Gesundheit schlafstörungen

Benutzer15049  (35)

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hallo ihr lieben,

ich arbeite im nachtdienst und habe in letzter zeit ziemliche schlafstörungen. während der arbeit bin ich müde, danach bin ich meist so "drüber" dass ich nicht einschlafen kann. dadurch schlafe ich dann entweder zu urz bis zur nächsten schicht oder so lange, dass ich im haushalt und sonst nichts mehr schaffen kann.

ich arbeite 14 nächte im monat, meist in 5er oder 4er intervallen, sodass mir dann auch die umstellung an einen ordentlichen tag-nacht-rhythmus an meinen freien tagen eher schwerfällt. ich bin durchaus gerne in der nacht wach, aber da kann man eben nicht einkaufen oder staubsaugen und so langsam wird das für mich zum problem.
ich habe jetzt versucht einfach mal wach zu bleiben wenn ich nicht müde bin und zu schlafen, wenn ich es doch bin, aber da bleiben beziehungen zu freunden oder eben der haushalt und die freizeit ganz schön auf der strecke.

hat noch jemand dieses problem und mag sich darüber austauschen? was hilft euch beim einschlafen? gibts es irgendwelche tricks? auf tabletten mag ich nicht zurückgreifen, da der schlaf für mich dann nicht wirklich erholsam ist. also, leidensgenossen: bitte erzählt mal.
 

Benutzer10855 

Team-Alumni
Hi! :winkwink:

Ich habe dein Problem nicht, kann mir aber vorstellen, dass Schichtarbeit schon etwas sehr belastendes ist. :frown:
Was Einschlafen ohne Tabletten anbelangt, musst du versuchen, deinen aufgedrehten Geist ein wenig zu beruhigen. Ein Geheimtipp (der aber zugegebenermaßen etwas freakig ist) sind sogenannte ASMR-videos, die man massenhaft auf Youtube finden kann. Bestimmte Personen reagieren auf die Reize in diesen Videos mit sensationellen Empfindungen, wofür man aber die Veranlagung zu ASMR haben muss. Generell scheinen die aber schon dazu eingesetzt zu werden, Schlaflosigkeit zu therapieren und viele Leute in den Kommentaren bedanken sich dafür, dass sie endlich einschlafen konnten. :what:

Kannst das ja mal recherchieren, auch wenn es zugegebenermaßen etwas strange ist.

Was auch helfen kann ist Meditation, da sich dadurch dein allgemeines Schlafbedürfnis verringern lässt. Erfordert aber ein sehr hohes Maß an Disziplin.
 

Benutzer99946 

Meistens hier zu finden
Zur Not wende dich doch mal an ein Schlaflabor, da kannst du dir bestimmt ein paar Hilfestellungen holen.
 

Benutzer78484 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Zur Not wende dich doch mal an ein Schlaflabor, da kannst du dir bestimmt ein paar Hilfestellungen holen.
Naja, dass viele nicht gut mit Nacht/Wechselschichten klar kommen, ist ja jetzt kein Geheimnis. Der Mensch ist dafür einfach nicht wirklich gut ausgelegt. Da muss man einfach sagen: Auf die Dauer ist das für viele ungesund.

Wenn man jetzt wirklich nur nachts arbeitet, kann man ja oft seinen Tagesrhythmus irgendwie umstellen, aber das funktioniert bei Wechselschichten ja auch nicht wirklich.
 

Benutzer123421  (30)

Sehr bekannt hier
Wie lange geht die Nachtschicht denn? Bis 6uhr?
 

Benutzer150194 

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Als ich noch im Wechselschichtdienst war, hat mir Autogenes Training gut geholfen zum Einschlafen.
Probleme hatte ich meistens nach Nachtdiensten. Ich konnte danach selten länger als bis 10:30 Uhr schlafen - lag wahrscheinlich auch daran, dass ich mein Schlafzimmer damals nicht völlig verdunkeln konnte.
Ich habe mir meistens damit beholfen, daß ich dann nochmal von 16:30 an versucht habe, Schlaf nachzuholen, bevor es dann wieder zur Schicht ging.

