Benutzer156817  (27)

Ist noch neu hier
Hallo zusammen!
Kurz zu meiner situation:
Ich bin seit 2 1/2 jahren mit einem wirklich wundervollen mann zusammen. Er sieht gut aus, ist humorvoll und sorgsam bzw liebevoll. Nur leider ist er an depressionen erkrankt. Das war auch schon so, als wir uns kennen gelernt haben. Im laufe unserer beziehung hatte er immer wieder phasen, in denen es ihm entsprechend seines krankheitsbildes extrem schlecht ging. Die phasen haben wir mit der entsprechenden geduld auch gut überstanden. Jetzt ist es allerdings so, dass er im job extrem unzufrieden ist und ca. Seit april quasi dauerhaft depressiv. Alle meine bemühungen, ihn wieder ein bisschen aus diesem loch zu ziehen scheiterten, noch dazu war ich bis september bedingt durch mein duales studium nur am wochenende zu hause. Er möchte keine therapie machen, sagt er braucht nur ein bisschen lebensfreude. Naja.. Durch diese krankheit war er auch nicht in der lage, sich so um mich zu kümmern wie ich es vielleicht auch gebraucht hätte (also emotional). Im größten stress ist es dann passiert.. Ich bin fremd gegangen, 3 mal mit dem selben mann. Den kontakt zu ihm habe ich abgebrochen und wollte eigentlich um meine beziehung kämpfen! Wie bereits gesagt, mein freund ist eigentlich ein wundervoller mann!
Nur stimmt es seit dem immer noch nicht wieder richtig.
Jetzt kommt dazu, das ich einen alten bekannten zufällig wieder getroffen habe der mich mit seiner positiven ausstrahlung völlig geflasht hat.
Seitdem Bin ich wirklich am grübeln, ich glaube schon das ich meinen freund noch liebe, aber ich bin nicht glücklich. Ich glaube diese beiden anderen männer waren nur der letzte tropfen auf den heißen stein um aufzuwachen.
Soll ich mich trennen und damit vielleicht die liebe meines lebens verlassen um etwas neues auszuprobieren? Oder bei ihm bleiben und noch einmal nach einem ausweg suchen?
 

Benutzer15049  (35)

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Einen Partner mit psychischen Problemen zu haben kann nur gut gehen, wenn diese Einsichtig sind. Therapieverweigerer ziehen einen auf Dauer nur mit runter.
Ich würde ihm an deiner Stelle vielleicht sogar sagen, dass du fremdgegangen bist, weil dich das alles so fertig macht und er sich in seinem Zustand nicht um dich kümmern kann und eure Beziehung so unausgewogen geworden ist. Vielleicht sieht er dann ein, dass es so nicht weitergehen kann.
Ohne Therapiebereitschaft seinerseits würde ich mich definitiv trennen. Hatte schonmal eine ähnliche Beziehung (nur ein anderes Krankheitsbild) und mir geht es wesentlich besser, seit ich da raus bin.
 

Benutzer155262 

Sorgt für Gesprächsstoff
wenn du deinen Partner wirklich liebst, dann sage ihm das...aber auch das es so nicht weitergehen kann.
Ohne einer professionellen Hilfe wird er aus seiner Depri nicht rauskommen.
Ich würde ihm schon zu verstehen geben, dass du durchaus bereit bist mit ihm den Weg zu gehen ...sprich eine Therapie...ansonsten weißt du nicht in wie weit du die Beziehung so noch leben kannst.
 

Benutzer15049  (35)

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2. Ist die Antwort aber "nein", würde ich Schluss machen, ihn aber weiterhin bitten, die Therapie durchzuführen und nicht einen kompletten Kontaktabbruch durchführen. Du bist für ihn wahrscheinlich eine sehr wichtige Bezugsperson und wenn du auf einmal weg bist, dann wird ihn das tiefer ziehen. Im Gegensatz zum anderen würde ich ihm das Fremdgehen zu seinem eigenen Schutz verschweigen – sofern du selber damit leben kannst.

Ich hoffe das hilft ein bisschen.

Diesen Teil sehe ich anders. Depressive muss man in der Regeln nicht mit Samthandschuhen anfassen und sollte das auch nicht. Er muss wissen, dass sein Verhalten solche Dinge auslösen kann, wie dass du dir Aufmerksamkeit und Geborgenheit woanders holst.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass psychisch Kranke in jeder Hinsicht wissen, was sie ihrem Umfeld zumuten, aber wenn diese es nicht offen aussprechen, fällt es sehr leicht darüber hinwegzusehen, damit man nicht in die Verlegenheit kommt handeln zu müssen.
Also so oder so, sollte er wissen, dass eine Therapie der einzig richtige Weg ist sein Leben in den Griff zu bekommen.
Klar, er will normal sein und man fühlt sich in Therapie sicher zu Anfang nicht normal. Aber er wird mit der Zeit sehen, dass er mit seinen Problemen nicht allein dasteht und das genau diese Therapie ihm ermöglichen wird, einen adäquaten Umgang mit seinen Problemen zu finden.
Damit er die Notwendigkeit einsieht, ist es meines Erachtens wichtig, dass er eben nicht in Watte gepackt wird.
 
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