Schlafstörungen ...

Benutzer40590  (42)

Sehr bekannt hier
Mich würd mal interessieren ob hier irgendwer außer mir unter Schlafstörungen leidet/litt und was Ihr dagegen tut ...

Schlimm ist das ganze seit etwa 2,5 Jahren und nachdem mir vorgestern ein sehr peinliches Ding passiert ist (Geburtstagsfeier von meinem Neffen um 5 Stunden verpennt ...), mach ich mir nun immer mehr Gedanken dazu ...

Oft ist es so, das ich tagelang kaum schlafen kann - ich dreh nur im Bett rum (hab schon versucht auf der Couch zu pennen, geht aber noch schlechter) bis ich irgendwann die Nase voll hab und wieder aufstehe - da ich dann fitter bin als wenn ich mich nur hin und hergewälzt habe.
Falls ich dann doch mal einschlafe bin ich meist 2 Stunden später wieder wach und zumindest für 2-3 Stunden wieder topfit :-(

Dann kommt irgendwann der Tag an dem ich quasi 20 Stunden durchschlafe, ich stell mir mittlerweile drei Wecker damit das niemals passiert wenn ich arbeiten muss - einen überhöre ich dann gnadenlos (normalerweise spring ich von nem SMS "beep" auf ...). Daher passiert das dann meist am WE, von dem ich dann nix hab, weil ichs im wahrsten Sinne des Wortes "verpenne"

Ich hab schon 1000 Dinge probiert und irgendwie bekomm ich das nicht in den Griff. Zu Medikamenten oder sowas will ich ungern greifen. Hat wer Tipps oder Ideen ? ...
 

Benutzer78196 

Meistens hier zu finden
Schonmal beim Arzt damit gewesen? Schlafstörungen sind meistens nur ein Symptom.
 

Benutzer97853 

Planet-Liebe Berühmtheit
Oh ja, ich habe/hatte auch mal schlimme Schlafstörungen.

Es fing bei mir so ganz leicht in der 10. Klasse an. Da habe ich oft zwischen einer halben und einer Stunde zum Einschlafen gebraucht. Das ist aber nicht oft vorgekommen und hat mich deshalb auch noch nicht sehr belastet.
Extrem war es dann in der 12. Klasse - meinem Abiturjahr. Ich lag manchmal bis 4 Uhr Nachts wach (Dazu muss ich unten aber noch etwas erklären), meine Gedanken rasten in meinem Kopf, ich war panisch und hatte eines Abends auch mal eine art Panikattacke, weil ich einfach nur noch schlafen wollte und nicht konnte. Es war S.C.H.R.E.C.K.L.I.C.H.

Davon habe ich auch ein kleines Trauma davon getragen: Zwar habe ich momentan keine Schlafstörungen, da ich mir ein Jahr Auszeit zwischen Schule und Studium genommen habe, aber immer wenn ich am nächsten Morgen früher aufstehen muss und somit früher ins Bett gehen muss und merke, dass das mit dem Aufstehen nicht klappt, werde ich sofort panisch.

So viel zu mir. :grin:

Bei mir war es aber auch so, wie Kuroi es beschrieben hat:
Die Schlafstörungen waren ein Symptom.
Ich kam in der Schule nicht zurecht, wurde von meinen Mitschülern gar nicht akzeptiert und hatte oft wirklich Angst, in die Schule zu gehen. Dazu noch andere psychische Probleme, mein Abitur, das ich gut bestehen wollte - all das führte zu dem riesigen Gedankenkarussell, das mich jede Nacht wach hielt.
Du musst bei dir auch heraus finden, was dich belastet.
Sprich mal mit deinem Hausarzt - zur Not würde ich dir einfach mal den Gang zum Psychotherapeuten empfehlen, wenn du ein Problem hast, das du alleine nicht lösen kannst.

Jetzt muss ich noch mit den Tipps kommen, die mich eigentlich immer agressiv machen, wenn ich sie höre. Ausprobiert habe ich sie nämlich alle, aber geholfen haben sie nicht. Probieren solltest du sie trotzdem:


- Jeden Tag zur selben Zeit ins Bett gehen und aufstehen. Auch am Wochenende! So findet dein Körper einen Rhythmus.
- Sport machen, damit du dich auspowerst und dein Körper müde ist.
- Vor dem Schlafengehen nicht mehr zu viel essen.
- Baldrian-Tabletten, oder irgendetwas anderes Pflanzliches aus der Apotheke
- Ca. eine Stunde im Bett noch lesen. Das hat mich immer ein wenig runter gebracht, wenn ich noch für eine Stunde im warmen Bett lag und mich auf mein Buch konzentrieren konnte.
- Ohrstöpsel! Ich habe mir beim Hörgeräte-Menschen extra welche für MEIN Ohr anpassen lassen. Waren nicht ganz billig, aber dafür passen sie genau und fallen nicht raus. Dadurch dass du abgeschirmt bist von der Welt, wirst du automatisch ruhiger.

