Schizophrenie

Benutzer44137 

Verbringt hier viel Zeit
Hm, dass dich deine Ärzte nicht so recht über das Krankheitsbild aufklären ist meiner Meinung nach auch ziemlich seltsam... Ich hab auch mal Praktikum in einer Nervenheilanstalt gemacht und mir wurde eben auch gesagt, dass der Patient über seine Krankheit in manchen Fällen nicht völlig aufgeklärt werden sollte, da es die Heilung verzögern würde!
Vielleicht wäre es nicht schlecht, wenn du dir einen Langzeitplan aufstellst, d.h. du könntest überlegen, wie es jetzt genau weiter geht... Lehnst du eine Behandlung in einer Klinik völlig ab oder nur zur Zeit?? Ich meine, wenn du sowieso bald Abi machst, würde es sich anbieten, danach an eine Behandlung zu denken. Alleinige medikamentöse Behandlung ist meiner Meinung nach nie ausreichend und außerdem heilt es eine Krankheit auch nicht, sondern unterdrückt nur die Symptome.

Wegen deinem Medikament:
Bei den meisten Medikamenten, die auf die Psyche gehen muss sich der Körper erst an es gewöhnen, also einen bestimmten Spiegel im Blut aufbauen. Nach einer gewissen Zeit "gewöhnt" sich der Körper daran und das Medi kann dann "richtig" wirken. Wenn du die Medikamente jetzt einfach absetzen würdest, würden sich deine Symptome ziemlich schnell wieder zeigen, da du die Medikamente noch nicht allzu lang genommen hattest (denke ich)!
Wenn es dir so wichtig ist, dass du deinen Alltag überstehst, wird dir nichts anderes übrig bleiben, als die Medikamente weiterzunehmen. Angenommen, deine krassen Nebenwirkungen legen sich auch nach einigen Wochen nicht, solltest du dich mit deiner Ärztin nach einer Alternative umschauen.

Ich denk aber auch, dass zwischen deinen Ärzten und dir die Kommunikation nicht so recht stimmt. Vielleicht solltest du über einen Wechsel nachdenken!
 

Benutzer30831  (31)

Verbringt hier viel Zeit
Ich werde es nicht ohne Absprache mit meinem Psychiater tun, aber bitte: Was passiert, wenn ich das Zeug absetze? Die Dosis erhöhen, wie mir der Psychiater verordnet hat, werde ich morgen nicht (das habe ich durch Nebenwirkungen mit meiner Psychologin abgesprochen). Aber ich würde gern mein normales Leben zurückhaben. Ich fühle mich nicht besser durch das Zeug, sondern eingeschränkt und das ist für mich kein Leben. Da nehme ich lieber die Krankheitsmerkmale in Kauf. Es handelt sich übrigens um Wahnvorstellungen.

Du bist viel zu ungeduldig. Psychopharmaka haben die Eigenart, dass häufig bei Beginn der Einnahme unerwünschte Nebenwirkungen wie enorme Schläfrig- und Müdigkeit verursachen. Das kann sich im Laufe der Zeit einstellen.
Wenn man das Medikament absetzt, werden sich die Symptome vermutlich verschlimmern. Ich glaube, du nimmst deine Störung überhaupt nicht ernst! Auch wenn du den Alltag noch bewältigen kannst, so handelt es sich bei Schizophrenie um eine schwere Krankheit. Wenn du einfach meinst, dass du lieber Wahnvorstellungen hast als ein paar Tage schläfrig zu sein, wird es noch nicht so schlimm sein. Es kann aber noch sehr viel stärker werden und dann wärst du vielleicht froh gewesen, wenn du das Medikament weitergenommen hättest.
 

Benutzer54734  (35)

Klein,aber fein!
Es handelt sich übrigens um Wahnvorstellungen.

Was für Wahnvorstellungen hast du denn genau?*sorry,ich hoffe es ist dir nicht "zu neugierig" :schuechte ...bin einfach interessiert,da ich das Thema nur aus Filmen kenne und mich daher nich mit "realen Fällen" auskenne und ich es gerne wissen würde,denn man lernt ja nie aus :zwinker: *

(wenn du es nich in den Thread schreiben möchtest kannst du mir ja auch eine PN schreiben)
 

Benutzer30831  (31)

Verbringt hier viel Zeit
Was für Wahnvorstellungen hast du denn genau?*sorry,ich hoffe es ist dir nicht "zu neugierig" :schuechte ...bin einfach interessiert,da ich das Thema nur aus Filmen kenne und mich daher nich mit "realen Fällen" auskenne und ich es gerne wissen würde,denn man lernt ja nie aus :zwinker: *

(wenn du es nich in den Thread schreiben möchtest kannst du mir ja auch eine PN schreiben)

Wenn du dich für das Thema interessierst, empfehle ich dir das Buch "Wahnsinn im Kopf" von Lori Schiller. Sehr eindringlich wird von der Autorin sowie ihren Angehörigen ihr Leidensweg der Schizophrenie und aus der Krankheit heraus geschildert - man muss hinzufügen, dass sie Teile ihres Lebens wirklich in der geschlossenen Psychiatrie verbringen musste und es keine Medikamente gab, die ihr helfen konnten, bis Clozapin auf den Markt kam und die Besserung schlagartig eintrat. Ich fand es sehr aufschlussreich!
 

Benutzer54734  (35)

Klein,aber fein!
Wenn du dich für das Thema interessierst, empfehle ich dir das Buch "Wahnsinn im Kopf" von Lori Schiller. Sehr eindringlich wird von der Autorin sowie ihren Angehörigen ihr Leidensweg der Schizophrenie und aus der Krankheit heraus geschildert - man muss hinzufügen, dass sie Teile ihres Lebens wirklich in der geschlossenen Psychiatrie verbringen musste und es keine Medikamente gab, die ihr helfen konnten, bis Clozapin auf den Markt kam und die Besserung schlagartig eintrat. Ich fand es sehr aufschlussreich!

Vielen dank für den Buchtipp! :zwinker:
Habe mir den Titel gleich notiert.

Ich hab den Film "Beautiful Mind" gesehn und fand ich einfach wahnsinnig!Sehr sehr gut,aber auch sehr sehr erschreckend.
Wie der Untertitel schon sagt "es ist ein schmaler Grad zwischen Genie und Wahnsinn"...
 

Benutzer20648 

Verbringt hier viel Zeit
Vorab: Konnte aus Zeitmangel leider nicht den ganzen Thread lesen, falls irgendwas doppelt ist, sorry!

@Glückskätzchen: Ich kann nur sagen, dass du zwei Möglichkeiten hast. Den Ärzten zu glauben, dass du krank seist, oder zu glauben, du seist es nicht. Denn was krank ist und was nicht, ist reine Definitionssache.

