Schuldgefühle bei Krankmeldung

lea.liebt
Benutzer199471  (30) Ist noch neu hier
  • #1
Jedes Mal, wenn ich mich einen einzelnen Tag krank melden muss/möchte, grüble ich vorher lange hin und her, was mein Chef denken könnte.

Die letzte Woche war sowohl auf der Arbeit als auch privat sehr stressig. Ich hab seit Donnerstag durch Verspannungen im Nacken Kopfschmerzen, die bis zum Auge ausstrahlen und eine leichte Erkältung.

Ich weiß, dass ich arbeiten könnte (die Arbeit damit ist nicht unzumutbar, ich kann mich konzentrieren ) aber ich arbeite den ganzen Tag am PC und weiß, dass die Verspannung dann nur noch schlimmer wird und wenn ich mir einen Tag Auszeit nehme und mich dehne, es einen Tag ruhig angehen lasse etc. das ganze nicht verschleppe.

Wie geht ihr mit Krankmeldungen um? Grübelt ihr da auch so viel?
 
Erdbeere1106
Benutzer171033  (36) Verbringt hier viel Zeit
  • #2
Tatsächlich ist sowas, was du beschreibst, für mich kein Grund, auch nur an eine Krankschreibung zu denken.
Wenn ich danach gehen würde, dann hätte ich infolge Schwangerschaft/Stillen und derzeit zu wenig aktivem Lebensstil die letzten zweieinhalb Jahre nicht einen Tag arbeiten können. Das ist aber mein Bier, nicht das meines Chefs, solange er für eine entsprechende technische Ausstattung sorgt und mich nicht an einem Tapezierbrett auf einem Klappstuhl sitzen lässt.
Von daher: Ich würde es bei Kollegen wohl nicht gut tolerieren, dass sie sich aus Gründen "immer mal wieder" krank schreiben lassen wollen, gegen die sie aktiv was tun können und wenn sie auch noch von sich selbst behaupten, arbeitsfähig zu sein.
Da gehört dann eher transparent kommuniziert, wie man sich an dem Tag seine Arbeit einteilt und dass man erstmal für sich und seinen Körper was tun muss/möchte, und selbst mit Lösungsvorschlägen um die Ecke kommt statt mit dem gelben Schein.
EDIT: Ich grüble nicht mehr, wenn ich mich krank melde. Denn dann bin ich (oder eines der Kinder, die nicht anderweitig betreut werden könnten) so krank, dass Arbeiten nicht effektiv oder effizient möglich wäre.
 
krava
Benutzer59943  (41) Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
  • #3
ja ich grübel auch viel.
aber wegen Verspannungen und Stress würde ich mich nie krank melden. dann würde ich nie mehr arbeiten :grin:
Mir tut auch seit gestern mein Nacken weh aber mit Pferdesalbe gehts.

Wenn ich mich krank melde, dann mit 40 Fieber.
 
Zuletzt bearbeitet:
HarleyQuinn
Benutzer121281  (34) Planet-Liebe ist Startseite
  • #4
Ich melde mich dann krank wenn ich nicht mehr arbeiten kann oder for meine Kolleg:innen eine Ansteckungsgefahr besteht.
Dann tut mir mein Team zwar leid aber ich grübele nicht darüber ob es richtig ist etc.

Im von dir beschriebenen Fall würde ich mich nicht krankmelden und fände es auch sehr seltsam wenn eine Kolleg:in das tun sollte. Vor allem wenn es dann noch heisst „ich könnte arbeiten“.

Verspannungen sind unangenehm, jo. Aber da mache ich Yoga, n Wärmepack oder gehe zur Massage. Von krank ist da meiner Meinung nach keine Spur zu sehen.
 
Greeny
Benutzer150857  (34) Sehr bekannt hier
  • #5
U
Benutzer177622  Meistens hier zu finden
  • #6
In dem Fall, den du beschreibst, würde ich auch arbeiten gehen.
Du bist ja nicht krank, nur unpässlich.
Da würde ich (!) mir ne Überstunde nehmen, eher gehen und noch ne Stunde Yoga machen oder schwimmen.

Krank mache ich, wenn ich krank bin. Und selbst dann überlege ich dreimal, ja das stimmt.
Weil die Kollegen meine Arbeit sonst mit erledigen müssen.
 
N
Benutzer113006  Team-Alumni
  • #7
Was hast du davon, wenn du dich krank meldest? Es ist ja wahrscheinlich mitnichten so, dass du dann den ganzen Tag Sport machst oder dich dehnst, sondern eben eine Stunde und den Rest des Tages? Im schlimmsten Fall sitzt du wenig ergonomisch rum und deine Verspannungen werden davon nicht unbedingt besser.

Deshalb finde ich den Ansatz von U unitylejean nicht schlecht. Früher aufhören oder zwischendurch Zeit nehmen und Übungen machen.