Autogenes Training (man beachte das Wort Training!) funktioniert bei den wenigsten sofort und braucht eben regelmäßiges Training. Beherrscht man es, ist es ein wunderbares Entspannungsverfahren, das man dazu nutzen kann, in den Schlaf abzugleiten oder aber um Tagsüber einfach mal Kraft zu tanken.
 

Benutzer15049  (35)

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ich arbeite von 20:30 bis 7:30 meist 5 nächte am stück, dann habe ich 4-7 tage frei im durchschnitt und dann kommen wieder 5, manchmal auch 4 oder 6 nachtschichten, abhängig vom dienstplan eben. sehr unregelmäßig. manchmal lohnt sich die umstellung auf tag garnicht, aber ich will auch keine 2 wochen im dunkeln leben.
 

Benutzer72433 

Planet-Liebe ist Startseite
zu den zeiten als ich schichtdienst gemacht hab kam ich mit der rabiaten methode am besten klar: nach der letzten nachtschicht nicht schlafen gehen, sondern nen tag dranhängen - und dann eben abends relativ früh und totmüde ins bett fallen. dann schläft man ordentlich, bei mir waren das locker 10-12 stunden, und schon war ich wieder drin im tags-rythmus. aber ich nehme an das hast du schon probiert...?
 

Benutzer150194 

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ich arbeite von 20:30 bis 7:30 meist 5 nächte am stück, dann habe ich 4-7 tage frei im durchschnitt und dann kommen wieder 5, manchmal auch 4 oder 6 nachtschichten, abhängig vom dienstplan eben. sehr unregelmäßig. manchmal lohnt sich die umstellung auf tag garnicht, aber ich will auch keine 2 wochen im dunkeln leben.

Also ganz ehrlich, das ist doch ein sehr verträgliches Modell? Was sollen denn die Menschen sagen, die zwischen Früh, Spät und Nacht wechseln? Zum Beispiel aus dem Nachtdienst kommen, einen Tag frei haben und dann wieder mit Frühdienst starten?

manchmal lohnt sich die umstellung auf tag garnicht, aber ich will auch keine 2 wochen im dunkeln leben

Das lohnt sich immer! Der Mensch ist nunmal auf Sonnenlicht angewiesen. Bekommst Du davon nicht genug, dann sind Schlafstörungen eine der Folgen.

Ich find den Gedanken schon, einfach mit dem Nachtrhytmus weiterzumachen sehr absurd!
Und ich würd an deiner Stelle auch mal andere Ursachen als nur den Schichtdienst für die Schlafstörungen in Betracht ziehen.
 

Benutzer15049  (35)

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Also ganz ehrlich, das ist doch ein sehr verträgliches Modell? Was sollen denn die Menschen sagen, die zwischen Früh, Spät und Nacht wechseln? Zum Beispiel aus dem Nachtdienst kommen, einen Tag frei haben und dann wieder mit Frühdienst starten?

ich hab vorher 4 jahre im 3-schicht-wechsel gearbeitet und hatte diese probleme da nicht. da hatte ich höchstens 3 nächte im monat, die man locker hinbekommen kann. bei den früh-spät-wechseln habe ich seltsam geschlafen, aber ich HABE geschlafen.
nun ist es einfach so, dass ich so viel nachts wach bin, dass mir die umstellung eben sehr schwer fällt. und wenn ich, was auch öfter vorkommt, nur 3 freie tage dazwischen hab ist es schon schwer. ich komm vor 10-11 uhr nicht zur ruhe, schlafe dann ein paar stunden und werde dann wieder ewig wach sein, weil ich ja kaum normal um 23 uhr oder so ins bett gehen kann, ich bin dann einfach nicht müde. gleich ganz durchmachen nach der letzten schicht ist auch nicht möglich.
nur 3 stunden schlafen und sich den restlichen tag quälen klappt zwar, endet aber damit dass ich um 20 uhr ins bett gehe und um 4 wieder topfit bin, mittags aber schon wieder durchhänge und nichts mehr gebacken kriege.

das hauptproblem ist für mich aber, dass ich nach der schicht nicht direkt schlafen kann, sondern oft bis mittags wach bin. das macht mich fertig.
 