Ich beschäftige mich seit etwas mehr als 1,5 Jahren mit dem Phänomen der "außerkörperlichen Erfahrung" (hatte in einem Thread über Alpträume schon kurz darüber geschrieben). Dabei geht es um Personen, die die Fähigkeit haben, ihren biologischen Körper für eine Weile zu verlassen und in einem "nichtphysischen" Körper - oder in gar keinem, als reines Bewusstsein - zu existieren. Klingt natürlich zu Beginn irre abgefahren, ich hab davon auch nur durch Zufall erfahren und damals kein Wort von dem geglaubt, was ich las. Aber irgendwie reizte mich das Thema und ich wollte mehr darüber wissen, wollte wissen, ob es funktioniert. Ich kaufte mir ein Buch ("Ouf of Body" von William Buhlman), las es binnen zwei-drei Tagen komplett durch und übte ca. 2 Wochen regelmäßig vorm Einschlafen (das sind ganz einfache Konzentrationsübungen, btw.).
Tja, und dann geschah es tatsächlich...ihr glaubt nicht, wie das den eigenen Standpunkt verändert. Ich war immer davon ausgegangen, dass man bei einer solchen Erfahrung ein "vernebeltes" oder unkonzentriertes Bewusstsein hatte und alles irgendwie traumähnlich war, aber das war es nicht. Es war klarer und realer wie die Wirklichkeit.

Seitdem habe ich eine vollkommen andere Sicht auf "Geisteskranke" oder "Schizophrene". Da sind vielleicht Prozesse oder Abläufe gestört, die keinen biologischen Ursprung haben und mit Medikamenten kaum zu behandeln sind (höchstens zu unterdrücken). Fakt ist, dass Psychopharmaka teils extreme Auswirkungen auf den Körper haben und nur sehr schwer wieder abzusetzen sind. Wenn du niemanden gefährdest, lass es und nimm sie nicht ein! Es gibt andere Wege.

Der Punkt ist Kontrolle. Schau dir die Berichte von schizophrenen Leuten an und du wirst eben dies feststellen. Diesen Menschen fehlt die Kontrolle über das, was viele Leute, die sich mit AKEs (außerkörperlichen Erfahrungen) beschäftigen, "erweiterte Sinnesfunktionen" nennen. Ein Beispiel.
Du hörst Stimmen. Die Medizin bzw. Wissenschaft sagt: "Die Stimmen sind irreal, denn es gibt keine Schallwellen im Raum, die sie erzeugen. Demzufolge bildet sich derjenige, der sie hört, ihre Existenz ein. Das ist unnormal ("krank") und muss behandelt werden." Der alternative Standpunkt lautet: Was ist, wenn diese Stimmen tatsächlich real sind - zwar vom Bewusstsein generiert werden, aber dennoch real sind? Was ist, wenn alles Energie ist (= alles aus einem einzigen Grundbaustoff besteht) und Gedanken, insb. konzentrierte, diesen Stoff verändern können? Dann bräuchtest du nur daran zu denken, und etwas würde real werden. Zwar nicht in der "materiellen Welt" (= hier), aber woanders. Was wäre, wenn es mehrere parallel existierende Welten/Ebenen gäbe? Und jetzt das Entscheidende: Was ist, wenn Schizophrene / "Geisteskranke" schlicht und ergreifend die Fähigkeit haben, mehr als das Physische wahrzunehmen?

Dann hätte ein Verlust der mentalen Kontrolle unglaubliche Auswirkungen.

Wenn Gedanken tatsächlich die Realität beeinflussen können (wie gesagt, nicht in der Physis, sondern in nichtphysischen Bereichen) und manche Menschen diese Bereiche wahrnehmen können (wenn auch nur diffus), dann würde das Unterbewusstsein quasi verrückt und wahllos Dinge konstruieren, Szenarien generieren, Stimmen erzeugen etc., sobald man die Kontrolle verliert. Es würde für einen Außenstehenden tatsächlich den Eindruck erwecken, die betroffene Person sei vollkommen durchgeknallt, denn ein objektiver Beobachter hätte diese "erweiterten Sinne" nicht (bzw. nutzt sie nicht).

Deshalb mein Rat an dich, Glückskätzchen: Bevor du irgendwelche Medikamente schluckst, bevor du zu irgendwelchen Ärzten gehst: Übe dich in Kontrolle. Meditiere. Entspanne. Versuche, jederzeit so gut es geht zu kontrollieren, woran du denkst. Verbanne unnötige Gedanken aus deinem Kopf. Versuche vielleicht auch, mal eine AKE zu erleben. Lies und informiere dich. Bestimme dein Leben selbst. Behalte die Kontrolle.
Mit der Zeit wirst du besser darin werden, diese Kontrolle aufrecht zu erhalten; du wirst klarer und unbelasteter denken können. Wutanfälle und unkontrollierte Emotionsausbrüche werden seltener. Alles eine Frage der Übung.

Oder du schluckst dreimal täglich eine Pille. Die Entscheidung liegt ganz bei dir.

-- Martouf

Ich hoffe, man konnte nach 1x durchlesen wenigstens 10% verstehen. Ich hab hier gerade den Inhalt hunderter Seiten zusammengepresst aufgeschrieben. Wer mehr wissen will, dem seien noch folgende Autoren empfohlen: William Buhlman (bereits genannt), Robert A. Monroe, Robert Peterson. Ich habe alle Bücher dieser Autoren gelesen und muss sagen, sie sind beeindruckend rationell gehalten und zeigen interessante, alternative Erklärungsmodelle auf. Kein typischer Esoterikkram, sondern der Versuch einer logischen Erklärungsfindung. Anzumerken ist noch, dass direkt über Schizophrenie eigentlich nur wenig gesagt worden ist, aber das von mir Beschriebene ergibt sich aus den Studien dieser drei Autoren.

Wer an der Seriösität der Sache zweifelt, dem sei gesagt, dass Monroe beispielsweise über Jahrzehnte hinweg Forschungen anstellte und unzählige AKEs hatte, niemals Drogen nahm (und nur sehr wenig Alkohol trank, da er den nicht vertrug). Er ließ sich von einem Arzt und einem Psychologen untersuchen und beide bestätigten ihm völlige Gesundheit, konnten aber keine Erklärung für seine "Erlebnisse" finden. Dennoch konnte Monroe tausenden Menschen in Kursen und Seminaren zeigen, wie man eine außerkörperliche Erfahrung macht, es ist also ein subjektiv reproduzierbares Phänomen.
 
H

Benutzer

Gast
Vorab: Konnte aus Zeitmangel leider nicht den ganzen Thread lesen, falls irgendwas doppelt ist, sorry!

@Glückskätzchen: Ich kann nur sagen, dass du zwei Möglichkeiten hast. Den Ärzten zu glauben, dass du krank seist, oder zu glauben, du seist es nicht. Denn was krank ist und was nicht, ist reine Definitionssache.