Ich bin bei Verspannungen ein gebranntes Kind, habe da wirklich schlimme Probleme. Aber durch eine Krankmeldung ist es noch nie besser geworden. Wenn es ganz schlimm war, bin ich nach der Arbeit noch 2h Spazierengegangen.
 
maja87
Benutzer118270  Verbringt hier viel Zeit
  • #8
Bei Verspannungen käme ich gar nicht auf die Idee mich krank zu melden. Du sagst selber, du könntest arbeiten. Also solltest du es auch tun. Oder deine Stunden generell kürzen, wenn dir ein Vollzeitjob zu viel ist.

Ich grübele sehr viel, ob und wie lange ich mich krank melde. Früher bin ich auch mit einer Erkältung arbeiten gegangen. Heute würde ich das nicht mehr machen. Aber, wenn ich mich fit fühle, arbeite ich im Homeoffice. Das mache ich auch, wenn ich krank geschrieben bin, aber mich soweit wieder fit fühle. (Meine Arbeit wird nicht von Kollegen übernommen. Sie bleibt in der Regel liegen.)
 
Art_emis
Benutzer174233  (34) Verbringt hier viel Zeit
  • #9
Ich grübele manchmal auch nach, wenn ich mich krank melde bzw. hab dann auch mal ein schlechtes Gewissen, weil meine Arbeit dann ein anderer mit erledigen muss.

Aber wenn man krank ist, dann ist das eben so.
Entscheidend finde ich auch immer, wie oft das denn generell vorkommt.

Ich finde es tatsächlich auch nicht verwerflich, wenn man sich mal einen Tag Auszeit gönnt, obwohl es einem körperlich nicht "so schlecht" geht. Mental sollte man ja auch fit sein für die Arbeit und das ist man einfach nicht voll umfänglich, wenn Verspannungsschmerzen, Stress und sonstiges zusammen kommen.
Da finde ich es doch besser einen Tag zu ruhen und dann wieder voller Energie durchstarten zu können, sofern das eben nicht dauernd der Fall ist.

Mir ist meine Gesundheit nun mal wichtiger als die Arbeit und das schlechte Gewissen und da denke ich eben auch an die mentale Gesundheit und vor allem langfristig.
 
M
Benutzer18889  Beiträge füllen Bücher
  • #10
Bei den genannten Gründen fiele mir eine Krankschreibung nicht ein. Damit ich mich krank melde, muss ich definitiv so krank sein, dass ich wirklich nichts mehr tun kann.
 
Sandrose
Benutzer54458  Verbringt hier viel Zeit
  • #11
Ich grübele bei Krankmeldungen weniger, denn wenn ich mich mal krankmelde, dann bin ich auch krank und kann nicht arbeiten.
Gegen Deine Verspannungen und die leichte Erkältung hättest Du ja auch am Wochenende aktiv etwas tun können oder war da ebenfalls soviel Stress?
Wenn Du Dich heute als arbeitsfähig einschätzt, dann bist Du es wohl auch.
 
Fußliebhaber84
Benutzer195524  (38) Sorgt für Gesprächsstoff
  • #12
wenn ich mich einen einzelnen Tag krank melden muss/möchte, grüble ich vorher lange hin und her, was mein Chef denken könnte.
Mal ausgeblendet was du weiter im Kontext beschreibst denkt dein Chef "eine Arbeitskraft fehlt" und macht sich weniger Sorgen um die liebe Lea.
Krank ist krank! Dann muss man aus Eigen- und Kollegenschutz zu Hause bleiben.
aber ich arbeite den ganzen Tag am PC und weiß, dass die Verspannung dann nur noch schlimmer
Hier solltest du vielleicht sportliche Aktivitäten einbauen oder falls vorhanden fördern.
 
S
Benutzer191915  (46) Ist noch neu hier
  • #13
Wenn du arbeiten kannst, dann geh arbeiten! Es hört sich nicht an, als wenn es für dich die größte Qual wäre.
Wie oft fehlst du denn auf der Arbeit? Was machst du, wenn du zuhause bleibst? Was hast du bisher gegen die Verspannungen unternommen?
 
A
Benutzer160853  Sehr bekannt hier
  • #14
Jedes Mal, wenn ich mich einen einzelnen Tag krank melden muss/möchte, grüble ich vorher lange hin und her, was mein Chef denken könnte.

Die letzte Woche war sowohl auf der Arbeit als auch privat sehr stressig. Ich hab seit Donnerstag durch Verspannungen im Nacken Kopfschmerzen, die bis zum Auge ausstrahlen und eine leichte Erkältung.

Ich weiß, dass ich arbeiten könnte (die Arbeit damit ist nicht unzumutbar, ich kann mich konzentrieren ) aber ich arbeite den ganzen Tag am PC und weiß, dass die Verspannung dann nur noch schlimmer wird und wenn ich mir einen Tag Auszeit nehme und mich dehne, es einen Tag ruhig angehen lasse etc. das ganze nicht verschleppe.

Wie geht ihr mit Krankmeldungen um? Grübelt ihr da auch so viel?