Und jetzt noch ein Gedanke, der mich enorm beruhigt hat, wenn ich "wach" im Bett lag und nicht einschlafen konnte:
Es ist NICHT so, dass du NICHT schläfst. Es kommt dir nur so vor.
Manchmal berichten schlafgestörte Patienten, sie hätten schon mehrere Wochen überhaupt nicht geschlafen. Tatsächlich zeigen EEG-Messungen aber, dass sie durchaus mehrere Stunden pro Nacht schlafen. Es handelt sich um eine sog. Fehlwahrnehmung des eigenen Schlafzustandes: Leichtschlafphasen, in denen man durchaus noch denken und Geräusche wahrnehmen kann, und kurze Aufwachphasen im Tiefschlaf führen dazu, dass die ganze Nacht durchgängig als wacher Zustand oder bestenfalls als oberflächlicher, leichter Schlaf erlebt wird.



Dann hat mich auch dieses Experiment beruhigt, da ich auch immer Angst hatte, irgendwann zusammen zu brechen, weil ich so wenig geschlafen habe:
"Der Weltrekord im Schlafentzug wird von dem Amerikaner Randy Gardner gehalten. Er schaffte es, elf Tage und Nächte wach zu bleiben, gab zum Schluß noch eine Pressekonferenz und legte sich dann schlafen. Wer glaubt, er hätte dann mehrere Tage am Stück tief geschlafen, irrt. Bereits nach 14 Stunden wachte er erholt wieder auf. Auch die zweite Erholungsnacht war mit 10 Stunden relativ kurz und bereits in der dritten Nacht war er bei seiner alten Schlafdauer von acht Stunden wieder angelangt. Rein mengenmäßig hatte er sein über 80 Stunden umfassendes Schlafdefizit also bei weitem nicht wett gemacht. Der Körper schafft es trotzdem in solchen Erholungsnächten über eine Veränderung der Schlafqualität (viel Tiefschlaf, kaum Leichtschlaf, siehe "Schlafstadien und Schlafarchitektur") den verloren gegangenen Schlaf nachzuholen. "


Was mir letztendlich geholfen hat?
Kein Tipp, den ich gerne gebe: Ich habe mir letztendlich "richtige" Schlaftabletten besorgt, die nur der Arzt verschreiben konnte.
Ich war aber wirklich enorm vorsichtig mit der Dosierung und habe immer, wenn ich mal nicht in die Schule musste oder am Wochenende, nichts geschluckt und die Tabletten sofort abgesetzt, als ich mein Abi in der Tasche hatte.
Es ging aber nicht mehr anders - zumindest fühlte es sich so an. Ich war psychisch so fertig...
Das war aber wirklich nur als "Überbrückung" gedacht, um die letzten Monate Schule zu überstehen.
WIRKLICH und WAHRHAFTIG geholfen hat nur, dass ich aus der Schule raus war und der ganze Druck von mir abgefallen ist.

Dir rate ich aber auch erst mal den Gang zum Hausarzt und dann eventuell zur Psychotherapie. Schlaflabor wäre auch eine Möglichkeit.

Ich wünsche dir alles Gute. :smile:

Linktipp: http://www.schlafgestoert.de/site-1.html
 

Benutzer42447 

Meistens hier zu finden
Die Seite, die vry en gelukkig gepostet hat, ist schon ganz gut, um sich zu informieren.
Wenn ich mich richtig erinnere, sind dort auch die Regeln zur Schlafhygiene zu finden, die auch im Post über mir schon so ähnlich aufgezählt wurden. Wenn du es erstmal ohne Arzt versuchen möchtest, solltest du die Regeln zur Schlafhygiene genau befolgen. Da reichen aber auch nicht 1 oder 2 Tage, da muss man schon ein wenig länger durchhalten :zwinker:. Vielleicht auch eine Art Schlaftagebuch führen...gibts meistens irgendwo zum Download.

Wenn das nicht klappt und du vor allem wegen psychischer Bealstungen nicht schlafen, gibt es noch verschiedene Techniken bzw. Entspannungstechniken, die man probieren kann. Angefangen vom sogenannten "Gedanken-Stopp" bis hin zum autogenen Training. Falls du psychische Probleme hast oder gerade unter viel Stress stehst und das allein nicht bewältigen kannst, wäre der Weg zum Hausarzt und dann zum Therapeuten nicht der schlechteste.

Wenn ich das richtig verstanden habe, hast du vor allem Einschlafprobleme? Oder auch Durchschlafprobleme? Durchschlafprobleme oder auch Schlaf, der nicht erholsam ist, könnte auch organische bzw. irgendwelche körperlichen Ursachen haben. Auch hier ist das Spektrum recht vielfältig, weit verbreitet sind aber z.B. die Schlafapnoen (Aussetzen der Atmung im Schlaf).