Ich beschäftige mich seit etwas mehr als 1,5 Jahren mit dem Phänomen der "außerkörperlichen Erfahrung" (hatte in einem Thread über Alpträume schon kurz darüber geschrieben). Dabei geht es um Personen, die die Fähigkeit haben, ihren biologischen Körper für eine Weile zu verlassen und in einem "nichtphysischen" Körper - oder in gar keinem, als reines Bewusstsein - zu existieren. Klingt natürlich zu Beginn irre abgefahren, ich hab davon auch nur durch Zufall erfahren und damals kein Wort von dem geglaubt, was ich las. Aber irgendwie reizte mich das Thema und ich wollte mehr darüber wissen, wollte wissen, ob es funktioniert. Ich kaufte mir ein Buch ("Ouf of Body" von William Buhlman), las es binnen zwei-drei Tagen komplett durch und übte ca. 2 Wochen regelmäßig vorm Einschlafen (das sind ganz einfache Konzentrationsübungen, btw.).
Tja, und dann geschah es tatsächlich...ihr glaubt nicht, wie das den eigenen Standpunkt verändert. Ich war immer davon ausgegangen, dass man bei einer solchen Erfahrung ein "vernebeltes" oder unkonzentriertes Bewusstsein hatte und alles irgendwie traumähnlich war, aber das war es nicht. Es war klarer und realer wie die Wirklichkeit.

Seitdem habe ich eine vollkommen andere Sicht auf "Geisteskranke" oder "Schizophrene". Da sind vielleicht Prozesse oder Abläufe gestört, die keinen biologischen Ursprung haben und mit Medikamenten kaum zu behandeln sind (höchstens zu unterdrücken). Fakt ist, dass Psychopharmaka teils extreme Auswirkungen auf den Körper haben und nur sehr schwer wieder abzusetzen sind. Wenn du niemanden gefährdest, lass es und nimm sie nicht ein! Es gibt andere Wege.

Der Punkt ist Kontrolle. Schau dir die Berichte von schizophrenen Leuten an und du wirst eben dies feststellen. Diesen Menschen fehlt die Kontrolle über das, was viele Leute, die sich mit AKEs (außerkörperlichen Erfahrungen) beschäftigen, "erweiterte Sinnesfunktionen" nennen. Ein Beispiel.
Du hörst Stimmen. Die Medizin bzw. Wissenschaft sagt: "Die Stimmen sind irreal, denn es gibt keine Schallwellen im Raum, die sie erzeugen. Demzufolge bildet sich derjenige, der sie hört, ihre Existenz ein. Das ist unnormal ("krank") und muss behandelt werden." Der alternative Standpunkt lautet: Was ist, wenn diese Stimmen tatsächlich real sind - zwar vom Bewusstsein generiert werden, aber dennoch real sind? Was ist, wenn alles Energie ist (= alles aus einem einzigen Grundbaustoff besteht) und Gedanken, insb. konzentrierte, diesen Stoff verändern können? Dann bräuchtest du nur daran zu denken, und etwas würde real werden. Zwar nicht in der "materiellen Welt" (= hier), aber woanders. Was wäre, wenn es mehrere parallel existierende Welten/Ebenen gäbe? Und jetzt das Entscheidende: Was ist, wenn Schizophrene / "Geisteskranke" schlicht und ergreifend die Fähigkeit haben, mehr als das Physische wahrzunehmen?

Dann hätte ein Verlust der mentalen Kontrolle unglaubliche Auswirkungen.

Wenn Gedanken tatsächlich die Realität beeinflussen können (wie gesagt, nicht in der Physis, sondern in nichtphysischen Bereichen) und manche Menschen diese Bereiche wahrnehmen können (wenn auch nur diffus), dann würde das Unterbewusstsein quasi verrückt und wahllos Dinge konstruieren, Szenarien generieren, Stimmen erzeugen etc., sobald man die Kontrolle verliert. Es würde für einen Außenstehenden tatsächlich den Eindruck erwecken, die betroffene Person sei vollkommen durchgeknallt, denn ein objektiver Beobachter hätte diese "erweiterten Sinne" nicht (bzw. nutzt sie nicht).

Deshalb mein Rat an dich, Glückskätzchen: Bevor du irgendwelche Medikamente schluckst, bevor du zu irgendwelchen Ärzten gehst: Übe dich in Kontrolle. Meditiere. Entspanne. Versuche, jederzeit so gut es geht zu kontrollieren, woran du denkst. Verbanne unnötige Gedanken aus deinem Kopf. Versuche vielleicht auch, mal eine AKE zu erleben. Lies und informiere dich. Bestimme dein Leben selbst. Behalte die Kontrolle.
Mit der Zeit wirst du besser darin werden, diese Kontrolle aufrecht zu erhalten; du wirst klarer und unbelasteter denken können. Wutanfälle und unkontrollierte Emotionsausbrüche werden seltener. Alles eine Frage der Übung.

Oder du schluckst dreimal täglich eine Pille. Die Entscheidung liegt ganz bei dir.

-- Martouf

Ich hoffe, man konnte nach 1x durchlesen wenigstens 10% verstehen. Ich hab hier gerade den Inhalt hunderter Seiten zusammengepresst aufgeschrieben. Wer mehr wissen will, dem seien noch folgende Autoren empfohlen: William Buhlman (bereits genannt), Robert A. Monroe, Robert Peterson. Ich habe alle Bücher dieser Autoren gelesen und muss sagen, sie sind beeindruckend rationell gehalten und zeigen interessante, alternative Erklärungsmodelle auf. Kein typischer Esoterikkram, sondern der Versuch einer logischen Erklärungsfindung. Anzumerken ist noch, dass direkt über Schizophrenie eigentlich nur wenig gesagt worden ist, aber das von mir Beschriebene ergibt sich aus den Studien dieser drei Autoren.

Wer an der Seriösität der Sache zweifelt, dem sei gesagt, dass Monroe beispielsweise über Jahrzehnte hinweg Forschungen anstellte und unzählige AKEs hatte, niemals Drogen nahm (und nur sehr wenig Alkohol trank, da er den nicht vertrug). Er ließ sich von einem Arzt und einem Psychologen untersuchen und beide bestätigten ihm völlige Gesundheit, konnten aber keine Erklärung für seine "Erlebnisse" finden. Dennoch konnte Monroe tausenden Menschen in Kursen und Seminaren zeigen, wie man eine außerkörperliche Erfahrung macht, es ist also ein subjektiv reproduzierbares Phänomen.

Da fallen mir doch glatt ein paar Fragen dazu ein:

- Hast Du Ahnung von Medizin oder hast Du nur diese paar Bücher gelesen und verbreitest hier Halbwissen?
- Wurde JEMALS eine schizophrene Patientin mithilfe der von Dir beschriebenen Techniken irgendwie auch nur ansatzweise geheilt bzw. ihr Zustand verbessert?
- Findest Du es nicht ein bißchen gefährlich, einem Mädel, das so unsicher ist wie die Threadstarterin, hier irgendein halbgares Zeug über AKEs zu vermitteln, nachdem sie gerade von mehreren Fachleuten als schizophren diagnostiziert wurde?
- Hast Du selber Schizophrenie, kennst jemanden der es hat oder hast sonst JEMALS mit einem Menschen zu tun gehabt, der an dieser Erkrankung leidet und kannst Du einschätzen, was es heißt, diese Krankheit zu haben?
- Was hat die Threadstarterin davon, AKE's zu haben oder innere Dialoge abzuschalten, wenn sie an Wahnvorstellungen leidet?