Ich finde deine Haltung sehr befremdlich, weil sie nicht ansatzweise meiner Meinung entspricht. Krank melde ich mich, wenn ich meine Arbeit nicht qualitativ gut ausführen kann bzw. Kollegen anstecken könnte. Du bist 30 und nicht 13, im Erwachsenenalter erwarte ich einen gewissem Planungsgrad, wenn wir nicht über plötzliche schwerste Krankheiten oder Todesfälle sprechen. Verspannungen im Nacken, dann nimm ein Bad, vermeide bei Augenproblemen TV oder andere Bildschirme. Gegen eine leichte Erkältung hilft im Zweifel auch Tee statt Kaffee.
Ich habe mit dieser "eigentlich könnte ich, aber" Haltung ein massives Problem. Das ist nicht mehr das Seminar Freitag um 18 Uhr, das man gerne mal übersieht. Du hast Kollegen, die deine Arbeit mitmachen müssen, weil du gerade deine ganz eigene Agenda fährst. Mich ärgert sowas.
Seit dem Volontariat arbeite ich von Montag bis Donnerstag immer zehn Minuten länger. Dann habe ich 40 Minuten pro Woche angespart, die ich im Zweifel für solche Dinge nutzen kann.
 
Dreizehn
Benutzer20579  (38) Planet-Liebe ist Startseite
  • #15
Und der Thread hier ist der Grund, warum man dem Chef und Kollegen nie mitteilen sollte, warum man sich krankmeldet - weil es die Leute halt nichts angeht - weil jeder meint, anhand fremder Symptome direkt beurteilen zu können, ob man deshalb krank sein "darf" oder nicht. :zwinker:

Ich meine, ganz ehrlich: Hier schreibt jemand, dass er sich krankmelden möchte und schreibt die Gründe dazu -und schon kommen die Leute aus der Ecke, die sich erst ab 40 Fieber, abgetrennten Gliedmaßen oder sonst lebensbedrohlichen Zuständen krankmelden und ansonsten heldenhaft im Job stehen. Klar, genau das ist der Grund, warum so viele Krankheiten verschleppt werden, man am Ende dann länger ausfällt und bis dahin noch die halbe Belegschaft angesteckt hat. Übrigens ist erwiesen, dass kranke Leute auf Arbeit auch mehr Fehler machen und am Ende mehr Geld kosten, als Kranke - aber Hauptsache, da gewesen. Die deutsche Präsenzpflicht hochhalten, "ich war immer da!" :grin:

Ich finde diese Einstellung furchtbar und ich finde es auch nicht heldenhaft, sich krank zur Arbeit zu schleppen, nur weil es irgendwie gerade noch geht. Davon ab gibt es auch genug mentale Probleme, die eine kurze Auszeit erfordern, ohne, dass man deswegen direkt eine Diagnose hat.

Letztendlich ist die Entscheidung am Ende jedem selbst überlassen, ab wann man "zu krank ist" und wo man noch fit genug ist. Das ist eine ganz persönliche Frage und die Abgrenzung ist nicht "Heldentum" und "Faulheit", sondern ist einfach recht individuell. Natürlich sollte man dabei fair sein, zu sich selbst und zum Arbeitgeber - und wenn keine Krankheit vorliegt, man aber viel um die Ohren hat, kann auch ein spontaner Urlaubstag oder Überstundenabbau Mittel der Wahl sein. Oder man geht eben zum Arzt und klärt ab, was man hat - und dann hat man auch eine offizielle Krankschreibung, die man dem Arbeitgeber vorlegen kann. Meist sind Ärzte bei Krankmeldungen weniger streng, als völlig Unbekannte im Internet. :tongue:
 
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Zaniah
Benutzer96053  Planet-Liebe Berühmtheit
  • #22
Ich bin kein Fan (mehr) von "Arbeiten bis zum Umfallen". Allerdings hat es eben doch einen komischen Beigeschmack, dass du selbst sagst, dass du arbeiten kannst. Bei Kopfschmerzen kann ich mich nicht krankmelden, dann wäre ich jede Woche mal zuhause, aber da nehme ich auch was ein. Ich würde mich nicht (mehr) mit zig Medikamenten putschen, um fit für die Arbeit zu sein, aber eine Schmerztablette, wenn es sonst okay ist, finde ich für mich persönlich vertretbar.

Ein Indikator ist für mich immer: Wenn ich meinen Zustand meinem Hausarzt schildere und weder unter- noch übertreibe, würde er mir eine Krankschreibung ausstellen? Nicht, weil ich eine brauche, sondern weil er feststellt, dass ich einen oder mehrere Tage Ruhe brauche? Und danach gehe ich eben bei meiner eigenen Einschätzung. Bei Verspannung nehme ich ein Körnerkissen mit und mache in Pausen ein paar Dehnübungen.
 
caotica
Benutzer68775  (38) Planet-Liebe Berühmtheit
  • #30
Meine körperliche und mentale Grenze ist übrigens mit ein Grund warum ich nur noch 80% arbeite und keine 100%.
Ich brauche aufgrund diverser Erkrankungen etc. einfach mehr Erholungszeit als andere Personen um wirklich gute Arbeit abliefern zu können.
Und ich bin dann lieber generell 20% weniger bei der Arbeit als alle paar Wochen einen Tag krankgemeldet zu sein.