Zuerst könntest du also die Regeln zur Schlafhygiene probieren und die genau befolgen und auch geduldig mit dir sein. Setz dich nicht selbst unter Druck! An vry en gelukkigs Beispielen sieht man, dass Schlaf teilweise überbewertet wird :zwinker: Da dein Schlafverhalten aber schon relativ "eingefahren" ist und die Probleme seit 2,5 Jahren bestehen, könnte ich mir vorstellen, dass du von selbst die Rückkehr in ein relativ normales Schlafverhalten nur schwerlich schaffen wirst. Scheu dich dann nicht zum Arzt zu gehen! In der Regel sollte dann Ursachenforschung betrieben werden und nicht nur ein Abspeisen mit ein paar Schlaftabletten erfolgen, da, wie schon gesagt, auch körperliche Faktoren hinter der Sache stehen können.
 

Benutzer40590  (42)

Sehr bekannt hier
Danke erstmal :smile:

Mir ist bewusst, das nen Gang zum Arzt sicher nicht das blödste wäre - aber auch der kommt mir erstmal mit den üblichen Tipps. Vieles lässt sich bei mir gar nicht so einfach realisieren ohne mein komplettes Leben umzukrempeln (Schichtdienst - in den letzten 8 Jahren in x verschiedenen Systemen - der mit Sicherheit eine Teilschuld an der Misere trägt).
Die Dinge die gehen hab ich eigentlich alle durch, und in meiner Brachne aus den Schichten rauszukommen ist relativ schwierig - gibt eh kaum Stellen und die die ohne Schichten laufen enden dann in 16 Stunden Tagen (und erfordern meist auch nen Studium):grin:
Psychisch würd mir so spontan jedenfalls nichts einfallen, Stress hatte ich auch schon deutlich mehr - müsste mal darüber nachdenken ob irgendwelche Ereignisse evtl zeitnah hinkommen würden.

Ich hab auch Probleme durchzuschlafen, bin eben sehr oft schon nach 2 Stunden wieder hellwach ohne Chance wieder einzuschlafen. Anfangs bin ich dann immer liegen geblieben, was nur den Effekt hatte das ich anschließend total kaputt war, aber trotzdem nicht schlafen konnte.

Ich hatte sowas früher schonmal, aber das hat sich dann aus welchem Grund auch immer von ganz allein gegeben, aber die Hoffnung hab ich diesmal aufgegeben, dazu hält es jetzt zu lange an.

Wenn ich das so lese werd ich wohl wirklich nicht um den Arztbesuch drum herum kommen, wäre mir allerdings bedeutend lieber.
 

Benutzer42447 

Meistens hier zu finden
Ich schätze, die Schichtarbeit macht nicht nur einen kleinen Teil deiner Schlafstörungen aus, sondern hat wesentlich zum Entstehen derer beigetragen. Es gibt direkt Schlafstörungen, die als circadiane Schlafstörungen bezeichnet werden. Dabei liegen Störungen im normalen Schlaf-Wach-Rhythmus vor, wie sie vor allem bei Schichtarbeit oder Jet-Lag auftreten können. Es gibt da paar Empfehlungen und Verhaltensprogramme, wie man seinen Rhythmus wieder normalisieren kann, aber das wird dir wohl nicht viel bringen, da die Schichtarbeit ja nicht aufhört. Du könntest höchstens versuchen, alle anderen schlafstörenden Faktoren so gering wie möglich zu halten, um eventuell auf dein Schlafverhalten zurückzukommen, was mal ganz okay war (hier wieder Regeln der Schlafhygiene...!!).

Ich empfehl dir aber trotzdem mal zu nem Spezialisten zu gehen. Ein Hausarzt sollte dich auch weiterüberweisen. Da kann dann auch ausgeschlossen werden, ob deine Schlafprobleme noch andere Ursachen haben.. und bekommst eventuell noch konkrete Tipps und Verhaltensweisen erklärt, wie du deine Lage verbessern kannst.
 

Benutzer20579  (37)

Planet-Liebe ist Startseite
Da habe ich oft zwischen einer halben und einer Stunde zum Einschlafen gebraucht.
Das habe ich schon mein ganzes Leben. Mindestens eine halbe Stunde brauche ich immer. Ist das denn schon ungewöhnlich? Die Male, wo ich "sofort" einschlafe, sind echt extrem selten.:confused:
 

Benutzer97853 

Planet-Liebe Berühmtheit
Das habe ich schon mein ganzes Leben. Mindestens eine halbe Stunde brauche ich immer. Ist das denn schon ungewöhnlich? Die Male, wo ich "sofort" einschlafe, sind echt extrem selten.:confused:

Solange es bei der halben Stunde bleibt und dich das nicht belastet, ist das ja völlig in Ordnung. Bei mir wurde aus einer halben Stunde aber dann eine Stunde, dann zwei Stunden, drei Stunden und plötzlich war es 3.30 Uhr als ich auf die Uhr geguckt habe.
 

Benutzer53227 

Verbringt hier viel Zeit
Bei mir schwankt das sehr häufig. Mal brauch ich ne Stunde.... öfter aber 2. Ich sehe das bei mir schon als normal an, kenne es kaum anders. Morgens wache ich auch immer schon mehrmals vor meinem Wecker auf und bin dann natürlich gerädert. Aber da ich es nicht anders kenne... tja.
 
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