Schwindel, Übelkeit, Zittern, etc...

Benutzer109947 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Hallo zusammen!

Ich bin noch neu hier, aber ich lese schon seit längerem passiv mit und habe vor kurzem beschlossen mich hier anzumelden weil ich hoffe, dass ihr mir helfen könnt.

Zu meinem Problem: Ich plage mich schon seit Längerem (ca. ein 3/4 Jahr) mit einer Art von „Schwindelanfällen“ herum. Ich fühle mich dann, wie wenn ich einfach nach vorne „weg kippe“, ungefähr so, wie wenn man im Zug oder im Auto sitzt und extrem bremst. Begleitet werden diese Anfälle fast immer von Nervosität, Zittern und in heftigen Fällen von Übelkeit und / oder Durchfall kurz darauf. Ich habe dann den Drang in irgendeiner Art und Weise „aktiv“ zu werden (aufstehen, herumlaufen, aufräumen... Irgendwas). Oft zittern mir dabei aber auch die Knie, so dass ich das Gefühl habe, mich haut es gleich um.

Das komische daran ist, dass dieser Schwindel häufig nur dann auftritt, wenn ich sitze und starr nach vorne schaue (Auto, Schreibtisch => PC, Couch => TV, Frisör, etc...) und dann auch sehr unregelmäßig. Ich hatte Zeiten, da kam es 2-3 mal pro Woche vor und dann wieder wochenlang überhaupt nicht... Oft einfach aus heiterem Himmel. Was ich bisher dabei beobachten durfte ist, dass das Ganze häufig dann auftritt, wenn ich angespannt bzw. verspannt und, nennen wir es mal „emotional ausgelastet“ (Wut, Angst, Aufgeregtheit, Nervosität, etc.). Ich versuche dann, mich irgendwie abzulenken.

Ich war deswegen auch schon ein paar Mal bei meinem Hausarzt Arzt, aber die Befunde waren alle unauffällig. Bluttest, Belastungs-EKG, CT, Hirnstrommessung, etc... Wurde alles durchgeführt. Zum Glück ohne auffällige Ergebnisse. Ich sollte vielleicht an dieser Stelle noch sagen, dass ich Migräne-Patient bin und vor ca. 1 Jahr wegen einer sehr heftigen, stressbedingten Attacke auch schon im Klinikum war, wo ein Großteil der oben genannten Untersuchungen durchgeführt wurden.

Meine Frage an euch: Was könnte das für Ursachen haben? Kennt ihr ähnliche Probleme? Was kann ich dagegen tun? Oder ist das Ganze nur einfach nur „Kopfsache“? :rolleyes:

Ist es möglich das die Augen bzw. Ohren etwas damit zu tun haben (ich bin Brillenträger)? Könnte das von der Wirbelsäule kommen?
Ich habe langsam den Verdacht, dass das Alles psychische Ursachen hat (ich habe die letzten 2 Jahre eine sehr belastende Zeit hinter mir). Ich fühle mich sonst körperlich eigentlich weitgehend normal (halt ab und an mal ziemlich erschöpft, ausgelaugt und niedergeschlagen). Ich versuche viel Sport zu treiben und ernähre mich auch einigermaßen gesund.

Habt ihr vielleicht ein paar Tipps für mich? Das Alles geht schon soweit, dass ich manchmal Angst habe, mich ins Auto, oder sonst wohin zu setzen, wo ich länger sitzen MUSS, weil ich dann permanent das Gefühl habe, mich könnte es jederzeit „zusammendrehen“. Grade als „aktiver Autofahrer“ ist das ein echtes Problem, was mich zur Zeit ziemlich belastet. :frown:

Hoffentlich lache ich in einigen Monaten / Jahren über diesen Beitrag, aber im Moment bin ich leicht am verzweifeln...

Danke schon mal für‘s lesen!
Gruß

P.S. Ich hab es unter "Gesundheit" geschrieben weil ich nicht wusste, wo ichs sonst hätte hinpacken können.
 

Benutzer86161 

Sorgt für Gesprächsstoff
Das hört sich doch ziemlich ernst an! Geh halt zum Arzt hin und beschreibs ihm ganz genau....zur Not mal zur Beobachtung ins Krankenhaus :smile: Hier kann dich keiner durchs Wlan untersuchen^^
 

Benutzer98295 

Meistens hier zu finden
Also einen Arzt kann hier keiner ersetzen - selbst wenn ein Mediziner unter uns ist, könnte er auch nur Symptome raten.
 