Benutzer150194 

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Trinkst Du viel Kaffee oder Energydrinks?
Unter welchen Bedingungen arbeitest Du? Grelles Licht? Licht mit hohem Blauanteil?
 

Benutzer18889 

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Ich wollte auch gerade fragen, ob du im Dienst dann Kaffee/Tee trinkst oder sonst irgendwas, um dich wach zu halten. Das könnte das Problem dann erklären. Allgemein kenne ich es aber, dass man nach dem Nachtdienst nicht sofort schlafen kann, das geht mir auch oft so.

Vielleicht würde dir Sport helfen? Dass du nach dem Dienst irgendwie joggen gehst oder sowas? Ich weiß ja nicht, ob du der Typ dafür bist. Ich bin's nicht, aber weiß von anderen Leuten, dass sie das in dem Fall tun.

Ich höre ja zum Einschlafen immer Domian. Sobald seine Stimme ertönt, werde ich sehr, sehr müde. :tongue:
 

Benutzer109947 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Zur Not wende dich doch mal an ein Schlaflabor, da kannst du dir bestimmt ein paar Hilfestellungen holen.

Dito. Ich würde auch mal einen Arzt oder "Schlafmediziner" konsultieren... zur Not mal bei einem Schlaflabor vorsprechen und deine Probleme schildern bevor du zu irgendwelchen dubiosen Schlafmittelchen greifst. Da ich selbst sehr gerne viel und lange schlafe, kann ich sehr gut nachvollziehen, dass ein unregelmäßiger und ungesunder Schlafrhythmus dich arg belastet.

Hast du denn sowas wie ein "zu-Bett-geh-Ritual"?
 

Benutzer15049  (35)

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ich trinke schon viel kaffee, aber das hab ich schon immer gemacht. es ist eigentlich eher weniger geworden im nachtdienst, weil ich davon magenschmerzen krieg. bin auf wasser umgestiegen, zumindest ab 2 uhr.
das licht, hmm... es ist eher dunkel, kein licht mit blauanteil, aber ich sitze viel in nem dienstzimmer mit quietschgelben möbeln, die machen mich irgendwie aggressiv, falls das n grund sein kann.

also joggen nach dem dienst würd ich nicht hinkriegen, ich bin schon kaputt, ich schlafe halt nur nicht ein...
hab demnächst mal vor diverse kleinigkeiten auszuprobieren als so ne art ritual. mal sehen ob das hilft.
 

Benutzer34605  (35)

Sehr bekannt hier
das hauptproblem ist für mich aber, dass ich nach der schicht nicht direkt schlafen kann, sondern oft bis mittags wach bin. das macht mich fertig.

Klingt nach klassischer Übermüdung. ("Toten Punkt überwunden".)
Ich kenne das noch von meinem Ex und kann dich darum sehr gut verstehen. Mein Ex arbeitete immer Nachtschicht von 00-07 Uhr. Ansich eine feste Schicht, aber mit sofort schlafen und dann noch sehr viel vom Tag haben, war nicht drin. Und wenn er sich den späten Vormittag dann hingelegt hat, war auch auch schon um 15/16Uhr wieder wach. Viel Schlaf war das also nicht. Meistens hat er sich dann kurz vor Schichtbeginn nochmal 1-2 Stunden hingelegt.

Tja, wirklichen Rat weiß ich leider auch nicht. Der Mensch ist kein Nachttier auf Dauer und der eine kommt besser damit klar als der andere.

Gibt es irgendwann die Möglichkeit, auf ein anderes Schichtsystem umzusteigen?
 

Benutzer68775  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
Mir persönlich hat ja echt einfach geholfen, dann zu schlafen, wenn ich müde war und eben wach zu sein wenn nicht :zwinker: klingt jetzt etwas albern, aber ich kann das gar nicht anders.
Ich konnte auch nie direkt nachm Nachtdienst schlafen (wenn der Tiefpunkt zwischen 3 und 5 rum ist, bin ich WACH) und ich brauche auch ausreichend Schlaf, weil sonst mein Hirn einfach ausgeht.
- allerdings hab ich den Vorteil, dass ich immer und überall schlafen kann, wenn auch nur 20 Minuten, und dann wieder erholt bin.
Wenn man Ruhe, Dunkelheit und Rituale braucht um erholsam zu schlafen, ist das natürlich einschränkender.

