"Schwarze" Radfahrer

Benutzer3277 

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In unserer Stadt wurden in diesem Jahr schon 2 mal Radfahrer (beide unter 20 J.) von Autos angefahren und getötet, weil sie nachts ohne Licht am Fahrrad und in schwarzer Kleidung kreuz und quer über die Straßen gerast sind. Ein weiterer "schwarzer Radfahrer" wurde schwer verletzt. Alle 3 PKW-Fahrer waren nüchtern und völlig schuldlos.

Was ist eure Meinung dazu:
- Warum machen die das, solch eine Gefahr einzugehen?
- Was würdest du sagen, wenn du der PKW-Fahrer wärst, der den Radfahrer überfährt?
 

Benutzer59943  (40)

Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
- Warum machen die das, solch eine Gefahr einzugehen? Vermutlich sind sie sich der Gefahr nicht bewusst. Oder sie denken "Ach ich fahr ja nicht weit" oder irgendwas in der Art.

- Was würdest du sagen, wenn du der PKW-Fahrer wärst, der den Radfahrer überfährt? Ich wäre sicherlich geschockt und würde mir Vorwürfe machen. Die Tatsache, dass ich den Radfahrer aufgrund der dunklen Kleidung mitunter einfach nicht sehen konnte, würde es mir zumindest anfangs kein bisschen leichter machen.
 

Benutzer32843 

Sehr bekannt hier
Ich kenne es von einigen Radfahrern hier in der Stadt, die selber nicht Auto fahren: Die wissen gar nicht dass man sie nicht sieht.

Eine Freundin von mir ist mal mit mir mitgefahren und hat dann gesagt dass ihr erst dadurch bewusst wurde dass man die Radfahrer so ja wirklich kaum sieht... seither fährt sie mit Leuchtweste.

Ich habe im letzten Winter 2-3x solche Schwarz-Fahrer fast erwischt, ich habe mich extrem geärgert weil man als Autofahrer so schlicht nichts tun kann und dann trotzdem der gearschte ist.
 
R

Benutzer

Gast
Ich denke, die machen sich da keine Gedanken drüber. Als Autofahrer wäre ich natürlich sauer, da ich vermutlich erstmal ein Trauma hätte, wenn ich einen Menschen angefahren hätte - und dies hätte sich durch Licht ja leicht vermeiden lassen.

Allerdings muss ich ehrlich sagen, dass ich früher auch ohne Licht fuhr, schlichtweg weil einem hier jegliches Equpiment am Rad sofort gestohlen wird und ich nicht jeden Tag neue Beleuchtung kaufen kann. Mittlerweile habe ich Lichter zum Anstecken, aber das ist auch nervig, weil man halt immer dran denken muss und sie ja immer mitschleppen muss, wenn man zB abends in die Disco oder Kneipe will und das Rad außen stehen lässt.
Ich bin aber immer nur am Radweg oder Bürgersteig gefahren, und die sind hier überall beleuchtet.
 

Benutzer99306  (44)

Öfters im Forum
Ich denke, wenn es erwachsene Menschen sind, dann sind die selber Schuld. Sie müssen doch soweit denken, dass sie nicht gesehen werden. Bei Kindern ist das natürlich ein ganz anderer Fall, die denken nicht so weit. Sowas kommt wirklich auf das Alter an.
Wenn ich der PKW Fahrer wäre?? Ich denke man wird sowas nie vergessen, auch wenn man weiß "ich konnte nichts dafür" aber es ist für den Fahrer immer sch... Gut das mir sowas noch nicht passiert ist..
 

Benutzer38570 

Planet-Liebe Berühmtheit
Warum machen die das, solch eine Gefahr einzugehen?
Die Frage habe ich mir auch schon öfters gestellt, genau wie die Frage, warum Radfahrer auf der Strasse rumgurken müssen, obwohl es einen Radweg gibt. Die Antworten suche ich aber auch noch - vermutlich einfach Provokation oder nicht nachgedacht.

Was würdest du sagen, wenn du der PKW-Fahrer wärst, der den Radfahrer überfährt?
Spontan würde ich denken: "Selber schuld". Ich wäre sehr verärgert, auch wenn mir der Radfahrer leid tun würde.
 

Benutzer6874  (35)

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1. Ich bin selber Radfahrer, und halte das Licht am Fahrrad für noch wichtiger als den Helm.
Ich kann nicht verstehen wie man ohne Licht fahren kann.

Man darf aber ncht vergessen, dass das Licht das schwächste Teil am Fahrrad ist. Besonders im Winter ist an meinem Velo auch schon das Licht ausgestiegen. Zeitweise oder dauernd.