Ich habe als Zivi viel mit psychisch kranken Menschen zu tun gehabt und finde es eine ganz schöne Frechheit, daß Du Dich hier hinstellst und meinst, mit einem bißchen Mentaltraining wäre das schon unter Kontrolle zu kriegen...:angryfire
 

Benutzer20648 

Verbringt hier viel Zeit
Da fallen mir doch glatt ein paar Fragen dazu ein:

Kein Problem, ich werde sie beantworten so gut ich kann.

Hast Du Ahnung von Medizin oder hast Du nur diese paar Bücher gelesen und verbreitest hier Halbwissen?

Ich bin 19, ein Medizinstudium kann ich also logischerweise nicht gemacht haben. Aber ich kann guten Gewissens von mir behaupten, naturwissenschaftliche Kenntnisse zu besitzen. Biologie war z.B. einer meiner beiden Leistungskurse, den ich mit 10 Punkten abgeschlossen habe. Was mich natürlich nicht ansatzweise zum Fachmann werden lässt oder in irgendeiner Form qualifiziert. Wollte damit nur klarstellen, dass ich kein Vollnoob bin.

Wurde JEMALS eine schizophrene Patientin mithilfe der von Dir beschriebenen Techniken irgendwie auch nur ansatzweise geheilt bzw. ihr Zustand verbessert?

Mir sind keine derartigen Versuchsreihen bekannt. Jedoch widersprechen meine Schlussfolgerungen den gängigen naturwissenschaftlichen Ansichten, was das Fehlen von derartigen Versuchen erklären mag. Denn es gibt meineswissens momentan auch keine Untersuchungen, die belegen, dass diese Techniken unwirksam wären - eben weil ihre Wirkung noch nicht untersucht worden ist.

Zudem erhebe ich hier keinen Anspruch auf Wissenschaftlichkeit.

Findest Du es nicht ein bißchen gefährlich, einem Mädel, das so unsicher ist wie die Threadstarterin, hier irgendein halbgares Zeug über AKEs zu vermitteln, nachdem sie gerade von mehreren Fachleuten als schizophren diagnostiziert wurde?

Als "halbgar" kann man es nicht bezeichnen. William Buhlman führte beispielsweise eine detaillierte Studie über AKEs an über 16000 Leuten aus mehr als 30 Ländern durch, nachzulesen in "Secrets of the Soul". Robert A. Monroe erlebte selbst unzählige AKEs und wurde von Medizinern und Psychologen als geistig und körperlich vollkommen gesund erklärt, wenngleich seine Techniken bei anderen Personen funktionierten (was bedeutet, dass er sich das Phänomen keineswegs ausgedacht haben kann).

Was die Diagnose angeht...über die Definition von krank und gesund habe ich ja schon etwas gesagt. Es ist eine vom Menschen festgelegte Definition, basierend auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft. Aber dieser Stand ist nicht der Weisheit letzter Schluss, da die Forschung laufend neue Erkenntnisse erzielt. Das hilft nur dummerweise der Threadstarterin nicht, sie wird wohl kaum x Jahrzehnte warten wollen, bis die Wissenschaft das AKE-Phänomen eingehend untersucht hat.

Mein Ratschlag war daher nur ein Ratschlag und keineswegs ein must-do.

Hast Du selber Schizophrenie, kennst jemanden der es hat oder hast sonst JEMALS mit einem Menschen zu tun gehabt, der an dieser Erkrankung leidet und kannst Du einschätzen, was es heißt, diese Krankheit zu haben?

Ja, die Mutter meiner Freundin leidet daran. Als ihre Medikamente vor einigen Jahren kurzzeitig abgesetzt wurden, zeigte sie einige interessante "Fähigkeiten", die jedoch nicht kontrolliert eingesetzt werden konnten und absolut sporadisch auftraten. Zwei Psychologen fragten sie während eines Therapiegespräches unabhängig voneinander völlig ernst gemeint, ob sie Gedanken lesen könne, da sie Antworten auf Fragen gab, die von den Therapeuten noch nicht ausgesprochen, sondern erst gedacht worden waren. Das wurde jedoch als Zufall deklariert und nicht weiter untersucht (verständlich; welcher Mediziner möchte sich lächerlich machen?).

Ansonsten kann ich nur sagen, dass die Psychopharmaka jener Person zu Kontrolle verhelfen scheinen, da sie sagt, sie habe nach regelmäßiger Einnahme keinerlei "paranormale Effekte" mehr verspürt.

Was hat die Threadstarterin davon, AKE's zu haben oder innere Dialoge abzuschalten, wenn sie an Wahnvorstellungen leidet?

Meine Theorie ist, dass "Wahnvorstellungen" durch das Benutzen sogenannter erweiterter Sinnesfunktionen zustande kommen. Ich kann nicht genau sagen, ob wir die berühmten "Stimmen" selbst generieren oder ob es Fremdeinwirkungen sind, jedenfalls sind es keine physischen Geräusche (was ja messbar ist). Ich vermute, diese Geräusche finden in anderen, nichtphysischen Bereichen der Realität statt und jeder Mensch hat die Möglichkeit, diese Umwelten mit gewissen Sinnen wahrnehmen zu können. Schizophrene benutzen scheinbar diese Sinne, während sie bei gewöhnlichen Menschen inaktiv sind (warum, ist ungewiss; vielleicht durch starke Fixierung auf das Physische oder durch ungeklärte biologische Prozesse). Bitte beachte, dass ich davon ausgehe, dass Sinnesorgane nicht zwangsläufig im physischen Körper stecken müssen.

Ich habe als Zivi viel mit psychisch kranken Menschen zu tun gehabt und finde es eine ganz schöne Frechheit, daß Du Dich hier hinstellst und meinst, mit einem bißchen Mentaltraining wäre das schon unter Kontrolle zu kriegen...

Psychische Krankheiten können auch biologische Ursachen haben, davon bin ich überzeugt. Die Trisomie 21 ("Down-Syndrom") wird sich beispielsweise nicht mit Mentaltraining therapieren lassen, denn die Ursache ist physischer Natur. Mir ging es darum, dass es psychisch Kranke geben könnte, die an einer nichtphysischen Ursache leiden. Dort könnte man mit Psychopharmaka nicht therapieren, sondern nur Symptome behandeln, so meine Vermutung.