Was en Haushalt angeht, putzen geht doch super nachts :zwinker: Nur Wäsche waschen, staubsaugen und einkaufen ist eher ungeschickt.
Kannst du eigentlich im Dienst schlafen? (ich weiß ja nicht was für einen Job du machst, in meiner Branche kommts auf den Arbeitgeber an)

Meine Lösung war wie gesagt immer - schlafen wenn müde, wach wenn wach. Ist aber nicht für jeden so praktikabel (außerdem hatte ich nie lange am Stück Nachtdienste)
Autogenes Training kenn ich von nem Freund, und Melatonin kenn ich bei Jetlag Problemen. Und warme Milch mit Honig bei Überdrehtheit :zwinker:
Generell würde ich auch vermutlich versuchen, Experten zu finden, die Tricks anbieten können, ein "normaler" Arzt sagt dir vermutlich lediglich, dass du offenbar Schichtdienst nicht verträgst.... was wenig hilfreich ist.
 

Benutzer147358  (28)

Sehr bekannt hier
Ob das bei Schichtdienst auch hilft weiß ich nicht. Bei nicht einschlafen können wegen Stress hat mir eine Art Ritual geholfen:

In stressfreien Zeiten (wo ich gut einschlafen konnte) habe ich angefangen beim Einschlafen ein Kinderhörspiel laufen zu lassen. Egal welche Folge, die fangen immer mit dem gleichen Lied an, ähnliche Zwischenmelodien, gleiche Stimmen und das Ende ist auch absehbar.
Als dann wieder eine stressigere Zeit angefangen hat oder generell wenn ich nicht einschlafen kann, spiele ich eines der Hörspiele ab. IdR erlebe ich das Ende (Laufz.:45min) nicht mehr. Allerdings habe ich festgestellt das die Titelmelodie jetzt auch in anderen Situautionen den Gedanken ans Bett auslöst :hmm:


Ansonsten würden würden mir noch Audiodateien mit Tetraeda-Wellen einfallen:
Da werden Schallwellen mit der länge der Gehirnströme in der Tiefschlafphase abgespielt und die Hirnaktivität mancher passt sich dann quasie an die Schallwellen an. Braucht aber auch ein bisschen Übung.
 

Benutzer15049  (35)

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ich will das noch ca ein jahr so durchhalten, weil ich das geld gut gebrauchen kann und ich komm auch so schön wenig dazu es auszugeben :zwinker:
danach will ich wohl wieder normalen schichtdienst machen.

meine arbeit eignet sich eher für powernapping, aber meist macht mich das erst richtig fertig^^
ich hoffe dann einfach mal dass es im sommer etwas besser wird, weil ich da von natur aus weniger schlaf brauche, um mich erholt zu fühlen.

ich kann mein schlafzimmer zu hause komplett abdunkeln, das ist schonmal gut, nur die geräuschkulisse (hund und der freakige vogelpark in der nachbarschaft) machen es etwas schwer. mit ohrenstöpseln komme ich leider auch nicht zurecht ich empfinde das als unbequem und es beunruhgt mich auch überhaupt nichts zu hören (wecker).

neulich war ich mal bei so ner klangschalensache dabei, da bin ich direkt eingepennt. vllt besorg ich mir davon mal ne cd ^^
 

Benutzer150194 

Ist noch neu hier
Beschreib mal den Ablauf, wenn Du nach Hause kommst... Gehst Du direkt ins Bett oder machst Du vorher noch irgendetwas?

Für mich gings immer direkt durch die Haustür und ins Bett. Kein PC, keine Post, kein Essen... direkt ins Bett und Augen zu.

Laufen gehen vorm Schlafen, würde ich auf keinen Fall. Davon wird bei Schlafstörungen abgeraten. Über den Tag hinweg Laufen ist hingegen ziemlich gut.
 

Benutzer15049  (35)

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meistens geh ich noch duschen. arbeite in der pflege, daher kann ich irgendwie nicht einfach so in mein bett ^^
und ja, das macht mich wach ... aber was soll ich machen?
 
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