Mein Leben geht bei mir einfach vor.
Das ist aber ja auch ein anderer Ansatz, damit bekommt man in der Regel dann auch ein angepasstes Gehalt und eine eingepasst Teamplanung mit Aufgaben und Diensten hin. Natürlich hat man dann als Arbeitgeber lieber die mit reduzierter Stundenzahl als eine Vollzeitstelle die unberechenbar 80% nur da ist.

Krankmeldungen reißen unerwartete Löcher in Planungen, die dann quasi aus der Hinterhand gestopft werden müssen.
Wüsste ich also, dass da jemand sich alle paar Wochen krank meldet, müsste ich mit dem von vornherein anders planen, egal weswegen jetzt. Dann zu wissen, Hintergrund sind Feiertage oder Kopfweh würde kein sehr verlässliches Bild vermitteln und die Einplanung wäre dann auch immer so, dass derjenige mit jederzeit abspringen kann. Wie gesagt, jeder hat das gute Recht dazu - muss sich dann aber nicht wundern, wenn ihm im Team eine entsprechende Stelle zufällt.
 
Armorika
Benutzer172677  Beiträge füllen Bücher
  • #32
Das habe ich nicht, wenn ich meine richtig zu handeln.
Das ist toll für Dich und sicher der einfachste und gesündeste Zustand.

Den hat aber nicht jeder immer, ich kenne das von mir, wie zerrissen man sich fühlen kann, wenn Selbstfürsorge gegen Pflichtgefühl und Vernunft gegen Mitgefühl und Leistungswillen kämpfen.
Denn doch, da hatte ich immer den Kollegen gegenüber, die dann echt in der Sch…. stecken, ein schlechtes Gewissen, auch wenn ich im Grunde wusste, dass es absolut richtig und das einzig vernünftige ist, nicht zu arbeiten.
Da kamen trotzdem immer wieder Zweifel hoch, ob ich nicht doch mit drei Tabletten und wenn ich mich mehr zusammenreiße..
 
LULU1234
Benutzer107106  Planet-Liebe ist Startseite
Redakteur
  • #56
Seit Jahren fahre ich die Schiene, ob es meinem Arbeitgeber etwas bringt, wenn ich in dem Zustand zur Arbeit gehe. Unabhängig von Symptomen, sondern viel mehr von meiner gesamten Verfassung. Wenn ich 48 Std lang quasi ohne Schlaf kotzende Kinder betreut habe, dann gehe ich nicht zur Arbeit, auch wenn ich selbst nicht krank bin, einfach weil mein mentaler Zustand das dann gar nicht zulässt. Ebenso bei einer Migräneatacke. Selbst wenn ich wegen Tabletten keine Schmerzen mehr habe, bin ich am Ende nicht leistungsfähig und mache mehr Arbeit, als dass ich sie beseitige. Ich hatte aber auch schon Jobs, wo 60% besser sind als nichts. Das ist wohl dieses berühmte "kommt drauf an".
Am Ende gehörte ich immer zu denen mit den wenigsten Krankmeldungen und habe viel über Überstunden geregelt. Nein, Kranktage sind keine Urlaubstage, aber 1-2x im Jahr einen Mental Health Krankentag zu machen finde ich bei psychischer Belastungen total wichtig, vor allem wenn Urlaub und Überstunden schon weg oder ggfs auch gebunden sind (vorgegebener Urlaub durch den AG ist ja auch oft ein Ding: Kindergarten, Schule, etc hat man selten freien Urlaub.)
 
Dreizehn
Benutzer20579  (38) Planet-Liebe ist Startseite
  • #59
Die Krankheitswochen, die ich die letzten 15 Jahre gehabt habe, kannst Du an einer Hand abzählen.

Wenn ich dagegen meine Arbeitskollegen betrachte. Da gibt es schon den einen oder anderen, der es übertreibt.

Ich frage mich immer, wie man auf die Idee kommen kann, dass eine gute Gesundheit und wenig Krankheitstage eine Leistung ist, für die man sich feiern kann. Anstatt dass man sich einfach freut, dass man glücklicherweise selten krank ist.

Gerade bei den Leuten, die nach dem Wochenende krank sind: Es ist erwiesen, dass gestresste Menschen krank werden, wenn der Stresspegel fällt - und das ist eben häufig der Fall, wenn die Arbeitswoche vorbei ist oder Urlaub ansteht. Nennt sich Leisure Sickness, kann man googeln (z.B. Leisure Sickness: Endlich Urlaub und gleich mal krank | ams-Ratgeber 12/17 | AOK-Medienservice | Presse | AOK-Bundesverband) Deswegen sind so viele Leute, die viel privaten und beruflichen Stress haben, am Wochenende oder im Urlaub krank. Mit "am Wochenende Party und Montags verkatert" hat das gerade in meinem Kollegenkreis überhaupt nichts mehr zu tun.
 
