Sadismus

Benutzer137374  (49)

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Die vorherige Umfrage ueber Weinen beim Sex brachte micht auf diese Frage, weil Sadismus angesprochen wurde. Ich verstehe nicht, wie diese Vorliebe funktionierend ausgelebt werden kann. Es gibt dieses klassische BDSM-Zeugs, bei dem ein Partner misshandelt und der andere sich schlagen usw laesst. Der Geschlagene (Masochist) macht dies freiwillig und geniesst das. Wenn man allein als dominanter Part dieses Rollenspiel mag, kann das lustvoll sein. Wenn man aber ein echter Sadist ist, ist die ganze Prozedur doch eine ich selbst verhoehnende Farce und kann nicht lustbringend sein. Wenn man durch die Qualen der Person Lust bereitet, ist das ja nicht anders, als wuerde man ein Pony streicheln, was sich darueber freut. Weiss jemand, wie das funktioniert?
 

Benutzer149030  (32)

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Klar bereitet man ihm Lust aber schmerzen hat die andere Person trotzdem und drückt das wahrscheinlich auch lautstark aus. Bei solchen fetischen geht es meistens um das Machtgefühl. Die Fantasie alles absolut alles mit dem anderen tun zu können. Ob dem anderen das gefällt ist hierbei glaube ich ziemlich egal denn derjenige hat ja trotzdem angst vor dem was passieren könnte.
 

Benutzer136609 

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Ob dem anderen das gefällt ist hierbei glaube ich ziemlich egal denn derjenige hat ja trotzdem angst vor dem was passieren könnte.

Das glaube ich kaum. Gibt sicher ausnahmen, aber normalerweise ist doch auch beim Dominanten und Devoten Part klar was erlaubt ist und was nicht. Und wenn es den der geschlagen wird zuviel wird, wird das gesagt und es wird aufgehört.
 

Benutzer137374  (49)

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Klar bereitet man ihm Lust aber schmerzen hat die andere Person trotzdem und drückt das wahrscheinlich auch lautstark aus. Bei solchen fetischen geht es meistens um das Machtgefühl. Die Fantasie alles absolut alles mit dem anderen tun zu können. Ob dem anderen das gefällt ist hierbei glaube ich ziemlich egal denn derjenige hat ja trotzdem angst vor dem was passieren könnte.
Dann wuerde ich aber nicht von Sadismus sondern Lust an Dominanz sprechen. Ausserdem gibt es ja code-Woerter usw, damit kein ungewollter Kontrollverlust entsteht. Es ist also eher ein Spiel, was mir fuer einen Sadisten unbefriedigend schien.
 

Benutzer121281  (32)

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Sadismus bedeutet nicht, dass das Gegenüber keinen Spass daran haben darf.
Es geht vornehmlich um das Zufügen von Schmerzen, ob dies im Konsens geschieht oder nicht, ist nicht definiert. Deine Betrachtung eines "echten Sadisten" geht also an der Realität vorbei.

Nur weil jemand Spass am Schmerz hat, bedeutet dies nicht, dass der Schmerz nicht real ist und auch als körperlich unangenehm empfunden werden kann. Für viele Masochisten ist es nicht einmal der körperliche Reiz an sich, der Lust bereitet, sondern die zusätzliche psychische Komponente.
[DOUBLEPOST=1417877486,1417877416][/DOUBLEPOST]
Dann wuerde ich aber nicht von Sadismus sondern Lust an Dominanz sprechen. Ausserdem gibt es ja code-Woerter usw, damit kein ungewollter Kontrollverlust entsteht. Es ist also eher ein Spiel, was mir fuer einen Sadisten unbefriedigend schien.

Wie schon öfter erwähnt, schliesst du da gerne von deinen hausgemachten Definitionen auf das, was andere denken/fühlen müssten. Das ist sehr kurz gedacht.

Nur weil jemand auf das Konstrukt "safe, sane and consensual" Wert legt, macht ihn das nicht zu einem "falschen" Sadisten.
 

