her zu schieben.
 

Benutzer9517  (31)

Benutzer gesperrt
Ja: einige Dutzend Kilometer weit: in die Rekrutenschule :grin:
 
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