Psychische Krankheiten sind weit gefächert und bei vielen sind die Ursachen noch ungeklärt. Wenn ich weiß, dass (Beispiel) bei meiner Schwester das Chromosom 21 dreimal anstatt zweimal vorhanden ist, würde ich auch zweifellos auf Medikamente setzen. Aber ich sehe nicht ein, warum die Threadstarterin unbedingt Psychopharmaka nehmen soll (zumal sie diese schlecht verträgt), ohne eine Alternative ausprobiert zu haben. Denn ich bin wie gesagt kein Fachmann; ich liefere hier nur eine Idee für Betroffene, basierend auf dem, was ich weiß. Wenn Meditation und Kontrollübungen der Threadstarterin nicht helfen sollten, kann und sollte sie immer noch auf medikamentöse Behandlung setzen.

Ich hoffe, mein Standpunkt ist jetzt etwas klarer geworden.

-- Martouf
 
H

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Ich hoffe, mein Standpunkt ist jetzt etwas klarer geworden.-- Martouf

Ist er, danke. Das Problem, daß ich mit Deinen Aussagen habe, ist, daß die Threadstarterin zur Zeit etwas durcheinander ist und nicht so richtig weiß, was sie machen soll und Du ihr ohne jegliche wissenschaftliche Grundlage rätst, die Tabletten abzusetzen und doch mal was anderes auszuprobieren. Natürlich darf in einem Forum jeder antworten wie er will, ich find es im Zusammenhang mit Krankheiten nur immer sehr gefährlich, wenn dann Leute ohne jegliche medizinische Ausbildung oder Erfahrung irgendwelche Dinge raten, die auf selbstgebastelten Theorien oder nicht-wissenschaftlichen Methoden beruhen. Gerade wenn ihre Beiträge dann auch noch so beeinflussend geschrieben sind wie Deiner (in dem Du ihr auch noch deutliche Besserung versprichst, nur durch ein paar Übungen -> absolut unbelegt und reines Wunschdenken von Dir). Für sowas würdest Du als Arzt sofort verklagt werden.
 
M

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Hallo,

ich habe mir jetzt nicht alle Beiträge durchgelesen aber denen, die ich gelesen habe schließe ich mich an, du solltest die Medikamente weiter nehmen, dein Körper braucht ein wenig Zeit bis er sich daran gewöhnt hat.

Ich nehme zum Beispiel das Psychopharmaka Opipramol, da ich zu 1 % der deutschen Bevölkerung gehöre, die ein viel zu hohes Beta-wellen EEG aufweisen, wodurch ich immer nervös bin, nicht schlafen kann, und nie abschalten kann. Am Anfang war ich auch nur müde und meine Arme und Beine haben sich total schlapp angefühlt etc aber das ist nach ein einhalb wochen auch verschwunden und jetzt ist alles okay, ich merke gar nichts mehr in der hinsicht, also einfach durchhalten, dass wird besser.

LG
Mira
 

Benutzer20648 

Verbringt hier viel Zeit
@HaveABreak: Die deutliche Besserung von der ich sprach bezog sich auf das ausgedehnte Meditieren etc. - dazu gibt es bereits wissenschaftliche Studien, die u.a. zeigen, dass dreimaliges Meditieren am Tag denselben Effekt hat wie blutdrucksenkende Medikamente. Zudem kann ich dir aus persönlicher Erfahrung davon berichten, dass man ruhiger und ausgeglichener wird, wenn man sich darin übt, unnötige Gedanken "wegzuschieben".

Ansonsten kann ich nur sagen: Was spricht dafür, überhaupt eine Behandlung vornehmen zu müssen - abgesehen von einer wissenschaftlichen Diagnose?

-- Martouf
(der letzte Abschnitt war provozierend, ich weiß...)
 
H

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Ansonsten kann ich nur sagen: Was spricht dafür, überhaupt eine Behandlung vornehmen zu müssen - abgesehen von einer wissenschaftlichen Diagnose?
In diesem Fall:
IHRE WAHNVORSTELLUNGEN???!!! Ich glaube, das ist mehr als Grund genug um sich behandeln zu lassen! Bei allem Verständnis für Deine Theorien über psychische Erkrankungen und AKE's, aber für 99,99 % der weltweiten Bevölkerung sind Wahnvorstellungen ein Zeichen für eine geistige Störung. Nur wenn diese behandelt werden, besteht eine Chance, sie zu unterdrücken und der Patientin ein normales Leben zu ermöglichen.

@HaveABreak: Die deutliche Besserung von der ich sprach bezog sich auf das ausgedehnte Meditieren etc. - dazu gibt es bereits wissenschaftliche Studien, die u.a. zeigen, dass dreimaliges Meditieren am Tag denselben Effekt hat wie blutdrucksenkende Medikamente. Zudem kann ich dir aus persönlicher Erfahrung davon berichten, dass man ruhiger und ausgeglichener wird, wenn man sich darin übt, unnötige Gedanken "wegzuschieben".

Also sorry, aber Du hast scheinbar wirklich absolut überhaupt keine Ahnung von psychischen Erkrankungen und deren Folgen. Meinst Du wirklich, daß das Absenken des Blutdrucks allein eine Besserung der Schizophrenie bringt? Das ganze ist ein hochkomplexer Stoffwechselprozeß im Körper und deswegen braucht es ja auch solch hochwirksamen Medikamente dagegen, die auch Nebenwirkungen mit sich bringen. Entspannungsverfahren wie autogenes Training oder Muskelrelaxation sind in der Psychotherapie verwendete HILFSmaßnahmen, sie dienen der Unterstützung der Therapie, sind aber NIEMALS allein heilend. Natürlich senken sie den Blutdruck, die Hautspannung, die Atemfrequenz, mehr aber auch nicht. Du stellst ihr diese Entspannung aber als Alternative zu den Tabletten vor und das ist schlichtweg falsch.
 

Benutzer20648 

Verbringt hier viel Zeit
Meine Frage hinsichtlich der Behandlung war natürlich nur rein provokativ. Ich wollte damit nur ausdrücken, dass jeder, der ungewöhnliche Dinge erlebt, automatisch mit Psychopharmaka vollgepumpt werden soll - und dass ich den Sinn dessen in Frage stelle.

Das mit dem Blutdruck war nur ein Beispiel, da ich weiß, dass es dafür eine gesicherte medizinische Studie gibt. Ich wollte nur aufzeigen, dass sich durch Mentaltraining überraschend starke Erfolge auf den physischen Körper erzeugen lassen.

Ansonsten kann ich nur nochmal betonen: Ich bin eine Privatperson und habe kein Studium in Medizin. Was ich hier sage erhebt keinen Anspruch auf Wissenschaftlichkeit. Es sind nur meine Hypothesen, die ich Betroffenen als Alternative anbiete, nichts weiter. Ich kann nicht wissen, ob es funktioniert! Aber ich habe Grund zu der Annahme.

Ob die Threadstarterin sich nun sagt "Hm, klingt einleuchtend, ich versuche es mal." oder "Nee, das ist mir zu unwissenschaftlich und zu unfundiert, ich nehme lieber Medikamente.", ist ganz allein ihre Sache.

