Schatz mit Verlobungsgedanken geschockt

Benutzer57969 

Verbringt hier viel Zeit
Na klasse, da haben wir ja alle Klischees versammelt. Hochzeitsversprechen, Paragraphen rauskramen, Traditionen, ernsthafte Angelegenheit, bla, bla, bla. Dann werde ich jetzt mal mit ebenjenen Traditionen kräftig brechen. :tongue:

Ich habe mich mit 20 verlobt ... und bin es noch heute (mit ein und derselben Frau). Wir werden zwar in wenigen Tagen den Bund der Ehe eingehen - für mich aber nur reine Formsache, nix weiter.

Die Meinungen zur Verlobung streuen weit auseinander. Wie hat es mal vor Jahren eine Mitstudentin ausgedrückt, als sie mich anflirtete und ich schmunzelnd auf meinen Ring deutete: "Na und? Verloben ist nix anderes als Festhalten und Weitersuchen." So unterschiedlich sind die Ansichten über diese ach so 'feierliche' Angelegenheit.

Wir haben uns nach einem halben Jahr die Ringe angesteckt und das hatte ganz einfache Gründe. Zuerst mal waren wir beide so glücklich, daß uns diese Aktion einfach richtig erschien. Zweitens wollten wir uns auch einzeln nach außen hin als liebend und gebunden zeigen. Drittens hielten wir die 200 DM damals für eine vernünftige Investition und viertens waren wir wie übermütige, junge Fohlen. Fünftens, sechstens, usw.

Ich sehe die Verlobung und die Heirat im Grunde fast andersherum als der Großteil hier.

Heirat ist nur ein Schnipsel Papier, der einen Haufen Geld kostet und nichts wirklich bringt - abgesehen von der Vereinfachung der rechtlichen Schritte beim Tod eines der Partner. Wozu brauche ich diesen Schriebsel? Um meine Liebe zu festigen? Um meine Frau 'mehr' zu lieben? Eine Partnerschaft beweist sich nicht durch das Versprechen, 'sich zu lieben, bis das der Tod uns scheidet'. Eine Beziehung lebt von Taten, vom Bestehen im Alltag, vom Einbringen beider Partner in die Familie, vom Zuhören, vom Respekt, Zuneigung, Lachen und (gemeinsamen) Weinen. Dazu brauche ich keine behördliche Genehmigung geschweige denn irgendeine schriftliche Beurkundung. (Btw: Wenn ich dann noch das vom Staate untergelegte Steuermodell bzw. die gesetzlichen Grundlagen zur Ehe an sich hernehme, wird mir komplett speiübel).

Die Verlobung dagegen ist einfach nur eine ganz unverfängliche Art, nach innen und nach außen zu zeigen: 'Seht her, ich habe mein Deckelchen gefunden'. Und mag man auch hier irgendwelche BGB Paras rauskramen - Quatsch mit Soße - das sage ich aus 15jähriger Verlobungserfahrung. Wo es Geld geben könnte, zählt man als eheähnliche Lebensgemeinschaft, wo man zahlen muß, gilt man auf einmal als alleinstehend. Der Stand 'verlobt' ist vollkommen unrelevant. Zum ersten Mal wirklich interessiert daran war eine Behörde vor kurzem bei der Anmeldung der Eheschließung.

Ich kann die Threaderstellerin durchaus verstehen, empfinde die Idee nicht schlecht - halte es aber für besser, so etwas gemeinsam zu entscheiden. Wenn sich bereits hier (wie es scheint) solche unterschiedlichen Ansichten auftun, sollte man vielleicht erstmal richtig über die Einstellung zur 'Verlobung' reden.

Gruss,
Glen.
 

Benutzer28635 

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@Glen: Aber wenn in deinen Augen eine Verlobung nichts bedeutet, warum macht man es dann?
Nach deinen eigenen Worten lebt eine Beziehung allein von Taten. Wozu sich also verloben, wenn man ohnehin nicht die Absicht hat zu heiraten.
Wenn eine Verlobung so wenig bedeutet, dann könnte man sich doch gleich nach einer Woche verloben oder noch besser, warum nicht gleich mit nem ONS?
Eine Verlobung ist nunmal ein Heiratsversprechen und sollte nicht mal einfach so ausgesprochen werden.
 