Dreizehn
Benutzer20579  (38) Planet-Liebe ist Startseite
  • #62
ATergo ATergo Voraussetzung ist schon, dass wir vom Gleichen sprechen.

Du schreibst, dass Leute "krank feiern", dass es Leute gibt, die häufig montags krank sind, dass du bestimmtes Verhalten für "auffällig" hältst.

Da muss ich halt sagen: Ich finde, das geht dich gar nichts an, so lange du nicht der direkte Vorgesetzte bist und einen berechtigten Verdacht hast, dass jemand betrügt. Wenn das der Fall ist, dann sollte man dagegen vorgehen - erst Recht, wenn andere Kollegen das auffangen müssen. Sich krank zu melden, wenn man nicht krank ist, geht nicht - das entscheidet dann aber bitte ein Arzt und nicht der Flurfunk. Wenn man da einen gewissen Verdacht hat, ist das Vertrauensverhältnis eh schon im Eimer und das spricht dann ohnehin dafür, dass jemand besser woanders aufgehoben wäre - Stichwort "innere Kündigung".

Ich gehe davon aus, dass ein geistig und körperlich gesunder Mensch, der sich mit seiner Arbeit identifizieren kann und seinen Job zumindest einigermaßen gerne macht, sich nicht krankmelden wird, wenn er nicht krank ist. Wenn das der Fall ist, ist entweder das Arbeitsverhältnis zerrüttet und jemand bescheißt - oder - viel wahrscheinlicher - derjenige ist einfach nicht geistig oder körperlich so fit, dass er seiner Arbeit so nachgehen kann, wie es die Kollegen können. In dem Fall ist es aber nicht an den Kollegen, das zu bewerten, weil es sie schlicht nichts angeht. Ich kann mir zig Krankheiten vorstellen, bei denen man trotzdem in der Stadt gesehen werden kann. Und auch da sind Tratsch und Flurfunk wieder mächtig - war jemand auf dem Weg zum Arzt und hat auf dem Rückweg noch was eingekauft, oder war jemand groß shoppen, während im Büro die Kollegen die Arbeit miterledigen müssen? Frage aber auch: Wenn ich einen Kollegen eh schon nicht mag oder ihm notorisches Faullenzertum unterstelle und ich sehe ihn krankgemeldet in der Stadt - was glaube ich eher?

Ich persönlich denke, dass es sehr viel mehr chronische und auch seelische Krankheiten gibt, als man den Leuten oft ansieht. Wer davon nicht betroffen ist, soll sich einfach freuen, dass es ihm besser geht - aber nicht bewerten, wie oft sich andere krankmelden. Wenn der Verdacht besteht, dass jemand nicht ehrlich ist, muss man dem nachgehen, keine Frage. Ich glaube aber, dass das seltener ist, als dass sich Leute das Maul über jemanden zerreißen, dem es eh schon nicht gut geht.
 
Art_emis
Benutzer174233  (34) Verbringt hier viel Zeit
  • #66
Männliche Respektpersonen fehlen immer mehr. Mir begegnen nur noch alleinerziehende Mütter. Es wird nur noch abgestumpft und verweichlicht.
Off-Topic:
und mit solchen Aussagen macht man sich sicher sehr viel beliebter, als Kollegen die "krank feiern" :tentakel:

Vielleicht schon mal daran gedacht, dass es gerade die Kinder von Alleinerziehenden sind, die noch wissen was harte Arbeit bedeutet, weil sie tagtäglich beobachten können wie ein Elternteil ganz allein Haushalt, Arbeit, Erziehung, Betreuung, etc stemmt.
Und mal dran gedacht, dass u.a. sowohl bei diesen Personen, sowie auch bei allen anderen Personen, das Leben weiter geht auch wenn sie krank geschrieben sind. Arztbesuch, Lebensmittel, Medikamente besorgen sich idR nicht von allein und bekommt man meist in der Stadt.
 
McCeline
Benutzer136609  (25) Beiträge füllen Bücher
  • #77
Ich muss zugeben, ich kenne mehrere Personen die selbst sagen Sie brauchten mal einen Tag Ruhe. Sei es wegen Stress, psyche oder sonst was. Und das finde ich okey. Auch wenn ich diese Personen vertreten habe 🤷 eine frühere Kollegin hat mir am Morgen geschrieben das sie völlig fertig ist und ob ich böse wäre wenn ich ihre Klienten nehmen müsste. Finde ich echt in Ordnung. Ist, finde ich, förderlicher für die Gesundheit als sich durchzuquälen und dann Monatelang wegen der psyche zu fehlen. Davon kenne ich nämlich auch genug frühere Kolleginnen, die sich immer durchbeissen, und dann 3 Monate oder länger gefehlt haben.