Benutzer56469  (36)

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Erstmal: Herzlich Willkommen :zwinker:

Nun, ich habe sowas auch. Allerdings nicht so heftig wie bei dir. Meistens habe ich es im Schlaf wo ich das Gefühl habe plötzlich aus dem Bett zu fallen. :ashamed:

Seit ca. 5 Monaten hab ich auch Schwindelanfälle wo ich zb sitze, mich bücke, umdrehe, kurz Augen zuhabe und dann wieder offen und schon dreht es mich. :ratlos: Keine Ahnung von wo das kommt.

---------- Beitrag hinzugefügt um 19:25 -----------

Ne Möglichkeit wär noch ein 24 Stunden EKG. Dass du es halt ein paar Tage trägst und dann "hoffen" dass du so nen Anfall hast damit man das messen kann.
 

Benutzer109947 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Erstmal herzlichen Dank für die schnellen Antworten!
Das mir dieses Forum den Arztbesuch nicht erspart weiß ich selber :zwinker: Ich dachte, vielleicht gibt es hier Leute mit ähnlichen Problemen... Nichts für ungut :smile:

Wie bereits geschrieben war ich schon mehrfach bei diversen Ärzten (Allgemeinarzt, Augenarzt, Neurologe)... bei allen bekomme ich die gleiche Diagnose: Anscheinend bin ich kerngesund! Das freut mich natürlich auf der einen Seite, auf der anderen ist es schon irgendwie seltsam.

Seit ca. 5 Monaten hab ich auch Schwindelanfälle wo ich zb sitze, mich bücke, umdrehe, kurz Augen zuhabe und dann wieder offen und schon dreht es mich. :ratlos: Keine Ahnung von wo das kommt.

Ne Möglichkeit wär noch ein 24 Stunden EKG. Dass du es halt ein paar Tage trägst und dann "hoffen" dass du so nen Anfall hast damit man das messen kann.

Hast du einen Verdacht, wovon das bei dir kommen könnte?
Bei mir tritt das eigentlich immer nur im sitzen auf, ganz selten beim stehen oder laufen. Das mit dem Langzeit-EKG ist eine Idee, die ich mal im Hinterkopf behalte wenn ich deswegen das nächste Mal zu meinem Hausarzt gehe.

Dann wird mein nächster Arztbesuch wohl mal bei einem HNO stattfinden um mal das Gleichgewichtsorgan zu überprüfen und dann schaun wir mal weiter... :rolleyes:
 

Benutzer96776 

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Ich tippe stark auf Panikattacken (da ja ein medizinisches Problem weitestgehend ausgeschlossen wurde - vielleicht noch zur Sicherheit bei nem HNO abchekcen lassen, könnte auch am Gleichgewichtsorgan liegen)
Das von dir Beschriebene passt sehr gut dazu, vorallem das dies immer dann passiert wenn du besonders aufgeregt oder angespannt bist und du auch noch eine schwere Zeit hinter dir hast.
Kenne das doofe Gefühl auch, da meint man man würde jeden Moment umkippen.
Ich denke mir dann immer: Ach, was solls das kennste ja und es wird gar nichts passieren.
Seither haben sich diese Attacken drastisch reduziert und kommen nur mehr sehr selten vor.
Ich verstehe dich da wirklich sehr gut, das ist ein Teufelskreis aus dem du ausbrechen musst denn wenn du Angst hast vor diesen Attacken und sie eben genau dadurch ausgelöst werden macht es die Sache noch viel schlimmer => versuchen (evtl. auch mit Hilfe) diese Panik/Ängste etc. in den Griff zu bekommen.
Manchen helfen Atemübungen, rescue-Tropfen, usw. Da könntest du dich ja mal genauer informieren, schaden wirds auf keinen Fall :zwinker: Außerdem musst du einen Ausgleich zum stressigen(?) Alltag suchen. Etwas, das dir Freude bereitet und wo du dich richtig entspannen kannst. Bewegungn an der frischen Luft ist hierbei auch sehr wichtig und hilfreich. Man sollte sich so wenig wie möglich von diesen Attacken beeinträchtigen bzw. beherrschen lassen und sie soweit es geht ignorieren sonst wirds nur noch schlimmer.
Man legt einen regelrechten Ärztemarathon hin und der führt zu nichts. Zuerst kannst du dir gar nicht vorstellen, dass organisch alles ok weil du ja diese Beschwerden hast und die irgendwo herkommen müssen, das ist verständlich. Bei dir scheint ja zum Glück soweit alles ok und das ist ja auch die Hauptsache. Du solltest dich nicht zu sehr darauf versteifen, dass da eine ernsthafte, organische Erkrankung dahinterstecken muss!
Denn wenn organisch alles ok ist, dann stammt dies höchstwahrscheinlich von der Psyche bzw. dem vegetativen Nervensystem, andere Möglichkeiten gibts anscheinend keine.
Da gibt es bestimmt auch etliche Übungen dazu wie man ruhiger wird in solchen Situationen.
Autofahren ist hierbei das größte Problem, das kann richtig gefährlich werden...
Ansonsten muss man sich damit arrangieren und du wärst nicht der Erste, bei dem dies genauso schnell wieder verschwindet wie es aufgetaucht ist.
Ich drück dir die Daumen und gute Besserung!
 