-- Martouf
 

Benutzer8686 

Sehr bekannt hier
Meine Frage hinsichtlich der Behandlung war natürlich nur rein provokativ. Ich wollte damit nur ausdrücken, dass jeder, der ungewöhnliche Dinge erlebt, automatisch mit Psychopharmaka vollgepumpt werden soll - und dass ich den Sinn dessen in Frage stelle.
Entschuldigung, aber dafür, dass du in Biologie LK mit 2 abgeschlossen hast, solltest du wissen, dass psychische Krankheiten u.a. durch Nervendefekte im Gehirn, Serotoninmangel,o.ä. entstehen. Diese kann man allein durch gutes Zureden nicht beheben. Natürlich ist eine reine Medikation nicht ausreichend, um den Mernschen zu heilen, aber gerade deshalb steht die Gesprächstherapie dann doch im Vordergrund. Die Medikation hilft lediglich dabei, dem Patienten das Leben um einiges angenehmer zu machen und dann die Probleme aufzuarbeiten.
Natürlich soll jetzt nicht jeder erstbeste sich selbst titulierende Depressive Antidepressiva ohne Ende fressen, aber es ist einfach eine Lüge, dass jeder,der sonderbare Dinge erlebt, gleich mit Medikamenten vollgepumpt wird.
Krankheiten wie Schizophrenie sind wissenschaftlich schon so erforscht, dass gesagt werden kann, dass im Gehirn oftmals Nervenleitungen "gestört" werden, die sonderbares Verhalten begründen. Deshalb ist noch lange niemand hellseherisch,o.ä.
Das Beispiel der Mutter deiner Freundin finde ich nicht unbedingt glaubwürdig. Warst du mit ihr bei der Gesprächstherapie oder woher weißt du das? Woher willst du wissen, ob die Mutter deiner Freundin sich das nicht ausgedacht hat oder falsch rübergekommen ist?

Ich finde deine Hypothesen für jemanden, der seine Diagnose "Schizophrenie" erst seit kurzem hat und sehr unsicher ist,wie er damit umgehen soll, sehr riskant. Du siehst doch schon, an dem,was sie schreibt, dass sie erst einmal Vertrauen zu ihren Therapeuten aufbauen muss, mit ihrer Diagnose umgehen muss. Da helfen solche wissenschaftlich unbegründeten Thesen von einem Nicht-Mediziner wirklich nicht weiter, sondern verwirren viel mehr. Ich bin auch keine Medizinerin, aber das Klügste, was du jemandem psychisch Kranken raten kannst, ist einfach, dass er einen Profi fragen soll. Alles andere ist fahrlässig.
 

Benutzer10736 

Benutzer gesperrt
Ob die Threadstarterin sich nun sagt "Hm, klingt einleuchtend, ich versuche es mal." oder "Nee, das ist mir zu unwissenschaftlich und zu unfundiert, ich nehme lieber Medikamente.", ist ganz allein ihre Sache.
Na ja, GANZ so harmlos ist das mit dem "ach, soll sie das eben lassen und erstmal was anderes probieren, Medikamente gehen dann ja immer noch" aber nicht.

Nein, ich erhebe hier auch keinen Anspruch auf medizinisches Fachwissen, aber ich meine mich zu erinnern, daß die Heilungschancen bei Schizophrenie größer sind, je früher es entdeckt und behandelt wird! Nur weil sie JETZT noch trotz Wahnvorstellungen auch ohne Medikamente ein halbwegs normales Alltagsleben führen kann, heißt das noch lange nicht, daß das auch so bleiben wird. Je länger sie eine medikamentöse Behandlung herausschiebt, umso schwieriger wird die Heilung bzw. Linderung und umso stärker werden die zu bekämpfenden Symptome.

Und DAS spricht meiner Meinung nach sehr dafür, die Einnahme der Medikamente weiterzuführen und ganz klar gegen ein Ausprobieren von irgendwelchen alternativen Methoden!

Sternschnuppe
 

Benutzer20648 

Verbringt hier viel Zeit
Entschuldigung, aber dafür, dass du in Biologie LK mit 2 abgeschlossen hast, solltest du wissen, dass psychische Krankheiten u.a. durch Nervendefekte im Gehirn, Serotoninmangel,o.ä. entstehen.

So lautet die gegenwärtige wissenschaftliche These, die durch zahlreiche Beobachtungen abgesichert ist, ja. Und natürlich weiß ich das auch - es ist die gängige Art, geistige Krankheiten zu begründen und auf dieser Prämisse basieren auch alle medikamentösen Therapieformen solcher Krankheiten.

Ich versuchte nur, eine alternative Erklärungsmöglichkeit aufzuzeigen, nach der psychische Krankheiten nichtkörperliche Ursachen haben könnten, die sich dennoch physisch auswirken. Vielleicht entsteht das Bewusstsein gar nicht im Gehirn als Folge neuronaler Interaktionen, sondern ist von Natur aus unkörperlich und benutzt einen Körper, um sich in physischen Umwelten ausdrücken zu können, wenn es das möchte. Vielleicht sind die neuronalen Interaktionen in unserem Gehirn lediglich die Auswirkungen einer "Translation" des Bewusstseins auf einen Körper, d.h. das Bewusstsein verfügt über eine Schnittstelle zum Körper. Dann, und nur dann wenn es diese Schnittstelle tatsächlich gibt, könnten unkörperliche Ursachen körperliche Auswirkungen zeigen.

Diese kann man allein durch gutes Zureden nicht beheben.

Es gehört schon mehr dazu als nur gutes Zureden. :zwinker:
Es geht hier um tiefgreifendes, intensives Meditieren und in-sich-gehen, um Kontrollübungen, zunehmende Gedankenstille, ein beständiges Streben nach innerer Ruhe.

[...] aber es ist einfach eine Lüge, dass jeder,der sonderbare Dinge erlebt, gleich mit Medikamenten vollgepumpt wird.

Na ja, vielleicht ist "vollgepumpt" das falsche Wort. Zwangsweise geschieht praktisch kaum etwas, die Leute denken halt sofort, dass sie "krank" sind und hinterfragen das nicht kritisch (!). Es wird geglaubt, akzeptiert und fertig.

Krankheiten wie Schizophrenie sind wissenschaftlich schon so erforscht, dass gesagt werden kann, dass im Gehirn oftmals Nervenleitungen "gestört" werden, die sonderbares Verhalten begründen. Deshalb ist noch lange niemand hellseherisch,o.ä.

Schon, aber zum einen hab ich ja zum Gehirn allgemein schon oben was gesagt, zum anderen weiß man über viele Teilbereiche des Gehirns noch so gut wie gar nichts. Hellseherei gehört beispielsweise noch immer zum Bereich der Para- und nicht der Pseudowissenschaften, da man sie nicht bewiesen, aber auch noch nicht widerlegt hat und sie theoretisch in einigen Modellen möglich wäre.