2. Ich fahre bis jetzt nicht selber Auto. Aber ch hoffe dass mir das NIE passiert. Auch nicht mit einem Fussgänger. Ob ich jetzt schuldig, teilschuldig oder nicht schuldig bin.
Denn als Autofahrer setze ich eine grosse Masse in schnelle Bewegung, und diese Energie kann töten.
Das Auto hat auch Licht, und mit der nötigen Aufmerksamkeit sollte man auch unbeleuchtete Verkehrsteilnehmer sehen. Aber es ist nun mal so, dass der Bremsweg länger sein darf als die Sichtweite, nd dass man annehmen darf, die andern Verkehrsteilnehmer würden sich vernünftig vehalten.
Übrigens kommen die wenigsten Radfahrer auf die beschriebene Art zu Schaden. As Radfahrer hat man auch mit Aggressionen von Autofahrern zu tun. Und mit dem "toten Winkel" der LKW-Fahrer.
 

Benutzer99306  (44)

Öfters im Forum
Das Auto hat auch Licht, und mit der nötigen Aufmerksamkeit sollte man auch unbeleuchtete Verkehrsteilnehmer sehen.


Und genau das ist nicht so. Unbeleuchtete Gegenstände und Verkehrsteilnehmer werden oft nicht gesehen. Das hat mir der Aufmerksamkeit nichts zu tun..
 

Benutzer6874  (35)

Benutzer gesperrt
Und genau das ist nicht so. Unbeleuchtete Gegenstände und Verkehrsteilnehmer werden oft nicht gesehen. Das hat mir der Aufmerksamkeit nichts zu tun..
Du hast Recht, bei Regenwetter, oder bei unbeleuchteten Strassen.

Mit der Aufmerksamkeit hat es aber doch zu tun. Genau so wie es mit meiner Aufmerksamkeit als Radfahrer zu tun hat, ob mich eine plötzliche auf gehende Autotür zu Fall bringt oder nicht....
Es gibt eben ganz verschiedene Grade von Aufmerksamkeit. Wenn sie dem Überleben dient ist sie vermutlich grösser, als wenn es nur darum geht, Ärger zu vermeiden.
 

Benutzer3277 

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1Man darf aber ncht vergessen, dass das Licht das schwächste Teil am Fahrrad ist. Besonders im Winter ist an meinem Velo auch schon das Licht ausgestiegen. Zeitweise oder dauernd.

Das geht mir auch so. Aber dann fahre ich vorsichtig, auf dem Radweg (sofern vorhanden) und ziehe eine helle Jacke an. So kann mir kaum was passieren.
 

Benutzer26398 

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Was ist eure Meinung dazu:
- Warum machen die das, solch eine Gefahr einzugehen?
- Was würdest du sagen, wenn du der PKW-Fahrer wärst, der den Radfahrer überfährt?
die gehen die Gefahr ein weil sie absolute Vollidioten sind - das sie das schwächste Glied im Verkehr sind wird ihnen ja klar sein - das man die Gefahr immens erhöht wenn man ohne Licht fährt sollte auch klar sein - wenn dann noch angenommen wird das man trotz alledem bei dunkler Nacht erkannt wird ist einem echt nicht mehr zu helfen...

Selbst bin ich ihn jungen Jahren auch öfter mal ohne Licht mit dem Fahrrad unterwegs gewesen - aber mir war klar das ich somit nicht gesehen werde - will heißen ich fuhr immer langsam und ausschließlich auf dem Gehsteig!

Wenn ich heute aber sehe wie mir am frühen morgen im Berufsverkehr die Radfahrer unbeleuchtet entgegenkommen etc. - und das noch in einem Höllentempo kann ich nur mit dem Kopf schütteln...

Ich gehe davon aus das ich kein "schlechtes Gewissen" hätte würde ich so einen Spinner allein wg. seiner Unachtsamkeit überfahren...
 