Benutzer24525 

Verbringt hier viel Zeit
Das hört sich für mich verdammt nach Burnout an.
Ich hatte die selben Symptome, zwar nicht so ausgeprägt, aber doch ähnlich.

Hast du viel Stress?
 

Benutzer96776 

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Das hört sich für mich verdammt nach Burnout an.
Ich hatte die selben Symptome, zwar nicht so ausgeprägt, aber doch ähnlich.

Hast du viel Stress?

Das wäre auch ne Möglichkeit, es gibt bestimmt noch mehrere Dinge, die dahinter stecken könnten, aber ich denke, dass dies ziemlich sicher von der Psyche ausgelöst wird.
Ist zwar schwer hier eine Ferndiagnose zu stellen aber alles deutet darauf hin wie ich finde. (auch die multiplen Symptome und die bis dato erhobenen Befunde)
 

Benutzer24525 

Verbringt hier viel Zeit
Das wäre auch ne Möglichkeit, es gibt bestimmt noch mehrere Dinge, die dahinter stecken könnten, aber ich denke, dass dies ziemlich sicher von der Psyche ausgelöst wird.
Ist zwar schwer hier eine Ferndiagnose zu stellen aber alles deutet darauf hin wie ich finde.

Ja, es ist schwer, aus der Ferne etwas zu diagnostizieren, aber ich tippe auch auf Psyche. Das ist nicht direkt körperliches.
 
V

Benutzer

Gast
Diese Symptome sind einfach so unspezifisch, dass es praktisch alles Mögliche sein könnte.
Man weiß ja auch nicht, ob wirklich alle Symptome zu EINEM Krankheitsbild gehören, oder ob es mehrere Baustellen gibt.
So frustrierend meine Antwort für dich sein mag, kann ich dir nur raten: Wechsle den Arzt. Wenn nötig wieder und wieder, bis mal ein Anhaltspunkt gefunden wird.
Es macht leider gar keinen Sinn, uns bei solchen Symptomen zu fragen, was es sein könnte, sorry.
Wir können auch nur raten. Ein Arzt rät vielleicht auch erstmal ins Blaue, aber immerhin hat dieser die Möglichkeit, bei Vermutungen entsprechende Tests und Untersuchungen zu veranlassen - im Gegensatz zu uns.



Ich wünsche dir
 

Benutzer109947 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Dank euch für die Tipps!

Ich tippe stark auf Panikattacken

Ich verstehe dich da wirklich sehr gut, das ist ein Teufelskreis aus dem du ausbrechen musst denn wenn du Angst hast vor diesen Attacken und sie eben genau dadurch ausgelöst werden macht es die Sache noch viel schlimmer => versuchen (evtl. auch mit Hilfe) diese Panik/Ängste etc. in den Griff zu bekommen.

Denn wenn organisch alles ok ist, dann stammt dies höchstwahrscheinlich von der Psyche bzw. dem vegetativen Nervensystem, andere Möglichkeiten gibts anscheinend keine.
Da gibt es bestimmt auch etliche Übungen dazu wie man ruhiger wird in solchen Situationen.