Das Beispiel der Mutter deiner Freundin finde ich nicht unbedingt glaubwürdig. Warst du mit ihr bei der Gesprächstherapie oder woher weißt du das? Woher willst du wissen, ob die Mutter deiner Freundin sich das nicht ausgedacht hat oder falsch rübergekommen ist?

Ich weiß...der Freund meines Freundes meines Freundes hat gesagt, dass er einen Freund kennt, dessen Bekannte mal gesagt hat, sie habe... - das Phänomen ist mir bekannt, und ich finde deine Skepzis gesund und angebracht!

Ich kann dir nur sagen, dass mir meine Freundin versichert hat, sie sei bei den Gesprächen dabei gewesen und wisse es aus erster Hand. Ich selbst war nicht anwesend, da ich sie damals noch gar nicht kannte.

Ich finde deine Hypothesen für jemanden, der seine Diagnose "Schizophrenie" erst seit kurzem hat und sehr unsicher ist,wie er damit umgehen soll, sehr riskant. Du siehst doch schon, an dem,was sie schreibt, dass sie erst einmal Vertrauen zu ihren Therapeuten aufbauen muss, mit ihrer Diagnose umgehen muss. Da helfen solche wissenschaftlich unbegründeten Thesen von einem Nicht-Mediziner wirklich nicht weiter, sondern verwirren viel mehr. Ich bin auch keine Medizinerin, aber das Klügste, was du jemandem psychisch Kranken raten kannst, ist einfach, dass er einen Profi fragen soll. Alles andere ist fahrlässig.

Definiere "Profi"! Sag mir, warum diese "Profis" mit ihren Modellen richtig liegen sollen! Ich wette, >98% aller Mediziner kennt das Phänomen der außerkörperlichen Erfahrung oder artverwandte Phänomene nicht oder hat sich nur sehr flüchtig mit ihm beschäftigt.

Natürlich muss die Threadstarterin sich eine Meinung machen, aber siehst du nicht, dass genau das der Punkt ist? Alternative Meinungen, die dem gängigen wissenschaftlichen Weltbild widersprechen, aber dennoch theoretisch möglich sind (sog. "Parawissenschaftliche Theorien"), sind der Mehrzahl aller Betroffenen gar nicht bekannt - sie wissen nichts von diesen Modellen!
In dieser Einseitigkeit kann sich meiner Meinung nach niemand eine fundierte, wirklich unabhängige Meinung bilden. Alle vertrauen auf die Götter in Weiß. Nun gut, sie haben schon Vieles und Erstaunliches geleistet! Aber sie ignorieren gewisse Aspekte. Wenn bereits hunderttausende, wenn nicht gar mehr Personen angeben, mindestens einmal ihren physischen Körper verlassen zu haben, dann ist das "unwissenschaftlich" oder ein "Hirngespinst". Kennst du das Monroe-Institut? (geht auf Robert Monroe zurück, s. von mir genannte Bücher) Dort wurden ganze Aktenordner gefüllt mit Angaben von Todesumständen, persönlichen Daten etc. von BEREITS VERSTORBENEN, die weiterexistierten und mit denen geredet werden konnte wie du mit deinem Nachbarn auf der Straße (keine "Beschwörungen" oder ähnliches, sondern direkte Kommunikation aus einer AKE heraus). Monroe selbst führte mit Dr. Charles Tart mehrere erfolgreiche Verifikationsexperimente durch (unter Laborbedingungen!), die aber niemanden überzeugen konnten. Das ist für mich keine Basis für fundierte Meinungen, hier sind teilweise sehr sturköpfige Wissenschaftler am Werk, die ungewollt eine Blockade bilden (die meisten tun es wohl nicht absichtlich).

Wer unbedingt was von namhaften Instituten haben will, dem empfehle ich die Dokumentation "Jenseitsreisen", die vor kurzem wieder einmal auf dem WDR wiederholt worden ist. Auch dort wurde die prinzipielle Möglichkeit eines unkörperlichen Bewusstseins (und damit einer Existenz nach dem Tode) nicht abgestritten, auch von Neurologen und tatsächlichen Fachmännern nicht. Einige hielten es sogar für recht wahrscheinlich.

Nochmal in aller Deutlichkeit: Was ich sagte, war nur als alternative Meinungsbasis gedacht. Was die Threadstarterin als gültig akzeptiert oder nicht, wonach sie sich richtet oder nicht, ist ganz allein ihre Sache und das muss auch so sein.

-- Martouf
(P.S.: Eine hitzige, kritische Diskussion nehme ich hier übrigens niemandem übel, btw.)
 

Benutzer12919 

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Also als erstes: ich geb ja zu, die Nebenwirkungen haben sich einigermaßen gebessert. Allerdings habe ich auch nicht wie anfangs angekündigt am Samstag die Dosis erhöht (mit Psychologin ja abgesprochen). Darüber will ich dann doch erst mit meinem Psychiater reden. Denn eine Frage wäre mir wichtig: Wie lange muss ich denn die Medikamente nehmen?
Versteht mich nicht falsch, es ist nur so, dass ich ja Donnerstag bei meiner Psychologin saß. Und ich habe ihr diese Frage drei Mal gestellt. Und glaubt mir: die Frau hat jedes Mal geschickt abgelenkt. Daraufhin war mir klar - sie kann oder will diese Frage nicht beantworten.

Ich möchte dazu sagen, dass eine Diagnose von Schizophrenie bei diesen Anfangsstadien völlig auf meinen Aussagen basiert (wobei ich mich da nicht hinsetzen würde und einen auf Täuschung machen würde, um mir sagen zu lassen: Sie sind schizophren). Wer bitte kann nachweisen, dass ich einen Serotoninmangel habe oder irgendwelche komplexe Vorgänge im Gehirn nicht stimmen? Wer kann mir das bitte wissenschaftlich nachweisen oder strengt sich dahingehend an? Keiner.

Aus diesem Grund ist es für mich zurzeit noch fraglich, ob ich es persönlich als eine Schizophrenie darstellen würde. Ich muss dazu sagen: ich will es gar nicht akzeptieren und ich will es auch nicht zugeben. Und ich glaube, genau aus diesem Grund versuche ich, eine Möglichkeit ohne Medis zu finden.

Im autogenen Training bin ich bereits seit Januar, eigentlich wehte daher der Wind für meine Psychologin. Meine Hausärztin dachte an (manische) Depressionen, nachdem ich 2 Nervenzusammenbrüche erlitt, teilweise extrem gehoben drauf war (im Sinne von "high") und dann plötzlich absolut abwesend. Dieses Hin- und Hergespringe von diesen beiden Dingen war fatal und für mich absolut unerträglich. Daraufhin ging es zur Psychologin, die mich aufgrund von "Stress" und "Depressionen" (angeblich halt) mit zum autogenen Training nahm. Schön. Waren es denn Depressionen? Keine Ahnung, es kann mir sowieso keiner wissenschaftlich nachweisen.