Benutzer99591 

Öfters im Forum
Ich bin sowohl Radfahrer als auch Autofahrer. Ich bin sogar schon einmal als Radfahrer von einem Auto aufgegabelt worden. Ich war aber unschuldig. Als Autofahrer ist mir das Gott sei Dank noch nicht passiert.
Über schwarze Radfahrer habe ich mich zwar manchmal auch schon aufgeregt aber es kam Gott sei Dank noch nie zu einer brenzligen Situation.
Ich bin aber trotzdem schockiert über so manchen Leichtsinn einiger Radfahrer. Was bitte haben Radfahrer auf vielbefahrenen Bundesstraßen zu suchen? Neulich war ich auf einer Landstraße mit nicht mal 100 km/h unterwegs. Hinter ein Kurve fuhr ein älterer Herr mit seinem Fahrrad nicht gerade am äußersten Fahrbahnrand. Dazu noch Gegenverkehr. Da bin ich ganz schön in die Eisen gestiegen. Zur Krönung gab es auch noch einen Fahrradweg.
Ich bin sowieso immer wieder überrascht, wieviele Fahrradfahrer diese ignorieren.
Bei einem Radfahrer darf ich mich auch für ein schweres Schleudertrauma bedanken mit den Folgen habe ich heute noch zu kämpfen. Da war ich allerdings nur Beifahrer.
Hier darf die Polizei meiner Meinung nach ruhig härter durchgreifen.
 

Benutzer34914 

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- Warum machen die das, solch eine Gefahr einzugehen?

-Leichtsinn
-faul oder zu geizig das Fahrad zu warten, wenn was kaputt ist oder kaputt gemacht wurde
-die Einstellung besitzen nach mir die Sinnflut, ausserdem haben Fussgänger und Radfahrer eh immer mehr Rechte als PKW-Fahrer (so hab ich es schon leider sehr oft von Leuten gehört mit der Begründung wenn was ist kann man es doch eh den Autofahrer zuschieben:mad:)
-sind nur kleine Regeln die man bricht, alles halb so wild (siehe die Rotlichtverstöße von Radfahrern oder deren Fahrstil)
-oder einfach dumm

- Was würdest du sagen, wenn du der PKW-Fahrer wärst, der den Radfahrer überfährt?

tja was soll ich da großartig sagen, wenn es wirklich einer war der so ziemlich alles falsch gemacht hat wie kein Licht, kein Helm und dann auch noch gefahren ist wie Sau im Grunde nix. Würd mir eher Gedanken machen das ich ungestraft davon komme, weil wenn du von der Staatsanwaltschaft Post bekommst mit dem Inhalt "Unfall mit Todesfolge/Körperverletzung" kannste schonmal anfangen zu sparen und dich gegenüber den Vorwürfen (von ziviler Seite, man weiß ja nicht wie das Umfeld darauf reagiert) zu rechtfertigen.

Das wäre jetzt aber der Extremfall, der zum Glück net so oft vorkommt.
 
J

Benutzer

Gast
Warum machen die das, solch eine Gefahr einzugehen?
Die Frage habe ich mir auch schon öfters gestellt, genau wie die Frage, warum Radfahrer auf der Strasse rumgurken müssen, obwohl es einen Radweg gibt. Die Antworten suche ich aber auch noch - vermutlich einfach Provokation oder nicht nachgedacht.

Was würdest du sagen, wenn du der PKW-Fahrer wärst, der den Radfahrer überfährt?
Spontan würde ich denken: "Selber schuld". Ich wäre sehr verärgert, auch wenn mir der Radfahrer leid tun würde.

Denke das mit der Provokation und Coolness stimmt genau. Es sind immer junge und "coole" Leute bei uns. Genauso wie die Radfahrer, die bei rechts vor links voll über die Keuzung fahren ohne Vorfahrt zu haben. Fürchte nur das Autofahrer auch juristisch immer eine Mitschuld bekommen oder? Ohne Licht ist vor allem bei Gegenverkehr sehr gefährlich, da man dann den Radfahrer definitiv nicht sehen kann:schuettel:
 

Benutzer9402 

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Warum machen die das, solch eine Gefahr einzugehen?
- manche fahren nach dem Motto, wenn ich dich sehe, dann siehst du mich
- einfach zu faul mal zum Radhändler zu gehen und das Licht instand setzen zu lassen
- die übliche Denke: "mir kann nichts passieren", "ist ja nicht weit", "die anderen werden schon aufpassen" usw.

Was würdest du sagen, wenn du der PKW-Fahrer wärst, der den Radfahrer überfährt?
Ich wäre erstmal geschockt, aber ich würde auch denken "selber schuld". Aber Vorwürfe würde ich mir wohl trotzdem machen.

Ich selbst fahre sehr viel Rad (auch zur Arbeit) und ich habe gemerkt mit Licht + Warnweste wird man wesentlich besser wahrgenommen. Kann jedem nur raten so eine Weste anzuziehen, kosten sehr wenig.