Die Sache mit den Panikattacken bzw. Angststörungen habe ich auch schon in Betracht gezogen. Meine beiden besten Freunde und meine Eltern schlagen in die gleiche Kerbe, als ich mich mit ihnen darüber unterhalten habe. Ich habe mich auch mit meinem Hausarzt schon einmal über eine Psychotherapie unterhalten, aber leider ist es für mich sehr schwer an diesem Punkt "über meinen eigenen Schatten zu springen". :ashamed: Aber wahrscheinlich wird mir über kurz oder lang nichts anderes übrig bleiben...
Das mit dem Teufelskreis ist richtig und ich versuche auch daraus auszubrechen und mich abzulenken. Das klappt manchmal mehr oder weniger gut. Ich habe mir auch schon einige Tipps / Anleitungen z.b. für autogenes Training geholt und für Methoden zur Tiefenentspannung, aber ich habe das Gefühl, das Alles hilft nur "temporär". Diese... wie soll ich sagen... "Unbeschwertheit", die ich früher hatte, ist irgendwie weg...

Das hört sich für mich verdammt nach Burnout an.
Ich hatte die selben Symptome, zwar nicht so ausgeprägt, aber doch ähnlich.

Hast du viel Stress?

Ich HATTE in der Tat viel Stress mit meiner Ausbildung (Studium & FH kombiniert). Nach einer sehr heftigen stressbedingten Migräne-Attacke und einem Zusammenbruch habe ich dann geschmissen und mich neu orientiert, weil ich gemerkt habe, dass ich daran kaputt gehe wenn ich weiter mache. Diese Phase hat ca. 2 Jahre gedauert und ist nun ca. 1 Jahr her. Hinzu kamen private Probleme (Freundin, Familie, etc...)
Ich habe also einen kompletten Neustart hinter mir und bin auch sehr froh darüber. Sollten diese Anfälle wirklich psychisch bedingt sein, sind das jetzt wahrscheinlich die Spätfolgen davon...

Du schreibst, du hattest die selben Symptome... Was hast du dagegen gemacht? Hast du das Ganze überwunden? Wenn ja, darf ich fragen, wie?
 

Benutzer110599 

Sorgt für Gesprächsstoff
habe das auch genau wie du. bin auch migräne patient und lasse mich seit 3 jahren untersuchen. ich denke das ist einfach kopfsache, also wenns dir schlecht geht und du nicht im reinen mit dir bzw deinem leben bist, dann passiert sowas. ich kenne das sehr gut. versauche es bei einem psychiologen. klingt hart hilft aber! und lasse ein mrt oder ct machen!

:smile: viel glück nund gute besserung
 

Benutzer83901  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
So frustrierend meine Antwort für dich sein mag, kann ich dir nur raten: Wechsle den Arzt. Wenn nötig wieder und wieder, bis mal ein Anhaltspunkt gefunden wird.
Es macht leider gar keinen Sinn, uns bei solchen Symptomen zu fragen, was es sein könnte, sorry.
Wir können auch nur raten. Ein Arzt rät vielleicht auch erstmal ins Blaue, aber immerhin hat dieser die Möglichkeit, bei Vermutungen entsprechende Tests und Untersuchungen zu veranlassen - im Gegensatz zu uns.
Ständige Arztwechsel halte ich aus eigener Erfahrung für sehr belastend. Irgendwann muss man doch mal einen Mediziner gefundne haben, dem man sein Vertrauen schenken kann. :confused:
Zumal die relevanten Untersuchungen doch durchgeführt wurden! Insbesondere EKG, EEG und CT sind erfolgt, die Daten per se lassen in aller Regel auch nicht viel Interpretationsspielraum zu.

Nun zu dir, kopfsache:
Also der Tipp mit dem HNO-Arzt wurde ja schon gegeben. Also dort ruhig noch einmal hingehen, sicher ist sicher. Ansonsten hast du ja harten Tobak hinter dir, was Stress angeht, und Spätfolgen sind da vielleicht gar nicht so ungewöhnlich.
Wenn du mit deinem Hausarzt schon über eine Psychotherapie gesprochen hast, überwinde dich und suche dir einen guten Therapeuten.
Die Beschreibung klingt auch für mich ja Panikattacken, mitunter muss man da sehr tief graben um die Ursache zu finden. Mir haben damals Gespräche mit einem Freund meiner Mutter (Psychologe) Hinweise geben können, danach hatte ich weitestgehend Ruhe.
In seltenen Fällen kündigt sich mal eine Attacke an, aber ich habe gelernt damit umzugehen und weiß eben selbst auch, dass ja eigentlich nichts passiert. Das hilft mir mich zu beruhigen. Heutzutage suche ich aber im Anschluss an eine abgewehrte Attacke nach den Gründen und durchforsche mein Gemüt.

