Sauberkeit über Dekaden.

A

Benutzer190825  (17)

Ist noch neu hier
Hallo, ich wollt mall fragen, wie früher das Badeverhalten war? Also wie oft hat man sich in der Woche geduscht gebadet oder ähnliche Dinge getan?
Nach Möglichkeiten hätte ich gerne Stimmen aus den 40ern, wenn das möglich ist, den 50ern 60ern, 70ern, 80er und von mir aus auch den 90ern.
Hat sich das Badeverhalten in der BRD und DDR unterschieden?
Ich frage da ich hörte, das es da über der Zeit einen Wandel gegeben hätte.
Außerdem wie wichtig wäre euch das Badeverhalten bei euren Partner und was wünscht ihr euch genau. Könnte er bzw sie eine Woche nicht Duschen ohne Probleme zu bekommen? Danke:anbeten:
 
fraukraehe

Benutzer173507  (38)

Öfter im Forum
Also tägliches Duschen ist schon mal schlecht für den natürlichen Schutzschild der Haut.
Man ist auch nicht jeden Tag dreckig.

Ich dusche 2-3x die Woche und bin vollkommen fine damit.
Zwischendurch gibts halt mal Waschlappen, wenn einem die Frische an bestimmten Stellen fehlt und für Toilettengänge gibt es extra Feuchtpapier.
Keine Schäden davongetragen bisher und es spart Ressourcen (Das wäre mir wichtig an einem Partner.)

Eine Woche ohne Duschen, fände ich aber schon grenzwertig.
 
G

Benutzer

Gast
Also tägliches Duschen ist schon mal schlecht für den natürlichen Schutzschild der Haut.
Man ist auch nicht jeden Tag dreckig.

Naja:

Soll man jeden Tag duschen?

Um es vorwegzunehmen: Es gibt keine wissenschaftlich belegte Aussage darüber, wie oft jeder Einzelne duschen sollte. Die Haut ist individuell unterschiedlich beschaffen. Während es also viele Menschen problemlos vertragen, täglich zu duschen, müssen andere mit Hauptproblemen rechnen. Auch die Belastung der Haut durch Schweiß, Schmutz und Umwelteinflüsse weicht voneinander ab.
Für die Gesundheit ist es jedenfalls im Normalfall nicht notwendig, täglich zu duschen. Das haben Forscher schon in den 1960er-Jahren gezeigt. Sie haben die Mikroflora der Haut mehrerer Probanden über einen längeren Zeitraum hinweg untersucht und dabei festgestellt: Sie war individuell unterschiedlich zusammengesetzt und blieb überraschend stabil. Das heißt, die Mikroflora büßte an ihrer Schutzfunktion nichts ein – auch wenn die Teilnehmer mehrere Tage lang keine Dusche und kein Bad nahmen.

Mediziner raten daher dazu, nicht täglich zu duschen. Mehrmals pro Woche reiche völlig aus. Gleichwohl spreche nichts gegen eine tägliche Dusche, wenn jemand beispielsweise viel schwitze oder starkem Schmutz ausgesetzt sei.
Quelle: AOK Gesundheitsmagazin

Ähnlich kontroverse Untersuchungen findet man überall. Am Ende ist das individuell, was die Haut verträgt und was nicht.

Ich schwitze viel, daher dusche ich täglich. Ende. Sonst stinke ich wie sau, hab ich keine Lust zu.
Ich hatte einmal ne Partnerin, die handhabte das so ähnich wie du: 3-4x die Woche duschen, wegen trockener Haut. Die müffelte am zweiten Tag durchaus auch, fand ich jetzt weniger toll.

Kann jeder halten, wie er/sie will, aber bitte keine generalisierenden Mythen über Hygiene als Wahrheit verkaufen.
 
HarleyQuinn

Benutzer121281  (33)

Planet-Liebe ist Startseite
Ich finde es schon grenzwertig dass mein einer Partner jeden Tag duscht. :grin:
Ich dusche alle 2 bis 3 Tage.

Meine Mutter hat täglich mehrere Stunden geduscht. Das hat mich in der Tat sehr negativ geprägt.

Sollte ich stark schwitzen kann es auch mal ne Dusche mehr geben aber einfach so täglich duschen wäre nicht mein Fall.