Benutzer137374  (49)

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Sadismus bedeutet nicht, dass das Gegenüber keinen Spass daran haben darf.
Es geht vornehmlich um das Zufügen von Schmerzen, ob dies im Konsens geschieht oder nicht, ist nicht definiert. Deine Betrachtung eines "echten Sadisten" geht also an der Realität vorbei.
Nur weil jemand Spass am Schmerz hat, bedeutet dies nicht, dass der Schmerz nicht real ist und auch als körperlich unangenehm empfunden werden kann. Für viele Masochisten ist es nicht einmal der körperliche Reiz an sich, der Lust bereitet, sondern die zusätzliche psychische Komponente.
Genau das nahm ich an. Ich ging davon aus, dass der koerperliche Schmerz zweitrangig ist und auch in einem ertraeglichen Rahmen bleiben muss. Wenn es zu schmerzhaft ist, ist das vermutlich mit der Lust unvereinbar. Wenn die Person aber trotz des Schmerzes Lust empfindet, was ist dann das Vergnuegen des Sadisten? Ich koennte nachvollziehen, dass man es lustvoll findet, einen anderen ueber Schmerz Lust zu bereiten (nannte das aber nicht sadistisch), aber wenn das eigentliche Vergnuegen darauf beruhen wuerde, dass das Gegenueber tatsaechlich leidet, waere das widerspruechlich. Eigentlich muesste das in meiner Vorstellung ein regelrechter Lustkiller fuer den Sadisten sein. Nehmen wir diese spanking-Sache. Die geschlagene Person weint zwar vor Schmerzen, ist dabei aber ja nicht ungluecklich leidend sondern geniesst ganz im Gegenteil den Zustand voller Lust. Waere ich Sadist (bin ich nicht, ich kann nur versuchen, das gedanklich zu simulieren.), wuerde mich das null befriedigen. Im Gegenteil. Ich will eigentlich Leid verbreiten. Was viele Menschen im Alltag auf normale Weise sogar machen, aber werde verhoehnt, indem mein Bemuehen Lust und Vergnuegen erzeugt. Ich dachte auch bisher immer, dass diese Komponente beabsichtigt ist. Dann nannte ich das aber nicht Sadismus im eigentlichen Sinn.
 

Benutzer121281  (32)

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Genau das nahm ich an. Ich ging davon aus, dass der koerperliche Schmerz zweitrangig ist und auch in einem ertraeglichen Rahmen bleiben muss. Wenn es zu schmerzhaft ist, ist das vermutlich mit der Lust unvereinbar. Wenn die Person aber trotz des Schmerzes Lust empfindet, was ist dann das Vergnuegen des Sadisten? Ich koennte nachvollziehen, dass man es lustvoll findet, einen anderen ueber Schmerz Lust zu bereiten (nannte das aber nicht sadistisch), aber wenn das eigentliche Vergnuegen darauf beruhen wuerde, dass das Gegenueber tatsaechlich leidet, waere das widerspruechlich. Eigentlich muesste das in meiner Vorstellung ein regelrechter Lustkiller fuer den Sadisten sein. Nehmen wir diese spanking-Sache. Die geschlagene Person weint zwar vor Schmerzen, ist dabei aber ja nicht ungluecklich leidend sondern geniesst ganz im Gegenteil den Zustand voller Lust. Waere ich Sadist (bin ich nicht, ich kann nur versuchen, das gedanklich zu simulieren.), wuerde mich das null befriedigen. Im Gegenteil. Ich will eigentlich Leid verbreiten. Was viele Menschen im Alltag auf normale Weise sogar machen, aber werde verhoehnt, indem mein Bemuehen Lust und Vergnuegen erzeugt. Ich dachte auch bisher immer, dass diese Komponente beabsichtigt ist. Dann nannte ich das aber nicht Sadismus im eigentlichen Sinn.

Das Vergnügen des Sadisten ist das Zufügen von Schmerz (zuweilen auch Erniedrigung des Gegenübers etc). Das ist doch an sich eine sehr einfache Sache.
Und wie erwähnt schliesst die ganze Nummer auch im Konsens wirkliches Leid nicht aus.

Du zerdenkst die ganze Nummer wie so oft viel zu stark und suchst da Widersprüche, wo keine sind.
 

Benutzer137374  (49)

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Das Vergnügen des Sadisten ist das Zufügen von Schmerz (zuweilen auch Erniedrigung des Gegenübers etc). Das ist doch an sich eine sehr einfache Sache.
Und wie erwähnt schliesst die ganze Nummer auch im Konsens wirkliches Leid nicht aus.
Du zerdenkst die ganze Nummer wie so oft viel zu stark und suchst da Widersprüche, wo keine sind.
Ich versuche nur, es zu verstehen. Wahrscheinlich muesste ich mal bei Euch zugucken :zwinker: Nehmen wir an, da waere Fritz, der auf normalen Sex hofft, weil er Dich attraktiv findet. In der Wohnung wird er dann "uebertoelpelt", weil Du Deinen Umschnalldildo einsetzt. Er litte, weil er das nicht schoen faende. Hier saehe ich eine Befriedigung des Sadisten. Wenn man aber Typen im internet sucht, die es geil finden, wenn man ihnen die Prostata mittel eines Dildos stimuliert, wo ist da das sadistische Element? Ich kaeme mir sogar als Frau eher benutzt vor ("Fickmaschine fuer arschgeile Maenner"). Vermutlich ist meine Vorstellungskraft zu beschraenkt, aber deshalb frage ich ja. Du bist zudem die einzige "Expertin", die mir im Kontext bekannt ist.
 