Gib jedenfalls nicht auf und dran denken: Kopf hoch! :smile:
 
V

Benutzer

Gast
Off-Topic:
Ständige Arztwechsel halte ich aus eigener Erfahrung für sehr belastend. Irgendwann muss man doch mal einen Mediziner gefundne haben, dem man sein Vertrauen schenken kann. :confused:
Im Optimalfall geht man zu einem Arzt, vertraut ihm und bekommt eine kompetente Diagnose samt passender Behandlung.
Bloß sieht die Realität aus meiner persönlichen Erfahrung einfach anders aus und Ärzte können trotz tendenziell richtiger Untersuchungen auch was übersehen, da kann ich einem Arzt noch so vertrauen.
Wenn untersucht und nichts gefunden wird, obwohl die Beschwerden doch da sind, würde ich persönlich zu einem anderen Arzt gehen, bis was gefunden wird, anstatt bei solch unspezifischen Symptomen (die auf alle Mögliche hindeuten könnten) um Ferndiagnosen zu bitten.
Aber gut, ist nur meine Ansicht.
 

Benutzer109947 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Off-Topic:

Im Optimalfall geht man zu einem Arzt, vertraut ihm und bekommt eine kompetente Diagnose samt passender Behandlung.
Bloß sieht die Realität aus meiner persönlichen Erfahrung einfach anders aus und Ärzte können trotz tendenziell richtiger Untersuchungen auch was übersehen, da kann ich einem Arzt noch so vertrauen.
Wenn untersucht und nichts gefunden wird, obwohl die Beschwerden doch da sind, würde ich persönlich zu einem anderen Arzt gehen, bis was gefunden wird, anstatt bei solch unspezifischen Symptomen (die auf alle Mögliche hindeuten könnten) um Ferndiagnosen zu bitten.
Aber gut, ist nur meine Ansicht.

Ich sehe das ähnlich: Ferndiagnosen sind immer schwer, ich wollte lediglich wissen, ob hier jemand vergleichbare Beschwerden/Symptome hat, und wie er/sie damit umgeht bzw. das Ganze behandeln lässt. Wenn ich mit einem Arzt nicht zufrieden bin, suche ich mir einen neuen. Mein Hausarzt daheim kennt mich schon seit ich ein kleines Kind bin und er hat mir bei allen Problemen bisher gut und zuverlässig geholfen. Ich habe einen Allgemeinarzt an meinem Studienort besucht und der konnte außer dem (mir bereits bekannten) etwas niedrigem Blutdruck auch nichts ungewöhnliches feststellen. Die umfangreichste Untersuchung wurde durchgeführt, als ich wegen der Migräne-Attacke 3 Tage im Klinikum verbracht habe und die Ärzte hatten dort wirklich Ahnung (behaupte ich jetzt mal).

Nichtsdestotrotz, ich werde mal einen Termin beim HNO machen und sehen was dabei rauskommt... Vielleicht gehe ich auch noch mal zu einem Orthopäden um die Wirbelsäule checken zu lassen. Und ich versuche mich schon seit einiger Zeit mit dem Gedanken anzufreunden, dass ich wahrscheinlich um einen Besuch beim Psychotherapeuten nicht herum kommen werde. Ich möchte nur vorher körperliche Probleme ausschließen, weil ich nicht gleich „mit Kanonen auf Spatzen schießen“ will, wenn ihr versteht... dazu brauche ich wahrscheinlich auch den berühmten „Arschtritt“... :rolleyes:
 

Benutzer37284 

Benutzer gesperrt
Ich habe genau wie girl_next_door auch sofort an Panikattacken gedacht, vor allem weil du schreibst, du hättest das Gefühl wegrennen zu müssen. Es ist also ein Fluchtgedanke da und ist schon ein typisches Anzeichen dafür. Hast du denn das Gefühl als hättest du dabei auch Angst?
Normalerweise kann man das gut in den Griff bekommen, auch mit eigenen Mitteln. Wichtig ist, wie ja bereits auch schon gesagt wurde, dass man nicht zu Vermeidungsverhalten neigt, denn das macht die Angst vor der Angst nur noch schlimmer. Man soll sich den Situationen stellen und sich beispielsweise dennoch ins Auto setzen.
Gefährlich ist das übrigens nicht, man nimmt nämlich anfangs nur eine Veränderung (z.b. durch Schwindel oder in der Sicht) wahr, daraus ergibt sich dann ein "irgendetwas stimmt nicht mit mir" und die Attacke beginnt.
Sport ist immer sehr nützlich (egal ob jetzt Panikattacken oder etwas anderes) und du könntest auch mal autogenes Training, Muskelentspannung oder so versuchen.