Erst nach und nach habe ich es geschafft, mich zu öffnen und wirklich zu sagen, was ich glaube. Extrem - denn als ich es sagte, war meine Psychologin ja sprachlos. Und unternahm 1,5 Monate absolut gar nichts, weil sie nicht damit klar kam. Also ab zum Psychiater. Okay. Und was ist, wenn alles nur Einbildung ist, die ich selbst abschaffen kann? Versteht mich nicht falsch, aber vielleicht versucht Seroquel in meinem Gehirn einen Stoff auszugleichen, den ich vielleicht habe - und nicht brauche. Ich würde sogar Meditationsübungen und alles mögliche ausprobieren, von mir aus auch (sogar aus Interessensgründen) ohne Absetzen der Medis mich von Martoufs Dinge inspirieren lassen. Ohne die Absicht, das damit geheilt zu haben. Aber mir fehlt jegliche Konzentration. Die gibt es bei mir nicht. Weder mit, noch ohne Medis. Deshalb klappt das autogene Training auch nicht.

Vielleicht wirkts- vielleicht nicht, aber heute hatte ich einen sehr schönen Tag mit jemandem, den ich wirklich vertraue. Absolut keine Scheu, keine Angst, ich war sogar am Abend (vor 2h) absolut und endlos high, als ich mit dem alleine auf den nur mit Straßenlaternen beleuchteten Weg in 'ner Großstadt lang gelaufen bin. Versteht ihr - das war für mich unmöglich. Und wenn, dann nur auf extrem kurzen Strecken, in unseren Dörfchen, mit jemandem an der Hand. Und heute ging es mir einfach gut. Und jetzt sitz ich hier alleine - es ist ein Unterschied wie zwischen Himmel und Hölle.
 

Benutzer20648 

Verbringt hier viel Zeit
Dieses Gefühl, zwischen Euphorie und Traurigsein zu pendeln, vor allem an Tagen wo viel passiert, kennt wohl jeder. Nur die Ausmaße sind bei jedem unterschiedlich. Ich z.B. mag es manchmal überhaupt nicht, alleine zu sein, da ich mich dann so ausgegrenzt und abgekapselt fühle. An anderen Tagen brauche ich hingegen dieses Allein-Sein, um auch mal Zeit für mich zu haben. Sind für mich ganz natürliche, periodische Schwankungen; solange sie keine allzu großen Extrema aufweisen (also nicht zwischen totalen Depressionen und übelster Euphorie wandern), ist für mich alles ok. Ich wüsste auch nicht, wann das jemals schlechte Auswirkungen auf mich gehabt hätte.

Was die Konzentration angeht: Versuche, einen Zustand zu erreichen, bei dem du dir deiner Ziele absolut bewusst bist, aber dennoch so entspannt und "an nichts denkend" wie möglich. Deine Ziele (z.B. völlige innere Ruhe) müssen quasi wie ein Bauchgefühl vorhanden sein, ohne dass du aktiv an sie denken musst. Dann bist du auf dem richtigen Weg.

-- Martouf
 

Benutzer8686 

Sehr bekannt hier
@Martouf
Ich hab deine Thesen jetzt verstanden,trotzdem musst du echt gucken, wem du so etwas vorschlägst, weil man das wirklich in den falschen Hals kriegen kann. Ich habe so eine hitzige Diskussion übrigens auch gar nicht als Angriff/Verteidigung gesehen,nur dazu :zwinker:

Threadstarterin:
Deine Zweifel sind bei so einer Diagnose wirklich berechtigt, nur solltest du dem Ganzen versuchen etwas gelassener entgegen zu sehen. Die Nebenwirkungen werden auf jeden Fall weniger und wenn du etwas entspannter damit umgehst, wie Martouf sagte, und versuchst nicht permanent daran zu denken, dann wird es dir damit bald besser gehen.
Ich finde es immer wieder schade, dass Ärzte so sehr in Frage gestellt werden. Ich hab jetzt mein Abi und will möglichst bald auch Medizin studieren, habe mich mit dem ganzen Thema schon sehr auseinander gesetzt und vielleicht solltet ihr mal darüber nachdenken, was diese Menschen tagtäglich alles leisten, wieviel sie für ihren Facharzt lernen musste(nämlich etwa eine 11-jährige Ausbildung) und vor allem: wieviel sie arbeiten und weshalb. Die Psychiatrie ist ein heikles Feld, aber jeder angehende Facharzt für Psychiatrie lernt, an verschiedenen, zahlreichen Verhaltensmustern mögliche Symptome für verschiedene Krankheiten festzumachen und Diagnosen zu stellen. Ich habe das Gefühl, als würdest du deine Pychologin und deinen Psychiater als unfähige Leute hinstellen, die an dir ein bisschen rumdoktern wollen. Ich versichere dir, dass das NICHT stimmt. Wenn diese Fachleute eine Diagnose festmachen und dich auf Medikamente einstellen, ist das gut durchdacht, denn solche Medikamente haben fatale Auswirkungen bei gesunden bzw. anders kranken Menschen.
Klar hat dir jetzt keiner ins Gehirn geguckt und nachgeschaut,ob du zu wenig Serotonin oder wat weiß ich hast. Aber wie ich eben meinte: An verschiedenen Verhaltensmustern machen sich Krankheitsbilder erkenntlich. Bitte sehe den Arzt nicht als dein Feind an, denn dieser Mensch wurde nur Arzt, um anderen zu helfen.

Zu der Frage, wie lange du die Medikamente nehmen musst. Das kann man so nicht sagen, aber ich sage es mal so: Es gibt Leute, die müssen ihr ganzes Leben solche Medikamente nehmen, damit sie ein halbwegs normales Leben führen können.
 

Benutzer20648 

Verbringt hier viel Zeit
Diejenigen, welche die Medizin praktizieren - also z.B. du - bewerkstelligen in der Tat einen wichtigen Job und leisten oft Großartiges. Aber was ich festgestellt habe (und das zieht sich durch alle Bereiche der Wissenschaft) ist, dass das Blickfeld leider zu sehr auf das Physische beschränkt wird. Die Wissenschaft hat in ihren Formeln leider keinen Platz für "Bewusstsein" oder unkörperliche Daseinsformen gelassen, was eine Untersuchung solcher Bereiche erschwert. Wenn man herausfinden will, ob wirklich etwas 'dran ist, muss sich zuerst ein Team von Forschern öffentlich dazu bekennen: "Wir untersuchen sowas, und zwar unvoreingenommen!" - wozu kaum jemand den Mut hat. Viel zu viele haben Angst davor, von ihren Fachkolleginnen und -kollegen als bekloppt angesehen zu werden.

Von daher sind Ärzte und Psychologen nicht "unfähig", allerdings oft in ihrem Blickfeld eingeschränkt.

-- Martouf
 
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