Jemand, der nur einmal pro Woche duscht allerdings auch nicht - allein schon wegen Behaarung. :grin:
 
S

Benutzer189208 

Sorgt für Gesprächsstoff
Hat sich das Badeverhalten in der BRD und DDR unterschieden?
Wahrscheinlich schon. In der DDR dürften weniger Leute eine Dusche gehabt haben als im Westen. Wir hatten z.B. zu Hause nur eine Badewanne. Da hat man logischerweise nicht jeden Tag ein Vollbad genommen. Man hat sich halt so gewaschen und nur vielleicht zweimal die Woche gebadet. Ging irgendwie auch, ohne dass man angefangen hat zu stinken. Im Lehrlingswohnheim gabs dann gar keine Dusche und auch keine Badewanne, nur ein Waschbecken. Man ist aber immer am WE nach Hause gefahren. Ging auch. Im Studentenwohnheim gabs dann eine Gemeinschaftsdusche. Da habe ich dann eigentlich täglich geduscht und so ist es seitdem auch geblieben.
 
fraukraehe

Benutzer173507  (38)

Öfter im Forum
Ich hatte einmal ne Partnerin, die handhabte das so ähnich wie du: 3-4x die Woche duschen, wegen trockener Haut. Die müffelte am zweiten Tag durchaus auch, fand ich jetzt weniger toll.
Also wenn ich ne Woche nicht dusche, dann fängt es an zu müffeln.
Wenn ich jeden dritten Tag dusche, dann nicht 🤷🏻‍♀️

Bei vielem Schwitzen ist es klar, dass man da öfter unter die Dusche steigt.
Waschlappen zwischendurch täte es aber auch.
 
Sandrose

Benutzer54458 

Verbringt hier viel Zeit
Als ich klein war, in den 70ern und 80ern, wurde 1x wöchentlich gebadet, mit Fichtennadelschaumbad anschließend gab es übrigens die Muppet-Show im Fernsehen.
An den anderen Tagen hat man sich gewaschen und nein, wir haben damals trotzdem nicht gestunken.
 
Kokiri

Benutzer157013 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Kommt ja immer mal wieder auf das Thema. Wenn ich jetzt nicht zusätzlich Sport gemacht oder anderweitig stark geschwitzt habe, halte ich das eigentlich wie fraukraehe fraukraehe oder HarleyQuinn HarleyQuinn

Nur weil man an den Tagen dazwischen nicht duscht, heißt das ja nicht, dass man sich gar nicht wäscht..
 
Zuletzt bearbeitet:
T

Benutzer20277  (42)

Meistens hier zu finden
Es ist denke ich auch wichtig zu erwähnen, dass die Haut und das Schwitzen nicht nur bei verschiedenen Menschen unterschiedlich beschaffen ist, sondern sich auch im Laufe des Lebens ändert.

Als Kind wurde einmal pro Woche gebadet, oder wenn ich richtig ordentlich im Dreck gespielt hab.
Mit der Pubertät änderte sich das. Bis in die frühen zwanziger musste ich täglich duschen, manchmal auch zwei mal am Tag. Meiner Haut hat das auch nichts ausgemacht.
Mittlerweile dusche ich alle zwei Tage, oder wenn ich sportlich aktiv war auch öfter. Wär es deutlich häufiger, hätte ich jetzt mehr Probleme mit trockener Haut.
 
Art_emis

Benutzer174233  (34)

Verbringt hier viel Zeit
Off-Topic:
Machen wir es doch wie zur Barock/Rokoko Epoche. Nicht waschen, dafür reichlich Parfüm und Deo drauf sprühen. 😋


Täglich duschen ist für mein eigenes Wohlbefinden einfach wichtig.
Gebadet wurde bei uns früher (80er/90er) aber nur ganz selten. Wie Kinder wurden 1-2 mal die Woche gebadet. Die Erwachsenen haben eigentlich nur geduscht.
Baden dient/e bei uns eher zur Entspannung oder als Mittel gegen Erkältungen und weniger zu Hygienezwecken.
 
G

Benutzer

Gast
Bitte nicht angesprochen fühlen, ich kann euch durchs Internet ja nicht riechen, aber bei dem Thema "2-3x die Woche duschen und sonst waschen reicht, ich müffel nicht" bin ich ein gebranntes Kind.

Mein Vater hielt das nämlich ne Weile auch so, bis wir/meine Mutter ihn immer häufiger drauf aufmerksam machen mussten, dass er an Tag 2 bereits müffelte und an Tag 3 dringend duschen sollte, weil er stank und fettige Haare bekam.
Inzwischen duscht er auch wieder 5-7x die Woche.
Er selbst sagte immer, er würde nicht müffeln.

Meine Ex, die alle 2 Tage duschte, roch sich selbst übrigens auch nicht.

Wie gesagt: Ich kenn euch nicht, ich rieche euch nicht, aber ich bin da sehr negativ geprägt, was solche Äußerungen betrifft.