Sicherlich kann es auch etwas anderes sein, die Symptome passen zu einigen Krankheiten aber dadurch, dass du auch Stress hast und körperlich nichts gefunden wurde, könnte ich mir das durchaus vorstellen.

---------- Beitrag hinzugefügt um 00:05 -----------

EDIT: Du schreibst, du hast einen niedrigen Blutdruck. Genau das kann aber schon zu Schwindel führen...Allerdings wäre es dann untypisch, dass du die Symptome nur im Auto oder in Situationen hast, in denen du ruhig dasitzt.
 

Benutzer83901  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
Vielleicht gehe ich auch noch mal zu einem Orthopäden um die Wirbelsäule checken zu lassen.
Mensch, bin ich doof! :kopfwand

Natürlich, die WBS, die kann man auch nicht ausschließen. Irgendwie war ich aufgrund deiner bisherigen Untersuchungen davon ausgegangen, dass dein Rücken schon beurteilt wurde (da die WBS ja auch gerne bei Migräne mitspielt, ist bei meiner Mutter bspw. so).
Wenn du also noch nicht beim Orthopäden warst, hole das nach. Ein kräftiges HWS-Syndrom kann unglaublich fiese Symptome auslösen (ich spreche da mit M. Scheuermann und HWS-Syndrom aus Erfahrung), ist die BWS sogar noch beteiligt, geht richtig "Party". :rolleyes:

Nichtsdestotrotz ist die Psyche ein wichtiger Faktor. Allerdings kann es natürlich auch sein, dass sich z.B. bei Anspannung, Aufregung etc. deine Nackenmuskulatur verkrampft und dadurch Nervenbahnen blockiert werden. Dann gilt es natürlich diesen Blockaden entgegen zu wirken, aber eben auch die Ursachen für die innere Anspannung (Ängste...) zu eliminieren.

Ich drücke dir die Daumen, dass du die Ursachen für deine Anfälle findest und vor allem lernst, sie abzuwenden oder ganz zu vermeiden. :smile:
 
M

Benutzer

Gast
Ich habe genau wie girl_next_door auch sofort an Panikattacken gedacht, vor allem weil du schreibst, du hättest das Gefühl wegrennen zu müssen. Es ist also ein Fluchtgedanke da und ist schon ein typisches Anzeichen dafür. Hast du denn das Gefühl als hättest du dabei auch Angst?
Zu den Panikattacken würde ich weitestgehend auch tendieren, aber dass ihm selbst Zuhause auf der Couch oder am Computer schwindelig wird, wo er ja eigentlich nichts zu befürchten hat, passt wiederum nicht so, oder? :hmm:

Ich kenn mich mit Panikattacken nur insofern aus als ich welche in Situationen habe, wo ich mich meiner Lage nicht schnell und ohne großen Aufsehens entziehen kann (Schlange stehen, Wartezimmer, Auto, Zug, Flugzeug, Prüfungssituation, Unterricht, große öffentliche Plätze, viele fremde Menschen auf engem Raum). Dabei verspüre ich dann auch immer den Drang, mich zu bewegen. Heute hab ich das manchmal noch, dann geb ich mir selbst Ohrfeigen oder schüttle den Kopf, um einfach "da zu bleiben".

Jedenfalls hatte ich viele Jahre lang ähnliche Symptome und auch immer diese Angst, ohnmächtig zu werden. Teilweise bin ich aber dann im Endeffekt auch umgekippt, war 'ne sehr belastende Situation und ich kam dann auch fast jedes Mal ins Krankenhaus. An Untersuchungen hab ich EKG; EEG; Belastungs- bzw. 24-Std.-EKG; Matratzentest, bei dem man auf einer Matratze festgeschnallt wird, die dann rotiert bzw. in verschiedenen Stellungen (kopfüber, vornüber kippend, stehend) verharrt; Neurologie und HNO hinter mir. Kam nie was bei raus. "Sport treiben" wurde mir mal pauschal empfohlen, sicherlich nicht dumm, aber irgendwie auch eine wenig befriedigende Aussage.