Benutzer149030  (32)

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Ich sagte doch auch das es den Sadisten nicht juckt ob der andere das gut findet oder nicht
 

Benutzer121281  (32)

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Ich versuche nur, es zu verstehen. Wahrscheinlich muesste ich mal bei Euch zugucken :zwinker: Nehmen wir an, da waere Fritz, der auf normalen Sex hofft, weil er Dich attraktiv findet. In der Wohnung wird er dann "uebertoelpelt", weil Du Deinen Umschnalldildo einsetzt. Er litte, weil er das nicht schoen faende. Hier saehe ich eine Befriedigung des Sadisten. Wenn man aber Typen im internet sucht, die es geil finden, wenn man ihnen die Prostata mittel eines Dildos stimuliert, wo ist da das sadistische Element? Ich kaeme mir sogar als Frau eher benutzt vor ("Fickmaschine fuer arschgeile Maenner"). Vermutlich ist meine Vorstellungskraft zu beschraenkt, aber deshalb frage ich ja. Du bist zudem die einzige "Expertin", die mir im Kontext bekannt ist.

Ich füge Schmerzen zu. Mein Gegenüber erfährt den körperlichen Schmerz, leidet. Meine sadistische Ader ist befriedigt. Auch wenn er dabei Lust empfindet. Der Schmerz ist dennoch real.

Das ist SO einfach, dass ich wirklich nicht weiss, wie das NICHT zu verstehen ist.
Aber ja, da ist deine Vorstellungskraft dann anscheinend wirklich zu beschränkt.
[DOUBLEPOST=1417879429,1417879391][/DOUBLEPOST]
Ich sagte doch auch das es den Sadisten nicht juckt ob der andere das gut findet oder nicht

Ja, weil alle Sadisten gleich sind, genau. :zwinker:
 

Benutzer137374  (49)

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Ich sagte doch auch das es den Sadisten nicht juckt ob der andere das gut findet oder nicht
Das machte aber so keinen Sinn. Es gibt zwei Moeglichkeiten. Entweder will der Sadist einem Gegenueber Lust bereiten, weil es zu diesem BDSM-Rollenspiel passt, oder er will das Gegenueber quaelen, damit es leidet. Wenn es ihm schlicht egal waere, entzoege das der Situation jede Emotion und Spannung.
 

Benutzer149030  (32)

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Ok sorry wenn ich das verallgemeinert habe war nicht so gemeint.
[DOUBLEPOST=1417880120,1417879805][/DOUBLEPOST]Wenn ich HarleyQuinn richtig verstanden ( endschuldigung wenn ich es falsch verstanden haben sollte) habe geht es ihr zumindest nur um die Handlung an sich und nicht um das "feeling" des gegenübers.
 

Benutzer137374  (49)

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Ich füge Schmerzen zu. Mein Gegenüber erfährt den körperlichen Schmerz, leidet. Meine sadistische Ader ist befriedigt. Auch wenn er dabei Lust empfindet. Der Schmerz ist dennoch real.
Das ist SO einfach, dass ich wirklich nicht weiss, wie das NICHT zu verstehen ist.
Es geht Dir also wirklich nur um den Genuss zu sehen, dass ein Gegenueber koerperliche Schmerzen verspuert? (die es in der Regel als lustvoll erlebt). Hm, ich bin zu beschraenkt. Wenn ich versuche, mich hineinzuversetzen, bewegt sich das zwischen Befremden und Langeweile. Als befremdlich empfaende ich die Maenner, denen ich es so ja praktisch besorge und langweilig schiene mir der Vorgang fuer mich, weil es auf die oberflaechliche Emotion des lustvollen Schmerzes reduziert ist. Das klingt wie "nicht Fisch noch Fleisch".
 