Außerdem: Wenn man wegen der Haut und der Schutzschicht nicht jeden Tag duschen will, sich dann aber natürlich wäscht, bringt das der Haut trotzdem nix.
Am besten dann noch mit Waschlappen, dass die Schutzschicht auch richtig weggeschrubbt wird.
 
A

Benutzer190825  (17)

Ist noch neu hier
Danke bisher. Sehr interessant. Ich habe mir schon gedacht, dass es früher anders war. Nach Möglichkeiten hätte ich noch gerne Stimmen aus den 60ern, 50ern und 40ern, wenn die noch leben. Ich habe momentan frei und bin über Woche 1 nicht Duschen hinaus. Aber sonst würde ich auch sagen 2 bis 3.
 
redviolin

Benutzer151496  (45)

Meistens hier zu finden
In der DDR dürften weniger Leute eine Dusche gehabt haben als im Westen. Wir hatten z.B. zu Hause nur eine Badewanne. Da hat man logischerweise nicht jeden Tag ein Vollbad genommen.
Man kann doch aber auch in der Wanne duschen?

Ich dusche täglich, allerdings weil ich waschen am Waschbecken hasse, ich klecker dabei zuviel rum. :grin:

Mein Partner muß nicht täglich duschen, wenn er nicht will, sollte sich dann aber alternativ waschen.
 
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S

Benutzer189208 

Sorgt für Gesprächsstoff
Ich nehme an, damals warst du ein Kind. Abgesehen davon, in den 80ern hat es schon aufgrund von Zigarettenrauch überall mehr gestunken.
Das stimmt. In der DDR hat es in bestimmten Gegenden schon allein wegen der Chemieindustrie richtig doll nach faulen Eiern gestunken. Das hat man allerdings nur gerochen, wenn man lange nicht dort war und man hat sich nach ein paar Stunden dann dran gewöhnt und es nicht mehr wahrgenommen. Ich glaube aber nicht, dass das einen Einfluß auf die Badegewohnheiten hatte. Denn die waren gleich, egal ob man in einer stinkenden oder nichtstinkenden Gegend gewohnt hat. Ja, es gab sowas wie einen Badetag. Bei uns war es immer Samstagabend. Da wurde groß angeheizt und alle haben nacheiander gebadet, zumindest in den 70ern.
 
LULU1234

Benutzer107106 

Planet-Liebe ist Startseite
Redakteur
Ich dusche in der Regel täglich, sonst fühle ich mich nicht wohl.
Zusätzlich wasche ich meinen Intimbereich morgens, während der Periode dusche ich ihn auch schnell ab.
Mein Partner duscht alle 2-3 Tage, außer er treibt Sport. Die Kinder duschen einmal die Woche und waschen sich täglich.
Ich finde nicht, dass man sich täglich duschen muss, aber gerade unter den Achseln und im Intimbereich finde ich es schon ekelig, wenn man sich dort nicht täglich wäscht.
 
froschteich

Benutzer164451  (35)

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Ich dusche täglich - außer wenn ich wirklich mal einen Tag lang nur zuhause bin. Mein Mann und eine gute Freundin von mir duschen 2-3x in der Woche und das wäre mir noch nie negativ aufgefallen.

In meiner Kindheit, vorwiegend in den 90ern, haben alle in unserer Familie einmal die Woche gebadet, da hats dann schonmal gemüffelt. Ich hab mich dann umgewöhnt sobald ich ausgezogen bin und eine Dusche gehabt hab.
 
SAMSARA

Benutzer174652 

Meistens hier zu finden
also erstens glaube ich, dass der TE im www zu seinem ausführlichen interesse viel schneller und treffsicherer fündig würde als hier durch ein paar forumsantworten ("von noch lebenden") + mit hilfe von einer portion hausverstand ...

falls er nur absolution für ein sich selten bis sehr selten wie-auch-immer-waschen holen will, sollte er sich diese direkt bei ihm und seinem körpergeruch nahe kommenden holen - oder indirekt dadurch, dass das selten bis nie einer will ...
(alternativ in analogem oder digitalem kennenlernbeginn von seiner diesbezüglichen haltung berichten - und aus den reaktionen darauf seinen erkenntnisgewinn ziehen ...)

ja, in den siebzigern und achtzigern (als ich kind war) hatten wir auch den (zweimal wöchentlichen) badetag in der familie - und ansonsten waschlappen zum waschen je nach lust und laune ...
und wenn ich mich recht erinnere, musste man damals auch nicht rund um die uhr wie frisch gewaschen riechen ...

irgendwann in meinen teenagerjahren gabs dann eine dauerhafte duschmöglichkeit - und ich bin irgendwann zum täglichen duschen übergegangen ...

ich bin eine morgenduscherin, manchmal auch öfter ...
allein daheim (an sich-einfach-nur-durch-den-tag-treiben-lassen-tagen) manchmal auch weniger ...

jedenfalls sind wir alle verschieden, und haben auch verschieden viel sich entwickelnden körpergeruch (bei mir ist das wenig) - und verschieden schweißtreibendes alltagsgeschehen ...