Ich persönlich hatte das noch nicht, wenn es mir aber mal so gehen sollte würde ich das auch unter Krankheit verbuchen.
Lass den shitstorm beginnen :ninja:
 
WomanInTheMirror
Benutzer123832  (27) Beiträge füllen Bücher
  • #91
Rund 40 Prozent der Deutschen kennen Personen, die Krankheit vortäuschen und nicht zur Arbeit gehen.
Bei dieser Studie gibt es noch einen entscheidenden Denkfehler: diese Aussage bedeutet NICHT, dass 40 Prozent der Deutschen blau machen.
Man nehme eine Clique von 10 Personen, wovon einer regelmäßig blau macht und alle wissen das. Jetzt kennen 90 Prozent der Leute jemand anderen, der blau macht, aber es machen nur 10 Prozent der Leute blau.

Nochmal zum Thema in der Stadt gesehen werden bei Krankheit: wenn ich krank bin, dann meist wegen Rücken. Manchmal kommt es vor, dass ich eine Blockade habe, die von einem Arzt gelöst werden muss und die mit Spritzen behandelt wird, damit die Schmerzen weggehen.
Die Schmerzen sind aber nicht direkt weg, sondern erst nach 1-2 Tagen. In dieser Zeit kann ich nicht sitzen und nicht lange stehen. Ich kann liegen und rumlaufen. Also gehe ich den ganzen Tag spazieren und hoffe, dass mich kein Kollege dabei sieht.
 
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caotica
Benutzer68775  (38) Planet-Liebe Berühmtheit
  • #94
Ich muss zugeben, ich kenne mehrere Personen die selbst sagen Sie brauchten mal einen Tag Ruhe. Sei es wegen Stress, psyche oder sonst was. Und das finde ich okey. Auch wenn ich diese Personen vertreten habe 🤷 eine frühere Kollegin hat mir am Morgen geschrieben das sie völlig fertig ist und ob ich böse wäre wenn ich ihre Klienten nehmen müsste. Finde ich echt in Ordnung.
Ist halt einfach eine Frage der Balance. Oder der verschiedenen Abhängigkeiten.

Ich übernehme auch alles für jeden, damit bloß jeder minimal mögliche Überstunden macht und freie Tage hat und so weiter. Aber das geht nur, weil das nicht "Unbelastbarkeit" ist, sondern wirklich fiese Ausnahmen.
Bei uns gibt es dieses "Arbeit auf Kollegen ablegen" auch nicht aktiv. Sollte ich je mitbekommen, dass das mit System geschieht, gibts Probleme.
Außerdem ist eine gewisse Belastbarkeit und Resilienz in meinem Bereich einfach Grundanforderung. Es sind auch schon Kolleg/innen gegangen (worden), die dafür einfach nicht gemacht waren.
Denn nein, nicht jeder kann alles leisten, wenn er nur genug will - ich kann mit Kamerascheue kein Model werden, und man kann mit hohem Erholungsbedürfnis nicht in meinem Team arbeiten. Wer von mühsamen Menschen, nicht funktionierenden Absprachen mit andern Firmen und der Notwendigkeit schneller Problemlösungen überfordert ist, kann es eben nicht.
Dann muss aber auch die Konsequenz gezogen werden - und bei uns geschieht das, bevor es versucht wird, mit allen Mitteln jedem Recht zu machen und mehr und mehr auf den Kollegen abzuladen, um den einen überforderten zu schonen.
 
Tischtaenzerin
Benutzer114808  (36) Beiträge füllen Bücher
  • #104
Aber jemand, der regelmäßig ungeplant immer wieder kurz ausfällt kann man nicht auf ewig ausgleichen ohne dass man das an anderer Stelle spürt.
Naja, ich habe kleine Kinder: regelmäßige Ausfälle sind da irgendwie inkludiert. Was machst du mit Eltern? Rauswerfen?
Off-Topic:
Zwei Dumme, ein Gedanke Spiralnudel Spiralnudel
.
 
McCeline
Benutzer136609  (25) Beiträge füllen Bücher
  • #105
Bei uns gibt's übrigens auch immer die Möglichkeit zum Home Office. Insofern erübrigt sich das Problem, dass jemand zwingend ins Büro kommen müsste, um seine Arbeit zu verrichten. Dass jemand sagt, er sei nicht 100 %ig fit und er deshalb lieber 'ne Woche ganz Zuhause bleiben möchte, gibt's bei uns recht häufig. Da hat natürlich niemand ein Problem mit, ich auch nicht.
Das ist halt ein grosser Vorteil. Und da sehe ich auch immer wieder einen Unterschied bzgl. Krankmeldungen. Jemand der im Büro arbeitet und Homeoffice machen kann, wird sich viel seltener krank melden müssen als ein Erzieher oder eine Alterpflegerin.
Dann arbeitet man im Homeoffice halt nur 60% fit, steckt niemanden an. Ist doch super. Das geht in vielen Berufen aber nicht, und ich bin sehr dafür das diese Menschen dann krank zu Hause bleiben, und nicht hingehen, nur 60% der Leistung erbringen können, andere das auffangen müssen und dabei noch möglicherweise selbst krank werden. Denke da muss man stark zwischen den Berufen differenzieren und nicht nur verurteilen (nicht du, aber einige andere Beiträge hier).