Benutzer29817 

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Heirat ist nur ein Schnipsel Papier, der einen Haufen Geld kostet und nichts wirklich bringt - abgesehen von der Vereinfachung der rechtlichen Schritte beim Tod eines der Partner. Wozu brauche ich diesen Schriebsel? Um meine Liebe zu festigen? Um meine Frau 'mehr' zu lieben? Eine Partnerschaft beweist sich nicht durch das Versprechen, 'sich zu lieben, bis das der Tod uns scheidet'. Eine Beziehung lebt von Taten, vom Bestehen im Alltag, vom Einbringen beider Partner in die Familie, vom Zuhören, vom Respekt, Zuneigung, Lachen und (gemeinsamen) Weinen. Dazu brauche ich keine behördliche Genehmigung geschweige denn irgendeine schriftliche Beurkundung. (Btw: Wenn ich dann noch das vom Staate untergelegte Steuermodell bzw. die gesetzlichen Grundlagen zur Ehe an sich hernehme, wird mir komplett speiübel).

Für manche ist die Heirat aber eine Sache mit kirchlichem Segen, und das ist ganz was anderes als ein blöder Vertrag am Standesamt. Meiner Meinung nach, wer nur standesamtlich heiratet, kann es auch bleiben lassen, denn das ist wirklich nur ein Fetzen Papier, ein Vertrag der gebrochen werden kann. Das ist nichts Wirkliches.
Eine kirchliche Hochzeit bedeutet mir viel mehr, und erst wenn ich diesen Segen habe dann bin ich wirklich verheiratet.
 

Benutzer45015 

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@ Glenn: Ich find deine Geschichte beeindruckend :smile: Schöne Hochzeit wünsch ich euch :herz:
 

Benutzer51234  (32)

Verbringt hier viel Zeit
So jetzt meld ich mich auch mal wida...über verloben hat hier anscheind echt jeder ne andre meinung und zum heiraten auch...
das gleiche hab ich auch bei meinem freund festgestellt :cry:
verloben findet er jetzt kindisch und er wills nich, darüber denk ich anders und heiraten will er irgendwann ma gaaaaaaaaaaaanz groß...darauf hab ich aba ganz ehrlich keine große lust, mir würde ne hochzeit im kleinen besser gefallen...naja und so lässt sch über son thema noch ewig streiten...
und irgendwie hats mir die augn geöffnet...ich bin zwar immer noch der meinung wie ich am anfang war, doch ob ne ehe lang funktionieren würd, oder ob aus ner verlobung überhaupt iregndwann ma ne heirat werden würde wenns dann schon bei den vorbereitungen stress gibt und man nie einer meinung is...wohl kaum...
naja alle die denken sie wollen sich früh verloben hab ich nichts dagegen...denn ich wrs ja vll selber bald gewesen...aba naja für mich is sowas zuerst mal für ne zeit ausm kopf...weil ich hier in der beziehung ziemlich verschiedene ansichten von dem thema entdeckt hab
 

Benutzer35319 

kurz vor Sperre
Keiner will dich verstehen sweety, was ... schonmal versucht die anderen zu verstehen, angefangen bei deinem freund ? Ich war mal in der gleichen situation, habe nich ganz so forsch und abweisend reagiert wie dein freund jetzt, aber gesagt man solle bei sowas länger warten. Sie hatte auch vor das man sich zum einjährigen verlobt, und dann ein halbes jahr später, als es schließlich soweit war, fand sie ihre idee überhaupt nicht mehr so toll ich dafür umso besser. Nochmal ein viertel jahr dranngehangen und wir trennten uns ... nichtg erade im gutem. Du siehst also, das solche ideen in dem alter und nach so kurzer zeit meist wenig mit der realität zu tun haben.
 
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