(außerdem auch ein wesentlicher unterschied zu "früher" - totalrasur unter den achseln und zwischen den beinen reduziert meiner erfahrung nach auch die geruchsbildung und erleichtert die geruchsbeseitigung ...)

auch wesentlicher anteil des geruchserlebnisses an anderen menschen:
(nicht) frische kleidung ...

was mir bei einem partner und seiner körperpflege wichtig ist: sie muss so sein, dass ich nicht darüber nachdenke ...
(und im normalfall waren das zumindest 1x täglich duschende und zähneputzende menschen ...)
 
G

Benutzer

Gast
meine tägliche Dusche ist meine kleine Auszeit.
Die brauche ich, sonst werde ich unleidlich.

Ich bin ein DDR-Kind, wir hatten das große Glück ein Bad zu haben (selbst eingebaut damals)
Geduscht habe ich nicht jeden Tag.
Gebadet auch nur ab und an. Mache ich auch heute nur, wenn ich krank bin oder mal im Hotel zu zweit :zwinker:
Dauert mir viel zu lange und zu Hause bin ich dazu zu geizig.

Meine Oma hatte das Trocken(!)klo bis nach der Wende auf halber Treppe und es stand immer ein Wassereimer bereit zum spülen.
Wir hatten ein normales WC und ich fand das schon besser so :grin:

Meine Oma hatte erst weit nach dem Mauerfall eine Dusche. Vorher waren sie ab und an beim Nachbarn in der Dusche und sonst eben am Waschbecken Reinigung mit Waschlappen.
Sie kannte es nicht anders..
 
Armorika

Benutzer172677 

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Ich habe schon den Eindruck, dass sich da etwas verändert hat in Richtung mehr „Hygiene“.
In meiner Kindheit in den 80er/90ern schien es mir noch normaler nicht täglich zu duschen.
In meiner Heimat sowieso, da gab es lange Monate Wassermangel und Wassersparen war total normal.

In den 90ern fing das langsam an, dass Duschen immer mehr normale Morgenroutine wurde und heute bekomme ich entsetzte „Ihhhhs!“, vor allem im Internet, wenn ich sage, dass ich nicht täglich dusche, mich aber natürlich wasche.
Und dass ich, wenn ich dusche, fast nur klares Wasser verwende.
Oder, noch schlimmer, maximal einmal pro Woche Haare wasche.
 
Mark11

Benutzer106548 

Team-Alumni
Ja, es gab sowas wie einen Badetag. Bei uns war es immer Samstagabend. Da wurde groß angeheizt und alle haben nacheiander gebadet, zumindest in den 70ern.
Und das war im Westen zumindest bis Mitte der 70er 1:1 identisch.
Der einzige Unterschied war vielleicht, dass es im Westen buntes Kindershampoo mit Figürchen in der Flasche gab, an das man erst heran kam, wenn die Flasche leer war.
 
girl_next_door

Benutzer96776 

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Von meinen Eltern wurde mir überliefert, dass da tendenziell nur einmal am Wochenende großer Badetag war und von sowas wie einer Dusche oder einer Badewanne im eigenen Haus konnte man damals wohl auch nur träumen, das war in den 60er/70er Jahren wohl nicht so üblich. Da gab es vielfach noch so eine Art "Zuber" wo man sich drin waschen konnte, und später fuhr mein Vater wohl öfters mal ins städtische Hallenbad, um dort die Duschen zu benutzen.
Heute schlichtweg unvorstellbar.
Weil hier die Frage aufkam zwecks Häufigkeit, hier noch eine kleine Bemerkung am Rande: Meiner Meinung nach ist es völlig ausreichend, sich alle 2-3 Tage zu duschen. An den anderen Tagen kommt man normalerweise mit einer Katzenwäsche auch prima durch den Tag. Es sei denn, man ist wahnsinnig verschwitzt...
 