Wenn ich mit dem Rennrad unterwegs bin und die Möglichkeit besteht, dass ich evtl. erst nach Einbruch der Nacht nach Hause komme, nehme ich Ansteckleuchten mit (IXON+Red). Das hat bis jetzt immer gut funktioniert.
 

Benutzer30217 

Sophisticated Sexaholic
- Warum machen die das, solch eine Gefahr einzugehen?
Na weil's immer alle trifft, nur einen selber nicht.

- Was würdest du sagen, wenn du der PKW-Fahrer wärst, der den Radfahrer überfährt?
Da gäb's nicht groß was zu sagen.
 

Benutzer70527  (31)

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Ich bin Rad- und Autofahrer.

Die "Mein Auto macht laut Umts-umts-umts"-Fraktion, die keine Verkehrsregeln kennt, nimmt mir auch am hellichten Tag die Vorfahrt, weil ich ja der schwächere bin und zu warten habe. Hier hat man tagsüber fast mehr zu befürchten als nachts und ohne Licht.
Ich fahre aber immer mit Licht, selbst bei Tag. Mein Nabendynamo (so bezeichnet man es, glaube ich) läuft eh immer und ist nicht spürbar beim Treten, mein Licht steht auf ON, weil ich AUTO nicht vertraue und zu faul bin, auf OFF zu schalten.

Wäre ich derjenige, der so einen Radfahrer von der Straße fegt, wäre ich geschockt und würde mir Vorwürfe machen, klar. Aber wenn's einer provoziert, wäre das nicht von langer Dauer.

Was anderes sind alte Leute, die es nicht besser wissen. Über die rege ich mich zwar auch ständig auf, wenn sie mit Tempo Fünf mitten auf der Hauptstraße rumgondeln, aber es ist äußerst selten, dass DIE mir mit dreißig die Vorfahrt nehmen und blöd dabei grinsen. :grin:
 

Benutzer89563 

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Na, Autofahrer kennen die Regeln, und fürchten sich immer davor, erwischt zu werden. Haben ja gut sichtbar vorne und hinten ein Nummernschild. Kann alles richtig teuer werden, hinterher ist der Lappen weg etc. etc.

Interessant wird es, wenn sie Einkaufen fahren. Wir haben hier nen recht großen Parkplatz, wo sich zwangsläufig mehrere Kreuzungen ergeben. Da sollte rechts-vor-links gelten. Aber das hat man an der Einfahrt vergessen, es fährt grundsätzlich der zu erst, der denkt, daß er als erster darf.
Im Supermarkt schließlich sind die Regeln ganz vergessen. OK, Einkaufswagen sind was anderes als Autos, aber wie oft steht ein Einkaufswagen mitten in einem großen Korridor quer rum, weil da wer die Butter vergessen hat. Oder besser noch: Der Einkaufswagen wird am ausgestreckten Arm quer zum Korridor gehalten. Daß das den Verkehrsfluß - wenn man so will - aufhält, hat man völlig vergessen.

Bei den Radfahrern ist das nicht viel anders. Viele scheinen das, was sie in der Fahrschule gelernt haben, nur aufs Auto zu beziehen, aber mit dem Fahrrad hat das nix zu tun - Man braucht schließlich weder nen Führerschein, noch ein Nummernschild.
 

Benutzer90972 

Team-Alumni
Warum machen die das, solch eine Gefahr einzugehen?
- sie denken nicht nach
-"ich bin ja gleich da" (was ich ehrlich gesagt auch manchmal mache. ein beleuchtungssystem ist eine zumutung und müsste dringend überholt werden (wird auch in den nächsten 2 wochen gemacht). wenn das an ist brauche ich glatt die doppelte zeit bis nach hause. allerdings fahre ich in solchen fällen ausschließlich auf gut beleuchteten straßen bzw. dem radweg dort. ich weiß, das macht das ganze auch nicht wirklich besser :ashamed:)
- defektes oder vergessenes licht
- das übliche "mich trifft es schon nicht"

- Was würdest du sagen, wenn du der PKW-Fahrer wärst, der den Radfahrer überfährt?
sicherlich hätte ich ein schlechtes gewissen. wenn der unfall aber auf die schlechte beleuchtung des radfaherers zurückzuführen wäre, wäre das sicherlich nicht sonderlich ausgeprägt.
seit ich selbst auto fahre, weiß ich wie schlecht man radfahrer sieht. ich fahre selbst, auch bei tageslicht, sehr viel umsichtiger mit dem rad. diejenigen, die im dunkeln und ohne licht kreuz und quer durch den verkeher fahren, sollten mal mit dem auto fahren und darauf achten.
 
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