Benutzer121281  (32)

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Es geht Dir also wirklich nur um den Genuss zu sehen, dass ein Gegenueber koerperliche Schmerzen verspuert? (die es in der Regel als lustvoll erlebt). Hm, ich bin zu beschraenkt. Wenn ich versuche, mich hineinzuversetzen, bewegt sich das zwischen Befremden und Langeweile. Als befremdlich empfaende ich die Maenner, denen ich es so ja praktisch besorge und langweilig schiene mir der Vorgang fuer mich, weil es auf die oberflaechliche Emotion des lustvollen Schmerzes reduziert ist. Das klingt wie "nicht Fisch noch Fleisch".


Okay, das wird jetzt mein letzter Beitrag dazu, weil es wirklich unverständlich ist für mich, wie man das nicht begreifen kann:

ICH füge SCHMERZEN zu.
Mein Gegenüber erleidet SCHMERZ.
Sadismus = Lustgewinn aus dem Quälen des Gegenübers, zB durch das Zufügen von SCHMERZEN.

Diese Schmerzen sind REAL, mein Gegenüber LEIDET wirklich - ja, auch wenn es dieser Person Lust bereitet, heisst dies nicht, dass der SCHMERZ und das LEID nicht da sind.

Wenn dies jetzt nicht verstanden wird, kann ich nicht helfen. NOCH einfacher geht es nicht.
 

Benutzer149030  (32)

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Ja für dich ist das so für andere wiederum nicht wie du mir ja vorhin netterweise gesagt hast.
[DOUBLEPOST=1417880822,1417880676][/DOUBLEPOST]Dein befremden verstehe ich das ergeht mir bei manchen fetischen ganz ähnlich aber vermutlich versteht man auch nur die fetische die man selbst hat
 

Benutzer137374  (49)

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Okay, das wird jetzt mein letzter Beitrag dazu, weil es wirklich unverständlich ist für mich, wie man das nicht begreifen kann:
ICH füge SCHMERZEN zu.
Mein Gegenüber erleidet SCHMERZ.
Sadismus = Lustgewinn aus dem Quälen des Gegenübers, zB durch das Zufügen von SCHMERZEN.
Diese Schmerzen sind REAL, mein Gegenüber LEIDET wirklich - ja, auch wenn es dieser Person Lust bereitet, heisst dies nicht, dass der SCHMERZ und das LEID nicht da sind.
Wenn dies jetzt nicht verstanden wird, kann ich nicht helfen. NOCH einfacher geht es nicht.
Ich denke, dass ich es verstanden habe, auch wenn ich es nicht gefuehlt nachvollziehen kann. Nehmen wir nochmal ein Beispiel. Wir leben im Mittelalter und sind Auspeitscher von Dieben. Knud hat ein Brot gestohlen und kommt an den Pranger. Schoen fuer mich als Sadisten, ihn brutal auspeitschen zu duerfen. Knud winselt und schreit erbaermlich, hat noch Monate spaeter ein Trauma von seiner Bestrafung. Fuer mich als Sadist schiene mir das befriedigend. Jetzt binde ich aber Hugo an den Pranger, der sich nichts schoeneres vorstellen kann. Er hat extra ein Brot gestohlen, damit er diese Situation erleben darf. Da peitsche ich mir dann einen Wolf und Hugo findet es hammergeil. Auch wenn er real Schmerzen hat, bin ich doch nur der Pruegelsklave und lebe keinen Sadismus im eigentlichen Sinne. Da waere es ja unterstellt noch befriedigender, sich Pornos (oder andere Gewaltsachen) anzugucken, die vermeintlich leidende Menschen zeigen.
 

Benutzer143177 

Sehr bekannt hier
Hast du mal den Wikipedia-Artikel dazu gelesen? :grin: Also zumindest die Definition:

"Als Sadismus im medizinischen Sinn bezeichnet man die Tatsache, dass ein Mensch (sexuelle) Lust oder Befriedigung dadurch erlebt, andere Menschen zu demütigen, zu unterdrücken oder ihnen Schmerzen zuzufügen.[...]
Der Begriff Sadist wird heutzutage im allgemeinen Sprachgebrauch auch für Personen verwendet, die sich am Leid anderer erfreuen können
."

Ich denke mal, du wirfst beides in einen Topf, das eine geht um Schmerzen etc, ungeachtet dessen, ob es dem anderen zusätzlich Lust bereitet, das andere darum, dass der andere (nur) leidet.
Aber per Definition sind beides Sadisten und keiner richtiger als der andere.
 