Eskaliert ist es bei mir jedenfalls in einer Attacke auf der Autobahn, als danach der Neurologe darüber nachdachte, mir den Führerschein zu entziehen (mein persönliches Worst-Case-Szenario). Irgendwann wurde es dann besser, aber bei langen Autofahrten (insbesondere, wenn's nur gerade aus geht, also Bundesstraße oder Autobahnen) hab ich das Problem manchmal noch.

Irgendwer hat mir mal ein homöopathisches Mittel ("Vertigoheel") verschrieben, das sind Tropfen, die ich bei Schwindelanfällen eingenommen hab und auch weitestgehend geholfen haben. Geht aber wohl eher in Richtung Placebo-Effekt, weil ich eben denke, dass es sowohl bei mir als auch bei Dir in die Psychorichtung geht - nun ja, aber wenn's trotzdem hilft, wäre das vielleicht eine kleine Hilfe, an die man sich klammern kann. Sich der Situation stellen ist auch immer ratsam. Die Angst also ignorieren und ihr keinen Raum geben, sich nicht davon einschränken zu lassen. Aber wenn Du diese Anfälle auch Zuhause "in Sicherheit" hast, weiß ich nicht, ob Du damit so viel anfangen kannst.

Den Orthopäden und HNO kannst Du ja noch abchecken, aber dann eben auch mal den Psychodoc drauf bzw. in sich reingucken lassen. :zwinker: Ein Dreivierteljahr ist nun noch nicht sooo lange, vielleicht ist das wirklich nur 'ne stressbedingte Phase, die wieder verschwindet, aber schadet ja nicht. Und wenn's hilft, über irgendwas zu reden oder ein paar Verhaltenstipps zu kriegen, umso besser.

Alles Gute für Dich!
 

Benutzer83901  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
Off-Topic:
Zu den Panikattacken würde ich weitestgehend auch tendieren, aber dass ihm selbst Zuhause auf der Couch oder am Computer schwindelig wird, wo er ja eigentlich nichts zu befürchten hat, passt wiederum nicht so, oder? :hmm:
Meine erste Panikattacke hatte ich bei meinem damaligen Tankstellen-Job, auf einen Sonntagnachmittag. Einfach so. Ich habe weder an etwas Bestimmtes gedacht noch ist etwas vorgefallen. Mit einem Mal hatte ich das Gefühl, zusammenzusacken. Dazu Bauchkrämpfe, panische Angst und das starke Gefühl neben mir zu stehen.
Meine letzte Panikattacke hat sich auch zu Hause angebahnt, aber ich habe sie "weg geatmet". :smile:

Man kann Attacken haben, die direkt durch eine Situation oder ein Ereignis ausgelöst werden, manche treten "ohne Vorwarnung" auf, quasi aus heiterem Himmel. Da muss man tiefer graben, um die Ursachen zu finden.

Das nur mal am Rande. :zwinker:
 

Benutzer37284 

Benutzer gesperrt
Off-Topic:

Meine erste Panikattacke hatte ich bei meinem damaligen Tankstellen-Job, auf einen Sonntagnachmittag. Einfach so. Ich habe weder an etwas Bestimmtes gedacht noch ist etwas vorgefallen. Mit einem Mal hatte ich das Gefühl, zusammenzusacken. Dazu Bauchkrämpfe, panische Angst und das starke Gefühl neben mir zu stehen.
Meine letzte Panikattacke hat sich auch zu Hause angebahnt, aber ich habe sie "weg geatmet". :smile:

Man kann Attacken haben, die direkt durch eine Situation oder ein Ereignis ausgelöst werden, manche treten "ohne Vorwarnung" auf, quasi aus heiterem Himmel. Da muss man tiefer graben, um die Ursachen zu finden.

Das nur mal am Rande. :zwinker:

Off-Topic:
Da muss ich dir Recht geben, allerdings halte von diesem "tiefer graben" ja nix, denn normalerweise werden bei Panikattacken Verhaltenstherapien angeboten.
Im Prinzip bringt es dir nicht viel zu wissen weshalb du das hast sondern du musst sie durch geschickte Techniken irgendwie losbekommen.

Ansonsten, ja: Sie können auch in ganz alltäglichen Situationen zu Hause entstehen, von daher könnte ich mir schon vorstellen, dass es sich bei ihm darum handelt.
 
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