Ich für meinen Teil hab kein Problem damit Kollegen zu vertreten, ja, auch ungeplant. Krankheiten plant man halt selten im voraus.
 
Hryna
Benutzer36171  Beiträge füllen Bücher
  • #107
Da bin ich ja froh, dass weder ich noch mein Mann so unersetzlich sind, dass ein Tag Ausfall nicht kompensiert werden kann. :tentakel:
 
M
Benutzer30735  Sehr bekannt hier
  • #108
Ich kann es schon nachvollziehen, wenn man es als KOLLEGINNEN kacke findet, ständig Ausfälle kompensieren zu müssen.
Mit Chefs hab ich da auch kein Mitleid, aber mal ernsthaft, im Zweifel hat DER eh kein Problem, weil die anderen Mitarbeiter Ausfälle kompensieren (müssen).
Man merkt, dass sich durch die Pandemie einiges gewandelt hat in dem Bereich - HO wenn es einem nicht so gut geht oder nicht gut genug für's Büro ist doch wirklich wunderbar. Ist nicht überall möglich, klar.

Ich finde die Grenze manchmal auch schwer zu ziehen - GERADE wenn man regen Menschenkontakt hat (und das bleibt halt dann nicht liegen und "macht man halt am nächsten Tag" - nein, das machen die Kollegen...).

Ich finde auch Zaniah Zaniah s Ansatz ganz sinnvoll - abgesehen davon verlangen viele AGs eh ab Tag 1 eine Krankmeldung - nervig.
Bevor ich mich da "halbkrank" in ein Wartezimmer beim Arzt setze und noch kränker werde - da überlege ICH mir schon ob ich nicht meinen Tag in der Arbeit irgendwie "herunter biege" (nicht wenn ich Fieber habe oder ansteckend bin natürlich!!!) und vielleicht 1-2 Stunden mit Zeitausgleich regle... ist nicht toll und bei AGs, bei denen man problemlos 3 Tage oder Krankmeldung daheim bleiben kann, sicher auch einfacher.
 
caotica
Benutzer68775  (38) Planet-Liebe Berühmtheit
  • #109
Off-Topic:
In unserer Teamstruktur übernehme ich übrigens als erste alle Ausfälle... klar, muss man kein Mitleid haben, Part of the Job. Aber wenn es keine klassische Hierarchie gibt, sondern Teamstrukturen mit Leitungspositionen, kann man nicht pauschal sagen, es trifft eh nur Kollegen und nie die Ebene drüber^^
 
Bria
Benutzer65313  Toto-Champ 2008 & 2017
  • #110
Danke für den Thread, jetzt hab ich ein richtig schlechtes Gewissen, weil ich mich noch nicht gesund genug fühle, um morgen arbeiten zu gehen :thumbsup:
 
Tischtaenzerin
Benutzer114808  (36) Beiträge füllen Bücher
  • #111
Da bin ich ja froh, dass weder ich noch mein Mann so unersetzlich sind, dass ein Tag eine Woche Ausfall nicht kompensiert werden kann. :tentakel:
Fixed that for you.

Ich übernehme Aufgaben meiner Kolleginnen, die nicht liegen bleiben können. Das kommt nicht oft vor, ist dann aber kein Problem. Irgendwann revanchieren sie sich.
Danke für den Thread, jetzt hab ich ein richtig schlechtes Gewissen, weil ich mich noch nicht gesund genug fühle, um morgen arbeiten zu gehen :thumbsup:
Da sind wir schon zu zweit. Ich gehe nicht mal ins HO.
 
Spiralnudel
Benutzer83901  (37) Planet-Liebe-Team
Moderator
  • #112
Ich bin froh, dass es für mich mehrere Vertretungen gibt. Nur einige wenige Aufgaben muss dann mein Vorgesetzter übernehmen.

Ich fehle aber auch selten auf der Arbeit. Bin ich erkältet, aber halbwegs fit, arbeite ich eben zu Hause. Schlimmer sind kurzfristige längere Ausfälle wegen OPs, damit habe ich schlechte Erfahrungen gemacht. Als ich vor Jahren die auffällige Biopsie am Gebärmutterhals hatte, rief der Gyn mich abends an und knallte mir den OP-Termin eine Woche später mit anschließender mindestens dreiwöchiger Krankschreibung vor den Latz. 😵‍💫 Da wurde auf Arbeit erstmal gestänkert, aber was hätte ich schon machen sollen? 🤷🏻‍♀️
 
Bria
Benutzer65313  Toto-Champ 2008 & 2017
  • #113
Da sind wir schon zu zweit. Ich gehe nicht mal ins HO.
Du bist aber wenigstens "richtig" krank :grin: Ich hatte ja "nur" einen grippalen Infekt mit Husten/Schnupfen/Halsweh/Kopfweh, und geblieben sind nur der Husten und der Schnupfen. Könnte ja laut dem Thread eigentlich locker schon wieder...
 