Benutzer137374  (49)

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Hast du mal den Wikipedia-Artikel dazu gelesen? :grin: Also zumindest die Definition:
"Als Sadismus im medizinischen Sinn bezeichnet man die Tatsache, dass ein Mensch (sexuelle) Lust oder Befriedigung dadurch erlebt, andere Menschen zu demütigen, zu unterdrücken oder ihnen Schmerzen zuzufügen.[...]
Der Begriff Sadist wird heutzutage im allgemeinen Sprachgebrauch auch für Personen verwendet, die sich am Leid anderer erfreuen können."
Ich denke mal, du wirfst beides in einen Topf, das eine geht um Schmerzen etc, ungeachtet dessen, ob es dem anderen zusätzlich Lust bereitet, das andere darum, dass der andere (nur) leidet.
Aber per Definition sind beides Sadisten und keiner richtiger als der andere.
Ich habe nicht wertend im Sinne von richtig oder falsch geschrieben, sondern wollte nur das Konzept verstehen. Es gibt ja im Prinzip drei Moeglichkeiten:
1. Der Sadist ergoetzt sich daran, dem Masochisten Lust zu bereiten.
2. Der Sadist weidet sich am Leid eines Gegenuebers.
3. Der Sadist will einfach nur Schmerzen zufuegen und ihm ist egal, was das Gegenueber darueber hinaus fuehlt.
1. und 2. kann ich nachvollziehen, waehrend ich 3. aufgrund der Inkonsistenz nicht nachvollziehen kann. Das waere ein innerer Widerspruch oder so oberflaechlich erlebt, dass es langweilig sein muss.
 

Benutzer10752 

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Ich denke, dass ich es verstanden habe, auch wenn ich es nicht gefuehlt nachvollziehen kann. Nehmen wir nochmal ein Beispiel. Wir leben im Mittelalter und sind Auspeitscher von Dieben. Knud hat ein Brot gestohlen und kommt an den Pranger. Schoen fuer mich als Sadisten, ihn brutal auspeitschen zu duerfen. Knud winselt und schreit erbaermlich, hat noch Monate spaeter ein Trauma von seiner Bestrafung. Fuer mich als Sadist schiene mir das befriedigend. Jetzt binde ich aber Hugo an den Pranger, der sich nichts schoeneres vorstellen kann. Er hat extra ein Brot gestohlen, damit er diese Situation erleben darf. Da peitsche ich mir dann einen Wolf und Hugo findet es hammergeil. Auch wenn er real Schmerzen hat, bin ich doch nur der Pruegelsklave und lebe keinen Sadismus im eigentlichen Sinne. Da waere es ja unterstellt noch befriedigender, sich Pornos (oder andere Gewaltsachen) anzugucken, die vermeintlich leidende Menschen zeigen.

Ich glaube du solltest unterscheiden zwischen

a) einem Sadisten im pathologisch-psychiatrischen Sinn, dem es ganz generell Spaß macht, andere Leute zu quälen, und zwar völlig querbeet und ohne dabei auch nur ansatzweise an den Gegenüber zu denken und

b) einem Sadisten im sexuellen Sinn. Sexualität ist etwas, das normalerweise mit gegenseitigen Gefühlen zu tun hat. Ansonsten ist es keine Sexualität, sondern es ist Gewalt, schlicht und ergreifend. Also ist es für den Sadisten sehr wohl erregend, wenn das Gegenüber aus seinen Quälereien einen Lustgewinn erzielt.

Genauso hast du eine sehr verquere Vorstellung von Masochisten. Knud, der Masochist, bekommt keinen Steifen, weil er von brutalen Henkern ausgepeitscht wird, genausowenig wie eine Frau, die sich gerne zu Hause von ihrem Liebhaber mit dem Paddel oder der Neunschwänzigen versohlen lässt, nach einer echten Vergewaltigung denkt "Oh, das war aber toll." Deswegen bleibt auch eine Vergewaltigung immer eine Vergewaltigung, egal, welche sexuellen Vorlieben das Opfer haben mag.

Auch hier verwechselst du (brutale) Gewalt und Sexualität.
 

Benutzer136306 

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1. und 2. kann ich nachvollziehen, waehrend ich 3. aufgrund der Inkonsistenz nicht nachvollziehen kann. Das waere ein innerer Widerspruch oder so oberflaechlich erlebt, dass es langweilig sein muss.

Ich kann nicht verstehen, was du daran als "inkonsistent" empfindest. Ich finde es auch etwas gewagt, dass du über eine Neigung, die du nicht teilst, Aussagen trifft, dass sie unter bestimmten Umständen "langweilig sein muss".
 
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