Schnecke106

Benutzer85763 

Sehr bekannt hier
Meine Oma - Jahrgang 1927 - hat sich viele Jahre lang draußen in einer Zinnwanne gebadet, wahrscheinlich 1x die Woche oder seltener. Das hat sich auch bis zu ihrem Tod nicht geändert, außer dass sie die Zinnwanne gegen eine richtige Badewanne getauscht hat. In meiner Kindheit hat sie für die regelmäßige Pflege Wasser auf dem Herd (der mit Holz betrieben wurde) erhitzt und in der Küche Achseln, unter den Brüsten und Intimbereich gewaschen. Beim Duschen wurde das kalte Wasser in Eimern aufgefangen und für alles mögliche verwendet, Klo spülen, Garten bewässern etc.

Ich wurde als Kind 1x die Woche gebadet, ich glaube, auch oft die ganze Familie nacheinander und immer nur warmes Wasser dazu. An Duschen kann ich mich nicht erinnern, das kam erst auf als ich so 10/11 Jahre alt war (90er Jahre). Dann gab es eine Zeit in der Pubertät, wo ich total selten geduscht habe, abgelöst von einer Zeit, in der ich täglich gefühlt stundenlang geduscht habe.

Inzwischen dusche ich so alle 2 Tage, baden mag ich überhaupt nicht.
 
P

Benutzer3277 

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Ich habe mal gelesen, dass tägliches duschen nicht gut für die Haut ist (Austrocknung). Waschen mit Waschlappen genügt vollkommen. So mache ich das auch. Ich dusche 1x pro Woche. Baden habe ich ganz eingestellt, obwohl ich eine Badewanne habe. Das spart auch noch Kosten. Lediglich im Hochsommer, wenn ich völlig verschwitzt nach Hause komme, mache ich eine Ausnahme und dusche kurz.

Wie das früher war weiß ich nicht. Ich weiß nur: Wer in der DDR im Plattenbau wohnte, hatte Badewanne/Dusche und hat das auch reichlich genutzt, denn Wasser war extrem billig. 💦
 
H

Benutzer182524  (73)

Sorgt für Gesprächsstoff
Werde dann mal schreiben, wie es bei uns /mir so war.
Unser Haus wurde 1932 gebaut. Als Siedlerstelle mit 1000 qm Garten zur Selbstversorgung. Ohne Badezimmer, dafür mit Plumpsklo. Wasser gab es von der Straßenpumpe. Keine Ahnung wie es meine Großeltern da mit mit der Körperpflege gehalten haben.
Das ganze war zur Zeit meiner Geburt 1949 und der meiner Schwester 1950 immer noch so.
Vermute Mal, dass ich als Baby in einer der großen Emailleschüsseln gebadet wurde.
1952 wurde dann, unter Mithilfe der Anwohner endlich eine Wasserleitung gelegt.
Von da an hatten wir 2 Zapfstellen im Haus. Eine in der Küche meiner Großmutter im Erdgeschoß, und eine oben in unserer Küche.
Wir Kinder wurden einmal in der Woche in einer Zinkwanne gebadet. Zuerst zusammen und später, als wir nicht mehr zusammen in eine Wanne paßten, nacheinander. Das Wasser dafür wurde auf dem Gasherd erwärmt.
1960 wurde dann das Plumpsklo durch ein Spülklo ersetzt.
1963 wurde dann die Küche nach unten verlegt.
Gebadet wurde kurz darauf dann in einer größeren Zinkwanne (Volksbadewanne), die wir irgendwann mal geschenkt bekommen hatten und die bisher zum Regenwasser sammeln gedient hatte.
Die wurde Sonabends in der Küche aufgestellt und mit mehreren Eimern kaltem und einem Waschtopf heißem Wasser gefüllt.
Danach badete dann erst mein Vater, meine Mutter, meine Schwester und ich darin. Sobald einer fertig war, wurde ein Teil des Wassers herausgeschöpft und durch heißes ersetzt.
Nachdem alle gebadet hatten durfte der letzte (ich) dann die Wanne ausschöpfen, die dann für eine Woche im Schuppen verschwand.
Das größte Problem war immer das Abwasser, da die Kapazität der Gruben hinterm Haus schnell erschöpft was
Das änderte sich erst als endlich in unserer Straße ein Siel verlegt wurde.
Das erste was wir machten, war den Raum in dem sich bisher das Klo befunden hatte, zum Badezimmer umzubauen. Allerdings nur mit Dusche. Und ohne Einschränkung, was die Häufigkeit der Benutzung angeht.
Wobei ich auch nicht täglich Dusche sondern nach Bedarf (z. B. wenn ich durchgeschwitzt aus dem Garten komme) und mich sonst gründlich wasche.
 
Zuletzt bearbeitet:
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