Spiralnudel
Benutzer83901  (37) Planet-Liebe-Team
Moderator
  • #114
"nur" einen grippalen Infekt mit Husten/Schnupfen/Halsweh/Kopfweh, und geblieben sind nur der Husten und der Schnupfen.
Fühlt man sich (noch) krank und nicht imstande volle Leistung zu erbringen, ist das eben so. 🙂
 
Funksoulbrother
Benutzer58558  Meistens hier zu finden
  • #115
Alter, wenn es etwas gibt, worauf der deutsche Stiesel so richtig stolz zu sein scheint, dann ist es seine gleichermaßen beeindruckende wie selbst verständliche protestantische Arbeitsmoral. :rolleyes:

Es ist ganz, ganz einfach: Ktank ist krank. Wer kann schon wissen, ob Kollege X oder Kollegin Y bläut oder nicht? Das weiß auch der tolle Chef nicht.

Kapitalistischen Arbeitsverhältnissen ist ein gewisses Maß an Selbstausbeutung eingeschrieben, wenn man vorauseilend gehorsam den Mindset des Arbeitgebers - der eigentlich der Arbeitnehmer ist - übernimmt und es für eine zu erwartende Selbstverständlichkeit hält, auch krank zur Arbeit zu erscheinen, weil man sich irgendwie mit Medikamenten pseudo-fit machen kann, aber z. B. bei Infektionskrankheiten zu einem Gesundheitsrisiko für Mitarbeiter wird.

Und was ich hier zum Teil über psychische Erkrankungen gelesen habe, ist so steinzeitlich, dass es einfach nur peinlich ist.
 
Bria
Benutzer65313  Toto-Champ 2008 & 2017
  • #116
Fühlt man sich (noch) krank und nicht imstande volle Leistung zu erbringen, ist das eben so. 🙂
Jein, ist halt auch eine Frage des Jobs. Ich muss in meinem Job viel, beinahe dauerhaft, reden und/oder singen und habe nahen Menschenkontakt. Ist dann einerseits nicht toll, wenn ich die Leute und Kinder dauernd anhuste, und andererseits verbessert das Reden meine Lage nicht gerade, es macht den Husten eben schlimmer, ich merks ja in Kommunikation mit den Kindern. Würde ich daheim stumm im HO arbeiten sähe das sicher anders aus. Zusätzlich möchte ich bald einfach auch wieder richtig arbeiten gehen, also mit Sprache und vollem Einsatz und so, und da will ich den Scheiß nicht verschleppen. Es ist immer eine Gratwanderung, wann ich nach so was wieder anfange. Nutzt halt keinem, wenn ich dann irgendwann wochenlang nicht sprechen oder singen kann, weil ich zwei Tage zu früh wieder begonnen habe.
Denke ich mir zumindest.
Andere scheinen das anders zu sehen... :confused:
 
Kuschelbär55
Benutzer187176  (56) Verbringt hier viel Zeit
  • #117
Denke ich mir zumindest.
Andere scheinen das anders zu sehen... :confused:
Ja und, es ist doch wichtig, wie du das bei deinem Job siehst und umsetzen kannst. Wenn ich nen sicherheitsrelevanten Aufpasserjob habe mit Reaktionszeiten kann ich auch nicht mit Medikamenten 'zugedröhnt' zum Arbeiten kommen. Bei dir ist eben wichtig, entsprechend reden und singen zu können, so what, dann gehst du dann arbeiten, wenn es für dich passt. Was Hänschen Klein und Liselotte Müller dazu sagen oder machen, ist egal, die machen ja nicht deinen Job!
 
Bria
Benutzer65313  Toto-Champ 2008 & 2017
  • #118
Was Hänschen Klein und Liselotte Müller dazu sagen oder machen, ist egal, die machen ja nicht deinen Job!
Stimmt ja einerseits, andererseits sind wir ja aber hier in einem Forum unterwegs, um sich auszutauschen :grin: Und Hänschen Klein ist mir tatsächlich egal, meine KollegInnen, meine Chefs und meine KundInnen allerdings nicht. Bei manchen davon (besonders bei letzteren) habe ich auch das Gefühl, dass sie gerne hätten, dass ich nie krank bin.
Zum Glück aber nicht bei allen. Dennoch habe ich aber regelmäßig eben diese Schuldgefühle, dass ich meine Arbeit nicht erbringe (übrigens egal wie krank ich bin, nichts da mit "schlechtes Gewissen hat man ja nur, wenn man eigentlich weiß, dass man zur Arbeit gehört") - und ja, dieser Thread mit all den Leuten, die so viel mehr Kraft als ich zu haben scheinen und locker problemlos angeschlagen zur Arbeit gehen, machts nicht besser.
Meine Gedanken dazu aber wohl auch nicht. Wollte jetzt auch keine Unterdiskussion starten :zwinker: Ich sollte eh ins Bett.
 
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